Mein Abschied von Little Green Footballs

von Eisvogel um 15:45 am 20. November 2007

Original vom 14. November 2007: My Farewell to Little Green Footballs

Update 22.11.2007 by Eisvogel:

To my new English speaking readers: Welcome. Please note that this translation was published on Tuesday, November 20th (see above) - Charles Johnson mentioned this translation already on Sunday, Novemver 18th. I am puzzled how he could have known about it two days before it was completed and published.

I am a German blogger and besides writing articles of my own and doing a few other translations translating Fjordman’s essays is part of my personal contribution to inform readers in Germany, Austria and Switzerland about the global jihad, political correctness and the European Union.

Before I began to translate I asked Fjordman for his permission and he answered, yes, anybody can translate his essays and publish them free on the internet as long as he is credited as the author. My first translation was The Second Fall of Rome on September 7th, 2006. Meanwhile I have translated some 50 of his essays - not only this particular one!

I think they are excellent information. And so do my readers.

We do have email contact occasionally, but Fjordman has never asked me to translate his essays or any particular essay. We have not even discussed this issue. Please note that it was merely my personal decision to translate and publish “My Farewell to Little Green Footballs”. Fjordman did not even know, that I planned it or did it. The reason why I translated this particular essay was not to attack LGF or Charles Johnson (whom I do not even know, I am not a LGF-reader), but rising the more general issue about infight within the antijihad movement which does so much harm to our cause. We have discussed this issue in general and concerning quarrels within the German blogosphere on this blog and I thought Fjordman’s essay is relevant and important for this discussion. Thank you for listening to me.

If there are any further questions - be free to ask them in English in the commentary section.

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Ein Vorwort von Baron Bodissey (Gates of Vienna): Fjordman nahm letzten Monat an dem Counterjihad-Gipfel in Brüssel teil. Obwohl er selber keine Rede hielt, wurde er genau so hoch geachtet wie Bat Ye’Or, David Littman, Robert Spencer, Andrew Bostom und all die anderen fähigen Leute, die eine Rede hielten.

Fjordman ist einer der klügsten Geister des Counterjihad und möglicherweise der absolut beste Analytiker der mit dem Djihad zusammenhängenden Informationen, den wir haben. Es war immer eine große Ehre, seine Artikel hier (auf Gates of Vienna) veröffentlichen zu dürfen, und wir werden weiterhin alles veröffentlichen, was auch immer er uns zusendet.

Anm. von Eisvogel: Dem möchte ich mich voll und ganz anschließen. Auch für mich ist es eine Ehre und ein großer persönlicher Gewinn, Fjordmans Artikel zu übersetzen und hier zu veröffentlichen.

Und jetzt zum Essay:

Ich habe kürzlich angekündigt, dass ich eine längere Pause beim Kommentieren auf der Webseite Little Green Footballs einlegen werde, und zwar aufgrund der immer noch anhaltenden Kontroverse um die Teilnehmer am Counterjihad in Europa. Kurz danach kündigte Charles Johnson [der Betreiber von LGF] an, dass

“Fjordman für immer pausiert. Nach den Unterstellugen, die er, obwohl diese mehrfach richtig gestellt wurden, über mich und meine Ansichten geschrieben hat, ist er bei LGF nicht mehr willkommen.”

Einfach nur aus Neugier und ohne jegliche Absicht, etwas zu posten, habe ich versucht, mich in den Kommentarbereich von LGF einzuloggen, und musste feststellen, dass es nicht möglich war. Ich bin nun bei LGF offiziell gesperrt, und das, nachdem ich dort in unregelmäßigen Abständen über Jahre hinweg kommentiert habe.

Es gibt ein paar inoffizielle Regeln, an die ich mich nach Möglichkeit halte, wenn ich Essays schreibe. Die erste ist, dass ich mit so vielen verschiedenen Menschen wie möglich zusammenarbeiten sollte, seien es religiöse oder nicht-religiöse, Rechte oder Linke (und ja, es gibt ein paar vernünftige Linke, auch wenn man sie mit der Lupe suchen muss), vorausgesetzt, dass sie vernünftig an die Sache herangehen und etwas dazu beitragen, den globalen Djihad zu bekämpfen. Eine weitere Regel ist die, dass ich - weil ich unter dem Pseudonym Fjordman und nicht unter meinem wirklichen Namen schreibe - so gut wie möglich davon Abstand nehme, jene zu kritisieren, die bedeutende Beiträge unter ihren wirklichen Namen leisten. Ich muss hier ein bisschen von diesen Regeln abweichen, weil ich ehrlichgesagt denke, dass ich in diesem speziellen Fall keine andere Wahl habe. Ich kann nicht so tun, als ob das, was in den letzten Wochen geschehen ist, nicht geschehen wäre, und ich muss eine Art Antwort geben, weil der Bruch zwischen mir und LGF nun zu einem dauerhaften geworden ist. Also hier ist meine Antwort.

Immer wenn eine vorher gute Berziehung zerbricht, kann es schwierig sein, sich daran zu erinnern, warum sie überhaupt zu Anfang gut war. Ich habe mich ursprünglich bei Little Green Footballs angemeldet, weil es eine der besten Seiten im Netz war und immer noch ist, was das Auffinden von Nachrichten über den globalen Djihad angeht. Charles Johnson hat hierbei hervorragende Arbeit geleistet, und viele Leute haben durch die Artikel auf seiner Website neue Einsichten gewonnen. Ehre, wem Ehre gebührt. Johnson hat in der Vergangenheit auch einige meiner Essays verlinkt, und ich habe zweifellos über das mit LGF verbundene Netzwerk Leser gewonnen, und dafür bin ich dankbar. Wenn der Kommentarbereich dort auch ein Krawallhaufen sein kann und häufig eher unterhaltend als wirklich erkenntnisfördernd ist, gibt es doch eine Anzahl individueller Kommentatoren dort, die ich immer noch respektiere. So weit so gut. Und jetzt kommt der schlechte Teil.

Ich bin tief enttäuscht davon, wie Charles Johnson mit der Situation umgegangen ist. Es war unehrlich von ihm, den belgischen Vlaams Belang so darzustellen, als ob er sich weigern würde, den Holocaust zu verurteilen. Die Wahrheit ist, dass die Europäische Union direkt für einen großen Teil des Wiederauflebens des Antisemitismus in Europa verantwortlich ist, und zwar sowohl durch den Import von Moslems als auch durch ihr Appeasement gegenüber dem Djihad im In- und Ausland. Die EU kümmert sich kaum um lebende Juden, und ganz sicher nicht um tote. Der Holocaust wird schamlos als Vorwand dafür benutzt, einen künstlichen Superstaat zu schaffen und vor allem die Redefreiheit für jeden einzuschränken, der sich diesem Projekt widersetzt. Das war es, wogegen sich der Vlaams Belang in dem betreffenden Fall wandte.

Dem eurabischen Establishment zu glauben, ist das gleiche wie die Aussagen der Kommunistischen Partei Chinas für bare Münze zu nehmen, wenn sie politische Dissidenten in China beschuldigt. Es ist sogar noch schlimmer. Die CCP importiert zumindest nicht Millionen von Moslems, welche die einheimische Bevölkerung attackieren. Die Europäische Union tut das, und zwar in einem koordinierten Bestreben, die nationalen Kulturen von Italien über Belgien bis nach Großbritannien zu zerstören. Die EU-Politik der vorsätzllichen Islamisierung Europas stellt mit den größten Verrat in der Geschichte der westlichen Zivilisation dar. Es gibt heute keinen anderen Kontinent auf dem Planeten, wo die einheimische Bevölkerung systematisch ihres Erbes beraubt und aus ihren eigenen Städten verdrängt wird, wo sie Gewalt und Beschimpfungen unter aktiver Beteiligung ihrer eigenen Behörden ausgeliefert ist, und wo das auch noch in den Medien als eine gute Sache gepriesen wird.

Mitglieder des Vlaams Belang wurden während einer friedlichen Demonstration gegen die Islamisierung Europas in Brüssel am 11. September dieses Jahres zugunsten des eurabischen Establishments von der Polizei schikaniert. Wenn ich mich recht erinnere - und ich werde mich korrigieren, falls es nicht stimmt - berichtetete LGF nicht über diesen Vorfall, und das obwohl ihn viele andere Anti-Djihad-Webseiten für wichtig hielten. Warum nicht? Hegt Charles Johnson schon länger Antipathien gegen Vlaams Belang?

James Lewis spekuliert darüber, ob die eurabischen Behörden in diesem Fall gezielt Fehlinformationen in die Welt setzen:

“Ich gehe davon aus, dass Paul Belien und die Schreiber vom Brussels Journal wirklich anständige Menschen sind. Sie werden ständig von der belgischen Linken übel beschimpft, was praktisch schon der Beweis ihrer persönlichen Integrität ist.” Er schreibt auch, dass der “Vlaams Belang sein öffentliches Image aufpolieren, und sich explizit von zweifelhaften Figuren distanzieren könnte. Der politische Profit davon ist klar. Es wäre auch richtig und in Ordnung, das zu tun.”

Die Politik des Vlaams Belang ist die Spaltung Belgiens, des ideologischen und geographischen Herzens der EU. Das würde beträchtlich dazu beitragen, die EU und damit Eurabia zu unterhöhlen. Von all den Informationen, die bei LGF veröffentlicht wurden und von denen ein Großteil unsinnig oder veraltet oder beides war, war die Information, die mir am meisten missfiel, die über die Verbindung des Vlaams Belang zu Jean-Marie Le Pen von der französischen Front National über die Gruppe für Identität, Tradition und Souveränität im Europäischen Parlament. Ich mag Le Pen überhaupt nicht und halte es für ein schwaches Urteilsvermögen von Vlaams Belang, auch nur eine formale Verbindung zu dieser Partei zu haben. Sie sollten ernsthaft darüber nachdenken, diese Verbindung in der Zukunft zu kappen. Sie ist nicht hilfreich.

Nachdem das klargestellt ist, bin ich davon abgesehen nicht begeistert von der einseitigen Berichterstattung von Little Green Footballs über meinen Kontinent. LGF verlinkte auf einen Artikel des Blogs Islam in Europe, in dem behauptet wird, dass Rechtsextremisten und Neonazis nicht nur gleichermaßen gefährlich wie Moslems sind, sondern tatsächlich sogar bedrohlicher.

Ich kann nicht verstehen, wie irgendjemand so etwas behaupten kann. Gegen Nicht-Moslems in Europa, die gegen die Islamisierung ankämpfen wollen, stehen sowohl die Eliten aus Kultur, Politik und Medien in ihren eigenen Ländern als auch die Europäische Union und die Organisation der Islamischen Konferenz, die den größten Stimmenblock in den Vereinten Nationen bildet, und schließlich auch die gesamte islamische Welt mit den saudischen Petrodollars im Rücken. Wenn man ernsthaft glaubt, dass ein paar zersplitterte und allgemein unbeliebte Neonazigruppierungen eine größere Bedrohung der Freiheit darstellen als die Allianz des Bösen, die ich eben beschrieben habe, dann liegt ein grundlegend aus den Fugen geratenes Verständnis der Realität vor. Der einzige theoretisch mögliche Grund dafür, dass mehr Menschen sich rechtsextremistischen Gruppierungen anschließen könnten, ist der, dass sie sich in die Ecke gedrängt fühlen und niemand anderen finden, an den sie sich wenden können. Das ist genau das, was wir vermeiden wollen.

In dem Artikel von Islam in Europe, der zustimmend von LGF verlinkt wurde, wird ein brutaler Angriff gegen friedliche Antidjihadisten in Dänemark geschildert, in dem diese alse “Rechtsextremisten” bezeichnet werden. Ich war darüber ehrlich entsetzt und protestierte in einem Kommentar dagegen:

“Das war kein Zusammenprall zwischen ‘Rechts- und Linksextremisten’, das war ein brutaler, vollkommen unprovozierter und tatsächlich auch beinahe tödlicher Angriff von linken Verbrechern auf friedliche Demonstranten.”

Nach dem daraufhin ein negativer Kommentar von einem der Stammposter von LGF kam, schrieb ich:

“Ich habe nur dargelegt, dass LGF zustimmend auf einem Artikel verlinkt, der eine verzerrte Darstellung einer der brutalsten Attacken gegen Antidjihadisten enthält, von der ich seit langem gehört habe. Ich bin der Ansicht, das untergräbt die Glaubwürdigkeit dieser Seite.”

Ich habe das so gemeint und meine das immer noch so. Es ist bezeichnend, dass Jihad Watch zu dieser Geschichte verlinkte, aber LGF sich weigerte. Ich vermute, das liegt daran, dass sie aufzeigt, dass die neben Moslems gewalttätigste Gruppierung zur Zeit Linksextremisten sind, die sich häufig zumindest auf die schweigende Zustimmung der Eliten aus Politik und Medien für ihre Aktionen verlassen können. Weil das die von LGF geführte Kampagne gegen die angebliche Bedrohung durch Neonazis diskreditieren könnte, verlinkte Johnson die Geschichte nicht.

Er verlinkte jedoch auf einen Artikel darüber, wie Moslems in Großbritannien inzwischen behaupten, Großbritannien würde sie verfolgen und anfangen, Nazideutschland zu ähneln. Johnson kommentierte:

“Großbritannien sollte sich weiter [dem Islam] unterwerfen, anderenfalls läuft es Gefahr, zu Nazideutschland zu mutieren. Das ist eine so geisteskrank überzogene Rhetorik, dass es schwer zu glauben ist, dass irgendjemand das ernst nehmen könnte.”

Ich stimme ihm zu, es ist lächerlich. Aber die Tatsache, dass sogar die Briten, die ganz vorne im Kampf gegen den Nationalsozialismus standen, beschuldigt werden können, sie würden zu “Nazis” werden, zeigt, dass das Wort zwischenzeitlich nur noch benutzt wird, um jeden beliebigen Menschen europäischer Herkunft, der die Masseneinwanderung begrenzen will, in den Dreck zu ziehen. Hat Charles Johnson schon mal im Zusammenhang mit den Nazi-Anschuldigungen, die er dieser Tage so häufig anbringt, über diese Tatsache nachgedacht?

Diana West, die beständig zu den klügsten amerikanischen Beobachtern des globalen Djihads gehört, nennt den Vlaams Belang “Freiheitskämpfer” und fragt sich, warum manche Leute ständig Nazis im Hirn haben, obwohl der Zweite Weltkrieg schon vor Jahrzehnten endete, und die Bedrohungen der Freiheit heute ganz anderer Natur sind.

Bat Ye’or war auch bei dieser Counterjihad-Konferenz, zusammen mit dem israelischen Politiker Aryeh Eldad und anderen. Dr. Andrew G. Bostom hielt einen exzellenten Vortrag über sein bald herauskommendes Buch The Legacy of Islamic Antisemitism. Es ist schlichtweg absurd, bei diesem philosemitischen Haufen von Neonazi-Verbindungen zu sprechen. Was ich dort sah, waren viele gute, aber besorgte Europäer und ein paar Amerikaner, die sich der Aufgabe verschrieben haben, ihre Freiheit und ihr Erbe gegen die islamische Kolonisierung zu verteidigen. Ich sehe nicht ein, was so “rassistisch” daran ist, und diese Bezeichnung entwickelt sich so langsam zu einem ziemlichen Ärgernis für Europäer, die sich fragen, warum ihnen das Recht verweigert wird, für ihre Länder und Nationen zu kämpfen, wo es doch jedermann sonst darf. Bei LGF findet sich machmal schon eine ausgeprägte antieuropäische Voreingenommenheit.

Nachdem ich Charles Johnson gedrängt habe, die Frage zu beantworten, ob es für einheimische Europäer in Ordnung ist, die Einwanderung zu begrenzen, um in ihren eigenen Ländern eine Mehrheit zu bleiben, antwortete er schießlich, ja, das wäre in Ordnung. Großartig. Aber dann nehme ich auch an, dass Europäer, welche die größten Völkerwanderungen in der Menschheitsgeschichte, die den ganzen Kontinent destabilisieren, begrenzen möchten, keine “weißen Rassisten” sind. Sie üben lediglich ihr Selbstbestimmungsrecht aus und möchten ihre Länder bewahren wie jeder andere auch. Ich bin ein leidenschaftlicher Unterstützer von Israels Existenz- und Selbstverteidigungsrecht und werde das auch bleiben. Ich bin auch ein Unterstützer desselben Rechts für Europäer. Warum denken so viele von den LGF-lern, dass ich ein guter Kerl bin, wenn ich das erstere tue und ein schlechter Kerl, wenn ich das letztere tue?

Der Blogger Conservative Swede, einer der europäischen Teilnehmer am Counterjihad-Gipfel, kommentierte:

“Charles muss sich komplett von der Realität abkoppeln, um zwei widersprüchliche Dinge gleichzeitig aufrecht zu erhalten: Das Foto von Oriana Fallaci auf seinem Blog, während er alles in seiner Macht stehende tut, um unsere Konferenz niederzumachen (eine Konferenz, die er so schlimm findet, dass er selbstverständlich davon ausgeht, dass Oriana nicht daran teilgenommen hätte, und es für maßlos arrogant hält, auch nur die Idee aufzubringen, sie hätte es getan). Wer wird ihm mitteilen, dass die von ihren Freunden ins Leben gerufene Gedächtnisstiftung den Oriana-Preis auf der Konferenz verlieh? Und zwar an Bat Ye’Or.”

Was die Schwedendemokraten angeht, fand ich es fragwürdig, dass Charles Johnson die freie Enzyklopädie Wikipedia als Quelle benutzt hat. Ich verwende Wikipedia auch, allerdings nicht in Fällen, in denen es um sensible politische Angelegenheiten geht, weil ich da Zweifel an der Glaubwürdigkeit hege. Was LGF hier getan hat, ist ein Exempel aus dem Lehrbuch, wie man Wikipedia nicht nutzen sollte. Darüberhinaus: Wenn Wikipedia “sucks” und ein “tool for moonbat character assassins” ist, wenn andere Charles Johnson kritisieren, wie kommt es dann, dass es plötzlich eine verlässliche und glaubwürdige Quelle ist, wenn CJ andere kritisieren will? Johnsons Antwort auf diese Kritik, die ich für legitim und bedeutsam halte, war:

“Ich habe jeglichen Respekt gegenüber der Person verloren, die als ‘Fjordman’ schreibt.”

Fein. Er beantwortete meine Frage nicht, allerdings vermutlich deshalb, weil er es nicht konnte.

Doch Wikipedia ist das kleinste Problem, was diesen Artikel angeht. Die andere Quelle über die Schwedendemokraten war Expo, eine berühmt-berüchtige, vom Staat gesponserte, stramm linke Organisation, die speziell dazu geschaffen wurde, jeder echten Debatte über die Einwanderungspolitik des Landes einen Maulkorb zu verpassen. Es ist eine der am wenigsten verlässlichen Quellen im gesamten Land. Es wurde von dem Autor Stieg Larsson gegründet, der auch bis zu seinem Tod im Jahr 2004 den Vorsitz führte, und während dieser Zeit wurde es auch von der sozialdemokratischen Regierung gesponsert. Larsson war ein Kommunist, fanatisch antichristlich, antiisraelisch und antiamerikanisch und lernte seine Frau bei einem Unterstützertreffen für die Nationale Front zur Befreiung Südvietnams kennen. Darüberhinaus umfasst der “Rassismus”, den Expo anprangert, auch “islamophobe Blogger”, das heißt ähnliche Seiten wie LGF.

Der Übersetzer, der das schwedische Expo-Material übersetzte, ist ein Poster, der sich selbst (?) Truumax nennt, und der anscheinend denkt, die Schwedendemokraten wären eine “rassistische” Partei. Ich fragte Truumax, ob man es als “Rassismus” ansehen sollte, wenn einheimische Schweden sich dagegen verwahren, eine Mindereit in ihrem eigenen Land zu werden, was in wenigen Jahrzehnten der Fall sein wird, wenn die derzeitige Einwanderungspolitik so weitergeht. Er sagte ja, das sollte “sehr wohl als Rassismus bezeichnet werden”. Nach dieser Definition vermute ich, dass die meisten Menschen auf diesem Planeten Rassisten sind. Truumax behauptete auch, dass es das Ottomanische Reich gewesen sein, das die Werke der griechischen Antike bewahrt habe, was erkennen lässt, dass er absolut keinerlei Ahnung von Geschichte hat und die proislamische, multikulturelle Propaganda, die er vorgelegt hat, unhinterfragt übernommen hat. Diese Person wurde von Charles Johnson als glaubwürdige Quelle bezüglich schwedischer Politik erachtet. Gleichzeitig ignorierte er mich, wenn ich Informationen über das politische Klima in Schweden postete.

Ich habe über mehrere Jahre hinweg bei Little Green Footballs Material über Schweden gepostet, insbesondere über die enorme Zunahme der Vergewaltigungszahlen, die eng mit der Masseneinwanderung im allgemeinen und der islamischen Einwanderung im besonderen verknüpft ist, aber auch über die Stadt Malmö, die zunehmend von Moslembanden regiert wird. Charles Johnson hat in der Vergangenheit einige meiner Essays darüber verlinkt. Er weiß daher, dass die vollen Auswirkungen der islamischen Einwanderung vorsätzlich von den schwedischen Medien zensiert und von den schwedischen Behörden unter den Teppich gekehrt werden, von denselben Behörden, die die Quelle sponsern, die er bezüglich der Schwedendemokraten verlinkt.

Zu seiner Entlastung muss gesagt werden, dass Johnson Dokumente des Parteimitglieds Ted Ekeroth zur Verteidigung der Schwedendemokraten zur Verfügung gestellt hat. Er hat es jedoch weitgehend versäumt, Informationen, die bei Gates of Vienna und The Center for Vigilant Freedom über den Vlaams Belang und die Schwedendemokraten gepostet wurden, zu verlinken. Das ist es, was Little Green Footballs in dieser Sache getan hat. Es ist grob unredlich und hat absolut nichts mit einer vernünftigen Debatte über Rassismus und Antisemitismus zu tun. Unabängig davon, was man von den Schwedendemokraten hält, war diese Quellenauswahl, die sogar unter der Würde eines drittklassigen Bloggers gewesen wäre, ganz zu schweigen von einem von internationalem Ruf, etwas, was ich sonst von einer stramm linken Seite wie Daily Kos erwartet hätte. Die Glaubwürdigkeit von LGF in der Kritik gegenüber dem unredlichen Journalismus der Mainstreammedienhat meiner Ansicht nach dadurch einen schweren Tiefschlag erlitten.

Niemand, einschließlich mir, hat jemals bestritten, dass in den Anfangsjahren der Schwedendemokraten Leute mit einem zwielichtigen Hintergrund dabei waren. Die Frage ist, in welchem Ausmaß die Partei später gesäubert wurde. Ich habe früher schon mit anderen, unter anderem mit Bruce Bawer, darüber diskutiert, wie man mit ihnen umgehen sollte. Mein Fazit, zu dem ich bis heute gekommen bin, nachdem ich mir die Sache mehrere Jahre lang angesehen habe, ist, dass sie in ihren Bemühungen, eine rechtmäßige Partei zu werden, ehrlich sind. Die wirklichen Extremisten haben ihre eigene Partei, weil sie bei den Schwedendemokraten nicht willkommen sind. Es ist schwierig, auch nur eine anständige, wählbare Partei in diesem Land zu finden, und wenn die Schwedendemokraten ernstlich bemüht sind, Antisemiten hinauszuwerfen, glaube ich, dass sie Gehör verdient haben. Ich sehe nicht ein, warum ich nicht mit Repräsentanten einer friedlichen, demokratischen Partei reden soll, und zwar in einem Land, das im Begriff ist, von islamischer Kolonisierung überrannt zu werden, während westliche Regierungen nicht nur mit islamischen Terrororganisationen reden, sondern sie auch noch finanzieren.

Wenn Charles Johnson sagt: “Es gibt andere Alternativen, mit denen man reden kann”, liegt er vollkommen falsch. Es gibt für Einheimische, die gegen die Auflösung ihres Landes protestieren wollen, keine brauchbaren Alternativen zu den Schwedendemokraten. Es gibt eine Anzahl von Parteien, die im Parlament vertreten sind, und ihre politischen Haltungen variieren von mäßig links wie Hillary Clinton - das sind die “Konservativen” - bis mäßig links wie Karl Marx. Und nein, das ist nicht groß übertrieben.

Nach Jonathan Friedman, einem in Schweden lebenden amerikanischen Juden

“ist keinerlei Debatte über die Einwanderungspolitik möglich, das Thema wird einfach gemieden. In Schweden gibt es dermaßen enge Verbindungen zwischen den verschiedenen machtvollen Gruppierungen wie Politikern, Journalisten etc. Die politische Klasse ist in sich geschlossen, isoliert.”

Die Eliten sorgen sich, dass ihnen ihre Macht entgleiten könnte und wollen deshalb Kritiker, wie zum Beispiel die Schwedendemokraten, eine kleine Anti-Einwanderungs-Partei, mundtot machen:

“Es ist eine vollkommen legale Partei, es ist ihnen nur nicht erlaubt, zu sprechen. (…) In der Realität wurde die Grundlage der Demokratie vollkommen auf den Kopf gestellt. Es wird gesagt: ‘Demokratie ist eine bestimmte Denkweise, ein bestimmtes Bündel von Meinungen, und wer diese nicht teilt, ist nicht demokratisch, und dann verdammen wir ihn und sind dafür, dass er eliminiert werden sollte. Das Volk? Das ist nicht demokratisch. Wir, die Elite, wir sind die Demokratie’. Es ist grotesk und es hat ganz bestimmt nichts mit Demokratie zu tun, es ist eher eine Art von Moraldiktatur.”

Vor den landesweiten Wahlen im Jahr 2006 kooperierten die etablierten Parteien beim Boykott der Schwedendemokraten. Bei einem unter vielen ähnlichen Vorfällen wurden rund 30 Mitglieder der Schwedendemokraten während einer friedlichen Privatparty angegriffen. Mutige “Antifaschisten” warfen Tränengasbomben in das Gebäude und zwangen damit die Leute nach draußen, wo sie mit Eisenstangen und Äxten geschlagen wurden. Aggressive und manchmal gewalttätige Übergriffe auf Kritiker der Einwanderungspolitik des Landes sind schon seit Jahren üblich, während die Behörden weitgehend die Augen davor verschließen.

Die Freundin eines Politikers der Schwedendemokraten wurde 2007 in ihrer Wohnung außerhalb Stockholms angegriffen. Die Frau wurde in dem Appartmenthaus, wo sie zusammen mit Martin Kinnunem, dem Vorsitzenden der Jugendorganisation der Schwedendemokraten lebt, mit Klebeband gefesselt aufgefunden. Drei Männer hatten sich Zutritt zu dem Appartment erzwungen und die 19-Jährige mit vorgehaltenem Messer bedroht. Kinnunen beschuldigt die Medien, sie haben die Schwedendemokraten systematisch als Monster dargestellt und somit die Aggression ihnen gegenüber legitimiert.

Die linksextreme Organisation Antifascistisk Aktion (AFA) prahlt auf ihrer Website offen mit zahllosen Attacken auf Personen, deren volle Namen und Adressen sie auf ihrer Seite veröffentlichen. Ihnen zufolge tun sie das, um gegen kapitalistische Ausbeutung zu kämpfen. Ihre Logik geht ungefähr so: Wenn man gegen islamische Einwanderung protestiert, leidet man an Islamophobie, was beinahe dasselbe ist wie Fremdenfeindlichkeit, was wiederum beinahe dasselbe ist wie Rassismus. Und Rassisten sind beinahe Faschisten und Nazis, wie wir alle wissen, und sie sollten nicht das Recht haben, ihre Meinung öffentlich zu äußern. Wenn man also dagegen protestiert, von Moslems angegriffen oder vergewaltigt zu werden, ist man böse und muss zum Schweigen gebracht werden.

Wenn ein Schwede wirklich Glück hat, wird er zuerst von Moslems zusammengeschlagen und dann ein zweites Mal von seinen eigenen linken Landsleuten, weil er etwas dagegen sagte, dass er das erste Mal zusammengeschlagen wurde. Der Staat tut so gut wie nichts, um das eine oder das andere zu verhindern. Einheimische Schweden, die sich der Masseneinwanderung widersetzen, die sie innerhalb von ein paar Generationen zu einer Minderheit in ihrem eigenen Land macht, wurden als “Rassisten” einsortiert, und Rassisten stehen in jeder Hinsicht außerhalb des Schutzes des Gesetzes.

AFA-Mitglieder demonstrierten zusammenmit der schwedischen Polizei, der schwedischen Regierung und dem schwedischen Medienestablishment während der Woche des Stolzes [Eine Schwulenveranstaltung] in Stockholm im August 2007. Am Ende der Parade des Stolzes marschierte eine Gruppe schwarz gekleideter und maskierter AFA-Mitglieder. Neben ihnen gingen einige Polizisten, einschließlich Mitglieder der Schwedischen Schwulen Polizistenorganisation. Auf der AFA-Website wurde stolz bekannt gegeben, dass AFA-Mitglieder einige Personen krankenhausreif geschlagen haben, die für nicht ausreichend tolerant erachtet worden waren.

Zwischenzeitlich haben die Sozialdemokraten, die größte politische Partei in Schweden und die vorherrschende politische Kraft des Landes während fast des ganzen vergangenen Jahrhunderts, beschlossen, dass der Weg zur Macht darin liegt, Wähler zu importieren, eine Strategie, die von vielen ihrer Schwesterparteien in Westeuropa ebenfalls angenommen wurde. 2007 schlossen sie eine formale Allianz mit Repräsentanten der Muslimbruderschaft zum beiderseitigen Vorteil. Die Muslimbruderschaft hat mehrere islamische Terrororganisationen hervorgebracht und wird in ihren Bemühungen, die Scharia weltweit einzuführen, von Saudiarabien gesponsert.

Die schwedischen Sozialdemokraten waren während der 1930er und 40er Jahre pro Faschismus und pro Nazi und während des Kalten Krieges betrieben sie Appeasement gegenüber dem Kommunismus. Und doch sind sie die Guten, die Aushängeschilder der politischen Linken weltweit. Heute schmieden sie eine Allianz mit der Muslimbruderschaft, einer weiteren Organisation mit engen ideologischen Verbindungen zu den Bewegungen der Faschisten und Nazis. In einer Zeit, in der einheimische Schwedinnen vergewaltigt werden, und Schweden beiderlei Geschlechts von Moslembanden erstochen und getötet werden, stimmen die Sozialdemokraten der weiteren islamischen Kolonisierung des Landes im Gegenzug für Wählerstimmen zu. In alten Zeiten hätte man das Verrat genannt. Heute nennt man es Toleranz. Es ist bemerkenswert, wie ähnlich die beiden Konzepte sich geworden sind.

Christine schreibt bei The Center for Vigilant Freedom:

“Johnson ist ein Idealist - mehr noch, er ist ein Utopist - was seine Ziele für politische Parteien in Europa angeht. Es ist wert, festgehalten zu werden, dass sowohl der Vlaams Belang als auch die Schwedendemokraten die israelfreundlichsten Parteien in ihren Ländern sind, dass beide dezidiert gegen Antisemitismus und Rassismus auftreten, dass Extremisten beide Parteien verlassen haben oder aufgrund ihrer politischen Ansichten hinausgeworfen wurden, und dass das vordringlichste Thema beider Parteien (im Falle der Schwedendemokraten sogar das einzige Thema) Einwanderungskontrollen, Assimilierungsstandards und ein Stop der Islamisierung sind. Wenn die von Johnson vorgeschlagene Politik angewandt werden würde, müssten nicht nur die Schwedendemokraten sondern alle Parteien, die sich gegen die Islamisierung wenden, alle Mitglieder und alle ehemaligen Vorsitzenden verboten werden - vermutlich unendlich weit zurück, weil der Beweis der Verbindungen sehr weit zurückverfolgt wird und einen Menschen anscheinende für immer kontaminiert.”

Es ist interessant, festzustellen, dass dies offensichtlich nur für europäische politische Parteien, nicht aber für amerikanische gilt. Westliche Regierungen drängen auf die Unabhängigkeit für eine Gruppe von djihadistischen Gangstern, die kürzlich im Kosovo eine Osama-bin-Laden-Moschee eröffnen wollten. Dieser Name wurde aus PR-Gründen schließlich geändert, weil die Albaner wissen, dass sie die amerikanische Unterstützung brauchen. Im Juni 2007 wurde Präsident George W. Bush bei einem Staatsbesuch von einer Gruppe Albaner bejubelt, die auch seine Armbanduhr stahlen. “Schneller als Sie sagen können ‘Genug ist genug’ wird das Kosovo unabhängig sein” sprach Bush vor jubelnden Albanern.

Im Kosovo wurden nach der ethnischen Säuberung an christlichen Serben durch vorwiegend islamische Albaner Dutzende von Kirchen und Klöstern zerstört, und das alles unter den wachsamen Augen von NATO-Soldaten, und die Moslems sind nicht undankbar. Die Kosovoalbaner planen eine Ehrung ihres “Retters”, des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, indem sie eine Statue von ihm errichten. Während der Bombardierung Serbiens unter der Fürhung der Amerikaner zugunsten islamischer Albaner im Jahr 1999, rief der saudische Prinz Khaled Bin Sultan die USA auf, dasselbe gegen Israel zugunsten der Palästinenser zu tun.

Die Autorin Julia Gorin hat gewarnt:

“Ein unabhängiges Kosovo wird Sezessionisten weltweit als Ansporn dienen, und die Geschichte wird zeigen, was niemand begreifen will: Der derzeitge Weltkrieg begann offiziell in Jugoslawien.”

Es wird auch als Sprungbrett für Djihad-Aktivitäten gegen Europa und den Westen dienen. Die Terrororganisation Al Kaida hat bereits in den 1990er Jahren auf dem Balkan fest Fuß gefasst. Ein Video, das ein Treffen zwischen Osama bin Laden und zweien der 9-11-Attentäter zeigt, hat offenbart, dass die Massenmörder von dem Wunsch, Moslems zu rächen, getrieben waren … und zwar Moslems aus Bosnien, wo die USA zugunsten von Moslems in den Krieg zogen.

Serge Trifkovic dokumentiert in seinem Buch The Sword of the Prophet, wie Jassir Arafats Onkel Amin al-Husayni eng mit Nazideutschland dabei zusammenarbeitete, bosnische und albanische Moslems für die Waffen-SS auf dem Balkan zu rekrutieren. Christliche Serben mussten blaue Armbänder tragen, Juden gelbe. Für Moslems war das Djihad gegen ungehorsame Dhimmis, und somit eine Fortsetzung des türkischen Genozids an den Armeniern einige Jahre zuvor, der eine der Inspirationen für den Holocaust war. Mehr als eine Viertel Million Serben, Juden und Roma (Zigeuner) wurden von Moslemtruppen in den Diensten der Nazis ermordet.

Diese Albaner sind das Volk, für dessen Unabhängigkeit sich US-Präsident George W. Bush, dessen Wiederwahl von der LGF-Gemeinde leidenschaftlich unterstützt wurde, einsetzt. Sollte die Verstrickung der Republikanischen Bush-Regierung mit antidemikratischen, antisemitischen Gangstern mit starken ideologischen und historischen Verbindungen zu den Nazis kein Anlass zur Besorgnis sein? Hat die LGF-Gemeinde sich Gedanken darüber gemacht, dass die einzige ethnische Säuberung durch nazifreundliche Gruppen, die im Moment in Europa vor sich geht, von Moslems an nicht-islamischen Europäern durchgeführt wird und dass dies mit aktiver amerikanischer Unterstützung geschieht? Sollten damit nach Johnsons eigener Logik nicht sowohl die Demokraten als auch die Republikaner vollkommen inakzeptabel in den USA sein?

Es gefällt mir auch nicht, wie LGF den verstorbenen holländischen Politiker Pim Fortuyn benutzt, um die eigenen Ansichten zu rechtfertigen. Wie Bruce Bawer in seinem Buch While Europe Slept gezeigt hat, wurde Fortuyn regelrecht von den linken Meden und dem eurabischen politischen Establishment dafür hingerichtet, ein “Rassist, Faschist und Nazi” zu sein. Der holländische Parlamentarier Geert Wilders, der mit ständigen Todesdrohungen durch Moslems lebt, behauptet, dass ein Klima “des Hasses und der Aggression” geschaffen wurde, in dem so mancher denken könnte, dass “illegale Methoden gerechtfertigt sind, um mich und meine Leute aufzuhalten.” Linke Kolumnisten tun ihn als jemanden ab, der “außerhalb des Gesetzes steht, als den Führer einer faschistischen Partei, die antidemokratisch ist und in mehrerlei Hinsicht den Nazis gleicht” sagte er.

Offen gestanden, erinnert mich die Behandlung, die die Echsen von Little Green Footballs kürzlich mehreren Personen, darunter insbesondere Paul Belien von The Brussels Journal, angedeihen ließen, vage an die Dämonisierung, der Pim Fortuyn ausgesetzt war, bevor er angegriffen wurde. Ich habe ein ungutes Gefühl, wenn ich sehe, dass das jetzt von einer so genannten “konservativen” Website kommt, die in diesem Fall in einer Weise handelt, die sich von jener der strammen Linken und der Djihad-Appeaser aus den politischen Eliten, die sie so gerne verurteilt, tatsächlich durch nichts unterscheidet.

Der Schreiber Richard Miniter stimmt mit Johnsons Einschätzung des Vlaams Belang und ihrer angeblichen Nazi-Verbindungen nicht überein:

“Ich vermute, dass Charles Johnson noch nie einen der führenden Politiker von Vlaams Belang getroffen hat, geschweige denn ein Interview mit einem geführt hat. Er läuft einfach nur den Linken hinterher. Er führt keine Beweise an, die auf eigener Erfahrung, Berichterstattung oder sorgfältiger Überlegung basieren, sondern verlinkt einfach nur auf Websites von bösartigen Kritikern - von denen praktisch alle auch keine führenden Parteipolitiker interviewt oder sich die Zeit genommen haben, die Feinheiten der belgischen Politik zu verstehen. Der Blinde führt den Blinden. Diese Seiten geben einfach nur das linke Vorurteil gegen den Vlaams Belang wieder, der - egal wie fehlerhaft er auch sein mag - kein Haufen von Neonazis ist.”

Als Reaktion auf diesen Artikel kommentierte die LGF-Leserin marwan’s daughter

“Es sieht so aus, als ob die Mehrheit der konservativen Blogosphäre die Seite unterstützt, die den Vlaams Belang verteidigt. Ich hoffe, dass Charles nicht derjenige ist, der aus dem Antidjihad-Zug geworfen wird.”

Charles Johnson antwortete:

“Sie können mich nicht aus einem Zug werfen, auf den ich nie aufgesprungen bin.”

Jetzt bin ich verwirrt. Deutet Johnson an, dass die angebliche Antidjihad-Seite Little Green Footballs kein Teil des Kampfes gegen den Djihad ist? Das wäre sicher eine sehr interessante Information für viele seiner Leser, und es würde auch einen großen Teil seines Verhaltens während der vergangenen Wochen erklären.

Charles Johnson verglich mich in einem Kommentar mit Charles Lindbergh, einem der bekanntesten Nazi-Apologeten in den USA. Da ich schon seit langem zu den israelfreundlichsten Bloggern auf dem europäischen Kontinent gehöre und immer wieder vor dem neu aufkommenden Antisemitismus gewarnt habe, finde ich diesen Vergleich höchst unfair, und ich vermute, einige von Johnsons früheren Lesern sehen das auch so. Nachdem ich Zeuge der Schuld-durch-Assoziation-Taktik wurde, die Johnson gegen seine Gegner anwendet, hört es sich fast komisch an, seine Aussage zu lesen, es sei “sehr bizarr, zu sehen, wie Konservative dieselben Taktiken wie Linke benutzen.”

Wie ich zu Anfang schrieb, war Little Green Footballs viele Jahre lang eine der besten Websites im Internet, um Artikel über den globalen Djihad zu finden. Das eine große Problem, das ich mit dem Blog schon hatte, lange bevor diese unglücklichen öffentliche Querelen begannen, ist, dass zu viele Leser immer noch von der Illusion eines moderaten Islam besessen sind. Ich habe beständig gesagt, dass der Islam nicht reformierbar ist, und dass es gefährlich ist, Zeit und Geld an eine Politik zu verschwenden, die das zum Ziel hat. Wenn man wirklich glaubt, dass der Demokratieexport in den Irak hätte funktionieren können, dann versteht man den Feind nicht. Man macht sich nicht immer beliebt, wenn man das sagt, aber ich bin überzeugt, dass es die Wahrheit ist.

Viele LGF-Leser gründen ihre Weltsicht auf der Existenz eines moderaten Islams. den es nicht gibt, und auf die Existenz eines großen und fanatischen Neonazi-Netzwerks in Europa, das es ebenfalls nicht gibt. Neonazi-Gruppierungen sind im allgemeinen sehr marginal, und das aus dem einfachen Grund, weil die Leute sie nicht leiden können. Ich stimme zu, dass sie beobachtet werden sollten, aber sie sind auf der heutigen Liste der Freiheitsfeinde ziemlich weit unten, sie rangieren hinter den Moslems, Linken und der EU.

Da Charles Johnson, ein amerikanischer Blogger, anscheinend der Ansicht ist, er wäre in der Position, zu entscheiden, was Europäern erlaubt sein sollte, um ihren eigenen Kontinent vor der fortwährenden islamischen Eroberung zu retten, und was nicht, glaube ich, dass Europäer auch das Recht haben, zu hören, welche Alternativen sich Herr Johnson vorstellt, wenn es uns nicht erlaubt ist, mit Gruppierungen wie dem Vlaams Belang und den Schwedendemokraten zusammenzuarbeiten.

Johnson hat Berichte über Aggressionen und Djihadunterstützung von Moslems rund um die Welt gebracht. Glaubt er immer noch, dass der Islam reformierbar ist? Und falls nicht, was schlägt er vor, was wir in der Sache tun sollten? Ich habe meine Position dazu recht klargemacht: Nein, der Islam ist nicht reformierbar. Daher ist die einzig mögliche Lösung außer einem weltweiten Krieg auf Leben und Tod, den niemand wünscht, uns von der islamischen Welt so gut wie möglich abzutrennen. Und mit “wir” meine ich Nicht-Moslems ganz allgemein und nicht nur Westler. Das bedeutet, die islamische Einwanderung jeder Art vollkommen und dauerhaft zu stoppen. Allerdings ist es in den USA, Kanada, Australien und natürlich vor allem in Europa nicht mehr ausreichend, die islamische Einwanderung einfach zu stoppen. Einige der Moslems, die bereits hier sind, müssen ausgewiesen werden. Daran führt kein Weg vorbei. Nein, ich habe niemals vorgeschlagen, alle auszuweisen, aber ja, die Hardcore-Moslems, die auf die Einführung der Scharia hier pochen, müssen deportiert werden.

Wenn Charles Johnson das für inakzeptabel hält, sagt er damit im Grunde, dass große Teile Europas bereits verloren sind. Ich möchte dieses Dilemma so friedlich und zivilisiert wie menschenmöglich lösen. Im Gegensatz zu den Djihadisten achte ich Menschenleben, sogar die meiner Feinde. Aber ich bin zuallererst daran interessiert, zu gewinnen oder einfach nur zu überleben. Überleben ist wichtiger als die Reinheit der Ideologie.

Wenn die Leser von Little Green Footballs irgendwelche guten Vorschläge haben, wie man die Islamisierung des Westens zurückfahren kann, bin ich ganz Ohr. Und ich meine das nicht sarkastisch, ich will es wirklich hören. Wenn Charles Johnson mit ein paar guten Lösungsvorschlägen ankommt, werde ich liebend gerne meinen nächsten Sohn Charles nennen. Zur Hölle, ich würde sogar meine nächste Tochter Charles nennen. Aber wenn er glaubt, dass die Vermeidung der Zusammenarbeit mit Vlaams Belang wichtiger ist als Europa davor zu bewahren, an den Islam zu fallen, dann denke ich, dass er - mit allem Respekt - den Überblick verloren hat.

Und haltet uns bitte keine Vorlesungen darüber, es gäbe “andere Alternativen”. Nein, es gibt keine, und deshalb tut uns den Gefallen und hört auf, vorzugeben, es gäbe welche.

Abgelegt unter: Übersetzungen - Fjordman

94 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von Wired

    20. November 2007 @ 17:08

    Ich habe den Artikel bereits im Original auf Gates of Vienna gelesen, deshalb erst einmal nur so viel von mir: das Unverständnis ggü. den europäischen Problemen und das verhaftet sein in utopischen Vorstellungen vom moderaten Islam und von strikten Kategorien, in denen man denken und handeln darf, ist leider unter vielen “neokonservativen” Amerikanern (sowohl Blogger als auch Nicht-Blogger) fast epidemisch verbreitet.

    Es liegt für Charles Johnson oder auch Michelle Malkin außerhalb ihres Horizonts zu akzeptieren, dass die Handlungsmöglichkeiten der autochtonen Europäer sehr stark begrenzt sind. Das mag mit ihrem einem Postulat ähnelnden Verständnis der Realität zusammen hängen, oder auch mit der weit verbreiteten Unkenntnis über die politische Landschaft in den Ländern Europas. Persönlich denke ich, dass es an beidem hängt. Ärgerlich ist dann jedoch insbesondere, dass sie keinerlei konstruktive Vorschläge zur Problemlösung bieten können - und das setze ich eigentlich voraus, wenn sie sich schon anmaßen, und Vorschriften machen zu wollen.

  • 2

    Kommentar von Katschak

    20. November 2007 @ 17:51

    Als ich im Rahmen der Vlaams Belang Debatte versucht habe, auf Nuancen und Besonderheiten der europaeischen Politlandschaft hinzuweisen bin ich zuerst verbal zugesch*ssen und dann gesperrt worden. Na ja, die Exilanten werden halt andere Blogs bevoelkern. Ich find’s nicht wirklich einen Verlust.

    Viel mehr Sorgen macht mir der Gedanke, wie es mit der Unterstuetzung der USA fuer Europa aussehen wird, wenn es so weit ist, dass offene gewalttaetige Auseinandersetzungen in Europa ueberhandnehmen. Es wuerde mich nicht weiter wundern, wenn irgendwann eine Serbien/Kosovo Situation entstuende und die moslemischen “Freiheitskaempfer” in Berlin, Paris und London mit Bradley Tanks und Air Raids unterstuetzt werden und die Marines in Hamburg landen. Vor allem mit der Perspektive einer erneuten Clinton Regierung und einem “Democratic” Kongress hierzulande.

    (Wo ist eigentlich Serbian Girl? faellt mir dabei ein.)

    Die Entwiclung von LGF ist ueber die Jahre immer mehr in Richtung Masse gegangen, auf Kosten der Qualitaet der Kommentare. Ich habe bei mir selbst schon vor ca. einem Jahr bemerkt, dass mir die Bloedeleien in den Kommentaren wichtiger wurden als die (sehr oft mittelmaessigen) Posts von CJ.

    Natuerlich hat LGF seine Berechtigung in der gleichen Weise wie z.B. PI. Es fuehrt neue Leute an die Thematik heran aber, je mehr das in die Breite geht, desto politisch korrekter wird das Medium.

    Ich finde, es tut not, gute transatlantische Verbindungen in unserem Lager herzustellen und vielleicht sogar gemeinsame Think Tanks und Blogs zu schaffen, die vernuenftige Ansaetze transportieren und halten koennen.

  • 3

    Kommentar von FreieWelt

    20. November 2007 @ 18:02

    Das ist auch ein guter Artikel zum Thema:

    http://www.brusselsjournal.com/node/2655

    Die “Islamkritiker” suchen manisch nach Gründen, weshalb VB, FPÖ, SVP etc. nicht wählbar sind und ermöglichen so, dass die wirklichen Problempolitiker und -parteien seelenruhig weiter ihr Ding drehen können. Zum Verzweifeln.

  • 4

    Kommentar von FreieWelt

    20. November 2007 @ 18:43

    @ Wired (#1)

    Viele der amerikanischen Islamkritiker hassen im Grunde ihres Herzens Europa. (Umgekehrt ist es aber auch oft so.) Vielleicht gönnen sie es den Europäern nicht, dass sie (was jetzt zerstört werden soll) ethnisch und kulturell weitgehend homogene Staaten haben/hatten. Faktisch sind die USA im Vorteil wegen der auf ökonomischen statt auf sogenannten “humanitären” Gründen basierenden Einwanderungspolitik. Eigentlich wären aber die europäischen Staaten in der besseren Position, wenn nur die entsprechende Politik umgesetzt würde. Die Idee eines Staates, der sich völlig heraushält, und einer “Nation”, die sich zufällig entwickelt, mag für Utopisten reizvoll sein. Aber in Anbetracht der Realität wäre mir das mittlerweile abgeschaffte europäische Modell lieber. Verschiedene Staaten für verschiedene Völker, eben keine Gleichstellung verschiedener Religionen oder Kulturen usw. Wenn genug Mexikaner kommen, werden die USA eben spanischsprachig, wenn genug Moslems kommen, islamisch. Dass Europa dieses Modell übernommen hat, finde ich schlimm.

    Um auf die neokonservativen US-Islamkritker zurückzukommen: Ich glaube, dass sie einfach gerne hätten, dass Europa mehr bei den Kriegen mitmacht. Die innere Situation Europas ist ihnen bestenfalls egal. Nur ist die Kombination aus Einwanderung aus islamischen Ländern und gleichzeitigem Krieg in islamischen Ländern (”invite them and invade them”) so ziemlich das Irrsinnigste und Idiotischste, was einem nur einfallen kann.

    Wie wahrscheinlich ein Kosovo-Szenario für ganz oder halb Europa ist, wäre ein interessantes Thema für eine eigene Diskussion. Ich wäre mir auch nicht ganz sicher, wer dann auf wessen Seite stünde…

    Zumindest zum Nachdenken geeignet:

    http://www.brusselsjournal.com/node/2059

    http://www.amnation.com/vfr/archives/007661.html

  • 5

    Kommentar von PAN2003

    20. November 2007 @ 19:06

    Wenn jetzt sogar die CSU fordert, dass sie auch eine muslimische Partei wird, wen - wenn nicht die Reps - soll man denn dann noch wählen ?????

    Sogenannte Anti-Islamisten wie LGF (jüdisch) und PI (pro-jüdisch) werden natürlich mit allen Mitteln gegen RECHTS kämpfen, obwohl viele Juden in Antwerpen selbst Vlaams Belang wählen (kam im ARD-TV).

    Aber bei LGF und PI wird jede mißliebige Meinung (z.B. gegen die Bush-Islam-Verbindung) gelöscht, was dem einen sein heiliger Allah, ist den andern sein heiliger Bush, obwohl Bush einer der Hauptverantwortlichen für die Islamisierung ist:

    1. Bush ist für Türkeibeitritt
    2. Bush predigt ständig, dass der Islam Frieden bedeutet.
    3. Bush küßte den Saudischen König, der für die härteste Christenverfolgung in der Welt verantwortlich ist (aber er ist an Bush Firmen beteiligt).

    Einfach nur zum :kotz:

  • 6

    Kommentar von Haiduk

    20. November 2007 @ 19:24

    Wunderbarer Essay und absolut glaubwürdig.

    Daß Amerikaner nicht verstehen, weshalb Europa es nicht verträgt, wenn mehr als nur Fragmente des Islam auf diesem Kontinent angesiedelt sind, kann ich bestätigen. Selbst Leute, denen ich einiges an geistigem Horizont zugetraut hätte, verstehen es nicht. Am Ende kam immer wieder die Idee zum Vorschein, daß Moslems soetwas wären wie die Amish-People in den USA. Was den USA fehlt, ist das Verständnis für geschichtliche Hintergründe, die hinter das zurückreichen, was zur Zeit der frz. Revolution geschah. Im kollektiven Gedächtnis der Europäer spielen eben auch die Einfälle der Hunnen, der Mongolen und der Türken eine Rolle. Das auszublenden ist weder möglich noch ratsam!

  • 7

    Kommentar von Eisvogel

    20. November 2007 @ 19:56

    Danke für die interessanten Kommentare und die weiterführenden Links.

    @PAN2003: PI ist sicher pro-israelisch und damit pro-jüdisch, aber auch pro-christlich und das alles ist dieser Blog hier dezidiert auch, obwohl ich keiner Religion anhänge.

    PI hat übrigens zu diesem Artikel hier zustimmend verlinkt (wir haben darüber gesprochen, dass ich die Übersetzug mache) und Beate hat einen hervorragenden und ironischen Artikel dazu geschrieben. Es stimmt, dass durch die Vielzahl der Kommentatoren gelegentlich Distanzier-Stimmung aufkommt - mich ärgern diese Leute auch, aber PI ist weit eher ein Distanzierungsopfer als ein -täter.

    Bush hat die Islamisierung Europas nicht zu verantworten, so lange ist er noch nicht im Amt, die Sache ist älter und ging ursprünglich von Europäern aus und wird auch von diesen weiterbetrieben.

    Ich sehe das aber auch so, dass Bush der typische “LGF-ler” ist, der an einen moderaten Islam glaubt und in ihm die Lösung sieht. Es würde wohl nicht weiter auffallen, wenn er dort kommentieren würde.

    Es ist etwas bizarr: Bush wird hierzulande dämonisiert - und zwar aus vollkommen falschen Gründen. Er wird als der böse Moslemfresser dargestellt, der Israel zu sehr unterstützt. Diese Anschuldigungen sind ein Witz und ich habe auch das Bedürfnis, dem entgegenzutreten. In Wirklichkeit kann man ihm viel mehr das Gegenteil vorwerfen. Und das sollte man auch. Es ist nicht nur die Öl-Connection zu den Saudis, die könnte ich noch verstehen: Wir BRAUCHEN Öl. Ich glaube, es geht tiefer: Er ist wirklich der Ansicht, dass man alle Welt demokratisieren kann und dass die Leute sich drüber freuen.

    Es hat mit Deutschland und Japan geklappt. Wie es in Japan ist, weiß ich nicht, aber was Deutschland angeht, könnte sich das langfristig als weniger erfolgreich erweisen, als es aussah.

    Mit islamischen Ländern kann das schon aus Prinzip nicht klappen. Islam ist ein politisches System und Demokratie ist ein anderes politisches System. Andere Religionen mit Demokratie sind möglich.

    Wie im Artikel erwähnt wurden mindestes zwei der 9-11-Attentäter für ihren Massenmord aus Rache für die Bosnier motiviert? Die ticken doch nicht richtig, die USA hat Serbien bombardiert, um Moslems zu Hilfe zu eilen! Das ist islamische Dankbarkeit. Die kriegen wir auch noch ab dafür, dass wir sie durchgefüttert und “respektiert” haben. Es ist nie genug.

    @katschak: Ja, die Besorgnis, dass die Amerikaner sich gegen Europa und für arme unterdrückte Moslems einsetzen könnten, habe ich seit kurzem auch. Letztes Jahr hat Paul Belien noch Witze über Ralph Peters’ Visionen von den armen Moslems, die vor europäischen Bestien gerettet werden müssen, gerissen, ich habe es ausschnittsweise übersetzt und fand’s auch lustig.

    Ich find’s nicht mehr lustig, obwohl ich nicht glaube, dass es schon während der nächsten Clinton-Amtszeit passiert, aber man kann nie wissen. Wir sollten uns nicht einbilden, dass wir was Besseres als die Serben sind oder auch nur von den USA als was Besseres angesehen werden. Bei der Karikaturen-Affäre haben die Dänen einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie die USA europäisches Aufmucken gegen den Islam einschätzt.

    Ein bisschen kann ich den amerikanischen Anti-Europäismus verstehen. Umgekehrt ist das viel heftiger und gehässiger und das geht auch nicht ewig unbemerkt an den Amerikanern vorbei.

    Traurig ist nur, dass es ausgerechnet an den paar Europäern (wie Fjordman und Paul Belien) ausgelassen wird, die sich gegen den Antiamerikanismus ihrer Landsleute stellen.

    Serbian Girl hat meines Wissens sehr viel zu tun.

  • 8

    Kommentar von Time

    20. November 2007 @ 20:03

    @Arundhati - “die vaterlose Gesellschaft”/65
    @alle - “Mein Abschied…”

    Hallo Arundhati,

    in Ihrem og Kommentar relativieren Sie mE zu recht einige der Thesen Fjordmans, der die westliche Zivilisation großen Problemen ausgesetzt sieht, die ua durch Emanzipation, Berufstätigkeit der Frauen oder auch das Verbot von Homeschooling (P. Belien und neuerdings PI sind gegen das Verbot -> aber natürlich nicht bei Mohammedanisten) oder sonstwas hervorgerufen worden seien.

    Ohne auf diese Thesen - die ich interessant, teils richtig, teils falsch finde - weiter eingehen zu wollen, möchte ich doch feststellen, dass ich in der antijihadistischen Szene eine starke Tendenz wahrnehme, die Schuldigen für die Bedrohung durch den Jihad im Westen zu suchen.

    Darin gleicht dieser antimohammedanistische Flügel der politisch-korrekten Linie, die allerdings die “Schuld” des Westen dadurch tilgen möchte, dass sie ihn (zT) gleich ganz auflösen will. “Schuldig” und “falsch” ist der Westen aber auch für den genannten antimohammedanistischen Flügel, und er möchte insbesondere Entwicklungen der letzten 40/50 Jahre revidieren. Viele dieser Entwicklungen sind zweifellos nicht perfekt (oder mit Ihren Worten, Arundhati: “Wenn man warm essen möchte, muss man heiss kochen.”), sie sind für mich aber insgesamt eher große Errungenschaften (zB in Bezug auf Freiheit und Wissen). Um es mit “Canned Heat” zu sagen: “1968 was a real fine Year. We traveled round the world, and now it’s clear: It’s the same all over - good people everywhere you go!”

    Bei LGF sehe ich zwar eine ungenaue und vorschnelle Beurteilung der spezifischen europäischen Situation, so wie Fjordman es darstellt. Andererseits kann man es mE den Amerikanern wirklich nicht verdenken, wenn sie Europa im allgemeinen Deutschland gegenüber sehr skeptisch sind. Die Juden Europas hatten europaweit gesehen recht wenig Freunde, der dänische König, der mit einem Judenstern durch Kopenhagen ritt, gehörte da gesamt gesehen zu einer kleinen Minderheit. Auch das neuerdings wieder bessere deutsch-amerikanische oder das französisch-amerikanische Klima taut ja erst seit kurzem wieder auf. Katschak, sie weisen auf die fatale Situation in Serbien/Kosovo hin. Erinnern Sie sich aber bitte, dass es Deutschland war, das mit seiner vorschnellen Anerkennung Sloweniens und Kroatiens den Zerfall Jugoslawiens wesentlich ins Rollen brachte, Amerika hatte da vielleicht eher das Problem, die Zügel nicht ganz aus der Hand zu verlieren. Ich meine, hier hätte Fjordman vielleicht etwas umsichtiger sein können.

    In meinem Kommentar 63/”die vaterlose Gesellschaft” habe ich wiederum den römischen “Kaiserkult” zur Sprache gebracht. Ich hatte ihn als ebenso inhaltsleer wie den Mohammedanismus dargestellt, als eine reine, Menschenmassen zusammenhaltende Klammer. Zweifellos ist der Antinazismus auch eine Klammer der jetzigen europäischen Zivilisation, allerdings eine mit sehr tiefem Inhalt. Und zweifellos ist die These, dass wir eine Reihe von Problemen haben, weil wir nicht genug (oder falsche) “Klammern” haben, zu diskutieren. Ich bin aber der Ansicht, das Antinazismus, Anti-Antijudaismus, Minderheitenschutz oder Antirassismus inhaltlich richtige Grundsätze sind, und mich wundert, dass sowohl Fjordman, den ich sehr verehre, als auch LGF, ein Blog mit enormer Resonanz und großen Verdiensten, eine Angelegenheit, die man sachlich diskutieren kann, bis zu einem öffentlichen und dramatischen Bruch führen. Ich finde, dass LGF Fjordman zuhören sollten, wenn dieser verifizieren kann, dass VB oder SD zu den wenigen Freunden Israels in Europa gehören. Andererseits fand ich Fjordman immer da am stärksten, wo er konkret investigativ war (skand. Situation) oder wo er unseren gemeinsamen Feind, den widerwärtigen Mohammedanismus, direkt anging (zB bei “Islam, die Griechen und die wiss. Rev.”). Sein Kampf gegen die EU usw., das erscheint mir in der dargebotenen Form obskur. Ich würde auch keine Zeit auf die Verteidigung (aber auch nicht die Bekämpfung) von VB und SD verwenden.

    Als ich seinerzeit an der Uni war, gab es da eine unübersehbare Vielzahl iranischer, antimohammedanistischer “Widerstandsgruppen”. Von ihnen sind nur die “Volks-Mudschaheddin (MEK)” übrig geblieben (das sind die, die den Westen mit den einzigen brauchbaren Informationen über das Atomprogramm der Nazis im Iran versorgen, hier ein Bericht von D. Pipes: http://de.danielpipes.org/article/4751 ), die Mullahs herrschen aber weiterhin und greifen zur Bombe. Ich glaube, dass man da ein seltenes Beispiel vor Augen hat, wo Vielfalt (vor allem bei Kleinheit) eher ungünstig ist. Daran sollten wir uns KEIN Beispiel nehmen. Wenn der Mohammedanismus das ist, als den wir ihn erkannt haben, dann können wir uns, Arundhati, nicht nur das Verprellen von 50% potentieller Mitstreiter nicht erlauben, sondern eher das gar keines.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Time

  • 9

    Kommentar von Katschak

    20. November 2007 @ 20:28

    @ Eisvogel

    “Wir sollten uns nicht einbilden, dass wir was Besseres als die Serben sind oder auch nur von den USA als was Besseres angesehen werden. Bei der Karikaturen-Affäre haben die Dänen einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie die USA europäisches Aufmucken gegen den Islam einschätzt. Ein bisschen kann ich den amerikanischen Anti-Europäismus verstehen. Umgekehrt ist das viel heftiger und gehässiger und das geht auch nicht ewig unbemerkt an den Amerikanern vorbei.”

    Auch hier in den USA sind das eigentliche Problem die Linken und die Medien. Wie Du weisst, lebe ich schon laenger hier und kann versichern, dass sich bis jetzt noch jeder Amerikaner den ich persoenlich treffe glaubhaft positiv zu Deutschland und Europa geaeussert hat. Da ist im Volk keinerlei Ressentiment, zumal die Menschen hier sich sehr im klaren darueber sind, woher sie selbst stammen. Gerade vorige Woche las ich, dass fast 70% aller weissen Amerikaner mindestens eine(n) Deutsche(n) unter ihren Vorfahren haben.

    Kopfschuettelnd zur Kenntnis genommen wird immer wieder der ausgepraegte Antiamerikanismus der Deutschen/Europaeer. Das will nicht so recht ins gute Bild passen.

    Aber meine Amerikaner sind da sehr langmuetig, geduldig und pragmatisch und ich hoere oft den Satz, dass Europa schon irgendwann wieder um Hilfe rufen wird. Nicht unvorstellbar, das!

    Wenn man sich mal kurz von der Eurozentrik loest und sich die Sichtweise der Amerikaner nur fuer eine Minute zu eigen macht: “Erst retten wir den Kontinent vor dem Faschismus, fuettern die Leute durch, schuetzen sie vor dem Zugriff des Kommunismus, schuetzen Sie unter hohem finanziellen Einsatz jahrzehntelang vor der Roten Armee, waehrend sich in dieser Zeit Westeuropa in Ruhe die eigene Wirtschaft aufbauen kann, u.v.m., dann bekommt man ja vielleicht ein Gefuehl dafuer, wie man von dieser Seite des Atlantik aus gesehen wird.

  • 10

    Kommentar von Eisvogel

    20. November 2007 @ 21:04

    Ja, Katschak, ich habe auch schon die amerikanische Sicht auf Europa eingenommen … und das war sehr unangenehm, wir benehmen uns fürchterlich. Deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass ich eine gewisse Verärgerung verstehen kann. In der Tat trifft man sie im persönlichen Umgang aber so gut wie nie (mir ist so ein Attacke, wie sie Paul Belien beschrieben hat, noch nie passiert, auch nicht von Juden. Insbesondere Israelis empfinde ich als sehr freundlich) Nur jetzt bei LGF kommt es offenbar raus, die sind aber nicht links.

    BTW: Weißt Du, was mit “lizards of LGF” gemeint ist? Ich hab’s jetzt mal wörtlich mit “Echsen” übersetzt - ich weiß selber, dass das blöd ist, aber im Zweifelsfall lieber wörtlich und ein bisschen sinnbefreit als falsch interpretiert.

    Aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du nicht der Ansicht, dass es eine Gegenreaktion auf unseren verzogenen und moralisierenden Antiamerikanismus ist? Sondern eher eben das typisch linke Gewäsch, das wir hier noch viel ausgeprägter haben - man sollte nicht vergessen, dass es auch in Europa denselben Anti-Europäismus gibt, sobald es Europa vs. Moslems geht. Nur wo es Europa vs. USA oder Europa vs. Israel geht, sind die meisten Europäer Kontinent-Patrioten.

  • 11

    Kommentar von FreeSpeech

    20. November 2007 @ 21:13

    Fjordman sagts. Aber Amis wissen alles besser.

  • 12

    Kommentar von PrinzEugen

    20. November 2007 @ 21:18

    Flordman’s analytische Zerlegung des Problems ist, wie immer, meisterhaft.

    Kurz gesagt: Wenn ich die Wahl habe, in Europa unter einer Regierung der demokratischen Rechten oder in einem islamischen Gottesstaat zu leben, ziehe ich Ersteres vor!
    Man muss die Menschen, die sich über die herrschenden Zustände beklagen nur fragen: “Wie lange, denkst Du, würde dieser Affenzirkus unter einer rechten Regierung weitergehen?”
    Noch aber wird die Angst vor den “Rechten” schön am Köcheln gehalten, und die brauen Gespenster aus der Mottenkiste geholt, damit die Menschen nicht sehen, daß die islamofaschistischen Teufel schon auf der Bühne tanzen.
    Wie weit müssen die Zustände noch kommen, damit sich etwas ändert? Möglicherweise wirklich bis zum Krieg um unsere Lebensart, Freiheit und unser Land?
    Fast scheint es so.
    Daß in diesem Fall die USA bedenkenlos gegen die Europäer und für die Moslems eingreifen würden, ist ebenso klar.
    Es gibt noch immer Leute, die meinen, die US-Amerikaner wären unsere Freunde. Sie vergessen eines: Völker haben keine Freunde, Völker haben Interessen.
    Und die Interessen der USA sind überall nachzulesen, wenn man nur will.
    Es geht den USA darum, sich Europäer als tributpflichtige Vasallen zu erhalten.
    Es geht darum, unter dem Deckmantel von “Demokratie” die Arbeitskraft der Vasallen auszubeuten, um selbst weiterhin weit über seine Verhältnisse leben zu können.
    Geld ist die zur Wertaufbewahrung gedachte, geronnene Arbeitskraft der Menschen.
    Aber nur, wenn sie werthaltig ist. Im Falle des “Privatgeldes” USD ist das nicht der Fall, die USA zwingen die Völker, ihre Währung als Wertaufbewahrung anzunehmen und können durch Entwertung die anderen Völker um den Lohn ihrer Produkte berauben.
    Wer das Handelsbilanzdefizit der USA betrachtet und die mittlerweile weltweit gegen Sachgüter und Rohstoffe gehorteten USD-Reserven ansieht, wird leicht feststellen, daß dieses Geld durch nichts gedeckt ist. Es gibt in den USA nicht einmal soviel Waren zu kaufen, wie USD vorhanden sind.
    Also leben die USA nur dann weiter gut, wenn sie “Kapital” in jeder Form aus dem Rest der Welt absaugen.
    Die Idee, im Gegenzug dafür “Sicherheit” und “Demokratie” zu exportieren, ist ein guter Marketinggag, dessen Stichhaltigkeit - wie uns täglich “ad oculos” demonstriert - nicht gegeben ist.
    Aus Sicht der USA sind diese Interessen nichts Schlechtes.
    Oberstes Interesse muss es daher sein, die Europäer so mit Problemen einzudecken, daß sie nicht ausscheren können, und brav weiter liefern, was die USA so brauchen.
    “Die einzige Weltmacht” und “The Pentagon’s New Map” sind in diesem Zusammenhang Pflichtlektüre.
    Allerdings muss uns klar sein: Die USA tun das nicht, weil sie die Moslems so lieben, sie tun es aus rein egoistischen Gründen.
    Und Gier ist ein starker Antrieb, die Folgen seines Tuns völlig auszublenden.
    Wer bei Fortsetzung der derzeitigen Ansätze zuerst zur Hölle fährt, ist den Betreibern dieser Wahnsinnspolitik hüben und drüben des Atlantiks ziemlich egal.
    Sie bedenken nur nicht, daß sie mit im Boot sitzen…

    Ich verfalle allerdings nicht in die allgemein übliche Ansicht, daß “Die Amis” daran Schuld seien. Es handelt sich nur um die dortige, völlig verantwortungslose politische Kaste.
    Wie hier bei uns auch.
    Wenn es beiden Seiten nicht gelingt, sich von ihren “demokratischen” Regierungen zu emanzipieren, und der gleichgeschalteten Presse (die Nazis mußten das noch verordnen, heute machen die Presseleute das freiwillig) den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem man sie einfach boykottiert, wird dieser Planet in wenigen Jahrzehnten nicht mehr von vernunftbegabten, schaffenden und schöpfenden Menschen bevölkert sein, sondern seine Bahn durch’s All ziehen, bevölkert von Kreaturen, deren Hauptaufgabe es ist, über die Einhaltung irgendwelcher “göttlicher” Offenbarungen zu wachen und 5 x täglich den Allerwertesten zu ihrem Götzen zu recken…
    Womit die Weiterentwicklung des Spezies Mensch zu einem ethisch und moralisch höherstehenden Wesen ihr Ende gefunden haben dürfte.
    Es liegt an uns allein, ob wir das zulassen…

  • 13

    Kommentar von Polemicist

    20. November 2007 @ 21:25

    Fjordman
    “… Millionen von Moslems, welche die einheimische Bevölkerung attackieren.”

    Wann ist dies passiert? Muss geschlafen bin. Millionen Moslems haben die Einheimischen attackiert! Mindestens hunderttausende getroffen von dieser Mordwelle! Ich denke, der Fjordman vielleicht nicht alles unter Kontrolle hat…? (so habe ich jedoch den urspruenglichen Satz aufgefasst.)

    weiter der F-mann
    “Daher ist die einzig mögliche Lösung außer einem weltweiten Krieg auf Leben und Tod, den niemand wünscht, uns von der islamischen Welt so gut wie möglich abzutrennen”

    Gucken Sie mal an meine Artikel warum das Abtrennen von der islamischen Welt keine Loesung des Problems waere. Und was ist mit der Goetterdaemmerungstimmung? Finden sie auch dass es so weit ist? Wirklich schlecht, ja, aber Fjordman-schlecht? mmmm ….?

  • 14

    Kommentar von Neo

    20. November 2007 @ 21:30

    @ Katschak

    Wenn man sich mal kurz von der Eurozentrik loest und sich die Sichtweise der Amerikaner nur fuer eine Minute zu eigen macht: “Erst retten wir den Kontinent vor dem Faschismus, fuettern die Leute durch, schuetzen sie vor dem Zugriff des Kommunismus, schuetzen Sie unter hohem finanziellen Einsatz jahrzehntelang vor der Roten Armee, waehrend sich in dieser Zeit Westeuropa in Ruhe die eigene Wirtschaft aufbauen kann, u.v.m., dann bekommt man ja vielleicht ein Gefuehl dafuer, wie man von dieser Seite des Atlantik aus gesehen wird.

    Ich will die Verdienste und Motive der Amerikaner nicht schmälern, ohne Amerika würden die Nazis wahrscheinlich sehr viel länger in Deutschland und Europa gehaust haben. Aber vielleicht war es ja ein Fehler, daß man so gut auf uns aufgepasst hat. (Das ist nicht ironisch gemeint!)
    Muskeln die nicht gebraucht werden erschlaffen irgendwann. Schließlich konnten wir uns 60 Jahre lang sagen: Egal wie viel wir über die Amerikaner schimpfen, wenn irgenwas schiefgeht werden sie uns schon raushauen.
    In der Zwischenzeit konnten unsere Linken, durch die Pax Americana geschützt, ihre Experimente durchführen.
    Nebenbei ist noch zu sagen, daß speziell durch die deutsche Angewohnheit zu Extremen zu neigen die Sache nicht besser wird. Wenn wir schon nach links gehen, dann aber richtig. Verwandte aus der ehemaligen DDR haben mir bestätigt, daß die DDR mehr an der reinen kommunistischen Lehre hing als selbst die (damalige) Sowjetunion.
    Vielleicht ist das Problem, das uns in den vergangenen 60 Jahren Experimente möglich waren, die ein Staat “in freier Wildbahn” besser unterläßt.

  • 15

    Kommentar von Time

    20. November 2007 @ 21:37

    @Eisvogel/7

    Hallo Eisvogel,

    Fjordman bringt, wie Sie darstellen, in seinem Essay die Sprache auf einen politischen Grundwiderspruch zwischen ihm und LGF (dann aber auch ihm und D. Pipes uva.): Gibt es moderate Mohammedanisten oder nicht?

    Ich meine, dass da eine überflüssige Verwirrung vorliegt. Denn was man in politischer Hinsicht erkennt oder verfolgt (auch theoretisch), muss nicht unbedingt das sein, was man auf der philosophischen Ebene erkannt hat und verfolgt (”Realpolitik”). Insofern ist es mE vernünftig und wird, wenn man es richtig anstellt, auch erfolgreich sein, wenn man von der Existenz moderater Mohammedanisten ausgeht. Mehr noch, ich glaube, der weitaus grösste Teil der Orks ist mE moderat und wird nur durch Gewalt (auch der Tradition) bei diesem infamen Konvolut namens Kloran (das alles andere als moderat ist) gehalten. PI machte auf eine interessante Seite eines amerikanischen Reporters aufmerksam: http://www.michaelyon-online.com . Hier wird deutlich, dass Mensch sein, menschlich sein, auch für die meisten mohammedanistischen Iraker möglich und richtig ist.

    Ich bitte in diesem Zusammenhang auch, meine Überlegungen gegen Ende meines Kommentars 63/”die vaterlose Gesellschaft” als rein abstrakt zu verstehen. Ich wollte sagen, dass man einer Ideologie, die nur eine einzige Kategorie, nämlich Macht über und durch eine mit Gewalt geeinte Masse kennt, und also eine inhaltsleere “Klammer ist”, evtl. eine ebenso machtvolle “Klammer” gegenüberstellen muss. Und vielleicht muss man, wenn sie sich partout nur auf der Ebene der Gewalt äußern will, also als einziges Wunder Gewalt kennt, ihr mal auf dieser Ebene ein Zeichen geben. Ich glaube, dass auch den meisten Mohammedanisten damit gedient wäre. Ein völliges Verbot des M., Verbot des Schleiers, aller Moscheen usw., würde im Grunde das Leben der allermeisten Mohammedanisten verbessern.

    Zur Frage, ob wir Öl brauchen: Klar, noch. An einer Lösung wird jedoch fieberhaft gearbeitet. Bis Anfang des letzten Jahrhunderts würde nur organisch gedüngt, mit Guano zB, Vogelscheisse aus Südamerika. Der Deutsche Fritz Haber hatte 1908 die Lösung: Kunstdünger. Das steigerte die globalen Erträge unermesslich ( http://de.wikipedia.org/wiki/Kunstdünger )! Hätte vor 1908 keiner gedacht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Time

  • 16

    Kommentar von Eisvogel

    20. November 2007 @ 21:46

    1 million Moslems haben die Einheimischen attackiert!

    Nein. Es wurden Millionen von Moslems importiert und manche - nicht alle, aber überdurchschnittlich viele - davon attackieren die Einheimischen physisch (es gibt auch einen Link zu der Vergewaltigungswelle in Schweden in dem Artikel). Verbal attackieren die Verbände die Einheimischen ständig und der Islam an sich ist eine Attacke auf jede nichtislamische Gesellschaft. Wo er mit überlegenem Militär kam, konnten die armen Leute wenig dagegen machen. Aber wo Moslems von den eigenen Regierungen importiert werden und der Islam verlogen schöngeredet wird und Toleranz gegen ihn befohlen wird, ist das nichts anderes als VERRAT.

    @Prinz Eugen: Ich sehe auch, dass die Interessen Europas und der USA in Details unterschiedlich sind, aber dass die USA sich Europa als Vasallen halten will, sehe ich nun wirklich nicht. Sie wollen Geld verdienen - ja.

    Das funktioniert mit freien florierenden Ländern aber besser als mit misslaunigen Vasallen. Die Islamisierung Europas ist nicht von den USA angezettelt worden - Europa wäre ein besserer Absatzmarkt für US-Waren, wenn wir nicht so viel Geld in das Durchfüttern der Moslems stecken müssten und damit viel reicher wären.

    Aber die Interesssen der USA und Europas gegenüber dem Islam überschneiden sich vollkommen, man könnte sogar Russland ins Boot holen. Dummerweise neigt jede Gruppierung dazu, diejenigen Moslems zu hätscheln, die den anderen gefährlich werden. Die Russen sponsern den Iran und die Hamas, Europa und USA hofieren die Tschetschenen, Europa hetzt gegen GIs im Irak und die USA findet es eine gute Idee, wenn die Türkei der EU beitritt.

    Das ist aus amerikanischer Sicht aber wohl eher der Versuch, die Türkei mit ihrer wichtigen geographischen Lage laizistisch und als Bündnispartner zu behalten, wobei es ihnen egal ist, wenn Millionen von Türken in die Länder Westeuropas aufbrechen. Ich vermute, die Amerikaner sehen die EU-Mitgliedschaft als eine Fessel für die Türkei, sich nicht zu islamisieren. Der Rest interessiert sie nicht, aber wenn Europa einfach NEIN sagen würde, würden die Amerikaner nichts dagegen tun, es ist schon unsere Entscheidung.

    Ich habe übrigens nichts gegen einen EU-Beitritt der Türkei … solange sie dann plötzlich feststellt, dass sie das einzige Mitglied ist :twisted:

  • 17

    Kommentar von Katschak

    20. November 2007 @ 21:50

    @ Eisvogel

    “BTW: Weißt Du, was mit “lizards of LGF” gemeint ist?”

    Das sind in der Tat (Eid)echsen. Als solche bezeichnen sich seit Jahren die LGF Kommentatoren. Wenn LGFer Treffen stattfinden, wimmelts vor gruenen Eidechsen auf Lederjacken oder Tattoos …

    Ich glaube, das Maskottchen ist auf eine Schimpftirade von Moulitsas gegen die (schleimigen, kalten, unfassbaren) LGFer zurueckzufuehren. Verschwindet im Nebel der Geschichte. Hier ist ein Posting dazu von Charles bevor ihn die Koerperfresser erwischt haben (ich bin lernfaehig, wie Du siehst!):

    “Little do they realize the terrible truth about LFG. You see, “Charles” is really a cigar-smoking reptilian android from the planetoid Aidemydni, who lives in a top secret nitrogen-filled bomb shelter (why doesn’t the nitrogen explode when I smoke? ah ah! that would be telling!) concealed beneath Denver International Airport. Bwa hahaha! Soon the Earth will be mine, and my lizardoid armies will herd the peace activists into brutal repression camps, the better to slaughter them and feast on their gamy buttocks! Bwa hahaha!”

    Wie auch immer!

    Zum Thema, wer wen warum diskriminiert:

    Die Post-Sowjetunion-Linke hat einfach begriffen, dass Schuld bessere Regierbarkeit der Massen gewaehrleistet als Bajonette. Schuldig ist jeder, oder kann jeder gemacht werden, der weiss, hetero, Christ, erfolgreich, usw. ist. Nazi steht da nur in einer Warteschlange mit Sklavenhalter, Kreuzritter, Indianermoerder, usw..

    Wir sind alle schuldig, weil weiss!

    Ich will aber wieder in einer Welt leben, in der ich auch dann was gelte, wenn ich keine “eskimo lesbian” oder sonstige Quotenfigur bin.

    Deshalb muessen nicht nur die Mohammedaner segregiert werden sondern vor allem das ganze PC Volk fuer 20 Jahre in die Reisfelder zur Resozialisierung. Die Gulags, die die Linken gebaut haben, koennten keine wuerdigeren Bewohner finden.

  • 18

    Kommentar von Eisvogel

    20. November 2007 @ 21:51

    @Neo: Absolute Zustimmung.

    Was die DDR angeht, habe ich mir auch schon die Frage gestellt: Irgendwie sind sie im Schnitt noch amerikafeindlicher als die Westdeutschen. Merkwürdigerweise sind aber die kommunistichen Kollegenländer wie Polen und Tschechien wesentlich amerikafreundlicher als die Westdeutschen.

  • 19

    Kommentar von Katschak

    20. November 2007 @ 22:01

    @ Neo

    “In der Zwischenzeit konnten unsere Linken, durch die Pax Americana geschützt, ihre Experimente durchführen.
    Nebenbei ist noch zu sagen, daß speziell durch die deutsche Angewohnheit zu Extremen zu neigen die Sache nicht besser wird. Wenn wir schon nach links gehen, dann aber richtig. Verwandte aus der ehemaligen DDR haben mir bestätigt, daß die DDR mehr an der reinen kommunistischen Lehre hing als selbst die (damalige) Sowjetunion.
    Vielleicht ist das Problem, das uns in den vergangenen 60 Jahren Experimente möglich waren, die ein Staat “in freier Wildbahn” besser unterläßt.”

    Es ist sicher richtig, dass die “deutsche Gruendlichkeit” nicht nur ein Segen sondern zuzeiten auch ein Fluch sein kann, genau wie unser Hang, jeden Prozess zu industrialisieren.

    Nur kann man sicher nicht von den US nach der Befreiung auch noch verlangen, dass sie fuer uns das grosszuegig zur Verfuegung gestellte Instrumentarium der parlamentarischen Demokratie dann auch gleich noch fuer uns kontrollieren, um uns vor uns selbst zu schuetzen.

    Manchmal habe ich den haesslichen Gedanken, dass 60 Jahre Frieden fuer Deutschland keine gute Idee war.

  • 20

    Kommentar von Polemicist

    20. November 2007 @ 22:03

    Eisvogel
    “Nein. Es wurden Millionen von Moslems importiert und manche - nicht alle, aber überdurchschnittlich viele - davon attackieren die Einheimischen physisch”

    Eben, auf Deutsch. Das war der Grund meiner Frage. Der Satz auf Englisch
    “does not import millions of Muslims who attack the native population”

    hat jedoch die komische Meinung, glaube ich.

    “Aber wo Moslems von den eigenen Regierungen importiert werden und der Islam verlogen schöngeredet wird und Toleranz gegen ihn befohlen wird, ist das nichts anderes als VERRAT.”

    Wahr. Und dies wird leider fortsetzen bis eine durchgreifende Veraenderung die intellektuellen Klima Europas passiert ist. Eine totale Abtrennung von der islamischen Welt wird nicht eine solche Veraenderung imstandebringen. Und die islamische Welt wird immer noch existieren, ihre Plaene schmeiden, die Vereinten Nationen werden immerhin ihr Dreck treiben. Nicht gut genug, nicht bei Weitem gut genug.

  • 21

    Kommentar von Neo

    20. November 2007 @ 22:16

    @ Eisvogel

    Merkwürdigerweise sind aber die kommunistichen Kollegenländer wie Polen und Tschechien wesentlich amerikafreundlicher als die Westdeutschen.

    Das duerfte daran liegen, daß gerade Polen und Tschechien gute Gruende dafür haben, den Kommunisten zu misstrauen. Polen wurde von Deutschland und Russland/Sowjetunion mehrmals aufgeteilt. Dazu kommt, daß dieses traditionell katholische Land nicht unbedingt uebertrieben linientreu gegenueber marxistisch-leninistischer Doktrin war (Warum sollte man auch die Russen und ihre Ideologie moegen, wenn man von ihnen in der Geschichte nie etwas gutes zu erwarten hatte).
    Bei Tschechien erinnere ich nur an den Prager Frühling der buchstaeblich von sowjetischen Panzern ueberrollt wurde. Spaetestens seit damals wissen die Tschechen was es einbringt mit Kommunisten den Bruderkuss zu tauschen.

    Du solltest dich mal mit unseren ostdeutschen Mitbürgern unterhalten. Viele von denen sind der Meinung, daß der Kommunismus an sich eine gute Sache waere; er wurde halt nur falsch angefasst. Den einzigen Schluss den ich daraus ziehen kann ist der, daß es den Polen und Tschechen weitaus schlechter ergangen sein muss.

  • 22

    Kommentar von Eisvogel

    20. November 2007 @ 22:24

    @Time: Ich sehe nicht ganz den Pragmatismus dahinter, so zu tun, als ob es einen moderaten Islam gäbe. Natürlich gibt es moderate Moslems und eine noch größere Anzahl, die sich gar keine Gedanken darum machen, ob sie moderat sind oder nicht, sondern einfach ihrem Leben nachgehen.

    Aber wenn Sie in den 30er Jahren in ein deutsches Dorf gegangen wären, hätten sie dort auch eine ganze Menge netter moderater Nazis vorgefunden, die nur ihrem täglichen Leben nachgingen.

    Und doch war die Ideologie da und hat zu den bekannten fürcherlichen Ergebnissen geführt.

    Die Masse ist da, ob radikal, moderat-und-radikalisiert, moderat-und-gleichgültig oder moderat-und-ängstlich-schweigend.

    Die moderaten Moslems retten uns nicht! Die werden keinen Finger gegen die Islamisierung rühren.

    Den Nationalsozialismus konnte man zerschlagen. Er war aber erstens nicht sehr alt, zweitens regional begrenzt, drittens ohne Jenseitsorientierung (Angst vor der Hölle, wenn man ihn aufgibt) und schließlich: Es hat einen fürchterlichen Krieg und totale Niederlage, Demütigung und den Abscheu fast der ganzen Welt dazu gebraucht.

    Das geht mit dem Islam nicht analog.

    Er hat aber den Webfehler, dass seine Anhänger wissenschaftliche Nullen sind und daher auch militärisch nichts alleine auf die Reihe kriegen. Man könnte ihn in seinen Ländern existieren lassen, ihm jede Hilfe entziehen (die Saudis und Co. können und wollen mit ihren Petrodollars nicht die ganzen Underdogs in den ölarmen Ländern durchfüttern) und zusehen, wie er sich selber entweder ruiniert oder eben ein Ärgernis anderer Leute bleibt.

  • 23

    Kommentar von Polemicist

    20. November 2007 @ 22:27

    Der Satz auf Englisch
    “does not import millions of Muslims who attack the native population”

    hat jedoch die komische Meinung, glaube ich.

    … oder vielleicht nicht!

    Meine schwache Grammatik veraendert nicht mein Argument.

  • 24

    Kommentar von Eisvogel

    20. November 2007 @ 22:35

    Die Methode, den Islam ruhig und fast vergessen vor sich hinmodern zu lassen, hat fast 300 Jahre lang funktioniert. Erst mit den Petrodollars und damit, dass man im Westen die Ideologie der political Correctness erfunden hat und in den Wahn verfiel, eine wunderschöne Eine-Welt zu schaffen, erwachte er wieder aus seinem Koma.

    @Katschak: Danke für die Erklärung. Dann lass ich die “Echsen”.

    Ja, ich fürchte auch manchmal, dass unser Problem weit über die Islamisierung hinausgeht, dass diese nur ein Teil der Symptomatik. Es gibt auch antiweißen Rassismus, der vor allem auch von Weißen selber propagiert wird.

    Kommen sie sich edel vor, wenn sie es tun?

  • 25

    Kommentar von Wired

    20. November 2007 @ 22:50

    Nach LGF schließt auch Akte Islam den Geheimdienst-Blogger Fjordman aus

    In der Gemeinde der Islam-Kritiker genoss “Fjordman” in der Vergangenheit einen vergleichsweise guten Ruf. Der Mann schien ständig gut informiert zu sein und sprach Dinge aus, die sich viele nicht zu sagen trauten. Früh schon gab es den Verdacht, dass “Fjordman”, dessen tatsächlicher Name nie publik wurde, in Wahrheit eine Kunstfigur (ein Team) der amerikanischen Geheimdienste ist. Little Green Footballs (LGF), eine einflussreiche Blogger-Seite, hat “Fjordaman” nun ausgeschlossen. Wir von Akte Islam folgen diesem Schritt. “Fjordman” hat uns in der Vergangenheit viele seiner Texte zur Veröffentlichung angeboten - wir waren dieser geheimdienstlichen Kunstfigur gegenüber skeptisch, und haben Recht behalten. Denn die Kunstfigur “Fjordman” nahm jüngst Teil an einem Extremisten-Treffen in Brüssel (organisiert von der rechtsextremen Gruppe Vlaamse Belang und amerikanischen Geheimdiensten) am 18. Oktober 2007 in Brüssel, zu dem auch Akte Islam eingeladen worden war. Akte Islam folgte dieser Einladung der Extremisten nicht. Akte Islam ist nicht käuflich. Und Akte Islam bleibt auch zukünftig in Deutschland. Trotz aller Bedrohungen weichen wir dem Druck nicht und sind für Sie hier in Deutschland erreichbar… auch juristisch… Eine Liste der Teilnehmer des von Geheimdiensten und Extremisten gesponserten Treffens der Islam-Kritiker in Brüssel, an dem Akte Islam nicht teilgenommen hat, finden Sie hier …”
    http://www.akte-islam.de/3.html

    Soviel vom “Antiislamisten” Ulfkotte. Erbärmlich. Ulfkotte leidet scheinbar unter einer Verknüpfung von Paranoia und Größenwahn. Naja, gut das ich nie irgendwelche Hoffnungen in ihn gesetzt hatte, aber das hier dürfte ein schwer zu überbietender Tiefpunkt seines Schaffens sein.

  • 26

    Kommentar von Eisvogel