Demokratie und die Voreingenommenheit der Medien

Original vom 10. August 2007: Democracy and the Media Bias
In demokratischen Gesellschaften soll die Presse, die vierte Gewalt, angeblich sicherstellen, dass die Regierung ihren Job ordentlich erledigt, sowie Angelegenheiten von öffentlichem Interesse aufbringen. In der Praxis sieht es so aus, als ob wir eine Situation haben, in der die politischen Eliten mit den Medien kooperieren, um sicherzustellen, dass manchen Themen nur unzureichende oder unausgewogene Aufmerksamkeit zukommt, wahrend andere schlicht und einfach ganz von der Tagesordnung gestrichen werden.
Das trifft nicht auf alle Themen zu, sondern auf manche mehr als auf andere, ganz besonders aber auf die, die mit Multikulturalismus, Masseneinwanderung und Antidiskriminierung zusammenhängen. Über diese Themen scheint unter den Eliten nahezu Konsens zu herrschen. Sie bilden gemeinsam eine neue politische Klasse. Dieser Trend ist überall in der westlichen Welt zu beobachten, aber er ist in Westeuropa fester verankert als in den USA, was teilweise daran liegt, dass die Medienbetriebe in Europa entweder vom Staat kontrolliert oder zumindest finanziell unterstützt werden, aber vor allem daran, dass die politische Klasse durch die Europäische Union zu einer Formalie wurde.
In Europa wird Politik mehr und mehr zum leeren Ritual. Die wirklichen Entscheidungen werden getroffen, bevor die Öffentlichkeit die Möglichkeit hat, darüber abzustimmen, und die Medien wollen nicht ehrlich über wichtige Angelegenheiten berichten. Unser tägliches Leben wird von einer aufgeblähten Bürokratie bestimmt, die zunehmend transnational wird. Ganz langsam wird jeder von einem Individuum zu einem Rädchen in einer gigantischen Maschinerie reduziert, die von angeblich wohlmeinenden Administratoren und Technokraten betrieben wird. Sie scheren sich nicht wirklich um uns, sie wollen nur, dass niemand das Boot zum wackeln bringt, und deshalb schmieren sie die bürokratische Maschinerie fortlaufend mit Lügen.
2007 warnte der frühere deutsche Bundespräsident Roman Herzog davor, dass die parlamentarische Demokratie von der Europäischen Union bedroht ist. [Anm.d.Ü.: PI hat darüber berichtet] Zwischen 1999 und 2004 stammten 84% der Gesetzgebung in Deutschland - und die Mehrheit in allen EU-Mitgliedsstaaten - aus Brüssel. Nach Herzog "leidet die EU-Politik in einem alarmierenden Ausmaß an einem Mangel an Demokratie und einer de facto Aufhebung der Gewaltenteilung." Dennoch war die EU weitgehend ein nicht existentes Thema bei der Bundestagswahl im Jahr 2005. Es drängt sich einem das Gefühl auf, dass die wirklich substantiellen Dinge unter den Tisch fallen und der öffentlichen Debatte nicht unterworfen sind. Nationale Wahlen werden ein zunehmend leeres Ritual. Die wichtigen Dinge werden bereits im Vorfeld hinter geschlossenen Türen festgelegt.
Der britische Politiker Daniel Hannan sagt:
"Wenn alle Politiker sich einig sind, sollte der Rest von uns den Verdacht hegen, dass ein Komplott gegen den Normalbürger im Gange ist. Ohne einen Allparteienkonsens - und den gibt es in allen EU-Mitgliedsstaaten und nicht nur in Deutschland - wäre die EU niemals dahin gekommen, wo sie ist." Er glaubt, dass die EU vorsätzlich derartig konzipiert wurde: "Ihre Gründungsväter wussten von Anfang an, dass ihr kühner Plan, die alten Nationen Europas zu einem einzigen politischen Gebilde zu verschmelzen, niemals von Erfolg gekrönt sein würde, wenn jeder schrittweise Machttransfer den Wählern zur Zustimmung vorgelegt werden müsste. So entwarfen sie gerissen eine Struktur übergeordneter Macht in den Händen ernannter Funktionäre, die gegenüber der öffentlichen Meinung immun sind. In der Tat ist die Struktur der EU weniger undemokratisch als antidemokratisch."
In den Augen des amerikanischen Theoretikers Noam Chomsky ist
"die elegante Methode, Menschen passiv und gefügig zu halten, das Spektrum der akzeptierten Meinung strikt zu begrenzen, aber innerhalb dieses Spektrums eine sehr lebhafte Debatte zu erlauben."
Das ist zweifellos wahr, weshalb es auch merkwürdig ist, dass Chomsky der Ansicht ist, das Internet - das derzeit schnellste Medium von allen - wäre "schreckliche Zeitverschwendung".
Im Juni 2004 ergab eine Umfrage, dass 50% aller Schweden eine restriktivere Einwanderungspolitik wünschen. Die Masseneinwanderung erreichte 2006 einen historischen Höchststand, nachdem während der landesweiten Wahlen im gleichen Jahr alle wichtigen Parteien und die Medien erfolgreich dabei kooperierten, den Deckel auf dem Thema zu halten. Während der letzten paar Wahlen in Schweden gab es praktisch keine Debatte über Masseneinwanderung, dagegen aber eine leidenschaftliche Debatte über Geschlechtergleichstellung, bei der sich fast alle Beteiligten selber als Feministen bezeichneten und nur über den Weg zur Erreichung der absoluten Gleichheit zwischen den Geschlechtern stritten. Je erstickender die Zensur bezüglich der von Moslems verursachten Probleme wird, desto mehr wird über Mittel und Wege diskutiert, die Zwangsjacke der Heterosexualität loszuwerden. Das wird eindeutig deshalb getan, damit sich die Bürger in dem Gefühl wiegen, in einer offenen, freien und toleranten Gesellschaft zu leben. Vielfalt in Bezug auf Sexualität wird als Ersatz für Vielfalt bezüglich politischer Meinungen benutzt.
Der Autor Bruce Bawer beschreibt, wie die politische Szene Hollands vor dem Aufstieg des politischen Querdenkers Pim Fortuyn in großen Teilen ein geschlossener Club war, dessen Mitglieder unabhängig von der Parteizugehörigkeit weitgehend ähnliche Meinungen vertraten. Die meisten Journalisten gehörten diesem Club ebenfalls an. Wenn die Bevölkerungsmehrheit bezüglich heikler Themen - und das heikelste von allen war die islamische Einwanderung - mit dieser in traulicher Gemeinschaft verbundenen Elite nicht übereinstimmte, störte das kaum. Da alle, die an den Schaltstellen der Macht und der Einflussnahme saßen, grundlegend übereinstimmten, konnte der Wille der Bevölkerung bequem ignoriert werden.
Nach Bawer war
"Fortuyn nur einige Monate lang aktiv in der Politik, bis er die Dinge dramatisch aufgerüttelt hatte. Vor ihm war die holländische Politik im Kern eine geschlossene Gesellschaft gewesen, deren Mitglieder weitgehend ähnliche Ansichten zu den Hauptthemen vertraten und einem offenen Konflikt gegenüber abgeneigt waren.“
Journalisten und politische Gegner – und man beachte, wie sie dabei im Gleichschritt marschierten – reagierten gleichermaßen auf ihn, indem sie ihn als „Rechtsextremisten, Rassisten, einen neuen Mussolini oder Hitler“ verunglimpften. Das führte indirekt zu seiner Ermordung durch einen Linksaktivisten, der aussagte, er habe Fortuyn im Interesse der Moslems getötet, weil er "gefährlich“ für Minderheiten gewesen sei.
Später wurde der Islamkritiker Theo van Gogh am helllichten Tag ermordet. Bawer führt aus:
"2006 wurde während einer Krise, die zum Zusammenbruch der Regierung führte, Frau [Ayaan] Hirsi Ali von Kollegen, die diese Unruhestifterin verzweifelt loswerden wollten, aus dem Parlament vertrieben. Als sie letztes Jahr nach Washington, D.C. umsiedelte, ergaben Umfragen, dass viele Holländer sie nicht vermissen werden. Die Elite, so schien es, hatte die Macht wiedererlangt und das konfliktmüde holländische Volk hatte den Status quo ante akzeptiert. (…) Vor fünf Jahren inspirierte Fortuyn weit verbreitet Hoffnung und Entschlossenheit. Heute scheinen nur allzu viele holländische Bürger gegenüber der schrittweisen Islamisierung verwirrt, ängstlich und resigniert. Kein Wunder, dass viele von ihnen – vor allem die jungen und gebildeten – in Länder wie zum Beispiel Kanada, Australien und Neuseeland auswandern."
Pim Fortuyn wurde indirekt von den Eliten aus Politik, Kultur und Medien ermordet, während Theo van Gogh von Moslems ermordet wurde. Ayaan Hirsi Ali wurde aus dem Land getrieben. Geert Wilders ist noch da, aber er ist ähnlichen Verunglimpfungen als Rassist wie Fortuyn ausgesetzt , erhält täglich Drohungen von Moslems und von Seiten des Establishments nicht gerade subtile Hinweise, er solle seinen Ton bezüglich islamischer Einwanderung mäßigen. Der holländische Kampfgeist scheint gebrochen zu sein, zumindest im Augenblick, und die Dinge kehren langsam wieder zur Normalität zurück. Die politischen Eliten im weitesten Sinne haben die Kontrolle über die öffentliche Debatte wieder fest im Griff und der lästige Bauernaufstand wurde erfolgreich niedergeschlagen.
Ich habe früher schon erwähnt, dass einheimische Europäer sich beim Kampf gegen die Islamisierung ihrer Länder drei Feinden gleichzeitig gegenüber sehen: Feind 1 ist die antiwestliche Voreingenommenheit unserer Medien und akademischen Eliten, was die gesamte westliche Welt gemeinsam hat. Feind 2 sind die Eurabier und EU-Föderalisten, die vorsätzlich die etablierten Nationalstaaten zugunsten eines paneuropäischen Superstaates abbauen. Feind 3 sind Moslems. [Anm. d.Ü.: Diese drei Feinde habe ich unabhängig von Fjordman auch so gesehen und daher die Tarotkarte, in der sie als Augenbinde (1), Fesseln (2) und Schwerter (3) symbolisiert sind, zum Titel dieses Blogs gemacht]. Die Niederlande zwischen den Jahren 2001 und 2007 geben ein klares Beispiel dafür ab, wie die Feinde 1, 2 und 3 in erfolgreicher Zusammenarbeit den Kampfgeist der einheimischen Bevölkerung durch Einschüchterung, Zensur und die Zerschlagung jeglicher Opposition gegen die fortdauernde Masseneinwanderung gebrochen haben.
Die Tatsache, dass Medienleute und Akademiker mehr und manchmal auch weit mehr zu der politischen Linken tendieren als die Durchschnittsbevölkerung, ist in skandinavischen Ländern gut nachgewiesen und dokumentiert. Führende Mitarbeiter der BBC in Großbritannien haben offen zugegeben, dass sie gegenüber Multikulturalismus eine einseitige Haltung einnehmen und in ihrer Berichterstattung für ihn eintreten. Während der Moslemunruhen 2005 haben mehrere französische Journalisten offen zugegeben, dass sie diese in der Berichterstattung herunterspielten, um zu vermeiden, dass "rechte Parteien“ davon profitieren. Es erscheint durchaus gerechtfertigt, von diesen Einzelberichten auf die Gesamtheit zu schließen und anzunehmen, dass es sich dabei um einen universellen Trend in der ganzen westlichen Welt handelt.
Bill Dedman, ein investigativer Journalist bei MSNBC, erstellte eine Liste von Wahlkampfspenden amerikanischer Journalisten zwischen 2004 und dem ersten Quartal 2007. Von den 143 begutachteten Journalisten hatten 125 an die Demokraten gespendet. Nur 16 hatten an die Republikaner oder für konservative Zwecke gespendet, 2 an beide Parteien.
Dr. Chanan Naveh, ehemaliger Chefredakteur im Nachrichtenbereich der Israelischen Rundfunkanstalt, erwähnte ohne jegliches Bedauern Beispiele, wie er uns seine Kollegen konzertierte Anstrengungen unternahmen, die öffentliche Meinung zu ändern:
„Drei Nachrichtensprecher - Carmela Menashe, Shelly Yechimovich [die später für die Arbeiterpartei in die Knesset einzog] und ich – forcierten mit allen Mittel, die uns zu Verfügung standen, den Rückzug aus dem Libanon im Jahr 2000 … Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass wir den Rückzug auf die Tagesordnung und in die öffentliche Debatte brachten.“
Charles Johnson vom amerikanischen Anti-Dschihad-Blog Little Green Footballs kommentiert:
„Journalisten sind nicht mehr im Geschäft der bloßen Reportage von Fakten und Ereignissen; zunehmend betrachten sie ihren Beruf als ‘Aktivismus’, und die Standpunkte, die sie vorantreiben, sind ausnahmslos links und transnationalistisch. Ehrliche Journalisten geben das auch freimütig zu und wir können die verderblichen Auswirkungen dieser Informationsmanipulation und -filterung überall beobachten.“
Aber warum ist die Situation so, wie sie ist? Man könnte behaupten, dass es die Auswirkungen der westlichen Kulturrevolution der 1960er und 70er Jahre sind, alternativ könnte man es auch als ein Produkt des Kalten Krieges sehen. Aber wenn man dem hoch geschätzten Friedrich Hayek folgt, war der Trend schon in den späten 1940er Jahren, bevor der Kalte Krieg einen gewaltigen Einfluss hinterließ, wahrnehmbar. Wie kann man das erklären? Eine plausible Hypothese könnte sich in der Annahme finden, dass diejenigen mit konservativen Ansichten im Allgmeinen ihre Energien auf das Geschäftsleben richten, während diejenigen mit linken Sympathien den Wunsch haben, in Positionen zu kommen, in denen sie die Denkweise der Menschen beeinflussen können. Das könnte über längere Zeit hinweg bedeuten, dass in einer offenen Gesellschaft die Medien, die akademische Welt und die Intelligentsia zur politischen Linken tendieren und von Menschen beherrscht werden, die utopischen Ideen nachhängen. Aufgrund der Positionen, die sie erlangt haben, wird ihre politische Voreingenommenheit signifikant beeinflussen, welche Informationen den Massen zur Verfügung gestellt werden und wie das geschieht.
In seinem Essay The Intellectuals and Socialism, führte F.A. Hayek bereits um 1950 aus, dass
“der Sozialismus niemals und nirgendwo von Anfang an eine Arbeiterbewegung war. Er ist ein Konstrukt von Theoretikern und Intellektuellen, den Secondhand-Händlern von Ideen. …Der typische Intellektuelle muss über kein Wissen in irgendeinem speziellen Fachgebiet verfügen und er muss auch nicht besonders intelligent sein, um seiner Rolle als Mittelsmann bei der Verbreitung von Ideen gerecht zu werden. Diese Klasse besteht nicht nur aus Journalisten, Lehrern, Ministern, Dozenten, Publizisten, Radiokommentatoren, Romanautoren, Karikaturisten und Künstlern. Sie umfasst auch wirklich professionelle Menschen und Techniker wie z.B. Wissenschaftler und Ärzte." (…)
"Die brillantesten und erfolgreichsten Lehrer sind heute mit größerer Wahrscheinlichkeit Sozialisten als dass sie es nicht sind.” Nach Hayek liegt das nicht daran, dass Sozialisten intelligenter sind, sondern daran, dass “unter den klügsten Geistern ein viel höherer Prozentsatz an Sozialisten sich jenen intellektuellen Vorhaben widmet, durch die sie einen entscheidenden Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen können. … Sozialistisches Gedankengut verdankt den Reiz, den es auf junge Menschen hat, vor allem seinem visionären Charakter. … Der Intellektuelle ist von seiner ganzen Natur her an technischen Details und mühseliger praktischer Arbeit desinteressiert. Was ihn reizt, sind große Visionen.”
Er warnt:
“Es kann sein, dass wir als freie Gesellschaft, wie wir sie kennen, die Kräfte zu unserer eigenen Zerstörung bereits in uns tragen. Es kann sein, dass die Freiheit, wenn sie erst einmal errungen wurde, als selbstverständlich hingenommen und nicht mehr geschätzt wird, und dass die freie Entfaltungsmöglichkeit für Ideen, die für eine freiheitliche Gesellschaft essentiell ist, schließlich die Grundlagen, von denen sie abhängt, zerstören wird. … Bedeutet das, dass Freiheit nur dann geschätzt wird, wenn sie verloren geht, dass die Welt überall durch eine dunkle Zeit sozialistischen Totalitarismus hindurch muss, bevor die Mächte der Freiheit neue Kraft sammeln können? … Wenn wir so eine Entwicklung vermeiden wollen, müssen wir es schaffen, ein neues liberales Programm anzubieten, das die Fantasie anspricht. Wir müssen aus der Schaffung einer freien Gesellschaft einmal wieder ein intellektuelles Abenteuer, eine Heldentat machen.”
Während eines Gesprächs mit einem schwedischen Freund und einer Dame, die in der kommunistischen Diktatur Rumäniens aufgewachsen ist, kamen wir zum dem Schluss, dass Westler durch political Correctness und Multikulturalismus mindestens genauso gehirngewaschen sind wie es die Menschen durch den Kommunismus waren. Es gab niemals einen universell von allen geteilten Glauben an den Multikulturalismus in Westeuropa und der Prozentsatz der wahren Gläubigen sinkt bis zum heutigen Tag. Dennoch ist es vermutlich korrekt zu sagen, dass 1998 mehr Westeuropäer an den Multikulturalismus glaubten als Osteuropäer 1978 an den Kommunismus. Aber wie ist das möglich?
Ideologische Indoktrination ist dann am effektivsten, wenn die Menschen die Illusion haben, dass sie frei sind und dass ihnen ausgewogene Information präsentiert wird. Die Bürger in kommunistischen Staaten wussten, dass sie Teil eines Sozialexperimentes riesigen Ausmaßes waren, und weil die ideologische Lufthoheit mit Waffengewalt aufrecht erhalten wurde, blieb wenig Raum für Zweifel darüber, dass man mit Propaganda zur Unterstützung dieses Projekts gefüttert wurde. Im angeblich freien Westen hingegen sind wir Teil des gigantischen Sozialexperimentes Multikulturalismus, der darauf abzielt, unser gesamte Gesellschaft zu transformieren und wir weigern uns immer noch, zur Kenntnis zu nehmen, dass uns die Medien mit ideologischem Unsinn füttern.
Die Unterschiede - und zwar ganz speziell bei Themen, die mit Dschihad und Einwanderung zusammenhängen - zwischen der Information, die von Blogs und unabhängigen Webseiten angeboten wird, und der von etablierten Medien sind so riesig, dass viele Normalbürger schockiert sind, wenn ihnen erst einmal dämmert, mit welcher zensierten Propaganda sie Tag für Tag gefüttert werden. Diese Erfahrung hat den Mythos der freien, kritischen und unabhängigen Medien zumindest bei einigen vollkommen zerschlagen.
Aus der Sicht des Bloggers Richard Landes spielen die Medien beim Erfolg des weltweiten Dschihad eine entscheidende Rolle. Die wichtigsten Medienbetriebe
"sind die Augen und Ohren moderner Zivilgesellschaften. Ohne sie können wir nicht wissen, was außerhalb unseres persönlichen Umfeldes vor sich geht, mit ihnen können wir in Wahlen unsere demokratische Entscheidung treffen, die Außenpolitik beurteilen und humanitär in das Leid auf der Welt eingreifen. Aber wie jeder Paläontologe Ihnen erklären wird, wird kein Lebewesen, dessen Augen und Ohren es fehlinformieren, lange überleben."
Man kann es damit vergleichen, dass man von einem wütenden, hungrigen Eisbären angegriffen wird, während Augen und Ohren - die Medien - einem vermitteln, es wäre ein niedlicher Koalabär, der nur geknuddelt werden will. Zwischenzeitlich ist das Gehirn indoktriniert, glückselige Gedanken über Vielfalt zu hegen und alle Lebewesen anzulächeln, unabhängig von ihrer Natur und ihren Absichten. Das ist so ziemlich genau die Situation des heutigen Westens. Die heftige antiwestliche Schieflage unserer Medien und unseres Bildungssystems stellt eine sehr ernsthafte Bedrohung für unser Überleben dar.





Kommentar von Zu Ende Denker
20. August 2007 @ 22:22
Es ist nicht nur die Presse, es sind alle wirtschaftlich und damit politisch kontrollierten Medien die die Demokratie zu Grunde richten können, auch in den jeweiligen Tranchen die man dem unmündigen Bürger zumutet….
Kommentar von Haiduk
20. August 2007 @ 22:38
Danke für die Übersetzung!
Gepostet unter http://www.politikstube.de/forum/kultur_und_medien/9793-fjordman_demokratie_und_die_voreingenommenheit_der_medien.html#post92324
Kommentar von Ratio
21. August 2007 @ 0:55
Daß man bei Fjordman fast nie ein Haar in der Suppe findet, ist echt schade.
Doch. Eine Kleinigkeit habe ich doch:
Noam Chomsky ist kein “Theoretiker”, sondern ein sozialistischer Schwachkopf, ein trotzdem oder deswegen ziemlich einflußreicher Vollidiot. Gesetz der Kloake a la Sloterdijk.
Kommentar von Eisvogel
21. August 2007 @ 9:52
Ohja, Ratio! Das ist mir auch beim Übersetzen aufgefallen und ich habe eine Weile nach einem anderen Wort für “theorist” gesucht - sogar in Online-Lexika. Leider gab keines die Auswahlmöglichkeit “sozialistischer Schwachkopf” oder “einflussreicher Vollidiot” vor
.
Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht wirklich, was ein “Theoretiker” so als Berufsbezeichnung ist und ich vermute, Fjordman hat das Wort als höfliches Synonym für Schwafler genommen.
Es ist ärgerlich, so jemanden zitieren zu müssen, aber ich finde auch, dass Chomsky leider mit dem zitierten Satz voll ins Schwarze getroffen hat. Naja, ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn. In dem Fall hat das blinde Huhn die Bedeutung des Kornes offenbar selber nicht verstanden, sonst könnte er kaum das Internet als Zeitverschwendung bezeichnen.
Es ist meiner Ansicht nach in der Tat DAS Medium, das uns überhaupt eine Chance gibt - das ist den eingeschworenen Lügnern ein Dorn im Auge. Ich bin extrem skeptisch gegenüber Schäubles Plänen zum Eingriff ins Internet. Er begründet sie mit Terrorvermeidung und ich will ihm jetzt auch nicht unbedingt unterstellen, dass ihn das dabei gar nicht interessiert. Aber wenn das erstmal möglich ist….der italienische Präsident hat ja bereits EU-Skeptiker als “psychologische Terroristen” bezeichnet….
Kommentar von tape
21. August 2007 @ 12:24
##”die elegante Methode, Menschen passiv und gefügig zu halten, das Spektrum der akzeptierten Meinung strikt zu begrenzen, aber innerhalb dieses Spektrums eine sehr lebhafte Debatte zu erlauben.”##
Der Satz ist wirklich ein Highlight. Ich stutzte sofort, und dachte: Chomsky? Ist das nicht dieser antisemitische Vollidiot? Kann so jemand solch eine Perle formulieren?
Beim googlen fand ich dann immerhin diesen lesenswerten Artikel, ist aber ein anderes Thema.
http://www.israswiss.net/israswiss/diaspora/03c198998210ff401.html
Als ich dann hier weiterlas, war klar dass Chomsky seinen eigenen Satz nicht verstanden hat:
##Das ist zweifellos wahr, weshalb es auch merkwürdig ist, dass Chomsky der Ansicht ist, das Internet - das derzeit schnellste Medium von allen - wäre “schreckliche Zeitverschwendung”.##
Das passt ja nun überhaupt nicht zusammen. Ich denke, dass dieser Widerspruch durch eine Merkwürdigkeit zustande kommt, die mE sehr viele Linke + Antiamerikaner etc. betrifft:
##das Spektrum der akzeptierten Meinung strikt zu begrenzen##
Chomsky und Konsorten wähnen sich tatsächlich außerhalb dieses Spektrums. Sie denken ihre spießige Mainstream Regierungs-, Amerika- und Israelkritik ist wirklich singulär und exklusiv, eine Meinung, die so selten sei, wie eine blaue Mauritius.
Das habe ich in Deutschland auch schon erlebt: Dinge, die in jeder Zeitung stehen, die in jeder RTL-Aktuell Sendung rauf und runtergebet werden, werden einem trotzdem manchmal mündlich mitgeteilt, mit dem Hinweis: “Das traut sich hier ja keiner zu sagen”.
Dennoch ist das Chomsky-Zitat super.
Grüße
tape
PS: Natürlich werden jetzt viele antworten: Ihr mit eurer Islamkritik denkt ja von euch dasselbe. Dazu kann ich nur sagen, dass bis vor 2 Jahren noch keinerlei Islamkritik in den Zeitungen stand und der leicht andere Zustand jetzt nur den Blogs zu verdanken ist.
Und sowohl Politik, als auch Kirchen haben bis vor kurzem nur gekuschelt und Dialoge geführt mit dem Islam. Langsam, sehr langsam erwachen einige und merken, dass da irgendetwas ganz falsch läuft. Meiner Meinung nach zu spät und unrevidierbar.
Kommentar von Eisvogel
22. August 2007 @ 0:13
Du hast Recht, tape, das ist mir auch schon aufgefallen, dass diejenigen, die im Mainstream schwimmen, sich für verfolgte Minderheiten halten, die wsehr mutig sind, wenn sie ihre Meinung sagen (die die Spatzen von den Dächern pfeifen).
Ich glaube, sie brauchen das. Sie brauchen das Gefühl, tapfere Rebellen zu sein.
Es kann natürlich auch sein, dass das, was sie sagen und was in den MSM steht, die abgeschwächte Form dessen ist, was sie gerne sagen würden.
Kommentar von Bokito
23. August 2007 @ 22:10
ich frage mich, ob wirklich in dieser Welt nur ein Sozialdarwinistisches Gesetz wirkt, das immer den Stärkeren und Gewaltätigeren überleben lässt, gilt.
Ich hoffe nicht. Dagegen kann man vielleicht noch das Gleichnis vom Senfkorn stellen:
“Mt. 13,31-32: Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte, das zwar kleiner ist als alle Samenkörner, aber wenn es gewachsen ist, ist es größer als die Kräuter und wird ein Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und sich niederlassen in seinen Zweigen.”
Versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht missionieren, aber dieses christliche Gleichnis ist von ganz viel gesundem Menschenverstand geprägt!
Einfach gesagt: Lügen haben kurze Beine.
Kommentar von Bokito
23. August 2007 @ 22:19
wenn ihr was tun wollt, kommt am 31. August nach Düsseldorf ins Auxilium. Dort stellen sich Arzu Toker und Mina Ahadi zur Dikussion. Nix wie hin!
Das Auxilium liegt quasi in der Höhle des Löwen, dem bereits weitgehend islamisierten Düsseldorf-Oberbilk.
Also auf auf …
Kommentar von Bell
25. August 2007 @ 20:12
Man kann ja zu Chomskys politischen Ansichten stehen wie man will, liebe Eisvogel -und auch ich halte seine politischen Ansichten für groben Schwachfug-, den genialsten Theoretiker des vergangenen Jahrhunderts auf dem Gebiet der Linguistik jedoch als Vollidioten, Schwachkopf oder blindes Huhn abzutun … offenbart entweder eine gewaltige Bildungslücke oder deutet auf einen sehr merkwürdigen Umgang mit dem politischen Gegner hin.
Kommentar von Ratio
26. August 2007 @ 1:19
Soso,
war hier von “Linguistik” die Rede?
Davon verstehen der Herr Chomsky und der Herr Bell offenbar auch nix. Aber lassen wir das. Übersteigt ihre Fähigkeiten.
Auch hierzu wartet man seit langem auf eine fraglos erhellende Antwort.
http://acht-der-schwerter.freehostia.com/2007/08/05/das-geheime-wissen-der-gutmenschen/#comment-439
Kommentar von Bell
26. August 2007 @ 12:49
Ja.
Wer ist man?
Ich frage weil: Nur weil Sie Ihre Logelein nicht mehr recht durchschauen, habe ich keine Lust drauf einzugehen … Sie müßten sich da schon selbst behelfen
Sollten es Ihnen hingegen gelungen sein, auch andere derart zu verwirren, dass sie darob keinen Schlaf mehr finden, wäre ich -der guten Tat wegen- natürlich bereit Ihren Logelknoten zu entwirren.
Anders gesagt: Ich glaube nicht, dass sich -außer Ihnen natürlich- irgendein Mensch für unser dortiges Offtopic interessiert.
Kommentar von Thatcher
26. August 2007 @ 22:18
@ #10 ratio
Noam Chomskys Leistungen auf dem Gebiet der Linguistik sind in Fachkreisen weitgehend unbestritten, soweit ich weiß. Auf ihrer Basis läßt sich offenbar viel Nützliches tun. Daher verstehe ich nicht ganz, weshalb man jetzt versucht, das in Abrede zu stellen.
Es ist doch gar nicht nötig; Intelligenz und politische Einstellung sind weitgehend unabhängig. Ich bin in Mathematikforen unterwegs, wo sich wissenschaftlich kompetente Leute en masse befinden, die aber dennoch politisch korrekt bis zum Anschlag sind und die psychomanipulativen Mechanismen der Medien, denen sie unterliegen, nicht durchschauen können oder wollen.
Daher muss ich nicht, um mir klar darüber zu sein, dass Noam Chomskys politische Einlassungen nichts taugen für ein ordentliches Staatswesen, auch seine wissenschaftlichen Fähigkeiten in Zweifel ziehen. Das, was Chomsky treffend bemerkt, kann er ja offenbar selbst in den Implikationen nicht richtig einschätzen.
Kommentar von Ratio
28. August 2007 @ 13:33
@Thatcher
Verstehe schon, wie Du es meinst, möchte es aber trotzdem so nicht stehen lassen.
Noam Chomsky ist für mich auch als Linguist ein Hohlkopf. Quasselt nur hochtrabendes, inhaltlich wirres Zeug. Wenn es überhaupt mal konkret wird, ist es trivial, banal, schlicht lächerlich.
Der Herr wird von gewissen Kreisen nur deswegen als “Wissenschaftler” bejubelt, weil er linksradikal ist.
Andere loben grundsätzlich, was sie nicht verstehen, alles was schlicht unverständlich ist. Damit sind sie bei Noam Chomsky ebenfalls an der richtigen Adresse.
Ich setze einen Preis aus für einen Gedankengang, der beim Linguisten Chomsky nicht als purer Blödsinn oder Banalität zu enttarnen ist.
In der Linguistik geht wohl nichts über den Wiener Kreis (Rudolf Carnap und Co.), wenngleich ich manches, wie z.B. Wittgenstein entgegen allgemeiner Lobhudelei ebenfalls nicht schätze. W. ist über zusammenhanglose Aphorismen nicht hinausgelangt.
Kommentar von Thatcher
28. August 2007 @ 21:32
@ ratio
Danke für Deine Einschätzung. Ich kenne mich in Informatik, wo man sich mit Chomsky-Hierarchien und -Normalformen beschäftigt, nicht wirklich aus und muss wohl einiges aufarbeiten, um bestätigen zu können, was Du schreibst. Wenn das stimmen sollte, bin ich Schaumschlägern aufgesessen und naiv gewesen, aber ich höre zum ersten Mal eine solche Einschätzung.
Kommentar von Albatros
28. August 2007 @ 22:00
@Thatcher
das sollte in Hinblick auf Chomsky ne kalte Dusche sein:
http://www.online-merkur.de/seiten/lp200708b.php
Kommentar von tape
29. August 2007 @ 20:15
#15 Albatros
Herrlich, danke für den link. Der Teil über Chomsky bestätigt alles, was ich bislang über ihn gehört habe und charakterisiert sehr schön diese Hybris des unterdrückten Intellektuellen, den angeblich keiner versteht und jeder verachtet.
## In einem Interview des Tagesspiegel (4. Februar 2007) kommt das genannte Paradoxon deutlich zum Ausdruck. Noam Chomsky erklärt zunächst, daß »dissidente Intellektuelle« wie er »schon immer ein extrem marginales Phä nomen in allen Gesellschaften waren. Wer trank den Schierlingsbecher? Sokrates . . . Der normale Intellektuelle ist einer, der den Mächtigen schmeichelt.« Man fragt sich, in welcher Welt und Zeit Chomsky lebt, der international geachtete Professor an einer der besten Universitäten der Welt, Autor zahlreicher Bücher mit hohen Auflagen, Star der Vortragssäle: »Ach, seit ich denken kann, bricht eine Flut von Verachtung und Verleumdung über mich herein«. Erzbischof Romero habe in San Salvador das Schicksal eines dissidenten Intellektuellen erlitten: »Ihm wurde am Altar das Hirn rausgeschossen.« Auf den naheliegenden Hinweis der Interviewer, daß ihm, dem dissidenten Intellektuellen, das nicht zugestoßen sei, reagiert Chomsky wahrheitsgemäß mit: »Nein, man hat mir nie das Hirn rausgeschossen. Im Westen genießen wir große Freiheiten, Resultat eines jahrhundertelangen Kampfes.« Im Westen nähmen nur in der Türkei die Intellektuellen »wirkliche Risiken auf sich«. Als Chomsky berichtet, wie sehr sich in den letzten vierzig Jahren an seiner Universität die Situation der Frauen und Minderheiten verbessert habe, kommentieren die Interviewer: »Das System an sich ist gut, wenn es solche Fortschritte zuläßt.« Darauf Chomsky, der sich zuvor unwidersprochen als »Gegner des kapitalistischen Systems« charakterisieren ließ: »Ja, das System ist sehr gut dank Jahrhunderten des Kampfes . . . Meinungsfreiheit gibt es hier länger als irgendwo«.
Das System ist also »sehr gut«, man genießt »große Freiheiten«, es herrscht Meinungsfreiheit, und dennoch treibt eine tiefsitzende Malaise den Intellektuellen in die Dissidenz, läßt ihn als heroischen Verfolgten posieren (»Schierlingsbecher« – vielleicht war da doch etwas mit dem Hirn?).##
Nochmals danke und Grüße
tape
Kommentar von Bell
30. August 2007 @ 0:45
Was der Link nun großartig zeigen soll bleibt ein Rätsel.
Es scheint Euch unbegreiflich, dass jemand die Fortschritte des Systems in den letzten Jahrzehnten zwar einerseits lobt und bestätigt, andererseits jedoch als radikaler Kritiker des Systems verbleibt.
Für die Beschränkheit Eures Begriffvermögens jedoch, kann man schwerlich Noam Chomsky verantwortlich halten.
Für euch vielleicht noch die absolute Neuigkeit, dass Fortschritte jedes Systems seit jeher ursächlich den Kritikern und nicht etwa den Lobhudlern zu danken sind.
Ich würde Euch anraten einen der im Netz angebotenen Intelligenz-Crashkurse zu besuchen. Wie beim Fielmann braucht man da übrigens nix dazu bezahlen.
Kommentar von tape
30. August 2007 @ 1:53
@ Bell
##Es scheint Euch unbegreiflich…##
Ja, denn Nutzen aus etwas ziehen und dann diese extreme Kritik immer “unter der Gürtellinie”, dann ist man schlicht ein Heuchler.
##Für euch vielleicht noch die absolute Neuigkeit, dass Fortschritte jedes Systems seit jeher ursächlich den Kritikern und nicht etwa den Lobhudlern zu danken sind.##
Stimmt, was wäre zB der Kaptalismus ohne seine Kritiker. Nicht auszumalen.
Kommentar von Eisvogel
30. August 2007 @ 21:20
Vielen Dank für den großartigen Link, Albatros. Das sagt alles aus.
Was Chomsky als Linguist gemacht hat, damit habe ich mich nicht beschäftigt und das ist auch irrelevant für die Diskussion. Wenn ein Klempner politischen Quatsch daherredet, kann man auch nicht sagen: “Aber er die Installation in meinem Haus ganz großartig gemacht, deshalb kann er kein Schwachkopf sein.”
Doch kann er! Und der Herr Linguist ist auch nichts Besseres als ein guter Klempner.
Für euch vielleicht noch die absolute Neuigkeit, dass Fortschritte jedes Systems seit jeher ursächlich den Kritikern und nicht etwa den Lobhudlern zu danken sind.
Ja klar. Wir sind die Doofen. Und wir kritisieren das derzeitige System ja überhaupt nicht, sondern schreiben hier, nur um Lobhudeleien anzubringen. Es ist so toll, dass wir die poltical Correctness als Staatsreligion haben, es ist so schön, dass wir den Dialog führen, es ist so schön, dass dieses System sich hochbezahlte Hohepriester wie Herrn Chomsky gönnt, die geisteskrank genug sind, sich als verfolgte Dissidenten aufzuspulen.
Jedes System verfolgt seine Kritiker! Jedes! Auch unseres. Manche tun es rabiater, manche subtiler. Unseres tut es subtil. Und einen Kritiker des System kann man am besten von einem Lobhudler unterscheiden, wenn man die Position ansieht, die er hat und die Auflage seiner Bücher zusammen mit allen möglichen Preisen und Einladungen, die er bekommt.
Unser System ist wirtschaftlich kapitalistisch (in den USA mehr als hier), aber kulturell sozialistisch. Und wenn Herr Chomsky sich auch nur einmal entgegengesetzt äußern würde, wäre er seinen großartigen Ruf und seine tolle bequeme Position aber schnell los.
Kommentar von Bell
31. August 2007 @ 16:38
Dem kann ich nur zustimmen, die Kommentare zu dem Link sagen in der Tat eine Menge aus.
Die Offtopic-Diskussion über Chomsky kam ja nun darüber zustande, dass Fjordman Chomsky als ‘amerikanischen Theoretiker’ betitelte. Und Fjordman hat Chomsky deshalb respektvoll als ‘amerikanischen Theoretiker’ betitelt, weil er die Theoriebildung der Lingustik ganz entscheidend vorangetrieben hat … und zwar weit über das Gebiet der Linguistik hinaus, hinreichend in die theoretische Informatik und die Mathematik.
Für die Offtopic-Diskussion über Chomsky -aus welchem Grunde nämlich Fjordman ihn als ‘Theoretiker’ betitelte nämlich- ist also sehr wohl entscheidend, was Chomsky als Linguist denn geleistet hat.
Welch ein Blödsinn!
Die Kunst Handwerkers beruht auf seinen handwerklichen Fähigkeiten, auch ein Schwachkopf kann durchaus über gute handwerkliche Fähigkeiten verfügen.
Die Kunst eines Theoretikers jedoch beruht ausschließlich auf seinen intelektuellen Fähigkeiten, von daher ist es natürlich ein Widerspuch in sich, einen genialen Theoretiker als Schwachkopf bezeichen zu wollen.
Dass auch ein genialer Theoretiker großen Schwachfug verbreiten kann … steht hingegen auf einem ganz anderen Blatt Papier.
Um so unverständlicher eure Kritik an Chomsky. In Bezug auf das Verhalten des Westens bzw. der USA gegenüber dem Islam kritisiert Chomsky doch in großen Teilen das Gleiche wie Ihr. Die massive Unterstützung islamischer fundamentalistischer Staaten durch die USA nämlich.
Huch? Also das würde mich doch mal interessieren, wo sich denn Chomsky als verfolgter Dissident aufgespult hat.
Wieso denn kulturell? Es hat doch gerade wirtschaftlich viele sozialistische Züge … dank seiner Kritiker nämlich.
Dank … denn ohne diese sozialistischen Züge (soziale Marktwirtschaft o.ä.) wäre das kapitalistische System schon lange im Orkus der Geschichte verschwunden.
Kommentar von Ratio
1. September 2007 @ 2:21
#20 Bell meint:
Tja Bell,
jetzt hast Du Dich sogar höchstselbst als Sozi enttarnt.

Auf Deine anderen Schmarren und frechen Falschbehauptungen weiter oben braucht jetzt niemand mehr einzugehen. - Danke.
Ratio
Kommentar von Ratio
1. September 2007 @ 2:25
Nochmals:
Ich setze einen Preis aus für einen einzigen Gedankengang, der beim Linguisten Chomsky nicht als purer Blödsinn oder Banalität zu enttarnen ist.
Kommentar von Ratio
1. September 2007 @ 2:42
Kommentar von Eisvogel
21. August 2007 @ 09:52
Ich bewundere Deine Geisteskraft, Eisvogel.
Keine Ironie.
Und das Chomsky-Zitat Fjordmans ist überaus treffend.
Chomsky wußte und weiß wohl selbst nicht, daß er damit doch einmal in seinem Leben wenigstens einen vernünftigen Satz abgesondert hat.
Kommentar von Eisvogel
1. September 2007 @ 16:51
Huch? Also das würde mich doch mal interessieren, wo sich denn Chomsky als verfolgter Dissident aufgespult hat.
In dem von Albatros verlinkten Artikel:
Noam Chomsky erklärt zunächst, daß »dissidente Intellektuelle« wie er »schon immer ein extrem marginales Phä nomen in allen Gesellschaften waren. Wer trank den Schierlingsbecher? Sokrates . . . »Ach, seit ich denken kann, bricht eine Flut von Verachtung und Verleumdung über mich herein«.
Und dann in dem Zusammenhang noch der Hinweis auf jemanden, dem man das “Hirn rausgeschossen hat.” Also bitte!
(ehrlich gesagt hat die Passage mit dem rausgeschossenen Hirn etwas unfreiwillig komisches Doppeldeutiges, ich musste leider lachen, als ich es las)
Danke für das Kompliment, Ratio. Von Dir ist das sehr wertvoll, ich achte Deinen klaren Verstand hoch.