Sind wir schön?

von Eisvogel um 23:32 am 11. November 2006


Etwas vom peinlichsten und auch vom traurigsten, was die menschliche Spezies hervorbringen kann, ist jemand (die Sorte gibt’s beiderlei Geschlechts) , der glaubt, er wäre attraktiv für andere, es aber nicht ist. Und es nicht merkt, wenn’s ihm mal mehr mal weniger versteckt gesagt wird!

Wie peinlich und tragisch ist jemand, der subtile Gehässigkeiten über sein Aussehen und Auftreten, abweisende Kommentare über sein Verhalten nicht zum Anlass nimmt, zu erkennen, dass der andere ihn nun mal schlicht und einfach hässlich findet und nicht mag und der sich stattdessen in Psychologisierereien darüber ergeht, warum der andere seine doch sicher vorhanden Sympathie manchmal so als unfreundlich “verschleiert” ausdrückt. “Vielleicht hat er früher schlechte Erfahrungen gemacht und daher eine Mauer um sich gebaut? Vielleicht möchte er vorsichtig sein, weil er sich noch nicht sicher ist, ob er auch wirklich geliebt wird? Vielleicht fühlt er sich irgendwie minderwertig gegenüber einem selber und reagiert daher einfach nur ein bisschen trotzig? Vielleicht hat man ihn auch - im sicheren Wissen der eigenen Überlegenheit - gelegentlich gedankenlos herablassend behandelt und kann darauf hoffen, dass alles gut wird, wenn man nur noch ein bisschen an sich arbeitet.”

Egal was! Der Gedanke, dass der andere einen einfach nicht mag, kommt solchen traurigen Gestalten in ihrer tragischen Arroganz einfach nicht in den Sinn. Schließlich kann das ja nicht sein, denn sonst würde er sich ja nicht in der eigenen Wohnung breit machen und jeden Vorschlag, doch bitte wieder auszuziehen, empört mit der Bemerkung “Aber nein, ich fühle mich hier wohl, es ist doch auch meine - nein, es ist unser gemeinsame - Wohnung” zurückweisen. Vielleicht weist er darauf hin, was er alles an Arbeit und Geld in die Wohnung gesteckt hat und selber ist man dann zu höflich, den Hinweis anzubringen, dass er sich eigentlich ins gemachte Nest gesetzt hat und dass man den Müll, den er einstmals runtergetragen hat und den er ständig erwähnt, notfalls mit etwas Mühe auch alleine hätte runterbringen können. Man erwähnt auch nicht, was er alles für viel teures Geld kaputt gemacht hat und was sein Lebensunterhalt kostet - schließlich hat er es doch nicht vorsätzlich (oder doch???) getan und man konnte es ja auch wieder in Ordnung bringen, man hat ja das Geld.

Wollen wir als Individuum so blind, blöd, eingebildet und auf tragische Weise lächerlich sein?

Nein, nein und nochmal nein. Natürlich nicht. Es ist ein Horror.

 

Und jetzt der ganze Text - leicht verändert - nochmal:

 

Etwas vom peinlichsten und auch vom traurigsten, was die Weltgemeinschaft hervorbringen kann, ist eine Gesellschaft, deren Mitglieder glauben, sie wäre attraktiv für andere, es aber nicht ist. Und es nicht merken, wenn’s ihnen mal mehr mal weniger versteckt gesagt wird!

Wie peinlich und tragisch ist eine Gesellschaft, die subtile Gehässigkeiten über ihren üblichen Lebenstil und abweisende Kommentare über das Verhalten ihrer Mitglieder nicht zum Anlass nimmt, zu erkennen, dass andere sie nun mal schlicht und einfach hässlich finden und nicht mögen und die sich stattdesssen in Psychologisierereien darüber ergeht, warum andere ihre doch sicher vorhandene Sympathie manchmal so als unfreundlich “verschleiert” ausdrücken. “Vielleicht haben sie früher schlechte Erfahrungen gemacht und daher eine Mauer um sich gebaut? Vielleicht möchten sie vorsichtig sein, weil sie sich noch nicht sicher sind, ob sie auch wirklich geliebt werden? Vielleicht fühlen sie sich irgendwie minderwertig gegenüber einem selber und reagieren daher einfach nur ein bisschen trotzig? Vielleicht hat man sie auch - im sicheren Wissen der eigenen Überlegenheit - gelegentlich schlecht behandelt und kann darauf hoffen, dass alles gut wird, wenn man nur noch ein bisschen an sich arbeitet.”

Egal was! Der Gedanke, dass sie einen einfach nicht mögen, kommt solchen traurigen Gesellschaften in ihrer tragischen Arroganz einfach nicht in den Sinn. Schließlich kann das ja nicht sein, denn sonst würden sich andere ja nicht in eben dieser Gesellschaft breit machen und jeden Vorschlag, doch bitte wieder auszuwandern, empört mit der Bemerkung “Aber nein, wir fühlen uns hier wohl, es ist doch auch mein - nein, es ist unser gemeinsames - Land” zurückweisen. Vielleicht weisen diese anderen darauf hin, was sie alles an Arbeit und Geld in das Land gesteckt haben und selber ist man dann zu höflich, den Hinweis anzubringen, dass sie sich eigentlich ins gemachte Nest gesetzt haben und dass man die Arbeit, die sie einstmals als Müllfahrer erledigt haben und ständig erwähnen, notfalls mit etwas Mühe auch alleine hätte erledigen können. Man erwähnt auch nicht, dass sie durch ihre überdurchschnittliche Kriminalität viel teures Geld kaputt gemacht haben und was ihr Lebensunterhalt kostet - schließlich haben sie es doch nicht vorsätzlich (oder doch???) getan und man konnte es ja auch wieder in Ordnung bringen, man hat ja das Geld.

Wollen wir als Gesellschaft so blind, blöd, eingebildet und auf tragische Weise lächerlich sein?

Ja. Genau das wollen wir. Und es IST ein Horror.

Es ist falsch.

Wie es auch Yashiko Sagamori in ihrem Beispiel von den Löwen und Antilopen ausdrückt, gehen wir im Westen einfach davon aus, dass unsere Lebensweise so reizvoll ist, dass Moslems - wenn man ihnen nur die Chance dazu bietet - sie mit wehenden Fahnen annehmen. Schließlich ist es doch schön.

Ja und nochmal ja, auch ich finde, dass wir schön sind. Trotz aller Fehler ist diese freie westliche Gesellschaft wohl das Beste, was die Menschheit je hervorgebracht hat. Im räumlichen und zeitlichen Vergleich haben Menschen ( und zwar die Gesamtheit aller innerhalb einer Gesellschaft, nicht nur einzelne Eliten) niemals in größerem Genuss von Freiheit, Wohlstand, Vergnügen und Bildungschancen gleichzeitig gelebt.

Dass ich das schön finde, sagt aber nichts aus. Ich bin schließlich Teil dieser Gesellschaft - und der tragische Mensch in meinem obigen Beispiel findet sich selber ja auch schön und liebenswert. Das ist in Ordnung, man kann - und sollte! - das sehr wohl. Allzu viele Westler tun nicht mal das. Es geht mir aber hier um die anderen - diejenigen, die überzeugt von unseren Werten sind. So überzeugt, dass sie in dem Irrglauben gefangen sind, Menschen aus einer ganz anderen Kultur müssten das zwangsläufig ebenfalls als schön und erstrebenswert empfinden. Sie übersehen einerseits, dass wirklich alles aus einem anderen Blickwinkel anders aussieht. Das gilt sogar für Dinge, die man selber ehrlich als absolut betrachtet, wie zum Beispiel wir die Errungenschaft der allgemeinen Menschenrechte. Selbst da, wo etwas absolut und objektiv richtig sein mag, kann es andere Blinkwinkel geben - auch wenn diese in diesem Fall eben falsch sind, sie sind dennoch existent und für denjenigen, der einen solchen Blickwinkel einnimmt, subjektiv wahr.

Es ist falsch, wenn wir glauben, die mangelnde Bereitschaft von Moslems, sich in den Ländern Europas zu integrieren, läge daran, dass wir ihnen die Möglichkeit dazu verbauen ( oder zumindest erschweren), läge daran, dass wir zuwenig Toleranz zeigen, dass es uns nicht gelingt, ihnen unsere Schönheit nahe zu bringen. Der Gedanke, dass unser Lebensstil wunderschön und liebenswert ist und dass Moslems das auch selbstverständlich erkennen würden, wenn es uns nur gelänge, unser Verhalten ihnen gegenüber weiter zu perfektionieren und ihren Wünschen anzupassen, ist grundfalsch. Er hat in seiner amerikanischen Variante zu dem höchst ehrenwerten, aber zum Misserfolg verdammten Versuch geführt, in Afghanistan und im Irak (und auch beim Hätschelkind Palästina) das Licht der Demokratie zu entzünden, dem dann andere Moslems nacheifern (sollen wollen) und das einen Dominoeffekt der Demokratisierung in der islamischen Welt auslösen wird.

Es hat in seiner eher europäischen Variante dazu geführt, dass mit der hochfahrenden Idee des vorauseilenden und großzügigen multikulturellen Verständnisses erreicht werden sollte, dass Moslems sich freudig zu produktiven und angepassten Mitgliedern europäischer Gesellschaften entwickeln werden. Die Logik “Sie sind hier, also müssen sie unsere Gesellschaft doch auch irgendwie attraktiv finden” ist genauso falsch wie die Logik des tragischen Individuums aus meinem Beispiel “Er/sie lebt bei mir, also muss er/sie mich doch auch attraktiv finden”.


Wo liegt der logische Fehler: Nun, dem Individuum gefällt die Wohnung und die finanzielle Versorgung - denjenigen, der beides bereitstellt, kann er/sie aber ganz uanbhängig davon jedoch nicht mögen und sogar verachten. Und analog gefallen den Moslems sehr wohl unsere Länder und die finanzielle Versorgung durch den Sozialstaat - diejenigen, die das alles bereitsstellen, können sie aber ganz unabhängig davon nicht mögen und sogar verachten.

Wir müssen aus unserem Blickwinkel raus und uns mühen, zu verstehen, wie Moslems uns sehen und warum das, was sie sehen, bei weitem nicht so erstrebenswert für sie ist, wie wir so selbstherrlich glauben. Vielleicht ist es sinnvoll, bei dieser Betrachtung männliche und weibliche Anhänger des Islam getrennt zu betrachten.

Bei den männlichen scheint es einfacher. Der Islam bietet Männern einen gegenüber Frauen überlegenen Status. Der Westen bietet Männern nominell einen Status, der Frauen gleichwertig ist, aber im gesellschaftlichen Konsens teilweise sogar einen minderwertigeren. Manche Feministinnen haben es durch jahrzehntelange Propaganda geschafft, alles typisch Männliche als aggresssiv/destruktiv zu verteufeln und dem eine Überhöhung alles Weiblichen als per se gut gegenüberzustellen. Die Ersetzung des IQ durch den EQ, die postulierte Überlegenheit der als weiblich empfundenen emotionalen Denkweise, die Klassifizierung der Ratio als kalt, vielerlei Dinge vom teilweise männerdiskriminierenden Scheidungs- und Kindschaftsrecht bis hin zur Propagierung des Sitzpinkelns, dürften auf einen islamischen Mann nicht gerade attraktiv wirken. Mir persönlich hat eine Lehrerin einer 5. Klasse geäußert, ihre Arbeit wäre viel angenehmer und leichter, wenn nur alle Jungs ( es handelte sich um 10 bis 11-jährige Kinder!) wie Mädchen wären. So etwas ist nicht nur aus männlich-islamischer Sicht hässlich, das ist es auch aus weiblicher-nichtislamischer wie meiner - das ist es ganz objektiv. Aber es sind kleinere Schönheitsfehler, die wir beheben können. Ein ganz großer Vorteil unseres Lebensstils ist nämlich die Fähigkeit zur schonungslosen Selbstkritik.

Damit sind wir bei einem Punkt, der sowohl männlichen als auch weiblichen Moslems garantiert höchst unattraktiv erscheint: Selbstkritik. Das ist im Islam nicht vorgesehen - bzw. ausschließlich für unislamisches Verhalten vorgesehen. Zum Beispiel wurden nach der Tsunami-Katastrophe vom Dezember 2004, die überwiegend islamische Gebiete getroffen hat, Stimmen laut, die predigten, dies sei eine Strafe Allahs für mangelnde Korantreue allzu vieler Moslems ( natürlich neben den üblichen Theorien, die israelisch-indische Atomtests dafür verantwortlich machten). Auf die Idee, es könne eine göttliche Strafe für Terror und Grausamkeit gegenüber Ungläubigen sein, kam natürlich keiner. Das ist ausgeschlossen, etwas Derartiges hat keinen Platz in der islamischen Denkweise. Wie sehr müssen sie uns verachten und teilweise sogar mitleidig belächeln, dass wir ständig Fehler bei uns selber suchen und uns selbst kritisieren. Sie sehen das nicht als Stärke, sie sehen das nicht als Anregung, ebenfalls in sich zu gehen und darüber nachzudenken, wie abstoßend ihre Lebensweise und ihr Verhalten auf Nicht-Moslems wirken muss - nein, sie sehen unsere Selbstkritik als Bestätigung dafür, dass wir wirklich so schlecht und kritikwürdig sind, dass es uns sogar selber auffällt.

Wenn wir uns schon selber kritisieren, um wieviel schlimmer müssen wir dann wirklich sein? Etwas, das ich übrigens auch im ganz privaten harmlosen alltäglichen Umgang mit Moslems erfahren habe: Die bei uns übliche Deeskalationsstrategie, mittels der man sich selber ein bisschen “niedermacht”, worauf das Gegenüber dann ebenfalls Fehler einräumt und damit ein Konflikt beigelegt werden kann, funktioniert nicht. Gibt man Fehler zu ( echte oder zu Deeskalationszwecken erfundene!) kommt ein triumphierendes “Ja, so ist es!” und nichts weiter. Konflikte mit Moslems legt man daher leichter bei, indem man dreist und selbstherrlich auftritt und signalisiert, dass man nicht bereit ist, ihnen auch nur einen Schritt entgegenzukommen. Spaß macht das einem Westler ist, aber mit der anderen Methode ist man verloren.

Nun aber zu den weiblichen Moslems, zu den armen unterdrückten Muslimas. Ihnen wenigstens muss doch unsere Lebensweise als extrem begehrenswert vorkommen, oder nicht? Es ist nicht so, wie man ganz offensichtlich sieht, und die Erklärung, dass die Muslimas es zwar mehrheitlich wünschen würden, aber sich aufgrund männlicher Unterdrückung nicht trauen, scheint mir nicht standzuhalten. Zum Verständnis, warum tatsächlich die meisten Muslimas den islamischen Lebensstil dem westlichen genauso vorziehen wie es ihre Männer tun, hat mir eine türkische Atheistin verholfen, die den Kopftuchfrauen nicht sehr freundlich gegenübersteht.

Freiheit und Emanzipation bringt nicht nur Rechte mit sich, sondern auch Unbequemlichkeiten und Pflichten, zum Beispiel die Pflicht, Job und Familie unter einen Hut zu bringen, gleichzeitig erfolgreich im Beruf, sinnliche Geliebte und fürsorgliche Mutter zu sein. Der westliche Lebensstil setzt Frauen dem Druck aus, mit steigendem Lebensalter attraktiv bleiben zu wollen. Das ist nicht immer einfach und im Grunde ist es auch unmöglich, was Depressionen auslösen kann. Die Kopftuchfrau im langen grauen Mandel macht sich keine Gedanken um Magerquark-Diäten, ihr Wert basiert darauf, dass sie eine fromme Muslima und ihrem Mann gehorsam ist, nicht darin, dass sie mit 40 aussieht wie eine 20-jährige oder einen Job so erfolgreich wie ein Mann erledigt. Diese Frauen - so meine türkische Bekannte - bedauern uns und lächeln über unsere anstrengenden Versuche, unseren Wert durch Äußerlichkeiten wie körperliche Attraktiviät oder erfolgreiche Berufstätigkeit zu definieren. Ihr Wert wird durch Kinder kriegen, Klappe halten und die Herrschaft über den Haushalt erzielt. Es ist einfacher - viel einfacher.

Natürlich mag man einwenden: “Aber es ist schrecklich, es fehlt die Freiheit”. Dazu muss man aber erkennen, dass der Islam an sich ein System darstellt, das Freiheit negiert. Das Maximum an Freiheit, das eine Frau im Islam erreichen könnte, wäre die, die Männer im Islam haben. Das ist nicht viel - das unterscheidet sich nur durch einige Äußerlichkeiten, das ist keine echte Freiheit, die im Inneren entstehen muss und die beide Geschlcheter im Islam nicht genießen können, wenn sie nach ihrem Tod der Hölle entgehen wollen. Zudem würden diese Freiheiten automatische Pflichten mit sich bringen, die im Islam Frauen erspart sind - z.B. die Pflicht, Geld zu verdienen, um den Lebensunterhalt der Kinder (wenigstens mit) zu bestreiten oder auch im Extremfall die Pflicht zur Teilnahme am Djihad, was nicht angenehm ist.

Und was die Kinder angeht? Nun, selber haben sie nicht viel zu sagen. Aber erscheint es autoritären Eltern erstrebenswert, sich nächtelang um die 17-jährige Tochter zu sorgen, die im Minirock mit den unmöglichsten Leuten unterwegs ist? Ohne die Macht zu haben, sie vor dem zu schützen, was durchaus auch liberalen westlichen Eltern als Horrorvorstellung durch den Kopf geht? Ist die Vorstellung angenehm, dass sie sich aus kindisch-trotziger unüberlegter Verliebtheit an einen Mann wegwirft, der sie nach kurzer Zeit mit Kindern alleine stehen lässt? Und ist es schön, sich vorzustellen, dass der geliebte Sohn an eine verwöhnte Zicke gerät, die ihn finanziell ausnimmt und irgendwann per Scheidung abzockt, wodurch er den Rest seines Lebens als Wochenendvater verbringt, der zahlen muss, aber keinen Einfluss auf die Erziehung der Kinder hat?


Moslems sehen - wenn sie uns anblicken - Drogen, Alkohol, ungezügelte und teilweise wirklich abstoßende Sexualität, sie sehen eine Konzentration auf Äußerlichkeiten und schnellen billigen Konsum, sie sehen Selbstmörder, kinderschändende Priester, Heuchelei, sie sehen alles, was wir in unserer Neigung, jedes Tabu zu brechen und unserem Bedürfnis, alles lautstark und schrill in die Öffentlichkeit zu tragen, was in der islamischen Welt schamhaft verborgen wird.

Vielleicht habe ich mich jetzt wie einer der zahlreichen Islamversteher angehört. Mag sein. Es mag sogar tatsächlich sein, dass in manchen Teilen die Islamversteher und die “Wir müssen die Kultur der Moslems respektieren”-Forderer in der sachlichen Analyse näher an der Wahrheit sind als diejenigen, die Integration ohne Wenn und Aber erwarten. Aber Analyse und Wertung sind zweierlei. Ich stimme solchen Menschen darin zu, dass der Islam ein etabliertes (und gut funktionierendes!) komplettes religiöses, politisches, rechtliches und soziales System darstellt, das sich nicht so einfach dazu bringen lässt, zu verblassen und in unserem System aufzugehen. Ich bin darüberhinaus der Ansicht, dass diesem System der Drang immanent ist, es überall da, wo Moslems leben, als einziges System zu etablieren. Moslems sind überzeugt, dass dieses System das beste ist, das die Menschheit hervorgebracht hat - genaugenommen hat es nicht die Menschheit hervorgebracht, nicht einmal der Prophet Mohammed hat das getan, es wurde ihm lediglich offenbart. Es ist für sie das System des einzigen und wahren Gottes - Allahs.

Ich finde, wir müssen das verstehen - und ich meine mit “verstehen” hier nicht “Verständnis haben” sondern “intellektuell erfassen, dass es ist, wie es ist”. Neben der spirituellen Bestätigung dieses Systems durch den Koran gibt es durchaus auch noch die rein rationale Absicherung durch Beobachtung dessen, was in der Welt vor sich geht. Zwar sind die Unbläubigen technologisch, ökonomisch und militärisch derzeit führend, aber das kann leicht mit mangelnder Frömmigkeit der Moslems erklärt werden ( viel zu wenige engagieren sich im Djihad), aber während die islamischen Ländern immer reiner islamisch werden - viele sind bereits komplett “judenrein”und in allen anderen nimmt der prozentuale Anteil von Juden, Christen, Hindus, Buddhisten etc. laufend ab - geht die ZAhl der Ungläubigen weltweit prozentual zurück. Diese prozentuale Verschiebung zeigt sich darüberhinaus auch innerhalb vieler nicht-islamischen Länder - vor allem in Europa aber auch in den USA, Kanada, Australien, Israel, Indien und Afrika.

Unsere geringe Kinderzahl muss von einer von Machismo geprägten patriarchalen Gesellschaft als Schwäche und Erbärmlichkeit unserer Männer gesehen werden. Was für Männer sind die Europäer, wenn sie nicht mal imstande sind, ihren Frauen Kinder zu machen? Wenn sie darüberhinaus nicht mal imstande sind, ihre Töchter vor Vergewaltigung zu schützen oder wenigstens - wenn das nicht möglich ist - den Vergewaltiger an einen Baukran zu hängen, sondern ihn stattdessen mit Resozialisierungsprogrammen hätscheln? Das sind sicher keine erstrebenswerten Vorbilder für die Männer, keine reizvollen oder zu respektierenden Personen für Frauen, die gewohnt sind, sich als schutzlos und schwach zu empfinden und daher den Schutz eines Patriarchen wünschen, selbst wenn dieser weniger einfühlsam und liebevoll ist als ein europäischer Mann. Und ja, nicht einmal ein ebenbürtiger Feind, sondern schwächlich, müde und bereit, erorbert zu werden wirkt eine Gesellschaft, die solche “Impotenten” hervorbringt.

Egal ob man die geringe Geburtenzahl im Westen als begrüßenswertes Zeichen von Reife und Vernunft sieht ( wie ich es überwiegend sehe) oder als Manko, das behoben werden muss - es ist nun mal eine Tatsache, die wir eventuell ändern können und müssen oder auch nicht. Keinesfalls wird das aber von heute auf morgen gehen und es ist kein praktikabler Lösungsvorschlag durch karnickelhaftes Vermehren jetzt auf die Schnelle gegenüber der islamischen Welt die Muskeln spielen zu lassen. Wir können nicht in eine Gebär-Olympiade mit den Moslems eintreten. Es ist auch keine Lösung, die anderen Charakteristika unserer Gesellschaft, die von Moslems als reizlos und wenig erstrebenswert empfunden werden (und teilweise auch wirklich verbesserungswürdig sind), zu ändern oder abzubauen. Das wäre, als ob der ungeliebte Mensch aus meinem Beispiel sich einer Schönheitsoperation unterzieht, um zu gefallen. Das würde nichts nützen. Das würde auch in unserem Fall nichts nützen.

Wir müssen erkennen, dass die Moslems zwar unsere Länder und unsere Sozialstaaten mögen, dass sie mehr und mehr zu der Ansicht kommen, dass unsere Länder ihnen gehören oder in naher Zukunft gehören werden. (Wer kennt nicht den jungen prahlenden Moslem, der uns triumphierend verkündet, dass wir sogar zum Kinderkriegen zu blöd sind und deswegen rein von der Zahl her bald verlieren werden?) Wir müssen erkennen, dass eine Großzahl von Moslems nicht das geringste Interesse hat, sich einer als minderwertig und schwach empfundenen Gesellschaft anzugleichen oder gar zu assimilisieren. Im Gegensatz zu den Selbstdestruktiven unter den Westlern sage ich:

Ja, verdammt noch mal, wir sind schön.

Wir sind nciht perfekt, aber wir sind trotz unserer Macken wunderbar und wertvoll und liebenswert und wir sind allemal hundertmal schöner als die schönste aller islamischen Gesellschaften. Wir haben nicht den geringsten Grund, irgendetwas zu ändern, nur um das Wohlwollen der Moslems zu erlangen oder um für sie attraktiv zu erscheinen. Wir bekommen das sowieso nicht hin, sie mögen uns nicht. Sie brauchen uns, sie ertragen uns, wenn wir uns klaglos allem anpassen, was sie für richtig halten, aber sie wollen nicht sein wie wir.

Auf dieser Grundlage müssen wir mit der Realität umgehen. Das ist nicht erfreulich, aber es ist realistischer als die Vorstellung, wir könnten jemals erreichen, dass Moslems sich integrieren, d.h. sich uns anpassen. Wer diesem Glauben anhängt, möge ein einziges Beispiel aus 14 Jahrhunderten islamischer Geschichte bringen, in dem das eingetreten ist.

Abgelegt unter: Eigene Beiträge

1 Kommentar »

  • 1

    Kommentar von Übertragung vom alten Blog

    3. Juni 2007 @ 17:13

    bisher 9 Kommentar(e) TrackBack-URL

    Mir (12.11.06 09:26)
    Meiner Meinung nach fehlt hier ein zentrales Argument, daß wir immer wieder betonen müssen: Nämlich, daß es auch viele Moslems gibt, die ihren Glauben nicht ernst nehmen. So, wie es viele Christen gibt, die höchstens einmal im Jahr in der Kirche Plätzchen futtern. Diese Moslems gelten natürlich dann als Ungläubige, aber sie sind es, die sich integrieren (wollen).

    Acht der Schwerter / Website (12.11.06 11:00)
    Ich glaube, es geht beim Islam nicht nur um den Glauben, Mir, sondern auch um ein verinnerlichtes Verhaltensschema.

    Das Beten und Fasten und derlei Kram würde ich prinzipiell nicht störend finden, aber die Neigung zu Verschwörungstheorien, den Antisemitismus, die Selbstdarstellung als Opfer, die Unfähigkeit, Kritik zu ertragen, die Bildungsverweigerung, die Nehmer-Mentalität, die Lügerei, der Mangel an Umgangsformen…und all das bringen auch Moslems, die sich höchst selten in eine Moschee verirren (bestes Beispiel für einen laxen Moslem ist der Typ “Rütlischüler”) .

    Und auch laxe Moslems mögen uns nicht wirklich. Wenn man mit ihnen redet, kommt selten ein “wir”-Gefühl auf wie es z.B. bei anderen Einwanderern sehr oft da ist.

    Diejenigen, die sich wirklich integrieren (=assmilieren ) wollen, können das, ohne ein Wort drüber zu verlieren und ohne dass man sie zum “Jagen tragen muss”.

    Ich wollte vor allem darauf hinweisen, dass mangelnde Integration zu 100% an mangelndem Integrationswillen liegt. Und dass mangelnder Integrationswille zum allergrößten Teil daran liegt, dass diese Menschen unseren Lebensstil absolut nicht reizvoll finden.

    So wie ich es hassen würde, das Leben einer Muslima zu führen - exakt genau so hassen die meisten Muslimas die Vorstellung, mein Leben führen zu müssen. Bei Euch Männern ist es wohl mindestens genau so ausgeprägt.

    Thatcher (12.11.06 13:03)
    @Mir
    Die meisten laxen Muslime sind gar nicht mehr so lax, wenn man auf das Thema Palästina zu sprechen kommt. Da brennen sie geradezu darauf, in den Heiligen Krieg zu ziehen. Das Gleiche gilt, wenn “die Muslime” irgendwie kritisiert werden. “Eigentlich bin ich nicht rligiös, aber da werde ich sofort zum Muslim!” kann man fast überall hören. Der “ummah” fühlt man sich dennoch genauso zugehörig wie seinem Clan, ist ihr gegenüber deutlich loyaler als etwa seinem Nationalstaat.
    Fazit: Die “fünf Säulen” des Islam, die uns ständig vorgehalten werden, sind Firlefanz. Die wichtigste Säule islamischer Identität ist und bleibt der Kampf für die Vorherrschaft der Ummah. Ebenso sollte man aufhören, den Islam als Religion zu betrachten, die sich von ihrem militanten Auftreten irgendwie lösen lassen könnte. Es ist und bleibt eine Illusion. Der Islam ist eine faschistisch-totalitäre Ideologie, getarnt als Religion.

    Tom (12.11.06 15:37)
    Erstklassiger Text! Danke dafür! Ich teile deine Meinung: GENAU SO müssen wir den Islam und seinen geringschätzigen Blick auf alles Nicht-Islamische erkennen. Am Deutlichsten und Unmißverständlichsten wird, wie ich finde, diese Verachtung uns gegenüber im hochagressiven Verhalten muslimischer Jung-Machos, die weder Scham noch Skrupel kennen, uns ihren Hass unverholen offen zu zeigen. Für sie sind wir oft nicht mehr als ‘dreckige Ungläubige’ oder ‘Christen-Schweine’, die es nicht anders verdienen als bespuckt, beschimpft und bedroht zu werden. Wer einmal Opfer solcher demütigenden Übergriffe wurde, der kann in Etwa erahnen, mit welcher ‘Liebe’ und mit welchem ‘Respekt’ für uns und unsere Kultur solche Jugendlichen in ihrem muslimischen Elternhaus seit Kindesbeinen erzogen und konditioniert wurden: Sie geben nur das wieder, was in ihnen ist und was sie dort über Jahre hinweg zutiefst verinnerlicht haben. Und dies ist das Gegenteil von Liebe und Respekt: Es ist Verachtung bis abgrundtiefer Hass. Die höchste Stufe dieses Hasses führen uns hierzulande lebende Ehrenmord-Familien vor Augen: Ihr Hass und ihr Ekel über uns und unsere Lebensweise ist so monströs, daß man dort im muslimisch-trauten Heim lieber (s)eine Tochter opfert, als sie an uns ‘zu verlieren’. (Original-Ton einer jener Sürücü-Brüder: “Die Schlampe lief rum wie eine dreckige Deutsche; sie hat es nicht besser verdient!”) - Noch Fragen?!

    Mir (12.11.06 19:39)
    @ Thatcher

    Wenn ich von “laxen” Moslems schreibe, dann meine ich auch nur die, die wirklich “lax” sind und nicht solche, die in wichtigen Fragen dann doch der Mainstream-Ideologie folgen. Wie groß deren Zahl ist? Wenn man das wüßte. Jedenfalls deuten die meisten Statistiken darauf hin, daß es weniger als 50 % sein dürften. Allein das ist schon erschreckend genug.

    Thatcher (12.11.06 21:00)
    Dann redest Du eigentlich nicht von “laxen Moslems”, sondern von echten Apostaten. Der Mainstream-Islam, der weltweit zunehmend von Islamisten dominiert wird, wird immer kriegerischer, immer fundamentalistischer und auch nach innen immer erbarmungsloser. Wer nicht einmal die Palästinenser mehr unterstützt, spürt deutlich die Feindschaft der eigenen Sippe und der eigenen Gemeinschaft. Wenn ein Moslem nur anfängt, das geistige Konstrukt des Islam zu hinterfragen, erkennt er, wenn er nicht geistig total beschränkt ist, dessen Widersprüche und wird sofort zum Abtrünnigen. Die Islamisten wissen natürlich darum, deshalb ist das Schreckensregime im Islamfundamentalismus auch so wichtig. Ein “Untreuer” findet sich selbst sehr schnell auf Todeslisten wieder und ist nur noch im Westen, eigentlich nur noch in Amerika sicher vor deren Zugriff (Stichwort: Hirsi Ali).
    Es liegt in der Natur der Sache, dass nur einzelne Personen stark genug sind, sich dem Verfolgungsdruck zu entziehen. Wer Frau/Mann und Kinder hat, wer einen Beruf hat, wer ein öffentliches Amt hat, den haben die Todesschwadronen sofort am Wickel. So erzwingen sie die islamische Gesellschaft auf Linie und machen Argumentationen wie “Die Mehrheit der Muslime ist friedlich” haltlos. 99,9% aller Menschen tun aus Angst die widerlichsten Dinge - auch für einen Moslem ist das Abschneiden des Kopfes von einem lebenden Menschen eine absolut widerliche Sache.

    Corax (12.11.06 21:02)
    Da ich zum erstenmal hier kommentiere, möchte ich als erstes Eisvogel zu dem tollen Blog mit den hervorragenden Übersetzungen und tiefgründigen Eigenbeiträgen gratulieren. Weiter so!

    “Ich wollte vor allem darauf hinweisen, dass mangelnde Integration zu 100% an mangelndem Integrationswillen liegt. Und dass mangelnder Integrationswille zum allergrößten Teil daran liegt, dass diese Menschen unseren Lebensstil absolut nicht reizvoll finden.”

    Und damit hast du, lieber Eisvogel, meiner Meinung nach die Sache auf den Kopf getroffen. Die Moslems wandern nicht deshalb bei uns ein, weil für sie unsere Lebensart, unsere Gesellschaft, die Regeln unseres Zusammenlebens, kurz: unsere kulturellen (unsere geistigen, sozialen, politischen etc.) Werte attraktiv wären (denn dazu müßten sie den Islam, dessen Grundsätze sich mit den Grundsätzen des Westens nicht vertragen, verlassen), sondern vielmehr deshalb, weil sie unsere materiellen Werte (unser Geld, unsere Infrastruktur, unseren wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsstand mit all den Segnungen der Bequemlichkeit, die sich daraus ergeben) attraktiv finden.

    Sie sind also nicht gekommen, um sich selbst durch Annahme als attraktiv empfundener kultureller Werte zu bereichern – durch Integration –, sondern vielmehr, um sich an unseren materiellen Werten zu bereichern – durch Diebstahl. Es geht ihnen nicht um kulturelle Werte, sondern bloß um Beute.

    Das Beutemachen hat aber ein Ziel, das über die Sicherung eines möglichst bequemen individuellen Lebens hinausgeht. Das Ziel ist die Ersetzung unserer von den Moslems als minderwertig (oder als satanisch, wenn die Grenze vom “Moderaten” zum “Nichtmoderaten” überschritten ist) erachteten Kultur durch den Islam. Im multikulturalistischen und islamversteherischen Dummdeutsch heißt das dann “multikulturelle Bereicherung unserer Gesellschaft.”

    Mo Ping (25.11.06 11:30)
    Danke für diese grandiose Darstellung!
    Beneide Dich ob Deiner Wortgewandheit.

    Turmfalke (25.11.06 23:06)
    Erstklassige Analyse.

    In der Tat verstehen die üblichen Islam-Versteher fast nichts vom Islam. Allerdings wollen sie auch nicht, denn den Islam sehen sie als Vehikel ihre eigene moralische Überlegenheit (aus islamsicher Sicht: Verkommenheit) zu demonstrieren.

    Praktisch alle Ideale die der linksliberale, multikulturelle Westen pflegt, sind im Islam negativ besetzt. Das erkennt man schon daran, daß der Islam das exakte Gegenteil des Multikulturalismus darstellt in Theorie und Praxis.

    Die klare Sicht auf genau diesen Umstand zu vernebeln, ist jedoch Bedingung für den Machterhalt der pro-islamischen Eliten des Westens. Somit ensteht eine überaus starke Interessenskoalition unserer Eliten mit dem Islam und dessen Gefolgschaft.

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