Buchrezension: Robert Spencers “Religion of Peace”

Original vom 27. November 2007: Book Review: Robert Spencer’s “Religion of Peace”
Ich habe Robert Spencer kürzlich mitgeteilt, dass ich sein jüngstes Buch Religion of Peace? Why Christianity Is and Islam Isn’t gelesen habe und an einer Rezension darüber arbeite. Er zeigte sich etwas überrascht darüber, dass es mir gefallen hat angesichts der Tatsache, dass ich mich in einigen meiner Essays dem Christentum gegenüber etwas kritisch gezeigt habe. Ich würde meine Beziehung zu dieser Religion als mild kritisch aber im Großen und Ganzen positiv bezeichnen. Ich bin kein religiöser Mensch, aber ich schätze viele der guten Aspekte am Christentum und bin der Ansicht, dass die Kritik daran teilweise unfair ist.
Das vorliegende Buch vergleicht auf elegante Weise bezüglich Themen in großer Bandbreite die Haltungen von Moslems und Christen, von Gewalt über Antisemitismus bis hin zur Trennung von Religion und Staat. Ich habe kürzlich über die Geschichte der Wissenschaft geschrieben und interessierte mich daher ganz besonders für das Kapitel zu diesem Thema. Spencer erforscht die wichtigen theologischen Unterschiede bezüglich Vernunft und Naturgesetzen zwischen dem Islam einerseits und Judentum und Christentum andererseits.
Moslems glauben, dass Allahs Hand von nichts beschränkt ist - er kann alles bewirken. Der Koran weist die jüdisch-christliche Gottesvorstellung eines Gottes der Vernunft ausdrücklich zurück: “Und die Juden sagen: ‘Die Hand Allahs ist gefesselt.’ Ihre Hände sollen gefesselt sein, und sie sollen verflucht sein um dessentwillen, was sie da sprechen. (5:64). In anderen Worten heißt das, dass es Häresie darstellt, zu sagen, dass Gott nach gewissen Naturgesetzen handet, die wir mit Hilfe unserer Vernunft verstehen können. Dieses Argument wurde während der gesamten islamischen Geschichte ausgespielt. Islamische Theologen argumentierten während der langen Kontroverse mit der Sekte der Mutaziliten, welche die menschliche Vernunft verherrlichten, dass Allah bei seiner Herrschaft über das Universum nicht an beständige und beobachtbare Gesetze gebunden ist. “Er wird nicht befragt nach dem, was Er tut.”(21:23). Entsprechend waren Beobachtungen der physischen Welt von keinerlei Wert, es gab keinen Grund, anzunehmen, dass sich irgendein beständiges oder gar erkennbares Muster hinter seinen Handlungen finden lässt. Wenn man nicht damit rechnen kann, dass Allah beständig vorgeht, warum sollte man dann Zeit damit verschwenden, die Ordnung der Dinge zu beobachten? Sie könnte sich ja morgen ändern.
Aufgrund dieser Vorstellung der absoluten Souveränität Allahs glaubt Professor Stanley Jaki, dass “deshalb schon relativ früh in der Geschichte der Wissenschaft in der islamischen Welt die philosophische Grundlage entzogen wurde, die sie braucht, um zu gedeihen.” Konsequenterweise “waren die Verbesserungen, die dem Korpus der griechischen Wissenschaft von islamischen Wissenschaftlern hinzugefügt wurden, niemals substanzieller Natur.” Der Autor Rodney Stark stellt fest, dass “islamische Gelehrte nur im Bereich sehr spezifischen Wissens signifikante Fortschritte erzielten, wie zum Beispiel bei gewissen Aspekten der Astronomie und Medzin, für die keine allgemeine theoretische Grundlage nötig war. Im Lauf der Zeit kamen aber auch Fortschritte dieser Art zum Erliegen.”
Der jüdische Philosoph des 12. Jahrhunderts Maimonides erklärte die fundamental antirationale islamische Kosmologie folgendermaßen:
Der menschliche Intellekt kann keinerlei Grund dafür erkennen, warum ein Körper sich an einer bestimmten Stelle befindet und nicht an einer anderen. Gleichermaßen sagen sie, dass die Vernunft die Möglichkeit offen lässt, dass ein existierendes Wesen größer oder kleiner sein könnte, als es ist, oder dass es eine ganz andere Form haben könnte, als es in Wirklichkeit hat; z.B. könnte ein Mensch so groß wie ein Berg sein, mehrere Köpfe haben, durch die Lüfte fliegen; oder ein Elefant könnte so klein sein wie ein Insekt oder ein Insekt so groß wie ein Elefant. Diese Methode, Möglichkeiten zuzulassen, wird auf das gesamte Universum angewandt. Wann immer sie feststellen, dass ein Ding zu dieser Klasse zugelassener Möglichkeiten gehört, sagen sie, es könne diese Form haben, es wäre aber genauso gut möglich, dass man es in anderer Form vorfindet, und dass die eine Form nicht eher möglich sei als die andere, aber stellen nicht die Frage, ob die Wirklichkeit ihre Annahme bestätigt….[Sie sagen,] dass übereinstimmend mit einer gewissen Gepflogenheit Feuer Hitze verursacht und Wasser Kühle; aber es ist logisch nicht ausgeschlossen, dass eine Abweichung von dieser Gepflogenheit auftreten könnte und Feuer Kühle verursachen und nach unten brennen könnte aber dennoch noch Feuer wäre; oder dass Wasser Hitze verursachen und sich oben ansammeln könnte und dennoch Wasser wäre. Auf dieser Grundlage ist ihr ganzes [intellektuelles] Denkmodell konstruiert.
Der große christliche Theologe des 13. Jahrhunderts, der Heilige Thomas von Aquin, war bei seinem Streben, die Bibel mit Aristoteles in Einklang zu bringen, von Maimonides beeinflusst. Aquin bekannte sich zu dem Glauben an einen rationalen Gott, der sich stark vom Allah des Islam unterscheidet und stellte fest: “Da die Prinzipien gewisser Wissenschaften - zum Beispiel Logik, Geometrie und Arithmetik - sich einzig vom formalen Prinzip der Dinge ableiten, von dem sie in ihrer Essenz abhängen, folgt daraus, dass Gott nicht im Gegensatz zu diesen Prinzipien handeln kann; Er kann nicht machen, dass die Gattung eines Tieres nicht aus seiner Art vorhersagbar ist, er kann nicht machen, dass die Linien, die vom Mittelpunkt eines Kreises zu dessen Umfang gezogen werden, unterschiedlich lang sind, und er kann auch nicht machen, dass die die drei Winkel im rechtwinkligen Dreieck zusammen genommen nicht genauso groß sind wie zwei rechte Winkel.”
Robert Spencer scheut sich nicht, die katholische Kirche da zu kritisieren, wo es angebracht ist, er versucht aber auch, einige der Mythen, die in der gängigen Kultur verbreitet sind, auszubalancieren, zum Beispiel den Fall gegen Galileo Galilei:
Tatsächlich waren jesuitische Astronomen unter Galileos ersten und begeistertsten Anhängern. Als Galileo erstmals Beweismaterial veröffentlichte, das die heliozentrische Kopernikanische Theorie stützte, sandte ihm Kardinal Maffeo Barberini ein Glückwunschschreiben. Als Galileo 1624 Rom besuchte, war Kardinal Barberini zwischenzeitlich Papst Urban VII geworden. Der Papst hieß den Wissenschaftler willkommen, beschenkte ihn und versicherte ihm, dass die Kirche das heliozentrische Weltbild niemals als häretisch erklären würde. In der Tat glaubten gemäß dem Historiker Jerome Langford der Papst und andere Kirchenmänner, “dass Galileo Recht hatte, aber sie mussten mehr Beweise abwarten.”
Nach Spencer war
die letztendliche Quelle von Galileos Konflikt mit der Kirche, dass er etwas als Tatsache lehrte, was zu jener Zeit immer noch den Status einer Theorie hatte. Als die Kirchenoffizielle Galileo 1616 aufforderten, Heliozentrismus als Theorie und nicht als Fakt zu lehren, stimmte er zu; 1632 jedoch veröffentlichte er sein neues Werk Der Dialog über die zwei Weltsysteme, in dem er den Heliozentrismus wieder als Fakt präsentierte. Deshalb wurde er aufgrund des Verdachts auf Häresie angeklagt und unter Hausarrest gestellt. Der Historiker J. L. Heilbron stellt fest, dass die Kontroverse von Anfang an nicht auf die Weise verstanden wurde, wie sie von vielen Kirchenkritikern seither dargestellt wird. Die Verurteilung Galileos hatte nach Heilbron ‘keine generelle oder theologische Bedeutung. Gassendi bemerkte 1642, dass die Entscheidung der Kardinäle [die Galileo verurteilten] trotz ihrer Bedeutsamkeit für die Gläubigen nicht zu einem Glaubensartikel führte; Riccolo 1651, dass Heliozentrismus keine Häresie ist; Mengeli 1675, dass Auslegungen der Schrift für Katholiken nur bindend sind, wenn das in einem allgemeinen Glaubensgrundsatz beschlossen wurde; und Baldigiani 1678, dass jedermann das alles auch wusste.’
Galileos Zusammenstoß mit der Inquisition im 17. Jahrhundert wird häufig als Beispiel der Unterdrückung der Wissenschaft durch das Christentum im allgemeinen und der katholischen Kirche im speziellen angeführt. Wenn allerdings das Christentum der Wissenschaft gegenüber immer feindselig eingestellt gewesen wäre, hätte die wissenschaftliche Revolution in Europa niemals stattgefunden. Gemäß dem Gelehrten Toby E. Huff und seinem exzellenten Buch The Rise of Early Modern Science: Islam, China and the West (2. Ausgabe) waren die Voraussetzungen dafür in China viel schlechter. T’ai-tsu, der erste Kaiser der Ming-Dynastie (Regierungszeit 1368-98) betrachtete die Studenten an der Kaiserlichen Akademie als widerspenstig und ernannte seinen Neffen zum Leiter der Institution. Später gab er eine Reihe von Proklamationen heraus. Huff führt aus:
Die dritte dieser Proklamationen (um 1386) enthielt eine “Liste ’schlechter’ Würdenträger der Hauptstadt”, in der Chin Shih - Doktoren - zusammen mit den Namen einiger Studenten aufgeführt waren. “Er sprach die Todesstrafe für 68 hauptstädtische Würdenträger und zwei Studenten aus und Zuchthausstrafen für 70 Würdenträger und zwölf Studenten.” Der Autor dieses Berichts in The Cambridge History of China fügt hinzu, dass diese Liste die Männer entmutigt haben muss, sich dem Lernen zu widmen. Im Anhang zu diesem Edikt fand sich ein weiterer Verweis. Der Kaiser ‘werde jeden talentierten Mann zu Tode bringen, der sich weigert, der Regierung zu dienen, wenn er dazu aufgefordert wird: Wie er es ausführt: “In allen Ecken des Landes sind alle des Königs Untertan …. Alle Literaten des Reiches, die nicht dem Herrscher dienen, sind der Lehre [des Konfuzius] entfremdet. Sie hinzurichten und das Eigentum ihrer Familien zu konfiszieren ist nicht überzogen.” Verglichen dazu ist der Prozess gegen Galileo und seine Strafe (Hausarrest in seiner Villa mit Blick auf Florenz) nichts.
Wenn man all das betrachet, genoss der christliche Westen mehr Redefreiheit als buchstäblich jede andere große Zivilisation während dieser Periode, was wohl der allerwichtigste Grund dafür ist, dass der wissenschaftliche Fortschritt in Europa sowohl den in China als auch den in der islamischen Welt überflügelte.
Spencer widmet einen Teil des Buches auch den Sünden der Inquisition:
Die mittelalterliche Inquisition, die im 13. Jahrhundert begann, war nicht die Inspiration für die Inquistion, die in den Mythen über die kirchliche Terrorherrschaft lebt und die angeblich Millionen unschuldiger Menschen für das Verbrechen, das Christentum nicht anzunehmen, ermordet hat. Diese Ehre gebührt der Spanischen Inquisition, die 1478 von den Katholischen Königen Ferdinand und Isabella mit der Autorisation von Papst Sixtus IV eingeführt wurde. Bis 1482 wurden Sixtus zahllose Fälle drohender Verstöße vorgelegt, die dazu führten, dass dieser den berüchtigten Tomas de Torquemada 1483 zum Großinquisitor berief.
Die Inquisition war kein stolzes Kapitel in der christlichen Geschichte, man sollte sich aber in Erinnerung rufen, dass die Zahl ihrer Opfer maßlos übertrieben wurde und im Vergleich zu den Gräueln der modernen totalitären Bewegungen verblasst.
Schätzungen darüber, wie viele Menschen von Torquemada während seiner 15 Jahre als Großinquisitor zu Tode gebracht wurden, reichen von 2.000 bis 8.800. Torquemada hatte auch bei dem von Ferdinand und Isabella erlassenen Dekret zur Ausweisung der Juden im Jahr 1492 eine Schlüsselrolle inne. Die Spanische Inquisition hielt bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein an, obwohl sie in ihren späteren Jahren weitgehend nachließ. Juan Antonie Llorente, ein Mitglied der Inquisiton aus dem späten 18. Jahrhundert und auch ein Historiker der Spanischen Inquisition, schätzte, dass alles in allem etwas weniger als 32.000 Menschen hingerichtet worden waren. Allerdings haben mehrere Historiker der jüngeren Zeit festgestellt, dass diese Zahl maßlos übertrieben war, und vermuten, dass die tatsächliche Zahl näher bei 3.200 liegt. Da sich das über eine Zeitspanne von mehreren hundert Jahren erstreckte, kommt auch die höhere Zahl kaum in die Nähe genozidaler Verhältnise oder auch nur entfernt in die Nähe zu den Millionen, die von den blutrünstigen Inquisitoren der Mythen massakriert wurden. Letztendlich ist die exakte Zahl aber belanglos, weil es zum Himmel schreit, dass die Kirche Jesu Christi sich auch nur an der Hinrichtung eines einzigen Menschen beteiligt hat. Es schreit zum Himmel, weil es einen Geist offenbart, der sich so grundlegend im Widerspruch zu dem befindet, was Christus lehrte und wie er sich verhielt.
Allerdings ist die Tötung derer, die den Glauben verlassen, in den christlichen Evanglien nicht angeordet, in islamischen Texten hingegen schon:
Die Hinrichtung von Häretikern stellt damit im Leben der Kirche eine Verirrung dar, die sich mit den Lehren Christi und der frühen christlichen Denker im Widerspruch befindet. Der Unterschied zum islamischen Apostasiegesetz ist scharf abgegrenzt und unverkennbar. Während im islamischen Staat Juden und Christen traditionell das Recht haben, ihre Religion auszuüben - mit gewissen strengen Einschränkungen - gilt dieselbe Großzügigkeit gegenüber Moslems, die den Islam verlassen möchten, nicht. Mohammed sagte: “Wer immer seine islamische Religion wechselt, tötet ihn” und das blieb für den Islam normativ. Ein modernes Handbuch islamischer Gesetze führt aus: “Wenn eine Person, die bereits die Pubertät erreicht hat und geistig gesund ist, freiweillig den Islam verlässt, verdient sie es, getötet zu werden.” Dieses Prinzip ist nicht leicht anfällig für eine Reformation, weil es auf einer Aussage Mohammeds beruht, die von Moslems allgemein als authentisch erachtet wird. Der Geist Torquemadas ist auch heute noch in der Welt lebendig, allerdings nicht unter Christen. Er kann eher unter Moslems gefunden werden, die forderten, dass 2006 in Afghanistan [der Ex-Moslem] Abdul Rahman vor Gericht gestellt und dort die Todesstrafe für ihn gefordert werden solle.
Robert Spencer verwirft die Vorstellung, die so oft in internationalen Medien zitiert wird, das Christentum wäre “genauso gewalttätig” wie der Islam. Zur gleichen Zeit, wie Moslems westliche Nationen kolonisieren und sich über Islamophobie beklagen, werden die wenigen noch verbliebenen nicht-islamischen Gemeinschaften im Nahen Osten systematisch ausgemerzt:
Christliche Gemeinden im ganzen Nahen Osten, die bis in die Morgendämmerung des Christentums zurückreichen, gehen so massiv zurück, dass sie kurz davor stehen, aus diesem Gebiet komplett zu verschwinden. Im Irak ist seit dem Fall Saddam Husseins die Hälfte der 700.000 Christen, die dort noch vor dem Krieg lebten, zwischenzeitlich aus dem Land geflohen. Insgesamt ist der christliche Bevölkerungsanteil im Nahen Osten von 20 Prozent im Jahr 1900 auf unter 2 Prozent heute gefallen.
Eine zentrale Grundaussage im Christentum ist, dass wir “allesamt Sünder [sind] und ermangeln des Ruhmes, den wir bei Gott haben sollten” (Römer 3:23). Im Gegensatz dazu sagt der Koran, der anerkennt, dass alle Menschen zum Bösen fähig sind, dass Moslems “die beste Gemeinde sind” (3:110), während die Ungläubigen “die schlechtesten der Geschöpfe” (98:6) sind. Mit so einer Weltsicht ist es leicht, das Böse in anderen zu sehen, es aber nicht bei sich selber zu verorten.”
Während es durchaus gewalttätige Passagen in der Bibel gibt, zum Beispiel das Buch Josuah über die Eroberung Jerichos, zeigt Spencer, dass
durch die ganze Geschichte hindurch, Juden und Christen diese eher als ein Problem betrachtet haben, das gelöst werden muss, anstatt sie zu bejubeln. Und während die Auslegungen dieser Passagen zwischen Juden und Christen weit auseinandergehen, ist vom Beginn das rabbinischen Judentums und des Christentums an ein Verständnis unter praktisch allen Gläubigen vorherrschend gewesen: diese Passagen sind keine Gebote für alle nachfolgenden Generationen, und wenn es für sie einen Anwendungsbeich gibt, dann nur in einem spiritualisierten, gleichnishaften Sinn.
Diese Passagen werden nicht in der Bedeutung einer Kriegserklärung mit offenen Ende an andere aufgefasst:
Kurz gesagt, war die übereinstimmende Sicht unter Juden und Christen über viele Jahrhunderte hinweg, dass diese Passagen jemanden schlicht und einfach nicht betreffen, der nicht zufällig ein Hethiter, Girgaschit, Amorit, Kanaanit, Perizzit, Hevit oder Jebusit ist. Die Schrift berichtet nur von göttlichen Geboten an die Israeliten, Krieg gegen bestimmte Völker zu führen. Wie auch immer das aufgefasst werden mag und wie himmelschreiend das auch immer für moderne Sensiblitäten sein mag, es kann nicht als irgendeine Form von Marschbefehl für die Gläubigen aufgefasst werden. Das ist eine der grundlegenden Ursachen dafür, dass Juden und Christen nicht rund um die Welt Terrorgruppen bilden, welche die Bibel zitieren, um das Töten von Zivlisten zu rechtfertigen.
Die islamische Institution des Djihad hingegen ist ein Gebot, bis ans Ende der Zeit Krieg gegen die Ungläubigen zu führen:
Der Koran sagt aus, dass die Nachfolger Mohammeds “erbarmungslos gegen die Ungläubigen aber barmherzig untereinander sind” (48:29) und dass die Ungläubigen “die schlechtesten der Geschöpfe” (98:6) sind. Man darf die Goldene Regel gegenüber einem Mitmoslem anwenden, aber nach den Gesetzen des Islam darf dieselbe Liebenswürdigkeit nicht auf Ungläubige ausgedehnt werden. Das ist ein prinzipieller Grund, warum die hauptsächliche Quelle für Sklaven in der islamischen Welt Nichtmoslems waren, seien es Juden, Christen, Hindus oder Heiden. Die meisten Sklaven waren Nichtmoslems, die während der Djiahd-Kriegsführung gefangen genommen worden waren.
Die Sklaverei ist seit fast 1400 Jahren eng mit dem Djihad auf drei Kontinenten verknüpft:
Der Historiker Speros Vryonis stellt fest, dass seit Anbeginn der arabischen Razzien [Überfälle] in das Land Rum [das Byzantinerreich], menschliche Beute einen sehr wichtigen Teil der Kriegsbeute ausgemacht hat. Die Türken reuzierten während ihres immer weiteren Vordringens nach Anatolien viele der Griechen und anderen Nichtmoslems dort auf den Sklavenstatus: “Sie versklavten Männer, Frauen und Kinder aller wichtigen städtischen Zentren und der ländlichen Gebiete, wo die Menschen verteidigungslos waren.” Der indische Historiker K. S. Lal führt aus, dass Djihadisten, wann immer sie ein Gebiet eroberten “ein System der Sklaverei entwickelten, das dem örtlichen Klima, Terrain und der ansässigen Bevölkerung angepasst war.” Als islamische Armeen nach Indien eindrangen, “wurde das dortige Volk scharenweise versklavt und in fremde Länder verkauft oder für die unterschiedlichsten niedrigen und nicht-so-niedrigen Areiten innerhalb des Landes benutzt.”
Sklaven sahen sich oft dem Druck ausgesetzt, zum Islam zu konvertieren. Thomas Pellow, ein Engländer, der in Marokko 23 Jahre lange versklavt war, nachdem er 1716 als Kabinenjunge eines kleinen englischen Schiffes gefangen genommen worden war, wurde gefoltert, bis der den Islam annahm. Wochenlang wurde er geschlagen und musste hungern, und gab schließlich seinen Peinigern nach, “nachdem sie mir das Fleisch mit Feuer von den Knochen brannten, was der Tyrann in häufigen Fällen auf höchst grausame Weise tat.”
Spencer führt aus:
Sklaverei wurde während der gesamten islamischen Geschichte als selbstverständlich erachtet. Während jedoch die europäischen und amerikanischen Sklavenhändler die Aufmerksamkeit der Historiker im Übermaß genießen (und auch die von jammernden Reparationsanwälten und schuldgeplagten Politikern), dauerte der islamische Sklavenhandel in Wirklichkeit länger und brachte Leid über eine größere Anzahl Menschen. Es ist eine maßlose Ironie, dass der Islam amerikanischen Schwarzen als die egalitäre Alternative zu der “Sklavenreligion des weißen Mannes”- dem Christentum - präsentiert wird, da die islamische Sklaverei zu einem viel größeren Ausmaß betrieben wurde als der westliche Sklavenhandel und auch länger andauerte.
Es sollte auch festgehalten werden, dass selbst islamische Quellen bestätigen, dass manche frühen Anhänger Mohammeds Zuflucht im christlichen Königreich Äthiopien gesucht haben. Das Christentum war im Sub-Sahara-Afrika bereits gut eingeführt, als große Teile Nordeuropas noch heidnisch waren. Es ist daher Unsinn, zu behaupten, der Islam sei eine “authentischere afrikanische” Religion als das Christentum.
Die Sklaverei, die Menschen aller Rassen umfasste, wurde in der griechisch-römischen Welt weit verbreitet praktiziert. Die berühmteste Sklavenrebellion des römischen Zeitalters wurde von Spartakus angeführt, einem Gladiatoren-Sklaven aus dem Thrakischen Volk, das in frühhistorischer Zeit Bulgarien und die ans Schwarze Meer angrenzenden Balkanregionen beherrschte. Seine Rebellion wurde 71 v.Chr. niedergeschlagen und Tausende von Sklaven wurden entlang den Straßen Roms als Warnung für andere gekreuzigt. Der Rückzug der Sklaverei in Europa folgte der Ausbreitung des Christentums. In meiner eigenen skandinavischen Heimat praktizierte die altnordische Kultur die Sklaverei, sie wurde dann schließlich von der katholischen Kirche abgeschafft.
Im Gegensatz zum Westen gab es eine islamische Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei nie, da die Sklaverei ja gemäß der Scharia erlaubt ist. Als das offene Praktizieren der Sklaverei schließlich doch in großen Teilen der islamischen Welt abgeschafft wurde, geschah das auf äußeren westlichen Druck hin, angefangen von dem amerikanischen Krieg gegen die Berberpiraten bis hin zur Seemacht des Britischen Empires. Spencer weiter:
Als der Sklavenhandel aufhörte, geschah das nicht aufgrund von Bemühungen seitens der Moslems sondern durch britische Militärmacht. Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass sie in manchen islamischen Ländern unter der Oberfläche weiter betrieben wird - insbesondere in Saudiarabien, das die Sklaverei erst 1962 abschaffte; im Jemen und in Oman, wo die legale Sklaverei 1970 abgeschafft wurde; und in Niger, das die Sklaverei erst 2004 abschaffte. Ein Saudi namens Homaidan al-Turki wurde im September 2006 zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er in seinem Haus in Colorado eine Frau als Sklavin gehalten hatte. Al-Turki seinerseits behauptete, er sei ein Opfer anti-muslimischer Voreingenommenheit.
Habe ich also keinerlei Einwände gegen dieses Buch? Nun, ich habe einen oder zwei. Ich stimme nicht mit der einfachen Annahme überein, der Westen sei eine “jüdisch-christliche Zivilisation”. Das erste erkennbar westliche Volk waren die griechischen Heiden, die absolut nichts mit dem Christentum und nur am Rande mit dem Judentum zu tun hatten. Die Tatsache, dass das Christentum einen tiefen und meiner Ansicht nach weitgehend positiven Einfluss auf unsere Kultur hatte, kann man nicht leugnen. Allerdings trägt die Zivilisation, die schließlich zum Westen wurde, auch ein mächtiges griechisch-römisches Erbe in sich, ergänzt um einige germanische und keltische Impulse, usw. Das ist keine Korinthenkackerei. Der Westen ist zu komplex, um nur auf eine oder zwei Komponenten reduziert zu werden, und wenn wir etwas verteidigen wollen, müssen wir zunächst einmal festlegen, was das, was wir aufrecht erhalten wollen, überhaupt ist.
Obwohl ich das Christentum nicht hasse, ist bezüglich mancher Dinge eine rationale Kritik daran legitim. Ich hege einige Sympathie für moderne Christen. Es muss eine schwierige Zeit für sie sein: Sie werden beschuldigt, Faschisten und noch schlimmere rückwärtsgewandte Fanatiker als Moslems zu sein, gleichzeitig aber auch dafür, sie würden unsere Kultur untergraben, weil sie zu weich sind. Die erste Anschuldigung ist absolut lächerlich, und Spencer leistet gute Arbeit dabei, aufzuzeigen, warum. Die zweite lässt sich leider nicht so leicht von der Hand weisen.
John Derbyshire hat dieses Buch auch rezensiert. Er versteht praktisch gar nichts vom Islam und ich stimme mit sehr viel von dem, was über über Spencers Text geschrieben hat, nicht überein. Aber Derbyshire hat doch einen Punkt gemacht, den man gelten lassen muss: Die christliche Tradition war stets ein großer Steigbügelhalter für die Globalisierung. Wenn alle Menschen Brüder sind, wäre es dann nicht unchristlich, Millionen von Einwanderern die Einreise zu verweigern?
Vielleicht tragen die humande Duldsamkeit des Friedensfüsten und der moralische Universalismus, den Seine Lehre beinhaltet, die Saat der Selbstzerstörung in sich. Diese Saat ging in den langen Jahrhunderten, in denen Völkerwanderungen in großen Massen in dicht besiedelte Gebiete nur militärischer Natur sein konnten, nur langsam auf. Die Globalisierungsbewegung der letzten 50 Jahre hat es hingegen Millionen von Seelen ermöglicht, friedlich in die alten christlichen Länder einzuwandern und sich dort niederzulassen.
Es ist durchaus möglich, zu behaupten, dass einige der Ideen hinter der globalistischen Ideologie der offenen Grenzen, die heute heute den Westen durchdringt, letztendlich vom christlichen Universalismus abgeleitet sind. Es stellt ein wirkliches Problem und kein erfundenes dar, wenn viele führenden Christen unsere nationalen Grenzen untergraben, indem sie ihre Arme für Masseneinwanderung weit ausbreiten, und nur allzu viele führende Christen befinden sich an der vordersten Front der Islam-Appeaser im Namen des Friedens und der Brüderlichkeit aller Menschen.
Doch obwohl Christen manchmal zu unseren Problemen beitragen, was sie wirklich tun, findet man die mit Abstand schlimmsten Steigbügelhalter des Djihad im Westen in der Gruppe der fanatisch Säkularen, die glauben, dass Christen eine größere Bedrohung unserer Freiheit darstellen als Moslems, und die alles in ihrer Macht Stehende tun, unsere traditionelle Kultur zu untergraben. In diesem Punkt stimme ich mit Spencer überein.
Die schrecklichsten und entschlossensten Feinde der westlichen Zivilisation sind möglicherweise überhaupt nicht die Djihadisten, sondern die Linken, die alles Übel der Welt im christlichen Westen sehen, in “theokratischen” Verschwörern, dem verstorbenen Jerry Falwell, der Bürde des weißen Mannes, dem Erbe der westlichen Sklaverei, Fremdenfeindlichkeit und all dem Rest. Das sind Leute, die selbst in Zeiten der Bedrohung durch den globalen Djihad glauben, die Hauptgefahr ginge nicht vom militanten Islam aus, sondern von den Kirchgängern unter ihren Nachbarn, und die ausgerechnet den Glauben verhöhnen, der den Lauf der westlichen Zivilisation geprägt und unsere grundlegenden Werte gesetzt hat.
Insgesamt halte ich dieses Buch für eine ausgezeichnete Lektüre. Spencers Hauptaufgabenstellung bestand zweifellos darin, die ständig wiederholten Behauptungen, das Christentum wäre genauso gewalttätig wie der Islam und das Christentum wäre stets ein Hindernis für die Freiheit gewesen, zu widerlegen. Robert Spencers Verständnis für die Unterschiede zwischen Christentum und Islam ist das eines Gelehrten, es gelingt ihm aber besser als den meisten, einem Mainstream-Publikum auf klare und einsichtige Weise nahezubringen, warum der Islam eine Religion mit einem einzigartig hohen Gewaltpotential ist. Dieses Buch ist als Augenöffner für die Millionen Menschen geeignet, die immer noch wie Papageien die Phrase nachplappern, der Islam wäre eine Religion des Friedens, aber auch für die genauso zahlreiche Gruppe der Leute, die den blinden antichristlichen Eifer angenommen haben, der uns von der westlichen akademischen Welt präsentiert wird. Wenn Sie Freunde haben, die in eine dieser Kategorien passen oder die einfach nur an der wahren Natur des Islam - eine Religion des Friedens? - interessiert sind, ist dieses Buch das perfekte Weihnachtsgeschenk.





Kommentar von Muslim
4. Dezember 2007 @ 16:38
@eisvogel
“Religion of Peace”
du müsstest es durch meine Beiträge besser wissen
als ein R.Spencer was “Islam ist frieden” bedeutet.
R.Spencer weiß es nicht und gebraucht es selbst für seine Bücher, was viel über seine kenntnisse des islams aussagt. Es gibt auch so sehr viele fehler im Text oder wie bei r.spencer üblich er vermischt etwas richtiges, wahres mit 10 lügen, manipulationen, falschesm, vermutungen und aus dem klaren wird etwas trübes.
Kommentar von Eisvogel
4. Dezember 2007 @ 16:52
@Muslim: Ich habe nur übersetzt. Ja, ich habe durch Deine Beiträge viel gelernt und bereits Gelerntes bestätigt bekommen. Ich bin Dir auch ehrlich sehr dankbar, dass Du hier schreibst und vor allem dafür, dass Du nicht dieses seichte Geschwätz absonderst, das die Diskussion mit Moslems ( ääh Personen, die normalerweise unter dem Etikett laufen und die Deiner Definition des Begriffs “Moslem” vermutlich oft nicht entsprechen) so nervig macht.
Mir ist sogar letztlich in dem Brief, den 300 christliche Gelehrte auf den Brief der 138 Islamgelehrten schrieben, aufgefallen, dass sie sich (unwissentlich?) auf den Taghut bezogen:
Ohne Deine Erklärungen hätte ich das nicht so verstanden, dass sie damit islamisch und nicht christlich argumentiert haben.
Ich denke aber, dass wir davon ausgehen können, dass Robert Spencer auch weiß, wie “Islam ist Frieden” von gebildeten Moslems verstanden wird. Er bezieht sich wohl mit seinem Buch auf die westliche Vorstellung von “Islam ist Frieden” und widerlegt diese.
Kommentar von Thatcher
4. Dezember 2007 @ 17:00
Kaum erscheint eine neue Übersetzung, schon ist der erste muslimische Fliegenschiß darauf. Vielen Dank auch! :kotz:
Aber zuvorderst möchte ich Eisvogel danken für ihre unermüdliche Übersetzungsarbeit. Das ist so viel wertvoller als stets nur herumzustänkern, was einem wieder mal alles nicht passt.
Verschwinde doch einfach, Muslim, wenn es Dir hier nicht gefällt! Wir sind Deiner längst überdrüssig, Du unserer aber anscheinend immer noch nicht. Niemand braucht Nervensägen wie Dich, weder im Blog noch im Land.
Islam bedeutet: Frieden durch Beseitigung der Wahrheit.
Kommentar von Eisvogel
4. Dezember 2007 @ 17:23
Islam bedeutet: Frieden durch Beseitigung der Wahrheit
Ja, Thatcher, das trifft es gut. Und political Correctness bedeutet Relativierung der Wahrheit (”es gibt viele Wahrheiten”) und ebnet somit perfekt den Weg dazu.
Und wie alle Totalitarismen hat der Islam wohl diese ultimative Friedenssehnsucht tatsächlich auch. Es ist dieses: “Wenn erst aller Widerstand gegen uns weg wäre, dann wäre es richtig schön auf der Welt”, was die Kommunisten auch haben.
Ich fand’s aber faszinierend (wenn auch extrem abstoßend), wie nahe die briefschreibenden “Christen” dem Islam kommen, den Muslim beschreibt. Die zitierte Passage ist meiner Ansicht nach vollkommen unchristlich; ein Christ hat sehr wohl die Pflicht, loyal gegenüber seiner Nation zu sein, denn das religiöse “Reich ist nicht von dieser Welt”.
Natürlich sind real existierende Moslems auch meist loyal gegenüber Nationen, aber es widerspricht der Lehre.
Ich hätte noch einige Fragen an Muslim, ich weiß aber nicht, ob er sie beantworten möchte.
Die erste wäre:
Ich versuche in einer Diskussion die Position des Gegners einzunehmen. Nicht um sie wirklich anzunehmen, sondern nur um zu begreifen, wie “er tickt”. Zum Beispiel habe ich den Koran gelesen und mir dabei immer vorgestellt, wie das auf mich wirken würde, wenn ich Moslem wäre und wirklich glauben würde, dass dies die Worte Allahs sind.
Machst Du das auch? Kannst du verstehen, was uns dazu bewegt, die Islamisierung abzulehnen oder ist Dir das unverständlich?
Und nochmal @Thatcher: Das mit dem rechtwinkligen Dreieck im Text von Thomas von Aquin tut weh, oder? Ist zwar nicht wirklich falsch, aber das “rechtwinklig” ist überflüssig und stört mich deswegen. Ich ertrage sowas nur schwer
, hab’s aber dennoch brav korrekt übersetzt. Es stand nunmal da.
Kommentar von Muslim
4. Dezember 2007 @ 17:54
Um nur ein Beispiel zu nennen,
(vielleicht gehe ich später noch auf mehr ein)
und ich greife den ersten punkt des Textes auf.
“Und die Juden sagen: ‘Die Hand Allahs ist gefesselt.’ Ihre Hände sollen gefesselt sein, und sie sollen verflucht sein um dessentwillen, was sie da sprechen. (5:64). In anderen Worten heißt das, dass es Häresie darstellt, zu sagen, dass Gott nach gewissen Naturgesetzen handelt, die wir mit Hilfe unserer Vernunft verstehen können.
In anderen Worten, heißt das …
Woher kommt solch eine Deutung? Wessen Worte sind das?
In diesem Vers geht es um etwas völlig anderes.
„Die gefesselte Hand“ bedeuten „Geiz“.
Einige Juden in Medina warfen Allah swt vor „geizig“ zu sein. Im Quran kommt vor dass die Menschen niemals die Gnaden Allahs aufzählen könnten, sie sind unzählbar und nie würde man sie alle erfassen können. Die Juden in Medina waren aber ganz anderer meinung und wurden mit ihrer Gotteslästerischen aussage von Allah selbst verflucht. Wie kommt ein r.spencer eigentlich auf seinen irr-sinn und wie kommt er darauf einen vers als beleg zu bringen, wo es um etwas ganz anderes ging ?
Es ist keine Häresie zu sagen dass Allah nach Gesetze handelt, es gibt nur die Gesetze Allahs in der Natur und Schöpfung, wir nennen sie auch nicht „Naturgesetze“ sondern Allahs Gesetze in seiner Schöpfung.
Die Gravitation ist ein Gesetz Allahs.
Es gibt Gesetze, Ordnung in der Schöpfung die wir erkennen können, warum soll das eine „Häresie“ sein?
Es gibt auch Gesetze, Ordnung in der Schöpfung die wird nicht erkennen können, außerhalb unserer Wahrnehmung und Verstandes liegt und genau an diesem Punkt beginnt für einige das „Chaos“, der „Zufall“. Die Sichtweise das wir Menschen hinter einem Ereignis keine Ordnung und Ursache sehen heißt nicht das es keine gibt. das wäre so als würde ein Mensch sagen es gibt kein anderes licht als das was wir sehen, es gibt aber noch andere licht Frequenzen die man mit maschinen wahrnehmen kann, Röntgenstrahlung, infrarot,….. es lag die ganze zeit nur außerhalb unserer Wahrnehmung und es gibt auch dinge die außerhalb unserer Verstandeskraft liegen, außerhalb der Gesetze unseres Gehirns liegt, die wir nie als Ordnung oder Ursache verstehen können, weil die Gesetze in unserem Hirn da nicht mit machen, wir haben Grenzen, Beschränkungen und Gesetze in unserem Hirn die etwas außerhalb liegendes nicht mit Ordnung und Ursache verknüpfen können weil es einfach schon mit den Gesetzen unseres Hirn nicht vereinbar ist, deshalb ist es hochmütig zu denken es gebe das “Chaos”, den “Zufall” an sich ohne es auch noch bewiesen zu haben, man kann daran glauben aber es bleibt nur ein glaube, man kann aber auch daran glauben das alles Ordnung und Ursachen hat auch wenn unser verstand bei einigen oder gar vielen dingen da nicht mit macht und nur ein kleiner oder großer teil für uns überhaupt verständlich sein kann, deshalb es ist eindeutig ein Glaubenspunkt und eine Sichtweise, die eine speist sich aus einem demütigem herzen und dem glauben tatsächlich nicht alles abmessen zu können mit seinen verstand und die andere ist eine aus dem hochmütigem herzen kommende Sichtweise die annimmt ihr verstand wäre der Maßstab aller dinge,machen ihren verstand zum Gott und postulieren einfach mal das Chaos in die Schöpfung hinein wen es nicht mehr weiter weiß. Atheistische, Agnostische Wissenschaftler (und sehr viele Wissenschaftler sind das und ihre Sichtweise hat sich auch durchgesetzt) gehen auch mit Wissenschaften so vor und nennen ihre Naturphilosophienund spekulationen dann Wissenschaft und wissenschaftlich belegt und stricken eifrig ihre Glaubenspunkte, Sichtweisen, Philosophien samt Sprache mit hinein und schreien auf wen man sagt man glaubt sehr wohl an Ordnung und an einen allwissenden, allmächtigen Schöpfer dem nicht mal entgeht das ein Blatt vom Baum fällt und ohne seinen willen gar nicht geschehen kann, sofort kommt der Aufschrei das sei unwissenschaftlich, das sei pure Spekulation, nun gut natürlich ist das Glaube und nicht pure daten-wissenschaft und alles außerhalb unserer Verstandes kraft und Wahrnehmungsfähigkeiten wird man auch nicht mit Daten einfangen können, aber “Chaos” ist es deshalb immer noch nicht, das bleibt auch ein Glaube und eine Sichtweise die auf die hochmütige Tatsache basiert das eigene Gehirn sei der Maßstab aller dinge an dem alles abgemessen werden kann. welche dummer glaube der in die noch dümmere postulierung von “chaos” endet um dem glauben “zufall” platz zu verschaffen. Wir Muslime glauben weder an “chaos”, noch an “zufall”, wir glauben an Allah, den alleinig Kraft und Macht habenden, den verwicklichenden, den Herrscher allen seins, ohne dem nichts sein kann, was ist.
Islamische Theologen argumentierten während der langen Kontroverse mit der Sekte der Mutaziliten, welche die menschliche Vernunft verherrlichten, dass Allah bei seiner Herrschaft über das Universum nicht an beständige und beobachtbare Gesetze gebunden ist.
Mit der Mutazilla ging es um etwas ganz anderes.
Es ging um die Methode der Deutung des Quran, wer deutet, wer erklärt,…
Die Mutazilla benutzten den „Kalam“ (argumentative Rhetorik), das Werkzeug der griechischen Philosophie, das die Christen in Damaskus für ihre Auslegung benutzen und damit einige die sich zum Islam bekannten infizierten.
Sie machten ihre eigenen Deutungen des Quran, ihnen gegenüber waren die Muslime die den Quran nicht mit ihrem verstand und dem Kalam versuchten zu deuten, sondern sie hielten sich ganz einfach an den Quran, der ihnen selber erklärte wer den quran deutet und erklärt
Sure 16 – Aya 44
(Wir entsandten sie) mit den deutlichen Zeichen und mit den Büchern; und zu dir (Muhammad) haben Wir die Ermahnung herabgesandt, auf dass du (Muhammad) den Menschen erklärest, was ihnen herabgesandt wurde,
und auf dass sie nachdenken mögen.
Muhammad (saas) ist der Deuter, Erklärer, Lehrer des Islam, sonst niemand.
Zur jeder aussage über den Islam braucht es den Dalil (Beweis) aus Quran und Sunnah. Nichts was Muhammad saas kannte, glaubte, wußte, aussagte, machte ist Islam.
Die Mutazilla glaubten, sagten aus und machten dinge die nichts mit Muhammad (saas) zu tun hatten und nannten es Islam, sie verdrängten den Propheten, um seine stellung einzunehmen oder besser ausgedrückt den griechischen philosophen die prophetenschaft zu geben.
Wären die muslime der mutazilla gefolgt hätte der islam wie das christetum geendet, völlig unauthentisch und wissen und beweise, pure philosophie, weg von Jesus (as), weg vom Monotheismus zu allen anderen personen und polytheismus hin.
Während die Mutazilla geistige herum spinnten was/wie wohl zu verstehen sei entlang der Griechischen Philosophie und Griechischen Dogmen, die sie in den Quran hinein versuchten zu schwatzen, um sich in ihren philosophien bestätigt zu fühlen,
nahmen die Muslime ihr Geschwätz nicht ernst und konzentrierten sich darauf die überlieferungen zu halten, zu sammeln, zu ordnen,..
um Muhammad (saas) selbst erklären zu lassen.
Die Muslime nannten sich darauf hin Ahlul Hadith oder Ahlul Sunnah,die Gemeinschaft des Hadith, die Gemeinschaft der Sunnah, um sich von solchen wie die mutazilla abzugrenzen.
Die Mutazilla war eine Gruppe die sich für „elitär“ und „geistig überlegen“ hielt, die mit wein, Trauben, Musik und Gesang sich ihres „Geistes“ bedienten und herum philosophierten, während die Muslime nach dem Islam mit wissen und beweise lebten, das sie zu „Frömmigkeit“, „Gottesfurcht“ erzogen hat, es war klar wer bleiben wird und wer als Episode der Geschichte verschwinden wird.
Weshalb das geschah kann man an einem heutigen Bewunderer der Mutazilla erkennen, Bassam Tibi.
Er schwätzt und die anderen dienen alleinig Allah, beten, fasten,… auf dem Wege des Propheten (saas) mit wissen und beweise.
Wie man an diesem Beispiel erkennen kann, nimmt R.Spencer eine Sache auf, strickt Verbindungen wo es keine gibt, äußert Vermutungen, Meinungen über die dinge die er nicht kennt, geht eigentlich vor wie die Mutazilla. Er hat ein fertiges Bild im Kopf und nun sucht er nach den Farben im Islam um sein schon längst fertiges bild im kopf auszumalen. Wir Muslime gehen anders vor, wir sind überzeugt das der Islam von Allah ist und nun wollen wir wissen was Allah von uns will. Uns interessiert nur die Authenzität, wissen, belege und beweise und sind selbst manchmal erstaunt was dabei herauskommt, dinge die wir nicht wussten, dinge die wir nicht verstanden haben, die sich nach und nach klären und uns immer weiter bestätigen welch gnade Allah swt uns mit Islam gab.
Kommentar von Thatcher
4. Dezember 2007 @ 18:23
@Eisvogel:
Ja, das mit dem Dreieck ist mir auch gleich aufgefallen. Wobei aber die Gelehrten aus der Zeit Thomas v. Aquins im Allgemeinen so wenig von Mathematik und Geometrie wussten, dass es schon etwas Besonderes ist, wenn er den Spezialfall kennt.
Das ist alles eine Prioritätenfrage: manche, wie die Griechen, aber ohne Zweifel auch die Inder, machen sich vor aller Offenbarung daran, Gesetze zu finden, die unabhängig von göttlichem Willen oder Handeln sind. So entstand die Mathematik. Dass 2 + 2 = 4 gilt, würde auch in einer Welt ohne Gott oder Allah richtig sein; nicht einmal Allah könnte bewirken, dass 2 + 2 = 5 ist - oder, Herr Muslim?
Diese voraussetzungslosen Tatsachen zu verwenden ist völlig unabhängig davon, ob man da noch eine Offenbarungsschrift oben drauf pfropft - wer meint, diese grundlegenden Tatsachen mit dem Wort “kalam” (übrigens ein Wort, das ins Griechische mit dem äußerst wichtigen Begriff λόγοσ, “Vernunft, Sinn, Verstand” übersetzt wird, nicht etwa mit “leeres Gerede”!) mehr beschimpfen als bezeichnen zu müssen, der maßt sich an, die Vernunft an sich als unmoralisch zu betrachten.
Die Gründe für die Unfähigkeit von Muslimen, mit anständig und sinnvoll denkenden Menschen zu interagieren, liegen wirklich unausrottbar tief. Sie haben nicht nur ein gebrochenes Verhältnis zur Wahrheit, die Vernunft selbst ist ihnen ein Gespött und ein Schimpfwort.
So muss man zwangsläufig vor jeder Autorität kriechen, die die gerade genehme Auslegung des Korans verkündet. Woher er sie hat und wie er dazu kam, ist keine Frage von Vernunft, sondern allein eine von Gewalt. Und morgen kann die gerade erlaubte Auslegung schon ganz anders lauten - aller “Ewigkeit” des Korans zum Trotz. Zum Beispiel, wenn die Autoritätsperson getötet wird - damit endet jede Gültigkeit ihrer Aussagen. Ein System wie ein Rudel Wölfe.
Kommentar von Muslim
4. Dezember 2007 @ 19:41
@Eisvogel
Gott alleine gebührt rechtmäßig unsere äußerste Hingabe. Wenn irgendetwas oder irgendjemand außer Gott unsere Hingabe fordert - ein Herrscher, eine Nation, wirtschaftlicher Fortschritt oder irgendetwas anders - dann enden wir im Götzendienst und werden unausweichlich in tiefe und tödliche Konflikte gezogen.
ja das ist Monotheismus und gar nicht christlich.
Ich hätte es nur etwas anders beschrieben, sowas führt nicht in den Götzendienst, das ist schon Götzendienst.
Ich kann dir aber sagen das diese christen einen wunden punkt getroffen haben, die “hingabe zum Herrscher” ist in der islamischen welt vorfindbar und stark ausgeprägt, vielleicht haben sie deshalb “herrscher” und nicht “system” als ausdruck gewählt.
ich habe einmal einen evangelikalen us-christen gesehen, der hat den monotheismus im islam besser erklärt als so manch muslime, es ist nicht so das es keine christen gibt die sich nicht damit auseinandersetzen und nur propaganda betreiben.
es gibt christen die gehen beim islam auf den grund und wenn sie das machen treffen sie auf die haupt botschaft, monotheismus.
Jedem sind doch die griechsichen Götter bekannt, der gott des weins, der liebe,.. etc glaubt hier jemand wirklich das seien andere Schöpfer oder Wesen mit Kraft und Macht, die versorgen, herrschen und andere “göttliche” eigenschaften in sich tragen ?
Sie wurden Götter genannt weil man diesen DINGEN gedient, sie angebetet hat. Man hat sich im leben dem wein hingegeben, unterwofen, ist seinen Gelüsten wie dem sex gefolgt und das sind dann die Götter. Zweifelsohne ist der westen in dieser “Götter” hinsicht Griechisch, bei weitem mehr als in der philosophie.
Der Monotheismus ist die Aufklärung Allahs,
das die anbetung, der dienst nur ihm in wahrheit gebührt und Allah Paradies und Hölle bereit hällt.
Für diejenigen die die Wahrheit bestätigen und umsetzen: das Paradies
und für diejenigen die die Wahrheit (Allah) verdecken, die verleugnug, den ungehorsam betreiben: die Hölle.
Im dieseits und jenseits komplett verlieren werden.
Der Sinn der Menschen ist Allah zu erkennen und als Herren anzunehmen, wer dies nicht macht hat verloren.
Man glaubt ja das der Monotheismus eine geistige weiterentwicklung der Menschen war, die menschen waren dumme barbaren, keinerlei ahnung vom Monotheismus und Götzendiener. wir haben das genaue gegenteil offenbart bekommen, die ersten menschen waren monotheisten, sie kammen gar nicht auf die idee etwas anderes anzufrufen außer Allah. Erst mit der zeit wurden sie polytheistisch bis es niergendswo mehr den monotheismus gab, also genau anders herum, hinsichtlich des Monotheismus gab es eine menschliche rückentwicklung. Die ersten menschen waren zwar noch auf niedrigem technologischen stand, aber beim erkennen der wahrheit also Allah auf dem höchsten, die menschen haben dann schrittweise technologisch aufgerüstet aber beim erkennen von Allah abgebaut. Abraham (as) also einer der ersten in der Bibel ist einer der letzten Propheten.
Abraham (as) weit vor Moses (as) gehört schon zu den ältesten Propheten des Monotheismus.
Kannst du verstehen, was uns dazu bewegt, die Islamisierung abzulehnen oder ist Dir das unverständlich?
ich gehöre zu denjenigen die es am besten verstehen und gar nicht überrascht sind. Der Kampf zwischen Monotheismus gegen den Polytheismus wird bis zum ende der Menscheit andauern. Der Monotheismus zieht an oder stösst ab. Der Quran zieht an oder stösst ab. Es erzeugt totale hingabe oder hass, ekel und ablehnung. Es ist für Menschen die Wahrheit oder die komplette Lüge.
Muhammad (saas) erlebte es vom ersten tage an.
Jesus (as) erlebte es. Wir haben die offenbarung, das beim tage des Gerichtes alle Propheten aufgestellt sein werden und hinter ihnen diejenigen die ihnen aufgrund der Monotheistischen Botschaft folgten. Die meisten propheten werden hinter sich schauen und keinen einzigen vorfinden oder sehr wenige an einer Hand abzählbar. Die größte gemeinschaft wird hinter dem letzten Gesandten Allahs stehen, aber es verdeutlicht, egal wo Propheten mit der Botschft auftauchten, wurden sie entweder vertrieben, verfolgt oder getötet, weil die botschaft ablehnung oder hass erzeugt. In den meisten sogenannten ländern der islamischen welt ist man mit einem bein im gefängniss oder tod wenn man es wagt den Monotheismus zu verkünden, die ablehnung ist also nicht nur im westen, sie ist überall vor zu finden, der gegenwind wird einen monotheisten treffen egal wo, dafür bekommt man ja das paradies wenn man standhällt. solche dinge wie guantanamo sind in der “islamischen welt” gang und gebe, es ist jetzt nur im westen angekommen was es schon lange gibt.
Kommentar von Muslim
4. Dezember 2007 @ 22:13
Es ist eigentlich interessanter was r.spencer (vielleicht) weggelassen hat. Erwähnt er in seinem buch die für mich unverständlichste sache, die hexenverbrennung ?
Das Allah von den muslimen als die beste gemeinschaft spricht ist nur verständlich wenn man weiß das mit muslime “monotheisten” gemeint sind. Diejenigen die Allah als alleinigen Herren annehmen sind für Allah die besten menschen. Nicht R.Spencer urteil über jeden einzelnen menschen oder gemeinschaften von menschen, R.Spencer und seine urteile, meinungen sind so unbedeutend, wie Allah bedeutend ist. Die Menschen sind nicht gut oder schlecht weil es darauf ankommt wie R.Spencer zu ihnen steht. Allah wird mit seinen Maßstäben über alles urteilen und auch über R.Spencer. Es wird Menschen geben die auf ihrer guten waagschale eine gute tat nach der anderen drauf gelegt bekommen, die waagschale des guten wird immer schwerer und schwerer und die mit den schlechten immer leichter und steigt höher und höher bis aufeinmal “La illaha illa Allah” auf die der schlechten taten gelegt wird als bruch mit dem Monotheismus, die verleugung Allahs als wahren Herren, als Wahrheit, als alleinig Anbtungs/dienungswürdigen, Als Versorger, Als der wahre Richter.. und nichts wird das mehr aufwiegen können, die waagschale des schlechten liegt völlig am boden und kommt nicht mehr hoch.
Kommentar von Eisvogel
4. Dezember 2007 @ 22:36
Es ist eigentlich interessanter was r.spencer (vielleicht) weggelassen hat. Erwähnt er in seinem buch die für mich unverständlichste sache, die hexenverbrennung ?
Ich hab’s noch nicht gelesen, er geht aber offenbar auf die Inquisition ein, der sie zugerechnet werden. Es ist ein scheußliches Kapitel der christlichen Geschichte, da gibt es nichts daran schönzureden.
Allerdings sind auch darüber Mythen und maßlose Übertreibungen im Umlauf, die teilweise von den Nazis in die Welt gesetzt wurden und diese Zeit auch überlebt haben. Bei den “Hexen” handelte es sich nicht um Angehörige des germanischen Heidentums, die einer Christianisierung zum Opfer fielen. Es waren samt und sonders Christinnen und Jüdinnen, ca. 20% waren auch männlich. Zwei Mönche haben das mit ihrem “Hexenhammer” zwar angestoßen und es wurde auch eine Zeitlang von der Kirche betrieben, ging allerdings fast ausschließlich von staatlichen Stellen aus, und natürlich von hysterischem abergläubischem Volk.
Nur: Es ist vorbei.
Wir müssen das nicht nochmal haben.
Kommentar von Eisvogel
4. Dezember 2007 @ 22:48
solche dinge wie guantanamo sind in der “islamischen welt” gang und gebe, es ist jetzt nur im westen angekommen was es schon lange gibt.
Ja, da stimme ich Dir zu. Dinge, die in der “islamischen Welt” üblich sind, kommen jetzt zu uns. Das nennen wir Islamisierung und das ist es, was wir nicht haben wollen. Freust Du Dich auf ein Deutschland, in dem Du mit einem Bein im Gefängnis oder tot bist, wenn Du sagst, was Du denkst?
Ich nicht.
Weißt Du, wir hatten einmal ein sehr schönes, reiches und friedliches Land. Ich könnte manchmal heulen, aber ich habe auch eine maßlose Wut.
Kommentar von ohneland
4. Dezember 2007 @ 22:55
Alle Menschen werden Brüder - dies ist keineswegs ein christlicher Satz! Selbst Schiller hat sich von diesem Satz und übrigens vom ganzen >Lied an die Freude< als von einer Jugendtorheit distanziert. Beethoven hat dann diese überschwänglichen Verse mit dem ans Pathologische grenzenden Pathos seiner neunten Symphonie kombiniert. Und dieses unverdauliche, geisttötende Gebräu ist Europas Hymne geworden – zur Freude aller Spießer.
Wäre doch Mozarts Jupitersymphonie Europas Hymne, das wäre ein Garant ewiger Jugend, gebildet aus Feuer und Geist.
In der Schrift steht: Geht hinaus und lehrt alle VÖLKER! Hier ist eine immanenteGrenze der Globalisierung im Christentum selbst angedeutet. Ich denke Herder hat es gesagt, dass jedes Volk ein Schöpfungsgedanke Gottes ist. Auch beim Jüngsten Gericht ist von Menschen und Völkern die Rede, nicht von multikulturellen Individuen. Der Ethnologe Rene Girard hat festgestellt, dass die Entdifferenzierung die Vorstufe der Katastrophe ist.
Der human duldende Friedensfürst, moralischer Universalismus, usw.: Im Evangelium steht, ich bin nicht gekommen den Frieden zu bringen, sondern das Schwert, und das Feuer, von dem ich wollte, es brennete schon. CHRISTENTUM IST NICHT LIMONADE!!!
Und wenn dann besiegt ist der letzte Feind, der Tod…..! Im Evangelium ist ständig von den Feinden die Rede, vom Kampf und vom Sieg über Sünde, Tod und Teufel. Christentum ist Kampfesethik!!! Hier wird immer von einem dreiviertel sozialistischen, gehirnerweichten Bastard geredet, nicht vom Christentum.
Carl Schmitt hat mit seiner Freund-Feind-Theorie das Christentum wohl am adäquatesten aktualisiert. Da ist kein Sozialwissenschaftler-Geschwafel, sondern am römischen Rechtsdenken geschulte klare Begrifflichkeit. Wer nicht in der Lage ist den Feind zu identifizieren, zu benennen und mit den gebotenen Mitteln zu bekämpfen, der hat schon verloren. Es geht nicht um Dämonisierung, oder Ehrabschneidung, sondern um Selbstbehauptung. Übrigens hat man sich bei der Israelischen Verfassung eng an Carl Schmitt orientiert. Es geht um den Ausnahmezustand, das ist jener Zustand in welchem wir uns auch längst wieder befinden.
Der Angreifer liebt den Frieden, hat Clausewitz gesagt. Unser Feind liebt auch den Frieden, gemeinsam mit dem Chor unserer weitgehend gehirnerweichten Politikerkaste.
Kommentar von Time
5. Dezember 2007 @ 2:04
Hallo allerseits,
Fjordman is back, das ist super. Noch dazu mit der Besprechung eines Buches von R. Spencer, der seinerseits ein Freund von LGF ist (PI: http://www.pi-news.net/2007/12/vlaams-belang-charles-johnson-und-all-das/ - danke, Bokito), das ist RICHTIG klasse!
Ich möchte ein paar locker gestreute Reflexionen anschließen, und hoffe, sie gegen Ende verbinden zu können.
1. BLOGS: Blogs sind mE KEINE Thinktanks, nicht mal 8-der-Schwerter. Blogs werden zZ nicht von Entscheidungsträgern aufgesucht, die sich hier Rat holen wollen. Blogs sind Clubs oder eher einer guten Kneipe mit intellektueller Stammkundschaft vergleichbar. Geistreiche Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft können sich treffen, kennenlernen, Informationen austauschen, sich derselben Realität versichern. Hier wird nichts bestimmt, hier können nur individuelle Sichtweisen schriftlich - und das ist sehr wichtig - dargestellt werden. Wie Eisvogel bei Eurabia 1 (#30) sagt: “Es ist ja nicht so, dass wir zu einem Konsens kommen MÜSSEN, um zu entscheiden, ob wir die EU leben lassen oder nicht. Es liegt weder in Deinen Händen noch in den unseren.” Deshalb finde ich Auftritte mit dem Anspruch, zu erklären, wie es IST, überheblich. Ich finde aber Auftritte mit dem Anspruch, zu erklären, wie es Kommentator XY zu sein SCHEINT, höchst interessant.
Übrigens: Wir haben in Eisvogels Haus mE ein recht breites Spektrum von Erfahrungen und Biografien. Einen Gedanken hatte ich bisher NIE: Ich habe noch nie gedacht, die oder der oder das lügt bewußt, konstruiert, manipuliert (Ich kann “Muslim” nicht beurteilen, aus dem einfachen Grund, da ich Ostrazismus praktiziere, und seine/ihre Texte nicht lese - ich lese jedoch Texte ÜBER M.). JEDE/R andere hier ist aber mE ehrenhaft und wahrhaftig.
2. DIE WELT: Karl R. Popper, der Philosoph, den ich seit Jahrzehnten “gesucht” hatte, und den ich 2002 zufällig für mich entdeckte, hat ua mE eine interessante Aufspaltung der Realität in drei oder mehr “Welten” angeboten. Er nennt die Welt der physikalischen Erscheinungen “Welt1″, er erkennt weiterhin, dass es eine “Welt2″ gibt, die Welt der (psychischen) Reaktion (jedes Lebewesens) auf die physikalischen Erscheinungen, und er kommt dann zur “Welt3″, und das ist die Welt der THEORIE, die aus Welt1 und 2 geboren diese beiden gleichwohl verändern kann. Dies stellt Thomas v. Aquin, Eisvogel und Thatcher, einige Jahrhunderte vor Popper fest, indem er darauf verweist, dass, SOFERN Gott ein rechtwinkliges Dreieck gibt, die Summe der Winkel in diesem Dreieck immer 180 Grad sein MUSS. Die Welt3, so erkennt schon TvA, ist eine eigenständige Welt, die GESETZE hat, wie die anderen Welten auch. Auch GOTT kann, sofern er die Rechtwinkligkeit und die Dreiecke gegeben hat, im Nachhinein nicht erklären: Die Summe der Winkel in einem rechtwinkligen Dreieck sei nun doch 200 oder 125 Grad. Denn dies würde seine vorherigen Sätze unwahr machen. Aber ist Gott nun unwahr oder irrt er sich oder lügt er?
JA!JA!JA! Für die Mohammedanisten ist ihr Gott eben genau DIESER, der KÖNIG der Lügner! Er ist der schillerndSTE BETRÜGER, der grösSTE VERSUCHER, der GröbSTE und primitivSTE, der, der im dampfenden Schwitzbad eine Kiste voller Geschmeide öffnet, dann ein großes Fass Blut getöteter Feinde leert, bevor er 7-jährige Mädchen vergewaltigt. Er ist “-STE”, er ist nicht Logik oder Wahrheit oder der Versuch, objektiv zu sein. Dieser Gott ist einfach nur der PerverseSTE, der GrausamSTE, der BrutalSTE, der RücksichtsloseSTE, der MÄCHTIGSTE. In der Tat - ein Meister seiner Klasse - das Superlativ des NiedrigdSTEn. Und seine Göttlichkeit beweist er, so wie Udai und Kusai, die beiden Söhne des Monsters Saddam, einfach nur durch die Höhe der aufeinandergestapelten abgeschnittenen Häupter.
3. DIE ZUKUNFT: Konkrete Kritik an Aspekten der Veränderung des Status Quo ist mE großartig, aber die großen Veränderungen insgesamt zu kritisieren ist vielleicht eher sinnlos. Die Organisation europäischer Staaten unter dem Dach EU ist mE, in einer weiteren Perspektive betrachtet, eine Randerscheinung. Entschuldigen Sie, liebe Kommentatoren, aber vor 500 Jahren hatten wir zwar die Schiffe, um den Ozean zu bereisen, aber wir konnten das ZIEL (Amerika) nicht erkennen. Manche fuhren einfach los, Amerika wurde entdeckt, und jetzt wissen wir ua., wir leben auf einer Kugel. Bitte beachten Sie, in unseren Tagen können wir über einen Raum von 11 Mrd. Lichtjahren SCHAUEN, allein wir haben keine geeigneten SCHIFFE! Globalisierung ist quasi ein LOKALES Thema, insofern die Besiedlung der solaren Sphäre auf der Agenda steht. Grosse Worte, ich glaube aber dennoch nicht, dass all dies für den graugestreiften, unheldischen (aber effektiven) Bürger-Menschen ein ernsthaftes Problem ist.
4. ERGO: Ich bin kein Elfe und kein Ork, ich und meine Freunde (und Sie?), wir sind lediglich HOBBITS! Unser Fell ist einfach nur GRAU oder maximal grauGESTREIFT! Unser Ziel jedoch: ein orkfreier Planet, ein orkfreies Universum - ein Universum freier Bürger, freier Geister!
Hope to see You soon at starside!
Proudly, honestly, with kind regards,
CITIZEN TIME
Kommentar von Time
5. Dezember 2007 @ 2:22
PS: Proudly, honestly, with kind regards,
AND ARMED
PRIVATE TIME
Kommentar von Helmut Zott
5. Dezember 2007 @ 11:18
@ Eisvogel: “Spencers Hauptaufgabenstellung bestand zweifellos darin, die ständig wiederholten Behauptungen, das Christentum wäre genauso gewalttätig wie der Islam und das Christentum wäre stets ein Hindernis für die Freiheit gewesen, zu widerlegen.”
Das Folgende habe ich schon oft und an verschiedenen Stellen “abgelegt”, aber es ist noch immer aktuell:
Die ethischen Grundlagen des Christentums und die des Islams sind fundamental verschieden. Ihre Betrachtung fördert ein tieferes Verständnis sowohl des Christentums als auch des Islams. Die Scharia behandelt vor allem die Ethik, meint Ayyub Axel Köhler, der Zentralratsvorsitzende der Muslime in Deutschland, und führt wörtlich aus: „Auf diese Ethik wollen wir nicht verzichten“. Grund genug also, um nach den Prinzipien zu fragen, die im Begriffe sind, unser christlich-abendländisches Wertesystem zu verdrängen und zu ersetzen.
Die islamische Ethik ist aufgeteilt, einerseits in eine, die für die Muslime untereinander Gültigkeit hat, und bei der beispielsweise nach dem Koran (4; 93 nach Ludwig Ullmann) gilt, dass ein Moslem einen anderen Moslem nicht töten darf, und andererseits in eine Ethik, die gegenüber den Ungläubigen ihre Gültigkeit hat, und bei der das Töten, unter bestimmten Bedingungen, zur religiösen Pflicht wird. Diesem Wertedualismus steht andererseits ein Werterelativismus, der sich auf den Umgang mit den Ungläubigen bezieht, gegenüber. Wenn es heute im Interesse der Sache Allahs geboten sein sollte, den Ungläubigen friedlich zu begegnen und sie freundlich zu behandeln, kann es aber morgen schon, unter veränderten, „medinensischen“ Bedingungen, heilige Pflicht für die Gläubigen sein, den Ungläubigen die Köpfe abzuschlagen, ohne dass sie dabei irgendeine persönliche Schuld auf sich laden oder Verantwortung für ihr Tun übernehmen müssen. Nicht der absolute Wert des menschlichen Lebens, nicht der Mensch als einmalige Person und Ebenbild Gottes, das er nach islamischer Auffassung nicht ist, setzt den Maßstab. Es sind vielmehr Allahs Wille, wie er im Koran offenbart ist, und Allahs wandelbare Sache, wie sie aus der Geschichte jederzeit erwachsen kann, die bestimmen, ob das Töten der Ungläubigen geboten ist oder nicht, und ob es als gut oder böse zu gelten hat. Gut ist immer was der Sache Allahs dient. Gut ist was dem Islam nützt. Der schon erwähnte Moslem Nawab-Safavi klärt uns mit den folgenden Worten auf: „Wir kennen keine absoluten Werte außer der totalen Unterwerfung unter den Willen des Allmächtigen (Allahs). Es heißt: Du sollst nicht töten! Aber der Allmächtige selbst lehrt uns das Töten… Wir sagen, dass Töten einem Gebet an Bedeutung gleichkommt, wenn es nötig ist, solche, die (dem Glauben) schaden, aus dem Weg zu räumen. Täuschung, Hinterlist, Verschwörung, Betrug, Stehlen und Töten sind nichts als Mittel“ (Amir Taheri: „Morden für Allah“; S. 56). „In keiner anderen Kultur, geschweige denn Religion findet sich die Kodifizierung von Mord, Raub, Versklavung und Tributabpressung als religiöse Pflicht. In keiner anderen Religion findet sich die geheiligte Legitimation von Gewalt als Wille Gottes gegenüber Andersgläubigen, wie sie der Islam als integralen Bestandteil seiner Ideologie im Koran kodifiziert und in der historischen Praxis bestätigt hat. Nicht zuletzt findet sich kein Religionsstifter, dessen Vorbildwirkung sich wie bei Muhammad nicht nur auf die Kriegsführung, sondern auch auf die Liquidierung von Gegnern durch Auftragsmord erstreckte“ (Hans-Peter Raddatz: „Von Allah zum Terror?“; S. 71).
Kommentar von GT
5. Dezember 2007 @ 11:54
Was soll immer dieses christliche “Asche-auf-unser-Haupt-wir-sind-ja-so-schlecht” wegen
-der Kreuzzüge
-der “Hexenverfolgungen”??
Auch wenn es nicht aus JEDEM Geschichtsbuch hervorgeht: die Kreuzzüge waren eine REAKTION auf die islamische Eroberung des sog. “Heiligen Landes” und den Terror, mit dem Moslems dort christlichen Pilgern und christlichen Ureinwohnern begegneten.
Gräueltaten während der Märsche nach Jerusalem wie Judenpogrome oder gar die Eroberung (des griechisch orthodoxen) Konstantinopels waren keine im Vorfeld geplanten Aktionen und sind NICHT der katholischen Kirche oder den Organisatoren der Kreuzzüge zuzuschreiben.
Im übrigen gehen Historiker heute davon aus, dass die Kreuzritterzeit auch für die muslimische Bevölkerung des Landes sowas wie eine “goldene” Zeit war, weil bei aller Feindschaft und bei allem Blutvergießen während der Eroberung TOLERANZ und NÄCHSTENLIEBE herrschten.
Die “Hexenverfolgungen”, die insbesondere im deutschsprachigen (!! Sollte das etwa eine Parallele zur derzeitigen Klimahysterie sein?) Raum mindestens 6-stellige Opferzahlen forderten (Torquemeda war ein Waisenknabe im Vergleich zu seinen deutschen Kollegen), begann gegen den erbitterten Widerstand katholischer Gelehrter auf massivsten Druck der Bevölkerung (die wohl von ungebildeten Mönchen, die damals als Schmarotzer den denkbar schlechtesten Ruf in gebildeten Kreisen genossen, aufgestachelt war) als Folge eines Klimawandels, nämlich den Beginn der “Kleinen Eiszeit” mit ihren wetterbedingten Verheerungen und Hungersnöten. Hierfür wurde eine einfache Erklärung gesucht, und die hieß, so wie heute: Wetterzauber. Obwohl gelehrte Leute (vorwiegend aus der Geistlichkeit) die Wetterzauber-Hypothese ablehnten und dies auch in gewichtigen Werken begründeten, setzten sich Scharlatane durch, die in mindestens ebenso schwergewichtigen Büchern Belege für das Wirken der “Zauberer” sammelten und damit eine regelrechte Hysterie lostraten.
Die Stimmung wandelte sich schnell, Kritiker der Wetterzauber-Hypothese durften es bald nicht mehr wagen, ihre Kritik öffentlich zu machen. Ich denke da nur an: Rahmstorf und Kollegen…
Ein wirkliches Verbrechen der katholischen Kirche, und wohl auch eine der Ursachen dafür, dass sich die “Religion” des sog. “Propheten” so rasend schnell verbreiten konnte, war die blindwütige Verfolgung der Glaubensbrüder, die im Glaubenbekenntnis ein Komma anders setzten. Letztlich hat sich in der Katholischen Kirche eine Formulierung durchgesetzt, mit der JEDER klare Verstand seine Probleme hat, und abweichende, verständliche Formulierungen wurden mit aller Gewalt bis aufs Blut bekämpft.
Ich denke, ohne diesen unseligen innerkirchlichen Ketzer-Krieg mit seiner Lähmung des öffentlichen Wirkens, wohl auch Verdrusses in der Bevölkerung, hätte Mohammed kaum eine Chance gehabt und dieser Blog wäre überflüssig…
Kommentar von Time
5. Dezember 2007 @ 20:29
Hallo Eisvogel, hallo Thatcher,
ich habe Ihre Texte unaufmerksam gelesen, sorry. In Bezug auf das Aquin-Zitat wunderten Sie sich (zu Recht) über die Betonung/Beifügung “rechtwinklig”, über weiter nichts. Nichts für ungut also…
und viele Grüße
von Time
Kommentar von Thatcher
5. Dezember 2007 @ 21:45
@ Time
Cum Grano Salis: Ganz allgemein gilt der Satz für die Dreiecke allerdings auch nicht, sondern nur für ebene Dreiecke. Auf einer Kugeloberfläche gibt es durchaus Dreiecke (durch Großkreise begrenzt) mit einer Winkelsumme von 200 Grad. Ebenso könnte man auf einem Kühlturm (Hyperboloid) Dreiecke mit Winkelsumme kleiner als 180 Grad konstruieren.
Kommentar von Time
6. Dezember 2007 @ 1:36
Hallo allerseits,
ich möchte weitere Gedanken zu Fjordmans Buchbesprechung äußern.
1. Er sagt: “Die christliche Tradition war stets ein großer Steigbügelhalter für die Globalisierung. Wenn alle Menschen Brüder sind, wäre es dann nicht unchristlich, Millionen von Einwanderern die Einreise zu verweigern?”
In #12 hatte ich angedeutet, dass vielleicht aus einer recht weit gesetzten Perspektive (zB 500 Jahre voraus) das Jihad-Problem marginal erscheinen mag angesichts jetziger globaler Veränderungen. Dass diese Veränderungen stattfinden, sehen wir alle täglich. Dass sie kaum überschaubar sind, und dass deshalb ein Gesamturteil schwer fällt, ist zumindest meine Einstellung. Ich frage jedoch, ob das, was geschieht, etwas ist, das in erster Linie Folge bewußter Planung oder Ideologie ist (Spencer sagt “Globalisierungsbewegung”, Fjordman “globalistischen Ideologie der offenen Grenzen”), oder aber nicht eher ein unaufhaltsamer, “natürlicher” Entwicklungs- oder Wachstumsprozess? Ist Globalisierung nicht vielleicht eher ein mit zwingender Notwendigkeit erfolgendes Stadium der Menschheit, dem logischer Weise (dies wird ja auch durch die historische Rückschau nahegelegt) weitere Stadien folgen werden, aus deren Rückschau die Globalisierung wiederum einst als Marginalie erscheinen wird? Ich finde die Idee einleuchtend, sich allmählich neuen weissen Flecken zuzuwenden, sich die Schätze des solaren Raums anzueignen usw. Dass für solche gigantischen Projekte die Bündelung von Kräften notwendig ist, dass die “Durchmusterung”, die Effektivierung im Inneren dieses neu entstehenden “Makroorganismus” oder “Schwarms” notwendig ist, ist dann keine Frage. Insofern finde ich die Bezeichnung “Steigbügelhalter” zu abwertend und nicht so treffend. Ich würde auch eher (so wie in meiner #8 bei Eurabia, wo ich dafür sprach, den Jihad mal vom Mohammedanismus getrennt zu betrachten) dafür reden, die Dinge hier mal getrennt zu betrachten. Da hätte man einerseits die Globalisierung (durch die zB Osteuropa und die asiatischen Schwellenländer auf unser Niveau geliftet werden), da hätte man dann das Problem der massiven Einwanderung. Bei dieser wird man aber wieder evtl zu dem Schluss kommen, dass sie nicht per se ein Problem ist, sondern dass das Problem vielmehr darin liegt, dass speziell zuviele Orientalen einwandern, die einerseits ungebildet und andererseits eine übergroße Bereitschaft haben, Gewalt auszuüben. Und wäre es, sofern dies erkannt ist, nicht ein Leichtes zu sagen, “logisch nehmen wir, Christen wie wir sind, massenhaft Einwanderer bei uns auf, jeder christliche Chinese mit Abitur - und davon gibt es unzählige - ist hochwillkommen, auch jeder Inder, nur eben keine Jihadisten”?
2. Mit der Globalisierung breitet sich das Christentum, nicht etwa der Mohammedanismus, rasant aus. Ich denke, es hat gute Chancen, die hier im Blog häufig angemahnte Mehrheitsideologie zu werden und den Grundwertekanon zu stellen. Ich weiss nicht, ob man das Christentum zur Ursache der Globalisierung machen kann, oder ob es nicht einfach Profiteur eben dieser ist.
3. Gegen Ende kommen Fjordman und Spencer dann wieder auf eine gängige Grundeinstellung zurück, die ich ja mit derselben Stetigkeit einschränke. Widerum sehen sie die Ursache unser Probleme vor allem bei uns selbst: “Die schrecklichsten und entschlossensten Feinde der westlichen Zivilisation sind möglicherweise überhaupt nicht die Djihadisten, sondern die Linken.” Wie gesagt, für mich ist die aktuell größte Bedrohung des freien Westens der Jihad, seinerseits vermutlich untrennbarer (weil einziger) Inhalt der Ideologie des Mohammedanismus. Ich finde viele Überlegungen zu dem gefährlichen und dummen Spiel, dass manche Christen und viele Linke mit dem M. treiben, hochinteressant und absolut zutreffend. Mit der Dämonisierung der Linken, des Feminismus usw., mit der Verschiebung der Priorität vom Counter-Jihad auf etwas anderes bin ich jedoch nicht einverstanden. Uns allen sind die jihadistisch-nazistischen Netzwerke ein Begriff. Ja, die Nazis sind auch mE kein großes aktuelles Problem, aber das kann sich ändern. Auch DIE Rechte ist so gesehen POTENTIELL sehr gewalttätig, sie ist ein Gegner der Freiheit, der Demokratie, der Menschenrechte usw. Oder Beckstein, gewiss kein Linker, er will die CSU für die Mohammedanisten öffnen und attraktiv machen. Also das, was beide der Linken vorwerfen, nämlich dass diese “in Zeiten der Bedrohung… die Hauptgefahr (=Jihad)” nicht sehe, das finde ich bei Fjordman und Spencer selbst im oben zitierten Satz.
Soweit meine nächtlichen Überlegungen.
Viele Grüße,
Time
Kommentar von Eisvogel
6. Dezember 2007 @ 11:31
Danke für diese Überlegung (und die anderen zum Christentum), ohneland. Die “rote Pille” (aus dem Film Die Matrix, der von Platos Höhlengleichnis inspiriert ist), die ich vor einiger Zeit zu schlucken begann, hat immer noch nicht vollkommen gewirkt. Es gibt immer wieder neue Aha-Erlebnisse, denn auch ich fand unkritisch diese Hymne “schön”. Musikalisch finde ich das immer noch, aber Du hast Recht: Der Text ist eine krude Mischung aus Schwachsinn und Pathos. Warum ist das so schwer zu erkennen?
Es ist erlaubt, die Bibel, Jesus und alles, was damit zusammenhängt, extrem kritisch auseinanderzunehmen bis hin zu in-den-Dreck-Ziehen. Das ist notwendig für eine freie Gesellschaft und somit grundlegend in Ordnung. Aber wie das Zeitalter der Inquisition haben auch wir viele Tabus, die nicht hinterfragt werden. (Hauptsache, es sind andere Tabus als die der bösen Christen). Wir würden heute keine wissenschaftliche Revolution hervorbringen, wir bauen zwar sehr gekonnt und (noch) erfolgreich auf den Erkenntnissen auf und schaffen praktische Fortschritte - aber wir haben TAbus, die nicht angetastet werden dürfen.
Die Klassiker - Schiller, Goethe und vor allem Lessing mit seiner Ringparabel - gehören geisteswissenschaftlich dazu, die Aufklärung wird unkritisch positiv gesehen und naturwissenschaftlich folgen wir zunehmend auch diesem Trend (Klima, Darwin, Forschung über gewisse dämonisierte Drogen zur Heilung und Linderung von geistigen und körperlichen Krankheiten).
Ich war so überzeugt, dass wir eine rationale Gesellschaft sind, es war eine Illusion. Wir sind in Teilen weit hinter unsere Vorfahren zurückgefallen, leben aber in einer Hybris, wir wären ihnen überlegen, indem wir unsere Tabus ausblenden. Vermutlich sahen die Inquisitoren, die ja keineswegs aller Forschung ablehnend gegenüber standen sondern nur einem sehr kleinen Teil, das auch so, dass sie ja eigentlich nur ablehnen, was … nunja, also wirklich, das muss nicht sein…
Sie hatten grausamere Methoden, was einerseits ein Segen ist, dass wir die nicht mehr haben. Andererseits lässt das Fehlen grausamer Methoden aber auch den Gedanken zu, dass die Kontrolle heute umfassender ist - solche Methoden sind schlicht und einfach nicht mehr notwendig, es geht subtiler und möglicherweise erfolgreicher.
@Time: Ich fand die Vorstellung von der Einen-Welt auch lange schön. In der christlichen und jüdischen Religion ist diese Vorstellung vorhanden (sie ist wohl ein Menschheitstraum), aber auf das Leben nach dem Tod (christlich) und das messianische Zeitalter (jüdisch) verschoben. Beides Dinge, auf die man keinen Einfluss hat und ich komme zu der Ansicht, dass das gut so ist.
In den ostasiatischen Religionen kenne ich mich so gut wie überhaupt nicht aus, aber es scheint, dass auch sie diesen Menschheitstraum ins Transzende verlegt haben, wo er nicht stört.
Die modernen Totalitarismen (Kommunismus, Nationalsozialismus, political Correctness) und der Islam haben ihn ihn ins Diesseits verlegt und streben ihn an. Ja, auch der Nationalsozialismus hatte dieses utopistische Element der Heilserwartung und er war keineswegs “national” im Sinne von “räumlich auf Deutschland begrenzt” - auch wenn das neben der Blendlaterne seiner Grausamkeiten gerne übersehen wird - er hat sogar ironischerweise den Begriff “Tausendjähriges Reich” aus dem Judentum kopiert.
Der Islam ist in dieser einen Hinsicht ein Vorläufer der Moderne in ihren schlimmsten Ausprägungen - ein Bruch mit den Denkweisen seiner Zeit und lange danach.
Die Praxis zeigt, dass solche Utopien zu Katastrophen führen, weil sie von Menschen ausgehen, die es nicht gibt. Sie kommen dann immer an den Punkt, wo das auffällt und dann müssen sie anfangen, den neuen Menschen zu schaffen, was nur mit exzessiver Gewalt geht.
Ich habe prinzipiell auch nichts gegen christliche oder andere nicht-islamische Einwanderer mit hoher Bildung, ich bin aber inzwischen zu der Ansicht gelangt, dass es in großen Mengen auch nicht gut wäre.
Auch wenn wir’s ungern zur Kenntnis nehmen: der Mensch IST xenophob. Das muss keine Feindseligkeit sein, auch keine Ab- oder Aufwertung, aber es ist das Bedürfnis, sich in kulturellen und wahrscheinlich auch ethischen Grüppchen zusammenzuschließen, sobald diese groß genug dafür sind, und sich gegen die anderen Gruppen und die Mehrheitsgruppe abzugrenzen.
Die Parallelgesellschaften der Moslems in Europa sind aufgrund ihrer Zahl unvermeidbar, sogar unabhängig vom Inhalt des Islam.
Deshalb ist der Eine-Welt-Gedanke vielleicht langsam erreichbar, aber mit der Brechstange (und die wird zur Zeit angewandt) führt das dahin, wo die anderen Eine-Welt-Totalitarismen auch geführt haben: Direkt in die Hölle.
Die Menschheit hat sich bereits von Clans und Stämmen zu größeren Einheiten wie Völker und Nationen vereint. Allerdings nicht die gesamte Menschheit. Ich halte einen Rückfall in Stammesdenken mit blutigen Zusammenstößen durch die Globalisierung (von großen Gruppen Menschen, nicht von Kapital und Waren und einzelnen Menschen) für sehr viel wahrscheinlicher als als eine Menschheit, die sich liebend in die Arme fällt - auch wenn es uns gelingen würde, die Moslems nicht mitspielen zu lassen. Mit ihnen ist es natürlich ungleich schlimmer.
Offene Grenzen für Chinesen mit Abitur könnte eben auch dazu führen (falls diese überhaupt kommen wollen und dürfen), dass z.B. China dann zu einem intellektuell enthaupteten Land wird, das zurückfällt. Das wird den Chinesen nicht passieren, die unterbinden das…
…. aber es zeichnet sich ab, dass uns das passiert.
Und da Galileo im Text erwähnt wurde. Neuere Erkenntnisse aus Frankreich haben ergeben:
Und sie bewegt sich doch! …
Hoch lebe die Demokratie in der Wissenschaft

Kommentar von Muslim
6. Dezember 2007 @ 16:11
@eisvogel
der Mensch IST xenophob. Das muss keine Feindseligkeit sein, auch keine Ab- oder Aufwertung, aber es ist das Bedürfnis, sich in kulturellen und wahrscheinlich auch ethischen Grüppchen zusammenzuschließen, sobald diese groß genug dafür sind, und sich gegen die anderen Gruppen und die Mehrheitsgruppe abzugrenzen.
Es ist nicht xenophobie, aber das was du danach erklärst stimmt
Und ich werde versuchen es anhand der Offenbarung zu erklären.
Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen und schließt sich in Gemeinschaften zusammen.
Jetzt stellt sich die frage Für was grenzt er sich ab, weswegen löst er sich von Menschen und für was schließt er sich mit anderen Menschen zusammen. Für jemanden kann es vielleicht völkisch sein, wobei die Gräben im völkischen zumeist derart groß sind das dies nie ausschlaggebend sein für eine wirkliche Gemeinschaft, es ist dennoch ein Element alleine wegen der Sprache. Zumindest für eine Bindung braucht es doch die gleiche Sprache. Zumeist aber schlisst sich der Mensch anderen Menschen an oder löst sich von ihnen los aufgrund ganz banaler dinge, wie Hobbys, Interessen,…. Das kann zb Musik sein, Sport, ein Rapper kommt mit Rockern nicht klar und ein Schalke fan nicht mit anhänger eines Düsseldorfer Tanzvereine…usw. Es können soziale unterschiede sein, ein Jet setter, Prominenter oder sich zum Geld/Blut Adel rechnend wird keine Bindung eingehen mit einem mcdonals Verkäufer, usw.
Für Monotheisten und ich glaube du kannst es dir schon denken, kann es nur Allah (swt) sein.
Man löst sich von Menschen wegen Allah (swt)
man geht eine Bindung ein wegen Allah (swt).
Dieses Prinzip wird „Al-wala’ wa-l-bara’“ genannt, die Freundschaft/Unterstützung und Meidung/Loslösung, es gibt sogar einen wikipedia Eintrag dafür.
http://de.wikipedia.org/wiki/Al-wala‘_wa-l-bara’
Dieses Prinzip das eindeutig aus dem Islam hervorgeht basiert auf die bekannten hadithe, das ein wahrer Monotheist und Gläubiger erst jemand ist, der für Allah liebt und für Allah hasst.
Ein Muslim hasst die Beigesellung und liebt Allah und liebt deshalb die anderen Muslime für Allah und hasst die Beigesellung der nicht-muslime für Allah (wobei hier wichtig ist zu erwähnen nicht die Menschen an sich selber hassen, aber deren Beigesellung) und löst sich von ihnen und ihrer Beigesellung.
Im qQuran wird erwähnt:
60.4.
Ihr habt bereits ein vortreffliches Beispiel an Abraham und denen mit ihm,
als sie zu ihrem Volk sagten: “Wir haben nichts mit euch noch mit dem zu schaffen,
was ihr statt Allah anbetet. Wir verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar für immer Feindschaft und Haß entstanden, (solange,) bis ihr an Allah glaubt und an Ihn allein!”
Im Grunde tun es die Islam Kritiker und Hasser auch, sie lieben und mögen andere Menschen die den Islam kritisieren und hassen, wie man selber es tut und lösen sich los von Menschen die mit dem Islam kein Problem haben, sie hassen es das sie kein Problem mit dem Islam haben. Al-wala’ wa-l-bara’ wegen dem Islam und Muslime auch wegen dem Islam, aber Für Allah (swt). Ein Nicht-Muslim aus meinem Heimatland steht mir entfernter als ein chinesischer Muslim der sich mit mir vor Allah swt verneigt.
Im Grund tun das alle menschen, das beginnt beim einzelnen und endet in solch einer gemeinschaft wie die Nato, früher warschauer pakt ….usw
In der offenbarung finden wir, wie der Mensch ist
und Allah leitet dabei noch recht. Das prinzip das sich menschen von menschen loslösen und wiederum mit anderen menschen zu einer gemeinschaft binden kann rechtgeleitet nur Für Allah (swt) sein.
Deshalb stimme ich dir darin zu:
Die Praxis zeigt, dass solche Utopien zu Katastrophen führen, weil sie von Menschen ausgehen, die es nicht gibt.
aber falls du den Islam damit meinst dann nicht,
denn der Islam geht niergendswo aus von etwas das es nicht gibt, sondern deckt auf was da ist und leitet darin recht. Der Mensch wird darin total entblösst.
Die sogenannte Aufklärung die in einer verklärung endete betrieb religionskritik und beim Christentum gar nicht mal so abwegig, die tatsächhliche Aufklärung im Quran ist die Menschen Kritik, die ihn nackt entblösst, aussagt was er ist, was er will, was er denkt, was er macht, welche schwächen, alles und gibt ihm rechtleitung. Im Islam wird nichts vom “Mensch sein” verleugnet, dem mensch wird nichts aufgetragen zu einem “übermenschen” zu werden, der mensch bekommt nur rechtleitung, sein “Mensch sein” rechtgeleitet, man kann vielleicht auch sagen “richtig eingestellt”, “richtig ausgerichtet” zu leben und diese ausrichtung kommt von Allah und richtet den Mensch richtung Allah und alles andere wird fehlgehen, ist falsch ausgerichtet, ist fehlgeleitet.
Kommentar von Time
6. Dezember 2007 @ 16:50
Hallo allerseits,
zunächst möchte ich meine Überlegungen zum Bloggen weiter ausführen: Ich meinte, wir wären kein Thinktank (#8). Dazu sind unserer aller Überlegungen mE zu kurz und pointiert und sie lassen auch den Apparat, die Belege und Verweise vermissen (Gegenbeispiel: Gudrun Eussner). Das finde ich gut so, es bringt mich persönlich hier aber in eine andere Betrachtungsposition. Anstatt die Welt zu beurteilen, möchte ich sie eher verstehen. Ich gehe dabei, weil ich mich relativ machtlos fühle (was ich nicht schlimm sondern angemessen finde) tendenziell davon aus, dass die MIR übergeordneten Entscheider (die ich selbst in Wahlen bestimme) zu MEINEN GUNSTEN entscheiden. An mir liegt es dann, zu verstehen, warum diese Entscheidungen, die mir oft extrem falsch vorkommen, vielleicht doch richtig sind. Dies ist als intellektuelle Position in Bezug auf Politik zu verstehen, nicht auf konkretes Agieren. Wenn zB Sarkozy Pläne für eine Mittelmeerunion hat ( http://www.n-tv.de/889381.html ), dann würde ich nicht gleich sagen, “so ein Verräter, er ist gekauft”, sondern ich würde versuchen, den Sinn dieser Idee zu verstehen.
@Ohneland/11
Hallo Ohneland,
ich stimme Ihnen zu, dass die Vorstellung, die bei uns häufig mit dem Christentum verbunden ist, überwiegend eine Wischi-Waschi-eideidei-Vorstellung ist. Andererseits sind mE mit “Schwert und Feuer” nicht Krieg und Mord gemeint, sondern es wird vielmehr das Szenario beschrieben, dem sich der überzeugte Christ aussetzen muss (80% der religiös Verfolgten sind Christen) und in dem er sich bewähren muss. In Matthäus 10/16 heißt es treffend: “Siehe, ich sende Euch wie Schafe unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen (!) und ohne Falsch wie die Tauben.” Wir haben (leider) schon EINE große Kampfreligion, die die Erde verwüstet. EINE, und ihr Name ist Mohammedanismus - dies herauszuarbeiten war mE das Anliegen von R. Spencer.
@Eisvogel/19
Hallo Eisvogel,
das Video ist ein Hammer. Ich fragte mich zwischendurch, vielleicht DARF der Typ aus religiösen Gründen nicht “Mond” sagen, aber ich glaube jetzt, er wußte es wirklich nicht. In der Tat ein starkes Beleg für eine irrationale Gesellschaft insofern, als dass auch mehr als 50% des Publikums den Sachverhalt nicht kennen, also fundamental ungebildet und also mit Sicherheit auch anderen Irrationalismen sehr zugänglich sein werden. Ich würde nicht sagen, dass DIE Gesellschaft irrational ist, ich bin vielmehr der Meinung, dass eine Haupttendenz der Abbau von Tabus und von Denkschwellen ist. Gleichwohl ist die Irrationalität zweifellos ein permanenter und gefährlicher Begleiter. Beachten Sie aber auch, dass es sehr wohl ERLAUBT (relativ straffrei) ist, ALLES zu sagen was man denkt. Es ist nur so, dass es im freien Westen dadurch wahnsinnig viel Ideen und Stimmen gibt. Dadurch fällt die einzelne weniger auf und hat dann auch viel weniger Effekt, als zB seinerzeit in der DDR, wo jeder pubertierende Liedermacher oder Poet gleich eine Staatskrise heraufbeschwören konnte.
Ich war in meinem Kommentar weniger davon ausgegangen, dass “Globalisierung” etwas ist, das Menschen MACHEN, sondern eher davon, dass sie ZWANGSLÄUFIG entsteht. Die Frage ist dann nicht ob es diesen “Stimmbruch” gibt, sondern wie man sich darauf einstellt. Die Frage wäre dann zB in Bezug auf Europa nicht, OB man eine Einheit von 0,5 Mrd. Individuen schafft, sondern WIE diese Einheit verfasst ist. Die Position könnte dann eine FÜR eine EU, gleichwohl eine GEGEN Eurabia sein.
Noch ein Wort zur Mittelmeerunion, ein Gedanke, mit dem Sarko zZ eher allein dasteht. Stellen Sie sich vor, wir und ein gebildeter Chinese vergleichen die chinesische mit der europäischen Zivilisation, und da sagt dieser: “Wir haben eine homogene, bruchlose Zivilisation, die mit 5000 Jahren die älteste ist.” Da ärgern wir uns, denn zunächst scheint er Recht zu haben. Fjordman datiert den Beginn des Westens auf das antike Griechenland. Aber dann können wir uns vor Augen halten, das wir auch sehr viele ungekappte Wurzeln in den alten Wasserbaureichen haben, eben in all den uralten Zivilisationen rund um das Mittelmeer. Dies ist ein Raum, der sogar noch Persien, Äthiopen und Jemen einschließt, nicht aber Indien oder China. Das antike Griechenland ist ja auch nicht vom Himmel gefallen, sondern hat sich in Auseinandersetzung eben mit den genannten Mächten entwickelt. R. Spencer verweist darauf, dass dann bis zur Expansion dieser ganze Raum, der schon durch Alexander (der übrigens wie der Caesar auch als Gott verehrt wurde) zusammengefügt und Europa zugefügt worden war, christlich-jüdisch-griechisch-römisch (sowie lokal) geprägt war. Weiterhin legen die Forschungen der Ohlig-Gruppe nahe, dass der Mohammedanismus durchaus auch als eine christlich-jüdische Häresie (als sich gegen uns richtender Teil unser selbst) gesehen werden kann (so wie zB auch der Marxismus, hähähä). Vielleicht liegt es in der Perspektive des großen Sarko, diese Fragmente (”Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns.” 1. Brief Joh.2/19) wieder zusammenzufügen.
Mit freundliche Grüßen
von Time
Kommentar von muslim
6. Dezember 2007 @ 18:25
@Eisvogel
http://www.youtube.com/watch?v=42xykzW27Q4&feature=related
das ist ein geistiges glaubens problem,
man kann es auch psychologisches problem nennen,
obwohl ich von psychologie nichts halte.
es wundert mich nicht das so viele falsch liegen.
Selbst solch menschen die ihr für grandios halltet,
wie Aristoteles glaubten zutiefst daran, man kann ihm entschuldigend vorhalten das er es damals nicht wie heute wissen konnte, aber das der mensch ein wissendes wesen ist, anstatt ein gläubiges wesen ist schon ein fehlglaube. Aristoteles musste, wie auch die vielen menschen die in diesem quiz falsch lagen es so glauben.
aristoteles postulierte seinen verstand zum zentrum aller dinge und maßstabs allen seins, er musste geozentrisch glauben. Die damalige kirche postulierte einen Menschen als Gott, sie mussten geozentriker im glauben sein, solange das wissen diesen glauben nicht brechen konnte. Und trotz des heutigen verfügbaren wissens glauben viele noch geozentrisch, weil sie dem glauben anhängen, das psychologische problem haben, die welt drehe sich nur um sie selbst. Sie selbst sind das zentrum allen seins,
die kernaussage des “individualismus”.
Ein ähnliches Problem hatten atheistische materialistische physiker, sie glaubten zutiefst daran und verteidigten erbittert bis mitte des letzten jahrh, dass das universum statisch sei und ewig. Sie wollten und konnten nicht einsehen und glauben, dass das universum nicht ewig sondern einen anfang hatte und somit auch nicht statisch, sondern dynamisch wachsend. Als konsequente Atheisten wussten sie dies bedeutet “erschaffen” was heutige atheisten wieder vergassen und nicht mehr so eng sehen, wie damalige atheisten die nicht wahr haben konnten was sie nicht wahr haben wollten.
Heute können viele Pyhsiker nicht glauben dass das Universum in sich zusammenfallen wird und glaube daran das es stetig weiter expandiert und sie müssen auch daran glauben, da sie dem glauben des stetigen wachstums auch in ihrer Aqida haben, sei es wirtschaftlich, wissenschaftlich, technologisch….. an einer immer weiter entwickelung, expansion glauben, die sie dann in die schöpfung hinein sehen müssen bis eine deutliche erkenntniss diesen glauben bricht. Ich erwähnte ja schon das ein Mensch zwar viel ausagen und bezeugen kann, aber nie außerhalb seiner wahren Aqida sich bewegen kann.
Wir haben in der offenbarung schon die erklärung Allahs das sich das universum rückentwickeln und in sich zusammen fallen wird, genauso wie es einen anfang hatte in dem es dicht zusammen lag, vollkommen gleich was die heutigen physiker von sich