Das geheime Wissen der Gutmenschen
Der Titel hört sich an wie eine neue Verschwörungstheorie, oder? Nichts würde ich mehr genießen, als endlich auch einmal einer Weltverschwörung auf die Schliche zu kommen oder wenigstens in der Lage zu sein, eine zu glauben. Nur, es ist mir bisher noch nicht geglückt.
Immer wieder fragt man sich, was die klassischen Gutmenschen - also Linke, Frauenbewegte, Schwulenbewegte oder ganz allgemein Spießbürger-Verächter, Patriarchats-Zerschlagerinnen und Alle-Menschen-sind-gleich-Prediger - dazu bewegt, sich mit dem Islam ausgerechnet einer Ideologie anzubiedern, die nun wirklich alles verkörpert, wogegen diese Leute vorgeblich stehen.
Während man sich, um sich zum Beispiel George Bush, den Papst oder die "Zionisten" als Menschenfeind auszugucken, in Verschwörungskonstrukte versteigen muss ("Die denken was ganz anderes als sie sagen"), ist das beim Islam absolut nicht nötig. Vertreter des Islam sagen häufig erfrischend offen, dass sie Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Meinungsäußerung oder vor allem ihres Glaubens bzw. Unglaubens für ungleichwertig halten und notfalls mit brutaler Gewalt den Rest der Welt dazu bringen, sich ihren Ansichten anzuschließen oder wenigstens zu unterwerfen. Und wer glaubt, die spinnen, der muss sich nur ihre Grundlagenliteratur ansehen, um festzustellen, dass sie zumindest dann ganz und gar nicht spinnen, wenn man diese für das Wort Gottes hält, sondern vollkommen vernünftig handeln. Darüber hinaus pflegen Moslems, die nicht aggressiv oder kriminell auffällig sind, einen Lebensstil, der bezüglich Spießigkeit alles toppt, was man sich vom schlimmsten erfundenen deutschen Gartenzwergebesitzer vorstellen kann.
Fjordman hat sich des öfteren damit auseinandergesetzt, warum linke Eliten den Islam hofieren, zum Beispiel hier und hier. Und ich habe mich auch schon gefragt, warum sie uns hassen. Aber ganz zufrieden bin ich immer noch nicht mit den Erklärungen. Wenn sie auch auf Eliten zumindest teilweise sicher zutreffen - die Islamfreundlichkeit des kleinen Privat-Gutmenschen erklären sie nicht. Das sind nicht alles Mitglieder einer Verschwörung, den westlichen Lebensstil zu zerstören. Bis zu einem gewissen Grad verstehe ich sie. Sie sind einfach nett und der Ansicht, dass andere auch nett sind, wenn man sie einfach nur nett behandelt. Das funktioniert ja auch weitgehend, nur eben nicht bei allen Menschen.
Allerdings sind sie nicht sehr nett, wenn man ihnen widerspricht und sie in ihrer Idylle aufschreckt. Dann zeigt sich schnell, dass Political Correctness mit Höflichkeit nicht allzu viel gemeinsam hat.
Zum Beispiel haben solche Leute keinerlei Problem damit, dass man Neonazis nicht nett behandelt, sondern sie im Gegenteil noch "provoziert", indem man ihre Ideologie ablehnt und sogar gesetzlich verbietet und Kampforganisationen gegen sie bildet (Gesicht zeigen, Mut haben, aufstehen gegen rechts etc.). Eigentlich müssten solche Leute argumentieren, dass mit solchen Aktionen und gar einem Verbot der Symbole die gemäßigten Neonazis, die bisher noch nicht gewaltkriminell auffielen, in die Arme der Radikalen treibt, weil sie keinen anderen Ausweg sehen und sich sagen, dass sie ja sowieso unter Generalverdacht stehen, auch wenn sie persönlich keinen zusammenschlagen.
Das tun diese Leute aber nicht. Warum nicht? Nun, ich vermute, weil sie nicht komplett irr sind und das Grundlegende - nämlich, dass man manchmal mit Nettigkeit und Verständnis nicht weiterkommt, sondern härte Geschüze auffahren muss - schon kapiert haben.
Beim Islam kapieren sie’s aber nicht. Da argumentieren sie exakt genau so.
Nun, ich habe eine gewisse Vermutung für dieses Verhalten und ich will erklären, wie sie entstanden ist. In Diskussionen über das Thema Islam mit lieben Islamverstehern, kommt irgendwann der Punkt, wo sie erschöpft sind, wo sie mit dem Rücken an der Wand stehen, wo sie merken, dass ihre Zirkelschlusslogik und ihre Strohmannargumente gegen Fakten nicht mehr ankommen, wo sie ausgepowert sind und keine Lust mehr haben, wo ihnen nichts mehr einfällt, und dann ziehen sie ihre allerletzte Waffe aus dem Sack und fragen triumphierend:
"Willst Du alle Moslems umbringen?"
Es kommt so häufig, dass ich zu der Ansicht neige, es kommt immer …. und da, wo’s nicht kommt, hat man selber argumentativ geschwächelt oder vorzeitig aufgegeben, weil’s einem zu blöd wurde, gegen Mauern zu reden. Mit Sachkenntnis und Ausdauer kann man irgendwie wohl jeden Islamversteher dahin treiben, dass er das fragt.
"Yepp" sollte man darauf sagen.
"Du hast es erfasst. Ich bin wie Adolf Hitler, bloß schlimmer. Er wollte alle Juden ermorden, aber damit halte ich mich nicht auf, von denen gibt’s mir zu wenige. Ich nehme lieber Moslems, von denen gibt’s hundert mal soviele.
Und zu dem Zweck haben meine Mitstreiter und ich ein fingiertes Hetzwerk namens Koran geschrieben und behauptet, das wäre die Grundlage des Islam, tausende von bärtigen Männern bestochen, Hetzreden zu halten und Steinigungen und Kopfabhackereien vorzunehmen. Und dann haben wir - nur um perfide vorzugeben, dass der Islam massiv expansiv ist - innerhalb von 40 Jahren 20 Millionen Millionen Moslems nach Europa geholt, wir haben harmlose Jungs mit Bonbons dazu überredet, Straßenkriminelle zu werden und ihnen weisgemacht, es wäre ok, Mädchen ohne Kopftuch als Schlampen zu beschimpfen oder gar zu belästigen und zu vergewaltigen. Dann ist uns ein besonders genialer Coup gelungen, indem wir Hunderttausende dazu bewegt haben, wegen ein paar Strichmännchen auf der Straße zu randalieren und letztendlich haben wir am 11. September 2001 das World Trade Center zerstört und seither über 9.000 tödliche Anschläge im Namen des Islam verursacht. Das alles haben wir getan, weil wir alle Moslems umbringen wollen und Dich dazu bewegen wollen, Dich uns anzuschließen. Und jetzt hast Du uns enttarnt. So ein Mist aber auch!"
Ich hab’s noch nie gesagt oder geschrieben, aber das nächte Mal mach ich’s.
Solche Leute fragen übrigens niemals die mutigen Kämpfer gegen rechts, ob diese alle Neonazis umbringen wollen. Irgendwie gibt mir das zu denken. Sie gehen ganz offenbar davon aus, dass man das Problem des Rechtsradikalismus auch ohne derart drastische Maßnahmen lösen kann. Zum Teil ist diese unverschämte Frage, die impliziert, der Diskussionsgegner würde einen Genozid planen, wohl einfach nur aus Dummheit und Hilflosigkeit, aus Gehässigkeit geboren und ersetzt das, was man normalerweise jemandem entgegenhält, dessen Ansichten man nicht teilt: Argumente. Warum tun sie das nicht? Nun, sie versuchen’s ja eine Weile, aber irgendwann haben sie keine mehr. Deshalb glaube ich, dass man die Frage als Anzeichen werten kann, dass man die Diskussion auf ganzer Linie "gewonnen" hat. Aber dann könnte ja auch ein "Ja, Du könntest recht haben" kommen. Und ich glaube, das kommt. Das kommt implizit in der provokanten Frage mit.
Denn sie sagt aus:
"Wenn das alles wahr wäre, was Du sagst, was bliebe uns dann anderes übrig, als alle Moslems umzubringen? Weil ich das nicht will, darf nicht wahr sein, was Du sagst."
Es ist zwar unlogisch und dumm, zu argumentieren, dass etwas aus dem Grund nicht wahr sein kann, weil einem die Konsequenzen daraus nicht gefallen, aber es ist menschlich, so zu argumentieren. Menschen tun das oft, wenn sie erfahren, dass sie Krebs haben. Sie leugnen es, weil sie die Konsequenzen daraus (den wahrscheinlichen Tod) nicht wahrhaben wollen. Einen gutartigen Tumor zu haben (wo die Konsequenz nur die ist, sich einer kleinen Operation unterziehen zu müssen), leugnet fast keiner.
Ich vermute, viele dieser Leute wissen insgeheim sehr wohl, was es bedeutet, den Islam korrekt wahrzunehmen (deshalb der Titel "Das geheime Wissen…") und sträuben sich deshalb dagegen. Ganz offensichtlich haben sie sogar ein viel fürchterlicheres Bild davon im Kopf, wie man sich vor dem Islam schützen kann, als der normale Islamkritiker. Denn ich halte es für absolut wahnsinnig, zu glauben, die einzige Methode, gegen die Islamisierung Europas vorzugehen, wäre, alle Moslems umzubringen. Das ist gar keine Methode. Das kommt mir nicht mal ansatzweise in den Kopf - die Konsequenzen, die sich für mich daraus ergeben, diese Ideologie unverstellt und klar zu sehen, sind für mich bei weitem nicht so entsetzlich wie es offenbar für solche Leute ist, die fragen, ob man einen Massenmord in Erwägung ziehe.
Sie offenbaren mit dieser Fragen, dass sie sich der Bedrohung durchaus unterschwellig bewusst sind, dass sie das sogar in einer absolut übertriebenen Weise sind.
Schwächere Methoden als ein Massenmord - z.B. eine Ächtung des Islam, ein Verbot von Moscheenbau, eine Reduzierung der islamischen Einwanderung auf Null sowie Anreize zur Auswanderung - sehen sie offenbar gar nicht als potentielle Möglichkeit. Ich schon. Sie fragen nämlich nicht: "Willst Du den Islam verbieten?".Möglicherweise denken sie schon, dass man das will, aber sie gehen ganz offenbar automatisch davon aus, dass die Reaktion darauf so sein wird, dass man einen Massenmord brauchen würde, um es durchzusetzen.
Das glaube ich nicht. Ich glaube zwar sehr wohl, dass es nicht einfach ist, den Islam wieder loszuwerden, dass es sehr wohl zu unschönen Aktionen, insbesondere Terroranschlägen, kommen würde, wenn ein europäisches Land (oder alle) das ernsthaft in Angriff nehmen würden. Wenn Moslems so harmlos wären, wie diese Leute behaupten, und wir Islamophoben so bösartig, wie sie denken, warum gehen sie dann nicht einfach davon aus, dass wir den Islam verbieten wollen und die Moslems sich traurig daran halten?
Scientology ist in Deutschland geächtet. Hat irgendjemand schon mal vermutet, man müsse alle Scientologen umbringen, um diese Ächtung aufrechtzuerhalten? Ich glaube nicht. Indem sie überhaupt einen Massenmord in Erwägung ziehen, zeigen sie, dass sie sehr viel genauer als sie zugeben, wissen, wie Moslems auf ein Verhinderung der Kolonisierung Europas oder auch nur eine vergleichbare Ächtung wie die von Scientology reagieren würden. Deutlich anders als Scientology. Wenn ich Argumente gegen die Zeugen Jehovas bringen und dafür argumentieren würde, dass man ihre Religionsausübung auf keinen Fall in der Öffentlichkeit dulden dürfe, würde mich niemand fragen, ob ich alle umbringen wolle. Man würde stillschweigend davon ausgehen, dass das auch anders möglich wäre. Nichtmal bei den aufs Böse abonnierte Satanisten kommt einer auf die Idee. Gegen die kann man ungehindert schimpfen. Keiner glaubt, dass jemand, der sich massiv ablehnend gegenüber dem Satanismus äußert, alle Satanisten umbringen will.
Und das meine ich mit "dem geheimem Wissen der Gutmenschen". Wann immer mir einer sagt: "Willst du alle Moslems umbringen?" werde ich in Zukunft denken:
"Du weißt es. Verdammt, Du weißt ganz genau, wie aggressiv sie sind und wie schwer es sein wird, sich gegen sie zu wehren, wenn sie erstmal richtig viele sind. Du übertreibst es sogar maßlos.
Du hast Angst, die Wahrheit zu akzeptieren, weil Dir die Konsequenzen aus der Wahrheit unangenehm sind."
Sie werden aber nicht besser, wenn man den Kopf in den Sand steckt. Sie werden schlimmer. Und es geht nicht um einen Genozid von uns an Moslems. Niemals in der Weltgeschichte hat jemand einen Genozid an Totalitaristen verübt. Es war immer andersrum. Wir können auf dieser Welt gemeinsam mit Moslems leben, sie ist groß genung dafür. Aber wir sollten die Berührungspunkte so gering wie möglich halten. Es ist nicht "diskriminierend", sich aus dem Weg zu gehen, wenn man unvereinbare Überzeugungen hat. Es ist vernünftig.





Kommentar von Sokol
5. August 2007 @ 0:56
Perfekt!Denke auch so.Der Unterschied ist,du kannst es auch in klare Worte fassen.Danke für die Übersetzungen und eigenen Texte.Beeindruckend!Es vergeht kein Tag an dem ich nicht mal vorbeischaue.
Gott segne dich
Kommentar von Eisvogel
5. August 2007 @ 2:04
Danke Sokol.
Das ist so nett, das Du so oft vorbeischaust, obwohl ich relativ selten schreibe. Das motiviert weiterzumachen.
Kommentar von Bernd Dahlenburg
5. August 2007 @ 2:05
“Ich vermute, viele dieser Leute wissen insgeheim sehr wohl, was es bedeutet, den Islam korrekt wahrzunehmen und sträuben sich deshalb dagegen.”
————
Das ist einer der Schlüssel zum Thema - vielleicht sogar der(!) Schlüssel. Darüber habe ich auch schon oft nachgedacht.
Vielleicht steckt dahinter manchmal auch ein überflüssiges Schamgefühl. Sicher aber auch in vielen Fällen Eitelkeit, Selbstgefälligkeit und Ignoranz - gepaart mit einer ordentlichen Portion Dummheit.
Denn: Wer will sich selbst eingestehen, dass er irrt -; und wie schwer muss es da erst sein, Anderen gegenüber zu offenbaren, dass man sich lange Zeit geirrt hatte?
Kommentar von Feuervogel
5. August 2007 @ 9:33
Eisvogel,
Feuervogel
dein Blog ist heute wieder mal eine Wohltat für mich!
mit heißen Grüßen
Kommentar von Feuervogel
5. August 2007 @ 17:05
“oder ganz allgemein Spießbürger-Verächter”
das mit den Spießbürger-Verächtern ist ein sehr interessanter Punkt, wo ich meine, mal vom Thema abschweifen zu müssen.
Meiner Meinung nach ist diese “allgemeine Spießbürger-Verachtung” übrigens der Grund dafür, warum Islamkritik von “links” nie richtig wirksam sein kann.
Mit “links” meine ich jetzt hier zur großen Mehrheit Ex-Linke, die irgendwo doch die pc verteidigen.
Der Islamkritiker von “links” braucht nämlich fast immer ein Vehikel oder eine Gruppe für die er sich einsetzen kann.
Wenn ein Linksdenkender islamkritisch ist, dann ist er es, weil Muslime immer häufiger auf Juden oder auch Schwule losgehen.
Ich habe nicht das Gefühl, daß Islamkritiker, wenn sie von links kommen, sich für eine Gesellschaftsordnung mit größtmöglichen Freiheiten einsetzen wollen, sondern fast immer für irgendein Klientel, der “Spießbürger”, der von ihnen aber mit Verachtung und allerlei Eigenschaften belegt wird, die sie in Wahrheit häufig gar nicht haben, gehört nie zu dieser schutzbedürftigen Klientel.
Dabei ist es gerade der “deutsche Spießbürger” (also Leute mit “einfachen” Berufen, aber nicht zwingend “deutscher Abstammung”..), dem die Segnungen der Kulturbereicherung am ehesten zuteil werden.
Die Verachtung der “Spießbürger” ist genau der Grund, warum mir Islamkritik von “links” gestohlen bleiben kann. Sie bleibt letztlich Klientelpolitik.
Giordanos Brandbrief gegen die “Großverhinderer von berechtigten Interessen der Mehrheitsgesellschaft” fand ich auch deswegen so wohltuend, weil Giordano zu dem Augenblik so “spießig” war und eben von der “Mehrheitsgesellschaft” (die heute aber in einigen Gegenden schon häufig zur Minderheit geworden ist) redete, die unter gewißen Umständen eben auch schutzbedürftig ist.
Interessant ist übrigens auch noch, daß ich bei ausländischen Counterjihadseiten (seien sie aus Süd- oder Nordeuropa) fast nie dieses Ressentiment gegen den “Spießbürger” spüre.
Eisvogel, schön, daß du auch diesen Punkt zumindest mal gestreift hast. Ich halte den für ziemlich bedeutend.
nochmals feurige Grüße …
Kommentar von Eisvogel
5. August 2007 @ 19:13
Schamgefühl ist sicher auch dabei, Bernd Dahlenburg, und ich glaube auch Angst, aus dem Idyll erwachen zu müssen. Ich war auch mal Multikulti-begeistert … und ich habe mir lange selber vorgelogen, dass das schon werden wird. Ich kann mich erinnern, dass vor etwa 15 Jahren eine Wohnungseigentümerin bei der Versammlung einem anderen Eigentümer, der verkaufen wollte, sagte: “Aber bitte nicht an Türken.” Ich habe gedacht: “Oh Mann, was für eine Rassistin!” Es wurde dann doch an Türken verkauft, und vor anderthalb Jahren sind wir desillusioniert aus dem Haus ausgezogen. Wir waren das letzte “Multikulti-Element” darin, jetzt ist es monokulti.
Ich kann verstehen, dass es schwer ist, sich selber von einer schönen Illusion zu verabschieden. Was mich aber dennoch immer irritiert, ist, dass diese Leute ständig dieses “Massenmord”-Szenario parat haben.
Hat es vielleicht auch mit der “Wir sind die Juden von heute”-Leier der Moslems zu tun?
Eisvogel, schön, daß du auch diesen Punkt zumindest mal gestreift hast.
Ich habe ihn ja wirklich nur gestreift, es war nicht viel mehr als ein Schlagwort in einer Aufzählung. DU hast es ausgefüllt und ja, das ist ein bedeutender Punkt! Vielen Dank, das sind interessante Gedanken, die ich so explizit noch nicht hatte.
Und es stimmt tatsächlich, auf englischsprachigen Seiten kommt der Begriff “ordinary people” immer in einem positiven Zusammenhang, hier haben diese Leute in den Augen der Linken den abfälligen Namen “Stammtisch”. Das hat mich auch schon geärgert, schließlich sind das die Leute, die einem das Klo einbauen oder das Auto reparieren, die Brötchen backen und überhaupt das ganze System am laufen halten, das es ermöglicht, dass Leute dafür bezahlt werden, linkes Gedankengut auszubrüten.
Demokratie schließt diese Leute und ihre Meinung ein.
nochmals feurige Grüße …
ich muss langsam aufpassen, dass ich nicht zum “Wasservogel” schmelze
Kommentar von Feuervogel
5. August 2007 @ 19:25
nein, bleib ein Eisvogel! Ich will ja auch nich verlöschen …
Kommentar von senchi
6. August 2007 @ 13:34
Perfekt recherchiert und den Nagel auf den Kopf getroffen.
Kommentar von Bokito
6. August 2007 @ 18:47
ich mach mir so meine Gedanken über unsere Medien.
Unser aller Bild über die politische Lage wird sehr stark durch Bilder in den Nachrichtensendungen beeinflusst.
Was bekommen wir da zu sehen? Isrealische und amerikanische Panzer, die irgendwo durch die Wüste rollen. Keine Gesichter.
Direkt im Anschluss an diese Sequenz halten irgendwelche kreischenden und heulenden Frauen verletzte oder tote Kinder in die Kamera …
Da kommt man ganz schnell zu falschen Analogien, gerade auch, da wir seit Jahrzehnten darauf getrimmt werden, uns immer nur als die bösen imperalistischen Ausbeuter zu sehen und andere Kulturen immer nur GUT sind.
Aber viele von uns sind auch zu bequem, selbst zu recherchieren oder sich einen längeren Text wie von Fjordmann durchzulesen.
Ich versuche so gut es geht, die Leute in meiner Umgebung daran zu erinnern, dass sie sich auch selbst informieren können und sich vor allem durch emotional wirkende Bilder nicht verwirren lassen sollen - eine Sysiphusarbeit.
Oh Mann, in den achtziger Jahren hab ich in der Schule von meinen “Linken” Lehrern immerhin gelernt, Texte kritisch auseinanderzunehmen, eine Technik, die mir heute weiterhilft, den manipulierten Nachrichten nicht so leicht auf den Leim zu gehen.
Kommentar von Eisvogel
8. August 2007 @ 20:32
Du hast Recht, Bokito, was unsere Medien angeht. Dabei bleibt mir aber immer eine Frage offen, die ich (mir und anderen)schon oft gestellt habe und noch nie eine befriedigende Antwort gefunden habe:
Wenn die Medien so manipulativ sind wie Du beschreibst (und JA ich finde auch, dass sie das sind!) - warum manipulieren sie dann uns nicht?
Man könnte entgegen: Weil wir uns alternativ im Internet informieren. Aber zumindest was mich angeht, stimmt das nicht. Dass ich das tue, stimmt. Es war aber die Folge meiner Einstellung, nicht die Ursache. Es war die Suche nach Gleichgesinnten, weil der Umgang mit Personen, die sich bzgl. Israel wie gehirngewaschene Zombies benahmen, unerträglich wurde und das Internet gottseidank einen Ausweg bot.
Ich habe mein Bild des Nahost-Konflikts tatsächlich aus den MSM. Sie beeinflussen zwar massiv, aber sie sind nicht komplett verlogen. Sie zeigen schließlich auch Bilder von Terroranschlägen auf der einen Seite und irre, hassgeifernde, rumballernde Menschenmassen auf der anderen Seite. Man kann die Wahrheit hinter der Propaganda schon sehen.
Man könnte entgegen, wir sind eben intelligent
Das ist verlockend, aber das ist Blödsinn. Wir sind nicht intelligenter.
Eine kleine Annäherung könnte - aber nur was mich betrifft - die sein: Ich war immer ziemlich politisch desinteressiert. Das linksintellektuelle Gequatsche während meiner Studienzeit hat mich gelangweilt und ich ließ es zu einem Ohr rein und zum anderen raus und habe mich mehr für Mathematik als für den Weltfrieden interessiert.
Was Du, Bokito, über die Textanalyse schreibst, so war das für mich immer etwas, was ich zwar in der Schule mit ganz guten Noten hinbekommen habe, was ich aber immer als “dummes Spiel mit vorgegebenen Regeln” empfand und spöttisch verachtete. Ich hab’ das hier auch mal etwas gehässig beschrieben. Es ist aber erfreulich, dass es doch bei Dir etwas gebracht hat.
Was mich angeht, frage ich mich: Ist es etwas so Plattes, Einfaches wie politisches Desinteresse, das gegen Propaganda immun macht?
Irgendwie sind alle Erklärungen nicht zufriedenstellend. Vielleicht kommen wir irgendwann mal dahinter. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Kommentar von aufgeschreckter Gutmensch
8. August 2007 @ 20:32
Interessant. Das ist also die letzte Reaktion bevor man zugeben müßte, dass man ausmanövriert wurde. Ich habe auch schon des öfteren andere ausmanövriert, allerdings nicht zu diesem Thema. Und meine Erfahrung ist, dass dies keiner zu dem geschehenen Moment zugeben will. Das ich überzeugend war hat man mir meist erst Tage später gestanden. Es scheint schwer zu sein sich von Grundhaltungen zu trennen. Man hatte ja auch seine geistige Ruhe gefunden gehabt, als man für sich selbst entschieden hatte, das es genug ist mit dem herumdenken und eine Haltungswahl treffen konnte, die einem sympathisch genug war um sie zu installieren und zu pflegen. Zu solchen Momenten erlebt man ja auch immer eine Erleichterung. Dies noch mal hinterfragen zu müssen bedeutet, dass die Arbeit wieder von neuem beginnt und die Erleichterung eine Illusion war. Das hat man aber nicht gerne und nimmt deshalb solange wie es geht eine verteidigende Haltung ein. Das heißt man ruft erstmal komplett seine Gedanken ab, die zur eigenen Haltungswahl geführt haben. Ist dies erschöpft, geht man in Ratlosigkeit über, aber da man nicht abrupt an diesem Punkt stoppt, weil man immer noch im Gespräch verfangen ist, schießt man über das Ziel hinaus und gibt noch etwas hilfloses oder absurdes von sich. Und manche haben noch einen verzweifelten Gegenangriff auf Lager und werden dann persönlich oder beleidigend, als ob man ihnen etwas böses wollte. Ihr Instinkt sagt ihnen das sie zur Aufgabe gezwungen wurden und da dies auch einen Moment des Verlustes bedeutet, gegenüber allem Vorangeleistetem, sind sie entsprechend unerfreut oder sogar deprimiert. Ich denke mal an dem Punkt wo Du diesen Vorwurf hörst hast Du bereits gewonnen und kannst sie nach Hause gehen lassen. Sie werden Dir später beipflichten. Sie müssen erst noch einmal für sich selbst resümieren. Nur ganz Stolze und Uneinsichtige arbeiten sich wieder zu ihren alten Haltungen zurück, auch weil sie das für den kürzeren Weg halten, um ihren Zustand der Verunsicherung so schnell wie möglich wieder zu verlieren. Ist halt schwer zwischen Überforderung und Unterforderung zu balancieren. Wenn man total nett sein will, kann man ja noch insoweit entgegenkommend sein, das man für den erlittenen Verlust auch gleich noch einen Ersatz anbietet. Das ist dann aber schon höchste Kunstfertigkeit, die mir auch nur selten gelingt und zu der ich auch nicht immer Lust habe, weil das äußerst anstrengend ist seine Bemühungen immer weiter zu steigern. Von solchen Versuchen die Aufmerksamkeit so weit hochzufahren, dass man in die Nähe von unmittelbarem Begreifen kommt, habe ich schon öfter Kopfschmerzen bekommen. Und kein Schwein merkt, dass du dir diese Mühe machst.Dann hat man zwar ein entspanntes Gegenüber, aber sich selbst hat man fertig gemacht.
Tja, die linken Gutmenschen. Ich bin immer dem Vorurteil begegnet das idealistisch sein zwangsläufig links bedeuten müßte. Wer alles gleich machen will, muß wohl das stärkste Gerechtigkeitsempfinden haben und Egoisten sind schnell gefunden. Das sind dann alle die nachweislich im Wohlstand leben oder reich sind und sich ja nur bereichert haben können. Und solchen verkommenen Subjekten kann man ja das Staatswesen nicht überlassen.
Damit man moralisch überlegen bleibt wird dann gleich der sozialistische Mensch miterfunden und man merkt dann nicht das Einfalt die Vielfältigkeit ersetzt. Auf einmal sind überall Nachbeter. Die Grünen schienen anders zu sein, weil sie ja bunt sein wollen und so eine Art eigenen gruppendynamischen Volksfestcharakter haben und Abgeordnete die ungezwungen auftreten und abseits der Ettikette agieren. Da müßte doch Natürlichkeit am besten aufgehoben sein. Also müßte sich hier der ursprüngliche Mensch am besten entfalten können. Dabei vergessen aber die Leute, dass es sich bei Politik um ein ernsthaftes Geschehen handelt und man das eben nicht am besten mit Unterhaltsamkeit, Vergnüglichkeit und Stimmungsmache beantwortet. Sie sind so versessen darauf aus Politik ein Fest zu machen, zu dem jeder herzlich eingeladen ist und seinen Rollkragenpullover zuende stricken kann, dass sie atmosphärisch eindicken und ihren Persönlichkeiten eine Ausprägung mitgeben, die eben nicht mehr sich dem ganzem Spektrum politischer Notwendigkeiten öffnen kann.
Wenn mein Wesen festgelegt ist und sei es in fröhlicher Weise, dann sollte ich mich eben aus der Politik heraushalten und lieber zuhause den Weihnachtsbaum schmücken oder die Partei in einen Verein umwandeln. Bitte, jeder darf seine Persönlichkeit frei entfalten. Aber Entscheidungsträger möchte ich mir doch eher als Menschen vorstellen, die jedwede Art von Herausforderungen annehmen können und die nicht zu jammern anfangen, wenn kein Rosenduft versprüht werden kann. Wenn sie keine kompletten Persönlichkeiten sind, dann sind sie einfach nicht geeignet, auch wenn sie noch so sehr daran glauben wollen, dass ihr politisches Dasein dadurch berechtigt erscheint, weil sie das Gute in die Welt tragen wollen. Man kann eben nicht nur bei 30 Grad waschen.
Ich glaube, die Grünen behindern sich dadurch, weil sie in einer umarmenden Geste durch die Welt gehen wollen. Sie wollen so einladend sein, dass sie selbst die Moslems umgarnen und das völlig unhinterfragt. Solange ihre Spitzenvertreter das vormachen, werden sie ihnen willig folgen. Sie rufen Stimmung und ihre begabtesten Vertreter geben den Kasper. Das beruht auf gegenseitiger Zufriedenheit und Einvernehmen. Eine perfekte Idylle.
Aber leider kommen wir so der Realität nicht bei. Ein tragischer Irrtum so bestehen zu können.
Kommentar von Eisvogel
8. August 2007 @ 20:52
Ich habe Deinen langen Kommentar bei Politically Incorrect gelesen, aufgeschreckter Gutmensch, und ich fand ihn ganz großartig.
Auch hier stellst Du wichtige Dinge fest. Der Punkt ist sowieso: Wir “Islamophoben” werden von “Gutmenschen” oft wie Leute betrachtet, die nicht richtig nachgedacht haben , deshalb verwenden sie auch gerne Worte wie “dumpf” und “Stammtisch”. Ich habe aber eher die Erfahrung gemacht, dass ein Großteil von uns “Islamophoben” Ex-Gutmenschen sind. Dass wir also nicht weniger nachgedacht haben sondern mehr.
Sie versuchen uns zu überzeugen, vorwärts zu gehen. Aber man müsste - zeitlich - rückwärts zu etwas gehen, das man (durchaus unter Ängsten und Selbstzweifeln) verworfen hat, um sich ihrer Ansicht (wieder) anzuschließen. Leider verstehen sie das nicht und hängen lieber an der “Dumpf”-Theorie. Wenn ich Unrecht haben sollte, was ich nicht glaube, dann werde ich später niemals jammernd entschuldigend behaupten, ich hätte mir meine Meinung aufgrund von Dummheit oder naiv gefressenem Reinfallen auf Hetze gebildet.
Was Israel und die USA angeht, war ich zwar schon immer im Clinch mit den Guten … aber was “Der Islam ist nett und wird nur von Terroristen gekidnappt” angeht, war ich sehr lange auf ihrer Seite. Sehr lange sogar wider sehr eindeutige persönliche Erfahrungen. Man hat schließlich gelernt, dass man nicht aus persönlichen Erfahrungen auf die Gesamtheit schließen darf. Sollte man auch nicht unbedingt. Aber irgendwann passen sich diese wie ein Puzzle-Teil in ein Bild ein.
Political Correctness ist ein süßes Gift. Es ist angenehm, zu den Toleranten und Weltoffenen, zu den Guten zu gehören.
Ich denke, das weißt du auch, aufgeschreckter Gutmensch. Und es braucht nicht Mut wegen Attacken von außen, seine bequeme Meinung aufzugeben (noch nicht!) aber eine Art von Mut, sich auch selber zu mögen und nicht für ein Monster zu halten, nur weil andere es einem einreden wollen, wenn man ausspricht, was man weiß und fühlt… den braucht es schon.
Kommentar von Bokito
8. August 2007 @ 21:24
@Eisvogel. Deine ausführliche Antwort auf meinen Kommentar #9 hat mich schon zum Weiterdenken gebracht:)
Klar, ich setz mich bestimmt auf kein hohes Roß und halte mich für intelligenter als andere, nur weil ich in der Lage bin, Nachrichtenmeldungen kritisch zu hinterfragen. Aber es gibt eine grosse Gruppe von Menschen, die das wirklich nicht können (das hat nichts mit ihrer Intelligenz zu tun!).
“Was mich angeht, frage ich mich: Ist es etwas so Plattes, Einfaches wie politisches Desinteresse, das gegen Propaganda immun macht?”
Ich weiss nicht, in vielen Fällen ist es die blosse Angst. Nicht unbedingt die, dass ausgerechnet ich morgen von einem Fanatiker abgestochen werde, so wichtig bin ich sicher nicht. Aber die unsägliche Political Correctness hat uns schon teilweise in eine totalitäre Gesellschaft verwandelt. Ich höre von vielen meiner Kollegen und Bekannten immer wiederBemerkungen, die islamkritisch sind, Abscheu gegen Linke Chaoten ausdrücken oder auch zeigen, dass viele Menschen hier nicht auf hysterische Kampagnen wie den “Klimawandel” anspringen.
Aber, das erlebe ich fast täglich, bevor man sowas ausspricht, dreht man sich erstmal um … wer weiss, wer noch mithört. Oder vielleicht kennst Du das auch, wenn wirklich mal über den Islam diskutiert wird, entschuldigt sich der kritische Fragensteller jedesmal ausdrücklich, dass er natürlich den Glauben anderer respektiert und kein Rassist ist, beor er überhaupt seine Argumente darlegen kann. Das erlebe ich wirklich täglich in unserer Firma im Büro oder Pausenraum. Keine Einbildung meinerseits.
Kommentar von Eisvogel
8. August 2007 @ 21:51
Natürlich ist das keine Einbildung, Bokito. Ich erlebe das auch, wenn auch selten, weil ich relativ zurückgezogen lebe. Ich bin auch selber extrem vorsichtig, vor allem weil ich beruflich überwiegend mit Jugendlichen zu tun habe … und bei Jugendlichen solle man nichts tun, was auch nur ansatzweise in Richtung Indoktrination gehen könnte.
Was den Islam in Deutschland angeht, stimmt das sicher. Aber was Israel angeht? Da erlebt man böse Enttäuschungen. Da kommt bei Leuten, von denen man das eigentlich nicht erwartet, ein fast geifernder Hass raus. Das deprimiert mich manchmal wirklich in Grund und Boden.
Irgendwie glaube ich, dass es ein Teufelskreis zwischen Medien und Bevölkerung ist. Die Medien bringen, was die Leute gerne hören und die Leute glauben bereitwillig, was die Medien bringen.
Kommentar von aufgeschreckter Gutmensch
8. August 2007 @ 22:21
Wie schnell hast Du denn das getippt? Ist ja unglaublich.
Du mußt einen immensen Vorrat an Gedanken zu diesem Thema haben. Da brauche ich aber viel länger nach zutreffenden Worten zu suchen.
Ja, ich glaube auch das die schwierigste Hürde darin besteht sich ganz bewußt gegen Menschen zu stellen, weil es sich erst einmal so anfühlt, als ob man sich gegen die Menschlichkeit entscheidet. Man möchte ja kein Seelchen aufgeben oder daran glauben das unser kultureller Einfluss stark genug ist jeden mit der Zeit von seiner Güte zu überzeugen. Aber leider muß man sich ja beflecken und beschmutzen lassen, wenn einem die Ausmaße des Problems bewußter werden und diesen Fleck bekommt man auch nicht mehr weg. Es ist ein endgültiges Ergebnis zu diesem Thema seine Unschuld verloren zu haben. So gerne wie man sich wünschen würde, dies wieder umkehren zu können, es geht nicht mehr.
Zum Glück gibt es zwei Entscheidungsrichtungen und mit einer rette ich dann wieder mein Gutmenschentum. Es geht nicht nur darum sich gegen die Moslems zu stellen, sondern den übrigen Menschen ihre Kultur erhalten zu wollen und die kann ich ja durchaus an mein Herz drücken und denen kann weiter meine Liebe gehören, falls ich dieses Gefühl aufwenden will.
Als ich mich mit dem Thema überfrachtet hatte, gab es Phasen beim Fernsehgucken, wo ich in den handelnden Personen nur noch Bedrohte sehen konnte. Das kam mir ganz komisch vor.
Ich möchte Dir auch ein Kompliment machen. Dein Blog ist mir der sympathischste, weil Du sehr besonnen schreiben kannst und zum nachdenken anregen kannst. Auch Deine Kommentare bei PI fand ich immer sehr lesenswert. Wenn man vom Wort Danke ausgeht, mußt Du die beliebteste Persönlichkeit in der Szene sein. Ich glaube viele, die bei PI ihre Kommentare eingeben, haben es sehr nötig das
man ihre Haltung auch von einer liebevolleren und besonneren Seite abfedert und es sie nicht vergessen lässt sich auch an ihre guten Seiten zu erinnern. Deine schreibende Ausstrahlung, bei der man merkt, das sich ein guter Mensch, die selektive Intoleranz erlaubt die nötig ist und darüber nie seine Sicherheit verliert, nicht im mindesten zweifelt,füllt diesen Blog sehr wohltuend auf und gibt ein gutes Beispiel wie man sich auch ohne ausfallend zu werden äußern kann. Dein Beispiel und Deine Präsenz hat für viele einen ausrichtenden Charakter und die Besten und Bemühtesten werden sich gerne ein Beispiel an Dir nehmen und es genießen sich mit Dir austauschen zu können.
Trage ich zu dick auf? Ich scheue mich auch nicht vor netten Worten wenn ich sie ehrlich meinen kann.
Gestern hatte ich die Idee für ein Buch das das Buch das Moslems von ihrem Glauben abbringen soll, geheißen hätte. Ich glaube, das ich das ganz gut hinbekommen würde, aber ehrlich gesagt traue ich mich das denn doch nicht. Ich bin nicht unbedingt scharf darauf mit Morddrohungen zu leben. Außerdem dürfte sich kaum ein Verlag dafür finden.
So jetzt ende ich aber.
Schlaf gut!
Kommentar von Thatcher
9. August 2007 @ 12:40
Ein großartiger Beitrag, Eisvogel. Ich glaube wirklich, kaum jemand kann Gedanken und Gefühle so gut in Worte fassen wie Du. Es ist immer ein Gewinn, in Dein Blog zu schauen.
Man sollte auch den quasireligiösen Aspekt berücksichtigen bei der Frage, warum greifen einen 08/15-Gutmenschen an, wenn man den Islam kritisiert. Es ist doch so: Auch wenn in Europa und speziell Deutschland der Einfluss der Kirchen zurückgeht, sind die Deutschen ein religiöses Volk geblieben. Sie sehnen sich danach, einer Ethik zu genügen und “Jenseitspunkte” zu sammeln. Dieses “Du bist ein Menschenfeind und schürst den Kampf der Kulturen!” unterscheidet sich nict sehr vom mittelalterlichen “Ketzer!”
Die Frage ist, wer definiert die herrschende Ethik, die das, was als “gut” gilt, von dem, was als “böse” gilt, trennt. Ich halte es für möglich, dass dies den Gramscianern allmählich aus der Hand gleitet und den Moslemverbänden zufällt, deren häufiges Auftreten in den Medien einer gehirnwaschenden Predigt ähnelt.
Dann wäre das Problem, das wir haben, ein Zuviel an Religiosität, bis hin zum unverhohlenen Fanatismus, bei manchen unserer Mitbürger. Und wir, die wir hinter die Schliche der Moslems kommen, sind die “religiös Unmusikalischen”, die das Maskenspiel von Predigern, Moralisten und Gut-Böse-Definierern durchschauen und uns auch nicht von ihnen einschüchtern lassen. Unser Vertrauen in die Gewährleistung des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung ist größer als unsere Furcht vor “übernatürlicher Strafe”. Wenn aber natürliche Strafen (Meuchelmord, Zunge rausschneiden) irgendwann kommen, dann werden auch viele von uns schweigen, denn als Märtyrer sind wir auch nicht unbedingt geboren.
Kommentar von aufgeschreckter Gutmensch
9. August 2007 @ 21:12
Liebe Thatscher!
Meine Freude ist groß Dich hier auftreten zu sehen. Ich habe den Bericht, den Dir PI gewidmet hat noch gut in Erinnerung und ich habe auch alle Kommentare gelesen und war von großer Rührung ergriffen. Ich vermutete aber sogleich, dass Du Dich doch nicht von den Themen trennen wirst können, weil Du dafür einfach zuviel Herzblut vergossen hast. Ich habe noch keinen Menschen gesehen, der sich von einer ihn ergriffenen Leidenschaft schnell lösen konnte, selbst wenn er dafür eine Entscheidung getroffen hat. Du warst eben einfach an einem Tiefpunkt und stark deprimiert. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, damit leben zu können, keinen Erfolg verzeichnet zu haben, falls man mal ein quasimissionarisches Anliegen einem bestimmten Menschen gegenüber hatte. Menschen sind schwerfällig, wenn man sie von ihrer intellektuellen Seite her fordert und sie darüberhinaus noch in destruktive Gefühlsvorstellungswelten entführen muß. Nicht jeder ist so brilliant, wie Eisvogel uns dies hier in ihrem Beitrag vorführt. Indem sie Fragen aufwirft und die Beantwortungen nur stückchenweise herausgibt und hinauszögert, folgen wir ihr mit eingespannter Neugierde bis zum Schluß des Artikels. Na ja, eine Vorteilsverwertung die man gut im schriftlichen anlegen kann. Ein persönliches Gespräch ist schwieriger, weil ich ja auch immer auf den Eintrag meines Gegenüber achten muß und mich dies situativ zu Abänderungen in meiner Vorgehensweise zwingt. Wer glaubt mit einem festen Konzept durchkommen zu können, wird sich verheddern. Ich bin zwar in keiner Weise gläubig, aber mich haben die Mondos, die Zwiegespräche, die ein Zen- buddhistischer Meister mit seinem Schüler führt, zum Zweck eine unmittelbare Einsicht hervorzurufen die sein Bewußtsein öffnet, hochgradig fasziniert. Meist sind es nur Vierzeiler, aber gerade durch ihre Kürze sehr beeindruckend. Für einen Zen-Meister gibt es keine feste Wirklichkeitssicht, es gibt nur die Wahrheit, die sich gerade nur in diesem einen Moment zeigt. Alles ist der Veränderung unterworfen und dies in fließenden Bewegungen. Die Wahrheit und Wirklichkeit von vor einer Minute muß zwangsläufig vergangen sein und eine neue Wahrheit und Wirklichkeit muß entstanden sein und nur auf diese kann ich dann noch eingehen. Es geht um fotgesetzte situative Anpassung, um eine Beweglichkeit, die niemals zum Stillstand kommt. Zum Teil haben sie damit recht und können in ihrer Auffassung nicht widerlegt werden. Von praktischen Gesichtspunkten aus, finde ich es aber auch sehr wichtig etwas wirken zu lassen und auch seinen Gedanken nachzuhängen und dann kann ich mich eben nicht ständig darum kümmern eine Anpassung zur Gegewart vorzunehmen. Auch will ich nicht ständig ansprechbar sein. Wenn ich mich in etwas verschließen will, dann bin ich eben abwesend und meine Ohren sind zu. Trotzdem ist es sehr inspirierend zu sehen wie weit man mit so einer Einstellung kommt und da konnte ich viele Beispiele allerhöchster Kunstfertigkeit aufnehmen. Sind auf ihre Art auch Extremisten. Ständiges unmittelbares Begreifen bei ständiger Offenhaltung aller Sinne. Ist schon faszinierend, aber bei jeder extremen Einstellung geht auch etwas vorloren, eben das wirklich Lebensnahe in all seinen Ausprägungen. Solch einem Leben könnte ich mich nie verschreiben, aber das situative Prinzip konnte ich für mich in einigen Lebenlagen nutzen. Es leuchtet mir ein flexibel zu sein.
Ich pflege auch gerne Gelassenheit, wenn es mir das Leben erleichtert. Warum sollte ich Erschütterungsanfälligkeit sein? Ich gebe mich gerne bestimmten Gefühlen hin und kann da durchaus schwelgerisch sein und hineinsteigernd, aber für alles was mich von den Füßen holen könnte, bemühe ich vorwiegend Gelassenheit, außer ich will der Einvernahme davon nachspürend begegnen. Die Ausnahmen dazu mache ich deswegen, um meinem Einfühlungsvermögen alle Chancen zu lassen. Ich finde es aber immer wieder toll umschalten zu können, weil mir so größtmögliche Entscheidungsfreiheit bleibt. Ich will halt eben auch über meine Gefühle entscheiden können und nicht nur über mein Denken. Ich will so wenig wie möglich etwas ausgeliefert sein.
Du hast Deinen Kopf und Dein Gegenüber hat seinen Kopf.
Wirklich entscheiden kannst Du nur über Dein Geschehen.
Dein Gegenüber hat ein anderes. Wenn Du nichts erreicht hast, dann war eben dafür keine Empfänglichkeit vorhanden. Das liegt nicht an Dir, sondern an Deinem Gegenüber. Das mußt Du akzeptieren, schließlich kannst Du ja auch nicht das andere Leben leben und hast mit Sicherheit anderes versammelt. Vielleicht hast Du aber dennoch etwas vorbereitet, auch wenn Du jetzt scheinbar nichts erreicht hast. Uns fallen nur die Dinge auf, für die wir schon vorbereitet waren. Wenn Du ein Buch liest, fallen Dir bestimmte Textpassagen stärker auf und Du beginnst darüber nachzudenken. Nimmst Du das gleiche Buch Dir nach Jahren noch einmal vor, werden es andere Textpassagen sein, die auf einmal eingänglicher sind und Du fragst Dich vielleicht sogar warum Dir das nicht schon vorher aufgefallen ist. Es ist müßig sich die Frage beantworten zu wollen. Wir waren eben noch nicht so weit. Das kann man nur akzeptieren.
Auch bei Deinen erfolglosen Versuchen kannst Du nicht wissen, womit sich Dein Gegenüber in der Folge beschäftigen wird. Vielleicht bleibt er bei irgendetwas hängen, was nur stattfinden konnte, weil Du es schon bearbeitet hast und dann hat sich doch ein sinnvolles
Geschehen verwirklicht. Du bist dann lediglich nur nicht dabei und kannst es nicht mitbekommen. Nichts geschieht umsonst.
Lass Dir Deine Ausgeglichenheit nicht nehmen!
Alles Gute Thatcher!
Kommentar von Eisvogel
9. August 2007 @ 21:15
Vielen Dank für die freundlichen Worte, aufgeschreckter Gutmensch. Das tut sehr gut.
Ich bin auch sehr dankbar für die guten und nachdenklichen Kommentare hier. Das wertet den Artikel ungemein auf, wenn sich mehrere Menschen Gedanken zu dem Thema machen.
Vielleicht sind wir wirklich die “religiös Unmusikalischen”. Das ist eine interessante Theorie, Thatcher.
Und manche - die gläubigen Christen, von denen auch einige auf unserer Seite sind - sind für die neue Religion nicht offen, weil sie bereits eine haben und fest überzeugt sind.
Ich habe sogar schon darüber nachgedacht,ob es nicht vielleicht ein großer Fehler war, die Kirche dermaßen zu attackieren wie das in den letzten 30 Jahren geschehen ist. Vielleicht wäre es besser, diejenigen mit dem Bedürfnis nach Religion würden sich an eine traditionelle halten. Aber ich glaube nicht, dass es ein Zurück gibt.
In dem Artikel über die Chinesen, denen durch die Kulturrevolution ihre traditionelle Religion ebenfalls zerschlagen wurde, wird klar, dass auch sie nicht den Weg zurück in ihre alte Religion gegangen sind sondern sich eine neue suchen. China christianisiert sich.
Und bei uns steht leider auch schon eine neue vor der Tür - genau genommen mit dem Fuß in der Tür.
Die Moslemverbände haben weitgehend die Sprache der Gramscianer übernommen. Deshalb könnten sie tatsächlich recht leicht und unbemerkt das Ruder übernehmen. Sie hören sich an wie Friedensbewegte aus den 70ern. Mich schaudert dabei. Da höre ich ehrlich gesagt lieber einen echten Hassprediger.
Noch ist es mir der Zustand (emotional) unvorstellbar, dass wir körperliche Attacken zu fürchten haben. Das ist nicht im Hirn programmiert. Das ist blöd, den es gab sie ja schon - wenn auch vereinzelt. Und der Verstand sagt: es kam überall so, wo der Islam sich breitmachte. Wer sind wir, dass wir uns einbilden, eine Ausnahme zu sein?
Schön, dass Du wieder schreibst!
Pingback von Das geheime Wissen der Gutmenschen « Gegen Faschismus und Islamismus
10. August 2007 @ 2:20
[...] der gante interessante und gute Text,bei: Acht der Schwerter [...]
Pingback von Frau E. weiss etwas, dass wir nicht wissen… « nova express
12. August 2007 @ 5:35
[...] Frau E. Danke. Danke auch für Ihren textlichen Versuch, “uns” zu verstehen in: „Das geheime Wissen der Gutmenschen“. Was Dialoge mit Menschen angeht, die Ihre Auffassung nicht teilen, sind Sie ja nicht [...]
Kommentar von Bell
13. August 2007 @ 23:08
Und ich fürchtete schon, nur Gutmenschen könnten Schweinsledernes schreiben.
Mir ist es übrigens nie passiert, dass mich jemand fragt, ob ich alle Moslems umbringen wolle.
Schwächere Methoden als ein Massenmord - z.B. eine Ächtung des Islam, ein Verbot von Moscheenbau, eine Reduzierung der islamischen Einwanderung auf Null sowie Anreize zur Auswanderung - sehen sie offenbar gar nicht als potentielle Möglichkeit.
Was soll sowas denn bringen? Ist doch genau das Kopf in den Sand stecken, welches Du bei Gutmenschen beklagst.
Liegst mit Sicherheit auch falsch mit der Vermutung, die Gutmenschen wüßten, wie es sich mit dem Islam verhielte, sie steckten nur den Kopf in den Sand und verdrängten die Erkenntnis erfolgreich. Nein, sie haben diese Erkenntnis nicht, halten vielmehr Islamaphobe für Rassisten allerschlimmster Art. Sie möchten keine Rassisten werden (wer möchte das schon?), sondern vielmehr gut bleiben (wollen wir ja schließlich auch) und dieser Wunsch hält sie davon ab den Islam kritisch zu betrachten.
Kommentar von Eisvogel
15. August 2007 @ 17:00
Nein, sie haben diese Erkenntnis nicht, halten vielmehr Islamaphobe für Rassisten allerschlimmster Art. Sie möchten keine Rassisten werden…
Ja, das stimmt. Aber wie blöd muss man sein, um Islamablehner für Rassisten zu halten? einmal eine Definition von Rassismus gelesen und das löst sich auf.
Es kann schon sein, dass ich mich irre, es gibt unter den so genannten Gutmenschen schlicht einige, die einfach nur bösartig und destruktiv gegenüber der Gesellschaft sind, die sie ernährt. Das merkt man auch an ihrem höhnischen dummfrechen Benehmen. Gutmenschismus ist eine billige und bequeme Methode, Moral zu simulieren ohne eine zu haben.
Was soll sowas denn bringen?
Ich weiß nicht, ob es erfolgreich ist, aber wenn man’s nicht versucht, weiß man’s nicht. Ich denke aber auch eher, dass man es nicht versuchen wird.
Kommentar von Antikörper
16. August 2007 @ 16:19
“(…) was die klassischen Gutmenschen (…) dazu bewegt, sich mit dem Islam ausgerechnet einer Ideologie anzubiedern (…)”
Leider ist das ein sehr globaler Verweis ohne Quelle, und unter http://www.klassische-gutmenschen.de bin ich nicht fündig geworden. Aber wenn ich mal im Namen derer sprechen darf, die wie ich von eurem Rassismus angewidert sind, dann ist das obige eine leere Unterstellung, die allerdings zu eurem Standardrepertoire gehört.
Wenn ich euch ablehne, weil mich euer Rassismus ekelt und euer Fanatismus ängstigt, dann habe ich mich noch gar nicht zum Islam geäußert, geschweige denn mich angebiedert. Ich würde Rassismus und Fanatismus genauso ablehnen, wenn es den Islam gar nicht gäbe oder wenn es euch nächste Woche gefiele, statt der Muslime die Chinesen zu hassen. Wenn ich mich gegen euch stelle, dann tue ich das nicht FÜR eine Ausbreitung des Islam, sondern GEGEN eine Ausbreitung von Rassismus. Legt euren Rassismus ab, und DANN können wir über den Islam reden. Vorher nicht.
Antikörper
Kind des “Westens”, ob euch das passt oder nicht
Kommentar von Eisvogel
16. August 2007 @ 18:20
Legt euren Rassismus ab,
Das geht leider nicht. Etwas, das man nicht hat, kann man nicht ablegen. Lesen Sie einfach mal eine Definition von Rassismus.
und DANN können wir über den Islam reden. Vorher nicht.
Sie MÜSSEN nicht mit mir/mit uns über den Islam reden. Es tut mir leid, wenn der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich jemanden dazu zwingen will. Das war keine Absicht.
Es geht auf diesem Blog auch keineswegs ausschließlich um den Islam, obwohl er ein Hauptthema ist. Es geht auch um die zunehmend totalitärer werdende EU und um eine Kultur der Lüge und des dümmlichen, kitschigen Wohlfühl-Moralismus, die sich etabliert hat, und die unser Erbe der Vernunft, der Neugier und der brennenden Suche nach Wahrheit untergräbt - das was man political Correctness nennt. Und es geht auch um spirituelle und religiöse Fragen, obwohl ich selber nicht religös bin, fasziniert mich das.
Kommentar von Eraser
16. August 2007 @ 18:49
“Ja, das stimmt. Aber wie blöd muss man sein, um Islamablehner für Rassisten zu halten? einmal eine Definition von Rassismus gelesen und das löst sich auf.”
Nicht wirklich. Viele hängen diesem Unsinn hier an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen
Wird abunzu auch als “kritische Rassismustheorie” bezeichnet.
Klassischer Fall des Pippi-Langstrumpf-Phänomens.
“Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt”
“Legt euren Rassismus ab, und DANN können wir über den Islam reden. Vorher nicht.”
Die Alternative wäre uns dazu zu bringen unseren Rassismus abzulegen, indem wir über den Islam diskutieren.
Stattdessen wird sich darauf beschränkt zu ignorieren, zu verleumden oder zu diffamieren.
Tja, dann bleiben wir eben Rassisten.
Aber beschwert euch bitte später nicht, wenn eure Ignoranz in aktive Gewalt mündet.
Daran würdet ihr im übrigen selbst Schuld sein, denn wir dummen kleinen islamophoben Rassisten wußten es schlicht nicht besser.

Kommentar von Final Cut
16. August 2007 @ 20:15
(…) Das geht leider nicht. Etwas, das man nicht hat, kann man nicht ablegen. Lesen Sie einfach mal eine Definition von Rassismus. (…)
Verehrte Frau Eisvogel,
darf ich Sie als Erbin der Vernunft einmal bitten, mir als einem, der sich dergleichen erst selbst erarbeiten musste, bitten, die Definition von Rassismus zu posten, auf die Sie sich stützen? Im Gegenzug, würde ich mich bereit erklären, Ihnen gegenüber etwas von meinem geheimen Wissen preiszugeben.
@ Bell
Sie sprachen von Schweinsledernem, das Gutmenschen zu schreiben in Lagen seien.
Nun bin auf einen “aufgeschreckten Gutmenschen“ gestoßen, dessen Schreibkunst und Fülle, alles, was Sie möglicherweise an Schweinsledernem gelesen haben, als schlecht gewirktes Lederimitat erscheinen lässt.
Wenn Sie mal schauen wollen …
http://novaexpress.wordpress.com/2007/08/12/frau-e-weiss-etwas-dass-wir-nicht-wissen%e2%80%a6/
Kommentar von Eisvogel
16. August 2007 @ 20:54
Ich bin überzeugt, dass Sie intellektuell in der Lage sind, Definitionen von Rassismus selber nachzuschlagen, Final Cut.
Für mich definiert sich das so, dass man der Ansicht ist, es bestünden aufgrund genetischer Merkmale, die sich zum Beispiel in der Hautfarbe oder Physiognomie zeigen, Unterschiede zwischen Menschen, die den einen geringer werten als den anderen. Um ein Beispiel anzuführen, ist die Ansicht, schwarze Menschen wären von Natur aus minder intelligent als weiße Menschen meiner Ansicht nach rassistisch.
Was das mit dem Islam zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Schließlich gehören dem Islam Menschen sehr unterschiedlichen Aussehens an… und den Nicht-Moslems auch.
Dass unterschiedliche Kulturen Menschen unterschiedlich prägen, halte ich dem entgegengesetzt für Fakt. Menschen sind individuell unterschiedlich, und ja, ich glaube auch, dass es dafür genetische Gründe gibt, die sich aber auf die genetischen Eigenschaften der individuellen Eltern und Großeltern usw. beziehen und die man nicht an einer Rasse oder (modern ausgedrückt: Ethnie) festmachen kann. Das macht nichts, dass das so ist. Das ist gut so, Menschen sind nicht gleich, aber sie sind gleichwertig.
Ich bin aber überzeugt, dass es Kulturen gibt, die Menschen in unserem Sinne positiv (rational, einfühlend) prägen und andere, die das weniger tun. Der Islam zum Beispiel tut das weniger. Das schließt aber nicht aus, dass es Individuen gibt, die sich dieser Prägung gegenüber immun erweisen.
Und ja…. es ist mir schon aufgefallen, dass redcloud offenbar Freude daran hat, meine Texte einer Textanalyse zu unterziehen. Das ist in Ordnung, das darf er. Dafür, dass man so was tut, kriegt man heutzutage sogar Abitur, ohne zu wissen wie man zwei Brüche durcheinander dividiert.
Aber ernsthaft: Wenn Sie in der Schule Texte von einem lebenden Schriftsteller analysieren, erwarten Sie dann, dass dieser sich dazu äußert?
Nein?
Dann erwarten Sie das bitte auch nicht von mir. Dass ich es einmal tat, verbuchen Sie bitte unter Restbeständen meiner Gutmenschlichkeit
Kommentar von aufgeschreckter Gutmensch
16. August 2007 @ 20:59
Liebe Eisvogel!
War gerade bei nova express und habe da den neuesten Artikel gelesen. Du wirst da zitiert mit einer Äußerung über Muslima. Hast Du das wirklich geschrieben? Hast Du Dich wirklich so hinreißen lassen? Was bitte ist mit Dir los? Warum flammt dieser Hass in Dir auf? Wem soll das nützen?
Möchte das hier nicht weiter öffentlich erörtern. Möchte gerne herausfinden ob ich Dir eine Hilfe sein könnte. Hättest Du den Mut und die Bereitschaft Dich mir anzuvertrauen? Möchte das gerne abmildern und Deinen Konflikt begreifen. Bin ein guter Menschenkenner. Melde Dich doch bitte per e-mail bei mir. Bis jetzt habe ich noch jedem Menschen in seiner Verfassung weiterhelfen können. Lass uns einige Runden per e-mail gehen! Bitte tue das!
Kommentar von Eisvogel
16. August 2007 @ 21:12
Lieber aufgeschreckter Gutmensch,
ich habe grade den Artikel angeklickt und mit der Suchfunktion des Browsers nach “Muslima” gesucht und nichts gefunden. Ich habe keine Lust, den ganzen Kram durchzulesen.
Ich bin keine Sexistin. Ich bin definitiv nicht der Ansicht, dass der Islam ein System ist, das Männern ein ganz supertolles freies Leben verschafft, für das sie sich auch voll frei entschieden haben, während weibliche Moslems am allerliebsten ein anderes System hätten und nur gar schröcklich unterdrückt sind. Ich habe kein weibliches Solidaritätsgefühl mit diesen Frauen. Ich empfinde Solidarität mit klardenkenden freien Menschen…egal welchen Geschlechts.
Ich finde es immer etwas befremdlich, wenn - insbesondere von Männern - die Ansicht vertreten wird, der Islam wäre nur für Frauen beschissen. Ich frage mich dann immer, was haben diese Männer für eine Vorstellung von einem guten Leben?
Du darfst selbstverständlich alles öffentlich erörtern, was ich geschrieben oder angeblich geschrieben habe.
Kommentar von Eisvogel
16. August 2007 @ 21:31
@Eraser: Dieser “Rassismus ohne Rassen” war mir neu. Er ist eine grundlegend totalitäre Ansicht, die Menschen diffamieren soll, die kulturelle Unterschiede zur Kenntnis nehmen.
Auf diese Art bin ich Rassistin. Natürlich schätze ich zivilisierte Menschen mehr als Menschen, die einer primitiven Kultur anhängen. Und natürlich habe ich nicht das geringste Interesse, Menschen mit primitiver Kultur zu “integrieren” in dem Sinne, dass wir Teile ihrer primitiven Kultur akzeptieren oder gar übernehmen sollten. Ich sehe auch keinerlei Veranlassung dafür, eine Bereicherung unserer Kultur darin zu finden, indem man sich mit irgendwelchem rückständigem Quatsch befasst. Ich lehne es auch ab, so zu tun, als ob ich etwas Primitives nicht primitiv fände, nur weil das gerade als chic gilt, “exotisch” daherkommendes Zeug zu verherrlichen.
Wenn man diesen Quatsch konsequent zu Ende denkt, müsste man auch die Kultur der Nazis akzeptieren und jeden als Rassisten bezeichnen, der sie ablehnt.
So etwas ist gefährlicher Unsinn.
Kommentar von Final Cut
16. August 2007 @ 22:51
Danke für Ihre Erklärung Frau Eisvogel!
Der Volksmund sagt ja auch, was man nicht weiß, das muss sich erklären.(Ich werde darauf noch näher eingehen)
Wie versprochen revanchiere ich mich aber zuerst mit einem Teil meines geheimen Wissens:
In Ihrer Software hat sich ein Fehler eingeschlichen, der dazu führt, dass Postings verschwinden. Sicherlich sind Sie mir dankbar für diesen Hinweis, da sonst bösartige Gutmenschen auf die Idee kommen könnten, Sie diskriminierten nicht nur Menschen die – wie Sie sagen – einer primitiven Kultur entstammen, sondern auch Nichtmoslems, die lesen und schreiben können.
Denken Sie nur, ich hatte dem Herrn Bell bereits folgendes geantwortet und auf einmal war es
nicht mehr da …
(…)Mir ist es übrigens nie passiert, dass mich jemand fragt, ob ich alle Moslems umbringen wolle. (…)
(…)Mir ist es übrigens nie passiert, dass mich jemand fragt, ob ich alle Moslems umbringen wolle. (…)
Das glaube ich Ihnen gerne, Herr Bell.
Es hat aber seinen besonderen Grund, warum die Autorin sich der künstlerischen Freiheit bedient, diese Frage einen fiktiven Gesamtvertreter dessen, was sie unter Gutmenschentum versteht, stellen zu lassen. Geben Sie Acht:
Nachdem Frau Eisvogel alle Scheußlichkeiten, derer sie gewahr wurde, in den Moslems vereinigt sah, dämmerte ihr, dass diese Barbaren verschwinden müssten, wenn man Deutschland nicht komplett der Enthumanisierung anheim fallen lassen wollte. Und wirklich, stellen Sie sich einmal vor, wenn vor Ihrer Tür nicht wie gewohnt zwei Zeugen Jehovas oder Mormonen stünden, sondern zwei Muslime, die Sie schleichend islamisieren wollten. Man kann bei diesen Leuten auch nicht unbedingt davon ausgehen, dass sie “nach getaner Arbeit“ wieder in ihre Heimatländer zurückgehen, wie es die Christen anständigerweise nach den Kreuzzügen noch zu tun pflegten. Kurzum: Das Erste, was Frau Eisvogel durch den Kopf schoss, als sie den Islam mehr und mehr dräuen sah (sie selbst wohnte 15 lange Jahre Tür an Tür mit Türken!), und sich über die gebotenen Konsequenzen klar zu werden versuchte, war der quasi zu sich selbst gesprochene Satz: “Aber du kannst sie doch nicht alle umbringen“
Darüber war sie natürlich sehr erschrocken. Keinesfalls wollte sie die Tradition des deutschen Massenmords von Andersgläubigen und -stämmigen neu aufleben lassen. Flugs überlegte sie sich humanere Varianten – wie sie im obigen Artikel dezidiert beschrieben sind – mit denen man sich der Moslems auf sanfte Art entledigen kann. Eine weitere Hürde, die genommen werden muss, ist die Schaffung einer Mehrheit, die sich für diese volkshygienischen Maßnahmen ausspricht. Zu diesem Behufe setzt Frau Eisvogel direkt bei den Gutmenschen an, weil sie glaubt, die dächten genauso wie sie, trauten sich indes nicht das zuzugeben. Daher ist für Frau Eisvogel sonnenklar, dass, nachdem sie die Gutmenschen von der Verwerflichkeit der Moslems überzeugt hat, diese ebenso wie sie selbst zuvor nach einer Lösung suchend, fragen müssten: Willst du sie alle umbringen?“.
Aber entschuldigen Sie Herr Bell, da plaudere und plaudere ich, dabei habe ich mich Ihnen noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Cut, Final Cut. Ich nehme an, Sie sind kein Gutmensch?
Kommentar von Eisvogel
16. August 2007 @ 23:33
Ja, Final cut, ich habe Probleme mit dem “more”-tag, der stets blöde Fehler produziert und bei diesem wc3-Ding, das mein “Systemadmin” installiert hat, zur Zeit nicht grün sondern rot anzeigt. Ich werde mich drum kümmern, aber ich glaube, das meinten Sie nicht.
Ich habe Ihren Kommentar gelöscht. Das war kein Fehler.
Ich achte die Meinungsfreiheit hoch, sehe sie aber als etwas, was der Staat uns garantieren muss. Ich bin zum Beispiel nicht verpflichtet, Personen in meine Wohnung zu lassen, die die Meinung vertreten, es wäre ok, fremden Menschen auf deren Teppich zu kotzen.
Entsprechend bin ich auch nicht verpflichtet, jeden Kommentar hier zu akzeptieren. Und was ich als “Teppich kotzen” klassifiziere, entscheide - leider - ich und sonst gar niemand.
Sehen Sie, Final Cut, ich bin nicht allzu begeistert von allzu kontroversen Diskussionen. Ich habe sie lange gepflegt und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass sie keine der beiden Seiten weiterbringen. Wenn Sie anderer Ansicht sind, dürfen Sie diese natürlich gerne pflegen. Ich hingegen finde es interessant und bereichernd, mit Personen, die eine ähnliche Weltsicht haben, über die Dinge zu diskutieren, über die man sich nicht so recht im klaren ist und das hat bisher hier auch gut funktioniert.
Ich lasse Ihren Kommentar jetzt halt stehen, weil ich ein netter Mensch bin, aber ich möchte nicht auf die Diskussion eingehen. Ich verspreche Ihnen nicht, dass ich in Zukunft nicht wieder einfach lösche.
Warum möchten Sie überhaupt hier und mit mir diskutieren? Sie mögen mich doch nicht. Reichen Ihnen die Menschen im real life, die Sie nicht mögen, nicht aus? Brauchen Sie das auch noch im Internet?
Warum gehen Sie nicht einfach bei redcloud über meine Texte diskutieren? Er thematisiert sie doch auch.
Kommentar von Eraser
16. August 2007 @ 23:42
@Eisvogel
Die Inversion der Definition des kulturellen Rassismus läßt meiner Ansicht nach auch tief in die linksideologische Gedankenwelt der Gutmenschen blicken, was eine gute Ergänzung deines Artikels sein könnte.
Wenn man den Spaß weiterdenkt dämmert einem nämlich irgendwann, warum linke Intellektuelle und Gutmenschen entgegen jeder Vernunft handeln, wenn sie versuchen den Islam hier salonfähig zu machen oder auch nur Partei für ihn ergreifen.
Es ist richtig, dass sehr viele von ihnen insgeheim um die Problematik des Islam wissen, aber die Grundprämissen im Umgang mit dem Problem sind vollkommen andere.
An dem Punkt an dem bei dir bspw. die Sicherheit der Europäer und ihrer Kultur vorrangiges Ziel beim Umgang mit dem Problem ist, sorgt bei Gutmenschen die Grundprämisse der Flexibilität aller Kulturen (Inversion der “kulturrassistischen” Starrheit) für den Vorrang der Schaffung eines “Euro-Islams/deutschen Islams”, was mittels der ideologischen Allzweckwaffe der Umerziehung bewerkstelligt werden soll.
Ein Beispiel dafür liefert der hier mitkommentierende Antikörper, welcher deinen “Rassismus” als wesentlichen Hinderungsgrund für die Problemlösung (oder die Problemerkennung) sieht.
Kommentar von Lepanto1
16. August 2007 @ 23:56
Lieber Herr “Final Cut”
wie schön für Sie, dass es gelungen ist, so etwas Superpraktisches wie einen “Rassismus ohne Rassen” zu erfinden - das wäre wohl nur noch durch einen “Satanismus ohne Satan” oder gar einen “Nazismus ohne Nazis” zu toppen.
Eine wahre Allzweckwaffe, mit der wirklich jeder diffamiert werden kann, der nicht in die per final cut letztgültig definierte Denklinie passt. Chapeau!
Auf einen klitzeklitzekleinen Flüchtigkeitsfehler erlaube ich mir allerdings Sie aufmerksam zu machen: Denn auch wir Deutschen sind ja (Gott lob) keine Rasse, daher dürfen Sie, so verlockend das ja sicher für Sie auch ist, uns keine “Tradition des Massenmordes von Andersgläubigen und -stämmigen” anhängen (Stellen Sie sich einen solchen Ausdruck beispielsweise einmal in Bezug auf Türken vor! very shocking, nicht wahr, und sooo rassistisch!).
Ich bedauere sehr, Ihnen damit ein sicher zutiefst empfundenes Bedürfnis vermiest zu haben, aber ich wollte auch nicht zulassen, dass Sie mit der so tollen und superpraktischen Rundumallzweckwaffe gleich bei der ersten Anwendung in diesem Forum baden gehen.
Mit freundlichen Grüßen
Lepanto 1
Kommentar von tape
17. August 2007 @ 0:45
@ 28 Durchgedrehter Gutmensch
(ich bin zwar nicht gefragt, aber …
)
##Möchte gerne herausfinden ob ich Dir eine Hilfe sein könnte.##
Du könntest uns allen eine Hilfe sein. Habe mal von einer Frau gehört, die behauptet, seit 4 Jahren nichts zu essen, sondern nur von Licht zu leben. Ich kann das nicht glauben. Versuch das doch mal.
##Hättest Du den Mut und die Bereitschaft Dich mir anzuvertrauen?##
Nee, weder noch. Dein pseudoeinfühlsames Geseiere hört sich wirklich schon pathologisch an.
##Möchte das gerne abmildern und Deinen Konflikt begreifen.##
Da gibt es nichts abzumildern; und dass es sicher unendlich viele Dinge gibt, die du begreifen möchtest, können wir uns alle hier gut vorstellen.
Hier mal eine Übungsaufgabe für den professionellen Gutmenschen:
right or wrong?:
“Der Islam ist eine beschissene und menschenfeindliche Ideologie!”
Mache einen Streifzug durch das Internet und überzeuge uns vom Gegenteil. Erster linktipp für dich:
http://stern.de/politik/ausland/595173.html?backref=%2Fpolitik%2Fausland%2F%3APakistan-Die-Gesichter-S%25E4ure-Opfer%2F595061.html&cp=7
##Bin ein guter Menschenkenner.##
Echt jetzt? Lebe deinen Spleen doch erstmal in deinem engsten Familienkreis aus. Die wissen das sicher zu schätzen.
##Melde Dich doch bitte per e-mail bei mir. Bis jetzt habe ich noch jedem Menschen in seiner Verfassung weiterhelfen können.##
Stell doch mal ein paar Expertisen von deinen Opfern, ääh, Patienten ein. Du mußt ja erstmal unser Vertrauen gewinnen.
##Lass uns einige Runden per e-mail gehen! Bitte tue das!##
Hast du sonst keine Brieffreunde oder Hobbys?
Werd mal erwachsen!
tape
Kommentar von Eisvogel
17. August 2007 @ 0:52
Danke, Danke vielmals, lieber tape.
Ich liebe Deine klare Sicht und Deine Vernunft. Das tut so gut.
Danke, dass Du nicht glaubst, dass ich eine Umerziehung oder eine Therapie brauche.
Kommentar von Final Cut
17. August 2007 @ 2:10
(…)wie schön für Sie, dass es gelungen ist, so etwas Superpraktisches wie einen “Rassismus ohne Rassen” zu erfinden - das wäre wohl nur noch durch einen “Satanismus ohne Satan” oder gar einen “Nazismus ohne Nazis” zu toppen.
Eine wahre Allzweckwaffe, mit der wirklich jeder diffamiert werden kann, der nicht in die per final cut letztgültig definierte Denklinie passt. Chapeau!(…)
Soso, da meinen Sie also, es könne gar keinen Rassismus geben, weil es gar keine Rassen gebe. Folglich sei auch Frau Eisvogel keine Rassistin, wenn sie verkündet: “Natürlich schätze ich zivilisierte Menschen mehr als Menschen, die einer primitiven Kultur anhängen. Und natürlich habe ich nicht das geringste Interesse, Menschen mit primitiver Kultur zu “integrieren” in dem Sinne, dass wir Teile ihrer primitiven Kultur akzeptieren oder gar übernehmen sollten.“
Was soll ich zu solchen Säuberungsgedanken noch sagen? Besonders dann noch, wenn Frau E. sich in geistiger Heimarbeit eine eigene Rassismus-Definition zusammenbastelt, von der sie glaubt, diese kollidiere nicht mit ihrem Herrenmenschendenken, um dem Vorwurf des Rassismus zu entgehen.
Setzen Sie also Ihren Hut wieder auf und nehmen ihn am besten erst wieder ab, wenn Sie das gelesen haben …
http://www.socialinfo.ch/cgi-bin/dicopossode/show.cfm?id=495
Rassismus bezeichnet eine Ideologie, die Menschen aufgrund physiognomischer oder kultureller Eigenarten oder aufgrund ihrer ethnischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit in angeblich naturgegebene Gruppen - so genannte Rassen - einteilt und diese hierarchisiert. Menschen werden nicht als Individuen, sondern als Mitglieder solcher pseudoverwandtschaftlicher Gruppen mit kollektiven, weitgehend als unveränderbar betrachteten Eigenschaften beurteilt und behandelt. Der klassische Rassismus beruhte auf der fälschlichen Annahme, die Menschheit lasse sich in genetisch voneinander unterschiedliche “Rassen” mit unterschiedlichen psychischen Eigenschaften unterteilen. Er diente der Rechtfertigung des Kolonialismus, der Sklaverei, der Verbrechen der Nazi oder des Apartheidregimes. Seit den 1960er-Jahren (Entkolonialisierung, Emanzipations- und Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen in den USA) wird Rassismus vielfach auch für direkte, indirekte, institutionelle und strukturelle rassische Diskriminierung verwendet. Es ist aber sinnvoll, auf der Handlungsebene rassische Diskriminierung sowohl von Rassismus als Ideologie wie auch von anderen Formen der Diskriminierung abzugrenzen. Rassendiskriminierung ist jede Praxis, die Menschen aufgrund physiognomischer Merkmale und/oder ethnischer Herkunft und/oder kultureller Merkmale (Sprache, Name) und/oder religiöser Zugehörigkeit Rechte vorenthält, sie ungerecht oder intolerant behandelt, demütigt, beleidigt, bedroht oder an Leib und Leben gefährdet. Rassendiskriminierung kann, muss aber nicht ideologisch (Rassismus) begründet sein.
Apropos, Satanismus ohne Satan:
Wahrscheinlich wird es Sie auch überraschen, dass auch ein Antisemitismus (= antijüdischer Rassismus) – ich nehme übrigens an, dass Sie den Begriff gelten lassen, obwohl es keine menschlichen Rassen gibt – existiert ohne die Anwesenheit von Juden …
http://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus_ohne_Juden
Kommentar von Final Cut
17. August 2007 @ 2:30
(…)Sehen Sie, Final Cut, ich bin nicht allzu begeistert von allzu kontroversen Diskussionen. Ich habe sie lange gepflegt und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass sie keine der beiden Seiten weiterbringen.(…)
Sagen Sie das nicht Frau Eisvogel. Ich finde den “aufgeschreckten Gutmenschen“ haben Sie, mit Ihren Argumenten ein ordentlich Stück weiter gebracht, wieder in die richtige Richtung zu denken. Das erspart uns guten Menschen viel Überzeugungsarbeit.
Wussten Sie eigentlich, dass ich von Geburt an die Fähigkeit habe, in die Herzen der Menschen blicken zu können?
Kommentar von tape
17. August 2007 @ 3:20
#38
##Wussten Sie eigentlich, dass ich von Geburt an die Fähigkeit habe, in die Herzen der Menschen blicken zu können?##
Noch so ein Gestörter! Ist eigentlich Vollmond?
Sie sind zu blöde zu erkennen, dass der Islam nichts, aber auch gar nichts gutes hervorbringt, und dass hinter Eisvogel ein herzensguter und mitfühlender Mensch steckt, der sich aufgrund des Islams einfach berechtigte Sorgen um unseren Zukunft macht.
Wer sieht, dass demokratische Demonstrationen verboten und danach antidemokratische erlaubt werden, und die oben angesprochenen Sorgen nicht zumindest bei anderen akzeptieren kann, hat weder Herz, noch Hirn und schon gar keinen Menschenverstand.
tape
Kommentar von Eisvogel
17. August 2007 @ 9:23
@Final Cut: Wenn Sie nur hier sind, um zu “beweisen”, dass ich rassistisch bin, dann habe ich kein Interesse mit Ihnen zu diskutieren. Und der aufgeschreckte Gutmensch ist ein freier Mensch, der sich seine Meinung selber bilden darf, wie er will. Ich will keinen manipulieren.
Wenn meine Aussagen Ihnen nach irgendeiner abstrusen Definition rassistisch erscheinen, warum kommen Sie dann hierher und teilen mir das mit?
Glauben Sie wirklich, ich lasse mich von dem Wort erschrecken, verfalle in Oh Gott oh Gott, ich will aber nicht rassistisch sein und wenn das einer zu mir sagt, dann ändere ich meine Meinung”-Panik?
Sie sollten vielleicht nicht so sehr darauf bedacht sein, meine Meinung mit Kampfbegriffen zu belegen sondern sie zu widerlegen, wenn Sie anderer Ansicht sind. Sie können zum Beispiel gerne erklären, warum Ihrer Meinung nach alle Kulturen gleich oder gleichwertig sind und warum das erfahrungsgemäß gut klappt, wenn eine Gesellschaft in kulturelle Inseln aufgeteilt ist. Oder ausführen, warum das Ihrer Ansicht nach klappen könnte, dass man den Islam (große Gruppen von Moslems, die ihre Ideologie pflegen) in eine freie Gesellschaft “integriert”.
Oder warum das überhaupt wünschenswert ist.
Aber wenn Sie nur mit Etiketten wie “rassistisch” um sich werfen, dann hat das keinen Sinn. Und dann ist meine Geduld jetzt dann auch am Ende. Es gibt zahllose Foren, wo Sie solche sinnfreien Diskussionen ad infinitum führen können, wenn Ihnen das Spaß macht. Hier nicht.
Kann es sein, dass Sie ein bisschen zu viel über mich nachdenken? Es ist doch irrelevant, was ich denke. Haben Sie ernsthaft geglaubt, es gäbe niemanden, der so denkt?
Möchten Sie diese Gedanken verbieten? Möchten Sie eine totalitäre Gesellschaft haben, in der man sie nicht mehr aussprechen darf? Letzteres werden Sie wahrscheinlich bekommen. Ersteres nicht.
Sehen Sie sich als eine Art Gottspieler, der auf Alpha Centauri sitzt und die Menschen hier - Moslems und uns - als Laborratten benutzt und sehen will, was passiert, wenn man sie zusammensperrt, obwohl sie nicht zusammenpassen? Sie wohnen nicht auf Alpha Centauri. Sie sind mittendrin. Und die Menschen, die Sie lieben auch.
Es ist richtig, man sollte Individuen beurteilen. Aber wenn ein Individuum der Ansicht ist, “Mein Kampf” wäre eine wertvolle Schrift und eine gute Lebensgrundlage, dann vertraue ich diesem Individuum nicht und möchte nicht, dass viele von seiner Sorte hier Tempel bauen, in denen sie das lehren. Und wenn ein Individuum dieselbe Ansicht über den Koran hat (wobei der Islam sogar noch mehr als das verlangt, nämlich die Überzeugung, dass diese Schrift göttlicher Herkunft ist), dann ist das exakt genauso…..
Wie krank ist das, einem Individuum zuv ertrauen, das ein Buch für göttlich hält, in dem sehr hässliche und aggressive Dinge über mich … und auch über Sie(!) drinstehen?
Kommentar von aufgeschreckter Gutmensch
17. August 2007 @ 9:57
Liebe Eisvogel!
Letzter Versuch, dann gebe ich es auf. Hier der Link zu der Seite, die Du nicht finden konntest.
http://novaexpress.wordpress.com/
Ich will das nicht öffentlich machen. 35 tape hat sofort intuitiv begriffen, das mein vorheriger Eintrag Deinem Ansehen geschadet hat und jetzt allen Kommentaren Auftrieb gibt, die sich kritisch zu Dir äußern. Das hat ihn geärgert und er wollte etwas dagegen unternehmen.
Auch ich will Deinem Ansehen nicht schaden, dass würde aber zwangsläufig wieder passieren, wenn ich den Versuch, der mir vorschwebt, öffentlich mache, weil bei allem, womit man sich auseinandersetzt, der Punkt der Demontage einsetzt. Zu diesem Moment kann man keinem vorführen, wie man das wieder zusammensetzen könnte. Das kommt doch erst später. Wir würden dann auch von jedem gestört werden, der eine Beschützerrolle zu Dir einnehmen will und auch von jedem, der dies als Vorlage für sich nutzen möchte. Diesen Kommentarwirrwar möchte ich mir gar nicht erst vorstellen müssen. Ich will Dir Deine Islamkritik nicht nehmen,es könnte lediglich geschehen, dass Du Sie effektiver zu nutzen verstehst.
Im übrigen würde ich mich darüber freuen, Dir auf einer persönlichen Ebene nahe zu kommen.
Also, nichts für ungut!
Kommentar von Eisvogel
17. August 2007 @ 10:21
Ja, aufgeschreckter Gutmensch, ich habe das geschrieben. Aber ich habe es natürlich nicht als Bildunterschrift zu diesem Bild geschrieben.
Es ging in diesem Zusammenhang nur darum, dass weibliche Moslems uns ganz allgemein weniger feindselig gegenüberstehen als männliche Moslems. Das finde ich nicht.
Wenn das mein Ansehen bei Dir vermindet, kann ich daran nichts ändern. Ich schreibe hier nicht, um mein Ansehen zu verbessern. Ich stelle hier meine Meinung dar und erwarte von Kommentatoren jetzt ein für alle Mal, dass sie sich argumentativ mit dem Thema befassen und
aufhören, sich mit meiner Person zu befassen, oder meinen Richter oder meinen Psychiater zu spielen.
Ich interessiere mich nicht für irgendwelche Gossenblogs von irgendwelchem dümmlichem hämischen Gesindel. Und ich werde in Zukunft JEDEN Kommentar löschen, der sich mit ihnen befasst.
Im übrigen würde ich mich darüber freuen, Dir auf einer persönlichen Ebene nahe zu kommen.
Das ist leider nicht möglich. Ich habe bereits ein Privatleben, das mir vollkommen ausreicht.l
Kommentar von tape
17. August 2007 @ 12:54
@ AG # 41
##35 tape hat sofort intuitiv begriffen, das mein vorheriger Eintrag Deinem Ansehen geschadet hat und jetzt allen Kommentaren Auftrieb gibt, die sich kritisch zu Dir äußern.##
Quark, deine #28, diese gespielt einfühlsame aber durch und durch intrigante Freundlichkeit, haben mir einfach körperliche Schmerzen bereitet.
Und wenn du, wie Oli Kahn sagen würde, wirklich “Eier in der Hose hättest” (ich gehe jetzt mal davon aus, dass du ein er bist), dann würdest du jetzt diesem novadreckspressblog schreiben, und ihnen mitteilen, dass dieser aus dem Zusammenhang gerissene Kommentar als Untertitel zu dem eingespielten Bild, einer Verleumdung gleich kommt und unter aller Sau ist.
Aber so bist du nicht, so seid ihr nicht in eurer triefenden Selbstgerechtigkeit.
Noch ganz entscheidend dabei: den von Eisvogel in die Diskussion gebrachten Gedanken, dass hiesige Muslima oft alles andere sind, als von ihren Männern und vom Islam gepeinigte Wesen, die wir westlichen Gutmenschen von ihrer Bürde befreien müßten, den kann man teilen, kann man verwerfen, darüber soll diskutiert werden, dafür sind solche ja Gedanken da.
Wer aber nicht erkennt, dass novascheißdreck diesem Gedanken ganz bewußt Gewalt angetan und total verdreht hat, der lieber aufgeschreckter Gutmensch, schließt sich von vorneherein selbst als ernstzunehmender Diskutant aus.
Dein Aufgeschrecktsein solltest du sofort beenden, kannst also wieder in den Normzustand des tiefschlafenden Gutmenschen verfallen.
tape
Kommentar von Bell
17. August 2007 @ 13:27
Ja, das stimmt. Aber wie blöd muss man sein, um Islamablehner für Rassisten zu halten? einmal eine Definition von Rassismus gelesen und das löst sich auf.
Na, wie Du ja inzwischen selbst bemerkt hast, ist es also gar nicht so einfach als Islamophober den Makel des Rassisten loszuwerden. Ich wills noch etwas weitertreiben, laut wiki stammt ie gebräuchichste Rassismusdefinition von Albert Memmi, der aber schreibt laut wiki sogar explizit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus#Rassismusdefinition_nach_Albert_Memmi
Die Rassisten verabscheuen die Araber jetzt nicht mehr wegen