Der Westen im 21. Jahrhundert - Entwicklungsländer?

von Eisvogel um 22:03 am 9. August 2007

Original vom 7. August 2007: The West in the 21st Century - Developed or Developing Nations?

In der Debatte darüber, wie die Beziehung zwischen dem alten Westen - Europa - und dem neuen Westen - USA, Kanada, Australien und Neuseeland - im 21. Jahrhundert aussehen wird, sehen es viele als gesichert an, dass große Teile Europas an den Islam fallen werden und dass viele einheimische Europäer in den neuen Westen fliehen und sich dort niederlassen werden. Es gibt jedoch auch ein anderes theoretisch mögliches Szenario, das nur sehr wenig diskutiert wird. Was, wenn das Gegenteil passiert?

Schon heute fliehen Europäer in diese Nationen, aber ich glaube, sie werden, wenn sie erst einmal dort sind, entdecken, dass die Probleme, vor denen sie geflohen sind, in ihren neuen Heimatländern schon da sind. Manche davon sind dort sogar noch schlimmer, insbesondere, da viele der Fliehenden weiß sind und feststellen werden müssen, dass Weiße in diesen Ländern ein verschwindender Faktor sind und die Feindseligkeit gegenüber Weißen zunimmt.

Ich habe mir vor ein paar Jahren ernsthaft überlegt, in die USA oder in ein anderes englischsprachiges Land auszuwandern. Ich verurteile Europäer, die das tun, nicht, aber für mich persönlich ist das heute eine weniger attraktive Vorstellung als damals. Zuallererst weil ich glaube, dass es in Europa immer noch etwas zu tun gibt, und zweitens weil meiner Ansicht nach die Länder des neuen Westens den Moslems auch nicht kraftvoll widerstehen, ausgenommen vielleicht Australien. Und schlussendlich, weil ich weiß bin, und weil ich, je mehr ich über die Situation in den USA, Kanada und Neuseeland lese, immer weniger das Gefühl habe, dort hinziehen zu wollen. Ehrlich gesagt bin ich mir auch nicht sicher, ob weiß sein in den USA eine Zukunft hat. Vielleicht gibt es gar keinen Grund vom alten Westen in den neuen Westen zu ziehen, weil die meisten unserer Probleme gemeinsame Probleme aller westlichen Nationen sind. Tatsächlich könnte man sogar sagen, dass man den Westen gar nicht so sehr als etwas mit einer gemeinsamen Zivilisation betrachten kann, sondern als etwas mit gemeinsamen Problemen. 

Wir sind definitiv Zeugen des Endes der westlichen Weltordnung, wie ich auch schon früher ausgeführt habe. Das bedeutet nicht notwendigerweise das Ende des Westens an sich, obwohl manche Pessimisten auch das glauben. Nach Ansicht des Bloggers Conservative Swede werden Menschen europäischer Herkunft die globalen Juden des 21. Jahrhunderts werden, die in jedes Land ziehen, das ihnen Einlass gewährt, während Deutschland, Italien und Großbritannien von Nigerianern und Kurden bevölkert sind. 

Wie sieht also die Zukunft für Menschen wie mich aus? Wenn ich auch politisch nirgendwo dazugehöre, so habe ich doch eine soziale und ethnische Zugehörigkeit . Ja, die Welt wird homogenisiert. Morgen wird die ganze Welt wie die Dritte Welt sein. Menschen wie ich, ethnische Europäer, werden keine Heimat, keine Nation haben. Wir werden wie die Juden als Eliten in den Nationen anderer Leute leben (bevorzugt in nicht-islamischen Nationen). Das ängstigt mich nicht. Die Juden haben über zwei Jahrtausende hinweg so gelebt. Es ist traurig, aber es ist unser Schicksal. Es ist das, worauf die westlichen Christen und Linken hinarbeiten. Es ist das, worauf sie programmiert sind. Es ist das, was sie auch erreichen werden. Ich lasse es ihnen. Als Individuum kann ich nichts daran ändern. Das einzige, was ich tun kann, ist mich darauf vorbereiten. Ein guter Plan ist, lieber als ein ‘Jude’ in einem katholischen/mestizischen Lateinamerika zu leben als in einem islamischen Europa oder auf der sinkenden Titanic Amerika. Vergleichbar dazu erscheint sogar China eine Option zu sein. 

Für diese Behauptungen gibt es leider einige Grundlagen. Unsere Linksintellektuellen lieben Entwicklungsländer so sehr, dass sie wollen, dass auch wir in einer neuen Form des aufgewärmten Kommunismus zu Entwicklungsländern werden. Kürzlich habe ich eine Kolumne von Timothy Garton Ash im Al-Guardian gelesen, der die Europäische Union liebt und Brasilien als Modell der Zukunft preist, wo wir alle zu einer Rasse, der menschlichen Rasse, verschmolzen leben. Multinationale Konzerne möchten Grenzen niederreißen, um eine einzige große Welt des Kapitals, der Waren und Konsumenten zu schaffen, und ich bin mir sehr sicher, dass einige Mitglieder unserer politischen Eliten neidisch auf die korrupten Plutokraten sind, die viele Drittweltländer regieren. 

Ich denke aber immer noch, dass es einen Tick zu pessimistisch ist, sich resigniert in die Unausweichlichkeit dieses Szenarios zu ergeben. Manche Länder werden Widerstand leisten, vielleicht sogar erfolgreichen, und ich bin nicht sicher, dass dabei notwendigerweise die englischsprachigen Ländern vorne mit dabei sind. Es ist in Teilen der englischsprachigen Blogosphäre üblich geworden, auf den kontinentaleuropäischen Ländern herumzuhacken. Frankreich hat eine führende Rolle bei der Erschaffung der EU, Eurabia und des europäischen Appeasements gegenüber den Arabern gespielt , und es geschieht ihnen recht, wenn deswegen auf ihnen rumgehackt wird. Wenn man sich aber die multikulturelle Ideologie genau ansieht, wie ich es schon seit einiger Zeit mache, wird man entdecken, dass sie nicht von Frankreich ausging, wo das Ideal niemals der Multikulturalismus sondern die Assimilation aller Gruppen in die säkulare französische Republik war. Nicht dass diese Alternative sich als praktikabler erwiesen hätte. 

Ganz im Gegenteil haben Schreiber wie Paul Gottfried überzeugend dargelegt, dass der Multikulturalismus und die Identitätspolitik, die heutzutage den Körper dessen auffressen, was einmal die westliche Zivilisation war, von den englischsprachigen Ländern ausging, insbesondere von den USA. Das ergibt Sinn, wenn man erst einmal erkannt hat, dass fürwahr die Anglosphäre den Westen in die Selbstzerstörung führt. Kanada ist ein Multikulti-Sammelbecken und Neuseeland auch. Großbritannien und dabei ganz besonders England, die Wiege der Anglosphäre, ist eines der schlimmsten - manche sagen sogar das allerschlimmste - Land in Westeuropa, was nur Australien und einige Teile der USA als Widerständler gegen den Niedergang übrig lässt. Ehrlich gesagt wäre ich nicht überrascht, zu erleben, dass Kanada und Neuseeland noch in diesem Jahrhundert aufhören, erkennbar westlich zu sein und wenn sich die USA in mehrere Länder aufspalten würde, wobei vielleicht eines davon eine vorwiegend weiße Nation wäre, zu der auch Teile von Kanada gehören. Australien hat eine bessere Chance durchzuhalten, aber wir sollten in Erinnerung behalten, dass es eine demographisch verletzliche Nation ist, die geographisch gesehen nichts weiter als ein Anhängsel von Asien ist. 

Ich bin nicht sicher, ob der größte Teil Europas schlussendlich an den Islam fallen wird, nicht einmal was Westeuropa angeht. Das schlimmste Szenario ist, dass Moslems mehrere kleine Pakistans oder Kosovos schaffen werden, die sich zum Beispiel von Teilen Frankreichs über Belgien in die Niederlande erstrecken, sowie eines in Teilen Englands und ein weiteres in Südschweden. England scheint manchmal bereits verloren, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass da immer noch Überreste des alten Kampfgeistes sind, was bedeutet, dass sie sich eines Tages dem Kampf stellen werden. Frankreich und Großbritannien stehen heute beide vor der Wahl zwischen Islamisierung und verheerenden Bürgerkriegen. Das könnte ironischerweise zum Aufstieg Deutschlands als vorherrschende europäische Macht führen. Die Deutschen haben auch erhebliche Probleme mit Einwanderung wie es heutzutage so gut wie alle westlichen Länder haben, aber sie sind keineswegs so schlimm wie die der Franzosen und Briten. 

Wenn die Anglosphäre in diesem Jahrhundert aufgrund der multikulturellen Ideologie implodiert, die sie selber vorangetrieben und verfochten hat, lässt das für einige Menschen im neuen Westen immer noch die Möglichkeit offen, zurück in die frisch befreiten Nationen des freien Europas zu fliehen. Auf einer globalen Ebene könnte es geschehen, dass die chinesisch-amerikanische Rivalität, die von vielen vorhergesagt wurde, nicht Wirklichkeit wird. Nicht unbedingt weil China nicht stark genug sein wird, um mit den USA zu rivalisieren, sondern weil die USA - oder was auch immer von den USA zu dem Zeitpunkt übrig sein wird - nicht stark genug sein wird, um mit China zu rivalisieren. 

Zum Ende möchte ich noch einen Kommentar des Bloglesers Mikhail Paul zitieren: 

Ich befinde mich in einer Mischung aus extremem Pessimismus und vorsichtigem Optimismus, was den Westen angeht. Nordamerika und England sind bereits verloren, sowie auch Neuseeland und Teile Skandinaviens - was den Prozess der rassischen Ersetzung angeht ist das inzwischen irreversibel. Aber Teile Europas halten sich, insbesondere Deutschland, Finnland, Dänemark und Island - und Frankreich, Spanien, Portugal und Italien werden (zu meinem Erstaunen) auch durchkommen. Belgien und die Niederlande könnten den einen oder den anderen Weg gehen, scheinen aber inzwischen mehr in die selbstbewahrende Richtung Finnlands und Deutschlands zu tendieren als in die der politisch korrekten Selbstzerstörung von Nordamerika und England. Ein unabhängiges Schottland oder Wales könnten sich noch dazu gesellen und Irland auch - keltische Sprachen wie irisches Gälisch, Walisisch oder schottisches Gälisch, die heute alle fast ausgestorben sind, werden wahrscheinlich wieder aufleben, weil das alles sein wird, was von Großbritannien als westlicher Nation übrig bleibt. Zumindest leben wir in interessanten Zeiten. 

Das tun wir sicher. Was auch immer das Endergebnis dieses Prozesses sein wird, in dem Iraker nach Schweden ziehen, Schweden nach Lateinamerika, Chinesen nach Großbritannien, Briten nach Australien, Türken nach Deutschland und Deutsche in die USA, es wird für eine lange Zeit in der Zukunft zwangsläufig unruhig sein. Vielleicht sollte ich irgendwo hinziehen und das ganze Durcheinander aus der Distanz beobachten, irgendwohin, wohin mir die Massen nicht folgen. Wie wäre es mit der Antarktis?

Abgelegt unter: Übersetzungen - Fjordman

37 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von Eisvogel

    9. August 2007 @ 22:15

    Das ist ein höchst ungewöhnlicher Artikel von Fjordman, finde ich. Er verlässt die gründliche Recherche und Analyse und entwirft Zukunftsszenarien. Ich liebe solche Gedankenspiele - wobei man sich natürlich im Klaren sein muss, dass es nur Gedankenspiele sind.

    Was mich stark irritiert hat, war die deprimierende Sicht der USA. Das ist neu.

    Und was mich dann wirklich umgehauen hat, war die zuversichtliche Sicht auf uns. Das habe ich übrigens auch schon einmal von einem amerikanischen Blogger gehört, mit dem ich ein paar E-Mails getauscht habe. Irgendwie scheint uns immer noch ein gewisser kämpferischer Ruf vorauszueilen…

    Ich glaube aber eigentlich nicht, dass die Nazi-Zeit Folge einer kämpferischen Natur war, sondern eher Folge einer, die sich gedankenlos anpasst.

    Sicher sind wir nicht so krankhaft politisch korrekt wie die Briten und es haben auch noch nicht so viele Autos gebrannt wie in Frankreich. Aber ein Vergleich mit Finnland und Island ist bizarr, nicht einmal mit Dänemark können wir mithalten - obwohl ich der “extrem-rechten” Regierung Dänemarks ehrlich gesagt auch nicht allzu viel zutraue. Mehr als unserer aber allemal!

    Demographisch haben die Ossis noch eine Chance … aber nur wenn sie schnell die Mauer wieder hochziehen ;)
    Täusche ich mich, oder ist dieser Artikel wirklich ungewöhnlich deprimiert? Der verlinkte von Conservative Swede, den ich auch sehr gern lese, ist es wirklich.

  • 2

    Kommentar von Ratio

    10. August 2007 @ 1:53

    Ein wacher und intelligenter Kopf wie Fjordman denkt eben folgerichtig.

    Er ist exzellent informiert und extrapoliert völlig korrekt in die Zukunft.

    “Wir sind definitiv Zeugen des Endes der westlichen Weltordnung, wie ich auch schon früher ausgeführt habe.

    Es ist das, worauf die westlichen Christen und Linken hinarbeiten. Es ist das, worauf sie programmiert sind.

    England scheint manchmal bereits verloren, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass da immer noch Überreste des alten Kampfgeistes sind, was bedeutet, dass sie sich eines Tages dem Kampf stellen werden.”

    Dank Eisvogel wissen wir, daß Fjordman die wahren und tieferliegenden URSACHEN der westlichen Schwäche längst klar gesehen und analysiert hat:

    http://acht-der-schwerter.freehostia.com/2006/09/08/westlicher-feminismus-und-das-bedurfnis-nach-unterwerfung/

  • 3

    Kommentar von Ratio

    10. August 2007 @ 1:57

    Herrschaft der Weiber heißt

    - so absurd das klingt -

    Herrschaft der Musels.

  • 4

    Kommentar von Thatcher

    10. August 2007 @ 2:57

    Ratio, das kannst Du nicht ernst meinen. Ich weiß nicht, was in Fjordman gefahren ist, als er das schrieb, aber das hier ist schlicht unplausibel. Ich bin in fast allen Punkten anderer Meinung als Fjordman. Deutschland wird schon deshalb nicht zur Führungsmacht Europas werden, weil es selbst den Löffel abgibt und schon zu geschwächt sein wird, wenn es F und GB erwischt.

    Möglicherweise bäumt man sich in GB doch noch einmal gegen die P.C. auf und ergreift sinnvolle Maßnahmen gegen die Moslembrut im Land - ich weigere mich einfach zu glauben, dass die jahrhundertelang mächtigste Nation der Welt, die Napoleon bezwang, die Hitler bezwang, die die Sowjetunion bezwang, so sang- und klanglos gegen erbärmliche 5% Moslem-Immigranten untergeht.

    In Deutschland wird man sich jedenfalls viel bereitwilliger in sein Dhimmi-Schicksal ergeben, denn der “Nie wieder”-Impuls ist so tief in dieses Volk eingesickert, dass keine substantiellen Maßnahmen ergriffen werden können. Lieber läßt sich der Nachkriegsdeutsche wie einen Hund behandeln, als dass er sich noch wirksam wehrt.

    Außerdem, warum zieht er so über Kanada und Neuseeland her? Ich glaube, dass die Völkerschaften in diesen Ländern zwar höchst verschieden sind, aber wenn der Islam angreift, werden sie zu einer Nation zusammengeschmiedet, weil der sie einfach alle hasst und insgesamt mit keiner richtigen menschlichen Gemeinschaft kompatibel ist - nicht mal mit sich selbst. So viele Moslems, dass CDN und NZ bald umkippen, sind dort jedenfalls nicht - es mag zwar Terrorzellen geben, davor ist niemand sicher, aber die stärken höchstens den Zusammenhalt der übrigen gegen den Islam. Das Gleiche gilt auch für die USA - die Zustände sind noch weit von denen Westeuropas entfernt, und die Wehrhaftigkeit des US-Amerikaners, wenn er auf eigenem Territorium angegriffen wird, ist seit den Mexikanerkriegen nicht mehr beansprucht worden. Die Festung USA wird noch sehr lange gehalten werden können.

    Was Fjordman schließlich und endlich auch vergißt zu erwähnen, ist Osteuropa. Erst 3 Jahre in der EU, noch fast gar nicht durch deren schleichendes Gift angekränkelt, mit stolzen und selbstbewußten Nationen, fast völlig frei von Islamkolonien, wird der Osten unseres Kontinents ein wertvolles Refugium für Westeuropäer werden.

    Russland wird ebenfalls nicht erwähnt: Es wird wohl auch nicht überleben. Dazu müsste es gleichzeitig gegen die chinesische Invasion im Osten und die islamische aus Südost und dem Kaukasus bestehen - beides bei noch rapide schrumpfender eigener Bevölkerung als in Deutschland - und lernen, dass der Westen, solange er noch lebt, kein Feind, sondern ein potentieller Freund ist, sich aber in einen Feind verwandelt, sobald der Islam endgültig drinsteckt wie eine neue, kräftigere Faust im alten Handschuh.

  • 5

    Kommentar von Ratio

    10. August 2007 @ 3:44

    @Thatcher

    täusche Dich bitte nicht auch noch selbst.

  • 6

    Kommentar von Eisvogel

    10. August 2007 @ 8:59

    @Thatcher: Ich war auch zuerst platt, als ich das gelesen habe, insbesondere was die deprimierende Sicht auf die USA und die optimistische auf uns angeht.

    Man muss aber berücksichtigen, dass Dinge von innen anders aussehen als von außen. Und wenn man den ganzen verlinkten Kommentar von Mikhail Paul (habe ich auch eben erst gemacht) liest, wird etwas klarer, wie diese Ansicht zustande kommt. Er ist in vielen Ländern gereist und hat die Fassade gesehen. Die ist bei uns sicher besser als in GB und F.

    Der Artikel geht auch nicht ausschließlich um Islamisierung sondern vor allem um die Verwandlung westlicher Länder in Drittwelt-Länder. Wir haben in der Tat relativ wenige Einwanderer aus der Dritten Welt - und wenn man rumläuft, fällt das eben auf. Türken kann man nicht als Drittweltler sehen, die meisten anderen Moslems hingegen sind das. Und es gibt in den USA und England auch massive Einwanderung aus nicht-islamischen Drittweltstaaten, während wir Russen und Serben haben. Das ist ein himmelweiter Unterschied, gerade in Hinblick auf den Islam. Nichtislamische Drittweltler erscheinen uns als harmlos, aber das stimmt wohl nicht - das kann ein Land auch zerreißen und runterziehen.

    Die Islamisierung liegt schon an den Moslems, die die Mehrheit ausmachen. So läuft Englands Islamisierung Richtung Pakistan, die Frankreichs Richtung Algerien und die unsre Richtung Türkei. Welches dieser Länder ist nochmal das angenehmste, das “westlichste”?

    In dem Maße wie die Türkei im Islam versinkt - und das geschieht - bekommt die Lackschicht Deutschlands gewaltige Risse.

    Was ebenfalls wohl stimmt, ist, dass die PC und die feministische Verseuchung, so schlimm beides auch ist, nicht ganz so ausgeprägt und destruktiv ist wie in Schweden und der Anglosphäre.

    Aber damit hat sich’s schon. Ich sehe unsere Islam-Anbiederung nicht ganz so sehr als “hündische Unterwerfung” aufgrund der Scham über die Nazis. Im Gegenteil: Das könnte (nicht vorsätzlich aber geistig) die Rache der Nazis für den verlorenen Krieg sein. Der Islam war ihr Verbündeter, nicht ihr Feind!

    In Deutschland ist der Antiamerikanismus, der Antizionismus und die Neigung zu Groll gegen den Westen nicht nur bei den Neonazis vorhanden. Ebenso sind wir im Schnitt viel positiver gegen den Sozialismus eingestellt als andere und in einem extremen Maß EU- und UNO-gläubig. Die EU-Diktatur ist von Frankreich intellektuell von der Spitze her geplant, aber emotional ist sie ein deutsches Projekt - die Fortsetzung des Traums der Nazis mit friedlicheren Mitteln.

    Wir haben viele Gemeinsamkeiten mit dem Islam - so traurig das ist. Deshalb ist die Hoffnung auf Deutschland m.E. falsch. Wir werden kollaborieren - weniger aus PC sondern bei vielen aus Überzeugung.

    @Ratio: Was den Niedergang des Westens angeht, stimme ich Fjordman zu - aber die Details würde ich anders sehen. Und was den Feminismus als Ursache angeht - absolut. Ich hätte das Essay darüber härter und aggressiver geschrieben als er (deshalb schreibe ich es lieber gar nicht ;-) ), bei ihm kommt an vielen Stellen die männliche Sanftmut gegenüber Frauen raus - die man als antifeministische Frau gegen Feministinnen nicht hat.

  • 7

    Kommentar von Feuervogel

    10. August 2007 @ 10:12

    bei ihm kommt an vielen Stellen die männliche Sanftmut gegenüber Frauen raus - die man als antifeministische Frau gegen Feministinnen nicht hat.

    Genau deswegen täte es da gut, deinen Worten zu lauschen, auch wenn sie richtig harsch sein mögen!
    Ich mag es immer, wenn Leute wie Du auf geistig hoher Ebene ihren aufgestauten Ekel rauslaßen! Das ist befreiend …

  • 8

    Kommentar von Wired

    10. August 2007 @ 11:53

    Da stimme ich Feuervogel zu. Wenn Du möchtest, kannst Du ja noch was über pc-verseuchte Bildung und “kritisches” Denken dabeipacken, auch das lese ich gerne. ;-)

  • 9

    Kommentar von Eisvogel

    10. August 2007 @ 13:24

    Ihr wollt, dass ich mich in die Schlammschlacht mit den frommen Femi-Predigerinnen begebe Smileys ????????

    Und zugucken Smileys ??????

    Das ist nett.

    Über kritisches Denken habe ich mich schonmal echauffiert.

    Im Ernst: Ich glaube schon, dass es wichtig ist. Ich bin zum Beispiel überhaupt nicht begeistert von Alice Schwarzers Islamkritik. Wie die Kommunisten alles als Klassenkampf betrachten, betrachtet sie alles als Geschlechterkampf. Ich halte das erstens für ausgemachten Blödsinn und zweitens ist es der Versuch, die Gesellschaft nicht nur in zwei Teile zu reißen, sondern sogar in zwei gleich große Teile. Der ganze Quotenwahnsinn und die Tour mit der “beleidigenden Sprache”, was jetzt die Moslems dankbar aufnehmen, kommt von den Feministinnen.

    Ich habe mich nie unfrei und von Männern unterdrückt gefühlt. Und meine Mutter und Großmutter haben das auch nicht. Ich habe nie verstanden, warum das Frauen”befreiung” heißt. Ich empfand’s immer eher als Bevormundung.

  • 10

    Kommentar von Eraser

    11. August 2007 @ 1:28

    Ich sehe auch keinen wirklich fundamentalen Gründe warum es Deutschland besser ergehen sollte als den anderen westeuropäischen Ländern.

    Der genannte Vorteil, dass unseren moslemischen Einwanderer hauptsächlich von Türken gestellt werden, die zumindest einer säkulären Republik entspringen, wird dadurch hinfällig, dass ein Rückfall in die totalitären Ansprüche des Islam mehr als wahrscheinlich ist, sobald fundamentalistische Kräfte des Islam sich den Vorteil zu nutze machen, dass staatlicherseits in Deutschland kein Führerkult um Atatürk betrieben wird, die säkuläre Wurzel ihrer Republik also einfach nicht existent ist. Der Nährboden für antisäkuläre Bestrebungen, ihre Religion, aber leider schon.
    Ein anderer Vorteil den Deutschland besitzt ist unsere Bevölkerungstärke, welche den demographischen Teil der Islamisierungsstrategie zumindest verlangsamt und uns die Chance gibt unsere Nachbarländer zu beobachten und ihre Fehler zu analysieren, um daraus eine effektivere Politik für unsere Gesellschaft abzuleiten. Aber dazu wäre ein offener gesellschaftlicher Diskurs von Nöten, den unsere Vergangenheit beinahe unmöglich macht…

    Mit anderen Worten, uns wird meiner Meinung nach langfristig genau dasselbe Schicksal ereilen, wie es unseren europäischen Nachbarländern wiederfahren sein wird.

    Was mich aber an diesem Essay wirklich verwundert hat, ist die negative Prognose für die USA.
    Wenn ein Land überhaupt Chancen hat dem Globalisierungswahnsinn und der PC zu widerstehen, dann ist es die USA mit ihren Grundpfeilern der Redefreiheit und der Selbstverteidigung. In Kombination meiner Ansicht nach die stärksten Waffen, die unsere Zivilisation der islamischen entgegenzusetzen hat.
    Und ich glaube, ich weiß es allerdings nicht, dass diese Grundpfeiler auch zum übergroßen Teil von der afrikanischen und lateinamerikanischen Bevölkerung der USA getragen wird.
    Gute Aussichten also.

  • 11

    Kommentar von Wired

    11. August 2007 @ 17:18

    Ja, die Progonose für Deutschland halte ich für ziemlich hahnebüchen. Die säkularisierten Türken helfen uns wenig, da a) eine motivierte und organisierte Minderheit jeder Machart sehr wohl passive und friedliche Mehrheiten überflügeln kann, und b) die nach Deutschland eingewanderten Türken eben *nicht* zum gebildeten und (auch geographisch) westlichen Teil der Türken gehören. Was zu uns kam war - man verzeihe mir das alte Wort - das Lumpenproletariat der Türkei: selbst für heimatliche Verhältnisse schlecht gebildete, manuelle Arbeiter, primär aus (Ost-)Anatolien.

    Gleichzeitig sind die Türken einwanderungstechnisch auch nicht mehr das Maß aller Dinge, da sie durch - ebenfalls muslimische - Albaner und Araber vom Aggressionsthron gestoßen worden sind.

  • 12

    Kommentar von D. N. Reb

    12. August 2007 @ 8:50

    Zum Feminismus habe ich hier einen schönen Fishismus:

    “Euer Ehren, ich persönlich hasse die Gesetze zur sexuellen Belästigung. Dahinter standen bloß verärgerte Lesben, die meinten, sie hätten beruflich nicht die gleichen Chancen. - Zusammen mit häßlichen Frauen, die neidisch waren, daß hübsche Mädchen mehr Chancen am Arbeitsplatz hatten. Sehen sie sich die Frauen an, die solche Klagen einreichen. - Ganz einfach, meine Klage basiert auf der Vorstellung, daß Frauen immer Opfer sind, euer Ehren. Deshalb brauchen sie Hilfe. Betrachtet man die Gesetze gegen sexuelle Belästigung, sieht man, daß wir eigentlich sagen: Frauen müßten im Grunde unter das Behindertengesetz fallen. Sie sind weniger fähig, sie werden mit einer Romanze am Arbeitsplatz nicht fertig, sie schaffen es nicht, ihre Arbeit zu machen, während ein Mann sie anlächelt. Es ist zuviel für sie. Sehen sie nur, wo wir inzwischen sind. Früher mal hieß es quid pro quo, dann hieß es feindselige Arbeitsatmosphäre, jetzt sind es andere Frauen. Frauen halten nichts aus, sie zerbrechen. Die Gesetze dieses Landes dienen dem Schutz der schwächsten und verwundbarsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Sie ist eine Frau, beschützen sie sie!”

    http://www.leelee.de/ally/fish.html

  • 13

    Kommentar von Pit

    12. August 2007 @ 12:56

    Wie in so vielen, wenn nicht gar allen Bereichen, kommt man auch im Bereich Rasse mit Entweder-Oder-Denken nicht weiter, sondern mit einem Sowohl-als-auch-Denken.

    Zunächst: was ist Rasse? Es ist Aussehen.

    Aussehen von Menschen existiert nur relativ: relativ zu anderen. Eine Rasse ist also eine Gruppe von Menschen, die untereinander relativ ähnlicher aussehen als relativ zu anderen Menschen.

    Menschen existieren nur in Gruppen. Dies nicht zu erkennen und anzuerkennen ist der Grundirrtum eines einseitigen Individualismus.

    Gruppenzugehörigkeit definiert sich durch relative Ähnlichkeit des Aussehens. Die Zugehörigkeit zur Gruppe von relativ ähnlichem Aussehen wird gesucht, der Aufenthalt in Gruppen von relativ weniger ähnlichem Aussehen bedeutet Streß, Angst, Unsicherheit, geringere Lebenschancen.

    Die Gründe dafür sind evolutionär.

    Die Extrapolation des Konzepts der Ähnlichkeit führt zum Narzißmus und zur genetischen Verarmung.

    Ein Entweder-Oder-Denken bietet die Alternativen: totale Abschottung der Gruppe, oder totale Aufgabe der Gruppe.

    Das Sowohl-als-Auch-Denken bietet: Beibehaltung der Gruppe + graduelle Bereicherung.

    Zweck und Nutzanwendung: Zuwanderung ist Bereicherung, solange sie quantitativ gering geschieht.
    Zuwanderung vernichtet die Gesellschaft, wenn sie quantitativ hoch geschieht.

    Das einseitige Entweder-Oder-Denken kann die richtige Lösung, nämlich das maßvolle Verhalten, nicht finden.
    Es wird als richtig gespürt, daß Zuwanderung gut ist. Das einseitige Denken ist dann nicht imstande zu formulieren, daß Zuwanderung nicht generell gut ist, sondern in Abhängigkeit von der Quantität, und läßt Zuwanderung ohne Maß zu, behauptet die generelle Richtigkeit von Zuwanderung unabhängig von der Anzahl. Auch eine Zuwanderung in relativer Höhe zur ursprünglichen Einwohnerzahl von 30%, 50%, 100%, 200%, ist damit gut.

    So vernichtet das einseitige Entweder-Oder-Denken, welches als rationale Entweder-Oder-Logik so große Triumphe feierte, die Gesellschaften, die es kultivierten.
    Wir halten uns für intelligent und haben ungeheuer Intelligentes hervorgebracht, werden jedoch aufgrund unserer Dummheit ausgelöscht, aufgrund eines Denkfehlers.

    Die obige Position ist nicht rassistisch, denn sie behauptet keine Wertigkeit von Rassen, sondern sie ist rassebewußt.
    Auch hier ist es wieder mangelndes Denkvermögen: die Unfähigkeit, hier zu differenzieren und zu unterscheiden, führt zur Tabuisierung des Themas Rasse und damit zu unserer Auslöschung. Wiederum aus Dummheit, hier: Mangel an Differenzierungsfähigkeit.

  • 14

    Kommentar von Eisvogel

    12. August 2007 @ 17:24

    @Pit: Du hast den Finger in die Wunde gelegt, worum es bei der pessimistischen Sicht auf die USA geht. Es geht weniger um den Islam als darum, dass die USA derzeit von Mexikanern überschwemmt werden.

    Wenn man auf amerikanischen Websites liest, erwartet einen recht schnell ein gewisser Kulturschock: die diskutieren da recht ungeniert über Rassen - etwas, das in unserem Kopf nicht mal als existent einsortiert ist. Aber wir sind ethnisch ja auch wesentlich homogener als die USA, wir können da nicht mitreden.

    Ich bin auch der Ansicht, dass Zuwanderung nur sinnvoll ist, wenn es sich um so kleine Gruppen handelt, dass diese in der Masse untergehen und keine Möglichkeit haben, Gemeinschaften zu bilden, sondern ihr Bedürfnis nach Gemeinschaft zwangsläufig in bereits bestehenden Gruppen (Vereine) ausleben müssen.

    Allerdings ist manche Zuwanderung (z.B. islamische) auch in kleinen Mengen nicht bereichernd, sondern höchstens neutral. Von hochzivilisierten Kulturen, zum Beispiel den asiatischen, geht es auch mit größeren Zahlen gut.

    Insofern hat es wohl nicht ausschließlich mit dem Aussehen zu tun, Türken sehen uns wesentlich ähnlicher als Chinesen. Was nichtislamische Drittwelt-Einwanderer mit Moslems gemeinsam haben, ist - glaube ich - vor allem ihre fordernde und dauerbeleidigte Haltung. Ein Kommentator bei Gates of Vienna schrieb, dass er Websites von eingewanderten Mexikanern liest und dort festgestellt hat, dass ihre Gehässigkeit gegenüber weißen Amerikanern eins zu eins aus einem Jihad-Handbuch stammen könnnte.

    Der Westen ist im Niedergang, aber die westliche Denkweise ist gerade in den nicht-westlichen Versagerkulturen noch aktuell. Mit unserer selbstverliebten öffentlichen Zurschaustellung unserer Schuldgefühle und unserer penetranten Wohltätigkeit haben wir eine Anspruchshaltung ausgelöst, die nie befriedigt werden kann (weil das nur aus diesen Kulturen selber kommen kann und sie unfähig dazu sind) … es ist aber durch unser Eine-Welt-Getue der Eindruck entstanden, alles Versagen wäre unsere Schuld.

    Damit haben wir uns Feinde gezüchtet. Und nicht nur das: wir haben sie uns zu allem Überfluss auch noch ins Land geholt.

    Wo der Islam noch hinzukommt, wird das natürlich schlimmer. Aber auch ohne Islam ist Zuwanderung aus der Dritten Welt nichts Bereicherndes. Ich habe zwar Schwierigkeiten damit, es zu akzeptieren, aber vielleicht stimmt es und die Amerikaner verlassen die westlich-europäische Kultur sogar noch schneller als wir?

  • 15

    Kommentar von Pit

    12. August 2007 @ 18:43

    Was ich mit meinem posting unter anderem auch sagen wollte ist, daß ich der Meinung bin, daß in der Mohammedaner-Debatte ein entscheidendes Element fehlt:
    nämlich daß der Zuzug / Entstehung von Millionen andersaussehender / anderskulturiger Menschen inakzeptabel ist, selbst wenn es keine Mohammedaner wären.
    Sowie daß der Zuzug umso unangenehmer ist, je verschiedener die Zuzügler aussehen und je verschiedener ihre Kultur, ihre Sitten und Gebräuche sind. Und dabei ist mir ihr Nutzen egal. Mich würden Millionen Chinesen hier genauso stören. Man erkundige sich in Toronto oder Sao Paolo: die Universitäten sind übervölkert von ihnen, die Einheimischen fallen unten durch. Bekannte von mir wurden in Kalifornien als weiße Postdocs von Koreanern diskriminiert. Aber das ist in Ordnung, denn es gibt keine Rassen, sondern nur Menschen.

    Dieser Aspekt wird nicht mal auf politisch unkorrekten Seiten thematisiert, weil man ihn für rassistisch hält (vgl. mangelndes Differenzierungsvermögen).

    Daß bereits 1 einziger Mohammedaner einer zuviel ist, ist hingegen hinlänglich bekannt, darum habe ich es nicht weiter behandelt.

    Und wie aus obiger Formulierung hervorgeht: ich erweitere den Ansatz des ähnlichen Aussehens noch, hin zu ähnlicher Kultur, Sitten und Gebräuchen.
    Es wäre für mich auch unakzeptabel, wenn Millionen Schweden hierher kämen.

    Im übrigen verlassen die Amerikaner die westlich-europäische Kultur nicht, jedenfalls nicht aktiv-absichtlich; de-facto wohl ja. Sie würden liebend gern ein westlich-europäisches Land bleiben. Zu keinem Zeitpunkt war ein relevanter Zuzug aus der ganzen Welt von den sogenannten kaukasischen Bewohnern gewünscht.
    Aber wie auf der ganzen Welt konnten die Leute ihre Wünsche nicht formulieren, weil sie den Vorwurf des Rassismus fürchteten. Und gefragt wurden sie von dem politischen System ebenfalls so wenig wie wir, respektiert werden ihre Wünsche nicht. Denn es ist hinlänglich bekannt, daß der mexikanische Zuzug außerordentlich unerwünscht ist.

  • 16

    Kommentar von ohneland

    12. August 2007 @ 23:15

    Es ist einfach unbegreiflich, dass ein hochintelligenter Mann wie Timothy Garton Ash gleichsam von einer Einheitsrasse fantasiert. Bei ihm dürfte im Hintergrund wohl sein ökonomistisch-globalistisches Menschenbild stehen. Für die internationale Wirtschaft ist die Differenzierung in Konsumenten und Produzenten die sich im dauernden Stoffwechsel befinden eine absolut ausreichende Differenzierung des Menschengeschlechts. Wozu Individualität, Nation, Kultur, Religion und dergleichen mehr. Stört doch nur die Reibungslosigkeit des Geschäftes.
    Für den großen Religionswissenschaftler Rene Girard ist die Entdifferenzierung die Vorstufe zur Gewalt. Weiters beschreibt er das Christentum als programmatische Überwindung der Gewalt.
    In dieser Perspektive ist der rotgrüne Gutmenschen-Angriff gegen die westliche Kultur fundamentaler als jener der Marxisten und der Nazis. Der aus Eigendünkel und Hochmut amalgamierte Kern der Gutmenschen-Ideologie ist die skrupellose Überzeugung, das Christentum, das Fundament des Westens, an Humanität, Menschlichkeit und Güte zu übertreffen. Es ist ein antichristliches Projekt im engsten Sinn des Wortes. Sie öffnen unsere Tore, die Völker der Welt bedanken sich und treten ein. Man kann es ihnen nicht verübeln. Aber das Erwachen wird für alle ein böses sein. Persönlich bin ich der Meinung dass der Westen sich organisieren wird und dann werden die Zuwanderer nicht mehr rot oder grün wählen.

  • 17

    Kommentar von Eisvogel

    12. August 2007 @ 23:38

    Ja, Pit, ich habe verstanden, was Du sagen wolltest.

    Ich glaube Dir auch unbesehen die von Dir beschriebenen Probleme mit asiatischen Einwanderern. Sie sind aber “umgekehrt”. Diese Einwanderer sind im Schnitt fleißiger, disziplinierter und ehrgeiziger als Einheimische … das führt dazu, dass sie an den Unis überrepräsentiert sind, aber das ist nicht unbedingt negativ. Ich finde es gut, mit Besseren zu konkurrieren, ich finde es nur zum kotzen, dass wir uns nach unten anpassen müssen. Und qualifizierte Menschen machen ja auch einen großen Bogen um Deutschland, während wir für Moslems offenbar ein Paradies sind.

    Bessere Einwanderer sollten ein Ansporn sein, mit ihnen zu konkurrieren, und wenn es quotenmäßig nicht so hinhaut, dass man gleichzieht, dann finde ich das egal. Es ist mir gleich, ob ein Chinese oder ein Europäer, ein Mann oder eine Frau das Heilmittel gegen Krebs findet, ich finde nur schade, wenn durch rassische oder Gender-Quotenregelung derjenige, der es finden könnte, vielleicht nicht in die Position kommt, in der er die Möglichkeit dazu hat.

    Den Quotenfreaks geht es aber nicht um Ergebnisse … eine Uni gilt nicht dann als gut, wenn an ihr 95% der Wissenschaftler männlich und kaukasisch oder ostasiatisch sind und wertvolle Erkenntnisse hervorbringen. Sie gilt dann als gut, wenn das Geschlechter und “Rasse”-Verhältnis dem Bevölkerungsschnitt entspricht. Was rauskommt, ist egal. Hauptsache “gerecht”.

    Ich würde mit größter Befriedigung jede einzelne Gleichstellungsbeauftragte von heute auf morgen feuern. Wir sind geisteskrank, dass wir so etwas haben.

    Es geht ihnen nicht um Neuerung, um Neugier, um Wissen, es geht ihnen nur um den Beweis ihrer kranken Ideologie, Männer und Frauen wären gleich und alle Kulturen wären gleich. Männer und Frauen sind im Geniebereich nicht gleich häufig vertreten und Kulturen sind höchst unterschiedlich. Neben der europäischen und der ostasiatischen sind alle anderen untauglich für eine moderne Gesellschaft. Und viele Einwanderer aus solchen Kulturen bringen sie mit sich.

    Die Amerikaner haben ihre farbige Bevölkerung in eine african-american Kitschwelt getrieben, in der sie ermutigt werden, sich auf ihre afrikanischen Wurzeln zu besinnen und diese zu erforschen und wertzuschätzen. Dazu müssen sie lügen wie gedruckt, denn diese Kultur nützt einem farbigen Amerikaner einen feuchten Dreck. Sie mag pittoresk sein, aber sie bringt nichts hervor, was die Menschheit braucht.

    Ich glaube, wir brauchen überhaupt keine Einwanderung. Wir sind dicht besiedelt und eher eine Auswanderergesellschaft - was man auch zur Zeit wieder sieht und was vermutlich von einem Rinnsal zu einem Strom werden wird. Gehen wollen würden vermutlich sehr viele, gehen können können nur die Qualifizierten, die Assis müssen leider zu Hause bleiben, weil sie keiner haben will. Die steinreichen Saudis sind nicht so blöd, Steuergelder dafür zu verplempern, die europäische Gosse in ihr Land zu “integrieren”. Die Japaner auch nicht. Das nehme ich ihnen nicht übel, das finde ich nachahmenswert.

    Die qualifizierte Abwanderung füllen wir dann mit stupiden Importbräuten auf, denen wir dann mit viel Geld beibringen wollen, wie man sich “emanzipiert” aka dummes rotzig-forderndes Geschwätz absondert. Das tun sie dann ja auch, indem sie das Recht einfordern, mit Kopftuch Lehrerin werden zu dürfen.

    Wenn wir aber Zuwanderung brauchen würden, hätte ich nichts gegen viele Schweden, Italiener, Russen, Chinesen und (nicht-islamische) Inder. Ich glaube, es würde gehen. Nur: wir brauchen keine Zuwanderung. Die Neigung zur Abwanderung und die geringe Geburtenzahl ist ein Zeichen dafür, dass wir mehr Leute sind, als gut ist.

    Wir haben keine Chance mehr, Pit. Wir sind als Zivilisation müde. Europäer haben jahrhundertelang die Welt beherrscht und irgendwann hat man das satt. Jetzt versuchen wir, die Welt mit einem friedlichen Eine-Welt-Gedanken zu beglücken, um die Verantwortung loszuwerden. Die Welt ist aber nicht friedlich. Wer schwächelt, wird gefressen.

  • 18

    Kommentar von Thatcher

    13. August 2007 @ 0:36

    Für Zuwanderung, zumindest von Hochqualifizierten, wird oft argumentiert, dass der Arbeitsmarkt seinen Bedarf nicht aus hiesigen Schulen und Universitäten decken könne. Brauchen wir solche Zuwanderung auch nicht?

    Außerdem, warum ist es so, dass unsere Unternehmen mit Absolventen “aus heimischer Produktion” nicht mehr ihre freien Stellen besetzen können, obwohl auch die Zahl der arbeitslosen Akademiker hoch ist?

    Ich habe letztens in einem sehr politisch korrekten Mathematik-Forum einen Zusammenhang konstruiert zwischen der Überflutung von Haupt- und Gesamtschulen mit aggressiven islamisch kulturierten Migranten, die demnächst im Zuge der weiteren “Vereinheitlichung und Harmonisierung” des Bildungssystems auf die übrigen Schulformen ausgeweitet werden soll (das gilt unter Bildungsbefleißigten als Hauptmittel gegen den Pisa-Schock), und den schwindenden Mathematikkenntnissen von Schulabgängern konstruiert. (Wobei ja auch die Leistungen in Fächern wie Deutsch, Naturwissenschaften, Sprachen zurückgehen und nur die “Laberfächer” verschont bleiben.) Meine Begründung: Wo in der Klasse drei bis vier türkische oder arabische Krawallmacher sitzen, denen man >50% der zur Verfügung stehenden Zeit widmen muss, um überhaupt eine Lernatmosphäre hinzubekommen, da kann nicht allzuviel Stoff gelernt werden, und die dauernden Beleidigungen und Bedrohungen sind dem Unterrichtsklima auch nicht gerade förderlich.

    Die Reaktion der Forenteilnehmer brauche ich nicht näher zu beschreiben. Die hätten mich beinahe ausgeschlossen.

    Mit etwas bösem Willen könnte man also von der massiven Hereinnahme, staatlicher Vermehrungsförderung und weitgehender Strafverschonung aggressiver Migranten als von einem Unternehmen sprechen, das auf die Zerstörung der traditionell hochstehenden deutschen Bildung zielt oder sie zumindest in Kauf nimmt, um dann noch mehr Zuwanderung, und zwar jetzt von Hochqualifizierten, zu fordern. Anscheinend ist das deutsche Volk denjenigen, die daran interessiert sind, nicht mehr gut und ausbildungswürdig genug, denn mit etwas Aufwand könnten auch Einheimische die Stellen besetzen - man müsste nur die Qualität der Ausbildung sichern, indem man die Schulen und Hochschulen von aggressiven Migranten freihält, und Lehrer beschäftigt, die Stoff vermitteln statt “interkultureller Kompetenz”.

    Sicherlich wäre eine völlige Abschottung kontraproduktiv, auf Spitzenebene muss es einen Austausch geben. Es würde aber reichen, wenn das auf die Universitäten beschränkt bleibt; es ist sicher nicht notwendig, dass jetzt im großen Stil fertig ausgebildete Asiaten hereinkommen, um sich um wirkungsvolle Verbesserungen des Bildungssystems noch länger herumzudrücken.

  • 19

    Kommentar von Pit

    13. August 2007 @ 1:29

    Meiner Meinung wird wird eine solche Diskussion so lange unfruchtbar bleiben, wie man sich um Begriffe wie Solidargemeinschaft herumdrückt.
    ich möchte ausdrücklich nicht in einem Land leben, in dem jeder für sich und ohne Interesse am Ergehen der anderen sein Glück sucht. Ich möchte die Idee der Solidargemeinschaft mit Rechten und Pflichten.

    Ich möchte aber nicht mit einer großen Zahl an Zuwanderern in einer Solidargemeinschaft sein. Ich möchte nicht ihr Schicksal mit meinem verbinden. Beziehungen müssen wachsen, das dauert Zeit. Das ist mit Millionen von Zuwanderern nicht möglich.
    Massenzuwanderung zerstört unsere Gesellschaft. Wir müssen das nicht hinnehmen. Wir haben ein Recht auf den Erhalt unserer Gesellschaft.
    Wenn das anerkannt ist, müssen auch die Mittel zum Erhalt unserer Gesellschaft anerkannt werden. Und die lauten: keine Massenzuwanderung, egal aus welchem grund: Asyl, wirtschaftlich, oder Familiennachzug. Warum gehen die, die in ihrer Heimat nicht leben wollen, nicht nach Sibirien, wo es viel leeren Platz für sie gibt?

    Daraus folgt: ich will keine Zuwanderung in großer Zahl.

    Ich will durchaus, daß jeder gleiche Startchancen erhält. Gleichheit der Chancen, nicht Gleichheit der Menschen. Ich will nicht, daß Menschen traurig und verbittert sind, weil sie sich zurückgesetzt fühlen.

    Ich erstrecke diese Empfindungen aber nur auf Menschen, denen ich mich zugehörig fühle, durch eine lange gemeinsame Geschichte.

    Ich erstrecke diese Empfindungen auch auf alle anderen Menschen auf dieser Welt. Jedoch abhängig von den Umständen, und abhängig von meiner Stimmung und materiellen Lage, ohne Verpflichtung. Wenn Länder meine Hilfe nicht wünschen, dränge ich sie nicht auf.
    Meine Hilfsbereitschaft beinhaltet aber nicht die Bereitschaft, diese Menschen in beliebiger Zahl hier im Land als meine Mitbürger zu haben. Ich bin im Rahmen der Möglichkeiten bereit, ihre Lage in ihrem Land zu verbessern.

    Es ist völlig klar, daß beliebige Zuwanderung die Solidaritätsbereitschaft zerstört.

    Das ist wiederum eine Anwendung koplementärer Sichtweise: ich bin für Wettbewerb, aber nicht ausschließlich, sondern auch für Solidarität. Aber eben ein angemessenes Maß von Solidarität, der Art, wie sie wirklich empfunden und gerne geleistet wird, und nicht eine theoretische Solidarität, welche nicht empfunden wird, sondern dem Denkfehler falscher Extrapolation entspringt.

    Außerdem habe ich noch das Konzept Faktor 12 entworfen. Es besagt, daß die Einkommensunterschiede zwischen Minimum und Maximum den Faktor 12 haben sollen. Das folgt aus spirituellen Überlegungen, wobei Spiritualität als Entgrenzung, Vereinigung, Gemeinschaftsgefühl verstanden wird. In diesem Sinne bringt es keine Vorteile, sich alleine sehr weit zu entwickeln, da wir in Gemeinschaft mit unseren Mitmenschen leben. Wir müssen also ein Interesse daran haben, von ihnen nicht beliebig weit entfernt zu sein.

  • 20

    Kommentar von Eisvogel

    13. August 2007 @ 10:06

    Du sprichst mir absolut aus der Seele, Thatcher, was das Bildungssystem angeht. Es liegt aber nicht alleine an randalierenden Rütlis in den Schulen, dass diese immer weniger Bildung vermitteln. Unser Schulsystem braucht die Rütlis für die ideologische Bildung! Es liegt auch daran, dass wir glauben, dass “wir Schule neu denken müssen” (ein Zitat einer Grünen-Polkitikern, das ich anlässlich der Rütli-Debatte gehört habe). In dem anderen Artikel von Fjordman (die EU und die globalistische Allianz), verweist er auf ein Dokument aus dem Jahr 2005, wo EU-Vorstellungen zu Schulen ausgeführt sind, u.a.:

    Formale Bildungssysteme müssen zu Lern-Umgebungen umgerüstet werden, Lehrer von Instruktoren zu Organisatoren des Lernens werden, Schulen zu Zentren, in denen die tägliche Praxis der Toleranz eingeübt wird, indem anderen ‘Sichtweisen’ Raum gelassen wird.

    Warum muss man etwas ändern, das eine unglaubliche wissenschaftliche Revolution und zahllose Spiteznwissenschaftler und eine solide Breitenwissenschaft hervorgebracht hat?

    Das ist die Beschreibung von ideologischen Indoktrinationsanstalten, in denen auf Wissensvermittlung (Instruktion) kein Wert mehr gelegt wird und die Suche nach der Wahrheit als irrelevant gilt, da es ja mehrere “Sichtweisen” gibt. Das ist die Abkehr von der Wissenschaftlichkeit und natürlich braucht man in solchen Schulen lernunwillige störende Idtioten (männlich) und dümmlich-moralistische Labertaschen, die sich permanent nicht ausreichen respektiert fühlen (weiblich)… an wem sollte man denn sonst “Toleranz” einüben? Der Islam hilft uns aus dieser Bredouille, indem er das entsprechende Schülermaterial bereitstellt.

    Kürzlich hat Eurabier bei PI einen Brief zitiert, den eine Mutter, die besorgt darum war, dass ihr Sohn in der Schule nichts lernt, von einer Politikerin bekommen hat. Sie hat lang und breit ausgeführt, wozu Schule alles gut ist … es war inhaltlich wie aus dem o.a. Dokument, nur breitgetretener und speziell daruf zugeschnitten, wie wichtig Vielfalt und Toleranz ist. Das Wort “Wissensvermittlung” kam nicht darin vor, obwohl’s der Mutter nur darum ging.

    Ich glaube, überspitzt gesehen betrachen sie den eigentlichen Unterricht (in den “harten” Fächern) in der Schule als eine Art Unterhaltungsprogramm, das im Hintergrund läuft, während man Toleranz und soziale Kompetenz einübt.

    Ich könnte mich stundenlang über die Bildung aufregen und über die Politiker, die drüber reden. Das machen die Ostasiaten viel besser. Natürlich braucht Forschung einen freien Geist, der auch wagt, das Undenkbare zu denken. Aber das konnten Forscher schon immer und es macht auch nur Sinn, wenn es auf einer solide angelernten Grundlage basiert. Ich kenne Schüler in der 12. Klasse, die nicht wissen, wie man zwei Brüche dividiert. Das ist das Ergebnis der “Lernumgebung”. Vielleicht gibt es ja mehrere “Sichtweisen” dazu und man hat diese im kritischen Dialog konsensuell herausgearbeitet.

    “Quiz-Taxi” bei Kabel 1 liefert auch interessantes Anschuungsmaterial. Gestern saßen zwei Studentinnen der Wirtschafts-Psychologie da, die auf die Frage, welches Schreibgerät eine Graphitmine hat, “Kugelschreiber” als Antwort vorschlugen. Sie waren sich aber kichernd unsicher und nahmen den Passantenjoker. Sowas hat Abitur.

    Austauch an den Universitäten halte ich auch für wichtig, schließlich ist das ihr eigentliches Wesen, universell zu sein, wie man schon am Namen sieht. Es ist auch nichts einzuwenden, wenn sich die Wirtschaft Spitzenwissenschaftler aus anderen Ländern einstellt, da das Bildungssystem selbst bei einer sofortigen Änderung erst nach Jahren erwachsene ausgebildete Personen hervorbringen würde, wenn man es überhaupt ändern würde. Ich erkenne eher Änderungen in die Laberfach-Richtung.

    Geschockt hat mich die Tatsache, dass es politisch korrekte Mathematik-Foren überhaupt gibt. Ich war immer der Ansciht, dass PC sich unter Mathematikern und Naturwissenschaftlern viel schwerer tut, weil sie so eine massive Abneigung gegen Logik und klare Sicht auf den Kern der Dinge fordert. Dein Konzept ist nämlich stimmig, die einzige Frage ist, ob es Absicht war oder nicht.

    Es ist wohl prinzipiell nicht gut, alleine unter PC-Wölfen unterwegs zu sein. Ich gehe gar nicht mehr in politisch korrekte Diskussions-Umgebungen. Ich hab’s 5 Jahre lang gemacht, ich habe es für immer satt, es hat nichts gebracht. So lange erträglich war’s aber nur durch eine Gruppe, die sich dort zusammengefunden hat. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man eine Attacke gegen einen selber liest und gleich darunter eine verteidigende und “beschützende” Antwort von jemand anderem.

    Damit sind wir bei Deiner Solidargemeinschaft, Pit. Ich stimme Dir zu, dass das Konzept für eine funktionierende Demokratie wichtig ist, aber ich bringe sie leider für dieses Volk als ganzes nicht mehr auf, nur noch für Gruppen.

    Die Regierung muss es aber zeigen und sie versagt komplett dabei. Man muss nur vergleichen, wie wichtig sie diesen Kurnaz genommen haben und wie ekelleregnd abfällig sie sich über den von Taliban ermordeten Ingenieur ausgelassen haben - der Mann hatte zahlreiche Schusswunden und man spekuliert darüber, dass er gestorben ist, weil er sich nicht fit genug gehalten hat.

    Die Solidarität der Nation ist zerstört und durch einen “jeder-istgleich”-Wohltätigkeitsaktionismus ersetzt - selbst bei der an sich schon irren global-warming-Debatte geht es längst nicht mehr um “Hamburg-unter-Wasser”-Szenarien sondern um “Bangladesh-unter-Wasser-und-wir-sind-schuld”-Szenarien. Auch das ist eine Strategie, sich nur um andere zu kümmern und vermutlich wird es demnächst auch als Grund benutzt werden, dass wir Klima-Flüchtlinge aufnehmen müssen, weil wir ja schließlich schuld an ihrem Elend sind, weil wir den Fernseher auf standby hatten und mit dem Auto statt mit dem Rad zur Arbeit fahren.

    Ich hasse es so, in diesem Irrenhaus zu leben, ich hasse auch so sehr diese Redeverbote und ihre schwachsinnig-moralistischen Inquisitoren. Ich bin aber froh, dass noch ein paar andere geistig Gesunde mit eingesperrt sind. Ich bin froh, dass es Euch gibt.

  • 21

    Kommentar von michaelcollins

    14. August 2007 @ 13:19

    liebe eisvogel,

    dass ich auf ihr “acht-der-schwerter” gelangt bin, ist pi und seinem problem zu verdanken. jetzt sitze ich schon den zweiten tag vor dem pc und lese und lese.

    ich möchte mich ganz herzlich für ihre klugen, analytischen artikel bedanken. sie sind ein wahrer hochgenuss für den geist und auch das gemüt.

    wenn sie es gestatten, möchte ich den einen oder anderen artikel unter nennung der quelle im islam-deutschandforum bringen, in dem ich mod bin.

    bitte machen sie weiter und geben sie den kampf gegen den islam nicht auf. ich mache das auch nicht.

    herzliche grüsse
    michaelcollins

  • 22

    Kommentar von cuidada

    14. August 2007 @ 16:36

    Liebe eisvogel,

    ohne jetzt inhaltlich zur obigen Diskussion Stellung nehmen zu wollen, möchte ich auch gerne was loswerden: ich und ganz sicher viele, viele andere sind froh, dass es Dich gibt!

    Es gibt hunderte oder inzwischen tausende stille Mitleser (so wie mich z.B.), denen Du mit Deinen Beiträgen aus der Seele sprichst!

    Danke und mach’ weiter so!
    Gruß
    Cuidada

  • 23

    Kommentar von SAMURAI

    14. August 2007 @ 16:50

    Mir scheint das Schicksal des WEISSEN MANNES dem des ROTEN MANNES zu ähneln.

    Wenn sich die (un)Kultur des Islams in ähnlicher Weise ausbreitet wie zur Zeit, wird die Kultur des Abendlandes untergehen. Dann allerdings hätten die Anhänger Mohameds auch nichts gewonnen.

    Man isst die Kuh nicht, die man melken will.

    mfg SAMURAI

  • 24

    Kommentar von Eisvogel

    15. August 2007 @ 17:06

    Vielen Dank für die netten Komplimente :-)
    Selbstverständlich können Sie jederzeit die Beiträge verlinken und kopieren wo immer Sie wollen, Michalcollins.

    @Samurai: Du könntest Recht haben. Aber der rote Mann hat wenigstens gekämpft - wir haben verkommene Häuptlinge. Der Islam lebt so lange, wie er Hochkulturen erobern kann. Wenn er scih Europa krallt, dürfte ihn das durch die Dhimmi-Steuer-Euros und die Hochtechnologie ganz schön nach vorne bringen. :-(
    Bevor sie Europa komplett ruiniert haben - und das wird eine Weile dauern, denn unsere Enkel und Urenkel werden immer noch studieren, forschen und arbeiten - müssen sie sich die USA (falls es die dann noch gibt) und Ostasien vornehmen.

    Dann wäre allerdings Schluss.

  • 25

    Kommentar von D. N. Reb

    16. August 2007 @ 6:17

    @SAMURAI

    Ich weiss nicht genau, was Du meinst, emfehle Dir aber, mal hier etwas zu lesen.

    http://usaerklaert.wordpress.com/2007/08/08/indianer-teil-2-totenzahlen/

  • 26

    Kommentar von michaelcollins

    16. August 2007 @ 12:57

    vielen dank, liebe eisvogel.

    ich werde dank ihrer erlaubnis ausgiebig gebrauch davon machen :)
    und lade sie meinerseits ganz herzlich zu unserem forum islam-deutschland.info ein.

    ich schliesse mich ausdrücklich der meinung von cuidada an und wünsche mir von ihnen noch viele, viele interessante und gute analysen, die übersetzungen nicht zu vergessen.

    mfg
    michaelcollins

  • 27

    Kommentar von Eisvogel

    16. August 2007 @ 21:20

    Danke, D.N.Reb für den sehr interessanten Link.

    Unsere Situation ist in der Tat nicht wirklich mit der des “roten Mannes” zu vergleichen. Niemand schleppt bei uns Epidemien ein, gegen die wir hilflos sind.

    Wir sind viel blöder als der “rote Mann”. Ich glaube wirklich, wir sind müde.

  • 28

    Kommentar von Lepanto1

    16. August 2007 @ 23:30

    Auch ich möchte nach meinen Vorrednern meinen ausdrücklichen Dank für dieses Forum aussprechen. Fjordman nicht kennengelernt zu haben, welch’ ein schrecklicher Gedanke! Seine profunden Essays lese ich oft mehrmals und bin jedesmal aufs Neue frappiert, mit welchen klaren Worten er das ausdrückt, was bei mir noch eher im Vagen rumort.

    Mittlerweile aber sind auch die Kommentare, und zwar nicht nur von Dir, Eisvogel, (das kannte ich schon von PI und schätze es sehr) sondern auch der anderen, oft im allerbesten Sinne bedenkenswert.

    Europa ist müde - das stimmt wohl. Es erinnert mich in der Tat weniger an den “roten Mann”, sondern an das Imperium Romanum, das ja eigentlich nicht von den Germanen überrannt wurde, sondern gewissermaßen aus Altersbequemlichkeit und Altersblasiert zugrundeging. Aus Bequemlichkeit bediente man sich fremder Völkerschaften im Armeedienst. Aus Bequemlichkeit zog man sich in seine villa rustica zurück. Aus Bequemlichkeit ließ man eine Vielzahl fremder Kulte zu - zumindest bis Konstantin.

    Dennoch bin ich weit davon entfernt, mich fatalistisch in unser vermeintliches Schicksal zu ergeben. Schließlich habe ich Kinder, denen ich etwas ganz besonders Kostbares vermitteln will: Die Größe und die innere Macht europäischer Kunst, Wissenschaft und Philosophie - ja, und auch die oft erschreckende Kraft der europäischen Geschichte.

    Liebe Eisvogel, auch ich kann mich mit vielen meiner Mitdeutschen (oder Miteuropäer) gar nicht anfreunden. Ich fühle aber oft, dass wir das Vermächtnis unserer Geschichte und unserer Vorfahren - die sicher im Durchschnitt genauso bequem und kleingeistig wie Mehrzahl heute waren (da will ich mich ganz bestimmt nicht einfach dünkelhaft ausnehmen), da große Geister ja immer die Ausnahme sind - nicht so läppisch und so aus der hohlen Hand einfach wegwerfen und vertun dürfen.

  • 29

    Kommentar von Eisvogel

    17. August 2007 @ 1:10

    Du hast ja Recht, Lepanto1, und Du vertrittst da - wie es für mich aussieht - 1 zu 1 die Position Fjordmans. Das Fatalistische gehört nicht zu unserer Kultur. Mist, bei mir ist es leider dennoch immer wieder da.

    Ich überlege mir nämlich: Ok. Wir sind also nicht fatalistisch. Wir glauben, dass der Einzelne was tun kann. Ja. Aber was?

    So oft schreiben Kommentatoren, wir müssen raus aus dem Internet, raus aus der Anonymität. Gut. Aber was tun wir, wenn wir da raus sind?

    Ich habe nur ein Kind. Ich hoffe, sein bisher höchst erfolgreiches, naturwissenschaftliches Studium gibt ihm das Ticket … ja wohin? Bisher dachte ich in die USA. Dieser Artikel macht diese Hoffnung auch irgendwie zunichte. Im Kommentarbereich zum Originalartikel habe ich die Illusionen eines Amerikaners angekratzt, der glaubte, er könne aus den USA nach Deutschland fliehen.

    Wenn uns auch jetzt noch nichts einfällt, sollten wir wenigstens nicht aufhören, uns schreibend zu treffen.

    Bruce Brawer schrieb: Ich danke Gott für das Internet”.

    Das geht mir auch so. Ohne würden wir noch blöder dastehen.

  • 30

    Kommentar von Bokito

    17. August 2007 @ 22:57

    Handke/Heine
    Aus gegebenem Anlass, aber ich habe ihn nicht gegeben, ich habe ja nichts zu geben, und ich habe nichts zuzugeben. von elfriede jelinek
    Was soll man sagen? Ich überlege, was ich zu Handke sagen könnte, während das Geheul und Gebell rundherum anschwillt. Ich bin versucht damit anzufangen, dass ich politisch in Bezug auf Serbien nicht seiner Meinung bin, dass ich das Eingreifen fremder Mächte bei drohendem Völkermord, den ich damals am Balkan gesehen hatte, auch völkerrechtlich gedeckt fand und immer noch finde, aber schon das ist eine Falle, in die ich nicht laufen müsste, nicht einmal dürfte. Ich muss meine politische Position nicht darlegen, um meine Besorgnis über die wachsende hysterische Hetze gegen einen Dichter artikulieren zu dürfen. Auch sollte ich nicht eigens drauf hinweisen müssen, dass ich nicht seiner Meinung bin, aber, nein, sterben würde ich für seine Meinung nicht, das muss nicht sein, es sterben schon viel zu viele, aber dass ich jedenfalls alles täte, damit er diese Meinung äußern darf.
    Ich muss auch nicht darauf hinweisen, wie oft Heine seine politische Meinung veröffentlicht – und wieder geändert – hat, mit großer Leidenschaft, und darauf kommt es an. Er hat den Kommunismus begrüßt, im Wissen, dass Leute wie er (und ihre Werke) die Ersten wären, die ihm zum Opfer fallen würden. Also da gibt es im Schreiben immer das Trotzdem. Und das Dazwischen. Und dort hinein haben wir uns zu begeben, auch wenn es dort eng wird. Indem wir erkennen, was für jeden einzelnen von uns notwendig ist zu sagen. Aber soll nicht mehr drin sein als das zu bejahen, was allgemein Konsens ist, das, was doch nicht zu ändern ist (»glücklich ist, wer vergisst!«) einfach zu übernehmen?
    Was wäre das für ein Denken, ich meine ein Fortdenken im Hinblick auf das Hinschreiben, das nur im Hinblick auf ein feststehendes Ergebnis denkt und schreibt und nicht dagegen? Dagegen auch, wenn es weiß, dass es vielleicht falsch ist? Das, was von der Allgemeinheit gesagt wird und also gesagt werden muss (der berühmte Konsens über etwas), lässt dem Dichter keine Möglichkeit mehr übrig, etwas zu sagen, da alles schon ausgerechnet, zusammenaddiert und saldiert ist. Das, was allgemein und der Allgemeinheit (und die Gemeinheit bereits enthält) gesagt werden muss, entscheidet nicht darüber, ob einem Dichter etwas zu sagen nötig scheint, und wäre es das absolut Unnötige, Überflüssige, Sinnlose. Der Dichter hat, was er zu sagen hat, zu sagen, weil es ihm notwendig ist, es zu sagen, aber er hat nicht das Notwendige zu sagen, sonst hätte er gar nichts mehr zu sagen. Sonst hätte er nur noch zu erledigen, was erledigt werden muss. Das ist zuwenig.
    So, und jetzt darf ich mich endlich Handke und seiner Stellungnahme anschließen, die Lügen und Halbwahrheiten von der Rechnung abziehen (die rote Rose auf Milosevics Sarg – also wirklich! Vielleicht macht man aus ihm noch einen Sargspringer wie in der großartigen US-Familienserie »Six Feet Under«!), die längst getätigten Klarstellungen noch einmal vom tiefen ins seichte Wasser ziehen, damit man sie genauer sieht (Handke hat das alles selber längst richtig gestellt, vor allem den entsetzlichen Vergleich des Schicksals der Serben mit der Vernichtung der Juden), das hätte man alles längst nachlesen können. Was an dem, was er geschrieben hat, richtig zu stellen ist, ist nichts, denn er darf alles schreiben. Was an dem, was er gesagt hat, richtig zu stellen war, hat er getan. Mich hat immer gewundert und auch geärgert, dass Handkes Schlüsselstück über das ehemalige Jugoslawien, »Die Fahrt im Einbaum«, in der Debatte kaum je erwähnt worden ist. Ich habe das Stück gelesen und die Aufführung in Wien (in der Regie Claus Peymanns) gesehen: In diesem Stück ist doch alles drin. Es ist doch alles gesagt. Da steht es ja. Es ist mehr (und gleichzeitig weniger) als alles gesagt.
    Der Dichter sagt alles, indem er nicht alles sagt, und gerade darin ist alles gesagt. So kann ich mit Handke nur das Mindeste erwarten, was zu erwarten ist, nämlich möglichst alles zu lesen, was er in den letzten Jahren zum Balkankonflikt und seinen blutigen Kriegen, Nachbar gegen Nachbarn, geschrieben hat. Lesen und dann reden, aber nicht hetzen. Sonst wagt man sich zu weit vor, und dann haben sogar die Hunde, die treuen, einen verlassen (ihr klagendes Gebell hört man allerdings noch lang), und die guten Geister verlassen einen auch irgendwann, und dann wird es nur noch geistlos.

    Der Kommentar entstammt der Homepage der Autorin und wurde für uns geringfügig überarbeitet. Weitere Texte unter http://www.elfriedejelinek.co

  • 31

    Kommentar von Bokito

    17. August 2007 @ 22:59

    Der Kommentar oben ist nicht von mir, sondern ein Text der grossartigen Elfriede Jelinek.

    also Leute, wer lesen kann, der ist klar im Vorteil!

    Lest diesen langen Kommentar!

  • 32

    Kommentar von tape

    18. August 2007 @ 0:11

    Hallo Bokito,

    kannst du bitte auch noch ein, zwei Sätze schreiben, was der Jelinek-Text mit dem Thema hier zu tun hat und was du an ihm so großartig findest?

    Mir ist da erstmal nichts bemerkenswertes aufgefallen, was natürlich nichts heißen muß.

    Grüße
    tape

  • 33

    Kommentar von Ratio

    18. August 2007 @ 0:11

    Was an dieser Labbergans Elfriede “großartig” sein soll, entzieht sich auch nach mehrfacher Lektüre Deines langen Zitats meiner Erkenntnis.

    Man sieht ja nicht einmal was sie überhaupt will.

    Verrate mir doch gern mal, Bokito, welche These mit welcher Begründung dieser Quotennobel denn eigentlich vertritt?

  • 34

    Kommentar von D. N. Reb

    18. August 2007 @ 3:15

    @Eisvogel

    Bitte, gerne geschehen. Es ist in der Tat ein interessanter Blog, der einen USA-Unkundigen wie mich, von etlichen Ahnungslosigkeiten befreit.

    Genau so, wie es Deine Fjordmannübersetzungen und eigenen Beiträge im Hinblick auf Europa und die Islamisierung tun.

    Man hat zwar eine dumpfe Ahnung aber wer hier liest, dem wird alles viel klarer, weil diese Ahnungen endlich in genaue Worte gefasst sind.

    Dafür möchte ich mich den Dankesbekundungen anschliessen.

  • 35

    Kommentar von Eisvogel

    18. August 2007 @ 11:06

    Der Blog ist wirklich gut, D.N. Reb, und Ahnungslosigkeit über die USA ganz gewiss keine ostdeutsche Spezialität, auch hier kursierten schon immer Legenden und Halbwahrheiten. Ich habe das mit den Indianern so auch nicht gewusst.

    Damit wird’s umso irrer, was einige Gruppen mexikanischer Einwanderer und Illegaler so verfolgen. Es ist zwar komplett unrealistisch, dass sie Erfolg mit ihrer “Reconquista” Erfolg haben (aber das traue ich dem Welt-Kalifat auch nicht zu). Aber solche Leute können recht viel Unheil anrichten, bis sie merken, dass sie einem Blödsinn nachrennen. Ich vermute, dass Fjordman das mit seiner pessimistischen Sicht auf die USA unter anderem auch gemeint hat. Das hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem Islam, nur dass diese Leute nicht ihrer Religion folgen sondern einem weltlichen Wahn.

    Wenn sich das mit dem Islam verbündet und dann noch die schwarze “Nation of Islam” dazu kommt, dann kann man vielleicht wirklich froh sein, in Europa zu leben…

    Ich hab’ eben schon erfreut gedacht, Du hättest eine eigene Website, D.N.Reb - schade. Der deprimierte Webserver ist aber auch lustig.

    @Bokito: Ich verstehe auch nicht, was uns die Dichterin damit sagen will. Es wäre nett, wenn Du uns das erklärst.

  • 36

    Kommentar von D. N. Reb

    18. August 2007 @ 15:04

    @Eisvogel

    wenn ich nicht so ein verdammt fauler Hund wäre, hätte ich auch eine eigene Webseite. :)

  • 37

    Kommentar von Ratio

    18. August 2007 @ 19:24

    Das mit den Indianern in USA stimmt so nicht und ist Teil der linken antiamerikanischen Hetzte gegen USA.

    Das waren vielleicht ein paar tausend, die die amerikanischen Siedler da auf dem Gewissen haben könnten. Man hat mit den Indianern Handel getrieben und ihnen Reservate überlassen, in denen sie noch heute vielfach leben und leben wollen.

    Die Zahl von 60 Millionen trifft nach meiner Erinnerung auf Mittel- und Südamerika zu (Ausrottung der Azteken, Inkas).

    Dafür waren die Spanier in ihrem durch katholischen Missionierungsdrang getarnten Goldrausch verantwortlich.

    Aber bitte, wer glaubt, es besser zu wissen, mag es in Auseinandersetzung mit den gegenteiligen Ansichten belegen.

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