Mordversuch auf Anders Gravers von SIOE/SIAD und andere Mitglieder
Orignal erschienen auf der SIOE-Seite: Murder Attempt on SIOE/SIAD Leader and Members
SIOE Dänemark kommt erst jetzt mit einem Bericht über den Mordversuch und die Demonstration in Kopenhagen heraus. Es war etwas Erholung nötig und der Grund ist auch, dass die Mainstreammedien entweder komplett schwiegen oder Lügen über die Vorfälle veröffentlichten. Wir haben gewartet, um herauszufinden, ob die MSM über den Vorfall schreiben würden. Dies hier ist der erste Artikel darüber und ein weiterer über die Demonstration wird folgen.
Der Sonntag, 21. Oktober 2007, war nicht nur ein ernstlicher Angriff auf die Redefreiheit sondern auch ein Versuch, eine Organisation, die für Freiheit, Redefreiheit und Demokratie einsteht, für immer zum Schweigen zu bringen. Nur aufgrund einiger kleiner Einzelheiten endete es nicht wie in Holland mit dem Mord an einem der mutigen Verteidiger der Redefreiheit, die sich an die Frontlinie wagen.
Für den Sonntag, 21. Oktober, hat SIOE Dänemark eine Demonstration in Kopenhagen angekündigt. Bitte lesen Sie dazu vorhergehende Artikel [auf der oben verlinkten SIOE-Seite]. Vor der Demo fuhren Anders Gravers (von SIOE und SIAD) und zwei andere Mitglieder in einem Kleinbus mit drei Vordersitzen. Sie folgten dem Sicherheitsfahrzeug, in dem eine ältere Frau von 74 Jahren (Foto links) - ein SIAD-Mitglied - und ein weiteres SIAD-Mitglied mitfuhren.
Anders saß am Steuer und folgte dem Sicherheitsfahrzeug in eine Tiefgarage, um dort vor der Demo die Autos an einem sicheren Ort zu parken. Er fuhr sehr langsam hinunter, denn es war für die Höhe des Kleinbusses offensichtlich sehr eng. Die Tiefgarageneinfahrt ist sehr steil und mit Betonpfeilern abgegrenzt. Wegen der Verzögerung stieg der Fahrer des Sicherheitsfahrzeuges aus, um die Metallschranke noch einmal zu öffnen, weil diese sich nach 30 Sekunden automatisch geschlossen hatte. So konnten wir in die Tiefgarage einfahren. Er dirigierte den Kleinbus an den Pfeilern entlang und direkt vor einen großen tragenden Betonpfeiler.
2 bis 5 Sekunden später gab es einen lauten Knall, und die Windschutzscheibe wurde beschädigt. Vermutlich zwei wie Autonome aussehende Typen standen vor dem Auto und zwei auf jeder Seite, wo sie die Seitenfenster einschlugen, riefen: “Holt ihn raus, holt ihn raus!” und damit begannen, auf Anders und das mitfahrenden SIAD-Mitglied auf der Beifahrerseite mit Eisenstangen einzuschlagen.
Das SIAD-Mitglied auf dem mittleren Sitz wurde mit einer vollen Mineralwasser auf ihren Hinterkopf geschlagen. (Foto rechts)
Es gelang Anders schließlich, einen der Autonomen hart ins Gesicht zu treten, als dieser sich vorbeugte, um die Verriegelung der Tür zu öffnen. Es gelang Anders, mit dem Auto-Feuerlöscher auszusteigen und einen weiteren damit hart auf die Schulter zu schlagen. Erst später stellte sich heraus, dass sie versucht hatten, ihn niederzustechen, da Schnitte in Hemd, Jacke und Weste gefunden wurden. Anders trug seine Sicherheitsweste, die sein Leben rettete.
Plötzlich verschwanden sie, und Anders ging um den Kleinbus herum und sah ein SIAD-Mitglied, das nach Schlägen von vier bis fünf Personen mit Eisenstangen auf dem Boden lag. Offenbar hatten sie auch bei ihm versucht, ihn niederzustechen, aber auch er hatte eine Sicherheitsweste getragen, die sein Leben rettete.
Plötzlich kreischte jemand “Lauft, Lauft” und sie verschwanden über die steile Auffahrt. Die ältere Frau lag vollkommen still auf dem Boden. Sie war im Sicherheitsfahrzeug gewesen und sofort ausgestiegen, als der Fahrer “Raus, raus!” geschrieen hatte. Sie wusste nicht, was sie tun sollte und begann zu rennen. Sie wurde von zwei Personen eingeholt und mit einer Eisenstange niedergeschlagen. Sie blieb vollkommen still liegen und hoffte, dass sie von ihr ablassen würden. Sie fühlte, dass sie eine Weile neben ihr stehenblieben und beobachteten, ob sie sich bewegen würde. Dann rannten sie vermutlich zu dem anderen am Boden liegenden SIAD-Mitglied und attackierten ihn gemeinsam.
Es war unmöglich, die Polizei zu rufen, denn in der Tiefgarage war kein Netz. Aber glücklicherweise kam der Parkhauswächter zufällig vorbei und rief Polizei und Krankenwagen.
Die Verletzten, zwei Männer und zwei Frauen, beschlossen, dass das Beste, was Anders tun könnte, wäre, die Demonstration weiterzuführen. Das wäre ein Schlag ins Gesicht der undemokratischen und faschistischen Kräfte, die versucht hatten, uns für immer zum Schweigen zu bingen. Anders stimmte zu, außer Blutergüssen auf dem Arm und am Körper fühlte er sich ok, und nachdem er mit der Polizei gesprochen hatte, fuhr er weg und führte die Demonstration vor dem Institut für Menschenrechte fort.
SIOE wird noch einen weiteren Artikel über die Demonstration bringen.





Kommentar von D. N.Reb
26. Oktober 2007 @ 14:38
Das ist die Art von Diskussion, wie sie Sozialisten gerne führen. Entweder, Du nimmst meine Meinung an oder ich schlag Dich tot. Und ich habe das Recht dazu, schliesslich kämpfe ich ja für das GUTE.
Kommentar von tape
26. Oktober 2007 @ 16:40
Da sind sie wieder, die braunen SA-Horden, durch Stillschweigen von den Machthabern geschützt und unterstützt.
“Nie wieder!”, schrien sie ihre Eltern an, die Fischers, Cohn-Bendits, Schröders, Ströbeles, Becks und Konsorten und sollten recht behalten:
Nie wieder werden wir faschistische Machtsysteme so lau und ruhig durch Nichtstun unterstützen, wie unsere Eltern es überwiegend taten.
Nein, wir werden selber Steine und Brandsätze schmeißen, mit Eisenstangen auf alte Frauen einschlagen, wertvolle Instrumente von Berufsmusikern sinnlos zerstören (Bern).
Zerstören ist angesagt: alle Gute, Schöne und Reine.
Familien müssen zerstört werden, Bildung muss geächtet werden, Kinderseelen müssen durch Pornographie “befreit” werden; Kultur, die etwas anderes hervorbringt, als Wüste und Einöde muss gebannt werden,
Reichtum und Fülle darf es nicht geben, der materielle Reichtum der anderen, muss verteilt werden.
Christentum, Nächstenliebe und jedwede Privatheit gehören verboten.
Den Linken soll die Staatsmacht gehören, die alleine denken und alle(s) lenken darf.
Nie wieder, darf ein tausend jähriges Todesreich nur zwölfe dauern.
Das einzige, was den Schmerz etwas lindert, ist die 100%ige Gewissheit, dass die saudummen Linken, wie immer und überall in der Weltgeschichte auf das falsche Pferd setzen, heutzutage auf den Islam.
Die vermummten Eisenstängenattentäter werden zu gegebener Zeit an ihren nationalislamofaschistischen Herren ihre helle Freude haben und ihr blaues oder rotes Wunder erleben.
Genugtuung will mir aber daraus auch nicht erwachsen.
Kommentar von Eisvogel
26. Oktober 2007 @ 23:32
@D.N.Reb: Ich wünschte, Du würdest viel mehr schreiben. Deine Erfahrungen zusammen mit Deinem messerscharfen Verstand und Sarkasmus und die Vergleiche DDR-damals vs. Eurabia-heute sind wertvoll. Du bist und bleibst für mich “der deutsche Wladimir Bukowsky”, auch wenn Du einen anderen Lebenslauf als er hast.
@tape: Ja
Du hast es wunderbar ausgedrückt. Es sind Kräfte am Werk, die alles Schöne, Reine kaputtmachen. Zu dem, was Du erwähnt hast, möchte ich noch die bildende Kunst, die Musik und die Lyrik hinzufügen.
Ich bin nicht sonderlich musikalisch, aber ich höre grob falsche (gegen die Harmonielehre, die mich meine Mutter lehrte, verstoßende) Töne und empfinde moderne Musik fast(!) ausschließlich als - vermutlich absichtlichen - Verstoß dagegen. Wir werden gelehrt, das gut zu finden und über harmonische Musik verächtlich zu reden.
In der bildenden Kunst ist das ebenso. Der Hase von Dürer, die Kreidefelsen von Caspar David Friedrich, die Venus von Boticelli - ok, wir achten das noch, weil es von Leuten von früher ist. Aber warum bringen wir heute niemanden hervor, der so malen kann? Ich glaube, wir hätten Menschen, die das könnten, aber wenn heute jemand einen naturgetreuen Hasen malen würde, er hätte höchstens noch Wert als Kinderbuchillustrator, als Künstler würde Dürer nicht mehr gelten. Ein Künstler muss “dreckig” sein.
Und die Lyrik liebe ich am meisten von allen Kunstformen, wie schön sind die Balladen oder mein Lieblingsgedicht von Rilke *. Aber heute muss alles hässlich sein, um wertvoll zu sein.
Und ich glaube auch, wenn man das Hässliche anbetet, dann erhört einen das Hässliche auch. Und es ist mächtiger als Popmusik, beschissene Gemälde, irre Lyrik, Pornos für Kinder und Abkehr von der Vernunft:
Die Perfektion von alldem ist der Islam.
Es ist natürlich, dass er nach Europa kommt. Wenn man das Dreckige ruft, dann kommt es. Meist anders als man denkt. Die Kommunisten, die die Revolution im Iran unterstützten, haben das erfahren. Ich bin nicht sicher, ob Mina Ahadi vom ZdEx das kapiert hat. Ich bin mir aber ganz sicher, dass unsere hauseigenen Islamophilen das nicht kapiert haben.
Genugtuung will mir aber daraus auch nicht erwachsen.
Mir auch nur manchmal. Wenn es nur sie treffen würde, ich glaube, ich könnte damit leben - in ganz düsteren Stunden denke ich sogar, ich könnte es mit einem gewissen angenehmen Gefühl, dass es richtig ist. Es trifft aber auch unsere Kinder und damit ist jegliche Genugtuung weg.
Kommentar von Eisvogel
26. Oktober 2007 @ 23:36
*
Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris
Ich liebe das so sehr und ich fühle mich so oft so.
Kommentar von tape
27. Oktober 2007 @ 0:45
Ja, sehr schön, aber auch etwas deprimierend.
Ich habe als Jugendlicher die ganze Palette eines bestimmten Typus Buch gelesen: von Hermann Hesse Siddharta, Steppenwolf, Unterm Rad ua. Von Plenzdorf “Die neuen Leiden des jungen W., Max Frisch Homo Faber und vieles mehr. Rückblickend möchte ich diese Leseerfahrung nicht missen, bin aber auch froh diese etwas melancholische Zeit hinter mir zu haben. Kann es nicht besser ausdrücken.
Liebe Eisvogel, ich wünsche dir einen schönen Abend mit Psalm 46:
2 Gott ist uns Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich gefunden.
3 Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde erbebt und die Berge mitten ins Meer wanken.
4 Mögen seine Wasser tosen und schäumen, die Berge erbeben durch sein Aufbäumen!
5 Des Stromes Läufe erfreuen die Stadt Gottes, geheiligt hat seine Wohnung der Höchste.
6 Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott wird ihr helfen früh am Morgen.
7 Nationen tobten, Königreiche wankten. Er ließ seine Stimme erschallen: die Erde zerschmolz.
8 Der HERR der Heerscharen ist mit uns, eine Festung ist uns der Gott Jakobs.
9 Kommt, schaut die Großtaten des HERRN, der Entsetzen verbreitet auf Erden!
10 Der Kriege beschwichtigt bis ans Ende der Erde, Bogen zerbricht und Speere zerschlägt, Wagen mit Feuer verbrennt.
11 Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin; ich werde erhöht sein unter den Nationen, erhöht auf der Erde.
12 Der HERR der Heerscharen ist mit uns, eine Festung ist uns der Gott Jakobs.
Und noch eine Verheißung:
Joe 3,5 Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden.
Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Rettung sein, wie der HERR gesprochen hat, und unter den Übriggebliebenen, die der HERR berufen wird.
Viele Grüße und Gottes Segen
tape
Kommentar von D. N. Reb
27. Oktober 2007 @ 13:42
@Eisvogel
Ich werde immer so verlegen, wenn Du so etwas schreibst.
Kommentar von quer
27. Oktober 2007 @ 15:36
Wenn man Negatives mit Macht kommen sieht, dann bereitet es keine Genugtuung, wenn die Macht ergriffen wird.
Es wird mir auch keine Genugtuung bereiten, wenn der von mir seit 10 Jahren gesehene Bürgerkrieg in Europa ausbricht. Und er wird ausbrechen. Dagegen werden die Spielchen einer ETA oder IRA Sandkastenepisoden sein.
Genugtuung kann man empfinden, wenn die Vorsorge für diesen Fall gelungen ist und die Kinder in Sicherheit sind. Dann gehört zur Genugtuung der Mut und das Stehvermögen. Zwischenzeitlich erziehen wir die Kinder, indem wir sie gegen das Böse und Dreckige immunisieren und ihnen ein Beispiel geben.
Kommentar von Kim
28. Oktober 2007 @ 22:56
Letzte Woche im Berliner Zoo erinnerte ich mich schwach daran, mal ein Gedicht über einen herumirrenden Panther gelesen zu haben.
Es gibt aber auch ein schönes Gedicht von Hafiz dazu:
O wilde Gazelle, wo hältst du dich verborgen,
wir sind einander doch zugetan:
zwei Irrende, zwei Einsame, zwei Verjagte,
umstellt von reißendem Getier und Fallen!
……….
Bemerkenswerterweise hat Hafis mehrmals Bezug auf Jesus, nie aber auf Muhammad genommen. Es gibt auch innerhalb der “islamischen” Kultur sehr interessante Gegenströmungen.
Kommentar von Bokito
28. Oktober 2007 @ 23:42
ich will mal keine Werbung fürs christl. Märtyrertum machen .. aber etwas Schönes vom Tucholsky hab ich:
Tucholsky, Kurt (1890 - 1935)
Rosen auf den Weg gestreut
Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,
erschreckt sie nicht - sie sind so zart!
Ihr müßt wie Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift eierm Hunde, wenn er sie ankläfft:
küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
sagt, “Ja und Amen - aber gern!
Hier habt ihr mich - schlagt mich in Fetzen!”
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
Und schießen sie: du lieber Himmel,
schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
Wer möchte nicht gern Opfer sein?
Und spürt ihr auch in euerm Bauch
den Hitlerdolch, tief, bis zum Heft:
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
(Vertont von Hanns Eisler)
Kommentar von Bokito
29. Oktober 2007 @ 0:00
@Kim: interessant .. gerade auf die Dichtung von Hafiz bezieht sich Goethe ja im West-Östlichen Diwan.
Er war bestimmt kein Moslem, wie Herr A.B.Rieger von der isl. Zeitung behauptet ..
Pingback von Nachtrag: Bericht aus Kopenhagen « SIOE Deutschland
30. Oktober 2007 @ 1:07
[...] Acht der Schwerter - Mordversuch auf Anders Gravers von SIOE/SIAD und andere Mitglieder (Deutschland… [...]
Kommentar von Kim
30. Oktober 2007 @ 12:03
Bokito,
man muß den Persern zugute halten, daß sie immer wieder gerne zu Hafis greifen, wenn es ihnen mit dem ganzen doktrinären Kram zuviel wird. Ein Gedichtlein von Hafis habe ich mal hier eingestellt:
http://www.gegen-islamisierung.info/thread.php?threadid=515
Mir hat mal ein recht bekannter Islamwissenschaftler, längst pensioniert, wie im Vertrauen zugeraunt: “Der Islam hat nur zwei Werke der Weltliteratur hervorgebracht: den Koran und Hafis.”