Trauert nicht, Kinder Europas

von Eisvogel um 16:50 am 12. Dezember 2007

[To my English-speaking visitors: A remarkable, melancholic and very poetically put vision of Europeans' future is also available in English. Please click 'weiter' and scroll down'.]

Es ist ein düsterer Nachmittag, es dämmert schon, und ich habe melancholische Musik laufen. Das ist die beste Jahreszeit, der richtige Tag und die richtige Stunde, um einen wunderschönen, traurigen, poetischen Text von Gubbelgobbel zu veröffentlichen, den er bei PI als Kommentar geschrieben hat, und der viel zu schade ist, als dass er dort in der Versenkung verschwindet.

In dem sehr interessanten PI-Artikel ging es um den Ausblick auf die demographische Zukunft Deutschlands und Europas, beschrieben von dem Soziologen Professor Dr. Jost Bauch. Eine Zukunftsvision, die auf klaren Fakten basiert, die erschreckend ist, und die dennoch zu melancholischen Spekulationen anregt. Wir müssen nicht immer nur rational sein, uns nicht immer nur ausschließlich mit dem befassen, was wirklich hundertprozentig abgesichert ist. Zukunftsspekulationen sind naturgemäß unsicher, aber demographische Voraussagen sind üblicherweise sehr genau, weil sie auf Fakten der Gegenwart beruhen, die langfristige Auswirkungen haben.

Sollen wir gehen? Oder sollen wir wenigstens unsere Kinder darauf vorbereiten, zu gehen?

Hier der Kommentar von Gubbelgobbel, den ich mit seiner Einwilligung veröffentliche und für den ich ihm sehr dankbar bin.

Kinder Europas, trauert nicht um Eure Mutter, die Zukunft unserer Völker liegt woanders. In nicht allzu ferner Zukunft werden Kanada, Australien und Neuseeland die einzigen Länder der Welt mit weißer (europäischstämmiger) Bevölkerungsmehrheit sein. Europa mag fallen, aber es gibt Hoffnung. Vielleicht können wir in diesen drei Ländern etwas Neues beginnen, frei von den Dämonen, vor denen wir flohen. Zumindest Neuseeland und Australien mit ihrer rigiden Einwanderungspolitik könnte es gelingen, sich die Moslems vom Leib zu halten.

Ja, es schmerzt, sich auszumalen, wie die Letzten unseres Volkes um ihre Kultur, ihre Werte, ihre Selbstbestimmung, ihr nacktes Überleben kämpfen müssen, verdrängt auf eine einsame Inselgruppe im Südpazifik. Aber haben unsere Vorfahren nicht Schlimmeres erdulden müssen, als sie den Widrigkeiten der Eiszeiten standhielten?

Irgendwie ähneln die Zeiten, in denen wir leben, doch frappierend Tolkiens Sagenwelt - könnte Neuseeland nicht unsere Anfurten sein? Die Elben im “Herr der Ringe”-Epos stellten sich dem Grauen in den Weg, doch sie wussten, dass ihre Zahl schwand und ihr Schicksal besiegelt war. Die Frage ist nur: Wollen wir zu den Anfurten segeln oder um Gondor kämpfen?

Eines Tages, vielleicht in 200 Jahren, werden die Kinder der Asiaten, die dereinst über die Welt herrschen werden, ihren Müttern lauschen, wie sie abends erzählen von den Weißen, die das ferne Land namens Europa, in dem sich nun Chaos und Zerstörung ausbreiten, einst ihr eigen nannten. “Sie waren groß von Statur”, werden sie sagen, “und hatten Haare wie Gold und Augen wie ein tiefer See. Sie konnten wunderschöne Musik komponieren und eindrucksvolle Maschinen bauen. Aber ihr Wohlstand machte sie selbstzufrieden und träge, und sie beschlossen freiwillig, auf das Wertvollste zu verzichten, was sie hatten: Ihre Kinder. Und weil sie nun keine Kinder mehr hatten, da ließen sie in ihrer Verzweiflung die Menschen herein aus dem Ödland. So kam es, dass sie überrannt wurden von den Barbaren, die heute in diesen Landen herrschen, groben Menschen, deren Herzen erfüllt waren von lodernder Wut. Und die Barbaren zerstörten alles, was die Weißen erschaffen hatten, und ließen es verfallen, große, funkelnde Städte und grüne Gärten. - Ja, das ist die traurige Geschichte von den weißen Menschen aus Europa, und wir halten sie in Achtung seit vielen Generationen, auf dass uns ihr Schicksal als Mahnung diene.”

And now in English (if you find grammatical mistakes, please give me a hint, I’ll correct it. ):

Children of Europe don’t cry for your mother, the future of our peoples lies elsewhere. Not too far in the future Canada, Australia and New Zealand will be the only countries on earth with a white majority (people of European stock). Europe may fall, but there is still hope. Perhaps we can start all over again in these countries, freed from the demons, which we fled? At least New Zealand and Australia with their rigid immigration policies could succeed to keep the Muslims out.

Yes, it hurts, to envision how the last of our people will have to fight for their cultures, their values, their self determination, their very surviving, ousts to a lonesome islands group in the South Pacific. But were our forefathers not to suffer worse, when they withstood the adversenesses of the ice ages?

Somehow the times in which we live ressemble remarkably Tolkien’s world of myths - couldn’t New Zealand perhaps be our Gray Havens? The Elves in the ‘Lord of the Rings’ epos opposed the dread, but they knew, that their number was diminishing and their fate was sealed. The question remains: Will we sail to the Grey Havens or fight for Gondor?

Some day, perhaps two hundred years from now, the children of the Asians who will then dominate the world, will listen to their mothers in the evening, when they tell the story of the white people, who once were the owners of the far away lands called Europe, in which chaos and destruction are now spreading. “They were tall” will they say “and they had hair like gold and eyes like like deep lakes. They were able to compose wonderful music and to build formidable machines. But their wealth made them complacent and idle and they decided deliberately to renounce the most precious of their possessions: Their children. And because they stopped having children, in their despair they let in the people from the wastelands. And so it came, that they were overrun by the barbarians who dominate those countries now, crude people with their hearts full of flaming fury. And the barbarians destroyed everything, what they whites had established, and they let all of it decay, large shiny cities and green gardens. - Well, this is the sad narrative of the white peoples of Europe, and we have cherished it for many generations, may it serve us as a warning.”

Abgelegt unter: Allgemein, Gastbeiträge

158 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von Eraser

    12. Dezember 2007 @ 21:31

    Die demographische Entwicklung ist nur ein Faktor der Islamisierung Europas.
    Unter Anbetracht dieses Faktors sieht es zugebenermaßen düster für Europas Zukunft aus.
    Es gibt aber noch viele andere Faktoren, die dazu beitragen oder der Islamisierung entgegenwirken können.
    Der einfachste und wahrscheinlich auch effektivste ist simpler Selbsterhaltungstrieb. Dieser muss nur in ausreichendem Maß angesprochen werden und daraufhin radikal Anwendung finden und schwupps sieht die Zukunft vollkommen anders aus. Das sieht mir aber eher nach Selbstmordgedanken, denn nach Selbsterhaltung aus.

    PS: Entschuldigung. Mir geht das Wetter zwar auch ziemlich auf’s Gemüt aber melancholische Auflösungs-/Aufgabetendenzen dürfen sich nicht durchsetzen.

  • 2

    Kommentar von tape

    12. Dezember 2007 @ 21:36

    Also ich kann da gar nicht folgen und zustimmen.

    Freunde von mir waren vor 3,5 Jahren auf NZ und ihnen sind da schon die vielen Moslems aufgefallen.

    Ein kurzes Googlen nach neuseeland muslime bringt folgende Ergebnisse on top:

    ##In Neuseeland haben muslimische Frauen separate Schwimmbäder gefordert, in denen ihre religiösen Gefühle respektiert werden (wir berichteten). …
    http://www.akte-islam.de/14.html ##

    ##Übrigens, es scheint als ob alle meine Freunde und Verwandten, die Muslime sind, aus Deutschland auswandern, und nach Kanada, England und Neu-Seeland gehen …
    http://www.islamkritiker.com/?p=90 ##

    ##Unsere Zukunft als Muslime im Westen ist im England, und auch in Kanada und Neuseeland. Hier, besonders in England blühen die Muslime und unsere … http://www.islamkritiker.com/?p=94 ##

    ##England, Kanada und Neuseeland sind viel bessere Lände, ein Muslim und auch ein Türke zu sein. (Meiner Meinung nach sind sogar Australien und Amerika auch …
    http://www.taz.de/blogs/istanbulblog/2007/07/26/schlechte-nachrichten-die-demokratie-funktioniert/

    Und bzgl Canada habe ich einige private Eindrücke von Robin Renitent auf seinem blog rebellog.com gelesen und da ist mir schlecht geworden. Scheint ein neosozialistisches Paradies zu sein, in dem man noch nicht mal gescheit essen gehen kann (die story finde ich gerade nicht, dafür diese hier):

    Die Flut - Nachdenken über die kanadische Gesellschaft

    Morgen wollen wir nach Kentucky. Letzter Check der Emails in einer Bücherei in Virginia. Emails aus Halifax, Deutschland mir der Frage wie es uns geht und ob unser Haus unter Wasser steht. Welche Flut? Haus unter Wasser? Vor meinem Auge erscheinen Bilder von Häusern deren Dächer und Schornsteine gerade eben noch aus dem Wasser schauen, TV-Szenen vom Mississippi, der Huang-Ho Katastrophe in China als 900 000 Menschen starben, von der Oderüberschwemmung 1997, den jährlich wiederkehrenden Land-Unter-Berichten in Bangladesh. Also Anruf bei den Nachbarn. Der Couseway stünde unter Wasser, mit unserem Haus sei alles.o.k. Na, fein, also weiter mit der Reise.

    Wieder zurück stelle ich den Nachbarn und Bekannten einige investigative Fragen. Schließlich ist man ja neugierig. Eine Nachbarin hat das lokale Weltblatt für mich aufgehoben. Was also war?

    In unserer Abwesenheit war in unserer Straße Aufregung pur. Die Zufahrtsstraße stand auf etwa 30 m, nach mehrtägigem heftigem Regen, etwas über knietief unter Wasser. Man konnte nicht mehr mit dem Auto die Häuser erreichen und zu Fuß hätte man über das Grundstück eines Nachbarn gehen müssen. Oh my God! Irgendeine Knalltüte rief also Polizei und Feuerwehr und alle Einwohner wurden binnen einer halben Stunde evakuiert. Wir verstehen uns recht. Es war niemand in Gefahr, die Häuser liegen alle sehr hoch, stellenweise 15 m über dem Seepegel, der um etwa 1m gestiegen war. Nicht in einen Keller lief tatsächlich Wasser. Auf der anderen Seite des Sees standen etliche Keller und Häuser unter Wasser, mir ist nicht bekannt, das die Feuerwehr dort angerückt wäre um die Keller leer zu pumpen, auch durften die Leute in ihren Häusern bleiben(!) Die Polizei drohte also die Anwohner in Handschellen aus unserer Straße zu bringen falls sie sich weigern sollten. Kanadier weigern sich natürlich nicht. Landesweit, bis Vancouver war „die Flut“ in den Nachrichten zu sehen und am nächsten Tag konnten etliche Nachbarn ihr Konterfei und klugen Kommentare in der Zeitung bewundern. So weit so schlecht.

    Der übliche Schrei nach Fremdhilfe und Vater Staat, dabei braucht eine Situation dieser Art keine Polizei und Rettungsdienste, sondern einen Anruf bei einer Firma die einige Lastwagen mit Klamotten und Kies schickt und eine Planierraupe. Die kamen dann ja auch, allerdings erst nachdem alle Behörden zunächst involviert waren und alle zuständigen Subalternen ihren verbalen Senf abgesondert hatten. Nach 3 Tagen duften die Eingeborenen wieder zurück. Die Kosten wurden anschließend auf die Anwohner umgelegt. Schade, daß ich verreist war, sonst hätte ich, der ich in zahlreichen Diktaturen war und nie Probleme hatte, zum ersten Mal in meinem Leben Handschellen tragen dürfen. Hätte meine Kinder sicherlich beeindruckt.

    Und so fragt sich jeder, der nicht die Gnade der Geburt in dieser Gegend hatte und dessen Blick nicht von ozeanischer Feuchtigkeit getrübt ist:

    • Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit der Mittel? Klappern in diesem angeblich friedliebenden und repressionsfreien Land die Exekutivorgane immer gleich mit ihren Handschellen? Damit würden sie, gemessen am Anlass, sowohl z.B. die Jaruzelski-Diktatur, und allemal die OMON (schnelle Eingreiftruppe) in Putins Reich übertreffen.

    • Wieso wird nach Vater Staat geschrien, wenn ein Problem autark, durch Nachdenken und Eigeninitiative gelöst werden kann. Denken wäre allerdings ein freiwilliger Akt der Wahl. Der menschliche Verstand arbeitet nicht automatisch, springt nicht an wie ein thermostatregulierter Kühlschrank. Der über Generationen indoktrinierte Wertekanon wird nicht hinterfragt, wird nicht auf Notwendigkeit oder Realitätsnähe abgeklopft. Das etablierte, als Dauerkonsens etablierte Rechtsbewusstsein, hat verlernt sich vorzustellen wie ein anderer, progressiver, den Einzelnen fordernder Kanon des Umgangs in Eigenverantwortung aussehen könnte. Diese natürlich in allen Gesellschaften anzutreffende Zufriedenheit mit Bestehendem, dieses gemachte, staatsgemachte Glück ist nicht das Ergebnis eigenen erfolgreichen Handelns. Es ist das Ergebnis einer an Fremde, an Glücksversprecher delegierten Aufgabenteilung. Ich arbeite und zahle Steuern, Du erstellst das Moral-, Rechts- Funktionsgerüst in dem ich ohne Blessuren leben kann. Also sieh gefälligst zu, daß meine Straße wieder passierbar wird.

    • Ist diese selbstverständliche Inanspruchnahme der öffentlichen Hand, die sich das auch noch zusätzlich bezahlen lässt, nicht die Folge einer Erziehung zu Unselbstständigkeit? Die sozialistisch organisierte Zivilgesellschaft Kanada behütet und reglementiert ihre Bürger ja von der Wiege bis zur Bahre. 16 Seiten Schulregeln, mit Aufzählung aller Konsequenzen und Suspendierungen, ist allemal bequemer umzusetzen als eine Erziehung zu Selbstdisziplin und Eigenverantwortung. Nach meinen Beobachtungen wachsen die Kinder in eine überbehütete, verordnete Unselbstständigkeit und Abhängigkeit, gleichsam dressiert und gestützt im Korsett der Regularien. Von der Haustür bis zur Schultür und zurück nicht eine Minute unbeobachtet. Mensch, mit 7 Jahren bin ich jeden Tag 7 Stationen mit der U-Bahn zur Schule gefahren. Wo also bleibt die Erziehung zur Selbstständigkeit, die Möglichkeit Unabhängigkeit und Verantwortung zu entwickeln. Erziehung zur Konformität ist offensichtlich erklärtes (Staats-) Ziel.

    • Die Sehnsucht nach Rundumversorgung und Sicherheit ist hier Systemimmanent. Dem entmündigten Bürger wird nicht zugetraut das Auto seines Nachbar 3 km bis zur nächsten Werkstatt abzuschleppen- er muss den Towtruck rufen. Er ist auch nicht in der Lage allein eine Baustelle zu passieren, er muss einem stattlich lizenzierten Stopp-und-Go-Schild-Halter vertrauen. Jeder Dorfpolizist läuft hier mit einer schusssicheren Weste herum, in Washington mit der höchsten Crimerate der USA tut er das, beispielsweise, nicht. Und wenn eine Brücke gesperrt wird reichen nicht einige Holzbarrieren und Warnschilder, nein es sind Betonelemente wie im Gazastreifen. Der Staat traut seinem Bürger nicht und er traut ihm eigenständiges Handeln nicht zu. Also regelt er jeden Furz, und die Menschen haben sogar die Fähigkeit verloren sich über diesen Mangel an Vertrauen zu empören.

    Fazit: Unsere Straße ist eine Privatstraße, eine unmittelbare Gefährdung des Einzelnen oder seines Eigentums lag nicht vor. Die Wahlfreiheit, die Hilfe der Exekutive in Anspruch zu nehmen, oder eben nicht, wurde nicht gewährt. Staatliches Handeln wurde von den Einwohnern als die bequemere Lösung empfunden und selbstständigem autonomen Handeln vorgezogen. Wohl denn, dieser Staat hat seine Bürger verdient.

    http://www.rebellog.com/text/liberty/libertar38.htm ##

    Bliebe einzig evtl. noch Australien übrig, aber wie überall auf der Welt, sind die Leute zu blöd wirtschaftlich erfolgreiche Regierungen wiederzuwählen. In Neuseeland ist vor Jahren das Gleiche geschehen.
    Das bankrotte Land, von konservativen Kräften behutsam und nachhaltig! wirtschaftlich wiederaufgebaut, ist jetzt wieder in den Fängen der Sozialistin Helen Clark.
    Könnt ihr schon die Uhr nach stellen, bis die NZ wieder heruntergewirtschaftet hat.

    Grüße
    tape

  • 3

    Kommentar von Eisvogel

    13. Dezember 2007 @ 0:26

    @Eraser: Keine Sorge, melancholische Auflösungs- und Aufgabetendenzen werden sich nicht durchsetzen. Ich sehe den Text auch überhaupt nicht so. Melancholisch ja, aber auch voller Hoffnung. Sagen wir, er sagt aus, dass wir immer noch einen Plan B in der Schublade haben, auch wenn ich eher dazu tendiere, tape zuzustimmen, dass es wahrscheinlich nicht Neuseeland sein wird.

    Man kann nicht wissen, wo es sein wird, aber es wird doch sicher irgendwo sein, oder?

    Überall in Europa und seinen Dependancen denken Leute, woanders ist es besser. Manche meinen auch, dass es in Deutschland besser ist als in den USA, was uns wiederum bizarr vorkommt.

    Was mich aber an dem Text am meisten berührt hat, ist das Selbstbild, das er vermittelt.

    Wir leiden nämlich nicht nur am allbekannten Selbsthass, sondern auch an Selbstüberschätzung. Immer noch denken wir, wir wären die Herren der Welt - natürlich in aller Bescheidenheit, und die Selbstdemütigung die wir vor dem Islam und teilweise auch der Dritten Welt vollführen, hat sehr viel mehr mit Hochmut als mit Demut zu tun.

    Es ist die Selbstdemütigung dessen, der sich sicher ist, dass er überlegen ist und es sich erlauben kann. Dessen, der alles hat und der sich auf diese Tour jetzt noch etwas wie Moral beschaffen will … die er NICHT hat. Gutmenschentum ist blanker Hochmut, viel schlimmerer Hochmut als die Einbildung auf Schönheit, Klugheit, Geld, Auto oder was immer.

    Die Linken, die Grünen, die Gutmenschen, die sich unterwerfen, glauben nicht, dass sie sich unterwerfen, sie glauben, dass sie Gönner sind, die sich aus Edelmut zu den Unterjochten der Welt herablassen.

    Das Selbstbild der Elben gefällt mir, damit kann ich mich besser identifizieren als mit dem, was man aus alter, längst nicht mehr mit der Wirklichkeit übereinstimmender Gewohnheit immer noch tradiert. Kolonialisten und Protofaschisten in der Selbstwahrnehmung, die sich jovial “auf Augenhöhe” begeben - und nicht merken, dass sie die Schmocks des Planeten sind, wie es Fjordman einmal ausdrückte.

    Wir laufen rum und versichern dem Rest der Welt, dass man uns doch nicht fürchten muss. Dabei fürchtet uns kein Mensch, man verachtet uns nur.

    Die Elben sind schön, sie sind wissend, sie sind ein bisschen tragisch, aber sie können durchaus kämpfen.

  • 4

    Kommentar von D. N.Reb

    13. Dezember 2007 @ 11:53

    Stimmt. Ein schöner Text. Allerdings gibt es derzeit weder ein Rohan oder ein Gondor, die kämpfen.

  • 5

    Kommentar von Neo

    13. Dezember 2007 @ 12:06

    @ D. N. Reb

    Das liegt meines Erachtens daran, daß wir uns verhalten wie das Kaninchen im Angesicht der Schlange.
    Wir wissen zwar einerseits, daß der gegenwärtige Zustand zum einen in unsere kulturelle Ausrottung führt und zum anderen mittlerweile unumkehrbar ist, aber andererseits fürchten wir uns davor die Konsequenzen aus dem was wir erkannt haben zu ziehen.

  • 6

    Kommentar von Time

    13. Dezember 2007 @ 12:08

    Hallo D.N.Reb,

    Die Schlacht ist jetzt nicht bei uns, die Schlacht ist jetzt im Irak und in Afghanistan, Rohan und Gondor kämpfen dort für uns…

    Gruß,

    Time

  • 7

    Kommentar von D. N.Reb

    13. Dezember 2007 @ 13:25

    Aber die Orkse sind mitten unter uns. Schon aufgefallen?

  • 8

    Kommentar von Europäer

    13. Dezember 2007 @ 15:23

    #7

    Die “Sarumans” aber auch ;)
    und zwar immer zahlreicher^^

  • 9

    Kommentar von Time

    13. Dezember 2007 @ 16:54

    Hallo D.N.Reb,

    zu den Orks, die in der Tat schon unter uns sind, könnte man, sofern man im Nachwuchsmangel ein grundsätzliches Problem des Westens sieht, eine sehr alte historisch-mythische Parallele sehen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Romulus_und_Remus#Der_Raub_der_Sabinerinnen

    Wichtig wäre in diesem Fall wohl allerdings, dass die Phalanx steht und geschlossen ist, und dass IN IHR keine Orks sind.

    Viele Grüße,

    Time

    PS.: Kennen Sie das japanische Spiel “Go”, das Neo vor kurzem ins Spiel brachte?

  • 10

    Kommentar von Time

    13. Dezember 2007 @ 18:38

    Hallo allerseits,

    im aktuellen Spiegel gibt es einen Erfahrungsbericht von Rohan:

    4. April 2004 - … Sieben Kameraden waren in Nadschaf, als die Angreifer kamen, die ganze Stadt griff an. Haley war am Anfang noch nicht dabei, aber eine spanische Einheit war in der Nähe, sie hätte eingreifen und alles beenden können, doch es gab politischen Streit in Madrid, und die Spanier durften nicht schießen. Sieben Männer wären gestorben, es wäre ein zweites Falludscha geworden, neue Leichen, neue Bilder, darum autorisierte Paul Bremer einen Hilfseinsatz, und in Bagdad standen Haley und die Kumpels zusammen und diskutierten, “wer kommt mit?” Keiner sagte nein.

    Sie trugen beigefarbene Hosen, Stiefel, T-Shirts, Westen und Baseballmützen, die Helme hatte Blackwater nicht pünktlich geliefert. Sie landeten in der Schlacht und kletterten auf das Dach, zwei Tage dauerte der Kampf um Nadschaf.

    48 Stunden verbrachte Haley, … Blackwater-Mann, hinter einem Scharfschützengewehr. Immer neue Angreifer kamen, ohne Schutz, Busse fuhren sie in den Kampf, und dort oben lag Haley, visierte, schoss. “Irgendwann hörte ich auf zu zählen”, sagt Haley…

    Er sagt, dass er derjenige war, der das alles “eine Truthahnjagd” nannte. Aber er sagt auch, wie er es meinte: entsetzt. “Wie konnten die einfach ins Feuer hineinrennen, ohne Schutz zu suchen, immer neue Angreifer rannten in den Tod, ich konnte das nicht fassen”, sagt Haley…

    Wenn sie ausrücken, greifen sie ihre Waffen, ziehen die Schutzwesten an, jeder weiß, wohin er gehört, kennt seinen Platz, Dolmetscher haben sie nicht, brauchen sie nicht, keine Zeit für Worte. Die Aufgabe, die einzige: Erfüllt den Job. Schlaue, vorsichtige Männer arbeiten für die Firma, insgesamt soll Blackwater ungefähr 3000 Mann im Irak haben…

    Gruß,

    Time

  • 11

    Kommentar von Eraser

    13. Dezember 2007 @ 19:35

    “Keine Sorge, melancholische Auflösungs- und Aufgabetendenzen werden sich nicht durchsetzen. Ich sehe den Text auch überhaupt nicht so. Melancholisch ja, aber auch voller Hoffnung. Sagen wir, er sagt aus, dass wir immer noch einen Plan B in der Schublade haben, auch wenn ich eher dazu tendiere, tape zuzustimmen, dass es wahrscheinlich nicht Neuseeland sein wird.
    Man kann nicht wissen, wo es sein wird, aber es wird doch sicher irgendwo sein, oder?”

    Die Existenz von möglichen Rückzugsräumen, nachdem Europa im Chaos versunken ist und das wenigsten Asiaten aus den Fehlern der Europäer lernen, soll Hoffnung wecken?

    Die Interpretation erschließt sich mir nicht im Geringsten. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine Ahnung von Herr der Ringe habe und die Vergleiche nicht verstehe aber das was ich dort verstehe, ist alles andere als Ausdruck von Hoffnung.

    Und was deine Ausführungen zum Denken von Gutmenschen und Co.KG anbelangt: Dem stimme ich fast uneingeschränkt zu. Nur einige Anmerkungen:
    Weltspitze zu sein und andere aufgrund dessen nicht zu unterschätzen, schließt sich nicht gegenseitig aus.
    Ich denke schon, dass wir auf fast allen Gebieten weltspitze sind. Jedenfalls auf allen für mich relevanten Gebieten. Der Punkt ist nur, dass wir den fatalen Fehler begehen, aufgrund des Erreichten davon auszugehen, wir hätten keine Konkurrenz mehr, die uns unsere Führungsposition abjagen oder gefährlich werden kann. Gut, dass China dazu fähig ist uns unsere Führungsposition auf verschiedenen Gebieten abzujagen, das haben mittlerweile alle im Westen erkannt. Aber das es auch gefährliche Konkurrenten gibt, die uns nicht überholen, sondern uns lediglich schwächen und im schlimmsten Fall auf ihren Stand herunterziehen, diese Möglichkeit wird nichteinmal in Betracht gezogen. Es ist nicht so sehr die Stärke des Islam, die uns zu schaffen macht, vielmehr ist es seine Destruktivität, die uns schwächt, uns unsere Freiheit nimmt und uns langfristig ins Chaos stürzt.

    Ich gehe jede Wette ein, dass sich der Großteil der Beschwichtiger, Gutmenschen, Linken, etc diesem arroganten Gönnerdenken hingeben, nicht weil sie glauben, dass sie eh die besseren sind, sondern sie keine Ahnung um die Leistungsfähigkeit des anderen haben. Bspw. spricht alles dafür das die islamische Kultur unwirtschaftlich und fortschrittsfeindlich ist. Das ist aber nur die halbe Wahrheit in Bezug auf den Islam, denn er ist nebendem auch - und vielleicht gerade deswegen - eine der effizientesten politischen Ideologien und Kriegerkulturen.
    Diesen Punkt unterschlagen Gutmenschen und Co.KG in ihrer Arroganz. Sie denken ihre durchaus vorhandene Führungsposition in der Welt wäre vom Islam nicht bedroht.

  • 12

    Kommentar von Transatlantic Conservative

    13. Dezember 2007 @ 21:40

    Time

    “und dort oben lag Haley, visierte, schoss. “Irgendwann hörte ich auf zu zählen”, sagt Haley… Er sagt, dass er derjenige war, der das alles “eine Truthahnjagd” nannte.”

    Kleine technische Anmerkung zu dieser Spiegel-Uebersetzung, die so klingt als habe Haley seine Gegner (menschenverachtend!) mit Truthaehnen verglichen. Ich haette das Original “Turkey Shoot” anders uebersetzt, weil:

    In jedem Ort hier in den US gibt es im Oktober das alljaehrliche Ritual des Turkey Shoot. Das geht so: 20 Leute stehen auf dem Schiessstand (ja, sowas gibt’s in jedem Dorf) in einer Reihe und schiessen ihre Schrotflinten und Rifles ein, bevor die Jagdsaison beginnt. 30 Durchgaenge a 20 Leute sind keine Seltenheit. In jedem Durchgang bekommt der beste Schuetze einen gefrorenen Truthahn (Turkey). Maximal 2 pro Familie. Es ist eine Riesengaudi mit Familienanschluss. Die meisten Kids schiessen dabei zum ersten Mal und die Jagdvereine und Milizen koennen von der Kohle, die dabei reinkommt, das naechstjaehrige Jugendlichenprogramm fuer “Get Hooked on Fishing, Not on Drugs” finanzieren und noch ein paar Tausend Jungfische zum Aussetzen in lokale Gewaesser kaufen.

    Ich wuerde Turkey Shoot also lieber einfach mit Scheibenschiessen uebersetzen. Das klingt nicht so veraechtlich.

    Und jeder der die Truthahnjagd fuer einfach haelt, hat’s definitiv nie versucht. Niemand ist paranoider und gerissener als ein Wild Turkey.

    Tut mir leid. Jetzt hab ich doch dieses Intellektuellenboard glatt mit Folklore zugemuellt.

    :mrgreen:

  • 13

    Kommentar von Eisvogel

    13. Dezember 2007 @ 21:47

    Du darfst das nicht so wörtlich nehmen, Eraser. Das ist eher eine Stimmung. Mir ist aber schon aufgefallen, dass es zweierlei Leute gibt (nein, ich meine jetzt nicht DAS :wink: ), manche lassen sich von tragischen Szenarien motivieren und andere brauchen hoffnungsvolle.

    Es stimmt, wir können durchaus stolz auf unsere Zivilisation sein, aber das ist etwas anderes als der Hochmut, den ich meinte.

    Natürlich wird der Islam unterschätzt. Wie Hugh Fitzgerald schrieb:

    Der Islam ist unsinnig und unfähig und scheitert daran, eine stabile und zivilisierte Gesellschaft aufzubauen, aber er ist eine hocherfolgreiche Kriegerreligion, die darauf spezialisiert ist, andere auszuplündern.

    Wenn man das Ausplündern unterbinden würde, würde er in seinen Höllenlöchern vor sich hinsiechen wie im Großteil der letzten paar Jahrhunderte auch.

    Das wäre ganz einfach gewesen, jetzt ist es wesentlich schwieriger, die Blödheit wieder rückgängig zu machen, zumal ich keinerlei Anzeichen sehe, dass das geplant ist.

  • 14

    Kommentar von Feuervogel

    13. Dezember 2007 @ 22:06

    Nun ist es schon wahr, daß “gubbelgobbel” gut schreiben kann, aber das, was er hier schreibt, finde ich gar nicht gut!
    Man schaue sich mal die Bildebene an, die er hier einführt und Parallelen zieht. Ist das bei genauerem Hinsehen denn nicht zum :kotz: ?
    Ticke ich noch richtig?

    Hier wird die Lust am Untergang zelebriert, um eine möglichst “verschworene” und “geheime” Gemeinschaft zu bilden. Dabei glaube ich nicht mal, daß ihr euch da selbst so recht im Klaren darüber seid!

    Fände ich sehr schade, wenn du, Eisvogel, hier noch weiter abdriften solltest. Komm mal wieder zurück aus der Bildebene! Wir kämpfen hier nicht gegen Orks, sondern gegen eine Mentalität, die das Abscheuliche nicht sehen will bzw. es sogar schön findet. Das ist die Mentalität der Linken von heute und die muß auf dem Müllplatz der Geschichte landen, zumindest weitestgehend.

    Und wenn wir das geschafft haben, was ist dann mit den Moslems?

    Ach die, die werden den Rechtsstaat sehr schnell lieben lernen, wenn man sie mit alternativen Daseinsformen (beispielsweise im Gefängnis oder auch in der Türkei) konfrontiert.

    Komm mal runter von diesem Fatalismus, von diesem lustvollen Ausmalen des eigenen Untergangs, you’re on a wrong track here, sorry!

  • 15

    Kommentar von Bokito

    13. Dezember 2007 @ 22:16

    das optimistischste Zukunftsszenario in Europa, das ich mir vorstellen kann, wären Verhältnisse wie in Südafrika.
    Heisst: alle kulturfähigen Menschen (Einheimische und fähige Einwanderer) sitzen weiterhin an den Schaltern der politischen und wirtschaftlichen Macht.
    Alle Anhänger destruktiver Mittelalterkulte können sich in Ghettos gegenseitig abschlachten.
    Keine schöne Zukunftsvision, aber vorstellbar und machbar, wenn es noch ein kleines bischen Selbsterhaltungstrieb unter uns gibt.

    Nebenbei bemerkt steuert die islamische Welt mit Volldampf auf einen grossen Krieg zu. Dieser CIA Bericht über die angebliche Einstellung des Iranischen Atomprogramms ist möglicherweise nur ein “Kopf-in-den-Sandstecken”, denn der Konflikt über die Vorherrschaft unter den jetzigen islamischen Staaten wird irgendwann unter den mächtigsten Ländern ausgekämpft werden. Das könnte uns vielleicht demographisch etwas entlasten, wenn sich die überzähligen Söhne erstmal gegenseitig bekriegen.

    Hoffen wir nur, dass sich Israel in dieser Hölle irgendwie behaupten kann.

  • 16

    Kommentar von Bokito

    13. Dezember 2007 @ 22:20

    “Niemals geht man so ganz… ” sagte schon Trude Herr :-)

  • 17

    Kommentar von Time

    14. Dezember 2007 @ 2:07

    @TC/12

    Hallo TC,

    ich finde Ihre Ausführungen zum “Turkey”- Detail hochinteressant. Ich glaube auch, wir könnten hier alle durchaus mehr von diesen “folkloristischen” Nachrichten von drüben gebrauchen…

    Ich versuche mal, mich mit einem Link zu einer konservativen Dylan-Seite zu revanchieren:

    http://rightwingbob.com/

    Hier ein interessantes Interview von dieser Seite mit Robert Spencer über dessen Beziehung zu Bob:

    http://rightwingbob.com/weblog/archives/1241

    Ich und sicher auch der American “Wild Turkey” danken Ihnen für die Ehrenrettung des letzteren. Was Ihnen aber, verzeihen Sie TC, nicht gelingt, ist mE, den Vorfall in Nadschaf weniger menschenverachtend zu machen - und das ist eindeutig NICHT Haleys Schuld oder die seiner Kameraden (geschweige denn Ihre). Darum geht es ja grade, dass sich die allertiefste Menschenverachtung der Mohammedanisten von Nadschaf darin zeigt, dass sie sich selbst wie TONTAUBEN vor die Gewehre unserer Jungs werfen. Eine Schande, sowas mit dem Wild Turkey zu vergleichen.

    Diese Massen kalkulieren nicht etwaige Ziele, etwaige Kosten, etwaige Strategien und Taktiken im LEBEN. Sie kalkulieren schon, sehr genau wenn auch sehr einfach, mehr noch, sie VERKAUFEN eine Ware (ihr Leben) für einen festen Preis (das “Paradies”). Der Preis ist überkonkret und keineswegs metaphorisch-abstrakt: Da sind die 72 Jungfrauen, die übrigens mE NICHT im Koran vorkommen, sondern lediglich in einem Hadith bzw. einem Kommentar (Musa: “… er wird 72 Frauen haben”, Ibn Kathir (gst. 1373): “70 Mädchen sind eigens erschaffene und zwei sind menschliche Mädchen.”), da sind golddurchwirkte Ruhekissen, Früchte, Geflügelfleisch und da ist Wein, der nicht betrunken macht (letzteres übrigens ein eindeutiger BEWEIS dafür, dass Allah ALLES kann und also der Größte ist - fym).

    Vor Wien, wohin sie nur wegen der Uneinigkeit zwischen Österreich und Ungarn vordringen konnten, wurden sie 1529 zum ersten Mal bei einem Verhältnis von 24.000 (wir) zu 86.000 Soldaten (sie) geschlagen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Türkenbelagerung ). 1683 stand es ca. 80.000 zu 120.000 Soldaten, wiederum hatten sie es wieder überhaupt nur bis dahin geschafft, weil die Europäer untereinander total zerstritten waren. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_III._Sobieski und http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Wiener_Türkenbelagerung ).

    Diese Massen scheinen endlos wie die der Orks (Eraser und Feuervogel: der Roman ist ein Multiseller, den viele kennen, und seine Bilder sind - leider - zT sehr stimmig), aber ehrlich gesagt, Eraser, eine effiziente Kriegerkultur sieht für mich anders aus. Da kann man sich (aber bitte nicht an Charles weitersagen, TC) glaub ich eher ein Beispiel an Deutschem Heer oder Deutscher Wehrmacht nehmen. Gebe Gott, dass sich unsere Bundeswehr nicht in dieser Art beweisen müssen wird…

    So, ich hoffe, jetzt kann ich ruhig schlafen…

    … FREUNDLICHE Grüße von Time

  • 18

    Kommentar von Manfred

    14. Dezember 2007 @ 2:40

    Ich bin Tapes Verknüpfung zu islamkritiker.com gefolgt und möchte den einen Kommentar von einem “Tariq” doch etwas ausführlicher zitieren:

    “Wie ich sagte– es gibt keine Zukunft für Islam und unsere islamische Kultur hier auf dem europäischen Festland. Keine!
    Jetzt arbeite ich hauptsächlich in England, und dort ist die Zukunft für Islam sehr glänzend. Im England sind die jungen Muslime und ihre Gemeinschäfte sehr stark und dynamisch, haben wir sogar Shari´a Banken– England ist das Zentrum des Islams im Westen.
    Aber in Ländern wzb Frankreich, Belgien, den Niederländern, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Portugal und Spanien, sind die jungen Muslime lustlos und verwirrt. Sie verstehen ihre eigene Religion und ihr Erbe gar nicht, sie nehmen in unseren Festen nicht teil– sie sind verloren.

    In Deutschland gibt´s nicht so viel Feindschaft gegen die Muslime, aber die Struktur der Gesellschaft in Deutschland und Österreich ist zwar katastrophisch gegen Islam– wenn wir hier in Deutschland bleiben, dann stirbt Islam in zwei Generationen. In den Ländern wzB Frankreich, Belgien und den Niederländern, gibt´s ja reine Feindschaft gegen Islam!
    Unsere Zukunft als Muslime im Westen ist im England, und auch in Kanada und Neuseeland. Hier, besonders in England blühen die Muslime und unsere Gesellschaft.
    Alle von uns– alle Millionen jetzt in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederländern, Spanien, Portugal, Italien und anderen Ländern des europäischen Festlands– sollen sofort aus diesen Ländern auswandern, und nach England gehen und wohnen, und auch nach Kanada und Neuseeland (und vielleicht auch nach Australien und den Vereinigten Staaten, wo wir auch viele starke Gemeinschäfte haben) gehen.

    Ich sage es noch wieder– England is jetzt der beste Ort der ganze Welt, ein Muslim zu sein. Europäische Muslime sollen nach England einwandern.”

    Da geht’s einem doch gleich viel besser! :D

  • 19

    Kommentar von tape

    14. Dezember 2007 @ 3:07

    @ Manfred :smile: lol

    ##… und nach England gehen und wohnen, und auch nach Kanada und Neuseeland (und vielleicht auch nach Australien und den Vereinigten Staaten…)##

    Aber vorsichtig, ihr Muslime. Dort warten dann schon gubbelgobbel, Eisvogel und andere Islamophobe auf euch.

    :grin: Kleiner Spaß.

    Grüße
    tape

  • 20

    Kommentar von gubbelgobbel

    14. Dezember 2007 @ 8:18

    @Feuervogel:

    Es liegt mir fern, einer “Lust am Untergang” zu frönen - wirklich. Allerdings glaube ich schon, dass es ein paar Parallelen zwischen Tolkiens (bekanntlich der europäischen Mythologie entliehenen) Sagenwelt und unserer Situation gibt.

    Was mir am “Herrn der Ringe” gefällt und was meiner Ansicht nach vielen Menschen heutzutage, nicht nur, aber besonders unseren Politikern, fehlt, ist der Blick mit Abstand auf das “große Ganze”. Die Geschichte der Deutschen reicht mindestens zweitausend Jahre zurück in die Vergangenheit, diejenige der Indogermanen, von denen die heutigen Weißen abstammen, sogar viele zigtausend Jahre. Völkerwanderungen hat es immer gegeben, aber es waren bis in die Neuzeit niemals ethnische Differenzen dieses Ausmaßes vorhanden.

    Es fehlt völlig dieses Bewusstsein dafür, dass da etwas im Zeitraffer mit unserer Gesellschaft geschieht, was sich in vergangenen Zeiten allenfalls über lange Zeiträume und in deutlich begrenzterem Ausmaß abgespielt hat. Wenn wir etwas demütiger sind und die Position eines Geschichtenerzählers einnehmen, der die Entwicklung unserer Zivilisation über die Jahrtausende beschreibt, dann bemerken wir, wie verdammt unwichtig eigentlich ein paar Jahre Wirtschaftswunder waren gegenüber der schicksalhaften, unser Land auf Jahrhunderte prägenden Entscheidung, zu dessen Gelingen Türken zu importieren. Wir sehen, dass - allen neuzeitlichen Vorstellungen einer aufgeklärten, liberalen “Weltgemeinschaft” zum Trotz, denen doch nur ein paar intellektuelle Europäer anhängen - auch unsere Geschichte eine Geschichte von Krieg und Frieden ist, von Dominanz und Unterordnung, Freiheit und Sklaverei.

    Unsere Politiker sehen das alles nicht mehr. Sie glauben, dass im 21. Jahrhundert Politik von Leuten in feinen Anzügen auf internationalen Konferenzen gemacht wird und nicht von zornigen jungen Männern mit langen Schwertern und Bärten. Sie glauben, dass ethnisches Zusammengehörigkeitsgefühl ein Relikt aus dunklen Zeiten sei, das es zu überwinden gelte. Und wenn es etwas gibt, was sie an der Zuwanderung beunruhigt, dann ist das die unzureichende Wirtschaftsleistung der Migranten, nicht die Tatsache, dass sie unsere Gesellschaft zerfasern und von innen heraus angreifen. Dabei existiert Europa als Zuwanderungsgesellschaft erst wenige Jahrzehnte, in dem aktuellen Ausmaß gar nur wenige Jahre. Woher nehmen sie diese unglaubliche Arroganz, unserem Kontinent, der über die Jahrhunderte mit unserem Gesellschaftsmodell bestens funktioniert und die meisten der glanzvollsten Leistungen der Menschheit hervorgebracht hat, binnen kürzester Zeit ihr Alternativmodell der multiethnischen Gesellschaft überzustülpen?

    Wer an dieser Stelle einwendet: “In den USA klappt’s doch auch”, der sollte sich genauer ansehen, welchen Weg die amerikanische Gesellschaft in den letzten zweihundert Jahren nahm. Der “melting pot” entpuppt sich bei näherem Hinsehen als durch und durch europäisch denkende Gemeinschaft, und auch in den USA verlief die Integration selbst den Alteingesessenen kulturell so nahestehender Gruppen wie der Iren alles andere als problemlos, wenngleich letztlich erfolgreich. Die USA waren und sind eine “weiße Gesellschaft”. Massenzuwanderung völlig fremder Kulturen erfuhren die USA bisher nur aus Asien und erst in jüngster Zeit aus Mittelamerika. Bei ersterer mussten sich die Asiaten bislang viel stärker an die weißen Amerikaner anpassen als umgekehrt, was ihnen aufgrund ihrer bewunderswerten Anpassungsfähigkeit auch weitgehend gelang. Mit letzterer Gruppe werden den USA noch größere Konflikte ins Haus stehen - die Frontlinie verläuft hier zwar nicht entlang der Religion, wohl aber entlang der Sprache und der Ethnie.

    Um den Bogen zurückzuschlagen: Aus historischer Perspektive ist das, was im Augenblick in Europa geschieht, anders zu bewerten als aus der Sicht eines Politikers im Tagesgeschäft.

    Natürlich sehen uns die Asiaten momentan nicht als Speerspitze der Zivilisation (in dieser Rolle sehen sie selbstverständlich sich selbst), sondern eher als bisweilen lustige, etwas laute, wenig zurückhaltende Langnasen, die auf einigen Gebieten Vorsprünge erreichen konnten, die es einzuholen gilt. Aber wie stellte sich das dar aus der Distanz von mehreren hundert Jahren, wenn die Weißen tatsächlich an den Rand der Ausrottung gedrängt worden sein sollten und mehr Mythos denn Realität wären? Wie denkt man heute über Indianer und wie sah das damit aus, als sie noch eine echte Bedrohung darstellten?

    Ich finde die Vorstellung einfach interessant, unsere Gesellschaft aus einer Perspektive zu betrachten, die nicht den Filter des Banalen über all das legt, was uns heute alltäglich erscheint. Unsere Traditionen, auch die “trivialen”, sind nicht so schlecht, wie sie gerne gemacht werden. Unserer Kultur wohnt etwas inne, das einzigartig, schön und erhaltenswert ist. Und das gilt nicht nur für Popper, Kant und Einstein, sondern auch für Weihnachtsfeiern, Brötchen und Gartenzwerge.

    Ich habe neulich auf YouTube dieses Video gefunden:
    http://www.youtube.com/watch?v=JsmGJdLYyYI

    Natürlich ist das belanglos, es ist Werbung für Delta und eigentlich nicht der Rede wert. Aber mir gefällt es trotzdem. Es spricht mich emotional an, ohne dass ich präzisieren könnte, warum. Es sind solche Traditionen wie Weihnachten, die unsere Gesellschaft verbinden.

    Und jetzt nochmal zurück zum “Herrn der Ringe”: Natürlich ist das stark schwarz-weiß überzeichnete Fiktion, und man sollte es mit den Analogien nicht übertreiben. Aber differenzieren wir uns nicht manchmal zu Tode? Wir bekommen von kleinauf eingehämmert, alles objektiv-kritisch zu betrachten, der eigenen Kultur skeptisch gegenüberzustehen, in böswilligen Menschen immer das Positive zu suchen. Deutschlands Intellektuelle zerreißen sich noch und nöcher ihr Maul über Herrn Bushs Gut-Böse-Rhetorik.

    Doch gibt es etwa nichts Böses mehr in dieser Welt? Warum kann etwa ein türkischer Junge, der im Alter von 17 Jahren über 40 Menschen die Nase gebrochen hat, nicht als böse bezeichnet werden, sondern allenfalls als “psychisch therapierbedürftig”, “Opfer der Gesellschaft”, “Intensivtäter” oder sonstwas? Verdammt nochmal, es wird Zeit, dass wir etwas mehr schwarzweiß sehen! Wir sind die Guten - wir sind gütiger als es jemals zuvor Menschen in der Geschichte je waren, wahrscheinlich gütiger, als gut für uns ist. Und wenn ich an gewisse Kulturbereicherer denke, die die ihnen entgegengebrachte Güte schamlos zu ihrem Vorteil gegen uns ausnutzen, dann weiß ich sehr genau, wer der Elb und wer der Ork ist.

    Wir sind nicht in allen Belangen wie die Elben - wenn wir es wären, hätten wir dieses Problem nicht, denn die Elben in Tolkiens Epos sind trotz ihrer Anmut und Bildung alles andere als wehrlos. Und zugegebenermaßen dürften sich selbst die Schlimmsten unter unseren Kulturbereicherern mit dem Verspeisen von Menschenfleisch in der Regel zurückhalten. Aber vieles andere passt doch haargenau: Der Rahmen, in dem von dem Bösen eine Bedrohung für einen ganzen Kontinent ausgeht, dem sich die eigentlich friedliebenden Bewohner dieses Kontinents schließlich nur noch durch Krieg oder Flucht entziehen können. Der mörderische Blutkult unserer Gegner, der mal mehr, mal weniger zum Vorschein tritt, aber für alle Zeiten in ihrem “Buch des Propheten” schriftlich fixiert ist.

    In diesem Sinne möchte ich meinen Vergleich auch nicht - jedenfalls nicht ausschließlich - als melancholischen Abgesang auf unsere Zivilisation, sondern vielmehr als Kampfansage verstanden wissen. Mögen sie uns auch verdrängen von unserem angestammten Land und uns verstreuen über die Welt, wir werden nicht ruhen, bis wieder Europa in den Händen seiner rechtmäßigen Besitzer ist und in altem Glanz wiederaufsteht, so wie Israel wiederauferstanden ist aus Wüstensand. Dass es dazu kommen muss, ist natürlich nicht ausgemacht.

    Warum ich gerade Kanada, Neuseeland und Australien erwähne (und nicht z.B. die USA) und wo ich diese Länder im Vergleich zu den anderen Äußerungen hier in diesem Forum sehe, verdient eine ausführliche Erläuterung, die ich, so mir dazu Zeit bleibt, noch nachliefern werde.

  • 21

    Kommentar von Eisvogel

    14. Dezember 2007 @ 11:07

    Das ist sehr gut erklärt, gubbelgobbel.

    Ich verstehe die Bedenken ehrlichgesagt überhaupt nicht. Es ist menschlich, “Sagen” zu erzählen, sich Gedanken über die Zukunft zu machen - das wurde von jeher getan. Die Welt ist voll von Prophezeihungen - ernst gemeinte, teilweise sogar wahre, aber auch solche, die bewusst nur spekulieren.

    Und es ist auch absolut wichtig, das Gesamtbild zu sehen. Sehr viele Islamkritiker sehen nur die Bäume, aber nicht den Wald. Und das wird auch massiv gefördert - es ist nicht zu leugnen, dass ein Bedürfnis nach Kritik am Islam und der Masseneinwanderung im Volk besteht, häufig ist es nur ein diffuses Gefühl, weil die Leute gut ideologisch gehirngewaschen sind, aber dennoch spüren, dass große Veränderungen vorgehen.

    An allem wird rumgenörgelt, aber die Ursache des Problems - die Masseneinwanderung - wird als etwas vollkommen Selbstverständliches behandelt. Kritik bezieht sich immer nur darauf, wie die Menschen damit umgehen. Und während Leute wie Claudia Roth glauben, die bösen Nazideutschen wären schuld, dass es nicht funktioniert, glauben Leute wie Seyran Ates die bösen Claudia Roths wären schuld daran, und die ganz politisch Inkorrekten meinen, die Moslems wären selber schuld daran.

    Überhaupt niemand ist schuld daran außer denen, die es angestoßen haben. Es kann nicht gut gehen, es war niemals möglich.

    Dieses Zukunftsszenario ist natürlich eine Spekulation, aber sie ist in meinen Augen keine negative. Es gibt sehr viel negativere. Sie beinhaltet zumindest etwas, was gar nicht mehr selbstverständlich ist: Unsere Existenz. Nein, ich glaube nicht, dass wir alle ermordet werden, aber es ist nicht auszuschließen, dass wir verschwinden werden wie die Byzantiner verschwunden sind (deren Gene leben wohl auch noch in Türken oder Griechen fort).

    Wir wissen alle, wo die Nachkommen der schwarzen Sklaven sind, die nach Amerika gebracht wurden. Man sieht sie noch. Aber wo sind die Nachkommen der europäischen Sklaven, die in ungefähr gleicher Zahl von Berberpiraten geraubt wurden? Auch ihre Gene leben noch, aber sie sind weg. Alles ist weg, wenn der Islam richtig kommt. Alle Kultur, die vorher da war, verblasst.

    Kennst Du “Die Nebel von Avalon”, gubbelgobbel (oder auch andere)? Ich weiß, es wird als so genanntes “Frauen”buch gehandelt, aber ich kann eigentlich nicht erkennen, warum es für Männer uninteressant sein sollte, nur weil es überwiegend in der Ich-Form einer Frau geschrieben ist. Auch es erzählt sehr poetisch und mit Fantasy-Elementen vom Verblassen einer Kultur.

    Das ist so oft geschehen. Warum ist es so schrecklich und so verboten, dass man sich mit der Vorstellung befasst, es könnte uns geschehen?

    Niemals hatte eine Kultur bessere Voraussetzugen, zu verblassen und zu verschwinden als die unsere. Ja, vielleicht kann man es wirklich noch aufhalten, aber man kann es sicher nicht, wenn man denkt, dass das leicht ist oder gar die “default”-Einstellung.

    Ihr könnt doch nicht ernsthaft glauben, dass unsere Länder so bleiben, wie sie sind? Die Islamisierung ist ein Fakt. Das ist nicht mehr rückgängig zu machen. Aber es können Inseln bleiben - meiner Ansicht nach sogar mit einiger Wahrscheinlichkeit auch in Europa. Vielleicht Nord- und Mittelosteuropa?

    Die Demographie ist eine recht exakte Wissenschaft. Der erdrückende und erstickende Charakter des Islam ist gut dokumentiert. Die EU fördert es vorsätzlich.

    Und wer das Fliehen für eine Illusion hält - warum fliehen die Serben aus dem Kosovo? Warum sind keine Griechen mehr in der Türkei? Warum war Bethlehem noch unter israelischer Besatzung überwiegend christlich und warum bilden heute die Christen eine Minderheit? Pakistan leert sich von Christen und Hindus, während Moslems in Indien zunehmen?

    Wie kann man darauf kommen, dass wir etwas Besseres sind als all diese Leute? Dass es uns gelingt, die Moslems zu “integrieren”, in dem Sinne, dass sie sich uns anpassen?

    Auch wir fliehen bereits - noch nicht in Massen aus dem Land, aber aus großen Mehrfamilienhäusern, Stadtvierteln und bald auch aus Städten aufs Land.

  • 22

    Kommentar von Thatcher

    14. Dezember 2007 @ 13:04

    @ Manfred

    Ich kenne diesen “Tariq” zwar nicht, aber stellen wir uns einmal vor, dass seine Identität mit der des Individuums übereinstimmt, das auf Acht-der-Schwerter als “Muslim” postet.

    Wäre der von Dir zitierte Kommentar dann wirklich ein Grund zur Freude?

    Wenn “Tariq” etwas von der Art ist, was in der Presse “Islamist” oder “islamistischer Fundamentalist” genannt wird, dann dürfte sich seine Definition davon, was “Islam” oder ein “Muslim” ist, sehr stark von unserer unterscheiden. Meistens sehen sich diese Leute als die einzig wahren Vertreter des Islam, und all die Hunderttausenden, die wir Ungläubigen, ihrer Selbsteinschätzung folgend, Muslime nennen, sind für sie gar keine, sondern Abgefallene, die man zu “kuffar” erklären und folglich auch töten darf.

    Wenn “Tariq” sagt, dass “der Islam” (seiner Vorstellung) auf dem Kontinent keine Zukunft hat, dann bedeutet das keine Entlastung für den Kontinent. Die vielen ungebildeten, islamisch kulturierten, aber nicht besonders eifrigen Muslime werden nicht gehen. Sie werden auch nicht weniger werden, sondern mehr, und sie werden uns mehr Geld kosten, und sie werden sich umso weniger uns anpassen, je mehr es werden. Nur “Muslime” gemäß “Tariq”s Definition werden sie nicht sein.

    Man kann den Kommentar auch dahingehend verstehen, dass er sich bereits jetzt Gedanken macht, sich England als Kriegsbasis des “wahren Islam” auszumalen, von wo er die Abgefallenen vom Kontinent mit Takfir und - wie wir Ungläubigen es nennen würden - innerislamischem Terror überziehen will. Im Irak findet derzeit genau dasselbe statt. Aus der Innenperspektive “wahrer Muslime” ist das das Gleiche wie der Djihad gegen die Ungläubigen. Wir Europäer dürften in solchen Betrachtungen nur als lästige Begleiterscheinung vorkommen, gegen die man sich zur Not immer einig sein wird.

    Das wäre eine ziemlich düstere Perspektive für Europa.

    Ich sehe zwar keine direkten Hinweise, die für so eine Deutung sprechen würden, aber man darf wohl bezweifeln, dass sich Millionen von europäischen Muslimen nach England oder Neuseeland oder Kanada aufmachen werden, wenn das ein “Tariq” aus England sinvoll findet. Sein Namenscousin Ramadan dürfte da schon mehr Einfluss haben - als Europa-Chef der Muslimbruderschaft koordiniert er das Vorgehen fast sämtlicher islamischer Verbände.

    In Deutschland wird die DITIB immer stärker das Kommando über die islamischen Minderheiten übernehmen, und wenn man sieht, wie sehr ihnen bereits die konservativen Europäer in den Hintern kriechen, dann muss man wohl schwarz sehen für unser Land. Wenn ich wetten müsste, würde ich darauf setzen, dass in 20 Jahren immer noch die Konsensparteien und -politiker hier an der Macht sind, die den Verbänden nicht nur nicht entgegentreten, sondern sie nach Kräften fördern. Vielleicht wird der Bundeskanzler ein türkischstämmiges SPD-Mitglied sein, dank 50/50-Parität der Deutschen und geschlossener Stimmabgabe der deutsch-türkischen Minderheit. Und in den muslimischen Enklaven wird die Shari’a gelten. Dank der EU wird es der islamkritischen Opposition weder möglich sein, sich zu formieren, noch sich im Internet auszutauschen, wie wir das heute machen. Die Auswanderung Qualifizierter wird noch stärker ansteigen, und der Herrgott möge denen gnaden, die um 2025 als Alte und Pflegebedürftige noch hier leben müssen.

    Wie ich schon einmal schrieb, von Deinem Optimismus möchte ich nur ein Prozent abhaben.

  • 23

    Kommentar von Eisvogel

    14. Dezember 2007 @ 14:34

    Interessante Sichtweise, Thatcher, das leuchtet sehr ein.

    In der Tat hat sich auch unser Kommentator “Muslim” sehr pessimistisch gezeigt, dass in Deutschland oder Europa ein echtes Dar-al-Islam, wie es ihm vorschwebt, entstehen könnte. Und ganz sicher ist das auch richtig, dass das in seiner vollen Ausprägung nirgends existiert, nicht einmal in Saudi-Arabien.

    Was er offenbar nicht versteht, ist, dass die Leute, die er für keine richtigen Moslems hält (und die’s - wenn man es genau nimmt - auch nicht sind) unser Problem sind. Er sieht nirgends eine Islamisierung Europas in seinem Sinn - die sehe ich auch eher nicht. Aber das, was wir fürchten und Islamisierung nennen, ist die Vorherrschaft dieser “Kuffar-Pseudomoslems”, die’s hier millionenweise gibt. Leute, die so reizende Höllenlöcher wie Gaza schaffen. Und das ist schlimm genug.

    Möglicherweise sieht dieser Tariq tatsächlich in England mehr echte Moslems als bei uns. Das macht aber keinen Unterschied.

    Was wirklich ein schlimmes Zukunftsszenario wäre, wäre wenn die Konvertierung einsetzt. Noch sind das überwiegend dumme Hühner, die in einen glutäugigen Ali verknallt sind, oder Durchgeknallte wie Ayatollah Hübsch.

    Aber Gudrun Eussner, die die Situation in Frankreich und Spanien beobachet, schreibt, dass in Spanien ca. 6.000 spanische Konvertiten ca. 600.000 gebürtige Moslems fest in der Hand haben und führen.

    Es gibt Mentalitätsunterschiede. Und Europäer sind ernsthafter als Orientalen. Wenn z.B. wir - die wir hier schreiben - zum Islam konvertieren würden, wir würden nicht auf der Straße rumstehen und sagen “Isch fick disch, Alder” und von einem 3er BMW träumen und Cannabis verticken, wir würden unseren Koran auswendiglernen und die Hadithen studieren, und uns ernsthaft daran machen, Allahs Gebote zu erfüllen und sie kompetent durchzusetzen. Wir würden nicht 27 Minuten am Tag im Dienste des Dar al-Islam arbeiten (wie al-Qaradhawi es in Arabien beklagt), wir würden das 8 Stunden am Tag tun.

    Kürzlich hab’ ich mit meinem Sohn darüber geredet, als wir unterwegs waren. Er hat gelacht, weil wir zufällig grade an einer dieser Wettstuben vorbeikamen, die voll von Männern waren, die vom Aussehen sehr wahrscheinlich gebürtige Moslems waren. Keiner, der mitteleuropäisch aussah.

    “Damit wär’s dann auch vorbei” meinte er. “This is against Muslim law! Das würden wir denen aber ganz schnell einstreichen, wenn wir Moslems wären.” Wenn’s überhaupt eine Chance gibt, das nahezu perfekte Dar al-Islam zu schaffen, dann in Europa oder auch in Nordostasien, die Japaner würden das auch korrekt machen, vermutlich noch korrekter als wir - aber dieses Gebiet ist nicht unterwandert.

    Für das wahrscheinlichste halte ich aber eine totalitäre Mischung aus Sozialismus, political Correctness und Islam.

  • 24

    Kommentar von Muslim

    14. Dezember 2007 @ 23:07

    Ihr könntet auch mal die für euch sicherlich zutiefst erschreckende Frage stellen:

    “was ist wenn der Islam wahr ist”.

    Was ist falls ihr das schlechte/unwahre/falsche seit
    und der Islam das gute/wahre/richtige.

    das ist eine frage die stellt sich anscheind hier keiner. was ist wenn ihr dem unwahren, dem falschen anhängt und ganz und gar nicht die guten seit ?
    wer urteil eigentlich darüber, außer gubbel samt dem festmachen an für ihn sympathische figuren aus märchen ?

    in dem text lese ich eine betonung auf “weiß”, “Blond”, ist es wirklich das was die befürchtungen anfeuert, das ein “weiß” und “Blond” sein zukünftig erlöschen könnte ?

  • 25

    Kommentar von D. N. Reb

    14. Dezember 2007 @ 23:42

    Die Befürchtung ist eher, dass das, was derzeit westliche Zivilisation bedeutet, erloschen sein wird. Und dass das, was in Europa in dieser Zeit geschaffen wurde, an Kunst, Kultur und Wissen, verloren geht. So verloren geht, wie es nach dem Untergang Griechenlands und Roms verlorengegangen ist und wo Wissenschaftler heute vor den Fragmenten dieser Zeit stehen und sich fragen, wie es möglich war, dass so etwas geschaffen wurde. Denn mit dem Schaffen wird es dann wohl vorbei sein. Und Muslime ganz stolz darauf waren, Reste heidnischen chirugischen Wissens assimiliert zu haben, was ihnen einen Vorteil gegenüber den europäischen Chirugen brachte. Allerdings war es damit nach einigen hundert Jahren vorbei. Da war das assimilierte Wissen überholt.

    “Kennst Du “Die Nebel von Avalon”….Ich, ich, ich :) Sehr traurig, der einzige Trost, dass die alte Göttin jetzt als christliche Maria weiterlebt

  • 26

    Kommentar von Eisvogel

    14. Dezember 2007 @ 23:53

    Nein, Muslim, “weiß” und “blond” ist prinzipiell komplett unwichtig. Es wird nur dadurch zum Thema - und muss das langsam auch werden - weil es schon seit einigen Jahrzehnten als minderwertig propagiert wird. Es ist nicht höherwertig, aber es ist auch keine Schande. Wir aber kämpfen mit der Gehirnwäsche, dass es eine Schande ist, und es geht um nichts weiter als das zu beenden. Nicht um “rassische” Überlegenheit, sondern um eine Beendigung der indoktrinierten rassischen Minderwertigkeit.

    Ich habe dunkelbraune Haare von Natur, aber grüne Augen und ein Gesicht,das keinen Zweifel daran lässt, dass ich Mitteleuropäerin bin. Ich habe mir die Haare lange schwarz gefärbt und dunkles Make-up und Selbstbräuner benutzt, um “exotisch” und “reizvoll” und bloß nicht typisch deutsch auszusehen. Das war krank. Und ich bin nicht die einzige, das ganze Theater, dass man sich nackig oder halbnackig in die brütende Sonnne legt (was ungesund und unangenehm und nicht zuletzt sterbenslangweilig ist), nur um die europäische Blässe zu überwinden, kennen so viele Frauen (und vermutlich auch Männer) und leiden darunter, wenn sie zu “nordisch” sind, dass das klappt.

    Arabische Frauen interessieren mich genauso wenig wie Frauen aus anderen Gegenden der Welt, aber ich habe durchaus Augen im Kopf und kann sehen, dass es sehr schöne arabische Männer gibt. Aber unsere Männer sind auch schön. Und unsere Blondinen sind nicht blöder als dunkelhaarige Frauen.

    Ja, inzwischen fände ich es schade, wenn das sehr seltene und rezessive (leicht verschwindende) Gen sehr hellhäutiger, grün- oder blauäugiger Menschen mit hellem Haar verschwinden würde. Es kann leicht passieren, weil das rezessive Gene sind.

    Aus welchem Teil der islamischen Welt Du auch immer kommst, Du solltest in den Spiegel sehen und vielleicht finden, dass Du Merkmale hast, die auf eine geraubte Sklavin von Englands oder Islands Küsten unter Deinen Vorfahrinnen hindeuten. Es waren mehr als eine Million. Und es sind Eure Mütter, wenn auch vielleicht nicht Eure Väter, weil Ihr die Männer kastriert habt.

  • 27

    Kommentar von Eisvogel

    15. Dezember 2007 @ 0:10

    “was ist wenn der Islam wahr ist”.

    Dann gehen wir in die Hölle. Einen Ort, wo keine Moslems sind. Solche Orte kenne ich aus meiner Kindheit, sie waren schön. Das Risiko nehme ich in Kauf.

  • 28

    Kommentar von time

    15. Dezember 2007 @ 0:56

    Hallo,

    der Islam ist so wahr wie der Fliegenschiß auf meiner Lampe. Zweifellos vorhanden, zweiffelllos existent, zweiffellos handlungsbedürftig. Nicht mehr. Gesandt von Gott als Aufforderung: Erhebe Dich MENSCH, erhebe DICH, MEIN FREUND, und säubere JETZT die LAMPE! Der Unrat, poetisch: Mohammedanismus, wissenschaftlich: ein Haufen Fliegen-S++ei++e, muss JETZT von der Lampe entfernt werden!

    See you soon,

    at warside,

    TIME (the Christian)

  • 29

    Kommentar von Eisvogel

    15. Dezember 2007 @ 1:18

    “Kennst Du “Die Nebel von Avalon”….Ich, ich, ich :)

    Du bist wunderbar, D.N.Reb :smile:

    Und ich bleibe dabei: Du bist der deutsche Wladimir Bukowsky.

    Ich hätte es mir eigentlich denken können, dass Du es kennst und verstehst, wie Du auch StarTrek kennst und verstehst. Und diesen wunderschönen Text von gubbelgobbel.

    Ich übersetze zur Zeit ein Stück “Fiction” das noch viel “schlimmer” und PC-nonkonformer ist als das hier. Spätestens zu Weihnachten ist es online.

  • 30

    Kommentar von Thatcher

    15. Dezember 2007 @ 1:47

    Wenn der Islam wahr ist, besteht der Mond - entgegen den Erkenntnissen der Raumfahrt - wohl doch aus holländischem Gouda.

    Der Islam beinhaltet bekanntlich widersprüchliche Aussagen. Einerseits werden die Tora und das Evangelium bestätigt, andererseits ihre zentralen Aussagen (etwa Gottessohnschaft und Sühnetod Jesu) strikt verworfen. Einerseits ist der Genuss von Wein verboten, andererseits wird der Djihadist mit der Aussicht, Wein im Jenseits trinken zu dürfen, zum Krieg angeschärft. Einerseits ist der Koran eine poetische Botschaft zur Menschlichkeit (in den mekkanischen Suren), andererseits eine unverhohlene Aufforderung zu totalem Kampf und Entmenschlichung (in den medinensischen Suren). Ohne Grund mussten die Islamgelehrten das Prinzip der Abrogation ersterer Suren durch letztere bestimmt nicht einführen.

    In der Philosophie, besonders der mathematischen Logik, ist es ein weithin akzeptiertes Prinzip: EX FALSO QUODLIBET. Man kann alles begründen mit einem widersprüchlichen System von Grundaussagen. Daher ist der Islam als logisches System wertlos. Ich käme gleichzeitig in den Himmel und in die Hölle. Ich bin sowohl der größte Gottesleugner als auch der weiseste Mensch der Welt. Allah ist sowohl der größte Scheißhaufen des Universums als auch der Dreck unter meinem Finger.

    Dass der Islam moralisch völlig verkommen ist und die Menschen eben nicht befähigt, das Beste im Menschen hervorzubringen und wirksam werden zu lassen, können die Menschen, die geistig noch nicht völlig verlöscht sind, täglich in den Nachrichten erkennen. Zu einer WIRKLICHEN Religion gehört nun einmal die Verurteilung dessen, was Menschen zu brutalen und herzlosen Monstern werden läßt, die sich gegenseitig wegen Macht, Reichtum und Frauen umlegen. Dass der Islam in diesem Sinne wertvolle Menschen hervorbringt, ist nirgends zu erkennen, und hat natürlich seine Gründe in der allgegenwärtigen islamischen Sozialisation und Kulturation. Halt im Leben und ein Fundament können einem auch der Nationalsozialismus, der Kommunismus oder der Glaube an kleine grüne Männchen geben, das kann nicht alles sein.

    Die Frage danach, was wäre, wenn der Islam “wahr” ist, ist genauso kindisch wie die, ob die Welt verschwunden ist, wenn ich die Augen zumache und sie nicht mehr sehe. Es klingt wie der letzte Versuch eines verzweifelten Kindes, das sein weniges argumentatives Pulver verschossen hat, mit dem Füßchen aufstampft und schreit: “Aber ich MUSS Recht haben!” In solchen Situationen KANN ein Kind etwas fürs Leben lernen, nämlich dass Mami und Papi, Lehrer und Priester NICHT immer Recht haben, egal mit wieviel Pathos sie daherreden.

    Ob unser “Muslim” wohl noch so lernfähig wie ein Kind ist?

  • 31

    Kommentar von Time

    15. Dezember 2007 @ 1:49

    “Sie sind NETT” - Sorry, but NO Sir, they are just doing their job!

  • 32

    Kommentar von Eisvogel

    15. Dezember 2007 @ 1:57

    “Sie sind NETT” - Sorry, but NO Sir, they are just doing their job!

    Ja, Time, das ist korrekt und das ist auch viel wichtiger. Aber ich kenne sie ein bisschen näher und ich finde nunmal wirklich, dass sie NETT sind.

  • 33

    Kommentar von Time

    15. Dezember 2007 @ 2:06

    Hallo Eisvogel,

    sie sind evtl auch nett, aber es besteht jedenfalls kein Zweifel daran, dass sie auch ihre Pflicht erfüllen, ok?

    BIS MORGEN,

    Time

  • 34

    Kommentar von Eisvogel

    15. Dezember 2007 @ 2:24

    Sie haben vollkommen Recht, Time. Die Argumentation, dass jemand “nett” ist, ist weder rational noch irgendwie überzeugend. Ja, sie tun ihren Job, bzw. eigentlich eher das, was eigentlich der Job anderer hochbezahlter Leute wäre.

    Bis morgen.
    Schlafen Sie gut

  • 35

    Kommentar von Time

    15. Dezember 2007 @ 2:32

    A late-night-poem featuring TIME,
    and THIS MONSTER sang:

    “We hang him at a pole

    and shot him full of holes

    and let him there to rot

    on that slip-knot:

    Amadineshad”

    …, jeah,…. just a poem,
    just a little bit strange foreign culture…

    TIME

  • 36

    Kommentar von D. N. Reb

    15. Dezember 2007 @ 8:03

    “Wenn der Islam wahr ist, besteht der Mond - entgegen den Erkenntnissen der Raumfahrt - wohl doch aus holländischem Gouda.”

    Das würde Wallace und Gromit zweifellos sehr, sehr glücklich machen.

    http://de.youtube.com/watch?v=vPc0sE6V9Z0

  • 37

    Kommentar von Helmut Zott

    15. Dezember 2007 @ 9:19

    @ Kommentar (27) von Eisvogel 15. Dezember 2007 @ 0:10
    “Dann gehen wir in die Hölle. Einen Ort, wo keine Moslems sind.”

    %%%%%%%%

    Jenseits

    Ein Mensch tut einen letzten Huster,
    dann kratzt er ab und es wird duster.
    Bald wacht er auf im Himmelreich,
    vor einem Engel zart und bleich,
    der ihm erklärt, was für die Toten
    zu achten ist und was verboten:
    wer raucht und säuft im Himmel oben
    wird in die Hölle abgeschoben,
    und wer zu wenig jubiliert,
    dem wird das Manna reduziert.
    Der neue Geist winkt ab sogleich
    und fährt hinab ins Höllenreich,
    wo man gerade das vermeidet,
    was ihm die Seligkeit verleidet.
    Er trifft auf viele Geistverwandte
    und solche, die er früher kannte:
    auf Huren und auf Staatenlenker,
    auf Päpste und auf kleine Henker.
    Fast alle Großen der Geschichte
    sind hier versammelt zum Gerichte,
    auch Mohammed der Mordgeselle
    ist selbstverständlich hier zur Stelle.
    Man kann am Rost bei Päpsten sitzen
    oder im Sud mit Weibern schwitzen,
    selbst rauchen mit den Kardinälen
    - je nach Bedarf - man kann ja wählen.
    Der Teufel selbst lädt freundlich ein:
    hier ist man Mensch und darf es sein.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%

  • 38

    Kommentar von Eisvogel

    15. Dezember 2007 @ 12:21

    Das Gedicht ist großartig, Helmut Zott :lol:

    @Muslim: Ich habe mir nochmal Gedanken über Deine Frage gemacht. Ernsthaft diesmal. Ich möchte versuchen, es Dir so zu erklären: Ich will Dir nicht unterstellen, dass Du vermutest, das Christentum könnte wahr sein, aber immerhin suchst Du nach Beweisen, warum es nicht wahr ist. Das machen wir umgekehrt mit dem Islam nie.

    Du machst das aber auch nicht mit der alten Aztekenreligion oder mit Zeus und seiner olympischen Sippschaft oder mit irgendwelchen animistischen Afrikanern, die Bäume anbeten. Du fahndest nicht nach Beweisen, warum diese Religionen nicht wahr sind. Das ist einfach so.

    Wir auch nicht. Wir machen das aber genausowenig mit dem Islam. Die meisten machen sich wohl schon gelegentlich Gedanken, was wahr sein könnte: Christentum, Judentum, Atheismus, vielleicht irgendein vergeistigter Deismus … die Aztekenreligion und der Islam sind nicht dabei.

    Dass der Islam wahr sein könnte, ist für uns nicht vorstellbar.

  • 39

    Kommentar von Time

    15. Dezember 2007 @ 17:00

    Hallo Eisvogel, hallo allerseits,

    in der heutigen FAZ schreibt Necla Kelek ( http://www.faz.net/s/Rub4521147CD87A4D9390DA8578416FA2EC/Doc~EAC62BF6E610D47E98790BF227E8EB577~ATpl~Ecommon~Sspezial.html ):

    “Ich war achtzehn Jahre alt, also volljährig und im letzten Ausbildungsjahr zur technischen Zeichnerin, als ich auf dem Nachhauseweg von der Arbeit allen Mut zusammennahm, um - was ich lange beschlossen hatte - eine Bratwurst zu essen. Bratwürste aßen nur die gavur, die Ungläubigen, denn sie bestehen meist aus Schweinefleisch - und Schweinefleisch ist haram, verboten. Ich bestellte also die Wurst und erwartete, dass mit dem ersten Biss sich entweder die Erde auftat und mich verschlang oder ich vom Blitz erschlagen wurde. Die Wurst war nicht besonders lecker, aber das Entscheidende war, dass - nichts geschah.”

    Wenn Sie, Eisvogel, schreiben “Dass der Islam wahr sein könnte, ist für uns nicht vorstellbar”, so treffen Sie damit mE den Nagel auf den Kopf. Denn Religiösität oder Glauben, auch die Theologie natürlich haben sich in unserer Zivilisation, so scheint es zumindest mir, im Wechselspiel mit dem fulminanten Fortschritt in allen Wissenschaften, aber auch in Bezug auf Sozialtechniken usw. ebenfalls in einer Weise weiterentwickelt, die ausserhalb unserer Zivilisation vielleicht noch in Ostasien nachvollziehbar ist, ansonsten aber eher nicht.

    Unsere kleine Monotheismusmaschine ist dabei christlichen Fundamentalisten mE so unähnlich nicht. Als gemeinsame Schnittmenge sehe ich die Vorstellung von “Gott” als einer Person, männlich natürlich, und in allem genauso wie der, der an sie glaubt, nur ungleich mächtiger. Viel erschütternder als die Grausamkeit des Klorans, die man ja auch bei de Sade oder zB “American Psycho” wiederfinden kann, ist für mich die extreme NIEDRIGKEIT des Klorans. Es gibt ja viele innermohammedanistische Hinweise (in Hadithen usw), dass eben dies auch schon zur Entstehungszeit der Ideologie genauso empfunden wurde (und natürlich mit dem Tod bestraft wurde). Ich habe vor Jahren mal Hitlers “Mein Kampf” gelesen. Auch dieses Buch trieft vor egomanischer, miefiger Spießigkeit; wenn Arschloch Hitler zB darüber berichtet, dass er einen Wettbewerb zwecks Findung des Parteiemblems (Swastika) ausgelobt habe, und von tausenden Entwürfen aus dem ganzen Reich doch seiner der allerbeste gewesen sei, und wenn er schreibt: “… auch die Standarte habe ICH SELBST entworfen”.

    Diese religiöse Einstellung des gesamten Mohammedanismus (Mystiker evtl ausgenommen, auch evtl Bahai, evtl Amadija, weiß ich nicht) ist den von Ihnen, Eisvogel erwähnten animistischen Vorstellungen afrikanischer Jägerkulturen viel näher, als unserer demütigen, transzendent-philosophischen Einstellung. Der Animist opfert Gott, und bekommt dafür Regen. Der Animist ist eine Bratwurst und wird dafür bestraft. Der Animist opfert sein Leben und kriegt dafür Sexsklavinnen. Das sind klare Verhältnisse wie in der gewalttätigen, patriarchalischen Familie. Wir dagegen fragen uns eher “Geht Gott über das Universum hinaus?” oder einfach “Was würde Jesus dazu sagen?” Wir suchen und versuchen. Für den Animisten ist alles klar. Und wenn der Zauber mal nicht klappt, dann lag es an der Wolke, die sich grad vor den Mond geschoben hatte. An derartigen Ausreden haben Schamane oder Grufti natürlich keinen Mangel. Während der Schamane aber wenigstens noch (so wie vormals die evangelischen Pastoren) der Intellektuelle der Horde war, ist der Mullah nur noch Parasit, der Affe auf dem Rücken. Das liest sich in der heutigen FAZ so: “Sadr will Ajatollah werden - Schiiten-Prediger nimmt ISLAM-STUDIEN im Irak wieder auf”. Ich lach mich schlapp, der 33-jährige Sadr terrorisiert seit Jahren mit seiner mehrere 10.000 Killer starken Gangsterbande das irakische Volk, die Amerikaner und besonders gern auch die, nicht lachen, die Badr-Miliz. Ist doch klar, dass ihn der aufgehäufte Leichenberg allmählich als Führer dieser scheußlichen Ideologie prädestiniert. Man geht insgeheim davon aus, dass er die Nachfolge von Sistani antreten wird. Den praktischen Teil des Studiums hat er schon bestanden, jetzt nur noch ein paar Kloranspülungen…

    Mit freundlichen Grüßen an SIE alle,

    Time

  • 40

    Kommentar von Muslim

    15. Dezember 2007 @ 21:50

    Als gemeinsame Schnittmenge sehe ich die Vorstellung von “Gott” als einer Person, männlich natürlich, und in allem genauso wie der, der an sie glaubt, nur ungleich mächtiger.

    al-ilah (gott) bedeutet: “etwas das angebetet wird”.
    und Allah bedeutet: “der alleinig in wahrheit anbetungswürdige” und das ist der Schöpfer allen seins, unabhängig von allem von dem alles abhängt und der mit nichts aus dem erschaffenen vergleichbar ist,….

    Allah ist Allah,
    weder erschaffen, noch männlich, weiblich, vater, sohn, mutter, tochter,..
    Allah ist Allah
    Allah ist auch keine “Person” so wie wir personen verstehen, weshalb wir aber Allah personal betrachten, dh. ihn anrufen, auch begriffe wie “er”, “ihn”, benutzen usw hat mit Beziehung zu tun die wir als menschen nur personal führen können.
    wer auch immer aussagt man glaube nicht an einen personalen gott, hat damit nur kundt getan keine beziehung zu gott zu haben, denn beziehung die vorallem in der sprachlichen anrede ihre form findet geht nur personal.
    Wer Allah vielleicht für so eine esoterische energie hällt die man vielleicht im labor einfangen und messen kann wie ein laborhase. Vielleicht Über Allah glauben will der riechen, schmecken, fühlen, hören, sehen, denken, glauben,… erschuff das Allah nichts von uns weiß, desinteressiert ist, usw. hat nur sich selbst aufgedeckt, das man nichts über Allah weiß und desinteressiert ist.
    Menschen haben beziehung zu ihrem hund, zu ihrem auto und selbst zu pflanzen und wen sie das machen und mit ihnen sprechen (der höchste ausdruck einer beziehung)dann geht das nur personal.

    Allah ist Allah, weder männlich, noch weiblich,
    wer Allah nicht als person sehen will hat damit nichts über Allah ausgesagt, nur über sich slbst
    nämlich das man keinerlei beziehung zu Allah hat.
    Wer Allah als person sieht hat auch nichts über Allah ausgesagt, aber über sich selbst nämlich
    das man nähe und beziehung zu Allah aufgenommen hat.

  • 41

    Kommentar von ohneland

    15. Dezember 2007 @ 21:52

    So, wie sich die Menschen ihren Gott vorstellen, so sind sie.

  • 42

    Kommentar von Muslim

    15. Dezember 2007 @ 22:16

    @ohneland

    alles was menschen sich vorstellen können ist nicht Allah.

    wir glauben aber an offenbarung, das heißt mitteilungen von Allah an Menschen durch eingebungen, durch engel an auserwählte menschen, den propheten… und wir Muslime sagen deshalb über Allah nur das aus was Allah über sich selbst aussagt mit dem immer im kopf habenden wissen das Allah unbeschreiblich, erhaben über jedes Menschen wort und mit nichts aus der schöpfung zu vergleichen ist. Wenn Allah über sich aussagt er sei Barmherzig oder sehend, hörend, lebend, dann hat das nichts mit unserer barmherzigkeit, sehen, hören, leben zu tun, sondern es ist seine unbeschreibliche barmherzigkeit, sein mit nichts aus der schöpfung zu vergleichenden sehen, hören, leben die alleine seiner Größe entspricht und seiner Pracht gebührt

  • 43

    Kommentar von Ratio

    15. Dezember 2007 @ 23:04

    @ Eisvogel

    Merkwürdig, daß einer begnadeten Autorin, meist sogar scharfsinnigen Denkerin und wohl auch brauchbaren Politikerin letztlich nichts weiter als religiös inspirierte Apokalypsen und Endzeitszenarien einfallen, jede Menge Wehleidigkeit, Fatalismus, Defätismus, Masochismus, lustvolles Selbstmitleid…

    Eisvogel könnte fast eine Jeanne d’Arc unserer Zeit sein. -

    Ist die Heulsuse aber nicht.

    Ich frage mich, was Eisvogel wohl macht, wenn sie mal persönlich angegriffen oder in ihre Wohnung eingebrochen wird? Ich wünsche ihr das natürlich nicht. Nur ein Gedankenexperiment.

    Was macht sie dann? :roll:
    Flennen? Wegrennen? Apokalypse now schreien?
    Wie gegenüber der Muselinvasion?

    Oder doch besser die Polizei (und damit Gewalt, jajaja!!) mobilisieren? :lol:

    Vielleicht sollte Vögelchen nicht so viel in blöden Romanen schmökern, sondern mal was Gescheites lesen. Wie wäre es für den Anfang hiermit:

    Krieg der Religionen. Politik, Glaube und Terror im Zeichen der Apokalypse.
    http://www.trimondi.de/K.d.R/K.d.R-Front.htm

  • 44

    Kommentar von Eisvogel

    15. Dezember 2007 @ 23:17

    @Ratio: Wenn ich persönlich angegriffen werde, habe ich die Möglichkeit, die Polizei zu rufen.

    In diesem Fall habe ich nicht die Möglichkeit und die Macht, das Analoge zur Polizei zu rufen. Deshalb zeige ich auf, was geschieht, wenn es diejenigen, die die Möglichkeit dazu haben, nicht tun. Bzw. in dem Fall hier hat das gubbelgobbel getan, und zwar in einer sehr schönen und eindrucksvollen Sprache.

  • 45

    Kommentar von Ratio

    15. Dezember 2007 @ 23:39

    @Eisvogel: Ach so, Du wirst nicht persönlich angegriffen?

    Weswegen regst Du Dich dann eigentlich auf?

    Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort. ;-)

    Nur zur Info:
    auch für den M-Export ist nach gegenwärtiger Rechtslage die Polizei zuständig. BW und BGS brauchen wir dazu noch nicht.

  • 46

    Kommentar von ohneland

    16. Dezember 2007 @ 0:07

    Das ist Muslim doch hoch anzurechnen, dass er hier die Frage nach der Wahrheit stellt und damit eine kleine Diskussion auslöst, denn für den schlechthin modernen Menschen sind Religion und Wahrheit inkompatibel. Religion, da gibt es Werte, Gefühle, usw., aber Wahrheit? Und doch haben alle Zeiten und Kulturen der Geschichte – mit Ausnahme der westlichen Aufklärung – die Frage der Wahrheit primär mit der Religion beantwortet. Auch die griechische Kultur war eine religiöse Kultur. Zur Frage der Beantwortung des Wahrheitsgehaltes der Religionen, muss man sich doch ein wenig mit dem Verhältnis der Religionen u