Little Green Footballs und der Rassismus in den USA

von Eisvogel um 12:32 am 2. November 2007

Original vom 1. November 2007: Little Green Footballs and Racism in the United States

Wie die meisten Leser inzwischen wissen, war ich in etwas involviert, was sich leider zu einer höchst öffentlich ausgetragenen Streiterei - manche würden wahrscheinlich auch Hexenjagd sagen - mit Charles Johnson von dem großen amerikanischen Blog Little Green Footballs entwickelt hat. Es ging dabei um den angeblichen “Rassismus” der Schwedendemokraten und des Vlaams Belang. Vielen dieser Behauptungen ist bereits widersprochen worden, obwohl sich LGF weigert, das zu verlinken. Ich habe meine Absicht kundgetan, eine Kommentarpause bei LGF einzulegen, wo ich mehrere Jahre lang aktiv war, denn ist mehr als klar geworden, dass sowohl Charles als auch viele seiner Leser keinerlei Interesse an einer echten Debatte haben, geschweige denn an einer über die wirklichen Bedrohungen der Freiheit in Europa.

Ich möchte jedoch die Debatte über “Rassismus” weiterführen, die inzwischen häufig in etwas der Art ausartet: “Ich bin ein Multikulturalist. Ich habe die Diskussion verloren, weil ich schwache Argumente für meine Ansichten habe. Ich möchte, dass Du den Mund hältst und deshalb bist Du ein Rassist.”

Ein amerikanischer Freund von mir schlug einmal vor, eine Partei Einheimischer Europäer zu gründen. Wenn man die Geschwindigkeit betrachtet, mit der die demographischen Verschiebungen vor sich gehen, und die Zensur, die jeder Debatte über das Thema auferlegt wird, ist es durchaus möglich, dass es tatsächlich so weit kommt. Es gibt keinen anderen Kontinent, wo die einheimischen Völker systematisch ihres Erbes entledigt und aus ihren eigenen Städten verdrängt werden, wo sie Gewalt und Misshandlung ausgesetzt sind und das alles unter aktiver Beteiligung ihrer eigenen Regierungen, wobei dies sogar als Sieg der Toleranz gefeiert wird und wo es den Einheimischen verboten ist, dem auch nur verbalen Widerstand entgegenzusetzen. Ja, ich bin der Ansicht, dass dies eine antieuropäische Voreingenommenheit darstellt.

Ich fragte Charles Johnson zu dem Thema: “Ok, Charles, wenn Du das für Rassismus hältst, dann würde ich gerne Deine Definition von Rassismus hören. Die einheimische Bevölkerung aller europäischen Länder ist weiß. Wenn also europäische Länder den Wunsch haben sollten, dass die einheimische Bevölkerung in der Mehrheit bleibt, dann bedeutet das im Endeffekt eine weiße Mehrheit. Bist Du der Ansicht, dass die Menschen zum Beispiel in Norwegen das Recht haben, eine Einwanderungspolitik zu wünschen, die eine traditionelle demographische Mehrheit sicherstellt oder ist das Rassismus? Falls ja, wie kommt es dann, dass nicht-europäische Länder dasselbe wünschen dürfen, ohne dafür attackiert zu werden? Wenn Du Dich so sehr mit Rassismus beschäftigst, wirst Du Dich dann auch genauso leidenschaftlich gegen die Weißenstudien engagieren, die zur Zeit in wachsender Zahl an amerikanischen Bildungseinrichtungen gelehrt werden, und zwar teilweise auch mit öffentlichen Geldern?” Er behauptete zuerst, die Frage sei “sinnlos”, aber nachdem ich ihn drängte, antwortete er widertrebend, ja, Europäer hätten das Recht, sich dagegen zu wehren, dass sie in ihren eigenen Ländern zur Minderheit gemacht werden. Gut. Auf meine Frage nach den Weißenstudien blieb er mir die Antwort jedoch schuldig. Ich drängte weiter darauf und schließlich antwortete er: “Da Du das jetzt mehrfach wiederholt hast, werde ich darauf antworten. Die Tatsache, dass ich über eine Sache etwas schreibe oder auch nicht schreibe, hat absolut nichts damit zu tun, was ich über etwas anderes schreibe. Das ist nichts als ein Ablenkungsmanöver und das weißt Du auch.”

Ich bin mir nicht sicher, ob es das ist. Die Bloggerin Vanishing America berichtet, dass in manchen Universitätskursen Weiße als mehr oder weniger genetisch bedingt böse dargestellt werden: It’s everywhere.

Wie können Säuberungsaktionen gegenüber “Rassisten” in Blogs und Foren eingeführt werden, wenn jeder Mensch europäischer Herkunft rassistisch ist? Wenn Rassisten das Recht auf Redefreiheit abgesprochen wird und wenn alle Europäer Rassisten sind, dann hat kein Mensch europäischer Herkunft das Recht auf freie Meinungsäußerung. Verbietet uns einfach alle. Wir müssen uns sogar selber verbieten. Geben wir doch einfach auf und melden uns zur Umerziehung an.

Ein Pflichtprogramm an der Universität von Delaware beinhaltet, dass alle eingeschriebenen Studenten zur Kenntnis nehmen, dass “alle Weißen Rassisten sind” und bietet gemäß einer Bürgerrechtsgruppe “Behandlung” jeglicher inkorrekter Haltungen bezüglich, Klasse, Geschlecht, Religion, Kultur oder sexueller Orientierung, die Studenten eventuell haben könnten, wenn sie an die Universität kommen. Die Organisation zitierte auszugsweise aus Dokumenten des Office of Residence Life Diversity Education Training der Universität, unter anderem dies:

Ein Rassist ist jemand, der auf der Grundlage eines (rassistischen) Systems des weißen Anspruchs auf Vorherrschaft sowohl sozialisiert als auch priviliegiert ist. ‘Der Begriff umfasst alle weißen Menschen (d.h. Menschen europäischer Herkunft), die in den Vereinigten Staaten leben, und zwar unabhängig von Klasse, Geschlecht, Religion, Kultur oder sexueller Orientierung. Nach dieser Definition können farbige Menschen keine Rassisten sein, weil sie als Völker innerhalb des US-Systems nicht die Macht haben, ihre Vorurteile, Feindseligkeiten und Akte der Diskriminierung zu etablieren’ “Das Bildungsprogramm stellt auch fest, dass “umgekehrter Rassismus” ein “Begriff ist, der von Weißen geprägt wurde und dazu benutzt wird, um weiße Privilegierung zu leugnen.” Und “Nicht-Rassist” wird als “Nicht-Begriff” bezeichnet, weil - wie das Programm erläutert - “Der Begriff von Weißen zu dem Zweck geprägt wurde, ihre Verantwortung für den systematischen Rassismus zu leugnen, angesichts rassischer Unterdrückung eine Aura der Unschuld aufrecht zu erhalten und die Verantwortung für diese Unterdrückung von weißen auf farbige Menschen zu verlagern ( ‘Opferbeschuldigung’).

Ich habe schon früher über antiweißen Rassismus geschrieben:

Kaukasophobie - der akzeptierte Rassismus

Barbara Kay von der kanadischen Zeitung National Post schreibt über eine neue Modeerscheinung, die man “Whiteness Studies” (Weißenstudien) nennt:

“Das Ziel der WS ist es, ein permanentes Rassenbewusstsein in jedermann zu etablieren - die ewige Opferrolle für Nichtweiße, die ewige Schuld für Weiße - und wird vor allem vom obersten WS-Guru, Noel Ignatiev, vorangetrieben, der füher Professor an der Harvard Universität war und inzwischen am Massachusetts College of Art lehrt: “Der Schlüssel zur Lösung der sozialen Probleme unserer Zeit ist die Abschaffung der weißen Rasse.”

Einige der Wegbereiter der Whiteness Studies haben ihre Ziele ganz offen angegeben:“Abolitionismus (Sklavenbefreiung in den USA) kann man auch als Strategie sehen: ihr Ziel ist nicht die Harmonie zwischen den Rassen sondern der Klassenkampf. Mit Angriffen auf die weiße Rasse versuchten Abolitionisten die Hauptsäulen des Kapitalismus im Land zu untergraben.” und: “Die Aufgabe ist, eine Minderheit zusammenzubringen, die fest entschlossen ist, es für jedermann ein Ding der Unmöglichkeit zu machen, weiß zu sein.”

Der konservative Sozialkritiker David Horowitz kommentiert das folgendermaßen: “Schwarze Studien preisen das Schwarz-sein, Latino-Studien preisen das Latino-sein, Frauenstudien preisen das Frau-sein und Weißen-Studien attackieren Weiße als ein Übel.” Dennoch halten trotz weit verbreiteter Kritik daran mindestens 30 Institutionen - von Princeton bis zur University of California in Los Angeles - Kurse zu “Whiteness Studies” ab.

(…) Der College-Professor Mike S. Adams schreibt über Verschwörungstheorien, die er unter Studenten gehört hat und die verschiedene soziale Missstände den weißen Menschen anlasten:

“Die Mona Lisa wurde von einem afrikanischen Künstler gemalt und aus einem Museum in Äthiopien gestohlen. Die meisten der großen Kunstwerke sind afrikanischen Ursprungs und wurden von Weißen gestohlen. Das wurde gemacht, um den Mythos der weißen kulturellen Überlegenheit voranzutreiben. ” Und eine andere:“Es ist bewiesen, dass beobachtet wurde, wie Schiffe der US-Küstenwache - auf Befehl von Präsident Bush - wähend des Hurrikans Katrina Deiche rammten. Bush ordnete das an, um Schwarze, die in staatlichen Wohnprojekten lebten, zu töten.”

Adams präsentiert das als lustig, aber ich finde es nicht lustig.

Es ist ein beunruhigendes Zeugnis, dass Hass auf Weiße, die immer noch die Mehrheit in den USA stellen, an amerikanischen Colleges in Ordnung ist und sogar ermuntert wird. In seinem Buch Religion of Peace?: Why Christianity Is and Islam Isn’t , zitiert Robert Spencer “Rachel”, eine weiße amerikanische Studentin, die folgende Worte gegenüber dem indianischen Professor Dr. David Yeagley sprach: “Sehen Sie, Dr. Yeagley, ich kann an meiner KUltur nichts erkennen, worauf man stolz sein kann. Es ist alles nichts. Meine Rasse ist einfach nur nichts…. Sehen Sie sich Ihre Kultur an. Sehen Sie sich die indianische Kultur an. Ich denke, sie ist wirklich großartig. Sie haben etwas, worauf Sie stolz sein können. Meine Kultur ist ein Nichts.”

Dr. Yeagley stellte fest: “Die Cheyenne haben ein Sprichwort: Eine Nation ist niemals erobert, solange die Herzen ihrer Frauen nicht am Boden sind…. Als Rachel ihr Volk verächtlich machte, tat sie das in der heiter gelassenen Selbstsicherheit einer Hohepriesterin, die eine Liturgie rezitiert. Sie sagte es ohne Furcht vor Kritik oder Zensur. Und es kam auch keine. Die anderen Studenten hörten schweigend zu, ihre Augen bewegten sich schüchtern zwischen mir und Rachel hin und her, als ob sie unsicher wären, wer von uns die höhere Autorität darstellt….. Wer hat Rachels Volk erobert? Was brachte sie dazu, es so respektlos zu sehen? Warum verhielt sie sich wie eine Frau eines besiegten Stammes?”

Nun, meine Antwort darauf wäre die: Die Amerikaner wurden über Jahrzehnte hinweg mit Rassismusanschuldigungen bombardiert, die sich fast ausschließlich gegen die europäischstämmige Mehrheit richtete. Wenn ich mir erlauben darf, das zu sagen - das ist es, was ich wirklich sehe, wenn ich mir die hysterische Überreaktion von Teilen von Little Green Footballs bezüglich “weißen Rassismus” in Europa ansehe, und das obwohl Menschen europäischer Herkunft heute zu den am wenigsten rassistischen Menschen auf dem Planeten gehören.

Die Little Green Footballer gründen ihre Weltanschauung auf der Existenz eines moderaten Islam, der nicht existiert, und auf der Existenz eines großen und fanatischen Neonazi-Netzwerks in Europa, das auch nicht existiert. Neonazi-Gruppierungen sind im allgemeinen marginal, und zwar aus dem ganz simplen Grund, weil die Leute sie nicht leiden können. Ich bin auch dafür, dass sie beobachtet werden müssen, aber sie stehen auf der Liste der Freiheitsfeinde ziemlich weit unten, hinter Moslems, Linken und der Europäischen Union. Der einzige theoretisch denkbare Grund, aus dem auch nur ein Teil der Europäer sich wirklich extremistischen Gruppen anschließen würde, ist der, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen und dass alle anderen sie aufgegeben haben. Das ist exakt das, was wir zu vermeiden suchen.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, warum amerikanische Politiker, einschließlich der Republikaner und hochrangigen Mitgliedern der Bush-Regierung mit La Raza - “die Rasse” - zusammenarbeiten, einer mexikanischen Gruppierung, von der sogar Charles Johnson selbst sagt, dass sie hispanische Überlegenheit propagiert. Warum wird das als ok angesehen, während einheimische Europäer, die einfach nur keine Minderheit in ihren eigenen Ländern werden wollen, Dämonen sind? Zwischenzeitlich säubern mexikanische und hispanische Banden gezielt ihre Nachbarschaften in Los Angeles und anderswo von schwarzen, weißen und asiatischen Amerikanern. Ich habe das bei LGF einmal als “ethnische Säuberung” bezeichnet und wurde daraufhin als “hysterisch” beschimpft. Johnson schreibt nicht allzuviel dazu, aber einige seiner Leser glauben offenbar, dass sich hinter jedem Stein in Europa ein Nazi verbirgt, was jedesmal offen zu Tage tritt, wenn auch nur der kleinste Hinweis auf Widerstand gegen die fortwährende islamische Einwanderung und Kolonisierung des Kontinents mit Hilfe und Unterstützung der Europäischen Union auftaucht.

Ich glaube, das sagt uns mehr über das antiweiße intellektuelle Klima in den Vereinigten Staaten als es uns über Europa sagt. Das bringt uns zu einer Frage, die ich auch schon früher gestellt habe. Viele Amerikaner sagen, dass sie es leid sind, einmal wieder in Europa hineingezogen zu werden. Gut, ich kann verstehen, warum. Aber eine andere Frage ist die: Wenn einheimische Europäer tatsächlich anfangen, effektiv gegen die Islamisierung zu kämpfen, auf welcher Seite werden die Amerikaner dann stehen? Werden sie auf unserer Seite sein, oder werden sie die armen Moslems unterstützen, die Opfer von europäischem Rassismus und Fremdenhass sind, gerade so wie sie es in Jugoslawien getan haben?

Wenn man nach der aggressiven Feindseligkeit gegen alles Europäische urteilt, mit der sie indoktriniert sind, dann fürchte ich, sie werden das Letztere tun.

Abgelegt unter: Übersetzungen - Fjordman

26 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von katschak

    2. November 2007 @ 14:00

    Nur ganz schnell und zwischen Tuer und Angel, hier ein link zu dem oben aufgeworfenen Thema, warum US Republicans (unter oft heftiger Kritik und Opposition ihrer konservativen Basis) der illegalen und legalen Invasion seitens Mexikanern u.a. positiv gegenueberstehen und mit Latino-Rassisten zusammenarbeiten:

    http://alamoalliance.org/truth.html

    “Die Little Green Footballer gründen ihre Weltanschauung auf der Existenz eines moderaten Islam, der nicht existiert, und auf der Existenz eines großen und fanatischen Neonazi-Netzwerks in Europa,…”

    Als langjaehriger Leser und Kommenator bei LGF kann ich dazu nur sagen: zweiteres stimmt, ersteres nicht. Niemand bei LGF glaubt an einen “moderaten” Islam. Es gibt hingegen viele Kommentatoren, die an die Reformierbarkeit des Islam glauben und oft diesbezueglich Aufforderungen an die moslemische Bevoelkerung aussprechen. Ich halte die Unreformierbarkeit des Islam fuer einen der wichtigsten Punkte, den es der westlichen Oeffentlichkeit naeherzubringen gilt.

    Ich habe uebrigens nach diesem ganzen Schmonz meine Kommentare bei LGF eingestellt und weigere mich auch vorerst, die Site weiter zu besuchen. Ich bin nicht der erste. Im Laufe der Jahre haben das viele Kommentatoren getan. Ich wollte, es gaebe einen Blog fuer “ehemalige LGFer”.

    Later

  • 2

    Kommentar von Pit

    2. November 2007 @ 17:26

    Ich halte den Islam für ohne Weiteres reformierbar.
    Der Mohammedaner muß nur sagen, daß der Koran nicht absolut, sondern historisch und interpretierbar ist, daß die Gewalt- und Haßverse nicht gelten, daß die Hadithen und Mohammed aus heutiger Sicht falsch und zu verurteilen sind und daß sie die Gesetze in unseren Ländern bejahen und befolgen.
    Gar nicht schwer.

    Allerdings wäre ich natürlich auch dann gegen unverhältnis zahlreiche Zuwanderung aus diesen Ländern, wie aus jedem beliebigen anderen Land. Wozu auch, sie haben ja ihr Land, was müssen sie denn hierhin umziehen?

  • 3

    Kommentar von Wired

    2. November 2007 @ 17:59

    Ohne Charles’ Verdienste in der Publikmachung des internationalen Jihads und der Bereitstellung eines Forums eben gegen diesen schmälern zu wollen, so lässt sich nach der ganzen blamablen Episode - CAIR, DailyKos und wie sie alle heißen krümmen sich wahrscheinlich auf dem Boden vor Lachen - leider nur fest stellen, dass er und auch große Teile der amerikanischen Konservativen ganz einfach nicht den Ernst der Lage erkannt haben, und ihn vielleicht auch gar nicht erkennen wollen. Das von katschak angesprochene Beharren auf der Existenz eines in westlichem Sinne reformierbaren Islam ist eines der offensichtlichsten Symptome dafür. Hier halte ich es mit Mark Steyn (paraphrasiert): “Islam already had it’s reformation - Whahabbism.”

    Mag sein, dass sich die große Publicity von LGF für Charles negativ auswirkt und er den lustigen Distanzierungs-Eiertanz deswegen durchführt, aber das glaube ich allerdings nicht. Charles meint, was er schreibt, und das macht es in seiner Blindheit um so schlimmer. Denn Charles schreibt und kritisiert gemütlich aus dem stillen Kämmerlein, von den zwei größten Ozeanen der Welt von den Problemen abgeschirmt. Da ist es um so einfacher, die zu verdammen und kritisieren, die wichtige erste Schritte wie das Counterjihad Summit wagen - denn für LGF und große Teile der US-Konservativen sind die Probleme der Islamisierung bestenfalls theoretische Konstrukte ohne Gehalt: nett als Warnung, aber substanz- und folgenlos.

    Ich denke nicht, das Charles den Schaden sieht, den er anrichtet, oder dass er die Auswirkungen verstehen würde. Fjordman wird angefeindet, jahrelange Kommentatoren wie sheik yermani werden gesperrt, das hochqualitative Gates of Vienna von der Linklist geschmissen. Es zieht sich ein Grabenbruch durch die Anti-Jihadis, und das erste Opfer im übertragenen Sinne ist unser - eigentlich, so sollte man meinen - gemeinsames Anliegen. Das erste tatsächliche Opfer ist das exzellente Shire News Network, das wohl seine Arbeit einstellen wird.

    Was Charles uvm. nicht verstehen, ist das uns (damit meine ich Europa) ganz einfach die Zeit davon rennt, und unsere Einflußmöglichkeiten, die ohnehin schon begrenzt sind, eher schrumpfen als wachsen. Was das angeht, teile ich Eisvogels Pessimismus. LGF und Konsorten können es sich leisten, sich von jedem und allem zu distanzieren, die ihnen nicht in den Kram passen. Michelle Malkin und Hotair haben sich ihnen ja schon angeschlossen. Wir haben diesen Luxus nicht. Wir sind extrem wenige in einer Umgebung, die alles mögliche tut, um uns Knüppel in die Beine zu werfen. Gerade deshalb müssen wir bestehende Organisationsstrukturen nutzen, die sich in Parteien mit ähnlichen Zielen anbieten. SIOE ist ein guter Versuch, aber VB und SD haben ganz einfach mehr und bessere Ressourcen zur Verfügung, und sind legitime Parteien. Ein europaweites, wirksames Netzwerk gegen die Islamisierung ohne bestehende Massenorganisationen wie Parteien zu errichten würde Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Zeit, die wir nicht haben.
    Was wir akzeptieren müssen ist das wir nie eine 100%ige Übereinstimmung mit Blick auf unsere Ziele und Einstellungen haben werden, wie dies bei vielen Linken der Fall ist. Das ist unsere Stärke, aber auch unsere Achillesferse.

    Was die Reaktion der USA und der Amerikaner im falle eines effektiven (auch gewaltsamen) Widerstandes gegen die Islamisierung angeht, so hat der Autor Ralf Peters uns schon die Antwort gegeben (Link folgt). Von der Seite haben wir keine Unterstützung zu erwarten.
    Charles von LGF und all seinen Unterstützern können sich meinetwegen moralisch überlegen vorkommen, wenn sie Kommentar X von Politiker Z herauswuhlen, den dieser vor 15 Jahren einmal gemacht hat. Wir haben diesen Luxus nicht mehr, denn für uns geht es um unser hier und jetzt - und um unsere Zukunft.

  • 4

    Kommentar von Wired

    2. November 2007 @ 18:11

    zum angekündigten Link (kann den jmd. kleiner machen?):
    http://www.nypost.com/php/pfriendly/print.php?url=http://www.nypost.com/seven/11262006/postopinion/opedcolumnists/the_eurabia_myth_opedcolumnists_ralph_peters.htm

    The endangered species isn’t the “peace loving” European lolling in his or her welfare state, but the continent’s Muslims immigrants - and their multi-generation descendents - who were foolish enough to imagine that Europeans would share their toys. In fact, Muslims are hardly welcome to pick up the trash on Europe’s playgrounds.”

    :roll: Klar, wir hindern die armen Moslems am Arbeitnehmer-werden. Wir müssen sie mit Händen und Füßen von den Baustellen werfen, so sehr rennen die den Jobs hinterher, die von uns angeblich keiner machen will…

    Far from enjoying the prospect of taking over Europe by having babies, Europe’s Muslims are living on borrowed time. When a third of French voters have demonstrated their willingness to vote for Jean-Marie Le Pen’s National Front - a party that makes the Ku Klux Klan seem like Human Rights Watch - all predictions of Europe going gently into that good night are surreal“.

    Der Witz ist, zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels hatte sich Le Pen schon lange bei den Muslimen angebiedert…

    “I have no difficulty imagining a scenario in which U.S. Navy ships are at anchor and U.S. Marines have gone ashore at Brest, Bremerhaven or Bari to guarantee the safe evacuation of Europe’s Muslims.”

    Ralphieboy darf sie gerne alle haben, solange er unsere terrotoriale Integrität nicht verletzt. :lol:

    “After all, we were the only ones to do anything about the slaughter of Muslims in the Balkans.”

    Das lass ich für Serbiangirl stehen. :wink:

  • 5

    Kommentar von Eisvogel

    2. November 2007 @ 18:14

    Was Du hier als Reform des Islam beschreibst, Pit, ist keine Reform sondern die Vernichtung des Islam.

    Wenn alle diese Änderungen durchgeführt wären, würde es nicht den geringsten Grund dafür geben, dass auch nur ein einziger Mensch Moslem ist. Diese Änderungen betreffen nicht irgendwelche lästigen Webfehler des Islam sondern seinen Kern. Der Kern einer Religion ist die Nachfolge ihrer Gottheit und die Vorschriften dafür sind absolut. Die Moslems wissen das auch. Deshalb sind ihre Anschuldigungen, der Westen führe einen Kreuzzug mit dem Ziel der Vernichtung des Islam (z.B. gegenüber Gerorg W. Bush) ja aus iher Sicht auch zutreffend. Die Forderungen nach einem “moderaten” Islam sind gleichbedeutend mit der Forderung nach Vernichtung des Islam.

    Möglicherweise ist das auch der Grund, dass die von Westlern als ultraradikal betrachteten Separationisten (wie z.B. Lawrence Auster) auch von islamischer Bedrohung weitgehend verschont werden, während die “lieben”, an das Gute im Islam glaubenden Möchtegern-Islam-Verbesserer, die ständig pädagogisch am Verhalten der Moslems rumnörgeln, ihren Hass anstacheln.

    Einleuchtend. Erstere wollen den Islam nur aus ihren Ländern werfen (was einem Krieger durchaus einleuchtet), letztere wollen ihn zerstören.

    Der Islam ist kaputt, wenn er reformiert wird. Jede Religion ist kaputt, wenn ihre Kernaussagen verändert werden.

    Zu LGF: Ich habe das kaum gelesen. Ich mag immer die Kommentarbereiche in Blogs und bei LGF hat mich die schiere Anzahl abgeschreckt.

    Zu Fjordmans letzter Frage, was die Amerikaner tun würden, wenn wir Europäer uns effektiv gegen die Islamisierung wehren würden, habe ich mir auch schon unangenehme Gedanken gemacht. Großes Beispiel: Serbien. Kleines Beispiel: Dänemark mit den Karikaturen.

    Ralph Peters ist der Guru der Eurotrash-Hasser in den USA. Letztes Jahr hat er etwas darüber veröffentlicht, wie böse wir sind und dass er sich eher Sorgen um die Moslems in Europa macht als um uns, weil wir diese nämlich seiner Ansicht nach einfach brutalst rausschmeißen oder gar massenmorden, wenn uns der Kragen platzt. Das liegt uns angeblich im Blut.

    Paul Belien vom Brussels Journal hat sich drüber lustig gemacht, ich hab’s auszugsweise übersetzt und fand’s auch furchtbar lustig. Inzwischen finde ich es weit weniger lustig.

  • 6

    Kommentar von Eisvogel

    2. November 2007 @ 18:22

    @Wired: Was Ralph Peters angeht, haben wir uns überschnitten. Er war aber auch wirklich derjenige, der einem dabei einfallen musste und ich vermute, Fjordman hatte ihn auch im Hinterkopf bei seiner Frage.

    Was LGF zur Zeit macht, ist eigentlich nichts Neues. Udo Ulfkotte hat es auch gemacht. Ich fürchte, es ist etwas sehr Menschliches.

  • 7

    Kommentar von Mir

    4. November 2007 @ 14:24

    Hallo Eisvogel,

    ich habe diese Debatte auch verfolgt und muß gestehen: LGF war einer der ersten Blogs, auf die ich damals stieß und ich lese es eigentlich gern und regelmäßig. Aber in diesem Punkt haben sie sich verrannt, und jetzt geht es scheinbar nur noch darum, sein Gesicht zu wahren und keine Irrtümer eingestehen zu wollen. Die Art und Weise, wie man nun mit Kritikern umgeht (beleidigen, löschen), finde ich erschreckend. Die Diskussion offenbart doch auch eine Portion Unverständnis gegenüber Europa und den Europäern. Es geht dabei gar nicht um eine Verteidigung von VB oder anderen (über die ich ehrlich gesagt nicht genug weiß), sondern darum, daß überhaupt eine Diskussion verhindert wird. Die PC läßt grüßen? Diese Entwicklung ist natürlich traurig und wenig hilfreich.

  • 8

    Kommentar von Eisvogel

    5. November 2007 @ 16:55

    Die PC läßt grüßen? Diese Entwicklung ist natürlich traurig und wenig hilfreich.

    Ja, Mir.

    Und jetzt hat PI auch seinen LGF-Skandal. Jens von Wichtingen ist nicht nur gegangen, er hat sich auch noch bei Ramon Schack darüber ausgelassen. Ich verlinke solche Blogs nicht, aber es ist nicht schwer zu finden. Ich habe selten etwas Widerwärtigeres gelesen.

    Es hat keinen Sinn, wenn man sich mit Menschen einlässt, die erkennbar noch der PC verhaftetet sind. Sie sind verkommen und sie werden einem früher oder später das Messer ins Kreuz rammen.

    Wir müssen lernen, wem wir vertrauen können und wem nicht.

    Ich habe PI als Autorin ja auch verlassen, möchte aber hier jetzt nochmal die Gelegenheit nutzen, zu erklären, dass das nicht aus vergleichbaren Gründen wie bei Jens geschehen ist. Mich hat die mangelnde Anonymität bei PI gestört. Obwohl mir die Redaktion meine Anonymität nie vorgeworfen hat, habe ich gemerkt, dass das von Feinden gegen PI benutzt wird und auch befürchtet, dass ich früher oder später mich selber unter Druck setzen würde, sie aufzugeben, um zu vermeiden, dass andere wegen meiner Schreiberei den Ärger abkriegen.

    Außerdem möchte ich unabhängig sein - immer und überall.

    Dass ich weiterhin freundschaftlich und eng mit PI zusammengearbeitet habe und das auch immer noch bei Gelegenheit tun werde, erkennt man hoffentlich daran, dass ich immer wieder Überesetzungen für PI gemacht habe und auch einige der kürzeren Überesetzungen von Fjordman zunächst “exkulusiv” bei PI veröffentlicht und erst später hier eingestellt habe.

    Aber warum auch immer Jens gegangen ist - dermaßen unterwürfig bei einem drittklassigen Mitglied der Blödschwätzer-Schickeria um Akzeptanz zu betteln - oh mein Gott! Wenn man das in einem Film bringen würde, würden die Zuschauer sagen : “Das ist zu extrem. Das glaubt doch niemand. Solche erbärmlichen Leute und solch einen peinlichen Schleim gibt es im wirklichen Leben nicht.”

  • 9

    Kommentar von Time

    5. November 2007 @ 22:14

    @ Eisvogel/8

    Hallo Eisvogel,

    ich habe das bei R. Kack gelesen, gruselig. Herr v. Wichtingen läßt sich mE am Nasenring als Trophäe vorführen. Erinnerungen an Stalins Schauprozesse oder die iranischen Kommunistenführer werden wach, wie sie öffentlich abschwuren und sich selbst beschuldigten (im Iran waren die aber jahrelang gefoltert worden). Form und Podium sind schwer zu verstehen, intuitiv dachte ich zunächst “wieviel hat v.W. dafür wohl bekommen?”

    Herrn v.W.s Schlüsselerlebnis mit den durch die Wachsamkeit unserer Dienste eingetrübten Flitterwochen einer deutschen Konvertitin könnte man zB dieses Zitat aus Fjordmans “Die Schwächen…” gegenüberstellen:

    “Wenn man die Geschichte von Michael Tuoheya, einem ehemaligen amerikanischen Flughafenkontrolleur, glaubt, dann checkte der Chefterrorist Mohammed Atta an jenem Tag bei ihm für seinen Flug ein. Tuoheya erzählt: “Ich sagte mir selber ‘Wenn dieser Kerl nicht wie ein arabischer Terrorist aussieht, dann sieht niemand so aus.’ Dann gab ich mir selber eine mentale Ohrfeige, denn heutzutage ist es sich nett, sich etwas Derartiges zu sagen.” Atta traf sich mit vier anderen Flugzeugentführern und krachte in einen der Türme des World Trade Centers in New York City.

    Aber sowas wird nicht wieder vorkommen. Die erste Runde war “Sie nehmen uns ein Haus - Wir nehmen ihnen eine Region”, die nächste ist dann “Sie nehmen uns eine Stadt - Wir nehmen ihnen ALLES”!

    Ich weiß nicht, wie das mit dem Copyright ist, aber zusammen (Vorwort R.K., v.W + Artikel der Konvertitin) sollten Sie das vielleicht als Zeitdokument bei sich einstellen…

    Noch was: Das mit den Messern im Rücken, sollten wir das vielleicht nicht versuchen noch hinauszuzögern? Ich jedenfalls bin nicht sehr gut mit Messern!

    Bis später

    Time

  • 10

    Kommentar von Bokito

    5. November 2007 @ 23:46

    seltsam … ich hab mir den Artikel bei Ramon Schack auch durchgelesen. Ist das eine Art von Humor,die ich nicht verstehe?

    Egal, man ist immer überzeugend, wenn man für eine Sache einsteht.

    PI kann man sicher dafür kritisieren, dass PI meistens nur gegen “etwas” ist. Das ist nicht genug, aber wer machts besser?

  • 11

    Kommentar von Wired

    5. November 2007 @ 23:54

    Ich hab mir jetzt mal einen Großteil der Kommentare unter Fjordman’s “Abschiedposting” bei LGF angeschaut, und ich weiss ehrlich nicht, ob ich eher traurig oder geschockt bin. Das ist ja schon fast gutmenschliches Gesabbel, und am Problem selbst geht es auch noch komplett vorbei! Anti-Jihadis, my ass. Was die da machen ist moralinsaure Selbstdarstellung. Ralph Peters wäre stolz… :kotz:

  • 12

    Kommentar von Katschak

    5. November 2007 @ 23:58

    Der Kommentarbereich von PI war mal ‘ne Arche Noah

    dann ein Zoo

    jetzt ein Rattennest.

    So klingen Unterstuetzer von PI:

    “Na Schacki-Boy,
    da freust Du Dich.
    Bei Bürschen wie Dir sollte man mal wieder die Prügelstrafe einführen.
    Auf v. Wichtingen können wir gut verzichten.
    Der Kampf gegen die Museln geht weiter.
    Zum gegebenen Zeitpunkt werden wir uns an Dich erinnern.Verlasse Dich darauf!”

    Niveaulose Dumpfis, fast alle. Schade, dass gute Leute wie D.N.Reb dort noch posten.

  • 13

    Kommentar von Bokito

    6. November 2007 @ 0:15

    @katschak: diesen “Schacki-Boy” Kommentar hab ich jetzt nur direkt auf Ramon Schacks Seite gelesen, wo bei PI wurde das denn gepostet?
    Wie auch immer, so ein Posting wie dieses “Na Schacki Boy .. und so weiter” ist widerlich, damit das klar ist!

  • 14

    Kommentar von Eisvogel

    6. November 2007 @ 0:29

    @Katschak: Ich weiß nicht, ob das ein Unterstützer von PI war, es war einfach irgendjemand. Derartige Kommentare findet man bei PI selber nicht.

    Ein großer Blog zieht viele Leute an. Redefreiheit zieht Reden nach sich, das einem nicht gefällt. Wer nur schöne Reden will, braucht politisch korrekte Zensur (oder komplizierte, langatmige Themen, die 99% der Leute nicht interessieren :wink: )

    Aber wenn wir nur eine kleine Minderheit interessieren, kommen wir nicht weiter.

    PI hat eine wichtige Funktion und seine Macher sind gute, anständige Leute. Und sie sind keineswegs in einem Wahn, wie Jens jetzt behauptet. Wenn er denkt, dass er selber das war: bitte.

    Was mich maßlos daran stört, ist das menschliche Element. Wenn ich heute islamophil würde, wenn ich heute zum Islam konvertieren würde oder zum Gutmenschentum - ich würde nicht Menschen, die mir vertrauensvoll entgegengekommen sind und mit denen ich zusammengearbeitet habe, dermaßen in die Weichteile treten. Und dann noch bei jemanden, der sich vorher wie ein Schwein gegen mich benommen hat.

    Vollkommen unabhängig von der politischen Ansicht gibt es auch so etwas wie Freundschaft und Loyalität. Aber genau so dreckig benehmen sich Leute auch nach gescheiterten Liebesbeziehungen oder sogar Ehen.

    @Wired: ich hab’s jetzt auch durchgelesen. Es ist deprimierend.

  • 15

    Kommentar von Bokito

    6. November 2007 @ 0:43

    bevor ich ins Bett gehe einfach mal was zu lesen von Mascha Kaléko:

    Die Fettnäpfchentreter (aus: das Himmelgraue Poesie-Album)

    Von Zeit zu Unzeit -
    O Freunde, lasset uns beten!-
    Muß ich, ob ich nun will oder nicht,
    In irgendein Fettnäpfchen treten.

    Ha, wie das spritzt!
    Und wie das sitzt.
    Der gnädige Herr sind pikiert,
    Und die gnädige Frau sind betreten.
    Sogar Leonard, mein zweitbester Freund,
    Schwitzt.

    Eben noch
    Luden sie dich ein
    In ihre Villa bei Mailand,
    Begossen dich mit Weihwasser,
    Komplimenten und Sekt,
    Reichten dich herum
    Wie ein erlesenes Konfekt …

    Nun aber
    Hockst du allein
    Auf deinem festgefrorenen Eiland.
    Wie ein von der Pest befallener
    Robinson,
    Mit nichts bekleidet als einem erbärmlichen
    Dashastdunundavon!
    Ein Schädling, ein Ketzer, ein Soundso
    Im Tempel des heiligen
    Status quo.

    So ist das nunmal in den besseren Kreisen
    Dieser nicht sonderlich besseren Welt.
    Da sind überall, daheim und auf Reisen,
    Fettnäpfchen unsichtbar aufgestellt.
    Das eine heißt: Davonsprichtmannicht
    Und das andere: Achtung, Tabu!
    Und dr ganze Verein kennt die
    Stillschweigepflicht.
    Bloß du, du gehörst nicht dazu.

    Und preist man die Kleider des Kaisers
    Voll Takt,
    Dann trittst du ins Näpfchen:
    “Der Kaiser ist nackt!”
    Du Schädling, du Ketzer, du Soundso
    Im Tempel des heiligen
    Status quo.

    Von Zeit zu Unzeit -
    O Freunde, lasset uns loben!-

    Muß ich, ob ich nun will oder nicht
    (Fortsetzung: - wird verschoben).

  • 16

    Kommentar von Katschak

    6. November 2007 @ 1:32

    @ Bokito und Eisvogel

    Bokito, ich habe nicht geschrieben, dass das ein PI Kommentar ist. Ich habe ihn ausschliesslich bei Kacki gelesen. Die beiden “WIR” im Kommentar sprechen aber eine klare Sprache.

    Aber auch ohne diesen Kommentar geht es mit dem Niveau des Kommentarbereichs bei PI seit ca. Bruessel 9/11 rasant glitschig bergab. Ganz viel dumpfes Schrebergarten-Kleingetier.

    Eisvogel, ich bezweifle nicht, dass Teile des PI Teams “gute, anständige Leute” sind. Aber, was heisst das schon? Ich mag es einfach nicht, wie da nur noch die Fangemeinde bei Laune gehalten und auf der Stelle getreten wird. Das ist Islam-Porno mit Blogonanie (copyright).

    Das Verhalten von Jens ist unter aller Sau und mit nichts zu entschuldigen.

    “Wer nur schöne Reden will, braucht politisch korrekte Zensur “

    Das hast Du jetzt nicht wirklich auf mich gemuenzt, Eisvogel? Falls doch, lass es mich wissen. Dann koennen wir gerne meine Einstellung zur Zensur diskutieren.

  • 17

    Kommentar von Eisvogel

    6. November 2007 @ 2:28

    Das hast Du jetzt nicht wirklich auf mich gemuenzt, Eisvogel?

    Nein, nicht einmal ansatzweise. Es tut mir leid, wenn’s so aussah.

    Das Problem ist aber, dass - wenn man Zensur ablehnt und außerdem bekannt ist wie ein bunter Hund - sich alles Mögliche einfindet. Ich glaube, man kann und muss es aushalten.

    Islam-Porno

    Den Begriff hatte ich auch schon im Kopf. Nicht unbedingt im Zusammenhang mit PI sondern allgemeiner, eben insgesamt da, wo sich die Diskussion, die eigentlich politisch oder philosophisch sein sollte, sehr darauf konzentriert, was Familie Moslem alles so an Sex and Crime im Privaten drauf hat. Zum Beispiel bei Theo van Gogh und Ayaan Hirsi Ali. Aber da er tot und sie bedroht ist, ist es problematisch zu kritisieren.

    “Das Private ist politisch”

    Das haben wir jetzt davon: gefühligen Islam-Porno statt Islamisierungs-Verhinderung.

    Allerdings sehe ich das bei PI immer noch wesentlich weniger als z.B. bei der politisch korrekt erlaubten “Islamkritik”, da geht’s nur um Sex and Crime. Ich lese sowas schon seit einiger Zeit gar nicht mehr.

  • 18

    Kommentar von Eraser

    6. November 2007 @ 14:43

    Ist jemandem aufgefallen, dass Herr von, zu und über Wichtig-en zwar lang und breit darüber lamentiert wie geläutert er doch sei und wie falsch PI liegt, aber dennoch kein einziges inhaltliches Gegenargument zu den grundsätzlichen Standpunkten von PI liefert?

    Und ehrlichgesagt war er aus meiner Sicht der reißerischste und argumentativ Schwächste PI-Autor, daher wundert es mich nicht wirklich das er von seinen Artikeln auf die seiner Mit-Autoren schließt…

    Wer auf mich argumentativ am stärksten und interessantesten wirkte, kann man sich denken…
    Das Einzige, was ich an dieser Autorin auszusetzen habe, ist ihr anhaltender Pessimismus… :mrgreen: :wink:

  • 19

    Kommentar von Eisvogel

    6. November 2007 @ 15:05

    Mein Pessimusmus geht nicht weg, Eraser. Es tut mir leid. :wink:

    Mir gefällt aber der Optimismus anderer Leute. Es ist vielleicht wirklich eine Mann-Frau-Geschichte. Prinzessin jammert hilflos, aber Ritter auf weißem Pferd soll nicht jammern, sondern was machen. Dann macht die Prinzessin auch mit.

    Oder es ist vielleicht einfach nur eine Grundhaltung. Das Gefühl sagt mir schon, dass noch etwas rumzureißen ist, der Verstand ist es, der’s nicht glauben will. Der kann sich aber täuschen.

    Du hast Recht, inhaltlich kam gar nichts bei Jens. Es war wirklich nur ein kitschiges “Ich habe gesündigt und bereue”-Bekenntnis.

    Es ist ein bisschen arm, dass die PI-Gegner sich über sowas freuen. Hoffentlich wären wir da etwas skeptischer, wenn einer in der anderen Richtung so ankäme. Ich bin mir da aber nicht gaaaanz sicher :???:

  • 20

    Kommentar von Eraser

    6. November 2007 @ 15:47

    Gerade die katastrophale Lage und grausige Zukunftsvision Europas, aus der dein Pessimismus resultieren dürfte, treibt mich an, mit aller Kraft dagegen zu steuern und es nicht dazu kommen zu lassen.

  • 21

    Kommentar von Time

    6. November 2007 @ 16:09

    Hallo,

    Yaab hat auch einen witzigen Kommentar dazu geschrieben:

    http://www.gegenstimme.net/2007/11/06/ich-habe-einen-fehler-gemacht/

    Gruß

    Time

  • 22

    Kommentar von gubbelgobbel

    7. November 2007 @ 4:17

    Eisvogel:
    Ich glaube nicht, dass der Weggang von Jens von Wichtingen für PI inhaltlich einen großen Verlust darstellt. Ich fand seine Artikel, vorsichtig ausgedrückt, intellektuell wenig befriedigend. Überhaupt scheint Dein Blog so eine Art Intellektuellen-Version von PI zu sein, wo genau die Differenzierung erfolgt, die ich auf PI oft vermisse.

    Was mich wirklich schockiert hat, war die Art und Weise, wie Scha.. auf die ihm entgegengebrachte Kritik reagierte. Das war ein schon fast pathologisch zu nennender Hass, wüsteste Denunzierungsandrohungen der Sorte “Dich Schwein mach ich fertig”. Dass Jens vor so jemandem zu Kreuze kriecht, kann ich mir kaum anders erklären als damit, dass - aus welcher Ecke auch immer - massiver Druck auf ihn ausgeübt wurde.

    Ich meine, wenn er sich von PI distanzieren wollte, hätte er doch eine andere Methode wählen können als _diese_. Scha.. beherrscht noch nicht einmal die Rechtschreibung und nennt sich einen Journalisten (jeder Internet-Erfahrene weiß, dass eine exorbitante Häufung von Rechtschreibfehlern mit schlechter inhaltlicher Qualität korreliert ist). Ein solches Charakterschw*** erfährt durch eine Aktion wie die des Jens von Wichtingen eine Aufwertung seines Egos, die es nicht verdient hat. Scha.. hat Jens damit gedroht, ihn in Lebensgefahr zu bringen (das ist nicht übertrieben, wenn man weiß, wie es in Südafrika zugeht). So jemandem leckt man nicht wenig später die Stiefel. Es sei denn, das ist die einzige Möglichkeit, nicht tatsächlich in Lebensgefahr zu geraten. Vielleicht ist ja auch genau das der Fall.

    Ich würde so jemanden wie Scha.. nicht einmal meinen ärgsten Feinden zum Freund wünschen. Wie heißt es doch: “Der größte Schuft im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant”.

    Jens von Wichtingen sollte eines bedenken: “Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter”. Sich von PI zu distanzieren, ist das eine, sich bei einem drittklassigen, erfolglosen Provinzjournalisten anzubiedern, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat, das andere.

    Erich Kästner schrieb einmal:

    “Was auch passiert, nie dürft Ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken.”

    Wie schön wäre es, wenn Scha.. Jens von Wichtingen nur durch Kakao gezogen hätte.

  • 23

    Kommentar von Time

    8. November 2007 @ 20:18

    Hallo,

    ich bleibe jedenfalls Leser (von PI wie auch) von LittleGreenFootballs.

    1. Argument - Die Zahlen: Now Online: 3,127/Logged in: 267, Today Page Views: 38,968/Visits: 33,676/ Yesterday Page Views: 99,420/Visits: 80,097/ Comments: 4,466,545
    Today: 1,342/Yesterday: 3,970

    2. Argument - Sie leisten gute Arbeit:

    http://littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=27841_Miniter_Misrepresents_LGF_Vlaams_Belang_Posts&only

    Mit freundlichen Grüßen

    von Time

  • 24

    Kommentar von Roland

    8. November 2007 @ 22:44

    Zum Thema Jens von PI gibt es noch eine mögliche Erklärung:
    http://cc.msnscache.com/cache.aspx?q=72271174502105&mkt=de-DE&lang=de-DE&w=1c663909&FORM=CVRE2

    ZITAT Ramon Schack (PI-Hasser):

    “Was nun dieses garstige Männchen, diesen Herrn von Wichtingen angeht (…)
    In den vergangenen 48 Stunden habe ich einige Übersetzungen anfertigen lassen. Übersetzungen von ausgewählten Beiträgen und Kommentaren der Website Politically Incorrect in Englisch und in Afrikaans.Diese Übersetzungen werde ich nicht nur der ehrenwerten Bürgermeisterin von Kapstadt, (…), sondern auch den Vertretern der Gemeinschaft der Kap-Malaien zuschicken.Einer einflußreichen muslimischen Minderheit , der alleine in der Kap-Provinz 200.000 Menschen angehören

    Herr von Wichtingen, ich bin mir nicht sicher ob sich diese Maßnahmen positiv auf Ihre Geschäftspraktiken vor Ort auswirken.Ich bin aber überhaupt nicht bereit Ihre schmutzigen Tricks zu dulden. ”

    Ich sehe da einen nicht nur zeitlichen Zusammenhang….

  • 25

    Kommentar von gubbelgobbel

    9. November 2007 @ 1:00

    @Roland:

    Ja, diese Drohungen sind uns wohl bekannt. Deshalb vermuten ja auch einige (mich eingeschlossen), dass von Wichtingens “Läuterung” nicht so ganz freiwillig erfolgt ist. Beweise dafür haben wir allerdings nicht.

    In jedem Fall ist Schack keine Person, die es wert wäre, dass man sich vor ihr dermaßen in den Dreck wirft - egal was man vorher ausgefressen hat.

    Ich halte auch für denkbar, dass ganz konkrete wirtschaftliche Erwägungen zu v. Wichtingens Kehrtwende geführt haben. Das Publikum einer Sprachschule ist vorwiegend weltoffen und tolerant oder hält sich zumindest dafür. Da macht es sich gar nicht gut, wenn verbreitet wird, dass der Chef auf einer “rassistischen Hetzseite” mitwirke.

    Von Wichtingen ist auf jeden Fall durch seine Tätigkeit in Südafrika erpressbar - wirtschaftlich durch Negativpropaganda und ganz existenziell durch Aufstachelung muslimischer oder sonstwie gegenüber radikaler Islamkritik feindlich gesinnter Gruppen.

    Schließlich ist auch nicht unwahrscheinlich, dass ihm die Anfeindungen wegen seiner PI-Tätigkeit zuviel wurden. Man schaue sich nur mal an, was auf Youtube über Stefan Herre zu finden ist - mir wäre schon etwas mulmig, wenn da mein Name stünde. Herre muss jedenfalls Nerven wie Drahtseile haben.

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