Scharia-Unterstützer und Transvestiten aller Länder vereinigt Euch!

von Eisvogel um 10:56 am 6. Juni 2007

Original vom 25. Mai 2007 :Sharia-Supporters and Transvestites of the World Unite!

Ich hatte eigentlich vor, eine Weile damit zu pausieren, über Schweden zu schreiben, aber ich konnte es einfach nicht. Der schwedische Journalist Kurt Lundgren  hatte diese Woche eine bemerkenswerte Meldung auf seinem Blog. Ein Freund hatte ihm von einem Magazin erzählt, dass von Lärarförbundet herausgegeben wird, der schwedischen Lehrergewerkschaft, der größten Vereinigung für Lehrer und Schulleiter des Landes. Das Magazin, dessen Zielgruppe Vorschullehrer sind, die sich um Kinder zwischen 0 und 6 Jahren kümmern, enthielt Empfehlungen, bei Kindern in diesem zarten Alter nicht nur für" Gender-Gleichstellung" sondern auch für "sexuelle Gleichstellung" zu werben. Herr Lundgren hält die Vorschläge, die an das Personal in Kindergärten und Vorschulen herausgegeben werden, für ganz klaren sexuellen Missbrauch von Kindern:

"Ein dreijähriges Kind muss nichts über alternativen Sex lernen, ein vierjähriges Kind sollte nicht von einigen Sexfreaks aus der Lehrergewerkschaft zwangsweise mit Lektionen über schwulen Sex gefüttert werden. Kinder sollte man spielen und sie ihre Rollen selber entdecken lassen. Kinder sind wehrlos und sollten keiner Indoktrination ausgesetzt werden, weder über Sex noch über Politik. (…) Man fragt sich, ob sich die Eltern über den Missbrauch an Vorschulkindern im Klaren sind, den dieses Magazin der Lehrergewerkschaft Pedagogiska magasinet vorantreibt.”

In einem Kindergarten in Stockholm wurden die Eltern von Vorschullehrern - offenbar ideologischen Pionieren - ermutigt, ihren Söhnen Kleidchen anzuziehen und sie mit weiblichen Vornamen zu rufen. Es gibt mancherorts inzwischen spezielle "Wochen", in denen Jungen Kleidchen tragen MÜSSEN. Lundgren hält diese sexuelle Indoktrination für genau so schlimm wie die politische:

"Der politische Unsinn zielt darauf, ab Meinungen zu ändern - die Sexfreaks zielen darauf ab, die Persönlichkeit, die Mentalität und die ganze innere Verfassung der Kinder zu ändern."

Bald nachdem er das gepostet hatte, erhielt Lundgren eine Drohmail:

“Ich stehe mit der Lehrergewerkschaft in Verbindung. Sie erwägen, Sie für das was Sie über alternativen und schwulen Sex als Kindesmissbrauch geschrieben haben, bei der Polizei zu melden."

Lundgren schrieb in seiner Antwort:

"Vorschulkinder über alternativen Sex (Lesben, Transsexuelle, Bisexualität, Fetischismus, Swinger, Geschlechtsumwandlung usw.) zu unterrichten, betrachte ich als Kindesmissbrauch. (…) Kleine Kinder - und wir reden hier von Drei- bis Sechsjährigen - können sich in einer Vorschule nicht selbst vor diesen sexuellen Angriffen schützen. Ihre Eltern sind nicht da, die Kinder stehen ganz auf sich alleine. (…) Kleine Kinder sollte man in Ruhe lassen, sie sollten ohne erwachsene Beeinflussung spielen dürfen."

Hier sind einige Kommentare von Lesern seines Blogs:

  • "Es wird keine Anzeige deswegen geben. Die sozialistische Lehrergewerkschaft wird sich das wahrscheinlich zweimal überlegen. Es könnte ein Eigentor werden, wenn die Medien anfangen, über die verdrehte sexuelle Theorie, die sich gegen Kinder richtet, zu berichten, und wenn den Eltern die Augen aufgehen, was mit ihren Lieben gemacht wird."
  • "Ich werde niemals erlauben, dass mein 11 Monate alter Sohn in einen Kindergarten geht. Mein Partner und ich bewahren uns das Recht, unseren Sohn zu einem denkenden, vernünftigen und unabhängigen Individuum zu erziehen. Wir erlauben ihm auf jeden Fall, ein Supermann-Kostüm zu tragen, mit Autos zu spielen und ein Baumhaus zu bauen, wenn er das möchte. Ich werde ihn niemals zwingen, gegen seinen Willen ein Prinzessinnenkostüm zu tragen. Voraussichtlich wird es nicht mehr lange dauern, bis Eltern wie uns unsere Kinder weggenommen werden, damit sie gemäß gesunder, sozialistischer  Doktrin aufgezogen werden können."
  • "Mein 13-jähirger Sohn hatte ‘Gleichstellungs-Tag’ [in der Schule] und musste dabei einem Transvestiten zuhören. Ich habe in meinem wesentlich längeren Leben bisher nie einen getroffen oder mit einem geredet. Warum ist das wichtig? Die Kinder von heute wissen nichts über die Verbrechen des Kommunismus, aber alles über die sexuelle Orientierung von Transvestiten."

Dieser letzte Kommentar ist wortwörtlich wahr. Eine Umfrage im Auftrag der Organisation für Information über den Kommunismus (UOK) brachte zu Tage, dass 90 Prozent der Schweden im Alter zwischen 15 und 20 nie etwas vom Gulag gehört hatten, obschon 95 Prozent von Auschwitz wussten. "Leider sind wir von den Ergebnissen ganz und gar nicht überrascht," sagte Ander Hjemdahl, der Gründer von UOK gegenüber der Website The Local. Die landesweite Umfrage ergab, dass 43 Prozent glauben,  die kommunistischen Regimes seien für weniger als eine Million Tote verantwortlich gewesen. Die tatsächliche Zahl wird auf 100 Millionen geschätzt. 40 Prozent glauben, dass der Kommunismus dazu beigetragen habe, den Wohlstand in der Welt zu vergrößern. Herr Hjemdahl gibt mehrere Gründe für dieses massive Unwissen an, unter anderem den, dass "eine große Mehrheit der schwedischen Journalisten links stehen und viele davon linksaußen." 

Zwischenzeitlich brüstet sich Antifascistisk Aktion (AFA), eine Gruppierung in Schweden, die angeblich gegen "Rassisten" kämpft, offen mit zahllosen physischen Attacken auf Personen, deren volle Namen und Adressen sie auf ihrer Website veröffentlichen. Gemäß AFA tun sie das, um gegen den globalen Kapitalismus und für eine klassenlose Gesellschaft zu kämpfen. Sie schließen sich einer Ideologie an, die während weniger Generationen einhundert Millionen Menschen ermordet hat, und sind die Guten. Diejenigen, die sich dagegen verwehren, durch Masseneinwanderung zu einer Minderheit im eigenen Land zu werden, sind die Bösen. 

Der britische Historiker Roland Huntford schrieb in den frühen 1970er Jahren ein Buch über Schweden mit dem Titel The New Totalitarians. Huntford führt aus, wie die Gleichheit der Geschlechter von den späten 60er und frühen 70er Jahren an aggressiv vorangetrieben wurde:

"Als sexuelle Gleichheit verkündigt wurde und beschlossen wurde, dass der Platz einer Frau nicht zu Hause sondern bei der Arbeit ist, gab es eine rapide Veränderung der Sprache. Das herkömmliche schwedische Wort für Hausfrau ist ‘husmor’, was ehrbar klingt; es wurde durch den Neologismus ‘hemmafru’ ersetzt, der wörtlich übersetzt ‘die-Ehefrau-die-zu-Hause-bleibt’ heißt und abfällig klingt.[Anm.d.Ü.: Ich vermute, das ungefähre deutsche Äquivalent dürfte das ebenfalls abfällig klingende 'Heimchen am Herd' sein.] Es gelang den Massenmedien, innerhalb weniger Monate die alte Bezeichnung zu töten und sie durch die neue zu ersetzen. Ende 1969 war es fast unmöglich, in einem Alltagsgespräch den Status einer Hausfrau zu erwähnen ohne dabei den Eindruck zu erwecken, ihn zu verdammen oder verächtlich zu machen. Das Schwedische wurde unter den Augen und Ohren der Schweden verändert. Husmor war diskreditiert worden; der einzige Ausweg war, den Begriff hemmafru in ironischer Weise zu gebrauchen. Verbunden mit dieser sprachlichen Wende entstand auch eine gefühlsmäßige Veränderung. Frauen, die noch ungefähr ein Jahr zuvor zufrieden und vielleicht sogar stolz zu Hause geblieben waren, verspürten nun zunehmend den Druck, arbeiten gehen zu müssen. Die Ersetzung des einen Wortes durch ein anderes wurde von einer eindringlichen Propaganda in den Massenmedien begleitet und es war wie eine energische Konditionierungskampagne. Nur sehr wenige waren in der Lage, die Indoktrination der sprachlichen Manipulation zu durchschauen; die Bevölkerung war buchstäblich gehirngewaschen worden.”

Das war eng mit einer Kampagne für sexuelle Befreiung verbunden:

"In der Tat kam es so weit, dass das Wort ‘Freiheit’ im Schwedischen fast ausschließlich sexuelle Freiheit bedeutete, was vielleicht aus einer unbewussten Erkenntnis herrührt, dass Freiheit in anderen Bereichen nicht vorhanden oder unerwünscht ist. Durch sexuelle Unterweisung der jungen Menschen in den Schulen und unaufhörliche Propaganda in den Massenmedien für die ältere Generation, wurde fast ganz Schweden gelehrt, dass man Freiheit durch Sex gewinnt. Weil er sexuell emanzipiert ist, glaubt der Schwede, dass er ein freier Mensch ist und beurteilt Freiheit nur nach sexuellen Richtlinien. (…) Die schwedische Regierung hat sich einer Sache, die sie gerne ’sexuelle Revolution’ nennt, angenommen. Kindern wird in der Schule eingehämmert, dass sexuelle Emanzipation ihr Geburtsrecht sei und dass ihnen seine Wahrnehmung dadurch ermöglicht wird, dass der Staat ihnen Befreiung von altmodischen Restriktionen gewährt.”

Befreiung von altmodischen Restriktionen, sprich Christentum und christliche Moral. Huntford stellt fest, dass das zeitgleich mit den Bemühungen kam, die westliche Kultur vor der französischen Revolution herunterzuspielen und anzugreifen. Herr Olof Palme,  Schwedens sozialistischer Premierminister bis 1986 sagte: "Die so genannte Renaissance? Westliche Kultur? Was hat das für uns schon für eine Bedeutung?"

"Der Staat beschäftigt sich " so die Worte von Ingvar Carlsson, dem damaligen Erziehungsminister "aus dem Wunsch heraus, die Gesellschaft zu verändern, mit Moral." Herr Carlsson, der noch bis ins Jahr 1996 schwedischer Premierminister war, äußerte auch, dass "die Schule die Speerspitze des Sozialismus" sei und dass sie "die Menschen lehrt, die allgemeine Meinung  zu achten und nicht, sie zu sabotieren." 

"Wir haben keine ethischen Standards bei der Erziehung und keine Regeln für sexuelles Verhalten" so die Worte von Dr. Gösta Rodhe, der damaligen Vorsitzenden der Abteilung für Sexualerziehung in der obersten Schulbehörde und damit auch auf eine gewisse Art das ausführende Organ der Sexualpolitik der Regierung. "Sehen Sie, da es einen Mangel an Spannungen in der schwedischen Politik gibt, müssen junge Menschen stattdessen Befreiung und Aufregung in sexueller Spannung finden.”

Das war in den frühen 70er Jahren. Es ist in den zwei Generationen seither schlimmer geworden. Sozialistische und staatliche Autoritäten präsentieren diese Politik als Frauenbefreiung und sexuelle Befreiung. Was sie aber in Wirklichkeit ist, ist die Zerstörung rivalisierender Kräfte. Die der traditionellen jüdisch-christlichen Kultur und die der Kernfamilie. Dadurch gewinnt der Staat an Macht, weil er alle Aspekte des Lebens regulieren kann und - am wichtigsten - die Kinder des Landes ohne ungebührlichen elterlichen Einfluss indoktrinieren kann, wie er will. Der Staat ersetzt den Menschen die gesamte Kern- und erweiterte Familie, zieht ihnen die Kinder auf und kümmert sich um ihre Alten. 

Der Autor Per Bylund hat Folgendes beobachtet:

"Ein signifikanter Unterschied zwischen meiner Generation und derjenigen vor mir, ist, dass die meisten von uns überhaupt nicht von ihren Eltern aufgezogen wurden. Wir wurden vom Kleinkindalter an von  Autoritäten in  staatlichen Tagesbetreuungseinrichtungen aufgezogen, dann in öffentliche Schulen, öffentliche Oberschulen und öffentliche Universitäten weitergeschubst; und danach dann zu einer Anstellung im öffentlichen Sektor und zu noch mehr Erziehung durch die mächtigen Gewerkschaften und ihre Bildungsmaßnahmen. Der Staat ist allgegenwärtig und für viele der einzige Träger ihres Überlebens - seine sozialen Wohltaten der einzig mögliche Weg zur Unabhängigkeit."

Die sozialistische Pionierin Alva Myrdal ist die Heldin der modernen schwedischen Vorschulen. Sie forderte eine allumfassende Ausbildung für spezielle Kinderbetreuer, die dadurch Kinder den ganzen Tag über kompetent führen können. Was die Sozialingenieure dann erst später entdeckten, war, dass trotz Jahrzehnte langer staatlich gesponserter Propaganda zur Geschlechtergleichheit Jungen und Mädchen sich immer noch unterschiedlich verhielten. Das verstörte sie. Aber anstatt daraus zu folgern, dass es möglicherweise reale, angeborene Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, wie es vernünftige  Menschen tun würden, entschieden sie sich dazu, die Kinder noch sorgfältiger zu indoktrinieren und dabei schon in einem jüngeren Alter anzufangen, um die Unterschiede zwischen den Geschlechtern auszuradieren.

Anders Nelson, ein Spielzeugforscher vom Schwedischen Königlichen Institut für Technologie hat festgestellt, dass während der letzten 15 Jahre  ein zunehmender Trend hin zu geschlechtsspezifischem Spielzeug zu beobachten sei:

"Die Leute erklären [ihre Spielzeugkäufe] oft damit, dass Jungen und Mädchen sich nun mal unterschiedliche Dinge wünschen. Aber damit Kinder in der Lage sind, über die Spielzeuge, die sie bekommen, zu reflektieren, müssen ihnen Erwachsene die Augen für innewohnende Geschlechterstrukturen öffnen. Von Kindern werden diese [Geschlechter-]Rollen nicht hinterfragt und instinktiv angenommen."

Herr Nelson ermutigte Eltern, mehr geschlechtsneutrale Weihnachtsgeschenke zu kaufen. In anderen Worten: Keine Barbiepuppen für Mädchen und keine Spielzeugautos für Jungen.

Die schwedische Verbrauchervereinigung reagierte verärgert auf ein sternförmiges, rosafarbenes Eis, weil es angebliche Geschlechter-Profilierung repräsentiere. "Girlie, GBs neuer Eishit, ist rosa und hat einen Make-up-Stift im Stil. Es sagt viel darüber aus, was man bei GB über Mädchen und wie sie sein sollten, denkt." äußerte die Vereinigung in einer Stellungnahme. Ihnen zufolge braucht Schweden nicht noch mehr Produkte, die bereits existierende Vorurteile über Geschlechterrollen verstärken, und so forderten sie den Hersteller aus, das Produkt weniger geschlechtsspezifisch zu gestalten.

Und wiederum hat das absolut nichts mit "Toleranz und Verschiedenartigkeit" zu tun. Es geschieht, um Menschen zu zerbrechen und in eine neue menschliche Form zu gießen. Großer Wert wird darauf gelegt, das christliche Erbe der einheimischen Bevölkerung zu zerstören. Schüler werden gelehrt, dass sie vom Aberglauben und der Unterdrückung des christlichen Unsinns befreit wurden. Während das Christentum jedoch über Generationen hinweg lächerlich gemacht und dämonisiert wurde, und zwar so sehr, dass einige schwedische Christen sich über Verfolgung beklagen, wird der Islam in Schulbüchern als gutartige und tolerante Religion beschrieben und es wird ihm ein hohes Maß an Respekt im öffentlichen Bereich entgegengebracht.

Ein Busfahrer in der zunehmend von Moslems dominierten schwedischen Stadt Malmö wurde entlassen, nachdem bekannt geworden war, dass er einer Frau den Zutritt zu seinem Bus verwehrt hatte, weil sie die volle islamische Gesichtsverschleierung trug, die eine Identifikation unmöglich machte. Es ist in Schweden also inakzeptabel, wenn man kleinen Mädchen rosafarbenes Eis oder Barbiepuppen schenkt, weil dies geschlechtliche Stereotypen verstärkt, aber die Burka ist eine feine Sache. Inzwischen befindet sich Schweden mitten einer der explosivsten Vergewaltigungswellen in der skandinavischen Geschichte, die weitgehend durch Einwanderer verursacht wird. Während schwedische Mädchen von islamischen Einwanderern "Huren" genannt werde, zieht man schwedischen Jungen Kleidchen an und lässt sie schwule Theorien studieren.

Schweden ist vermutlich das Land mit der größten "Geschlechtergleichstellung" der Welt. Es ist auch eines der Länder, das den Multikulturalismus am eifrigsten annimt. (zumindest offiziell, alle anderen Blickwinkel sind verboten). "Sexuelle Gleichheit" vorantreiben, während man eine rapide anwachsende islamische Minderheit im Land hat, wird sich als ein zunehmend herausfordernder Balanceakt herausstellen. Scharia-Unterstützer und Transvestiten aller Länder vereinigt Euch!

 

Abgelegt unter: Übersetzungen - Fjordman

8 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von Waldelf

    6. Juni 2007 @ 12:45

    “In einem Kindergarten in Stockholm wurden die Eltern von Vorschullehrern - offenbar ideologischen Pionieren - ermutigt, ihren Söhnen Kleidchen anzuziehen und sie mit weiblichen Vornamen zu rufen. Es gibt mancherorts inzwischen spezielle “Wochen”, in denen Jungen Kleidchen tragen MÜSSEN.”

    Mir fehlen echt die Worte…ist das das, was man unter “gender mainstreaming” versteht?

    Als ich 6 Jahre alt war, habe ich mich für Autos, Eisenbahnen, Flugzeuge, Dinos, Cowboys und Piraten interessiert. Mit solchen Theorien hätte ich wahrscheinlich gar nichts anfangen können. Und wenn mir einer ein Kleid hätte anziehen wollen, hätte es Geschrei gegeben. :)
    Warum kann man die Leute eigentlich nicht mehr so werden lassen, wie sie werden? Immer diese Zwangsmaßnahmen. Gut das das hier noch nicht so ist.

  • 2

    Kommentar von Friedel B.

    6. Juni 2007 @ 13:39

    Familienaufnahmen aus den Kindertagen der Fotografie (zum Beispiel die von meinen Urgroßeltern) zeigen Jungen unter sechs Jahren durchweg in Mädchenkeidern; offenbar war es seinerzeit in bürgerlichen Kreisen üblich, dem männlichen Nachwuchs erst ab dem siebenten Lebensjahr eine Hose zuzugestehen. Auswirkungen auf die “sexuelle Entwicklung” oder gar die “Gender-Gleichstellung” (ein Begriff übrigens, mit dem damals kein Mensch etwas hätte anfangen können) hat diese Eigentümlichkeit meines Wissens nicht gehabt. Ich bin daher zuversichtlich, dass die genetisch festgelegten (oder zumindest disponierten) enormen Unterschiede zwischen Mann und Frau durch den in Fjordmans Essay berichteten hanebüchenen Unfug in keiner Weise verwischt oder gar aufgehoben werden. Ein länglicher hölzerner Gegenstand wird in der Phantasie von Jungen weiterhin zum Rennauto (oder zum Panzer) und in der von Mädchen zur Puppe mutieren. Aber sehr viel privates Unglück werden die gutwilligen Lehrer mit ihren absurden Heilslehren ganz sicher hervorrufen.

    Eine persönliche Bemerkung: Den von mir als Kind sehnlich und bis in meine Träume hinein gewünschten Metallbaukasten habe ich nie bekommen, weil meine Eltern der seinerzeit weit verbreiteten Auffassung anhingen, dass man Kinder nicht verwöhnen dürfe und nur Geschenke wie Bücher oder andere nützliche Dinge akzeptabel seien. Die schwedischen Pädagogen hätten ihn mir ebenfalls nicht gegönnt; sie führen zwar andere Begründungen an, ihre damit verbundene Erbarmungslosigkeit aber ist die Gleiche. Den Metallbaukasten habe ich mir übrigens als Student mit etwa 22 Jahren angeschafft und stets bei verschlossener Tür mit ihm gespielt, da mich niemand bei derart kindlichen Tun erwischen sollte.

    P.S.
    Mit Hermann Hesses Gedicht “Stufen” aus dem “Glasperlenspiel” wüsche ich Ihnen, lieber Eisvogel, Glück zum neuen virtuellen Heim Ihres äußerst lesenswerten Blogs!

    “Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.”

  • 3

    Kommentar von D.N.Reb

    6. Juni 2007 @ 13:46

    Schicke Blogrenovierung. Erschütternder Artikel.

  • 4

    Kommentar von akkaly

    6. Juni 2007 @ 14:31

    [rassistischer Unsinn - Kommentar gelöscht]

  • 5

    Kommentar von Waldelf

    6. Juni 2007 @ 15:17

    Wer hat denn akkaly aus der Geschlossenen entlassen?

  • 6

    Kommentar von nukem

    6. Juni 2007 @ 15:31

    akkaly, aus welchem Irrenhaus haben Sie dich vorzeitig entlassen?

  • 7

    Kommentar von Eisvogel

    6. Juni 2007 @ 23:28

    Und wenn mir einer ein Kleid hätte anziehen wollen, hätte es Geschrei gegeben.

    Vermutlich gibt es das bei den kleinen Schweden auch …

    Die schwedischen Pädagogen hätten ihn mir ebenfalls nicht gegönnt;

    Dafür aber wahrscheinlich mir aufgedrängt - und das rosa Eis mit dem Lippenstift verboten.

    Es sind Gottspieler, die den Menschen nach ihrer Ideologie umformen wollen. Und das haben sie - trotz vordergründiger großer Unterschiede - mit dem Islam und allen anderen Totalitarismen gemeinsam. Sie passen schon zusammen.

    Vielen Dank, lieber Friedel, für das schöne Gedicht.

  • 8

    Kommentar von tape

    9. Juni 2007 @ 16:46

    Hallo eisvogel,

    guter Artikel, danke für die Übersetzungsarbeit.

    Habe ihn als lesenswert bei kewil verlinked:

    http://kewil.myblog.de/kewil/art/167261108

    Grüße
    tape

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