Der Eurabia-Code, Teil 4 von 4

von Eisvogel um 19:51 am 24. Oktober 2006

Original vom 20. Oktober 2006: The Eurabia Code, Part 4

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Hier kommt der letzte Teil von Fjordmans aufschlussreicher und mutiger Eurabia-Code-Serie. Die ersten drei Teile finden sich hier :

Die Europäische Union gab den Palästinensern im Jahr 2005 Hilfszahlungen in Höhe von 342,8 Millionen Dollar - oder um genauer zu sein: 612,15 Millionen Dollar, wenn man die Unterstützung, die von den 25 EU-Regierungen separat gezahlt wurden, mitrechnet. Aber auch die Vereinigten Staaten haben wiederholt Millionen amerikanischer Steuergelder an die palästinensische Autonomiebehörde bezahlt, wenn auch nicht in dem Umfang wie die EU. Im Juli 2005 boten die G8-Staaten, die Gruppe der einflussreichsten Industrienationen, als Antwort auf die einige Tage zuvor erfolgten islamischen Terrorattacken in London der PA rund 9 Milliarden Dollar , die sie als "Alternative zum Hass" bezeichneten.

Die Großzügigkeit des Westens blieb auch bestehen, obwohl eine demographische Studie 2005 offenbarte, dass die von der PA angegebenen Bevölkerungszahlen in der Westbank und Gaza um 50% nach oben frisiert worden waren.

Fast die ganze neue Infrastruktur in den Palästinensergebieten seit Beginn des Osloer Friedensprozesses in den 90er Jahren - Schulen, Krankenhäuser, Flughäfen - wurde von Brüssel erbaut und bezahlt. Als im Jahr 2000 mit der zweiten Intifada der Jihad erneut ausbrach, stoppte Israel seine Transferzahlungen an die Palästinenser. Also sprang die EU mit weiteren 10 Millionen Dollar monatlicher direkter Finanzhilfe an die Palästinensische Autonomiebehörde ein. Der EU-Kommissar für Außenbeziehungen Chris Patten stellte 2002 fest "es gibt keinerlei Anlass, zu behaupten, dass mit EU-Geldern Terrorismus, Waffenkäufe oder irgendetwas in der Art finanziert worden ist."

Ein Bericht der Stiftung zur zur Verteidigung von Demokratie erbrachte jedoch später: "Es ist unbestreitbar bewiesen, dass PA-Gelder zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten verwendet wurden." Das wurde auch von Fuad Shubaki bestätigt, der als Finanzchef der palästinensischen Sicherheitskräfte fungierte. Ihm gemäß beanspruchte der frühere PA-Chef Jassir Arafat Millionen Dollar aus dem internationalen Unterstützungsfond, von israelischen Steuergeldern und solchen aus arabischen Ländern, um damit Waffen und Munition zu kaufen, einschließlich der 50 Tonnen Waffen an Bord des Schiffes Karine A. Die Transaktion wurde zwischen der PA, der Hisbollah im Libanon und den iranischen Revolutionsgarden koordiniert.

Im Mai 2006 sprach Mahmoud Abbas - seit Arafats Tod im November 2004 Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde und ein Führungspolitiker der Fatah - vor dem Europäischen Parlament über den Friedensprozess. Gleichzeitig drohten die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden, der bewaffnete Arm der Fatah, als Antwort auf die internationalen Sanktionen gegenüber der PA mit Anschlägen gegen die wirtschaftlichen und zivilen Interessen der USA und Europas. Finanzielle Hilfe löst bei den Palästinensern keine Dankbarkeit aus. Allerdings drohen sie mit Gewalt, wenn die Hilfe nicht weiterfließt. Das ist schlicht und einfach Erpressung.

Dieses Verhalten befindet sich in Übereinstimmung mit der islamischen Sicht der Jizya, der Kopfsteuer, die Nicht-Moslems bezahlen müssen, damit sie nicht getötet werden. In Dokumenten des Euro-Arabischen Dialogs wird regelmäßig die "finanzielle Unterstützung" der EU an arabische Länder erwähnt. Bat Ye’Or führt aus, dass diese Jizya-Steuer teilweise den Europäern aus der Tasche gezogen wird, ohne dass sie sich dessen bewusst sind.

Im November 2005 weigerte sich die offizielle Finanzaufsichtsbehörde der EU zum 11. Mal in Folge, den Rechenschaftsbericht der EU abzusegnen, weil diese stets voller Betrug und Fehler waren. Der Europäische Rechnungshof lehnte es ab, den 160,3 Milliarden Dollar umfassenden Haushalt der EU für das Jahr 2004 zu bestätigen. "Die große Mehrheit der Posten auf der Ausgabenseite waren wieder einmal voller Fehler und Ungesetzlichkeiten" wurde seitens des Rechnungshofs geäußert. Insbesondere lehnte der Rechnungshof es ab, die Bestätigung für die EU-Außenpolitik und die Hilfsprogramme zu erteilen, von denen viele an arabische Länder gehen. Die Hälfte der Projekt-Budgets, die von der EU-Kommission bewilligt worden waren, waren unzureichend kontrolliert. Die EU-Kommission wird als die "Regierung" der EU angesehen und ist damit die Regierung von fast einer halben Milliarde Menschen. Aber sie kann über ein Jahrzehnt hinweg massiv fehlerhafte Haushaltsberichte vorlegen, weil sie weitgehend niemandem Rechenschaft schuldig ist und das auch nie anderes beabsichtigt war.

Moslems bedienen sich der Täuschung, um den Jihad voranzutreiben und es ist fast zu spät für die Ungläubigen, sie zu stoppen. Die EU-Föderalisten und die Eurabier halten sich an eine Seite aus dem islamischen Drehbuch und sind ihren Zielen über Jahrzehnte hinweg durch Vertuschung näher gekommen, die unter einer Masse von Details und technokratischem Neusprech begraben ist, die für Nicht-Bürokraten alles andere als verständlich ist. In einem ehrlichen Augenblick beschrieb Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker das EU-"System" folgendermaßen: "Wir entscheiden etwas, lassen es liegen und warten ab, was passiert" erklärte er "Wenn niemand aufbegehrt, weil die meisten Menschen nicht verstehen, was wir entschieden haben, gehen wir Schritt für Schritt weiter bis zu dem Punkt, an dem man es kein Zurück mehr gibt."

Im Econimist, schreibt der Kolumnist Charlemagne: "Was Herr Juncker und diejenigen, die denken wie er, versuchen, ist im Grunde, die Gegner der europäischen Föderation in einer Unmasse technischer Details zu ertränken. Sie langweilen die Menschen in die Unterwerfung. Diese Strategie hat über lange Zeit gut funktioniert. [Hervorhebung von Fjordman] Der größte Souveränitätstransfer von den Nationen Europas an die Europäische Union fand 1985 statt und zwar als Teil des Projekts der Schaffung eines einzigen europäischen Marktes. Sogar [die konservative britische Premierministerin] Margaret Thatcher, die normalerweise nicht leicht hinters Licht zu führen ist, gab später zu, dass sie die Konsequenzen dessen, was sie damals unterzeichnet hatte, nicht vollständig überblickt hatte."

Der Autor Christopher Booker nannte das die "Betrugskultur" der EU:

"Was tatsächlich stattgefunden hat, war ein Machttransfer (…) an Brüssel, der das Ausmaß der größten konstitutionellen Revolution der Geschichte angenommen hat. Aber viel davon ist vor dem Blick der Öffentlichkeit verborgen geblieben, weil unsere Politiker gerne die Illusion aufrechterhalten, dass sie immer noch Macht haben. Als Ergebnis davon haben nur erstaunlich wenige Menschen ein korrektes Verständnis davon, wie das politische System, das uns tatsächlich regiert, funktioniert."

Ich habe den Begriff "Neo-Feudalismus" benutzt, um die EU zu beschreiben. Es gibt definitiv gewisse Eliten in Europa, die denken, dass alles, was mit Europa schief läuft auf "Populismus" zurückzuführen sei - etwas, das andere Leute Demokratie nennen. Die treibende Kraft hinter der EU zielt darauf ab, nationale Souveränität an eine neue herrschende Klasse von Bürokraten, an eine neue Aristokratie, zu übertragen. Das ist ein Rückfall in vordemokratische Zeiten.

Karl Zinsmeister hält fest: "Der EU-Apparat ist außerordentlich verschlossen und verschwiegen. Relativ wenige der wichtigen Entscheidungen werden zur Zeit von Stellen beschlossen, die demokratisch Rechenschaft ablegen müssen. Stück für Stück entscheiden ranghohe Bürokraten über das Leben des normalen Europäers … Viele Europäer lassen sich auf eine Weise, die für Amerikaner vollkommen unverständlich ist, von ihren Eliten am Nasenring herumführen. Es existiert eine Kleinbauern-Mentalität, mittels der Europäer es ihren "Höhergestellten" erlauben, die wichtigen nationalen Entscheidungen für sie zu treffen."

Parlamentsmitglied Gisela Stuart war Mitglied des Präsidiums, das die vorgeschlagene EU-Verfassung entwarf. Sie fasst ihre Erfahrungen folgendermaßen zusammen: "Im Präsidium versammelte sich eine selbstgewählte Gruppe der europäischen politischen Elite, von denen viele eine Karriere auf europäischer Ebene anstreben, die von immer mehr Einigung abhängig ist. Nationale Parlamente und Regierungen werden dabei als Hindernis angesehen… Nicht ein einziges Mal in den 16 Monaten, in denen ich dem Präsidium angehörte, stellten die Repräsentanten sich die Frage, ob die immer weiter gehende Einigung überhaupt das ist, was die Menschen Europas wollen, ob es ihren Interessen dient oder ob sie die beste Basis für eine tragfähige Struktur einer immer weiter expandierenden Union ist."

2005 gaben die Führer aller politischen Gruppen Großbritanniens unerwartet eine gemeinsame Erklärung in Brüssel ab, in der sie sich für ein Ende der "mittelalterlichen" Gesetzgebungspraxis der EU aussprachen, die hinter verschlossenen Türen stattfindet. Kritiker gaben zu bedenken, dass der Ministerrat, die oberste gesetzgebende Instanz der EU, die zwei Drittel aller britischen Gesetze beschließt, "die einzige Legislative außerhalb der kommunistischen Diktaturen Nordkoreas und Kubas ist, die Gesetze im Geheimen verabschiedet."

Nach dem konservativen britischen Politiker Daniel Hannan ist die EU genau so konzipiert. "Ihre Gründungsväter haben von Anfang an verstanden, dass ihr kühner Plan, die alten Nationen Europas zu einer einzigen politischen Einheit zu verschmelzen, niemals erfolgreich sein würde, wenn jeder Machttransfer den Wählern zur Zustimmung hätte vorgelegt werden müssen. So entwarfen sie gerissen eine Struktur, bei der die höchste Macht in den Händen ernannter Funktionäre liegt, die gegenüber der öffentlichen Meinung unangreifbar sind. In der Tat ist die Struktur der EU weniger undemokratisch als antidemokratisch."

Die Europäische Union wird gelegentlich mit dem Römischen Reich verglichen, aber solche Vergleiche sind nicht sehr passend. Rom war die militärische Supermacht seiner Zeit, während die EU nichts weiter als ein militärischer Zwerg ist. Allerdings gibt es eine verblüffende Gemeinsamkeit: Julius Cäsar wurde ermordet, weil er sich selbst zum König krönen wollte. Das trug nicht gerade zu seiner Beliebtheit bei der machtvollen Senatselite bei, die Cäsar daran erinnerte, dass Rom exakt aus dem Grund Republik geworden war, weil es gegen die alten Tyrannenkönige rebelliert hatte.

Cäsars Nachfolger Octavian, der heute besser als Kaiser Augustus bekannt ist, wird sowohl als der erste als auch als der wichtigste der römischen Kaiser betrachtet. Er spielte seine eigene Rolle herunter und bevorzugte den Titel "Princeps", was üblicherweise mit "Erster Bürger" übersetzt wird. Er bewahrte auch die äußere Form der römischen Republik, gab Lippenbekenntnisse gegenüber der alten Elite ab und verschleierte die Änderungen so, dass sie die Öffentlichkeit nicht aufbrachten. Er mag ein Monarch gewesen sein, aber er hat sich niemals selber so bezeichnet

Einige mögen hier eine Parallele zur heutigen EU sehen. Wenn bis zu drei Vierteln unserer nationalen Gesetze ihren Ursprung in Brüssel haben, was macht es dann noch für einen Sinn, nationale Wahlen abzuhalten? Wie im Rom Octavians hat sich die wahre Macht zu einer anderen Stelle hin verschoben, aber die alte Ordnung wird wie ein demokratisches Feigenblatt über die Realität gedeckt, um das gemeine Volk nicht aufzubringen. Die EU operiert weitgehend im Verborgenen; und Ihre Erlasse werden dann durch traditionelle Parlamente, die kaum mehr als Dekoration sind, in Kraft gesetzt.

Das Witzige daran ist, dass diejenigen, die gegen die EU sind, als fremdenfeindliche, nationalistische oder auch ganz offen als antidemokratische Kräfte bezeichnet werden. Die EU ist eine Organisation, in der nicht-gewählte Bürokraten die Demokratie demontieren und ihre Kritiker als antidemokratische Kräfte brandmarken. Um diese neue Einheit zu schaffen, müssen die alten Nationalstaaten vorsätzlich zerstört werden. Enormen Zahlen von Nicht-Europäern wird die Einreise ermöglicht und die Situation, die sich daraus ergibt, wird "multikulturelle Gesellschaft" genannt. Diese Zerstörung zieht dann die Forderung nach sich, unsere gesamte Gesellschaft müsse entsprechend umgewandelt werden.

Da sich Europäer selber eher als Franzosen, Italiener, Holländer etc. wahrnehmen denn als "Europäer", müssen nationale Zugehörigkeitsgefühle zerschlagen werden. Gleichzeitig muss ein externer Rivale erschaffen werden. Das Modell, das dem am nächsten kommt, ist Bismarcks Einigung Deutschlands. Die zahllosen deutschen Staaten stellten sich im französisch-preußischen Krieg von 1870/71 geschlossen hinter Preußen gegen Frankreich und so wurde der Weg zu einer neuen machtvollen deutschen Föderation geebnet.

Die EU-Föderalisten streben mittels einer gemeinsamen Feindschaft gegenüber den USA einen vereinten europäischen Staat an, während sie mittels ihrer gemeinsamen Feindseligkeit gegenüber Israel eine gemeinsame eurabische Einheit aus Europa und der arabischen Welt aufbauen. Eine bevorzugte Taktik ist die vorsätzliche Nutzung der Medien, um Unmut gegen diese beiden Staaten zu schüren und sie zu dämonisieren.

Allerdings wurden Bismarcks deutsche Staaten durch eine gemeinsame Sprache vereint. Wenn es auch möglich wäre, aus Dutzenden von Nationen "ein neues Wir" zu schaffen - was hochgradig fragwürdig ist - dauert die Verschmelzung verschiedener ethnischer Gruppierungen zu einer zusammenhängenden Nation Jahrhunderte. Wie ist es möglich, dass die EU ohne eine gemeinsame Identität, ohne einen europäischen "Demos" anders als autoritär sein kann? Vielleicht denken die EU-Eliten, dass eine große Masse von Menschen ganz ohne kulturelle Identität leichter zu kontrollieren ist?

Das Problem ist, dass der Nationalstaat an sich als böse und obsolet bezeichnet wurde, und nicht Kollektivismus, Antiindividualismus oder Totalitarismus. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus, den auch schon George Orwell ganz klar sah:

"Nationalismus sollte nicht mit Patriotismus verwechselt werden. Mit ‘Patriotismus’ meine ich die Hingabe an einen bestimmten Landstrich und eine bestimmte Lebensweise, die man zwar für die beste auf Erden hält, die man aber deshalb nicht anderen Menschen aufzwingen will. Patriotismus ist von seiner Natur her defensiv, sowohl militärisch als auch kulturell. Nationalismus hingegen ist untrennbar mit Machtstreben verbunden."

Totalitäre Regimes können - wie Nazideutschland - national sein, aber sie können auch supranational sein wie zum Beispiel die Sowjetunion, die darauf aus war, alle bis dahin existierenden nationalen Loyalitäten zu unterdrücken.

Wie konnte ein Projekt von der Größe Eurabias durchgezogen werden? Ich habe mir viele Gedanken über diese Frage gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es gerade wegen seiner Größe erfolgreich war. St. Augustin erzählte die Geschichte eines Piraten, der von Alexander dem Großen gefangen genommen worden war: "Was erlaubst Du Dir, das Meer zu belästigen?" frage Alexander "Was erlaubst Du Dir, die ganze Welt zu belästigen?" erwiderte der Pirat "Ich, der ich es nur mit einem kleinen Schiff tue, werde ein Dieb genannt. Du, der Du es mit einer großen Flotte tust, wirst ein Kaiser genannt."

Es ist eine Frage des Ausmaßes. Wenn eine kleine Gruppe von Menschen die Demokratie in ihrem Land umgeht und anfängt, der Öffentlichkeit ihre Gesetze aufzuzwingen, nennt man das einen Staatsstreich. Wenn man dasselbe mit einem ganzen Kontinent tut, dann nennt man das Europäische Union.

In Adolf Hitlers Autobiographie Mein Kampf wird eine Propagandatechnik beschrieben, die als "Die große Lüge" bekannt ist. Die EU hat diese Strategie übernommen, die darin besteht, so "kolossal" zu lügen, dass es unmöglich erscheint, dass jemand "die Unverfrorenheit besitzen könnte, die Wahrheit so schändlich zu verdrehen." Das wurde mit der Technik kombiniert, die der Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels perfektionierte und die darin besteht, eine Sache so lange zu wiederholen, bis sie als Wahrheit akzeptiert wird.

Hier sind ein paar "Große Lügen":

  • Vielfalt ist immer gut
  • Multikulti ist unvermeidlich, und eine weiter voranschreitende europäische Einigung auch
  • Diejenigen, die sich dagegen stellen, sind ignorante Rassisten, die sich außerhalb des Laufes der Geschichte stellen
  • Moslemische Einwanderung ist "gut für die Wirtschaft" und sie ist zur Aufrechterhaltung des Sozialstaats in der Zukunft notwendig, ungeachtet der Tatsache, dass sie enorme Ressourcen verschlingt.

Die Schaffung Eurabias ist mit der größte Betrug in der Geschichte der westlichen Zivilisation. Bedeutet das, dass alle EU-Föderalisten oder alle, die auf den verschiedenen Ebenen am Euro-Arabischen Dialog teilhaben, böswillig sind? Nein. Die Wirklichkeit ist nicht so einfach. Wie Hugh Fitzgerald ausführt ist "eine ganze Klasse von Menschen durch arabisches Geld und arabische Bestechung reich geworden; Rechtsanwälte, Personen im Public Relations Bereich, Diplomaten, Journalisten, Universitätsdozenten und alle möglichen anderen Offiziellen."

Während Unwissenheit, Korruption und selbstsüchtige Gier nach persönlicher Macht manches Verhalten eurabischer Eliten erklärt, kann es nicht das Verhalten ALLER dieser Tausenden von Menschen erklären, die in diese Netzwerke eingebunden sind. Manche davon müssen selber zu der Überzeugung gelangt sein, dass das, was sie tun, einem guten Zweck dient, selbst wenn das nur aus dem einen Grund geschehen ist, weil die menschliche Eitelkeit von uns verlangt, dass wir unsere Aktionen mit einer Fassade des Guten überziehen, um sie vor uns selber rechtfertigen zu können.

In dem Science Fiction Film Serenity, haben sich die zwei Supermächte USA und China in einer Allianz zusammengefunden, die die Menschheit zu einem neuen Sonnensystem brachte. Auf dem wenig bekannten Planeten Miranda wurde ein Gas namens Pax dem Belüftungssystem beigefügt. Der Sinn davon war, die Bevölkerung ruhig zu halten und Aggressionen auszumerzen. Es funktionierte. Die Menschen hörten auf, zu kämpfen. Sie hörten aber auch auf, irgendetwas anderes zu tun, inklusive sich fortzupflanzen und sich physisch selbst zu verteidigen. Eine kleine Minderheit der Bevölkerung zeigte eine entgegengesetzte Reaktion. Ihre Aggressionen steigerten sich bis in den Wahnsinn und sie töteten die meisten der anderen. Zehn Millionen Menschen ließen sich in aller Ruhe ausradieren.

Der Filmdirektor Joss Wheldon legt Wert darauf, darzustellen, dass die Allianz nicht irgendein böses Imperium ist, sondern eine weitgehend gutartige Macht. Sie meinten es gut, sie wollten eine bessere Welt erschaffen, eine Welt ohne Sünde. Allerdings meint Wheldon "Wann immer man Utopia erschaffen will, regt sich unter der Oberfläche etwas Hässliches."

Europäer früherer Zeit, die gegen den Jihad kämpften, kämpften für eine Anzahl von Dingen: Ihre Religion, ihre Kultur und ihre Nation. EU-Föderalisten und Eurabier unterdrücken bewusst all diese Instinkte in ihrem Bestreben, einen Neuen Menschen zu erschaffen und jegliche Aggression auszumerzen. Weil sie jedoch den Nationalstaat fälschlicherweise als Wurzel alles Bösen ausgemacht haben, merzen sie nicht nur den aggressiven Nationalismus aus, sondern auch den defensiven Patriotismus. Und da einige Moslems als Reaktion auf das, was sie als unseren Nihilismus wahrnehmen, sogar noch aggressiver wurden, haben die Eurabier ihr eigenes Volk im wörtlichen und im metaphorischen Sinn entwaffnet und es zum Abschlachten freigegeben.

Viele Kommunisten glaubten - zumindest zu Anfang - an ihre Ideologie. Das Resultat war ein Massenschlachten, zig Millionen Menschen wurden für den Traum von einer Welt ohne Unterdrückung und Ausbeutung getötet. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Unabhängig davon, wie gut die Vorsätze sind, man kann nicht Millionen Menschen in umfangreichen sozialen Experimenten als Laborratten verwenden, ohne massiven Schaden anzurichten.

Vielleicht ist einer der Gründe, warum das alles in Westeuropa und der Europäischen Union geschehen konnte, der, dass wir niemals die Gründe für das abgrundtiefe Scheitern des Kommunismus in Osteuropa und der Sowjetunion am Ende des Kalten Krieges verstanden haben oder auch nur versucht haben, uns mit diesen Gründen auseinanderzusetzen. Das Konzept des massiven sozialen Experiments, einen Neuen Menschen zu schaffen, konnte weiterleben. Es mutierte und wanderte westwärts. Jean Monnet, der den Prozess der europäischen Einigung in Bewegung setzte, stellte Überlegungen an, dass die Europäische Verwaltung eine Art "Labor" werden könnte, in dem eine neue Form des "Europäischen Menschen" geboren würde. Aber der Neue Europäische Mensch wird genauso wie der Neue Sowjetmensch vor ihm mit absoluter Sicherheit ein Fehlschlag werden.

Kann die Europäische Union reformiert werden? Ich bezweifle es. Die EU wird von einer sich selbst erhaltenden Klasse von Bürokraten zusammengehalten, die ungeachtet des Schadens, den sie damit anrichten, ihre Budgets und ihre Macht ausweiten wollen. Diese Funktionäre werden sich der klassischen Methoden der Täuschung bedienen, um allen Rufen nach Reformen entgegenzuwirken, sodass die Kontrolle in ihren Händen verbleiben wird.

Es ist aufschlussreich, sich die Reaktionen der EU nach der Ablehnung der EU-Verfassung durch Volksabstimmungen in Frankreich und Holland näher anzusehen. Sie haben eine "Gruppe von Weisen" aus europäischen Politikern zusammengestellt, deren Vorsitz Giuliano Amato innehat, der Innenminister im Kabinett des Super-Eurabiers Romano Prodi ist. Diese Gruppe soll mögliche Lösungen für diese auswegslose Situation erarbeiten. Unter den diskutierten Vorschlägen war auch der, den Namen "Verfassung" zu Gunsten von "Vertrag" fallen zu lassen.

Derselbe Amato, der auch ein früherer italienischer Premierminister und der Vizepräsident der EU-Konvention ist, von der die Verfassung entworfen wurde, hat zu einem früheren Zeitpunkt ausgeführt :

"In Europa muss man nach der "als ob"-Methode vorgehen - so tun, als ob man wenig wolle, um viel zu erhalten, so tun, als ob die Staaten souverän bleiben würden, um sie zu überzeugen, Souveränität abzugeben….Die EU-Kommission in Brüssel sollte zum Beispiel handeln, als ob sie ein technisches Instrumentarium wäre, um als Regierung behandelt zu werden. Und so weiter mit List und Tücke."

Dass ein Mann, der öffentlich damit geprahlt hat, dass die Ziele der EU-Föderalisten mit "List und Tücke" vorangetrieben werden, nun den Vorsitz bei den Bemühungen hat, die EU-Verfassung zu "erneuern", sagt normalen Europäern alles, was sie über die EU wissen müssen. Wenn die EU-Eliten uns vorsätzlich über Jahrzehnte hinweg hintergangen haben, um ihre Ziele zu erreichen, warum sollten wir ihnen jetzt auf einmal trauen? Leg mich einmal rein - Schande über dich. Leg mich zweimal rein - Schande über mich. Diese Leute haben uns genug reingelegt.

"Ich bin der Ansicht, dass die Europäische Union genau wie die Sowjetunion nicht demokratisiert werden kann" sagt Vladimir Bukovsky. "Die Europäische Union wird zusammenbrechen, ganz genau so wie die Sowjetunion zusammengebrochen ist. Aber vergessen Sie nicht: wenn solche Strukturen zusammenbrechen, dann hinterlassen sie eine Verwüstung, von der man sich erst nach einer Generation erholt haben wird. (…) Schauen Sie sich die riesige Zahl von Immigranten aus Ländern der Dritten Welt an, die jetzt in Europa leben. Das wurde von der Europäischen Union vorangetrieben. Was wird im Falle eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs mit ihnen geschehen? Wir werden vermutlich schlussendlich wie in der Sowjetunion so viel ethnischen Unfrieden haben, dass wir nicht wissen, wo uns der Kopf steht"

In ihrem Buch über die EU kommen Richard North und Christopher Booker zu dem Schluss: "Das Projekt, das Monnet auf den Weg gebracht hat, war ein riesiges, marodes, sich selbst täuschendes Monster: teilweise in seiner eigenen Bürokratie erstickend, teilweise ein korrupter Gauner (…) Das einzige, was das Projekt niemals sein konnte, weil es per Definition niemals dazu gedacht war, es zu sein, war auch nur im entferntesten Sinn demokratisch." Sie glauben, dass die EU zum Untergang verdammt ist und dass sie "eine schreckliche Verwüstung hinterlassen wird, ein zerstörtes Land", und dass es "die Völker Europas viele Jahre kosten, sich davon wieder zu erholen."

Ich verstehe die Bedenken, dass die Zerstörung der EU "Instabilität" in Europa hervorrufen könnte. Das wird sie. Aber wir werden wahrscheinlich am Ende sowieso mit "Instabilität" dastehen, schon alleine wegen der großen Anzahl von Moslems, die die EU-rabier hereingelassen haben. Die Wahl ist zwischen ein paar Jahren der Beschwerlichkeiten, nach denen Europa überlebt, einerseits und Tod andererseits, was bedeutet, dass Europa schlicht und einfach aufhört, dem westlichen Kulturkreis anzugehören.

 

Manche mögen hoffen, dass wir die "positiven" Aspekte der EU bewahren könnten und nicht "das Kind mit dem Bade ausschütten" sollten. Ich bin anderer Ansicht. Die EU ist nur Badewasser, es gibt kein Kind. Es gab niemals ein Baby, nur eine Horde überbezahlter Babysitter.

Multikulturalismus trennt Menschen in "Stämme" unterhalb der nationalstaatlichen Ebene. Das ist exakt die Situation, die wir im Mittelalter in Europa hatten. Ebenso bedeutet die Idee, dass wir andere Kulturen "respektieren" sollten, indem wir sie nicht kritisieren, dass wir die Uhr mehrere Jahrhunderte in das voraufklärerische Zeitalter zurückdrehen. Multikulturalismus ist eine rein mittelalterliche Ideologie und sie wird mittelalterliche Resultate mit sich bringen.

Obwohl die EU daran scheitern wird, eine pan-europäische Einheit aufzubauen, hat sie schon jetzt teilweise Erfolg dabei gehabt, die traditionellen Nationalstaaten zu schwächen. Quer durch Westeuropa neigen moslemische Einwanderer dazu, sich in den großen Städten niederzulassen und die einheimische Bevölkerung zieht sich in ländlichere Gebiete zurück. Diese Zerstörung des Zusammenhalts der Gesellschaft zieht eine Rückkehr zu einer Stammesgesellschaft nach sich, weil die Menschen nicht mehr darauf vertrauen, dass der Nationalstaat sie beschützt.

Diesen Prozess hat Ernest Baert beschrieben: "Über viele Jahrhunderte hinweg hat Westeuropa nach und nach den Stamm oder den Clan durch den Nationalstaat ersetzt." Das Ergebnis war, dass "europäische Bürger dazu neigen, allen anderen Bürgern der gleichen Nationalität außerhalb ihres Familien- und Freundeskreises das gleiche Vertrauen entgegenzubringen." Diese "von hohem Vertrauen geprägte Gesellschaft" war eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg des kapitalistischen Wirtschaftssystems in Europa, aber auch für das Aufkommen der Demokratie. In der islamischen Welt und in Afrika herrscht ein anderes Weltbild vor. Dort haben Individuen keine andere Wahl, als sich, wenn sie Schutz brauchen, auf ihren Clan zu verlassen. Welche Wirkung wird also die Einwanderung großer Zahlen von Individuen aus "von geringem Vertrauen geprägten Gesellschaften" auf unsere eigene Kultur haben? Baert ist pessimistisch:

"Es besteht wenig Zweifel, dass wir in den Tagen leben, in denen die multikulturelle Fantasie stirbt. Sie wird im Elend enden und könnte sogar zum Verlust Europas als Teil der westlichen Zivilisation führen. Unser Kinder und Enkel werden auf unsere Tage zurückschauen und sich fragen, warum so viele etwas, das offenkundig im Gegensatz zur Geschichte und zum gesunden Menschenverstand stand, so leicht akzeptiert haben." Während normale Europäer in Angst vor Gewalt durch Moslems in ihren eigenen Städten leben und das Vertrauen in ihre Führungsschicht verlieren, treffen sich EU-Eliten auf Cocktailparties und beglückwünschen sich gegenseitig dazu, dass sie den Frieden nach Europa gebracht haben.

Die Europäische Union versprach eine Schöne Neue Welt, in der Kriege und ethnische Rivalitäten der Vergangenheit angehören. Werden sie uns das Mittelalter bringen? Vielleicht ist das ja auch genau das, wozu Utopien tendieren.

PDF-Download: Der Eurabia-Code - Teil 1-4

Abgelegt unter: Übersetzungen - Fjordman

2 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von Übertragung vom alten Blog

    3. Juni 2007 @ 16:37

    bisher 3 Kommentar(e) TrackBack-URL

    Mir (24.10.06 06:55)
    Die “große Lüge” - diese Methode wurde und wird in der Tat angewendet. Mittlerweile hat sich das Ganze verselbständigt und viele der Entscheidungsträger glauben tatsächlich daran, mit der EU und dem Kuschen gegenüber dem Islam das Richtige zu tun. Auch ich gehe davon aus, daß zum Glück die EU eines Tages zusammenbrechen wird. Je früher, desto besser und desto geringer dürfte der Schaden sein. Nicht, daß die Idee eines friedlich zusammenarbeitenden Europas schlecht wäre, im Gegenteil. Aber wie bei der UNO ist die Umsetzung einer guten Idee zur Katastrophe geraten.

    Fritz Flinte (24.10.06 14:17)
    Erstmal vielen Dank für die Übersetzung der Texte sehr interessant

    vielleicht ist es Wunschdenken aber ich glaube was den Islam betrifft scheinen die Scheuklappen der Bevölkerung langsam aber sicher abzufallen zumindest seit “Der Papstrede” (DIE Rede eben ) hat sich in der Diskussion doch einiges getan immer hin hat man in den etablierten Medien kritische Stimmen gehört was in dieser Form m.E. noch nicht da war leider sind die Medien zu schnelllebig und die Sache ist wieder eingeschlafen

    so viel Mühe sich die Blogger auch geben das Problem ist die Informationen werden nicht weit genug gestreut jemand der der offiziellen Linie treu ist wird sich leider keine islamkritischen Blogs an tun

    ich traue mir persönlich kein Urteil zu ob die EU tatsächlich zusammenbrechen wird oder nicht ich bin da eher pessimistisch aber wenn überhaupt jemand der Entwicklung entgegensteuern kann scheint es mir die katholische Kirche zu sein

    was immer man auch von ihr halten mag sie scheint mir die einzige Institution zu sein die genügend Medienpräsenz hat um eine breite Masse von Menschen zu erreichen

    aus einer baucheinschätzung heraus würde ich sagen die EU wird nicht von selbst zusammenbrechen da ihre Absichten auf einen langen Zeitraum ausgerichtet sind hat die EU genügend Zeit um eventuelle Fehler auszugleichen
    es bedarf einer Aufklärung der Bevölkerung

    Paulchen (25.10.06 21:53)
    Manchmal habe ich den Eindruck, daß das was die Muslime mit List und kalter Berechnung erzwingen, daß schmeißen sie mit ihrem Hinterteil wieder um.

    Paulchen

  • 2

    Trackback von Tramadol.

    22. Januar 2008 @ 10:41

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