Die Schwächen des westlichen Mannes

von Eisvogel um 12:32 am 30. Oktober 2007

Original vom 21. Mai 2007: The Flaws of the Western Man

Diejenigen, die sich um die Pobleme des modernen Westens sorgen, teilen sich in zwei verschiedene Lager auf: Die einen schreiben sie einer mächtigen und einflussreichen Minderheit zu, die gewisse Ideologien vorantreibt, und die anderen sehen sie in einem Mangel an kulturellem Vertrauen und strukturellen religiösen und metaphysischen Problemen des Westens ganz allgemein. Ich persönlich sehe Anzeichen, die beide Erklärungen stützen. (vgl. hier, hier und hier)

Eine Allianz aus Linken und Rechten, oder aus transnationalen Progressiven und transnationalen Kapitalisten wie John Fonte gesagt hätte, untergraben den Nationalstaat. Es ist mehr als nur ein bisschen Ironie, dass bei dem Wunsch nach offenen Grenzen Sozialisten auf der gleichen Seite wie Superreiche stehen. Es gibt viele Anzeichen dafür, dass die Masseneinwanderung von den kulturellen und politischen Eliten vorangetrieben wurde und dass die Opposition dagegen manchmal mit recht repressiven Methoden zum Schweigen gebracht worden ist.

Die Niederlande waren wesentlich weniger begeistert vom Multikulturalismus als in elitären Kreisen vor 2002 allgemein angenommen wurde. Die Medien und die Politiker zeichneten ein Bild, das schlicht und einfach nicht mit der Realität übereinstimmte. Drei Soziologen an der Radboud Universität kamen zu der Erkenntnis, dass der unorthodoxe Politiker Pim Fortuyn die Unzufriedenheit des Volkes lediglich an die Oberfläche brachte. “Das positive Bild, dass fast alle Holländer die gleiche tolerante Haltung gegenüber Minderheiten an den Tag legen würden wie der ‘gutmenschliche’ Teil der Nation (wie die Eliten und Medien oft bezeichnet werden), wurde lange aufrecht erhalten”, so die Soziologen.

Ich bestreite die Tatsache nicht, dass es einen allgemeinen Zusammenbruch des kulturellen Vertrauens im Westen und in Europa gab, aber ich bestreite die Behauptung, dass sich das in einen von allen geteilten Todeswunsch übertragen hat, wobei die Massen freudig ihre eigene Auslöschung willkommen heißen. Das Überhandnehmen von Hassrede-Gesetzen und Zensur ist ein starkes Indiz für das Gegenteil. Lassen Sie uns dennoch das Augenmerk auf einige strukturelle Schwächen des Westens richten.

Euripides sagte: “Wen die Götter zerstören wollen, den machen sie zuerst verrückt.” Nun, der Westen ist zur Zeit komplett wahnsinnig geworden und teilweise von aktivem Selbthass befallen. Ich zermartere mir den Kopf beim Versuch herauszufinden, wo dieser Selbsthass herkommt. Vielleicht fühlen wir uns schuldig, weil wir so erfolgreich und reich und fähig sind, dass wir es einfach nicht mehr aushalten können. Aber wo kommen solche Schuldvorstellungen ursprünglich her? Ich argwöhne, dass sie irgendwie mit dem jüdisch-christlichen Anteil des Westens zu tun haben. Aus dem griechisch-römischen oder germanischen Anteil kommen sie nicht. Man kann viel Schlechtes über Julius Cäsar sagen, aber selbtmörderische Schuldgefühle waren definitiv nicht sein größtes Problem. Möglicherweise brauchen wir einen Hauch römischer Erbarmungslosigkeit zusätzlich zum christlichen Mitgefühl? Aber der westliche Selbsthass richtet sich häufig gegen das Christentum, und wenn wir annehmen, dass es dem Christentum entspringt, ist das irgendwie verwirrend.

Was ist Multikulturalismus? Vermutlich hat jede Generation ihre neue “Große Idee”. Sie ändert sich stets gerade genug, damit die Leute wieder darauf reinfallen, aber sie bringt umfangreichen Wandel für Millionen von Menschen mit sich. Je weniger sie mit der Realität übereinstimmt, desto besser. Der springende Punkt ist, dass sie andere utopische Ideen überbieten muss. Was steckt dahinter? Nun, die Freude daran, die etablierte Ordnung zu zerstören, was Sinn in ansonsten sinnlose Leben bringt, sowie der Wunsch, in grandiose Ideen einzutauchen. Man darf auch das Bestreben nach persönlicher Macht und die Freude darüber, dass man Gegner schikanieren kann, nicht unterschätzen. Wenn man behauptet, dass die eigenen utopischen Ideen die von Gerechtigkeit und Gleichheit sind, kann man auch behaupten, dass diejenigen, welchen nicht übereinstimmen, Befürworter von Ungerechtigkeit und Ungleichheit - in anderen Worten: böse - sind und damit außerhalb der Grenzen einer zivilisierten Debatte stehen.

Man sollte auch immer ein Auge auf Leute haben, die einer Ideologie anhängen, die dramatische gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringt, und die behaupten, dies wäre der unaufhaltsame Lauf der Geschichte, die es aber dennoch aus irgendeinem Grund nötig haben, Kritiker durch Einschüchterung mundtot zu machen. Wenn ihre Ideologie so großartig ist, wie kommt es dann, dass sie so abgeneigt gegen Kritik sind? Gute Ideen können auch rational verteidigt werden. Wenn Menschen sich gegen die kritische Überprüfung ihrer Ideen wehren, ist das üblicherweise ein machtvolles Indiz dafür, dass diese Ideen weder wahr noch wünschenswert sind.

Kann unser demokratisches System das 21. Jahrhundert überleben? Es gibt sowohl westliche als auch nicht-westliche Beispiele für frühe Formen der Demokratie. Germanische Gesellschaften - insbesondere die der nordischen Länder - hatten bereits im Mittelalter regionale Regierungsversammlungen, die Ting genannt wurden. Einige der Parlamente dieser Länder, das Althing in Island, das Folketing in Dänemark und das Storting in Norwegen, tragen dieses Vermächtnis noch in ihren Namen. Allerdings findet man das einflussreichste Beispiel, in dem auch das Wort “Demokratie” ursprünglich geprägt wurde, in Gestalt des Stadtstaats Athen im antiken Griechenland. Die Athenische Demokratie beinhaltete die Praxis der Verbannung, womit ein Bürger unter Androhung der Todesstrafe für ein Jahrzehnt ausgewiesen werden konnte, und zwar ohne Gerichtsverhandlung.

Eine Person im demoratischen Athen, die sich einer Gerichtsverhandlung gegenübersah, war Sokrates, dem das Orakel von Delphi angeblich verkündet hatte, er sei der weiseste Mann unter den Lebenden. Er wurde schuldig befunden, die Jugend verdorben zu haben, und trank den giftigen Schierlingsbecher. Die Verhandlung hinterließ einen tiefen Eindruck auf seinen Schüler Plato. Er kam zu dem Schluss, dass ein politisches System, das einen großen Mann wie Sokrates, der die Menschen dazu anregte, selber zu denken, dafür verurteilte wurde, dass er seine Meinung sagte, ein ungerechtes System sein müsse.

Plato stand der Demokratie möglicherweise überkritisch gegenüber, aber er lag nicht vollkommen falsch. Die Unterdrückung von Dissidenten, die legitime aber lästige Fragen zu heiklen Themen stellen, ist bis zum heutigen Tag ein Problem in demokratischen Gesellschaften geblieben. Demokratie stellt nicht immer sicher, dass weise Menschen gehört werden dürfen oder dass keine schlechten Ideen eingeführt werden, wie man am Fall von Multikulti und islamischer Einwanderung in den Westen klar sehen kann. Rückblickend ist es leicht, festzustellen, dass dramatische und möglicherweise auch irreversible Veränderungen ohne ordentliche Debatte eingeführt wurden. Diejenigen, welche sich dagegen stellten, wurden entweder einfach ignoriert oder durch Schikanen mundtot gemacht.

Die individuelle Redefreiheit sicherzustellen, wie es die Gründungsväter der USA in der Bill of Rights taten, ist ein notwendiger Schritt, um diese Schwäche in den Griff zu bekommen, aber es gibt auch andere Formen indirekter Zensur, die schwieriger zu bekämpfen sind. Die Diskussionskultur, die absolut unerlässlich dafür ist, dass eine Politik der Vernunft möglich ist, befindet sich schon seit Jahrzehnten im Westen im Niedergang zu Schlammschlachten, bei denen die aggressivsten Gruppierungen regelmäßig den Sieg davon tragen.

Alexis de Tocqueville, der französische Autor des Klassikers Democracy in America, zeigte sich überrascht darüber, wie religiös die Durchschnittsamerikaner waren, und stellte einen teilweisen Zusammenhang zwischen der demokratischen Kultur dort und ihrer religiösen Grundlage her. In einem Interview mit FrontPage Magazine spricht Hugh Brogan über sein neues Buch über Tocqueville. Tocqueville fürchtete, dass die individuelle Selbstachtung dem Gleichheitsdruck der Mehrheit in einem demokratischen System nicht standhalten würde.

Brogan führt aus: “Ich glaube, er würde eingestehen, dass er in Democracy in America selbst schon 1835 die Bedeutung von Lobbys und Pressuregroups hätte erkennen müsen, und er würde wohl ihre fantastische Machtfülle, die auf kommerzieller Manipulation der öffentlichen Meinung basiert, inakzeptabel finden. Sein über allem anderen stehendes Prinzip war, dass man ohne Freiheit kein Recht und ohne Recht keine Freiheit haben kann, und das waren seine zwei höchsten Werte.”

Eine der Herausforderungen, mit denen sich Tocqueville nicht befasste, war die zunehmende Macht der Vierten Gewalt, der Presse, die so mächtig geworden ist, dass sie die drei offiziellen Gewalten der Regierung beherrscht. Eine der Fußangeln in unserer modernen, komplizierten und schnelllebigen Gesellschaft ist, dass wir Tag für Tag mit riesigen Informationsmassen bombardiert werden, sodass es schwierig ist, zu entscheiden, welche Information wichtig ist und welche nicht. Wir müssen uns auf “Pförtner” verlassen, die wichtige Informationen herausfiltern, und wenn diese “Pförtner”, die Massenmedien, massiv von Leuten mit einer antiwestlichen Agenda infiltriert sind, dann zieht das ernstliche Probleme nach sich.

Christopher Lasch schreibt in seinem Buch The Revolt of the Elites: The Betrayal of Democracy über die Debatten der 1990er Jahre, wie gewisse Elitegruppen wie Juristen, Akademiker und Journalisten das demokratische System bedrohen, indem sie sich selber von ihrem eigenen Volk abtrennen. Sie alle verdienen ihren Lebensunterhalt damit, Worte und Informationen wie Konsumgüter zu behandeln, und der Markt für diese Güter wird zunehmend international. Er warnt auch vor den Konsequenzen aus dem Zusammenbruch der Religion.

Ich habe erst kürzlich angefangen, zu befürchten, dass unser demokratisches System, so wie es derzeit modern ist, dieses Jahrhundert nicht überleben kann. Zynisch gesprochen gibt es zwei grundlegene Aufgabenbereiche, die eine Regierung übernehmen muss, um legitimiert zu sein, Steuern einzutreiben:

1. Kriminelle aus den Straßen fern zu halten und die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, damit die Bürger in vernünftiger Sicherheit ihren Angelegenheiten nachgehen und Handel treiben können. Wenn das nicht gewährleistet ist und Normalbürger kein Mindestmaß an Sicherheit für ihr Leben und ihr Eigentum verspüren, leiden Handel und Investitionen und die Wirtschaft bricht zusammen.

2. Die territioriale Integrität des Landes aufrecht zu erhalten und die Grenzen und die Bürger vor Bedrohungen von außen zu schützen.

Zur Zeit tun sich die Regierungen überall in der westlichen Welt mit dem ersteren schwer und versagen abgrundtief beim letzteren, während sie immer noch obszön hohe Steuern eintreiben. Diese Situation ist schlicht und ergreifend nicht wesentlich länger aufrecht zu erhalten. Unsere Länder müssen die Kontrolle über ihre Grenzen wieder gewinnen. Das Problem ist, dass wir mit den massivsten Migrationswellen der Menschheitsgeschichte konfrontiert sind und dass gleichzeitig internationales Recht und Menschenrechtsfundamentalismus unsere Möglichkeiten, unsere Integrität aufrecht zu erhalten, beschneiden, während sich unsere politischen und wirtschaftliche Eliten immer weniger um ihr eigenes Volk scheren.

Haben wir das Ende des Goldenen Zeitalters erreicht, in dem Regierungen dem Volk Rechenschaft schuldig sind? Ich hoffe nicht, aber wir müssen das System maßgeblich ändern, damit es funktioniert, und ich muss zugeben, dass ich bisher noch keine Vorstellung davon habe, wie all diese Veränderungern aussehen werden, und auch nicht davon, wie wir es schaffen werden, sie einzuführen.

Ich habe über das Thema Wikinger vs. Moslems mit einigen Skandinaviern diskutiert. Manche haben behauptet, sie [die Wikinger] wären die Al Kaida des Mittelalters gewesen. Allerdings schätzten Wikinger die Wahrheit hoch und hielten Wort, um ihre Ehre wahren, anstatt ihr Gesicht zu wahren. Sie pflegten Blutrache, hielten Sklaven und überfielen die Christen Europas. Und obwohl die Wikinger brutal sein konnten (”Du sollst nicht morden” ist ein christliches Konzept) hatten sie immer noch einen Ehrkodex, der mit Mut zusammenhing.

Ich habe viele Beispiele von Moslembanden gesehen, die einsame Opfer angreifen, Obdachlose, Behinderte usw. Ich bin nicht sicher, ob die Wikinger das getan hätten. Nicht unbedingt, weil es falsch für sie war, Gewalt anzuwenden, sondern weil die Art und Weise unehrenhaft gewesen wäre. Das bedeutet, dass wir selbst in unseren barbarischsten Zeiten Moslems überlegen waren. Und davon abgesehen haben sich die meisten von uns von derartiger Brutalität weg entwickelt. Moslems haben das nicht.

Skandinavierinnen genossen auch während der vorchristlichen Zeit wesentlich größere Freiheit als islamische Frauen, die sie auch während der darauf folgenden christlichen Zeit behielten.

Wie Bernard Lewis in seinem Buch What Went Wrong? ausführt, “war die unterschiedliche Position von Frauen der auffallendste Gegensatz in der christlichen und islamischen Praxis und sie wurde auch von fast allen Reisenden in beiden Richtungen erwähnt. Alle Kirchen und Konfessionen des Christentums verbieten Polygamie und Konkubinat. Der Islam erlaubt wie die meisten anderen nicht-christlichen Gemeinschaften beides. (…) Islamische Besucher Europas sprechen mit Erstaunen und oft mit Entsetzen über die Unbescheidenheit und Keckheit westlicher Frauen, über die unglaubliche Freiheit und die absurde Hochachtung, die man ihnen entgegenbringt, und über den Mangel an männlicher Eifersucht der europäischen Männer, wenn sie mit der Unmoral und Promiskuität ihrer Weibsleute konfrontiert sind.”

Das ist alles gut und wir sollten stolz darauf sein. Aber heute haben wir die Situation, in der Männer und Frauen nicht nur als gleichwertig, sondern als identisch dargestellt werden. Gleichzeitig werden Frauen implizit und manchmal auch explizit besser als Männer behandelt. Dieser unlogische Doppelstandard spiegelt sich im Multikulturalismus wider, in dem alle Kulturen gleich sind, die westliche aber dennoch böse ist.

Die Chinesen sprechen von Yin und Yang, von den femininen und maskulinen Aspekten der Natur, die sich ergänzen und sich idealerweise im Gleichgewicht befinden sollten. Im modernen Skandinavien haben wir Yin im Überfluss, aber stellen dem Yang ein Armutszeugnis aus und bringen es dazu, sich schuldig zu fühlen, wo immer es auftaucht. Aber eine Gesellschaft kann ohne ein Element traditioneller Männlichkeit nicht überleben.

Der Kolumnist Jack Kelly sagt: “Es ist der Soldat und nicht der Priester, der die Redefreiheit beschützt. Die Geschichte lehrt, dass eine Gesellschaft, die ihre Krieger nicht ehrt, von einer Gesellschaft zertört werden wird, die es tut.”

Wie ich schon früher gezeigt habe, waren die alten Griechen Pioniere in der bildlichen Darstellung des realen Lebens in der Kunst. In der Moderne wurde die lineare Perspektive während der italienischen Renaissance entwickelt, beginnend mit Giotto und im frühen 15. Jahrhundert von Filippo Brunelleschi voll zur geometrischen perspektivischen Methode ausgereift. Etwas Vergleichbares wurde niemals von einer anderen künstlerischen Tradition entwickelt, sei es die chinesische, die indische oder die des Nahen Ostens. Diese vollkommen unterschiedliche Sichtweise der Kunst spiegelte vermutlich auch eine vollkommen unterschiedliche Weltsicht wider, einen Bruch mit vorherigen Traditionen und Autoritäten.

Leonardo da Vinci studierte die Natur wissenschaftlich und benutzte seine eigenen Augen, um sicherzustellen, dass seine Werke der Natur so akkurat wie möglich entsprachen. Das kann man anhand seiner Studien über die Proportionen des menschlichen Körpers in seiner berühmten Zeichnung Der Vitruvianische Mensch sehen. Er überschritt die Grenzen der Autorität der Tradition und der alten Meister, was der Grund dafür ist, dass die Dame, die er als Mona Lisa porträtiert hat, so erstaunlich lebensecht wirkt. Diese Mentalität ist der Grund dafür, dass die wissenschaftliche und industrielle Revolution im Westen stattfand.

Im frühen 16. Jahrhundert versuchten Schreiber wie Niccolò Machiavelli and Maler wie Leonardo da Vinci die Welt so darzustellen, wie sie wirklich ist. Im frühen 21. Jahrhundert haben Westler aufgehört, auch nur noch vorzugeben, das zu tun, und leben stattdessen in einer imaginären Realität, wie eine ideale Welt sein sollte. Wir könnten wahrscheinlich eine Menge von unseren Vorfahren lernen. Aber ist es vorstellbar, dass dieses westliche Verlangen danach, zu experimentieren, die Tradition zu missachten und über die Grenzen dessen hinauszugehen, was in der Vergangenheit gemacht wurde, auch in manchen Fällen eine Schwäche sein kann?

Vielleicht sind einige jener Charakterzüge, die früher zu unseren großartigsten Errungenschaften führten, wie unser Respekt gegenüber Frauen, Menschenrechten, individueller Freiheit und unsere Offenheit gegenüber Außenseitern so ins Extrem getrieben worden, dass sie zu Nachteilen wurden. Vielleicht können sich auch ursprünglich gute Ideen zum Schlechten wenden, wenn sie ohne Mäßigung ausgelebt werden. Das Schlüsselwort, das wir anscheinend vergessen haben, ist “Balance”. Nach Ansicht eines konservativen schwedischen Freundes von mir sind viele der scheinbar verrückten Exzesse, die sich zur Zeit zeigen, nicht so sehr eine Perversion der westlichen Zivilisation sondern ihre Erfüllung. Was geschehen ist, ist, dass Westler manche der Saaten unserer Kultur an ihre theoretischen (und extremen) Grenzen getrieben haben. Das hat uns verwirrt zurückgelassen, wir haben unsere zivilisatorische Mission erfüllt, und wissen jetzt nicht, was wir als nächstes tun sollen.

Die kanadische Schriftstellerin Naomi Klein glaubt, dass die Terroranschläge vom 11. September 2001 von westlichem Rassismus verursacht wurden. Im Gegenteil! Sie wurden von exzessivem Antirassismus verursacht. Wenn man die Geschichte von Michael Tuoheya, einem ehemaligen amerikanischen Flughafenkontrolleur, glaubt, dann checkte der Chefterrorist Mohammed Atta an jenem Tag bei ihm für seinen Flug ein. Tuoheya erzählt: “Ich sagte mir selber ‘Wenn dieser Kerl nicht wie ein arabischer Terrorist aussieht, dann sieht niemand so aus.’ Dann gab ich mir selber eine mentale Ohrfeige, denn heutzutage ist es sich nett, sich etwas Derartiges zu sagen.” Atta traf sich mit vier anderen Flugzeugentführern und krachte in einen der Türme des World Trade Centers in New York City.

Wir modernen Westler sind zunehmend unwillig, unser Leben für irgendetwas zu riskieren, aber wir sind bereit, jeden Tag für Antidiskriminierung zu sterben. Antirassismus ist der neue Gott, ein zorniger Gott, der unsere bedingungslose Unterwerfung und falls notwendig auch unseren Tod fordert - ganz zufällig ein bisschen so wie Allah.

Es ist möglich, dass man die Geschichte des Westens als eine Geschichte der Befreiung von Beschränkungen der Vergangenheit sieht, und als eine, die immer weiteren Personenkreisen Gleichheit gewährt, beginnend mit dem allgemeinen Wahlrecht für Männer, später für Frauen, dann Gleichheit aller ethnischen, religiösen und sexuellen Untergruppierungen und schließlich auch für Nicht-Staatsbürger und Feinde. Der Westen hat die Welt über Jahrhunderte hinweg in die Innovation geführt. Doch vielleicht kann dieser Charakterzug, der die größte Stärke des westlichen Mannes war, auch zu seinem Fluch werden. Vielleicht reißt er manchmal Schranken nieder, die notwendig sind, und besteht auf Gleichheit, wo von Natur aus keine Gleichheit existiert. Sein Selbstbild war es, die Tradition auf jeder Ebene in Frage zu stellen, und immer nach vorne zu streben. Der westliche Mann hat sich von den Fesseln seiner Traditionen, seiner Religion, seiner Kultur und den Erinnerungen an seine Vergangenheit befreit. Erst kürzlich hat er auch sein Geschlecht, seine Hautfarbe, seine eigentliche physische Existenz abgelegt. Er ist im Grunde seines Wesens ein Nichts und somit von nichts eingeschränkt. Der westliche Mann ist damit wenigstens frei.

Der westliche Mann war der erste, der die parlamentarische Demokratie schuf, der erste, der den Nord- und Südpol erreichte, der erste, der zum Mond flog. Er möchte immer irgendwohin gehen, wo noch kein Mensch zuvor war. Das Traurige ist, dass es nur noch so wenig unentdecktes Land gibt, so wenige Beschränkungen, die man noch niederreißen kann. Nun, den organisierten nationalen Selbstmord freudig anzunehmen, ist etwas, was kein Mensch zuvor getan hat, vermutlich aus sehr gutem Grund. Der westliche Mann riecht eine Gelegenheit, einmal wieder die Menschheit in unentdecktes Land zu führen, und packt sie kühn beim Schopf. Er mag nicht vernünftig sein, aber zumindest ist er der erste, und das ist für den westlichen Mann das, was ihm mehr als alles andere bedeutet.

Abgelegt unter: Übersetzungen - Fjordman

21 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von D.N.Reb

    30. Oktober 2007 @ 18:12

    Multikulturismus? Gab es in der DDR nicht.

  • 2

    Kommentar von Eisvogel

    30. Oktober 2007 @ 18:34

    Möchtest Du uns die DDR verkaufen wie Sauerbier, D.N.Reb?

    Da würde ich erstmal im Warenlager nachschauen, ob noch eine vorrätig ist. :wink:

    Du hast aber Recht. Zwei utopische Ideen schließen sich gegenseitig aus. Dieser Multikulti-Schwachsinn konnte nur gedeihen, weil die Leute keine andere tolle paradiesische Utopie hatten.

  • 3

    Kommentar von katschak

    30. Oktober 2007 @ 19:17

    @ Eisvogel

    Erst Mal Danke fuer die gute Uebersetzung.

    Fuer mich persoenlich sind zwei Dinge wichtig an diesem Fjordman Artikel.

    Erstens:
    dass Fjordman die eigentlichen Kompetenzbereiche einer Regierung genau da sieht, wo auch ich sie sehe, naemlich:
    1. Kriminelle aus den Straßen fern zu halten und die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, damit die Bürger in vernünftiger Sicherheit ihren Angelegenheiten nachgehen und Handel treiben können. Wenn das nicht gewährleistet ist und Normalbürger kein Mindestmaß an Sicherheit für ihr Leben und ihr Eigentum verspüren, leiden Handel und Investitionen und die Wirtschaft bricht zusammen.
    2. Die territioriale Integrität des Landes aufrecht zu erhalten und die Grenzen und die Bürger vor Bedrohungen von außen zu schützen.
    Zur Zeit tun sich die Regierungen überall in der westlichen Welt mit dem ersteren schwer und versagen abgrundtief beim letzteren, während sie immer noch obszön hohe Steuern eintreiben. Diese Situation ist schlicht und ergreifend nicht wesentlich länger aufrecht zu erhalten. Unsere Länder müssen die Kontrolle über ihre Grenzen wieder gewinnen. Das Problem ist, dass wir mit den massivsten Migrationswellen der Menschheitsgeschichte konfrontiert sind und dass gleichzeitig internationales Recht und Menschenrechtsfundamentalismus unsere Möglichkeiten, unsere Integrität aufrecht zu erhalten, beschneiden, während sich unsere politischen und wirtschaftliche Eliten immer weniger um ihr eigenes Volk scheren.”
    Zweitens:

    Dass er sich im Moment die gleiche Frage stellt wie ich, naemlich:

    “….wir müssen das System maßgeblich ändern, damit es funktioniert, und ich muss zugeben, dass ich bisher noch keine Vorstellung davon habe, wie all diese Veränderungern aussehen werden, und auch nicht davon, wie wir es schaffen werden, sie einzuführen.”

    Problem ist, dass das im Moment nur meine Eitelkeit befriedigt, nicht aber meine Fragen beantwortet.

    Dieser Staat (EU), der immer maechtiger wird, immer abgehobener agiert und der jetzt dabei ist sich (hat Tucholsky das mal so formuliert?) ein neues Volk zu waehlen, muss zusammen mit den Mohammedanern auf den Misthaufen der Geschichte, damit wir unsere Freiheit wiedererlangen koennen.

    Ist es in Europa ueberhaupt noch machbar, einen Staat so zu reduzieren? Da ist ein ganz unmittelbarer Zusammenhang mit dem Islamproblem!

    Wie seht ihr den Punkt mit der (scheinbaren) wirtschaftlichen Notwendigkeit neuer Renteneinzahler aus Arabien, dem Mahgreb und der Tuerkei? Mit der Tatsache, dass der Staat pleite ist und wir die Rechnung werden bezahlen muessen?

    Die letzten beiden Absaetze von Fjordman’s Artikel erinnern mich stark an den “Turmbau zu Babel” aber, lasst uns nicht den Fehler machen, zu glauben wir lebten in einer klassischen griechischen Tragoedie. Wenn wir anfangen an die Unabdingbarkeit eines tragischen Schicksals zu glauben, haben wir schon verloren.

  • 4

    Kommentar von Eisvogel

    30. Oktober 2007 @ 20:20

    hat Tucholsky das mal so formuliert?

    Es war leider ein Erzlinker, der das formuliert hat: Bertold Brecht und zwar in Zusammenhang mit der DDR. Der hat manchmal gute Dinge geschrieben.

    Ich sehe die Hauptaufgaben des Staates auch so wie Fjordman und Du, Katschak. Der Rest ist Luxus, den man sich aber durchaus zum Teil gönnen kann.

    Wie seht ihr den Punkt mit der (scheinbaren) wirtschaftlichen Notwendigkeit neuer Renteneinzahler aus Arabien, dem Mahgreb und der Tuerkei?

    Ich glaube, dass das Demografie-Problem überschätzt wird und dass das an einem gewissen Jugendwahn liegt. Es gibt zwar keine Erfahrungen mit einer überalterten Gesellschaft, sie muss aber nicht unbedingt schlecht sein. Sie ist in vieler Hinsicht nicht nur teurer sondern auch billiger (weniger Kriminalität) und Altenpflege könnte man sehr gut von Alten machen lassen (bis auf die ganz schweren Arbeiten). Um einen Pflegebedürftigen zu füttern oder für ihn zu putzen und einzukaufen, muss man weder jung noch fit noch gelernte Altenpflegerin sein. Ich habe Erfahrung damit, auch mit alten Menschen, die schwer kranke Ehepartner fast alleine pflegen. Im Grunde sind Rentenzahlungen ja einfach nur Transferzahlungen, die mit anderen Transferzahlungen (Sozialhilfe, Kindergeld) konkurrieren. Ich halte es für einen riesigen Fehler, dass wir nicht versucht haben, mit der Überalterung alleine fertig zu werden. Die Japaner tun’s. Wir werden in einigen Jahren sehen, wer besser dasteht: die findigen Japaner alleine oder wir mit den importierten “Rentenzahlern”.

    “Turmbau zu Babel”

    Das ist mir auch schon oft im Kopf rumgegangen: Turmbau zu Brüssel. Gottspielen und als Folge davon Sprachverwirrung.

    Leider habe ich etwas die Neigung, die Sache wie eine griechische Tragödie zu sehen. Deshalb tut mir der Kontakt mit anderen gut, die hoffnungsvoller sind. Übertriebene Zuversicht der Sorte (das wird schon, reg Dich bloß nicht auf) regt mich aber auf :wink:

    Überhaupt ist das möglicherweise ein Mann-Frau-Problem. Kassandra war nicht zufällig weiblich und das Orakel von Delphi auch nicht. Und Männer haben insgesamt (!) erfahrungsgemäß ein bisschen die Neigung zum Abwiegeln von Problemen, während Frauen zum Dramatisieren neigen - auch im Privaten.

    Manchmal möchte man sich einfach aufregen … Es gibt Leute, die Zuversicht brauchen, um was zu tun. Es gibt aber auch Leute, die mit dem Rücken zur Wand stehen müssen und die große Tragödie brauchen, um aktiv zu werden.

  • 5

    Kommentar von D. N. Reb

    30. Oktober 2007 @ 21:56

    Ich meine, in der Anfangsphase hat die DDR-Führung versucht, die Sowjetunion zu kopieren, um die eigene Identität aufzugeben. Dann haben die Genossen gemerkt, dass das nicht klappt. “Unsere Menschen wollten das nicht”. Also haben sie sich eine Tradition und Geschichte erschaffen, in der die DDR schon immer auf der Seite der GUTEN war. Während in der Bundesrepublik das Deutsche für Auschwitz stand, wurde in der DDR das Deutsche von Spartakus :shock: , Thomas Müntzer, den preussischen Militärreformern, den Kämpfern gegen das bismarksche Sozialistengesetz, dem Verweigerer der Kriegskredite Liebknecht, den meuternden roten Kieler Matrosen, dem Rot Front-Kämpferbund, dem National Kommitee Freies Deutschland und den ganzen Deutschen, die in verschiedenster Form gegen Hitler kämpften, repräsentiert. WIR mussten uns nie selbst hassen und eine andere Kulturform zur Selbstkasteiung einführen. Zwar wurde die Völkerfreundschaft auch propagiert aber das ging nie so weit, dass wir plötzlich nur noch Pelmeni oder Moskauer Eis gegessen hätten. Die DDR war mehr deutsch als die Bundesrepublik. Vielleicht ist deshalb auch im Osten diese Abneigung gegen den aufgezwungenen Multikulturalismus so gross?

  • 6

    Kommentar von Ratio

    30. Oktober 2007 @ 22:07

    Kommentatoren wie D.N.Reb sollten sich auch mal um die Diskussion des

    “Hamburger Grundsatzprogramms” der SED …hupps…SPD kümmern.

    http://www.blog-spd.de/?p=138

  • 7

    Kommentar von Ratio

    30. Oktober 2007 @ 22:11

    Wunderbar auch dies von Herrn Schabowski:

    http://www.kellmann-stiftung.de/index.html?/beitrag/schabowski_marx.htm

  • 8

    Kommentar von Eisvogel

    30. Oktober 2007 @ 22:23

    @D.N.Reb: Das was Du beschrieben hast, ist wohl tatsächlich die “konkurrierende Utopie”.

    Wir waren übrigens auch nicht von Anfang an Selbsthasser und nur auf Auschwitz fixiert. Ganz im Gegenteil. Bis weit in die 70er Jahre hinein wurde das sehr effektiv unter den Teppich gekehrt. Wir waren nicht wie ihr in der Tradition des guten Deutschland, wir haben einfach so getan, als ob die Welt 1949 erschaffen worden wäre.

    Ich habe Abi gemacht, ohne jemals im Geschichtsunterricht von der Nazizeit zu hören. Das stand zwar schon auf dem Lehrplan für die 13. Klasse, wurde aber in der Zeit zwischen schriftlichem und mündlichem Abi behandelt, und mein Nebenfach war Bio. Man ging nur noch in die Fächer, in denen man geprüft wurde. Mit den 68ern wurde das erst richtig thematisiert und eigentlich fing ich erst an, mich mit der Nazizeit zu befassen, als (1979?) im Fernsehen der amerikanische Vierteiler “Holocaust” lief, vorher war auch der Begriff nicht bekannt.

    In den 50ern, 60ern und frühen 70ern waren wir auch urdeutsch.

    Es ist kein deutscher Selbsthass, was wir pflegen, es ist westlicher Selbsthass (in seiner deutschen Unterform). Die anderen Westeuropäer und - etwas weniger - die Amerikaner haben das auch. Ich glaube sogar, dass die Briten das noch schlimmer betreiben als wir.

  • 9

    Kommentar von Wired

    30. Oktober 2007 @ 23:52

    Eine hochtechnisierte Gesellschafz kann durchaus mit dem Phänomen der Überalterung zurecht kommen, ohne dass der gesellschaftliche oder finanzielle Kollaps drohen muss. Japan geht da bereits heute neue Wege, sei es durch immer “intelligentere” Roboter als Begleiter und Betreuer für die ganz Alten oder durch Entwicklungen z.B. von Exoskeletten, die selbst im hohen Alter noch ein Höchstmaß an Beweglichkeit ermöglichen sollen. Es gehört zur Tragik des deutschen (europäischen) Problemes, dass solche Neuerungen, die die Japaner stolz auf jeder Technikmesse vorführen hier bei uns noch als Science Fiction betrachtet werden.

    Doch zurück zum eigentlichen Thema. Natürlich kann eine Gesellschaft mit immer höhereren Lebenserwartungen ihrer Bürger zurecht kommen. Wichtig ist hierbei allerdings eine Abkehr vom allgegenwärtigen Jugendwahn, und auch der Verzicht auf lange lieb gewonnene Privilegien. Selbst die heutige Mehrzahl der Rentner ist noch bis weit in ihre 70er körperlich und geistig durchaus belastbar. Für die Generation der in den 1970er und 80er Jahren Gebohrenen wird sich diese Zahl noch weiter nach hinten verschieben. Die Lebensarbeitszeit wird steigen, das Rentenniveau langsam sinken. Das ist nicht schön, aber durchaus zu verkraften. Eine Gesellschaft stirbt nicht an ihrem hohen Alter. Sie geht höchstens an ihrer Unfähigkeit zur Erkenntnis der Realität zu Grunde.

  • 10

    Kommentar von Shahirrim

    31. Oktober 2007 @ 2:18

    Ein schöner Artikel.

    Er erinnert mich an meinen Beruf.
    Ich bin Chemisch-technischer Assistent und habe da mal was über Gift gelernt.

    Was ist Gift einfach definiert?

    Gift ist eine MENGENSACHE!!!

    Die Erklärung ist folgende:
    Wenn der Mensch auch nur eine Stunde einen einzigen Stoff zur Verfügung hat, dann stirbt er. Ob dass das eigentlich lebensnotwenige Wasser, der Sauerstoff, das harmlose Schwefel oder auch giftiges Chlor oder hochgiftiges Schwefelwasserstoff oder Dioxin ist, spielt keine Rolle. Der Unterschied ist nicht einmal, dass einiges stärker und anderes schwächer ist. In reiner Form tötet alles sehr schnell, nur in verdünnter Form ist einiges gefährlich und anderes harmlos und wiederrum lebensnotwendig.

    Genauso ist es mit der geistigen Vergiftung unserer Köpfe. In reiner (fanatischer) Form sind alle Gesellschaftsformen/Ideologien tödlich, selbst die Guten. In verdünnter viellfältiger Form sind einige hingegen lebensnotwendig (wie das Wasser und der Sauerstoff), andere überflüssig (wie reinen Schwefel, den kann man nämlich essen, aber er hat keinen nutzen für den Körper) und andere gefährlich (wie Dioxin, Chlor ect…) wie z. B. die Multikultur, der Rassismus sowie der Kommunismus und der Islam.

  • 11

    Kommentar von kalle

    31. Oktober 2007 @ 12:54

    Wer möchte denn im Alter von einem Roboter betreut werden.

    Anständig bezahlte Menschen dafür zu beschäftigen sollte in jeder zivilisierten Gesellschaft möglich sein.

    Wobei “zivilisiert” eine Maßeinheit ist, die man an der behandlung der Schwächsten festmachen kann.

  • 12

    Kommentar von Eisvogel

    31. Oktober 2007 @ 14:03

    Wer möchte denn im Alter von einem Roboter betreut werden.

    Ich!

    Das ist deutlich besser als von gar niemandem, so wie es wohl sein wird. Denn wer glaubt, dass die Bekopftuchten ihre Finger an ungläubigen Greisinnen schmutzig machen, ist behämmert. Wer sogar glaubt, sie würden einen männlichen ungläubigen Greis auch nur anfassen, ist extrem behämmert.

    (Und ehrlichgesagt würde ich einen Roboter einer Bekopftuchten auch vorziehen, wenn ich die Wahl hätte)

    Wir haben nur die Wahl zwischen Roboter (Japan) und gar niemand (Europa). Ich beneide die Japaner.

    Wired, Du hast absolut recht. Es würde ohne Einwanderung nicht leicht werden, aber wesentlich leichter als mit.

    @Shahirrim:

    Gift ist eine MENGENSACHE!!!

    Das wusste ich schon, aber das ist dennoch wichtig:

    All Ding’ sind Gift und nichts ohn’ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist. (Paracelsus, 1493-1541)

    Aber Du gehst auf interessante Weise über Paracelsus hinaus, indem Du das mit der Ausschließlichkeit (Unverdünntheit) noch einbringst, was mir bisher nicht so deutlich klar war. Und Du hast Recht.

    Ein bisschen Antidiskriminierung ist angenehm. Aber ins Unverdünnte getrieben ist das genauso giftig wie ins Extrem getriebene Diskriminierung. Ein bisschen Diskriminierung ist nämlich auch angenehm.

  • 13

    Kommentar von Bokito

    1. November 2007 @ 0:29

    @Wired - Dein letzter Satz ist so wahr:”Eine Gesellschaft stirbt nicht an ihrem hohen Alter. Sie geht höchstens an ihrer Unfähigkeit zur Erkenntnis der Realität zu Grunde.”

    Das ist sicher das Hauptproblem von uns, dass wir uns weigern, unangenehme Wahrheiten zur Kenntnis zu nehmen.

    Ich bring hier mal einen Witz, den ein Leser vorhin bei PI gepostet hat:

    hierzu ein Witz aus Israel:

    Ein alter Araber will ein Mittagsschläfchen machen und legt sich unter einen Baum. Da kommen Kinder und wollen spielen, was den alten Mann stört. Also sagt er den Kindern, auf dem Markt würden Süßigkeiten verteilt, damit diese verschwinden. Als die Kinder dann weg sind, kommt er ins Grübeln: “Wie kann ich hier seelenruihg schlafn, wenn auf dem Markt Süßigkeiten verteilt werden?”

    http://www.politicallyincorrect.de/2007/10/taqyyia-in-penzberg/#comments

    .. Eurabier ist mir bestimmt nicht böse, wenn ich sein Posting hierher übertragen habe :)

  • 14

    Kommentar von Muslim

    10. November 2007 @ 0:54

    Eine kleine Einführung in !DIE! Grundlage des Islams.

    At-Tauhid / Monotheismus

    La illaha illa Allah

    La - Kein
    illaha - etwas das angebetet, gedient, gehorcht wird
    illa - außer
    Allah - der alleinig in Wahrheit anbetungs-dienungs-gehorsam würdige
    (und das ist der Schöpfer allen seins,
    der alleining in wahrheit Kraft und Macht habende,..)

    Monotheismus,
    die Grundlage und Hauptbotschaft des Islams ist:

    Nichts/Niemand ist anbetungs(dienungs/gehorsams) Würdig,
    außer der alleinig in Wahrheit anbetungs-würdige.

    Muslim kann nur derjenige sein
    der diese Botschaft verstanden, bezeugt und umsetzt,
    indem er zuerst !allem! die Anbetung,
    den dienst und den gehorsam entzieht,
    um dann erst überhaupt frei sein zu können
    alleine den anzubeten, zu dienen, zu gehorchen,
    dem es auch alleinig in Wahrheit gebührt,
    dem Schöpfer, Versorger allen Daseins, ….
    der sich letztmalig durch den letzten gesandten offenbart hat mit dieser Botschaft und seinem Gesetz für alle Menschen.

    Ein Muslim, ein Sklave/Diener Allahs zu werden ist nur möglich, wer diese Grundlage verstanden, bezeugt und umsetzt.

    Nun was hat das mit dem Thema zu tun ?

    Sehr viel sogar,
    ein Muslim, ein muwahid (jemand der den monotheismus verwirklicht hat) kann niemals etwas anderes dienen, anbeten, gehorchen, … als seinen Herren nehmen, als seinen Herren anerkennen, außer dem es in Wahrheit gebührt.

    Ein Muslim kann niemals ein “System-sklave”, “Staatsdiener” sein,
    nein, es ist sogar seine erste Pflicht
    den “Kufr bi Taghut” zu vollziehen,
    das “La illaha” zu verwirklichen.
    um überhaupt ein Muslim, ein Muwahid zu werden

    Kufr bedeutet hier
    “Verleugnung, Ablehnung, Loslösung,..”
    der Taghut kann vieles sein,
    die Definition würde zu weit führen,
    aber der Haupt-Taghut ist im westen zweifelsohne der “Staat” das „System“.
    In der sogenannten “islamischen Welt” die Regime,
    die Herrschenden.

    In der BRD wird man konsequent zum “Systemsklaven” erzogen, man betet, dient, gehorcht dem Taghut,
    nimmt und akzeptiert ihn als seinen Herren.
    Der Taghut bestimmt das Leben, leitet, kontrolliert, unterwirft, fordert gehorsam und bekenntnisse, weckt den anschein sicherheit, versorgung … seinen untertannen und sklaven zu gewähren. es gibt die taghut gläubigen die ihn preisen, dienen, “staatsdiener”,…etc
    der autor fjordmann beschreibt ausführlich wie weit der Taghut ins leben der menschen eingreift.

    Der Taghut wird 8x im Quran erwähnt,
    es betrifft immer die Grundlage des Islams,
    drei verse will ich hier kurz darstellen:

    (16:36)
    Und gewiß,
    bereits entsandten WIR zu jeder Umma einen Gesandten:
    „Dient ALLAH und bleibt dem Taghut fern!“
    Und unter denen waren einige, die ALLAH rechtgeleitet hat, und einige, für die das Irregehen recht war.
    Also zieht auf Erden umher, dann seht, wie das Anschließende von den Leugnern war.

    alle wahren (monotheistischen) Propheten kammen mit dieser wahren Botschaft (Monotheismus) von der Wahrheit (Gott), “Dient (alleinig) Allah und bleibt dem Taghut fern (verleugnung, loslösung)”

    (2.256)
    Kein Zwang gilt im Din (Religion/lebensweise)!
    Bereits ist das Richtige dem Irren gegenüber deutlich geworden. Also wer dem Taghut gegenüber Kufr (Verleugnung) betreibt und den Iman (Glaubensgewissheit) an ALLAH verinnerlicht,
    der hielt sich bereits am sichersten Griff,
    bei dem es kein Abreißen gibt.
    Und ALLAH ist allhörend, allwissend.

    es ist die Grundlage im Islam,
    keiner kann Muslim, Muwahid, Monotheist sein,
    wenn er nicht zu erst den Taghut verleugnet,
    das “la illaha” verwirklicht,
    um dann nur noch einem Herren anbetend zu dienen,
    zu gehorchen, zu preisen, zu fürchten,….
    nämlich dem es alleinig in wahrheit gebührt,
    dem schöpfer allen daseins,….etc

    (2:257)
    ALLAH ist der Wali (Schützer) derjenigen,
    die den Iman (Glaubensgewissheit) verinnerlicht haben.
    ER führt sie von den Finsternissen ins Licht.
    Und diejenigen, die Kufr (Verleugnung) betrieben haben,
    ihre Wali (Schützer) sind die Taghut.
    Sie führen sie vom Licht in die Finsternisse.
    Diese sind die Weggenossen des Feuers.
    Darin werden sie ewig sein.

    Allah schützt und führt diejenigen
    die den Taghut verleugnen,
    den Taghut nicht als ihren Herren akzeptieren,
    den Taghut nicht dienen, nicht anbeten, nicht gehorchen, nicht preisen, nicht fürchten,…
    um frei zu sein Allah alleinig anbetend zu dienen, zu gehorchen, zu preisen, …
    aus den Finsternissen (Plural) ins Licht (Singular),
    diejenigen die aber Allah verleugnen (Kufr gegen ihn betreiben, Kuffar sind),die schützt und führt der Taghut und zwar aus dem Licht in die Finsternisse
    sie sind Götzendiener und alle Götzendiener erwartet die Hölle.

    Wen diese Grundlagen des Monotheismus,
    die Hauptbotschaft Allah an die Menschen
    und dem einen Gesetz,
    an dem Allah sein Geschöpf Menschen richten wird,
    (an der sich Hölle und Paradies entscheiden)
    kann ich folgende Bücher empfehlen.

    Muslim oder Mushrik
    (Gottergebener Monotheist oder Beigeseller/Polytheist)
    http://www.risalatulanbiya.com/de_index.htm

    Der Kufr gegen den Taghut
    http://www.risalatulanbiya.com/de_index.htm

    dazu noch, Die definition des Taghut
    http://salaf.de/swf/aqd0017.swf

    Abschließend will ich noch auf die Konsequenzen hinweisen.

    Wer als Geschöpf in dieser Schöpfung nicht zur Erkenntnis gelangen wollte:
    “Das nichts der Anbetung/dienungs- würdig ist,
    außer der alleinig in Wahrheit anbetungs-/dienungs-würdige”
    wer in dieser Schöpfung einen Becher kühles Wasser erhebt, zu seinem Mund führt und austrinkt,
    und den Schöpfer all dessen anstatt dankend zu gedenken
    lieber das vergessen, verleugnen vorzieht
    und seinen Taghut preist, dient, gehorcht, anbetet,….
    und tatsächlich in solch einem zustand stirbt
    (wird nicht nur im diesseits scheitern und von dem einem Licht in die Finsternisse geführt werden durch seinem Taghut)
    nein, man wird sich in einer anderen Schöpfung wieder vorfinden, indem der bereitgestellte Trank derart stinkend, schmerzend eine einzige strafe darstellt
    indem der Trank dabei den durst nicht löscht,
    sondern nur vergrößert.
    Man wird dort (hölle) zur vollen Realisierung gebracht was man tatsächlich zu verleugnen gewagt hat
    und diese Realisierung wird von allen Seiten in alle sinne einströmen, indem man dann auch zur Erkenntnis gelangen wird, wer tatsächlich alles vom ersten bis zum letzten, vom kleinsten bis zum größten beherrscht hat und immer alleinig beherrschen wird,
    dem deshalb alleinig in Wahrheit die Anbetung,
    der (Lebens) dienst gebührt, ohne Beigesellung.

    Diejenigen aber die es schaffen alleinig den zum Herren zu nehmen, der tatsächlich der Herr allen Daseins ist dem ist das Paradies verheißen, eine neue Schöpfung, indem das größte Glück von allen Seiten in alle sinne eintrifft und die größte und gewaltigste aller Ehrungen wird sein: Allah zu sehen.
    http://www.youtube.com/watch?v=3SgoSgNYlHE

    Der oder Die niedrigste unter den Menschen kann
    gewaltig und großartig, wie kein König oder Königin
    auch nur annähernd in der ganzen Menscheits Historie,
    umringt von Engeln die seinen Namen bewundernd singen in das Paradies einziehen
    und der gefeierte, bewunderst, Gehrteste unter den Menschen kann in demütigster Erniedrigung in die Hölle geschmissen werden.
    Es gibt nur Einen wahren HERREN
    der alleinig die Maßstäbe setzt
    und der belohnen und strafen wird wie keiner belohnen und strafen kann
    und das nicht zu übertretene Gesetz lautet:
    „Nichts/Niemand ist anbetungs- Würdig,
    außer der alleinig in Wahrheit anbetungs- würdige.“
    Bei dessen übertrettung das gesamte Universum samt den Milliarden an Galaxien vor Furcht erzittern würde auch nur daran zu denken es zu übertreten.

    Fjördmann erkennt die Miesstände zu denen die Götzendienerei und der Taghut führen,
    eine „Rechtleitung“ hat er nicht, die Rechtleitung der Geschöpfe obliegt alleinig dem Schöpfer.

    La illaha illa Allah,
    wahdahu, La sharika llah,
    Lahul Mulk wa Lahul Hamd,
    wa huwa aala qulli shayin qadir.

    Kein Gott außer Allah,
    Einzig, ohne beigesellung,
    Sein ist die Herrschaft und Sein ist alles Lob,
    und er hat (alleinig die ) Macht über alle Dinge.

  • 15

    Kommentar von Eisvogel

    10. November 2007 @ 1:13

    Danke, Muslim.

    Ich schätze Deinen Beitrag sehr hoch. Soweit man das im Internet überhaupt beurteilen kann, glaube ich, in Dir einen ehrlichen gläubigen Menschen zu erkennen.

    Ich habe mich auch mit dem Islam befasst, aber wenn man kein Moslem ist und auch keiner sein will, tut man das vermutlich nicht so tief, wie Du das getan hast. Dennoch: Das, was ich mir angeeignet habe, reicht aus, um zu erkennen, dass Du die Wahrheit sprichst.

    Mich nervt das Gemotze über den Islam und die Moslems. Ich glaube nicht, dass uns das weiterbringt. Ich fürchte, ich bin aber dennoch Deine Feindin, denn ich möchte mit allen Mitteln vermeiden, dass der Islam in Europa Fuß fasst.

    Kannst Du das verstehen?

    Kannst Du verstehen, warum die islamischen Krieger früherer Zeiten immer mir Waffen gekommen sind und nicht mit unbewaffneten Missionaren? Sie wussten, dass die Menschen sie nicht wollen. Es gibt doch auch im Koran eine Passage, in der sinngemäß steht, dass der Islam den “Ungläubigen” widerwärtig ist. Ich finde sie jetzt nicht auf die Schnelle, aber ich denke, Du kennst sie sowieso.

    Wir haben einen Haufen verblödeter, verirrter Schafe in Europa, die vermutlich als leichte Beute erscheinen. Aber wir haben auch ein paar Menschen, die sich dem Islam widersetzen. Ich zum Beispiel. Ich möchte aber Menschen wie Dich nicht verletzen. Wütend machen mich die Lügner auf beiden Seiten.

    Siehst Du einen Weg, dass wir uns friedlich trennen und gegenseitig in Ruhe lassen?

  • 16

    Kommentar von Muslim

    10. November 2007 @ 2:08

    Mein Beitrag galt eigentlich deinem letzten beitrag aus PI, ist aber egal ich denke du wirst verstehen worauf mein beitrag sich bezieht.

    Dein problem oder allgemein der islamophoben oder anti-islam leute ist, das sie die muslime fürchten, aber nicht denjenigen dem alle furcht in wahrheit gebührt.

    Ich weiß nicht, ob europa islamisiert wird,
    aber wenn es islamisiert wird, das jetzige uns bekannte abendland untergeht, es so wie es jetzt existiert nicht mehr in zukunft geben wird, was du ja befürchtest, dann werden es nicht die sogenannten “muslime” sein, die dafür verantwortlich waren.

    Die islamophoben, anti-muslim/islam leute überschätzen gewaltig die sogenannten muslime und unterschätzen gewaltig den Islam und seine Botschaft des Monotheismus und erahnen nicht mal den alleinig in wahrheit Kraft und Macht habenden,
    das ist ihr größter fehler und fehlschätzung.

    Wie schon gesagt, ich weiß nicht was in zukunft passieren wird, ich persönlich und du und alle anderen sind mehr die getriebenen als die treibenden und können große entwicklungen weder verstehen, beherrschen, noch beinflussen und sind solchen dingen einfach nur ausgeliefert.

    das die sogenannten “muslime”, die zumeist selbst den Monotheismus nicht verstehen, umsetzen, also überhaupt keine muslime monotheisten sind, europa irgendwann mal vereinahmen könnten, weiß ich wirklich nicht und glaube ich irgendwie auch nicht. Das der islam mit seiner Botschaft des monotheismus alle anderen religionen, ideologien, botschaften übertrumpfen wird, steht für mich absolut fest, erstens weil ich genau weiß was monotheismus ist, was er bedeutet und verstehe das in wirklichkeit sich dem nichts wird entgegenstellen können (was du nicht wirst verstehen können) und zweitens weil es im Quran von dem der alleinig alle Kraft und Macht besitzt offenbart wurde.

    9.33. Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Ad-Din (rechtgeleiteten Lebensweise) geschickt hat, auf dass Er sie über alle (anderen) Religionen/Lebensweisen siegen lasse;
    mag es den Götzendienern auch zuwider sein.

    “Es gibt doch auch im Koran eine Passage, in der sinngemäß steht, dass der Islam den “Ungläubigen” widerwärtig ist. Ich finde sie jetzt nicht auf die Schnelle, aber ich denke, Du kennst sie sowieso.”

    Die Monotheistische Botschaft wird die menschen
    wie immer schon,
    Gewaltig anziehen und gewaltig abstossen,
    jemand der bezeugt das
    Nichts/Niemand anbetungs-dienungswürdige ist,
    außer der alleinig in wahrheit anbetungs-dienungs würdige,
    wird immer auf feindschaft treffen
    der Alles und Jeden für anbetungs-dienungswürdige hallten will, außer den alleinig in wahrheit anbetungs/dienungs würdigen.

    “Kannst Du verstehen, warum die islamischen Krieger früherer Zeiten immer mir Waffen gekommen sind und nicht mit unbewaffneten Missionaren. Sie wussten, dass die Menschen sie nicht wollen.”

    Ein Muslime, ein Monotheist
    kann nur die waffen als Gottesdienst heben.
    Es gibt die aussage oder verwunderte frage
    weshalb menschen im namen Gottes kämpfen, töten,…
    für einen monotheisten stellt sich die frage andersherum,
    wie kann man für etwas anders kämpfen und töten ?
    für seinen Taghut ? für die nato, uno, dow jones, wallstreet, die flagge, für geld, für orden, für karriere, …., wer für sowas gekämpft hat,
    hat es als götzendienst getan.
    Für einen Muslim, einen Monotheisten ist der kampf nur als Gottesdienst erlaubt, dh. für Gott, seine Monotheistische Botschaft an die Menschen zu verteidigen oder auszubreiten.
    Um es aber gleich vornweg zu erwähnen terror anschläge auf zivilisten, frauen, kinder in bus, metro,…
    der heutigen zeit aus reihen von muslimen sind falsch, so ein vorgehen ist vollkommen unislamisch.

    Derzeit sind die sogenannten muslime schwach,
    viele westliche armeen stehen in deren länder, widerstand und kampf ist dort natürlich legetim,
    aber auch der damalige kolonialismus und die angreifenden westlichen armeen der heutigen zeit sind legetim, auch die verbreitung der sogenannten “westlichen werte” mit den mitteln des miltärs ist es, denn hätten muslime und monotheisten die möglichkeiten und stärke dazu dann würden sie es auch tun.

    die sogenannten muslime sind aber schwach, zum teil völlig am boden, denoch der islam und seine botschaft des monotheismus ist es nicht und wird sich über jegliche andere botschaft die nur politheistisch sein kann durchsetzen und das sollte jedem zu denken geben.

    du solltest dir die von mir verlinkten bücher durchlesen, dort geht es um Monotheismus, den selbst sogenannte Muslime nicht verstehen oder verstehen wollen, es ist auch für sie zumeist zu schwer ihn umzusetzen und belügen sich selbst, der monotheismus ist nicht nur eine Botschaft die zweifelsohne sich durchsetzen wird, es ist auch die größte aller prüfungen an dem die meisten menschen, auch die meisten sogenannten muslime scheitern werden

  • 17

    Kommentar von Kreuzweis

    21. November 2007 @ 16:50

    Ich grüße die Runde!

    Ich werde mir erlauben,im Rundbriefverteiler des “Deuteschen Kolleg”, liberty.li und des Freiheitsforum.com auf die hervorragenden Aufsätze von Fjordman hinzuweisen.

    Ich hoffe, ihr habt Mut, meinen Beitrag stehen zu lassen, auch wenn er etwas allgemeiner auf die vielen wunderbaren Beiträge von Fjordman und seinesgleichen eingeht.

    Viele Aufsätze von Fjordman haben einen Mangel, den alle Zeitkritiker, die in den Denkbestimmungen der “Westliche Wertegemeinschaft” verharren, haben: Sie dringen nicht auf den Grund!
    Um dieses zu erreichen, muß eine Kritik radikal (”an die Wurzeln gehend”) sein.

    Daher muß Fjordman immer wieder seine Verwirrtheit eingestehen, die eben dadurch entsteht, daß er seine (quasi religiösen) Gewißheiten nicht in Frage stellt. Am evidentesten ist dies für mich, daß er die Massiven Zweifel an der offiziellen Version zu “9/11″ nicht an sich herangelssen hat, obwohl dieses Thema bei weitem kein so gefährliches Minenfeld ist, wie z.B. der Holocaust.

    > Aber der westliche Selbsthass richtet sich häufig gegen das Christentum, und
    > wenn wir annehmen, dass es dem Christentum entspringt, ist das irgendwie
    > verwirrend.

    Das ist für mich absolut NICHT verwirrend! Muslim hat völlig richtig erkannt, daß das heutige Christentum keines mehr ist. Es ist eine einziges Irrenhaus!
    Lebte Jesus Christus heute unter uns, würde man ihm auf Wunsch des Zentralrates wegen “Antisemitismus” den Prozeß machen und in den Knast werfen lassen - oder doch zumindest gelangweilt wegsehen. Genau dies passiert heute in fast allen Ländern Europas, wo hochanständige Leute wegen des leisesten Zweifels an auch nur Deteils des Holocaust drakonisch bestraft werden!
    De Facto ist in allen Ländern der “Westliche Wertegemeinschaft” Europas eine neue Religion installiert, die Holocaust-Religion, und die heutigen Pharisäer bedienen sich der gleichen Methoden, wie seinerzeit bei Jesus.
    Germar Rudolf, um nur ein herausragendes Ofer zu nennen, wurde an geltenden US-Gesetzen vorbei aus den USA entführt und hier für “Gedankenverbrechen”, die er in GB und USA - wo sie (noch) nicht verboten sind - beging verurteilt zu werden. Davor schützte ihn auch nicht, daß er bekennender Christ, Pazifist und Judenfreund (immerhin hatte er in USA eine jüdische Verlobte) ist.

    Was mich angeht, so hege ich freundschaftliche Gefühle zu allen deutschenfreundlichen Juden, wie z.B. Gerard Menuhin. Leider sind diese in der Minderzahl.

    > Euripides sagte: “Wen die Götter zerstören wollen, den machen sie zuerst
    > verrückt.” Nun, der Westen ist zur Zeit komplett wahnsinnig geworden und
    > teilweise von aktivem Selbthass befallen. Ich zermartere mir den Kopf beim
    > Versuch herauszufinden, wo dieser Selbsthass herkommt. …
    > Ich argwöhne, dass sie irgendwie mit dem jüdisch-christlichen Anteil des
    > Westens zu tun haben.

    Europas Bürger leiden unter “induziertem Irresein”. Dies wird ja auch von vielen von euch richtig gemutmaßt.
    Ich bin überzeugt, daß dieses Irresein zwar ein irres Christentum (Für mich gibt es kein jüdisch-christliches Christentum: entweder jüdisch ODER christlich. Wie wärs dann mit einem islamisch-christlichen…?) zur Grundlage hat, dies jedoch nicht genügte, da selbst Irre, wenn es an die Substanz geht, wieder zur Besinnung kommen können. Diese Erwachten müssen mit masiveren Waffen wieder ins Gatter getrieben werden. Diese Aufgabe hat die Justiz, die jeden Ansatz von erwachenden Selbstheilungskräften mit Justizterror unterdrückt, von dem der Holocaust-Terror der massivste ist - als Teil der Antidiskriminierungsjustiz.

    Folgerichtig hat auch Fjordman schon leichte Schläge der Nazi-Keule zu spüren bekommen - und vielleicht braucht er nur noch einige massivere um eventuell zur Erkenntnis zu kommen, daß auch “Nazis” Menschen sind und nicht grundverdorbene Teufel. Ich habe diese Szene von innen kennengelernt und mir selbst ein Bild dieser Menschen gemacht. Dort habe ich viele grundanständige Menschen erlebt, die sich nichts mehr wünschen, als ein normales Leben mit Auskommen und Familie und einer Kultur nach IHREN Vorstellungen, die im wesentlichen die des “Alten Europa” sind. Das wird ihnen systematisch verwehrt. Von den Knüppeln, die der “Taghut” ihnen ständig zwischen die Beine wirft, nur weil sie auf einem selbstbestimmten “wir sind wir” bestehen, habt ihr nicht die geringste Vorstellungen. Ihr habt euer Bild über sie doch auch nur aus den Hetzmedien dieses Staatsmonsters.
    Was meine heutige Einstellung angeht, so habe ich schwere Vorbehalte gegen jeden Staatssozialismus, da er Selbstverantwortung und Leistungswillen vernichtet. (Sozialismus = Tod)

    Die Herrschaft des “Taghut” beruht auf “Mindcontrol” mittels der gleichgeschalteten Medien, bürgerliche Vernichtung und auf Justizterror.
    Das Ziel ist, die horizontale Kommunikation zu behindern, das alte “divide et impera”. Wer sich darauf einläßt und sich vom “Taghut”/”Großen Bruder” seine Feinde definieren läßt, hat bereits verloren.
    Das ist die Lehre, die z.B. die patriotische Partei “Die Republikaner” mich gelehrt haben: Mit der ersten Ausgrenzung leiteten sie ihren Niedergang ein. In der Folge haben sie ihre Ehre verloren, indem sie der Wurst der Anerkennung hinterherhechelten und dafür viele wertvolle Mitglieder verstießen.
    Ehre bedeutet: ICH prüfe und entscheide, wer anständig ist und wer nicht - und sonst niemand. Und wenn ich Kraft übrig habe, dann versuche ich einige Unanständige zu “resozialisieren” - wie Jesus es uns gelehrt hat.

    Muslim ist mir in vieler Hinsicht sympatisch, weil er viele Sachverhalte klarer sieht, als viele hier. Völlig zurecht weist er darauf hin, wer sich denn ständig in die inneren Angelegenheiten fremder Völker einmischt, sie mit Krieg überzieht und mit seinen verlogenen “Menschenrechten” knechten will.
    Er behauptet auch nicht rational zu sein. Sein Maßstab ist sein Glaube. Und wenn man diesen an den Ergebnissen mißt, dann ist er erfolgreich! Der Muslim besitzt offensichtlich jenes Gottvertrauen, welches Luther mit den Worten “Und wenn ich wüßte, daß morgen die Welt untergeht, so würde ich dennoch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.” Daher sind die Muslims fruchtbar.

    Das alte Europa jedoch ist unfruchtbar, denn es betet Abgötzen an: Eine Rationalität, die keine ist, denn sie hat eine Religion, die eine Todesreligion ist und deren Ketzer genauso drastisch verfolgt werden, wie
    im Islam, dem man es aber vorwirft. Nennt man sowas nicht Projektion?
    Jesus sagte dazu: “Ihr seht den Splitter im Auge des Anderen, den Balken in eurem Auge sehr ihr aber nicht.”
    Allein schon die zaghaften Fragen nach der Militanz des Islam. Die “Christen” haben völlig vergessen, daß Jesu Tat eine heroische Tat war: Er starb sehend für seine Überzeugung, um uns Mut zu machen - weil er an die Menschen glaubte.
    (Sprächen wir heute noch von ihm, wenn er am Ölberg anders entschieden hätte?)
    Wer tatenlos zusieht, wie gesunde Früchte des Leibes getötet werden, möge doch bitte nicht ständig vom Töten der anderen reden - zumal man, wenn es um den Mammon geht auch gerne über fremde Leichen geht …

    Zum Schluß - das war das “Alte Europa”:
    “Und setzt ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein!”

    (Friedrich von Schiller)

    Wohlauf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd! Ins Feld, in die Freiheit gezogen!
    Im Felde, da ist der Mann noch was wert, da wird das Herz noch gewogen,
    ¦:da tritt kein andrer für ihn ein, auf sich selber steht er da ganz allein.:¦
    Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist, man sieht nur Herren und Knechte;
    die Falschheit herrschet, die Hinterlist bei dem feigen Menschengeschlechte.
    ¦:Der dem Tod ins Angesicht schauen kann, der Soldat allein ist der freie Mann.:¦
    Des Lebens Ängste, er wirft sie weg, hat nichts mehr zu fürchten, zu sorgen;
    er reitet dem Schicksal entgegen keck, trifft’s heut’ nicht, trifft es doch morgen;
    ¦:und trifft es morgen, so lasset uns heut’ noch schlürfen die Neige der köstlichen Zeit!:¦
    Von dem Himmel fällt ihm ein lustig Los, braucht’s nicht mit Müh’ zu erstreben.
    Der Fröner, der sucht in der Erde Schoss, da meint er den Schatz zu erheben;
    ¦:er gräbt und schaufelt, solang er lebt, er gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt.:¦
    Der Reiter und sein geschwindes Ross, sie sind gefürchtete Gäste.
    Es flimmern die Lampen im Hochzeitsschloss, ungeladen kommt er zum Feste;
    ¦:er wirbt nicht lange, er zeigt nicht Gold: im Sturm erringt er den Minnesold.:¦
    Warum weint die Dirn’ und zergrämt sich schier? Lass fahren dahin, lass fahren!
    Er hat auf Erden kein bleibend Quartier, kann treue Lieb’ nicht bewahren.
    ¦:Das rasche Schicksal, es treibt ihn fort, seine Ruhe lässt er an keinem Ort.:¦
    Drum frisch, Kameraden, den Rappen gezäumt! Die Brust im Gefechte gelüftet!
    Die Jugend brauset, das Leben schäumt: frisch auf, eh’ der Geist noch verdüftet.
    ¦:Und setzt ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein!:¦
    Auf des Degens Spitze die Welt jetzt liegt, drum wohl, wer den Degen jetzt führet!
    und bleibt ihr nur wacker zusamengefügt, ihr haltet die Welt und regieret.
    ¦:Es steht keine Krone so fest, so hoch, der mutige Springer erreicht sie doch.:¦

    Kreuzweis

  • 18

    Kommentar von Kreuzweis

    21. November 2007 @ 17:04

    Hinweis:
    Der untere Teil gehörte zum Entwurf und sollte nicht mehr dabeisein; leider mißlang jeder Korrekturversuch.
    sotte auch heißen “Denkbestimmungen” statt “Denkbetimmungen” …

    [Ich habe die Korrekturen durchgeführt. Eisvogel]

  • 19

    Kommentar von Eisvogel

    21. November 2007 @ 18:00

    Ich hoffe, ihr habt Mut, meinen Beitrag stehen zu lassen

    Ja, natürlich. Solange nichts strafrechtlich Relevantes dasteht (und Spekulationen über meine Person oder Psyche nerven mich auch, sie sind nicht wichtig für die Diskussion), lasse ich es stehen. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die Angst haben, Meinungen, die man nicht teilt, wären infektiös wie die Beulenpest, nur wenn man sie liest.

    Ich stimme in manchen Teilen überein, in sehr vielen jedoch nicht. Ich habe keinerlei Zweifel an der offiziellen Version von 9-11 - sie ist im Gegensatz zu den kursierenden Verschwörungstheorien (die übrigens weit verbreitet und ziemlich “salonfähig” sind) in sich schlüssig und nachvollziehbar. Es besteht kein Zweifel daran, dass von der islamischen Welt seit Beginn ihres Bestehen Djihad gegen die Ungläubigen ausgeht. Er schläft nur gelegentlich - insbesondere dann, wenn den Moslems die Hochkulturen ausgehen, die sie ausbeuten können (wie die letzten 300 Jahre). Er würde immer noch schlafen, wenn wir keine Idioten wären.

    Ich hege nicht die geringsten Zweifel daran, dass der Holocaust sich zugetragen hat und sehr gut erforscht ist (besser als jedes andere historische Ereignis). Auch hier ist sowohl die historische Dokumentation überreichlich vorhanden und es ist auch keineswegs verboten, auf dem Gebiet zu forschen, wie gelegentlich behauptet wird. Darüberhinaus ist es nicht so lange her, dass man keine Zeitzeugen mehr befragen kann (oder konnte). Auch mir wäre es lieber, dieses Verbrechen wäre nicht geschehen, ist es aber nun mal und wir müssen damit leben.

    Ich tue das mit Trauer, nicht mit Schuldgefühlen. Schuldgefühle führen gerne dazu, dass man Schuldabwehr-Mechanismen entwickelt und dazu auch auf die Idee kommen könnte, sich die Realität so zu machen, wie man sie lieber hätte, wie sie aber nicht ist.

    Ich erkenne auch, dass es (nicht vollkommen aber teilweise) falsch aufgearbeitet wurde und dass heute jeder Depp “Nazi” brüllen kann, wann immer er mit dem Rücken zur Wand steht und leider dann gehört wird. Davon abgesehen GIBT es aber Neonazis - wenn auch nicht viele - und sie sind genau wie Muslim meine Feinde.

    Ich kann aber auch mit Feinden zivilisiert reden.

    Hierzu ein Zitat aus einer meiner anderen Übersetzungen von Yashiko Sagamori:

    Ein hoffnungsvoller junger Mann, Erstsemester an einer großen Universität im Mittleren Westen, der einige meiner Artikel gelesen hatte, lieferte mir den unwiderlegbaren Beweis, dass alles, was ich jemals über den Islam und Moslems geschrieben habe, falsch sei. Er teile sich ein Zimmer im Studentenwohnheim mit einem Moslem, erzählte er mir trotzig.

    “Und?” fragte ich

    “Und er ist nett!” sagte der Junge.

    “Und?” Ich wusste immer noch nicht, worauf er hinaus wollte.

    “Ich meine, wirklich nett.”

    “Möchten Sie mir erzählen, dass wir uns nicht mit netten Leuten im Krieg befinden können?” fragte ich.

    “Können wir das denn?” gab er kichernd zurück.

    Was für eine Frage. Was für eine vollkommen verständliche Frage. Wie viel leichter muss alles gewesen sein, als wir noch Kriege gegen Vampire und Kakerlaken führten.

    Dass Menschen persönlich nett sind, hat wenig damit zu tun, ob man in feindlichen Lagern stehen kann. Es ist infantil zu glauben, Angehörige einer feindlichen Ideologie könnten nicht persönlich sympathisch sein, sondern wären samt und sonders Monster. Leider ist dieser Kinderglaube verbreitet.

    Ich denke nicht, dass Jesus heute als Antisemit bezeichnet würde. Er war Jude und der innerjüdische religiöse Disput unter Gelehrten war üblich, ist immer noch üblich und ist auch zuweilen heftig. Das wird nicht als Antisemitismus ausgelegt. Es gibt natürlich keine christlich-jüdische Religion, aber eine christlich-jüdische Kultur. Es müsste jedem einsichtig sein, dass das Christentum auf dem Judentum aufbaut und dass beide Religionen Europa geprägt haben - wohingegen der Islam aus einer ganz anderen Quelle stammt.

    Dieser Blog hier ist ausgesprochen freundlich gegenüber Israel eingestellt, Israel liegt mir sehr am herzen, ich schätze seine Tapferkeit, seinen Erfolg, und seine Lebensfreude trotz all des Leids und der Probleme und der Einsamkeit - ich finde aber nicht alles gut, was Israel macht, mir sind sie viel zu gutmütig gegenüber vernichtungswütigem, forderndem und verlogenem Pack.

    Übrigens halte ich die Forderung, Juden mögen deutschfreundlich sein, für etwas viel verlangt. Es ist nicht nur die Nazizeit (aber die auch) - es ist auch das heutige Verhalten der deutschen Politik gegenüber Israel und seinen Feinden sowie die Gehässigkeit im Volk, die mich sehr gut verstehen lassen, wenn Vorbehalte da sind.

    Dennoch empfinde ich Juden als erstaunlich freundlich mir gegenüber. Erwarten oder gar einfordern würde ich das aber nie.

    Ich bin nicht auf alles eingegangen, es war sehr viel.

  • 20

    Kommentar von Time

    21. November 2007 @ 19:24

    Fundamentalisten aller Religionen… sind vereinigt?!

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