Der Eurabia-Code, Teil 3 von 4

von Eisvogel um 19:49 am 16. Oktober 2006

Original vom 9. Oktober 2006: The Eurabia Code, Part III

Teil 1

Teil 2

Teil 4

Im März 2006, wurde in der über zwei Tage andauernden Plenarsitzung der "Euro-Mediterranean Parliamentary Assembly",(EMPA) die in Brüssel tagte, eine Resolution verabschiedet, in der sowohl "die Beleidigung verurteilt" wurde, die durch die dänischen Mohammed-Karikaturen hervorgerufen wurde als auch "die Gewalt, die ihre Veröffentlichung ausgelöst hat." Diese EMPA- und nationalen Parlamentarier aus der EU und aus arabischen Ländern mahnten auch die Regierungen an,"den Respekt für religiöse Überzeugungen sicher zu stellen sowie die Werte von Toleranz, Freiheit und Multikulturalismus zu fördern."

Während der parlamentarischen Sitzung bestand der ägyptische Parlamentssprecher Ahmed Sorour darauf, dass die dänischen Karikaturen und andere Ereignisse der letzten Zeit ein "kulturelles Defizit" offenbarten. Das jordanische Parlamentsmitglied Hashem al-Qaisi verurteilte die Karikaturen ebenfalls und stellte fest, dass es nicht ausreichend sei, die Karikaturen zu missbilligen, da solcherlei Dinge sich schließlich in anderen Ländern wiederholen könnten.

Und der Präsident des Europaparlaments Josep Borrell bezeichnete das Mittelmeer als "Konzentrat aller Probleme, der die Menschheit gegenübersteht". Er sagte, dass er auch nach einem Jahr des Vorsitzes über die EMPA "die Komplexität des ‘Mittelmeeres’ immer noch nicht vollständig versteht". Nach der Karikaturen-Affäre reiste der Hohe Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Javier Solana in den Nahen Osten, wo er mit islamischen Spitzenpolitikern gemeinsame Erklärungen abgab, dass "Pressefreiheit Verantwortungsbewusstsein und Taktgefühl beinhalten und die Überzeugungen und Grundpfeiler aller Religionen respektieren soll." Solana sagte, er habe über Maßnahmen diskutiert, mittels derer sicher gestellt werden könne, das "religiöse Symbole respektiert werden." Er führte Gespräche mit Scheich Mohammed Sayed Tantawi von der Al Azhar Universität, der höchsten Autorität in sunnitisch-islamischen Gelehrsamkeit und mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga Amir Moussa.

Solana traf sich auch mit dem Vorsitzenden der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Ekmeleddin Ihsanoglu. Im Laufe des Gesprächs mit ihm drückte Solana "unser aufrichtiges Bedauern darüber aus, dass religiöse Gefühle verletzt worden waren" und gelobte, sich dafür einzusetzen, "dass sicher gestellt wird, dass die Köpfe und Herzen der Menschen nicht noch einmal verletzt werden."

Nur ein paar Jahre früher führte Herr Solana, damals Generalsekretär der NATO, in einer Rede aus, dass die "Wurzel der Konflikte in Europa und darüber hinaus direkt auf einen Mangel an Demokratie und Offenheit zurückgeführt werden können. Das Fehlen des Ventils des demokratischen Diskurses kann Gesellschaften in Gewaltausbrüche führen." Die Ironie, dass er selber später versuchte, den demokratischen Diskurs in Europa durch die Forcierung islamischer Zensur und Sprachvorschriften auszuhebeln, fiel ihm offenbar nicht auf.

Inzwischen strecken sich die Tentakel der riesigen, aufgeblähten EU-Bürokratie nach allem, was greifbar ist, aus. Manche der Beispiele dieser Bürokratie sind lächerlich, manche sogar lustig. Aber es gibt auch eine unheimliche Seite der EU-Bürokratie:

  • Die Forcierung einer offiziellen "EU-Ideologie", die sich für Multikulturalismus stark macht;

  • Die Brandmarkung aller, die ihre nationalstaatliche Demokratie bewahren wollen, als "fremdenfeindlich"; und die Bezeichnung "Rassisten" für Personen, die für eine Begrenzung der Einwanderung aus der Dritten Welt eintreten.

Ein Bericht des Rassismus-"Watchdogs" der EU sagt aus, dass mehr zur Bekämpfung von Rassismus und "Islamophobie" unternommen werden muss. Eine Methode, dieses Ziel zu erreichen, ist die Einführung eines Lexikons, das angeblich beleidigende und kulturell unsensible Ausdrücke vermeidet. Dieses Lexikon würde dann einen Leitfaden darstellen, an dem sich EU-Offizielle und Politiker orientieren können, um zu wissen, was sie sagen dürfen. "Selbstverständlich ist ‘islamischer Terrorismus’ ein Ausdruck, den wir nicht benutzen… wir sprechen von ‘Terroristen, die sich missbräuchlich auf den Islam berufen’" sagte ein EU-Offizieller.

Anfang 2006 kritisierte der EU-Menschenrechts-Kommissar Alvaro Gil-Robles einen Plan zur Erneuerung des christlichen Religionsunterrichts in Dänemark. Gil-Robles sagte, das verstieße gegen europäische Werte. Religion als Schulfach sollte allgemeiner gestaltet werden und versuchen, den Schülern Einblick in die drei monotheistischen Religionen zu geben. [Hervorhebung von Fjordman]. Mit den "drei monotheistischen Religionen" sind Christentum, Judentum und Islam gemeint.

Meiner Ansicht nach gibt es drei mögliche Arten, Religion als Schulfach umzusetzen:

  1. Man lehrt die traditionellen Religionen eines bestimmten Landes, was für Europa bedeutet: Christentum und Judentum.

  2. Man lehrt alle großen Weltreligionen

  3. Man lässt Religion aus dem Lehrplan raus.

Was jedoch die Europäische Union tut, ist, den Islam als traditionelle europäische Religion zu behandeln, die Christentum und Judentum gleichgestellt ist. Das ist eine grundlegende Komponente der eurabischen Denkweise und Praxis. Beachten Sie, wie in diesem Fall EU-Behörden direkt eingriffen und einen einstmals unabhängigen Nationalstaat dazu zwangen, mehr Islamunterricht in den Lehrplan aufzunehmen, um seinen Kindern die angemessene Dosis eurabische Indoktrination einzuträufeln. Beachten Sie auch, dass nicht verlangt wurde, mehr über Buddhismus oder Hinduismus zu unterrichten. Nur der Islam wird gepusht.

In einem anderen Fall erteilte die Europäische Kommission einer Anfrage des polnischen Präsidenten, eine EU-weite Debatte über die Wiedereinführung der Todesstrafe aufzunehmen, eine Abfuhr. "Die Todesstrafe ist nicht kompatibel mit europäischen Werten" sagte ein Sprecher der Kommission. Es geht auch hier nicht darum, wie man zu der Todesstrafe stehen mag. Worum es geht, ist, dass die metastasierende EU bereits definiert hat, was europäische Werte sind. So bleiben enorm wichtige Themen einfach aus der öffentlichen Diskussion ausgespart. Durch die unschuldig klingende Phrase "Europäische Werte" wird EU-weit eine eurabische Ideologie durchgedrückt, ohne den Willen der Bevölkerung zu berücksichtigen.

Vielleicht ist die größte Schande und Peinlichkeit in der Geschichte Eurabias, wie die europäischen Medien, die eigentlich kritisch und unabhängig sein sollten, zugelassen haben, sich von den Eurabiern korrumpieren und täuschen zu lassen. Die meisten der Dokumente zum Euro-Arabischen Dialog betonen ganz besonders die Zusammenarbeit mit den Medien und die Eurabier haben die europäischen Medien wie eine Stradivari gespielt. Unterstützt durch einen bereits vorhandenen Antiamerikanismus und Antisemitismus haben die europäischen Medien bereitwillig mitgespielt, die Vereinigten Staaten und Israel zu dämonisieren, während sie über Eurabia weitgehend schwiegen.

Im Mai 2006 wurde im Rahmen des Euro-Arabischen Dialogs in Wien eine große Konferenz abgehalten, bei der sich Medienpersönlichkeiten (Journalisten) aus ganz Europa mit Partnern aus der arabischen Welt trafen.

Europäische Offizielle reagierten in der Öffentlichkeit "mit Bedauern" auf die Entscheidung Dan Ashbells, des israelischen Botschafters in Österreich, der Konferenz über "Rassismus in den Medien" fernzubleiben. Der Grund dafür waren Bedenken Jerusalems, dass das Thema Antisemitismus auf der Konferenz ausgespart geblieben sei. Ein offizieller Sprecher der Konferenz mit unter dem Thema "Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in den Medien" machte geltend, dass Antisemitismus nicht von der Tagesordnung gestrichen worden wäre. Er hielt entgegen, dass das Treffen "in erster Linie ein Dialog der Euro-Mediterranen Partnern über alle sie betreffenden Problem sei. Diese beinhalten, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Islamophobie[Hervorhebung von Fjordmann]".

Der Autor Bruce Bawer denkt, dass viele Europäer durchaus erkennen, dass der Multikulturalismus ihre Gesellschaften ins Verderben führt. Aber sie haben ihr ganzes Leben lang von offiziell anerkannten Autoritäten gehört, dass jegliches Bedenken gegenüber dem Multikulturalismus gleichbedeutend mit Rassismus sei:

"Es existiert eine weit verbreitete Resignation gegenüber der Tatsache, dass Multikulturalisten die Medien, das akademische Leben, die staatlichen Behörden und so weiter kontrollieren. Sie wissen ganz genau, dass jeder, der in der europäischen Gesellschaft vorankommen will, gut daran tut, sich linientreu multikulturell zu geben. Das politische Establishment scheint fest verwurzelt, unbeweglich, unveränderlich. Es kann schon sein, dass eine weit verbreitete Wut vorhanden ist, aber es im Großen und Ganzen eine impotente Wut. Heutige Europäer sind dazu erzogen, passiv zu sein, die Dinge ihren Eliten zu überlassen, deren Weisheit sie als gegeben hinnehmen. So wurden sie es ihr ganzes Leben lang gelehrt. Ein ganzes Leben voll von dieser Indoktrination abzuschütteln, ist nicht einfach."

Nach Bat Ye’Or ist es die Furcht vor der erwachenden Opposition gegen die EU-Politik gegenüber den arabisch-mediterranen Ländern, die dazu geführt hat, dass jegliche Diskussion über die Probleme und Integrationsschwierigkeiten aufgrund der massiven Einwanderung geführt hat. Jegliche Kritik an der Einwanderung von Moslems wird sofort als "genauso wurde damals in Nazi-Deutschland über die Juden gesprochen" hinweggefegt. Das ist zwar lächerlich aber dennoch effektiv.

Bat Ye’Or stimmt mit Bawers Analyse überein, dass "das totalitäre Netz von Lehrern, Professoren, Medien, Politikern, Regierungsangestellten, Talkmastern im Fernsehen, Repräsentanten staatlich finanzierter unabhängiger Organisationen wie SOS Rassismus" die politisch Korrekten indoktriniert. Darin kommen perfekt die politischen Direktiven zum Ausdruck, die von der Europäischen Kommission herausgegeben wurden, um in allen EU-Mitgliedsstaaten Politik, Intellektuelle, Religion, Medien, Schulen und Veröffentlichungen seit den 70er Jahren zu koordinieren und kontrollieren, um sie so in ihre auf Multikulti basierende mediterrane Strategie harmonisch einzubinden.

Berufliche Schikanen, Boykott und Diffamierung sind die Mittel, jene zu bestrafen, die es wagen, sich offen gegen die Political Correctness zu stellen. Nach Bat Ye’Or hat das zur Entwicklung einer Art "Widerstandspresse" geführt, so als ob sich Europa unter Besatzung seiner eigenen gewählten Regierungen befinden würde. Diese freie Presse im Internet und in Blogs hat einige Veränderungen bewirkt, unter anderem auch die Zurückweisung der Europäischen Verfassung im Jahr 2005. Trotz einer überwältigenden Unterstützung der Verfassung durch die Regierungen in Frankreich und den Niederlanden und trotz einer massiven Medienkampagne von Spitzenpolitikern in beiden Ländern, haben die Wähler sie abgelehnt. Blogs spielten dabei eine entscheidende Rolle.

Nur wenige Monate später reihten sich EU-Behörden zusammen mit autoritären Regimes wie dem Iran, Saudi-Arabien, Kuba und der chinesischen Kommunistischen Partei in den Club derer ein, die sich für mehr internationale Kontrolle (sprich: Zensur) des Internets aussprachen.

Nach Richard North vom EU Referendum Blog, "ist die gefährlichste Form von Propaganda, die, welche nicht als Propaganda erscheint. Und genau mit dieser Form von Propaganda tut sich die BBC [British Broadcasting Corporation] hervor. Vielleicht ist die größte aller Sünden die der Unterlassung. Indem man uns einfach nicht über Schlüsselthemen informiert, nehmen die Dinge ohne jemals hinterfragt zu werden ihren Lauf, bis es zu spät ist, etwas dagegen zu unternehmen."

Vladimir Bukovsky ist ein früherer Sowjetdissident, ein Autor und Menschenrechtsaktivist, der insgesamt 12 Jahre in sowjetischen Gefängnissen verbrachte. Inzwischen lebt er in England und warnt vor genau den gleichen antidemokratischen Impulsen im Westen, insbesondere in der EU, die er als Erbe der Sowjetunion sieht. 2002 schloss er sich den Protesten gegen die Zwangs-TV-Gebühren der BBC an. "Die Briten werden gezwungen, Geld an ein Unternehmen zu zahlen, dass die Redefreiheit unterdrückt - das Ansichten verbreitet, mit denen sie nicht unbedingt übereinstimmen." Er ist mit der BBC aufgrund "ihrer Voreingenommenheit und Propaganda" hart ins Gericht gegangen, insbesondere was Berichte über die EU und den Nahen Osten angeht. Das konservative Parlamentsmitglied Michael Gove und der politische Kommentator Mark Dooley beklagen ebenfalls einseitige Berichterstattung: "Nehmen Sie zum Beispiel die Berichterstattung der BBC über den späten Yasser Arafat. In einem Porträt, das 2002 ausgestrahlt wurde, wurde er als "Symbolfigur" und "Held" gepriesen, seine Terrortruppen, seine Korruption und seine brutale Unterdrückung palästinensischer Dissidenten fanden keine Erwähnung. Als Israel den spirituellen Führer der Hamas, Scheich Ahmed Yassin 2004 tötete, geschah ähnliches. Ein BBC-Reporter beschrieb ihn als "höflichen, charmanten, klugen und tief religiösen Mann." Und das ungeachtet der Tatsache, dass die Hamas unter der Führung Yassins Hunderte von Menschen ermordet hatte."

Die polnische Autorin Nina Witoszek, die heute in Norwegen lebt, mahnt, dass Menschen, die unter kommunistischen Regimes gelebt haben, ein merkwürdiges Gefühl von dejà vu in Westeuropa erleben:

"Bevor man einen Satz formuliert, schaltet man den Zensur-Autopiloten im Kopf ein, der fragt: Wen könnte ich damit beleidigen? Bin ich zu proisraelisch oder vielleicht zu antifeministisch oder - Gott bewahre - antiislamisch? Bin ich "progressiv" genug? Bald schreiben wir alle in einer "entkoffeinierten" Sprache: Wir werden brav ständig die guten Mantras wie "Dialog", "Pluralismus", "Aussöhnung" und "Gleichheit" wiederholen."

Norwegen ist niemals ein totalitärer Staat gewesen, aber viele Menschen spüren heutzutage, wie es sich anfühlen muss, unterdrückt zu sein und mundtot gemacht zu werden. Ich kenne viele weise Norweger - und sogar noch mehr weise Ausländer - die keine Kraft mehr haben, ihre Zeit damit zu verschwenden, an einer kastrierten, paranoiden Demokratie mitzuwirken. Wir ziehen Sicherheit der Freiheit vor. Das ist der erste Schritt zur freiwilligen Fesselung. Sie zitiert den polnischen Literaten Czesław Miłosz, der 1980 den Nobelpreis für Literatur bekam, und zwar für Bücher wie The Captive Mind ( der gefangene Geist), in denen er den Reiz totalitärer Ideologien erklärt.

Ein Essay von Milosz hat den Titel "Ketman". "Ketman" oder "kitman" ist ein islamischer Begriff, der Milosz in Arthur Gobineaus Buch "Religionen und Philosophien Zentralasiens" auffiel. Er hatte bemerkt, dass die Dissidenten in Persien aufgrund der langen Gewöhnung an die Tyrannei einen eigenen Stil entwickelt hatten. Um zu überleben, reichte es oft nicht aus, einfach den Mund zu halten, man musste auch in vielerlei Hinsicht aktiv lügen. Diese Strategie der Verstellung und Täuschung, die vor allem von schiitischen Moslems gepredigt wird aber auch bei Sunniten gebräuchlich ist, wird in erster Linie benutzt , um Nicht-Moslems zu täuschen, kann aber unter Druck auch gegenüber anderen Moslems angewandt werden

Nach Milosz war in kommunistischen Ländern eine sehr ähnliche Strategie gebräuchlich. Ähnlich wie im Islam fühlten sich diejenigen, die sich verstellten, gegenüber jenen, die dumm genug waren, ihre wirkliche Meinung offen zu äußern, überlegen. In kommunistischen Gesellschaften war Verstellung nicht nur eine Technik der Anpassung an ein autoritäres Regime sondern auch eine bewusste, theatralische Kunstform, die zunehmend verfeinert wurde.

Es ist beängstigend zu hören, dass Menschen, die in früheren kommunistischen Ländern aufgewachsen sind, sagen, dass sie diese gleichen totalitären Impulse heute in Westeuropa wirken sehen. Ihnen zufolge sind wir im Westen mindestens so gehirngewaschen mit Multikulturalismus und Political Correctness wie sie es jemals im Kommunismus waren. Es ist beängstigend, aber ich glaube, sie haben Recht. Wurden wir Zeugen des Falls des Eisernen Vorhangs in Osteuropa, nur um zu erleben, wie sich ein Eiserner Schleier über Westeuropa legt? Ein Eiserner Schleier von EU-Bürokratie und eurabischem Verrat, von Political Correctness, multikultureller Medienzensur und der immer präsenten islamischen Gewalt- und Terrordrohung, der Schritt für Schritt die Redefreiheit auslöscht. Die Eigendynamik des eurabischen Verrats wird immer rasanter.

Gebürtige Europäer und sogar auch einige nicht-moslemische Einwanderer verlassen still und leise ihre Länder in immer größer werdenden Zahlen, wodurch der Kontinent schrittweise eher zu einem Netto-Exporteur von Flüchtlingen als zu einem Importeur wird. Wenn große Teile Europas - mit der aktiven Hilfe und Anstiftung seiner eigenen führenden Vertrauenspersonen - von Barbaren überrannt werden und wenn es den Menschen verboten ist, sich gegen diesen Angriff zur Wehr zu setzen, ist dann Westeuropa immer noch ein bedeutsamer Teil der Freien Welt? Sind die Länder Osteuropas von einem "Reich des Bösen" ins andere gekommen? Sind sie - und wir - Back in the EUSSR?

Vaclav Klaus, der konservative Präsident der Tschechischen Republik, hat geklagt: "Jedes Mal wenn ich versuche, ein Stück Regulierung aus der Sowjet-Ära zu beseitigen, wird mir mitgeteilt, dass das, was ich ausrangieren will, Teil der Anforderungen der Europäischen Kommission ist."

In einem Interview mit Paul Belien vom Brussels Journal im Februar 2006, warnte Vladimir Bukovksy, dass die Europäische Union auf dem Weg ist, eine neue Sowjetunion zu werden. Herr Bukovsky bezeichnete die EU als "Monster", das zerstört werden müsse und zwar je früher desto besser, bevor sie sich in einen voll ausgeprägten totalitären Staat verwandelt.

"Der ultimative Zweck der Sowjetunion war, eine neue historische Einheit zu schaffen, das Sowjetvolk - und zwar weltweit. Das gleiche trifft heute auf die EU zu. Sie versuchen, ein neues Volk zu erschaffen. Sie nennen dieses Volk "Europäer" was auch immer das bedeuten soll. Sowohl gemäß der kommunistischen Doktrin als auch vieler sozialistischer Denkweisen wird angenommen, dass der Staat, der Nationalstaat, dahinschwinden müsse. In Russland ist jedoch das Gegenteil geschehen. Anstatt dahinzuschwinden wurde der sowjetische Staat zu einem sehr mächtigen Staat, aber die Nationalitäten wurden ausradiert. Aber als die Sowjetunion dann kollabierte, kamen diese unterdrückten Gefühle nationaler Identität machtvoll zurück und zerstörten beinahe das Land. Es war sehr beängstigend"

Timothy Garton Ash hat den Ruf eines führenden Experten bezüglich Europas Zukunft. Bruce Bawer sieht Garton Ash als typischen Vertreter der politischen Elite Europas. Ash misstraut nationalem Patriotismus und betet die EU an. Er schreibt über den Bedarf nach einem künstlichen europäischen Patriotismus ("Flaggen, Symbole, eine europäische Hymne, die wir singen können" um "eine emotionale Identifikation mit europäischen Institutionen" hervorzurufen. Und wozu genau braucht Europa die EU? Garton Ashs Antwort darauf ist: "Um zu vermeiden, dass wir in unsere schlechten alten Angewohnheiten von Krieg und europäischer Barbarei zurückfallen." Unter anderem schlägt er vor, Europa solle "die Bildung einer arabischen Union" fördern. Das Thema arabische Demokratie erwähnt er nicht. Wenn er sich "das bestmögliche Europa im Jahr 2025 vorstellt", zeichnet er es als "Partnerschaft" mit arabischen Ländern und Russland, das sich "von Marrakesch, über Kairo, Jerusalem, Bagdad und Tiflis bis nach Wladiwostok" erstreckt.

Die Europäische Kommission schlug die umstrittene Idee eines "Singing Events" vor, mit dem in allen Mitgliedstaaten den 50. "Geburtstag" der Europäischen Union, den 50. Jahrestag der Römischen Verträge von 1957, gefeiert werden soll. EU-Kommissarin Margot Wallstrom setzte sich für Geburtstagsfeierlichkeiten im großen Stil ein, um die Wohltaten hervorzuheben, die die europäische Einigung den Bürgern gebracht hat." Diplomaten berichten, dass die Idee Gefühle des Abscheus bei neuen früher kommunistischen Mitgliedsstaaten wie Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik hervorgerufen hat. Sie wurden dadurch an "stalinistische Zeiten" erinnert, als die Menschen vom Staat zum Singen gezwungen wurden. Brüssel plante auch, rund € 300.000 für die Ernennung von 50 Bürgern zum "Botschafter" auszugeben, die man dann "Gesichter Europas" nennen wollte und die über das Jahr verteilt "ihre Geschichte erzählen", was die EU für sie in ihrem Alltag bedeutet. Deutschland hat eine eigene Idee und möchte tausend seiner Bäckereien 50 verschiedene Kuchen mit Rezepten aus allen 25 Mitgliedsstaaten backen lassen.

EU-Kommissarin Wallstrom behauptete 2005, dass Politiker, die sich der gemeinsamen nationalen Identität der EU verweigerten, die Rückkehr der Schrecken der Nazizeit der 30er und 40er Jahre riskierten. Andere EU-Kommissare gaben eine gemeinsame Erklärung heraus, in der sie darlegten, dass EU-Bürger im Gedenken an die Toten des 2. Weltkriegs mit Ja zur EU-Verfassung stimmen sollten. Die Kommissare gaben das Ende des Kalten Krieges als alleiniges Verdienst der EU aus und ließen dabei die Rolle der USA und der NATO unerwähnt.

Ist die EU ein geeignetes Instrument, um Kriege zu beenden? Im Oktober 2006 warnte Michel Thoomis, Generalsekretär der französischen Action Police Gewerkschaft, vor einem durch islamische Einwanderer ausgelösten Bürgerkrieg in Frankreich: "Wir befinden uns im Bürgerkrieg, der von radikalen Islamisten dirigiert wird. Hier geht es nicht mehr um normale großstädtische Gewalt, es ist eine Intifada mit Steinen und Molotowcoctails. Man erlebt nicht mehr, dass zwei oder drei Jugendliche sich gegen die Polizei stellen, man erlebt, dass die Bewohner ganzer Wohnblocks auf die Straße strömen um ihre Kampfgenossen zu befreien, wenn sie verhaftet werden."

Diese moslemischen Immigranten wurden von den gleichen europäischen Eliten hereingelassen, die jetzt wollen, dass die Bürger Europas ihr Werk mit Kuchen und Gesang feiern. Während die Zivilgesellschaft aufgrund islamischen Drucks in Westeuropa zerfällt, arbeiten die EU-Behörden daran, die islamische Einwanderung zu steigern und gratulieren sich nebenbei selber dafür, dass sie dem Kontinent Frieden bringen? Was für einen Frieden? Und wo?

Der Westfälische Frieden beendete 1648 den Dreißigjährigen Krieg, den letzten Religionskrieg Europas, und trug dazu bei, den Grundstein für moderne Nationalstaaten zu legen. Bevor es Nationalstaaten gab, hatten wir einen Flickenteppich mit grenzenlosen Religions- und Bürgerkriegen. Dahin sind wir im Kreis herum zurückgekehrt, nur dass wir dieses Mal mit grenzenlosem Jihad konfrontiert sind, der in Europa Bürgerkriege auslöst. Während die EU durchaus hilfreich dabei ist, Kriege zwischen Nationalstaaten mit gegenseitigem Groll zu vermeiden, so wie zwischen Deutschland und Frankreich, kann sie andererseits andere Arten von Krieg aktiv hervorrufen. Sie erreicht dies durch wachsende multikulturelle Spannungen und ein gefährliches Gefühl der Entfremdung zwischen den Bürgern und denen, die eigentlich ihre Führungspersonen sein sollten.

Kriege gab es schon Tausende von Jahren vor dem Aufkommen der modernen Nationalstaaten. Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass geschwächte Nationalstaaten das Ende unseres demokratischen Systems, das sehr eng mit der Existenz souveräner Nationalstaaten verbunden ist, bedeuten können, als dass sie das Ende von Kriegen bedeuten.

Bukovksy verneinte Beliens Frage, ob die Mitgliedsstaaten denn nicht freiwillig der EU beigetreten seien und ob die Integration somit nicht den demokratischen Willen der Europäer reflektiere. "Nein, das taten sie nicht. Sehen Sie sich Dänemark an, das zweimal gegen den Maastrichter Vertrag stimmte. Sehen Sie sich Irland an [das gegen den Vertrag von Nizza stimmte]. Sehen Sie sich viele andere Länder an, sie sind unter einem enormen Druck. Es ist ein Trick für Idioten. Die Menschen wählen so lange mittels Volksabstimmungen, bis das Wahlergebnis stimmt. Dann wird aufgehört, zu wählen. Warum hört man auf? Man könnte doch weiter wählen lassen. Die Europäische Union ist etwas, was die Amerikaner als "shotgun marriage" (Heirat mit vorgehaltener Pistole) bezeichnen würden."

1992 hatte Bukovsky bisher nie dagewesenen Zugang zum Politbüro und anderen sowjetischen Geheimdokumenten, was er in seinem Buch, Judgement in Moscow, beschrieb.

Im Januar 1989 soll während eines Treffens zwischen Gorbatschow, dem früheren japanischen Premierminister Nakasone, dem früheren französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing, dem amerikanischen Bankier Rockefeller und dem früheren US-Außenminister Henry Kissinger, Giscard d’Estaing geäußert haben: "Europa wird ein Bundesstaat werden und Sie müssen sich darauf einstellen. Sie müssen zusammen mit uns und den europäischen Führungskräften ausarbeiten, wie Sie darauf reagieren würden, inwieweit sie den anderen osteuropäischen Ländern erlauben würden, mit uns zusammenzuarbeiten oder gar Teil davon zu werden, Sie müssen vorbereitet sein."

Das war in den achtziger Jahren, als die meisten Medien es noch ablehnten, über eine politische Union zur Unterdrückung der Nationalstaaten zu sprechen und es als Panikmache bezeichneten. 15 Jahre später wurde Valéry Giscard d’Estaing der Hauptverfasser der furchtbaren EU-Verfassung - ein undurchdringbarer Wälzer mit Hunderten von Seiten und ohne die Selbstkontrollen und Ausgleichspunkte der amerikanischen Verfassung. Giscard äußerte, dass die Zurückweisung der Verfassung in den französischen und holländischen Volksentscheiden 2005 "ein Fehler war, der korrigiert werden muss" und bestand darauf, dass "schlussendlich der Text angenommen werden wird"

Giscard sagte ebenfalls, dass es ein Fehler gewesen sei, "den Weg über eine Volksabstimmung zu wählen", weil es "nicht jedermann möglich ist", den vollen Text zu verstehen." Ist das Vertrauen einflößend für die Bürger Europas, wenn sie unter einer "Verfassung" leben sollen, die so komplex ist, dass es für die meisten Nicht-Bürokraten unmöglich ist, sie zu verstehen? Gemäß Spaniens Justizminister Juan Fernando Lopez Aguilar "muss man die europäische Verfassung nicht lesen, um zu wissen, dass sie gut ist."

Jean-Luc Dehaene, früherer belgischer Ministerpräsident, sagte "Wir wissen, dass neun von zehn Personen die Verfassung nicht lesen und aufgrund dessen, was Politiker und Journalisten sagen, abstimmen werden. Darüber hinaus, wenn die Antwort Nein ist, wird die Abstimmung vermutlich wiederholt werden, denn sie muss auf jeden Fall Ja lauten."

Die Journalistin Nidra Poller, ist hingegen skeptischer. In ihrem Kommentar zu der Debatte, die der Volksabstimmung über die EU-Verfassung vorausging, weist sie auf die vorsätzlich unterwürfige Haltung von EU-Führern gegenüber islamischen Forderungen hin: "Der Euro-Mediterrane Dialog" ist ein Meisterstück der erbärmlichen Unterwerfung. Die Europäische Union fungiert dabei als Zwischenstadium eines unheilvollen Projekts Eurabia." Und sie fragt: "Wenn subversives Appeasement sich hinter dem Schleier des "Dialogs" versteckt, welche unaussprechlichen Ambitionen werden dann hinter dem edlen Wort "Verfassung" verborgen sein?"

PDF-Download: Der Eurabia-Code - Teil 1-4

Abgelegt unter: Übersetzungen - Fjordman

1 Kommentar »

  • 1

    Kommentar von Übertragung vom alten Blog

    3. Juni 2007 @ 16:38

    bisher 3 Kommentar(e) TrackBack-URL

    FuckBush (16.10.06 13:12)
    eigenartig. eure länder schützt ihr vor fremden. wir sollen aber unsere kultur und land opfern.

    frank (17.10.06 00:53)
    @fubu
    ihr HATTET kultur. ihr werdet hier immer fremde bleiben, weil ihr es so wollt. wir haben seit 1938 = 68 jahren keine kultur und kein land annektiert.
    amerika hat -nichts- damit zu tun. wir wollen euch nicht. seht das ein. sucht euch ein anderes land.

    Mir (18.10.06 17:45)
    Und hört auf, euch einzubilden, ihr könntet Deutschland so einfach zu eurem Verbündeten machen, indem ihr auf billige Weise den Anti-Amerikanismus bedient. Das hat auch bei Schröder nur einmal funktioniert.

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