Islam, die Griechen und die wissenschaftliche Revolution - Teil 1

Original vom 20. September 2007: Islam, the Greeks and the Scientific Revolution, part 1
Ich habe einige Essays über den griechischen Einfluss auf den Aufstieg der modernen Wissenschaft geschrieben und darüber, warum die wissenschaftliche Revolution nicht in der islamischen Welt stattfand. Ich halte das für ein interessantes Thema, ganz besonders deshalb, weil es so viele Mythen darüber gibt, die von Moslems und ihren Apologeten heute verbreitet werden. Deshalb möchte ich mich detailliert mit dem Thema befassen.
Ich habe in einem meiner vorhergehenden Essays die ägyptischen Hieroglyphen erwähnt. Ein Forscher behauptet, dass es einem arabischen Alchimisten aus dem neunten Jahrhundert gelungen sei, einige der Hieroglyphen zu entschlüsseln. Selbst wenn das wahr wäre, hinterließ seine Forschungsarbeit jedoch keinen dauerhaften Eindruck und wurde nicht von anderen weitergeführt, was an sich schon bezeichnend ist. Geschichtlich belegt ist, dass arabische Moslems mehr als tausend Jahre Ägypten kontrollierten, es ihnen jedoch nie gelang, die Hieroglyphen zu dechiffrieren, und die meiste Zeit zeigten sie auch kein Interesse daran. Der dreisprachige Stein von Rosetta diente 1822 dem französischen Sprachwissenschaftler Jean-François Champollion zur Dechiffrierung der Hieroglyphen. Er wählte eine eher intuitive (wenn auch absolut korrekte) Methode des Zugangs über die koptische Sprache, die liturgische Sprache der ägyptischen Christen (die im Gegensatz zu der Sprache der arabischen Eroberer ein direkter Nachfahr der Sprache der alten Pharaonen ist), wohingegen sein englischer Rivale Thomas Young einen mathematischeren Zugang versuchte.
Um der historischen Exaktheit Genüge zu tun, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Außerkraftsetzung des Gebrauchs der Hieroglyphen, die das Ende einer der ältesten ununterbrochenen kulturellen Traditionen des Planeten, die mindestens bis zur Narmer Palette zurückgeht, auf der die Einigung Ober- und Unterägyptens im 32. Jahrhundert v. Chr. gewürdigt wird, auch von Christen verursacht wurde. Der Prozess begann im vierten Jahrhundert n.Chr. vor der Teilung des Römischen Reiches und wurde vom oströmischen Kaiser Justinian vollendet, der die Anbetung der Isis auf der Insel Philae im sechsten Jahrhundert abschuf. Als die ägptische Religion beendigt war, geriet auch das Schriftsystem, das mit ihr verbunden war, in Vergessenheit. Die Überreste von Platos Akademie wurden auch im Namen christlicher (niceanischer) Einigung geschlossen.
An Justinian erinnert man sich ansonsten als denjenigen, der die Hagia Sophia, über fast tausend Jahre hinweg die prachtvollste Kathedrale der Christenheit, erbauen ließ und man erinnert sich auch an seine schließlich erfolglosen Versuche, die Einheit Roms durch Eroberung westlicher Länder wieder herzustellen. Das belastete die Ressourcen des Reiches und erschöpfte zusammen mit einer Pestpandemie seine Stärke. Die langen Kriege zwischen den Byzantinern und den Sassaniden (Persern) schwächten beide Staaten und waren einer der Gründe dafür, dass die Araber im siebten Jahrhundert ihre islamischen Eroberungen machen konnten.
Der Logik nach sollte der Nahe Osten eigentlich perfekt dafür prädestiniert sein, das Wissen aller großen Zivilisationszentren der Alten Welt zu vereinigen, von der mediterranen griechisch-römischen Welt über die persische und die anderen vorislamischen Kulturen des Nahen Ostens bis hin zur indischen und den Zivilisationen des Fernen Ostens. Wie ich aufzeigen werde, haben die islamischen Denker und Wissenschaftler, deren Namen der Rede wert sind, auch genau das getan.
Der Forscher F. R. Rosenthal führt aus: Islamische rationale Gelehrsamkeit, die wir vor allem im Kopf haben, wenn wir von der Größe der islamischen Zivilsiation sprechen, beruht vollumfänglich auf der klassischen Antike … im Islam besteht wie in jeder Zivilisation das wirklich Wichtige nicht aus individuellen Elementen sondern aus der Synthese, die sie in einem eigenen lebendigen Organismus vereinigt … die islamische Zivilisation, wie wir sie kennen, hätte schlicht und einfach ohne das griechische Erbe nicht existiert.”
Griechisches Gedankengut war sicher eine wichtige Inspiration für praktisch alle islamischen Denker, aber es war nicht die einzige. Alkindus (Al-Kindi), der arabische Mathematiker, der im neunten Jahrhundert in Bagdad lebte und mehreren Abbasidenkalifen nahestand, war einer der ersten, der versuchte, den Islam mit der griechischen Philosophie, speziell der von Aristoteles, zu versöhnen, ein Projekt, das über Jahrhunderte andauerte und sich letztendlich als erfolglos erwies. Der andere dauerhafte Einfluss, den er hinterlassen hat, waren seine Schriften über indische Arithmetik und Zahlenkunde. Alkindus war einer von einer Handvoll Menschen, die vornehmlich für die Ausbreitung des Wissens über die indischen Zahlen und ihren Gebrauch im Nahen Osten verantwortlich waren.
Indien hat eine sehr lange mathematische Tradition und das Zahlensystem der Hindus ist eine seiner wichtigsten Beiträge zur Weltkultur. Es wurde während des Mittelalters langsam in Westeuropa eingeführt und gewann an Auftrieb, nachdem der italienische Mathematiker Fibonacci 1202 sein Buch Liber Abaci veröffentlichte und es wurde dann während der Renaissance weit verbreitet übernommen. Europäer erfuhren durch Araber vom indischen Zahlensystem, weshalb es fälschlicherweise im Westen als arabisches Zahlensystem bezeichnet wird. Es war dem römischen Zahlensystem in mehrerer Hinsicht überlegen, eines davon ist das revolutionäre Konzept der Null. Es besteht keinerlei Zweifel darüber, dass dieses Zahlensystem den Westen über die islamische Welt erreichte, aber wir sollten auch bedenken, dass, weil der Nahe Osten zwischen Indien und Europa liegt, alle Ideen aus Indien notwendigerweise diese Region durchqueren mussten, um Europa zu erreichen. Ich weiß nicht, wie viel Ehre wir dem Islam aufgrund dieses geographischen Zufalls zugestehen müssen.
Al-Razi war ein talentierter persischer Arzt und Chemiker, der im neunten und frühen zehnten Jahrhundert lebte. Er kombinierte griechische, indische und persische Traditionen und verließ sich auf die klinische Beobachtung seiner Patienten in der Hippokratischen Tradition. Er kommentierte und kritisierte auch die Werke von Philosophen wie zum Beispiel Aristoteles. Einige seiner Schriften wurden ins Lateinische übersetzt. Ibn Warraq schreibt in seinem Buch Warum ich kein Muslim bin: “Der größte Freidenker im gesamten Islam war vermutlich al-Razi, der Rhazes des mittelalterlichen Europas (oder Razis von Chaucer), wo sein Prestige und seine Autorität unangefochten bis ins 17. Jahrhundert bestehen blieb. Meyerhof nennt ihn auch den ‘größten Arzt der islamischen Welt und einen der größten Ärzte aller Zeiten.’” Er stand der islamischen Doktrin auch höchst kritisch gegenüber und hielt den Koran für eine Ansammlung “absurder und widersprüchlicher Fabeln”. Darüber hinaus “haben bezeichnenderweise seine häretischen Schriften nicht überlebt und wurden auch kaum gelesen; dennoch geben sie Zeugnis einer bemerkenswert toleranten Kultur und Gesellschaft - einer Toleranz, die an anderen Orten und in anderen Zeiten fehlte.”
Avicenna (Ibn Sina) war ein persischer Arzt, der auf den Spuren al-Razis wandelte und griechische, indische, ostasiatische und nahöstliche medizinische Forschung miteinander mischte. Sein Buch Der Kanon der Medizin aus dem frühen 11. Jahrhundert war über Jahrhunderte hinweg ein medizinisches Standardwerk. Eine bemerkenswerte Anzahl der Moslems, die einige Spuren in der Geschichte der Wissenschaft hinterließen, waren Perser, die aus ihrem stolzen vorislamischen Erbe schöpfen konnten. Der Historiker Ibn Khaldun gab zu, dass es “merkwürdig ist, dass die meisten der Gelehrten unter den Moslems, die in den religiösen oder intellektuellen Wissenschaften brillierten, mit wenigen Ausnahmen Nicht-Araber sind.”
Es ist auch interessant, festzustellen, dass praktisch alle Freidenker und Rationalisten innerhalb der islamischen Welt, wie Avicenna oder Farabi, mit der islamischen Orthodoxie nicht einig waren und häufig dafür auch schikaniert wurden. Welche Entdeckungen sie auch immer gemacht haben, sie haben es eher trotz des Islam als wegen des Islam getan, und am Ende hat der Islam gewonnen. Ibn Warraq stellt fest: “der orthodoxe Islam ging aus dem Zusammentreffen mit der griechischen Philosophie siegreich hervor. Auf wann auch immer man diesen Sieg des orthodoxen Islam datiert (vielleicht im 9. Jahrhundert mit der Konversion von al-Ashari oder im 11. Jahrhundert mit den Werken von al-Ghazali) es war, wie ich glaube, ein absolutes Desaster für alle Moslems und sogar für die ganze Menschheit.
Averroes (Ibn Rushd) wurde in Córdoba, Spanien (Andalusien) geboren. Er hatte vergleichsweiche progressive Ansichten zu Frauen, war in mancher Hinsicht ein Freidenker und hatte dadurch auch Ärger, er war aber dennoch auch ein Jurist der Maliki-Rechtsschule der Scharia und wirkte als Kadi, als islamischer Richter, in Sevilla. Er vertrat die traditionelle Sicht, die bei von führenden Islamgelehrten auch noch im 21. Jahrhundert aufrecht erhalten wird, der Todesstrafe für Menschen, die den Islam verlassen: “Ein Apostat … muss aufgrund der Worte des Propheten hingerichtet werden, wenn er ein Mann ist. ‘Erschlagt diejenigen, die ihren Din (ihre Religion) wechseln’. Es gibt aber die verbindliche Regelung, dass der Apostat gefragt werden muss, ob er bereut… vor seiner Hinrichtung.”
Und doch erinnert man sich an Averroes vor allem wegen seiner Versuche, die Philosophie des Aristoteles und den Islam zu verbinden. Ibn Warraq zufolge hinterließ er auf die lateinischen Wissenschaftler des 13. Jahrhunderts einen tiefen Einfluss und doch “hatte er überhaupt keinen Einfluss auf die Entwicklung der islamischen Philosophie. Nach seinem Tod wurde er in der islamischen Welt praktisch vergessen.”
Die Philosophie ganz allgemein begab sich in den permanenten Niedergang. Einer der Gründe dafür war der einflussreiche al-Ghazali, den viele als den wichtigsten Moslem nach Mohammed selbst sehen und der behauptete, dass ein Großteil der griechischen Philosophie logisch widersprüchlich und ein Affront gegen den Islam sei. Averroes Versuche, al-Ghazali anzufechten, wurden ignoriert und vergessen.
Der führende jüdische Denker dieser Ära war der Rabbi und Arzt Moses Maimonides. Er wurde 1135 in Córdoba im islamisch besetzten Spanien geboren, musste jedoch über Nordafrika fliehen, als die frommen Berber-Almohaden von Marokko her eindrangen und Christen und Juden in der klassischen Art des Dschihad angriffen. Maimonides las begierig griechische Philosophie, die teilweise auf arabisch verfügbar war. Er schrieb auch meist arabisch. Seine Versuche, die Philosophie von Aristoteles mit der Torah in Einklang zu bringen, beeinflusste den großen christlichen Denker Thomas von Aquin, der einige Generationen später ähnliche Bemühungen unternahm, griechisches Gedankengut mit den biblischen Schriften in Einklang zu bringen.
Es ist wahr, dass einige griechische und andere Klassiker ins Arabische übersetzt wurden, aber es ist ebenso wahr, dass die Moslems sehr speziell dabei vorgingen, welche Texte sie ausschlossen. Der iranische Intellektuelle Amir Taheri erläutert: “Es ist kein Zufall, dass frühe Moslems zahlreiche altgriechische Texte übersetzten, allerdings übersetzten sie keine, die sich mit Politik befassten. Der große Avicenna selbst übersetzte Die Poetik von Aristoteles. Es gab aber bis zum Jahr 1963 keine Übersetzung von Aristoteles’ Politik ins Persische.”
In anderen Worten: Ein großer Teil des griechischen Gedankengutes hatte Europäern niemals durch Araber “übermittelt” werden können, wie es regelmäßig von westlichen Multikulturalisten behauptet wird, weil viele griechischen Werke erst gar nicht ins Arabische übersetzt worden waren. Die Moslems blendeten insbesondere politische Texte aus, weil diese Beschreibungen von Systemen enthielten, in denen Menschen sich gemäß ihrer eigenen Gesetze selbst regierten. Das wurde von Moslems als blasphemisch betrachtet, weil die Gesetze von Allah gemacht wurden und die Herrschaft seinen Repräsentanten gebührt.
William von Moerbeke war ein flämischer Gelehrter und produktiver Übersetzer, der vermutlich mehr als jedes andere Individuum dazu beigetragen hat, dem Westen griechisches Gedankengut zu vermitteln. Seine Übersetzung von praktisch dem Gesamtwerk von Aristoteles und vielen Arbeiten von Archimedes, Hero von Alexandria und anderen ebneten den Weg für die Renaissance. Er sprach fließend griechisch und war eine Zeit lang katholischer Bischof von Korinth in Griechenland. Er fertigte höchst akkurate Übersetzungen direkt aus den griechischen Originalen an und verbesserte auch frühere fehlerhafte Übersetzungen mancher Werke. Seine lateinische Übersetzung von Politik, einer der wichtigen Arbeiten, die auf Arabisch nicht zur Verfügung standen, vervollständigte er im Jahr 1260. Sein Freund Thomas von Aquin nutzte diese Übersetzung für sein bahnbrechendes Werk Summa Theologica. Aquin bezog sich sowohl auf Maimonides als auch auf Averroes und Avicenna und war mit ihren Schriften vertraut, aber er stand Averroes ziemlich kritisch gegenüber und focht Teile von dessen Auslegung von Aristoteles an.
Wie auch Aquin war William von Moerbeke ein Bruder des Dominikanerordens und hatte persönliche Kontakte zu den höchsten Kreisen des Vatikans. Mehrere Texte, darunter einige von Archimedes, wären ohne die Bemühungen von Moerbeke und einiger anderer verloren gegangen, und er tat seine Arbeit eindeutig im Auftrag der Römisch Katholischen Kirche. Ein weiterer der Gründe für seine Arbeit war, dass die Übersetzungen, die auf arabisch vorhanden waren, unvollständig und teilweise von armseliger sprachlicher Qualität waren. Obwohl sie als frühe Wiedereinführung griechischen Gedankenguts für einige Westeuropäer dienten, “retteten” die arabischen Übersetzungen keineswegs das griechische Wissen, weil es niemals verloren gegangen war. Es war in ununterbrochener Linie von griechischen byzantinischen Christen, die sich immer noch als Römer sahen, seit den Zeiten der Klassik bewahrt worden, und konnte dort wiederentdeckt werden. Es gab damals ausgedehnte Kontakte zwischen Ost- und Westchristen, manchmal freundschaftlich, manchmal weniger freundschaftlich und gelegentlich auch regelrecht feindselig, aber es gab dennoch Kontakt. Die dauerhafte Wiederentdeckung griechischer und klassischer Studien fand als direkte Übertragung von griechischen orthodoxen Ostchristen an lateinische Westchristen statt. Es waren keine islamischen Mittelsmänner beteiligt.
Als Ergebnis davon hatten im späten 13. Jahrhundert der Heilige Thomas von Aquin sowie andere Persönlichkeiten der frühen Renaissance wie der Dichter Dante und der Humanist Petrarch einen wesentlich vollständigeren und akkurateren Rahmen griechischen Gedankenguts zu ihrer Verfügung als auch nur einer der gefeierten islamischen Philosophen jemals hatte. Und mehr noch, viele der Übersetzungen ins Arabische wurden ursprünglich von Christen angefertigt und nicht von Moslems.
Im American Thinker verwirft Dr.Jonathan David Carson teilweise den Hype um die Rolle des Islam in der Geschichte der Wissenschaft. Seiner Ansicht nach waren “die islamischen Denker, welche die ‘Naturphilosophie der alten Griechen’ übersetzten, eine sonderbare Gruppe von Moslems, da alle oder fast alle der Übersetzer vom Griechischen ins Arabische Christen oder Juden waren.” Darüber hinaus machten die meisten griechischen Texte nicht die lange Reise vom Griechischen über das Syrische oder Hebräische und das Arabische ins Lateinische, und die Westeuropäer bevorzugten (welche Überraschung!) Übersetzungen von Aristoteles direkt aus dem Griechischen, die nicht nur überlegen waren sondern auch viel schneller verfügbar.”
In A History of Philosophy, führt Frederick Copleston aus, dass es “ein Fehler ist, sich vorzustellen, dass die lateinischen Gelehrten gänzlich von Übersetzungen aus dem Arabischen abhängig waren oder auch nur, dass Übersetzungen aus dem Arabischen immer denen direkt aus dem Griechischen zeitlich vorausgingen.” In der Tat “gingen Übersetzungen aus dem Griechischen denen aus dem Arabischen gewöhnlich voraus.” Diese Ansicht wird von Peter Dronke in A History of Twelfth—Century Western Philosophy bestätigt: “die meisten der Werke von Aristoteles wurden jedoch direkt aus dem Griechischen übersetzt und nur in Ausnahmefällen über den Umweg einer arabischen Zwischenstufe …. den Übersetzungen aus dem Arabischen muss ihre volle Bedeutung zugestanden werden, aber nicht mehr als das.”
Carson sieht es so: “die große Rettung der griechischen Philosophie mittels Übersetzungen ins Arabische stellt sich als etwas heraus, das keine Rettung von Plato war, und die Übertragung lateinischer Übersetzungen von arabischen Übersetzungen der Texte von Aristoteles - entweder direkt oder aber häufiger über das Syrische oder Hebräische - traf auf eine Christenheit, welche die griechischen Texte bereits besaß und die meisten von ihnen auch schon ins Lateinische übersetzt hatte.”
Darüber hinaus war die intellektuelle Neugier vollkommen einseitig. Bernard Lewis führt in The Muslim Discovery of Europe aus: “Wir wissen von keinem islamischen Gelehrten oder Schriftgelehrten vor dem 18. Jahrhundert, der auch nur daran dachte, eine westliche Sprache zu lernen, ganz zu schweigen von der Erstellung von Grammatiken, Wörterbüchern oder anderen sprachlichen Hilfsmitteln. Übersetzungen waren rar und dünn gesät. Die bekanntesten sind Arbeiten, die für praktische Zwecke ausgewählt wurden, und die Übersetzungen wurden von Konvertiten oder Nichtmoslems angefertigt.” J.M. Roberts stellt es so dar: “Warum haben islamische Gelehrte bis vor sehr kurzem keinerlei Interesse gezeigt, lateinische oder westeuropäische Texte ins Arabische zu übersetzen? (…) Es wird klar, dass die Erklärung für den europäischen Forscherdrang tiefer liegen muss als nur in der Wirtschaft begründet, so wichtig sie auch gewesen sein mag.”
Über die glorreiche islamische Vergangenheit Spaniens wird ein großes Aufhebens gemacht, und doch werden heute in Spanien in nur einem einzigen Jahr mehr Bücher übersetzt als während der letzten 1.000 Jahre ins Arabische übersetzt wurden. Wie ich gezeigt habe, verdankt das, was an wissenschaftlichen Fortschritten der frühesten Jahrhunderte des Islam vorhanden ist, seine Existenz fast vollständig vorislamischem Gedankengut, und sogar in den besten der Zeiten konnten die Übersetzungen von nicht-islamischen Ideen und Büchern höchst selektiv sein. Später wurde dann auch die eingeschränkte Debatte über griechische Philosophie noch weiter beschnitten. Moslems wurden ihrer gottgegebenen Überlegenheit versichert und interessierten sich nicht für Ideen aus wertlosen ungläubigen Kulturen.
Toby E. Huff, der Autor des Buches The Rise of Early Modern Science: Islam, China and the West, erläutert es. Ein Meilenstein in der westlichen Wissenschaft war ‘Von den Umdrehungen der Himmelskörper’ von Nikolaus Kopernikus aus dem Jahr 1543. Dasselbe Jahr brachte einen weiteren Meilenstein für den Aufstieg der modernen Wissenschaft hervor: ‘Über den Bau des menschlichen Körpers’ von Vesalius, das den Grundstein für die moderne Medizin legte. Es stellte eine empirische Zusammenstellung von Untersuchungen des Körpers aus erster Hand mittels Leichensektion (Autopsie) dar.
Gemäß Huff “behauptete Vesalius, er habe mehr als 200 Irrtümer in Galens Arbeiten zur menschlichen Anatomie entdeckt” und seine Illustrationen sind allem, was sich in der arabisch-islamischen Tradition (in der die bildliche Darstellung des menschlichen Körpers als besonders suspekt galt) finden lässt, weit überlegen, oder auch dem, was aus der chinesischen und (wie ich annehme) indischen Tradition kommt.” In der Astronomie “ging Kepler weit über die Methoden des Ptolemäus hinaus und entdeckte vollkommen neue Prinzipien der exakten Beschreibung der Bewegungen der Himmelskörper,” mit denen er die elliptische (das heißt nicht perfekt kreisförmige) Umlaufbahn des Mars nachwies.
In den Augen von Toby E. Huff, “erlebten das 12. und 13. Jahrhundert eine soziale, intellektuelle und legislatorische Revolution, welche die intellektuellen und institutionellen Grundlagen legte, auf der später die moderne Wissenschaft aufbaute. Das Herzstück dieser Entwicklung war die rechtswissenschaftliche Vorstellung der Körperschaft, einer Gruppe von Individuen, die als ‘juristische Person’ mit legitimierter Gesetzesautonomie betrachtet wird. Solchen juristischen Personen wurde das Recht gewährt, Klage zu führen und verklagt zu werden, Eigentum zu kaufen und zu verkaufen, Regelungen und Gesetze zu erlassen, mittels derer sie ihre Aktivitäten regelten, diese Gesetze rechtlich anerkennen zu lassen und sowohl nach dem Prinzip von Wahl und Konsens als auch gemäß dem römischen Sinnspruch zu operieren, dass Dinge, die jedermann betreffen, auch von jedermann bedacht werden und jedermanns Zustimmung benötigen sollten. Unter den Organisationen, denen dieser Status legitimierter Körperschaften gewährt wurde, befanden sich Städte, wohltätige Organisationen, Gilden (speziell auch für Ärzte) und natürlich Universitäten. Nichts dieser Form der gesetzlichen Autonomie Vergleichbares entstand in China oder unter dem Islam. Kurz gesagt, die Europäer des Mittelalters schufen autonome, sich selbst verwaltende Institutionen der höheren Bildung und führten dann in diesen eine methodisch machtvolle und metaphysisch reiche Kosmologie ein, die viele Aspekte der traditionell christlichen Weltanschauung direkt herausforderte und ihnen widersprach.”
Es war auch eine Zeit, die dafür bekannt ist, dass sie das Aufkeimen des frühen modernen Kapitalismus hervorbrachte, Huff verwirft jedoch jegliche vereinfachende Verbindung zwischen Geld und Wissenschaft. Das christliche Europa zeigte eine intellektuelle Neugier, eine Begierde, die Wahrheit zu enthüllen, die man nicht einfach auf eine Sache wirtschaftlicher Interessen reduzieren kann: “Es gab zwar tatsächlich eine ‘Wirtschaftsrevolution’, die ab dem 12. Jahrhundert über Europa hinwegfegte, aber das erklärt kaum das große Interesse an Aristoteles in den Universitäten jener Epoche oder die Entscheidung praktischer Mediziner, Leichensektionen durchzuführen und Medizin in den Lehrplan der Universitäten einzuführen. Einen vergleichbaren Aufschwung wirtschaftlicher Aktivitäten gab es auch im 16. Jahrhundert, aber auch das erklärt kaum die Motivation der Kirchenmänner Kopernikus, Galileo, Kepler oder Tycho Brahe, eine neue Astronomie gegen die Interessen der Kirche zu entwickeln.”
Eine der bahnbrechenden Innovationen im Europa des Hochmittelalters war die Schaffung einer fortlaufenden Debatte, die ihren Mittelpunkt an den Universitäten hatte. Das macht den ganzen Unterschied aus, denn - wie Huff ausführt - ” ist es eine Sache, wenn eine Aktivität nach dem Zufallsprinzip von verschiedenen Akteuren verfolgt wird; es ist aber etwas vollkommen anderes, wenn diese Aktivität gemeinsam als Folge eines regulierten Prozesses getragen wird.” Während in islamischen Madrassen alle die Natur betreffenden Arbeiten des Aristoteles sowie auch Logik und Theologie ausgeschlossen blieben, profitierten europäische Gelehrte von “einem erstaunlichen Ausmaß an Forschungsfreiheit, die in der arabischen/islamischen Welt nicht existierte und auch heute nicht existiert.”
Zentren der Gelehrsamkeit haben in der gesamten bekannten Geschichte in allen Zivilisationen existiert, jedoch besaßen die meisten davon nicht die Qualitäten, die wir heute üblicherweise mit einer Universität verbinden. Es ist möglich, dass die Chinesen, die Koreaner, die Japaner, die Inder Organisationen hatten, die man auch schon in jenen frühen Jahren Universitäten hätte nennen könne; ich bin mit asiatischer Geschichte nicht vertraut genug, um das zu beurteilen. Aber die islamische Welt hatte definitiv keine.
Der deutsch-syrische Reformer Bassam Tibi führt aus, dass die islamischen Gelehrten, die griechischen Rationalismus entwickelten, heute in ihren eigenen Zivilisationen verabscheut werden. Wie er in seinem Buch Islam Between Culture and Politics schreibt, wurden “die rationalen Wissenschaften - im mittelalterlichen Islam - als ‘fremde Wissenschaften’ angesehen und zeitweise auch als häretisch. Heute scheinen islamische Fundamentalisten nicht zu wissen, dass die rationalen Wissenschaften im Islam auf etwas gründen, was ulum al-qudama (die Wissenschaft der Alten), heißt, das heißt die der Griechen.”
Wissenschaft, die als islamische Wissenschaft gesehen wurde, war das Studium des Koran, der Hadithen, der arabischen Geschichte usw. Die islamischen Madrassen befassten sich nicht mit auf Vernunft basierenden Untersuchungen oder uneingeschränkter Forschungstätigkeit, sondern mit einem Lernprozess im sakralen Sinn. Tibi glaubt daher, dass es nicht korrekt ist, Institutionen wie die Al-Azhar in Kairo, die höchste Stätte sunnitisch-islamischer Gelehrsamkeit , als Universität zu bezeichnen: “Manche islamischen Historiker übersetzen den Begriff Madrasse fälschlicherweise mit Universität. Das ist schlicht und einfach nicht korrekt: Wenn wir Universität als universitas litterarum verstehen oder uns ohne eurozentrische Voreingenommenheit die universitas magistrorum aus dem Paris des 13. Jahrhundert vorstellen, sind wir verpflichtet, anzuerkennen, dass die Universität als Ort freier und uneingeschränkter Forschung auf der Grundlage der Vernunft eine europäische Erfindung in der Menschheitsgeschichte ist.”
Es ist erwähnenswert, dass die ersten mittelalterlichen europäischen Universitäten sich teilweise aus Klöstern oder Religionsschulen entwickelten. Dennoch wurde hier das griechische Wissen in einer weit uneingeschränkteren Weise übernommen als im Nahen Osten. Die frühesten europäischen Universitäten wie die Universität von Bologna in Italien oder die von Oxford in England, wurden im 11. Jahrhundert gegründet. Im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts kamen weitere hinzu, wie zum Beispiel die Universität von Paris (Sorbonne), die Universität von Cambridge, die Universität von Salamanca in Spanien und die Universität von Coumbra in Portugal.
Nach Bassam Tibi hat sich die Situation weniger geändert als man annehmen sollte: “in islamischen Gesellschaften, in denen Institutionen der höheren Bildung eine tief verwurzelte Prozedur des Auswendiglernens zugrunde liegt, werden die Inhalte der positiven Wissenschaften, die von Europa übernommen werden, ähnlich behandelt. Koranverse werden auswendig gelernt, weil sie fehlerfrei sind und nicht hinterfragt werden sollen. Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft oder David Humes Enquiry, die inzwischen in arabischer Übersetzung vorliegen, werden auf ähnliche Weise ebenfalls auswendig gelernt und nicht ihrer Natur gemäß als problemorientierte Forschung aufgefasst.” Als Folge davon “haben im Gegensatz zum europäischen oder US-amerikanischen Modell Studenten aus traditionellen islamischen Institutionen weder Bildung noch Ausbildung.”
Das ist ein Problem, das Mitglieder dieser Kultur mit sich bringen, wenn sie ins Ausland ziehen. In Dänemark beklagte Ali Nurr, ein Stadtrat von Arhus, dass eine der Herausforderungen, denen sich gewisse Einwanderergruppen bezüglich des Bildungssytems gegenübersehen, die ist, dass sie mit Prüfungen, die auf einer rationalen, kritischen und analytischen Denkweise basieren, nicht vertraut sind. Raten Sie mal, wer?
Ein weiteres Thema ist der Mangel an individueller Freiheit. Ich habe Atlas Shrugged immer noch nicht gelesen, es ist ein Roman, den Amerikaner hoch schätzen, aber ich habe gegenüber Ayn Rands Philosophie gemischte Gefühle. Eine Sache jedoch, in der ich mit ihr übereinstimme, ist, dass “Zivilisation der Fortschritt hin zu einer Gesellschaft des Privaten ist. Die gesamte Existenz des Wilden ist öffentlich und wird von Stammesgesetzen regiert. Zivilisation ist der Prozess, der den Menschen vom Menschen befreit.” Ein Däne, der vor der Revolution von 1979 im Iran lebte, stellte fest, dass seine islamischen Freunde dachten, er sei verrückt, wenn er sagte, dass er eine Weile ein bisschen Privatsphäre haben wolle. Schon alleine die Vorstellung von “Privatsphäre’ war ihnen fremd, weil die beinhaltet, dass man ein autonomes Individuum mit eigenen Bedürfnissen ist. Ein Moslem ist ganz einfach ein organischer Teil der Umma, der islamischen Gemeinschaft. Dieser Mangel an Individualismus und individueller Freiheit ist einer der Gründe, warum Moslems im Vergleich zu unseren Kulturen zurückgefallen sind.
Andererseits glaube ich, dass der Westen in den letzten Jahrzehnten zu weit damit gegangen ist, den Individualismus zur einzigen Basis unserer Kultur zu machen. Wenn eine Nation auf nichts weiter als eine atomisierte Ansammlung von Individuen ohne Bindungen an die Vergangenheit und ohne Verpflichtungsgefühl für zukünftige Generationen reduziert wird, wird es schwierig wenn nicht unmöglich, eine Verteidigung einer dauerhaften Gesellschaft aufzubauen.





Kommentar von Ratio
7. Oktober 2007 @ 23:20
Schon kurios, grenzt ja fast an Gedankenübertragung, Eisvogel. Gerade erst hatte ich diesen Artikel Fjordmans gelesen und schon ist dessen Übersetzung da.
Soweit übersetzt stimme ich zu. Lobenswert die Auseinandersetzung auch mit Bassam Tibi und den Märchen um die jahrhundertelange Muselinvasion in Spanien.
Den letzten Absatz Fjordmans hast Du allerdings weggelassen, er lautet:
On the other hand, I believe the West has in recent decades gone too far in making individualism the sole basis of our culture. When a nation is reduced to nothing more than an atomized collection of individuals, with no ties to the past and no obligations to future generations, mounting a defense of a lasting society becomes difficult, if not impossible.
Kopiert hatte ich mir auch den dortigen Einwand des Fjordman-Lesers OliverPCamford, dem ich mich anschließe:
Comment to Fjordman - You write -
“On the other hand, I believe the West has in recent decades gone too far in making individualism the sole basis of our culture.” -
but you produce absolutely no evidence to back up your assertion that “…the West [has made] individualism the sole basis of [its] culture.” The West has done no such thing. In fact, the culture prevailing in almost all civilised Western countries is remarkably complex and cohesive and acknowledges individual rights and privacies as merely one strand of its existence.
You write also -
“When a nation is reduced to nothing more than an atomized collection of individuals, with no ties to the past and no obligations to future generations, mounting a defense of a lasting society becomes difficult, if not impossible.” -
but again you produce no evidence. Find me such a nation in the civilised West and demonstrate from first-hand evidence that it is so “atomized” [sic].
Whilst your historical facts, selective though they are (and all philosophers about mankind’s state must be selective so I do do not intend insult but merely to point out that you are equally as selective as others are), are accurate and correct but I do take issue with your conclusions. The facts which you present do not support the conclusions which you draw. Your conclusions are not invalid - nor valid - they just require that you marshall much more relevant facts in their advancing.
You have an argument. You have conclusions. Regrettably, your argument does not relate to your conclusions in any meaningful way. History is not, in this instance the arbiter of modern fact - leastways, not the history which you use.
Posted by: OliverPCamford [TypeKey Profile Page] at September 21, 2007 12:25 AM
http://www.jihadwatch.org/dhimmiwatch/archives/018190.php
Fjordman hat, wie im letzten Absatz erneut deutlich wird (erinnere an sein Gerede von den “Superreichen”, die er für die Muselinvasion mitverantwortlich machte), so gut wie keine Ahnung von Ökonomie.
Daß er Ayn Rand, “Atlas shrugged”, zu deutsch “Wer ist John Galt?” (GEWIS) 1256 Seiten! nicht gelesen hat, ist ihm natürlich nicht zu verübeln. Ich lese das sicher auch nicht, obwohl das Buch seit langem bei mir rumliegt.
Klares, fast rein abstraktes Denken genügt, um solche letztlich schlimmen Irrtümer zu vermeiden. Ich verweise dazu auf:
Frederic Bastiat, Was man sieht und was man nicht sieht
http://www.bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html
Henry Hazlitt, Economics in One Lesson (PDF)
http://www.fee.org/pdf/books/Economics_in_one_lesson.pdf
Sehr gute Website zum Thema Ökonomie und Liberalimus auch:
http://www.mehr-freiheit.de/
Kommentar von Eisvogel
8. Oktober 2007 @ 0:06
Den letzten Absatz Fjordmans hast Du allerdings weggelassen
Danke Ratio. Das muss irgendwie beim Copy and Paste verlorengegangen sein. Es war keine Absicht. Ich habe es jetzt eingefügt. Die englischen Kommentare lese ich mir morgen durch. Ich bin jetzt zu müde.
Kommentar von sometimes
8. Oktober 2007 @ 3:07
Ratio hat endlich den 26. Buchstaben gelernt. Stolz klärt er die Welt auf: Ihr dachtet es wären 25 Buchstaben, ich aber sage Euch, es sind 26. Toll Ratio, Welt, bitte verstehe: Es gibt einen unter Euch, der kann zählen, sogar bis 26, sein Name ist pst… Ratio… pst… Ratio - the KING (they told me he’s a famous broker, a friend of Steven Spielberg and the double of Mad Max). Bisher war es immer SO, IRRTÜMLICH, aber jetzt kommt… Ratio… Wenn ich nur wüßte, was Ratio will… soll ich ihm die Zeitung bringen, oder seine Zehen lutschen? Wie kann ich ihn bloß glücklich machen? Wer hilft mir? Ich BETE zu Ratio, aber ES schweigt…. vielleicht bringt ES morgen Regen… hahaha, good old Ratio, the king, kennst Du den?: Kommen zwei Ameisen aus dem Kino, sagt die eine: gehn wir jetzt zu Fuß oder nehm wir uns’ nen Hund? RelaX… Und auf (nimmer) Widersehen… sometimes
Kommentar von times
8. Oktober 2007 @ 3:50
Hallo allerseits,
ich erlaube mir einen Scherz… aber…! Auf meiner Uhr ist es 3:45 Uhr. Keiner von Euch allen ist Online! Nur Ein Einziger - ME- wacht über 80 Millionen Christen in Deutschland und umzu. The Sentinel: It’s ME. Just Me. Just One. Ratio! Were are You? Wer verhindert Mullah-Nuke? ICH? Ich bin nur 1.65., vergesst es … Selbst wenn ihr gerettet werdet… doch nicht von Hobbits oder? Gruß T.
Kommentar von Jacques Auvergne
14. Oktober 2007 @ 0:34
Danke an Eisvogel.
Ein feiner Fjordmann-Text. Und fraglos genial übersetzt ins Deutsche.
Gute Zusammenstellung; einzelne von den arabophilen als-ob-Erfindungen oder beinahe-Beiträgen zur Menschheitsgeschichte wusste ich bereits. Doch hier einmal dicht dicht gepackt: Averroes, Avicenna, Galen.
Und ganz ohne Ibn Warraq geht es nie, wie ich sehe.
Bewahren wir Zuversicht und Hartnäckigkeit.
Jacques Auvergne
http://saegefisch.wordpress.com/
Trackback von Webnews.de
15. Oktober 2007 @ 18:03
Islam, die Griechen und die wissenschaftliche Revolution - Teil 1…
im Islam besteht wie in jeder Zivilisation das wirklich Wichtige nicht aus individuellen Elementen s…
Pingback von Luclog :: Religionshistorisch :: November :: 2007
1. November 2007 @ 18:12
[...] möchte ich auf den Text von Heinz Ohlig hinweisen. Einwenig vertiefendes zu der Artikelreihe Islam, die Griechen und die wissenschaftliche Revolution, von Fjordman. Es geht im Grunde darum, das über den eigentlichen Ursprung des Islams, so gut [...]
Pingback von Luclog :: Historische Verklärung :: April :: 2008
24. April 2008 @ 15:02
[...] lesenswerte Quelle dazu ist auch der Text von Fjordman: Islam, die Griechen und wissenschaftliche Revolution (Drei [...]