Warum wir gegen ein unabhängiges Kosovo eintreten sollten

von Eisvogel um 15:37 am 1. Januar 2008

Original vom 4. Dezember 2007: Why We Should Oppose an Independent Kosovo

Hans Rustad ist der Betreiber von Document.no, dem größten unabhängigen Blog meines Landes. In einem kürzlich dort veröffentlichten Artikel werde ich kritisiert, und ich habe die Kritik bereits zum Teil beantwortet. Allerdings hat Herr Rustad auch behauptet, dass ich einer revisionistischen Sicht auf die Balkankriege der 90er Jahre anhänge, die “genauso sachlich falsch, unmoralisch und politisch gefährlich ist wie der Holocaustrevisionismus von David Irving.” Ich halte diese Behauptung für zu unerhört, um sie einfach zu ignorieren, und deshalb habe ich mich entschlossen, eine Gegendarstellung auf englisch zu schreiben.

Ich habe wiederholt ausgeführt, dass ich der Ansicht bin, dass die Balkankriege weit komplexer waren, als wir vom politischen Establishment glauben gemacht werden, und ich fürchte, dass wir aus ideologischer Verblendung heraus einige höchst gefährliche islamische Kräfte unterstützt haben. Ich respektiere Herrn Rustad dafür, dass er die Voreingenommenheit der MSM gegenüber Israel aufzeigt, und ich finde es traurig, erkennen zu müssen, dass er eine vergleichbare Voreingenommenheit gegenüber den Serben unkritisch akzeptiert. Mein Punkt ist der, dass man die jüngere Geschichte des Balkans nicht verstehen kann, ohne die vergangenen siebenhundert Jahre islamischer Unterdrückung zu berücksichtigen.

Sir Jadunath Sarkar, der herausragende Historiker des Indiens der Mogulenzeit, äußerte sich folgendermaßen über die Dhimmitude, das demütigende Apartheidsystem, das Nichtmoslems unter islamischer Herrschaft auferlegt ist:

“Die Konversion der gesamten Bevölkerung zum Islam und die Auslöschung jeglicher Form von Widerspruch ist das Ideal des islamischen Staates. Wenn die Existenz von Ungläubigen in der Gemeinschaft geduldet wird, dann als notwendiges Übel und auch nur für eine Übergangszeit. (…) Ein Nichtmoslem kann daher kein Staatsbürger sein; er ist Mitglied einer unterdrückten Klasse; sein Status ist eine modifizierte Form von Sklaverei. Er lebt unter einem Vertrag (Dhimma) mit dem Staat. (…) Kurz gesagt, seine Weiterexistenz im Staat nach der Eroberung seines Landes durch Moslems hängt daran, dass seine Person und sein Eigentum der Sache des Islam dienstbar gemacht werden.”

Diese “modifizierte Form von Sklaverei” wird heute häufig als Inbegriff der “Toleranz” bezeichnet. Wenn die Halb-Sklaven gegen dieses System rebellieren und gleiche Rechte und Selbstbestimmung einfordern, wird der Djihad wieder aufgenommen. Das geschah den christlichen Untertanen des Osmanischen Reiches, die mit Massakern niedergehalten wurden, die im Völkermord türkischer und kurdischer Moslems an den Armeniern im 20. Jahrhundert gipfelten. Dasselbe Muster wird heute gegen den Staat Israel angewandt. Israelis werden nicht angegriffen, weil sie Juden sind, sondern weil sie nicht demütig die Waffen niederlegen und den Status der Knechtschaft akzeptieren, der ihnen nach islamischem Recht zukommt. Sie sind ungehorsame Dhimmis genau wie die Armenier es auch waren.

Nach Dr. Andrew G. Bostom, dem Herausgeber des hervorragenden Buches The Legacy of Jihad: Islamic Holy War and the Fate of Non-Muslims, räumte sogar der turkophile Autor des 19. Jahrhunderts, Ubicini in einer bewegenden Beschreibung die drückende Last der Dhimmitude ein:

“Die Geschichte versklavter Völker ist überall dieselbe, oder besser ausgedrückt: sie haben keine Geschichte. Die Jahre und Jahrhunderte verstreichen, ohne eine Änderung ihrer Lage mit sich zu bringen. Generationen kommen und gehen still. Man möchte meinen, sie haben Angst davor, ihre Herren zu wecken, die neben ihnen im Schlaf liegen. Wenn man sie sich jedoch ganauer betrachtet, erkennt man, dass diese Reglosigkeit nur oberflächlicher Natur ist. Eine stille und dauerhafte Erbitterung hält sie in den Klauen. Das Leben hat sich vollkommen ins Herz zurückgezogen. Sie gleichen jenen Flüssen, die unter der Erde verschwunden sind; wenn man sein Ohr auf den Boden legt, kann man das gedämpfte Rauschen ihrer Wasser hören; und dann erscheinen sie einige Meilen entfernt intakt wieder an der Erdoberfläche. So ist auch der Zustand der christlichen Bevölkerungen der Türkei unter der osmanischen Herrschaft.”

Bostom fragt:

“Warum wurde das äußerst brutale Janitscharen-System, das von Mitte bis Ende des 14. Jahrhunderst bis ins frühe 18. Jahrhundert hinein geschätzte 500.000 bis zu einer Million nicht-moslemische männliche Jugendliche (vorwiegend Christen vom Balkan) versklavte und zum Islam zwangskonvertierte, reductio ad absurdum als gutartige Form gesellschaftlichen Fortschritts angesehen, auf das ‘dafür nicht in Frage kommende’ osmanische Moslemfamilien voller Neid blickten?”

Der Autor Vacalopoulos beschreibt, wie die vom Djiahd aufgezwungene Dhimmitude der osmanischen Herrschaft eine entscheidende Motivation für die Griechische Revolution darstellte:

“Die Revolution von 1821 war mehr als nur die letzte große Phase des griechischen Widerstands gegen die osmanische Herrschaft; es war ein unaufhörlicher unerklärter Krieg, der bereits in den ersten Jahren der Knechtschaft begonnen hatte. Die Brutalität eines autokratischen Regimes, das von ökonomischer Ausplünderung, intellektuellem Verfall und kultureller Rückentwicklung geprägt war, forderte selbstverständlich Widerstand heraus. Einschränkungen aller Art, unrechtmäßige Besteuerung, Zwangsarbeit, Verfolgungen, Gewalt, Verhaftungen, Tod, Verschleppung von Mädchen und Knaben in türkische Harems sowie zahllose Akte der Willkür und sexueller Ausschweifung - all das war zusammen mit harmloseren Exzessen eine ständige Herausforderung an den Überlebensinstinkt und verstieß gegen jeglichen Sinn für menschlichen Anstand. Die Griechen nahmen all die Beleidungen und Demütigungen bitter übel, und ihr Leid und ihre Frustration trieb sie in die Arme der Rebellion. Die Aussage einer der Beis von Arta war nicht übertrieben, als er versuchte, die wilde Grausamkeit des Kampfes zu erklären: ‘Wir haben den Rayas [Dhimmis], d.h. unseren christlichen Untertanen, Unrecht getan und sowohl ihren Wohlstand als auch ihre Ehre zerstört; sie verzweifelten und griffen zu den Waffen. Das ist nur der Anfang und es wird schließlich zur Zerstörung unseres Reiches führen.’”

Der Gelehrte Reuben Levy schrieb: “In Konstantinopel [Istanbul] wurde der Verkauf von Sklavinnen, sowohl Negerinnen als auch Tscherkessinnen, [als Haremssklavinnen und/oder Konkubinen] offen bis …1908 praktiziert.”

1809 nach der Schlacht von Cegar Hill, wurden auf Anordnung des türkischen Paschas Hurshid an der Straße nach Konstantinopel die Schädel getöteter serbischer Soldaten zu einem Turm aufgehäuft. Drei Meter hoch wurde der Turm aus 952 Schädeln als Warnung an die Serben erbaut, ihre islamischen Herren nicht herauszufordern.

Vergleichbare Djihadmassaker wurden gegen die Griechen, die Bulgaren und andere Nichtmoslems begangen, die während des 19. Jahrhunderts so langsam begannen, sich gegen das Osmanische Reich aufzulehnen. Professor Vahakn Dadrian und andere haben den Djihad klar als ausschlaggebenden Faktor bei dem Völkermord an den Armeniern im frühen 20. Jahrhundert ausgewiesen. Efraim Karsh, der Autor des Buches Islamic Imperialism: A History führt aus:

“Die Osmanen stürzten sich als Reaktion auf die nationalistischen Bestrebungen ihrer europäischen Untertanen in einen Blutrausch. Der griechische Unabhängigkeitskrieg der 1820er Jahre, die Aufstände an der Donau von 1848 und der begleitende Krimkrieg, die Balkanexplosion der 1870er Jahre, der griechisch-osmanische Krieg von 1897 - all das waren schmerzliche Mahnungen daran, was der Preis dafür ist, der islamischen Herrschaft Widerstand entgegenzubringen.”

In seinem Buch Onward Muslim Soldiers zitiert Robert Spencer aus einen Brief aus Bosnien, der 1860 vom amtierenden britischen Konsul in Sarajewo, James Zohrab, geschrieben wurde:

“Der Hass der Christen gegenüber den bosniakischen Muselmanen ist erbittert. Während nahezu 300 Jahren waren sie großer Unterdrückung und Grausamkeit ausgesetzt. Es gab kein anderes Recht für sie als die Launenhaftigkeit ihrer Herren … Die Unterdrückung kann heute nicht mehr ganz so offen wie früher stattfinden, aber man sollte nicht annehmen, dass nur weil die Regierungsbeamten im allgemeinen nicht wie Unterdrücker wirken, die Christen gut behandelt würden oder geschützt wären.”

Die Autorin Ruth King schreibt:

“Während der Bombardierungen Serbiens zugunsten moslemischer Albaner im Jahr 1999 rief der saudische Prinz Khaled Bin Sultan, der während des ersten Golfkriegs Kommandant der allierten saudischen Truppen war, die USA auf, dasselbe gegen Israel zugunsten der Palästinenser zu tun. Die djihadistischen Bemühungen, die Juden in Palästina auszulöschen, sind das Spiegelbild des islamischen Ziels, das Kosovo in ein ‘islamisches Großalbanien’ einzugliedern, aus dem die christlichen Serben vertrieben werden. Als Serbien im 12. Jahrhundert von der byzantinischen Herrschaft unabhängig wurde, gehörten die serbischen ökonomischen, kulturellen, sozialen und religiösen Einrichtungen mit zu den fortschrittlichsten Europas. Serbien fungierte als Brücke zwischen der griechisch-byzantinischen Zivilisation und der erwachenden westlichen Renaissance. Das Zentrum der serbisch-orthodoxen Kirche war das Kosovo, wo Kirchen, Klöster und klösterliche Gemeinschaften aufgebaut wurden. Eine Art Volkszählung aus dem Jahr 1330, - die ‘Decani-Charta’ - beinhaltet eine detaillierte Auflistung der gezählten Dörfer und Haushalte, von denen nur zwei Prozent albanisch waren. Die Osmanen fielen 1389 in Serbien ein, festigten ihre Herrschaft bis 1459 und stürzten damit große Teile der Balkanhalbinsel und des angrenzenden Südosteuropas in ein vom Koran beherrschtes dunkles Zeitalter.”

Im frühen 20. Jahrhundert stellten serbische Christen rund zwei Drittel der Bevölkerung des Kosovo. Nach dem 2. Weltkrieg erlaubte der kommunistische Diktator Tito Serben, die während des Krieges [aus dem Kosovo] geflohen waren, nicht, in ihre Häuser zurückzukehren, und hielt auch die Grenzkontrollen nicht aufrecht, als Tausende von Albanern in das Kosovo strömten.

Ruth King führt weiter aus:

“Anfänglich berichteten die Medien fair über die Situation im Kosovo. Die New York Times schrieb zum Beispiel im Juli 1982: ‘Serben waren Schikanen durch Albaner ausgesetzt und haben ihre Koffer gepackt und die Region verlassen. Die albanischen Nationalisten haben einen Zwei-Punkte-Plan: Zunächst etwas zu etablieren, was sie eine ethnisch reine albanische Rebublik nennen und diese danach mit Albanien zu Großalbanien zu verschmelzen. Rund 57.000 Serben haben das Kosovo im vergangenen Jahrzehnt verlassen.’ Fünf Jahre später im Jahr 1987 berichtete die New York Times immer noch über die Verfolgung der Serben im Kosovo. ‘Slawisch-orthodoxe Kirchen wurden attackiert, Brunnen vergiftet und Getreidefelder niedergebrannt, slawische Jungen wurden niedergestochen. Junge Albaner wurden ermutigt, serbische Mädchen zu vergewaltigen… Offizielle in Belgrad sehen die ethnisch-albanische Herausforderung als etwas, das die Grundfesten des multikulturellen Experiments mit dem Namen Jugoslawien erschüttern könnte…. Ethnische Albaner kontrollieren bereits jeden Lebensbereich in der autonomen Provinz Kosovo, einschließlich Polizei, Justizsystem, Beamtenapparat, Schulen und Fabriken.’

Diese Situation war es, die zum Aufstieg des serbisch-nationalistischen Slobodan Milosevic führte. Doch anstatt über den voranschreitenden Djiahd zu berichten, um etwas Klarheit in die Situation zu bringen, begaben sich die westlichen Medien nach Ruth King

“in einen Taumel von Schuldzuweisungen gegen die Serben, ziemlich genau so wie sie es gegenüber Israel mit vergleichbaren Tatsachenverdrehungen taten. Die Medien stellten die bewaffneten, gewalttätigen und djihadistischen albanischen Moslems als ‘unbewaffnete Zivilisten’ dar, und das ungeachtet der Tatsache, dass diese sich selbst als Armee bezeichneten und Angriffe, Bombenanschläge, Morde an Zivilisten und gezielte Attentate auf Albaner, die loyal zu Serbien standen, durchführten. Präsident Clinton verstieg sich zu der empörenden Behauptung, Serbien würde einen ‘Holocaust’ verüben, und verglich die Moslems des Kosovo mit den Juden - und das, obwohl sich die Serben während des wirklichen Holocausts gegenüber den Juden anständig verhalten hatten, und Clinton selbst Druck auf die Israelis ausübte, die ‘Friedenspartnerschaft’ mit Arafat zu akzeptieren, eines brutalen Terroristen weit schlimmer als Milosevic, der zugegebenermaßen ein Diktator und ein kommunistischer Gangster war.”

Und weiter

“Während die Brutalität des Milosevic-Regimes in der Tat ein Faktor war, der die Lage verkompliziert hatte, ist er längst weg, aber die UÇK (Ushtria Çlirimtare e Kosovës/Befreiungsarmee des Kosovo) macht weiter mit ihren Angriffen auf Serben, auf ihre Kirchen, Priester, Häuser und sogar auf in Cafés sitzende Zivilisten, und all das unter den Augen der US- und UN-Truppen.”

Alija Izetbegovic, der während des Krieges bosnischer Präsident war und 2003 starb, wird als moderator islamischer Führer gepriesen. Über seine Islamische Deklaration von 1970 wurde in westlichen Medien nur wenig bekannt. Darin befürwortet er “den Kampf zur Schaffung einer großen islamischen Föderation von Marokko bis Indonesien, vom tropischen Afrika bis Zentralasien,” und dass “die islamische Bewegung die Macht übernehmen sollte, sobald sie moralisch und zahlenmäßig stark genug dazu ist, die existierenden nicht-islamischen Regierungen nicht nur zu stürzen, sondern auch eine neue islamische Regierung aufzubauen.”

Hugh Fitzgerald schreibt:

“Man muss sich ins Gedächtnis rufen, wie manche den Serben zugeschriebene Gräueltaten übertrieben wurden, während die Gräueltaten, die an ihnen begangen wurden, verharmlost oder gar vollkommen ignoriert wurden. Was aber das Beunruhigendste an der ganze Sache war, war der vollkommen fehlende Zusammenhang: Nichts über die Jahrhunderte islamischer Herrschaft. Wenn diese Geschichte rechtzeitig thematisiert worden wäre, hätten westliche Regierungen vielleicht die tiefen Ängste verstanden und zu mildern gesucht, die durch den bosnischen Führer Izetbegovic hervorgerufen wurden, als er schrieb, er wolle in Bosnien einen islamischen Staat errichten und die Scharia nicht nur dort einführen sondern überall da auf dem Balkan, wo Moslems einst die Herrschaft innehatten. Hätte die westliche Welt auch nur die geringste einfühlende Sympathie gezeigt oder Verständnis dafür aufgebracht, was das in der Vorstellung vieler Serben (und auch unter den Christen anderswo auf dem Balkan und in Griechenland) ausgelöst hatte, dann hätte es niemals eine so gewalttätige serbische Reaktion gegeben und jemand wie Milosevic wäre niemals an die Macht gelangt.” Doch” in ganz Europa waren es nur ein paar wenige französische Journalisten und der österreichische Schriftsteller Peter Handke, die versuchten, die serbischen Ängste und die serbische Geschichte zu erklären.”

Alija Izetbegovic erhielt Geld von Yassin al-Kadi, einem saudischen Geschäftsmann, der als Finanzier der al-Kaida-Terroristen gilt. Evan F. Kohlmann, der Autor von Al-Qaeda’s Jihad in Europe: The Afghan-Bosnian Network vertritt die These, dass “der Schlüssel zum Verständnis der europäischen Al-Kaida-Zellen im Bosnienkrieg der 1990er Jahre liegt.” 1992 stellte die Regierung Izetbegovic Osama bin Laden einen Pass aus. Das Wall Street Journal berichtete 2001, dass die meisten führenden Al-Kaida-Mitglieder den Balkan besucht haben: Der ägyptische Arzt und Terroristenführer Ayman Al-Zawahiri hat überall in Albanien, dem Kosovo, in Makedonien, Bulgarien, der Türkei und Bosnien terroristische Trainingslager, Fabriken für Massenvernichtungswaffen, Geldwaschanlagen und Drogenhandelsnetze betrieben.”

Yosef Bodansky, der Direktor der Task Force on Terrorism and Conventional Warfare des Kongresses in Washington, hat festgestellt, dass der Balkan ein “Sprungbrett für islamischen Extremismus” in Eruopa ist und dass der Iran als treibende Kraft dahinter steht. Sowohl der Iran als auch Saudi-Arabien versorgten die Bosnier während des Krieges mit Geld, Waffen und Männern. Saudi-Arabien investierte alleine in die Region um Sarajewo mehr als eine Milliarde Dollar für Projekte, die auch den Bau von 158 Moscheen umfassten. Die Terrororganisation Al Kaida fasste während der 1990er Jahre im Balkan fest Fuß.

Martti Ahtisaari, der ehemalige Präsident Finnlands und spätere Kosovo-Chefunterhändler der UNO, löste Unmut aus, als er sagte: “Die Serben sind als Volk schuldig”, was beinhaltet, dass sie für die Schuld zahlen müssen, möglicherweise mit dem Verlust des Kosovo. Ich stimme damit nicht überein. Es ist eine Sache, die Brutalität des Milosevic-Regimes zu kritisieren. Es ist aber eine ganz andere Sache, zu behaupten, die “Serben seien als Volk schuldig”. Wenn irgendjemand auf dem Balkan als Volk schuldig ist, dann sind es die Türken und nicht die Serben.

Dimitar Angelov erhellt den Einfluss, den der osmanische Djihad in der Region hinterlassen hat:

“… die Eroberung der Balkanhalbinsel durch die Türken im Verlauf von ungefähr zwei Jahrhunderten verursachte einen unschätzbaren materiellen Ruin, zahllose Massaker, die Versklavung und Vertreibung großer Teile der Bevölkerung - in einem Wort, einen umfassenden und sich hinziehenden Produktivitätsniedergang, wie es auch in Kleinasien der Fall war, als es von denselben Invasoren besetzt wurde. Dieser Produktivitätsniedergang ist umso bemerkenswerter, wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass Mitte des 14. Jahrhunderts, als die Osmanen auf der Halbinsel Fuß fassten, die dort existierenden Staaten - Byzanz, Bulgarien und Serbien - bereits ein sehr hohes Entwicklungsniveau auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet erreicht hatten. …. Die Feldzüge von Murat II (1421-1451) und vor allem die seines Nachfolgers Mohammed II (1451-1481) in Serbien, Bosnien, Albanien und dem byzantinischen Prinzenreich Peloppennes, waren von besonders verheerendem Charakter.”

Der Autor William Dorich führt aus

“Die Serben verloren 52% ihrer erwachsenen männlichen Bevölkerung, die im ersten Weltkrieg als Verbündete Amerikas kämpften. Vierzundzwanzig Jahre später waren die Serben das einzige Balkanvolk, das Nazideutschland den Krieg erklärte. Hitler bombardierte die ‘offene Stadt’ Belgrad am Palmsonntag 1942 und tötete 17.000 Serben an einem Tag. Die Kapitulation erfolgte zehn Tage später, als die Nazis einmarschierten. Die Serben verloren ein weiteres Drittel ihrer Bevölkerung im Holocaust, als sie als Verbündete Amerikas kämpften, insbesondere gegen ihre eigenen kroatischen, muslimisch-bosnischen und albanischen Nazis.”

Serge Trifkovic, der Autor der Bücher The Sword of the Prophet und Defeating Jihad, dokumentiert, wie Jassir Arafats Onkel Mohammed Amin al-Husayni eng mit den Nazis bei der Rekrutierung bosnischer und albanischer Moslems für Einheiten der Waffen-SS zusammenarbeitete. Serben mussten blaue Armbänder tragen, Juden gelbe. Für die Moslems war das Djihad gegen ungehorsame Dhimmis und damit eine Fortsetzung des Völkermords an den Armenieren einige Jahre zuvor, der eine der Inspirationen für den Holocaust war. Mehr als eine Viertelmillion Serben, Juden und Roma (Zigeuner) wurden von Moslemtruppen in den Diensten der Nazis ermordet.

Trifkovic zitiert James Jatras, der behauptet, dass Washingtons irrationale Balkanpolititk zu einem erheblichen Ausmaß ein Produkt der ignoranten und irregeleiteten Vorstellung ist, dass die USA sich bei der islamischen Welt einschleimen können, indem sie die Christen aus dem Kosovo den gewalttätigen Djihad-Terror-Elementen, die die kosovoalbanische Führungsschicht beherrschen, opfern:

“Eine dermaßen unfundierte Vorstellung zeigt ein himmelschreiendes Unverständnis der weltweiten Bedrohung durch den Djihad. Internationale Opposition dagegen und die mangelnde innenpolitische Glaubwürdigkeit der Bush-Administration erschweren diese Politik, der allerdings ein tödlicher Schlag versetzt werden könnte, wenn genügend Amerikaner ihre Stimme dagegen erheben.”

Miroljub Jevtic, ein Professor an der Universität von Belgrad und Autor einiger Bücher zum Thema Islam und Politik, ist der Ansicht, dass die westliche Welt die Abtrennung des Kosovo vom christlichen Serbien und dessen Umwandlung in einen unabhängigen (islamischen) Staat befürwortet. Das Hauptargument derer, die ein solches Szenario unterstützen, ist insbesondere in den USA, dass man damit das eigene Image in den Augen der islamischen Welt verbessert und somit “islamischen Extremisten den Wind aus den Segeln nimmt”.

Jevtic hält jedoch fest:

“Die Tatsache, dass seit der Ankunft der NATO im Kosovo mehr als 150 christliche Kirchen zerstört und rund 400 Moscheen gebaut worden sind oder sich im Bau befinden, ist für Moslems der Beweis, dass, wenn es einen Glauben gibt, der vom wahren Gott unterstützt wird, dieser - der Islam ist. Denn, warum sollte der christliche Gott, warum sollte Jesus die Zerstörung von Kirchen erlauben, in denen Er - Jesus - verehrt wird? Warum sollte Er gleichzeitig den Bau von Moscheen erlauben, in denen Seine Göttlichkeit geleugnet wird? Warum sollte er das darüberhinaus sogar in der Gegenwart von Männern erlauben, die Waffen tragen und behaupten, sie wären Christen?”

Miroljub Jevtic warnt davor, dass die Unterstützung der Europäischen Union für die Forderungen der albanischen Moslems böse nach hinten losgehen könnte:

“Wenn dem Kosovo die Unabhängigkeit gewährt wird, wird das als Beweis dafür angesehen werden, dass Europa selbst den Wunsch nach dem Ende seiner eigenen Existenz hegt, da es die Ausbreitung des Islam nicht nur erlaubt sondern diese aktiv fördert, indem es jene unterstützt, die Kirchen zerstören, Nonnen vergewaltigen, auf Kreuze spucken und die heiligen Bildnisse Christi mit Exkrementen beschmieren.”

Im Kosovo sind in Folge der ethnischen Säuberung an christlichen Serben durch die vorwiegend moslemischen Albaner Dutzende von Kirchen und Klöstern zerstört worden, und das alles unter der Schutzherrschaft von NATO-Soldaten, und Moslems sind nicht undankbar. Kosovoalbaner planen, ihren “Retter”, den früheren US-Präsidenten Bill Clinton, mit der Errichtung einer Statue zu ehren. Gleichzeitig wurden im Jahr 2007 vier Kosovoalbaner zusammen mit anderen Moslems verhaftet, weil sie einen Anschlag auf Fort Dix, einer Militarbasis in New Jersey, geplant hatten, um “so viele Soldaten wie möglich zu töten.”

Der kalifornische Kongressabgeordnete Tom Lantos, der Vorsitzender des auswärtigen Ausschusses des Kongresses ist, rief “Djihadisten aller Schattierungen” dazu auf, Kosovo als “ein weiteres Beispiel dafür zu sehen, dass die Vereinigten Staaten den Weg für die Schaffung eines überwiegend moslemischen Staates mitten im Herzen Europas ebnen.” Aber ein Video von einem Treffen zwischen Osama bin Laden und zweien der 9-11-Attentäter brachte ans Tageslicht, dass die Massenmörder von einem Wunsch, Moslems zu rächen, getrieben waren … Moslems aus Bosnien, wo die USA zugunsten von Moslems intervenierten. Hingegen hat kein einziger christlicher Serbe auch nur ein Attentat gegen die Vereinigten Staaten oder westeuropäische Länder als Vergeltung für die Bombardierungen verübt. Wer sind also hier in Wirklichkeit die bösen Jungs?

In einem Kommentar mit dem Titel “Haben wir die falsche Seite bombardiert?” schrieb der ehemalige UNPROFOR-Kommandierende Lewis MacKenzie

“Die Kosovoalbaner haben uns wie eine Stradivari gespielt. Wir haben ihren gewaltsamen Feldzug für ein ethnisch gesäubertes und unabhängiges Kosovo subventioniert und indirekt unterstützt. Wir haben sie niemals dafür verantwortlich gemacht, dass die Gewalt der frühen 90er Jahre von ihnen ausgegangen ist, und wir bezeichnen sie heute immer noch als Opfer, obwohl das Gegenteil offenkundig ist. Wenn sie die Unabhängigkeit mit Hilfe einer Kombination aus unseren Steuerdollars und Geldern von bin Laden und Al Kaida erlangen, sollte man sich vor Augen halten, was für eine ermutigende Botschaft das für andere von Terroristen betriebene Unabhängigkeitsbewegungen auf der ganzen Welt bedeutet.”

Westliche Regierungen drängen auf die Unabhängigkeit für eine Gruppe von djihadistischen Gangstern, die kürzlich im Kosovo eine Osama-bin-Laden-Moschee eröffnen wollten. Dieser Name wurde aus PR-Gründen schließlich geändert, weil die Albaner wissen, dass sie die amerikanische Unterstützung brauchen. Im Juni 2007 wurde Präsident George W. Bush bei einem Staatsbesuch von einer Gruppe Albaner bejubelt, die anscheinend auch seine Armbanduhr stahlen. “Schneller als Sie sagen können ‘Genug ist genug’ wird das Kosovo unabhängig sein” sprach Bush vor jubelnden Albanern. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte später: “Warum sollten sich die Albaner mit Autonomie zufriedengeben, wenn George W. Bush ihnen bereits ihren eigenen Staat versprochen hat?”

Präsident Bush erklärte nach den djihadistischen Anschlägen auf die USA im Jahr 2001 den “Krieg gegen den Terror”. Sechs Jahre später ist alles, was er erreicht hat, dass amerikanische Steuerzahler im übertragenen Sinn und amerikanische Soldaten im wörtlichen Sinn bluten, während die Auslöschung nichtislamischer Gemeinschaften im Irak vollkommen übersehen wird. Inzwischen unterstützt seine Regierung die Unabhängigkeit für terrorunterstützende Moslems auf dem Balkan und in den Palästinensergebieten. Wenn er 2008 nicht etwas sehr Grundlegendes tut, riskiert George W. Bush, dass er als einer der schlimmsten Präsidenten Amerikas in die Geschichte eingehen wird.

Ich habe eine Rede von Patrick Sookhedeo gehört, eines Ex-Moslems, der kürzlich sein jüngstes Buch Global Jihad: The Future in the Face of Militant Islam vorgestellt hat. Sookhdeo hat sehr viel hervorragende - und beängstigende - Forschung bezüglich der Islamisierung von Westeuropa, insbesondere von Großbritannien, geleistet. Er erinnerte sich an ein Gespräch mit einem führenden westlichen Regierungsoffiziellen darüber, was wohl geschehen würde, wenn Moslems angenommen in Großbritannien oder den Niederlanden erklären würden, dass sie die Gesetze der Zentralregierung nicht mehr akzeptieren und sich in einer Islamischen Republik abspalten werden. Der Regierungsoffizielle sagte darauf, dass man das wahrscheinlich einfach sang- und klanglos akzeptieren werde. Wenn man die Moslemunruhen in Frankreich betrachtet, die mehr und mehr einem Bürgerkrieg gleichen, ist diese Frage keine hypothetische mehr.

Die Autorin Julia Gorin warnt:

“Ein unabhängiges Kosovo wird allen Sezessionisten weltweit als Zeichen dienen,” und “die Geschichte wird zeigen, was einfach niemand verstehen will: Der derzeitige Weltkrieg hat offiziell in Jugoslawien angefangen.”

Djihadistischen Moslems im Kosovo die Unabhängigkeit zu gewähren, nachdem sie eine ethnische Säuberung an Nichtmoslems durchgeführt haben, wird einen extrem gefährlichen Präzedenzfall darstellen. Es ist nicht nur unmoralisch, die Freiheit und vielleicht sogar die Existenz kleinerer Nationen zu opfern - seien es die Serben oder die Israelis - um die eigene Haut zu retten. Wie das Beispiel der Tschechoslowakei während des 2. Weltkriegs zeigt, ist es auch kontraproduktiv. Die Unterstützung der Unabhängigkeit von islamischen Kosovoalbanern wird nicht zu einer Stabilisierung des Balkans führen; sie wird vielmehr zu einer Balkanisierung des Westens führen. Der neue Schurkenstaat würde als Sprungbrett für Djihadaktivitäten gegen Nichtmoslems dienen, genauso wie es ein unabhängiger Palästinenserstaat im Nahen Osten tun würde.

Was den Kosovo angeht haben die Russen Recht und die führenden Politiker im Westen sowohl in der Europäischen Union als auch in den Vereinigten Staaten Unrecht. Die Serben haben genug gelitten. Lasst ihnen eine Ruhepause!

In einem Konflikt zwischen Moslems und Nichtmoslems sollten andere Ungläubige immer die Nichtmoslems unterstützen. Das gilt für das Kosovo genauso wie für Kaschmir oder Südthailand. Es wird höchste Zeit, die Dämonisierung des serbischen Volkes zu beenden und seinen Kampf gegen den weltweiten Djihad zu unterstützen. Wir sind die Nächsten in der Reihe.

Abgelegt unter: Übersetzungen - Fjordman

33 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von Maria Magdalena

    1. Januar 2008 @ 17:54

    Das ist genau das Thema, bei welchem ich vollständig auf die Manipulation durch die Medien hereingefallen war - dies allerdings lange bevor ich überhaupt daran dachte den Koran zu lesen. Einmal pflichtete ich gar der ungeheuren Behauptung bei, die Serben wären wie die Nazis und würden KZ bauen! Und all’ das, weil mich die Meldungen serbischer Gräuel emotional aufwühlten und ich zur Geschichte überhaupt keinen Bezug hatte. Ich kannte Geschichte nur als ein Fach, in dem teilnahmslos auswändig gelernt wurde. Für mich war es, als hätte man gelernt: “Vor Ewigkeiten führte x einen Krieg gegen y”. Wie langweilig und irrelevant!
    Dann kann ich mich noch erinnern, wie eine Kollegin für die Serben Partei ergriff, weil sie den Islam als Ursache für den Konflikt betrachtete. Da empörte ich (Exgutmensch) mich sogleich, wie sie sich denn nur gegen Leute lediglich wegen ihrer “anderen Religion” aussprechen könne.
    Diese Erinnerung hilft mir zumindest manchmal, ruhig und ohne Hass zu reagieren, wenn Leute Israel, Amerika oder Serbien verurteilen. Ich habe dann schon die Erfahrung gemacht, dass manche Angesprochene eher erstaunt denn cholerisch reagierten.
    So erschreckend diese Artikel auch sind und so beunruhigend manche Einsicht, ich möchte nicht mehr zurück in meinen früheren Zustand der Ignoranz.

  • 2

    Kommentar von Eisvogel

    1. Januar 2008 @ 19:03

    Es geht mir ähnlich aber nicht ganz so, Maria Magdalena. Ich war in der Zeit der Balkan-Kriege extrem unpolitisch und habe gedacht, da schlagen sich Leute gegenseitig die Köpfe ein, die man nicht einmal auseinanderhalten kann. Warum leben die nicht einfach nebeneinander weiter so wie bisher? Wie können die sich eigentlich gegenseitig auseinanderhalten?

    Das war mindestens genauso ignorant. Über Genscher, der die Spaltung Jugoslawiens so massiv vorantrieb, habe ich mich allerdings geärgert und mein großer Bruder hat ihn als alten Nazi bezeichnet, der alten Seilschaften treu ist. Aber da ging es um die Kroaten, glaube ich.

    Ja, wir waren einer extremen Gehirnwäsche ausgesetzt und wir waren pazifistisch so indoktriniert, dass wir immer dazu neigten, hochnäsig kopfschüttelnd beiden Seiten eines Konflikts ein moralisches Armutszeugnis auszustellen nach dem Motto: “Wir schlagen doch auch nicht unseren Nachbarn die Köpfe ein.”

    Dass die Kosovoalbaner und Bosnier Moslems sind oder dass der Islam überhaupt eine Rolle spielen könnte, war mir - glaube ich - nicht einmal bewusst. Auch bei den Palästinensern, die ich immer verabscheut habe und auf Israels Seite stand, habe ich die Tatsache, dass sie Moslems sind, lange nicht als bedeutsam zur Kenntnis genommen.

    Ich war nie besonders interessiert an Geschichte, aber zwangsweise durch die Schule nicht total ungebildet: Der Islam war glaube ich nie ein Thema, der Djihad schon gar nicht. Es ist unfassbar, wie das schon lange totgeschwiegen und ignoriert wurde.

    Ja, Du hast Recht, Maria Magdalena, man darf nicht allzu unduldsam und zornig sein, wenn andere das nicht wissen, was wir vor kurzem auch noch nicht wussten, und dann falsche moralische Wertungen treffen. Wenn die Serben wirklich einen Holocaust an harmlosen und friedlichen Kosovoalbanern verübt hätten, wäre es ja auch richtig gewesen, sich darüber zu empören.

    Man neigt in vielerlei Hinsicht dazu, das, was man selber weiß, als selbstverständliches Wissen aller vorauszusetzen. Danke, dass Du daran erinnert hast.

  • 3

    Kommentar von Bokito

    1. Januar 2008 @ 19:12

    An 1999 kann ich mich noch gut erinnern. Damals begann mein Gutmenschen-Weltbild zu bröckeln.

    Nebenbei bemerkt: die offizielle Kriegserklärung von Osama bin Laden an die USA erfolgt im Jahr zuvor, also 1998 zum Zeitpunkt der Anschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam.

    Für die amerikanische Unterstützung der bosnischen und albanischen Moslems kam das Dankeschön dann am 11.09.2001 per Luftpost.

    Liegt es an der menschlichen Natur, dass man sich über eingebildete Gefahren masslos aufregt und vor einer realen Gefahr den Kopf in den Sand steckt?

    Ich verstehe leider die amerikanische Aussenpolitik der letzten Jahre überhaupt nicht - es ergibt alles keinen Sinn.

  • 4

    Kommentar von Eisvogel

    1. Januar 2008 @ 19:42

    Ich verstehe leider die amerikanische Aussenpolitik der letzten Jahre überhaupt nicht - es ergibt alles keinen Sinn.

    Ich auch nicht, Bokito.

    Und ich bin (vermutlich wie viele andere) in die “Bush-Falle” getappt. Seit Beginn seiner Amtszeit wird er von Moslems, Linken und saudummen Pacefahnen-Trägern als islamfressendes Monster, als Kreuzzügler, als Imperialist und als größter Feind der Moslems verunglimpft und beschimpft. “Na, wenn er das ist, dann ist er gut” habe ich gedacht, und mich dem Bush-Bashing widersetzt.

    Es ist ein bisschen irr. Er wird für etwas beschimpft und als Stellvertreter Satans auf Erden geschmäht, was er gar nicht tut. Genaugenommen tut er ziemlich genau das Gegenteil von dem, was ihm von linker und islamischer Seite vorgeworfen wird - er ist einer der größten Förderer der Islamisierung, und ein Freund Israels ist er auch nicht wirklich.

    Aber die amerikanischen Regierungen waren auch schon vor Bush islamfreundlich. Sie lehnen nur die Terroristen ab, die ihnen selber oder ihren engsten Verbündeten was zusammenbomben und registrieren nicht, dass man das nicht trennen kann.

    Mich erinnert das alles an das Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot, die immer dem bösen hässlichen Zwerg (Islam) aus der Patsche helfen - vor den Sowjets in Afghanistan, vor Saddam in Kuweit, vor Milosevic im Kosovo … und dann schimpft der Zwerg rum “Ihr habt mein Hemdchen zerrissen und mich am Bart gerupft”

    Nur: Wer ist der Bär, der den Zwerg schließlich frisst? Die Russen, die einem bei “Bär” zuerst einfallen, sind wohl auch kein geeigneter Kandidat. Die treiben dasselbe Spielchen. Was Serbien und das Kosovo angeht, haben sie zwar Recht, aber auf der anderen Seite kungeln sie auch mit den Djihadisten, die den Amerikanern und ihren offiziellen Verbündeten (z.B. Israel) ans Bein pinkeln.

  • 5

    Kommentar von D.N. Reb

    1. Januar 2008 @ 19:42

    Hinterher stellen die Trottel immer fest, dass sie die falsche Seite bombardiert haben.
    Für mich stand von Anfang an fest, dass da was faul an dem NATO Gedöns war. Jeder Staat hat das Recht, seine nationale Integrität zu bewahren. Auch wenn Yugoslawien ein künstliches Gebilde war, bestand es doch zig Jahre. Niemand hatte das Recht, sich da einzumischen. Bürgerkriege sind schreckliche Kriege. Die, die da gegeneinander gekämpft haben, sind aufgeputscht worden von machtbesessenen Menschen, denen die Bevölkerung am Arsch vorbei ging. Von wegen, Freiheit. Es geht immer nur um Machterhalt oder Machtgewinn von Wenigen und die Masse badet es aus.
    Was würde geschehen, würden Baden-Würtemberg, Bayern und Sachsen plötzlich beschliessen, aud der Bundesrepublik auszuscheren und einen Südstaat zu bilden. Würde das die Bundesregierung so hinnehmen? Oder würde sie Truppen entsenden? Und was, wenn sich Italien oder die Schweiz auf die Südseite schlagen und die abgefallenen Bundesländer plötzlich Truppen aufstellten, um ihre Unabhängigkeit zu verteidigen? Wer hätte das moralische Recht, einzugreifen?
    Wenn der Kosovo fällt, ist die Lawine losgetreten. Dann kann sich jede Separatistenorganisation darauf berufen. Dann Prost Mahlzeit.

  • 6

    Kommentar von Bokito

    1. Januar 2008 @ 20:10

    oje, ich will mir das gerade angebrochene Jahr nicht gleich verderben, aber es läuft irgendwie schief, was schiefgehen kann.

    Die Spitze des Irrsinns könnt ihr hier nachlesen:

    http://lizaswelt.blogspot.com/2007/12/vergewaltigungssoziologie.html

    Der Artikel zeigt hervorragend, was man so die Krankheit des Westens nennen könnte. Leider sind davon alle befallen, auch die Isrealis und sogar die Japaner.

    Ein kleiner Auszug:”Doch dank einer aufmerksamen und engagierten israelischen Soziologin namens Tal Nitzan weiß man jetzt, dass die IDF sich noch weit ärgerer Unterdrückungsstrategien befleißigt als bisher angenommen: Ihre Soldaten vergehen sich nämlich NICHT an palästinensischen Frauen – und demonstrieren damit erst recht ihren abgrundtiefen Rassismus. Denn durch diese Unterlassung zeigen die uniformierten Männer, wie Nitzan herausfand, dass ihnen diese Frauen noch nicht einmal eine Vergewaltigung wert sind.”

    Was die US-Politik angeht, findet man wenigstens noch eine rationale Erklärung darin, dass die USA seit den 1920er Jahren aufs engste mit Saudi-Arabien verbündet sind. Zum gegenseitigen Vorteil, wie man damals dachte, nur konnte sich vor Achtzig Jahren wohl keiner vorstellen, dass es eines Tages zu einer Bevölkerungsexplosion in den ilsamischen Ländern und damit zu einer Migrationswelle in den Westen kommen würde.

  • 7

    Kommentar von Bokito

    1. Januar 2008 @ 20:40

    @Eisvogel - “Bush bashing” ist oft einfach nur ein platter und unterschwellig antisemitischer Amerikahass. Wie gesagt, die Politik der US-Regierung ist völlig undurchschaubar, ansonsten bin ich aber ein Bewunderer der amerikanischen Kultur und der dort wirklich alltäglich gelebten und echten Toleranz. Von den amerikanischen Bürgern können wir Europäer uns noch eine Scheibe abschneiden. Schade, dass es anscheinend keine Regierung auf der Welt gibt, die wirklich die Interessen ihrer Bürger im Sinn hat.

    Aux armes, citoyens …

  • 8

    Kommentar von Transatlantic Conservative

    1. Januar 2008 @ 21:28

    @ # 6 Bokito

    Nicht nur hat die gute Frau das geschrieben, sie ist auch noch mit einem Forschungspreis der Hebraeischen Universitaet dafuer ausgezeichnet worden:

    Refusing to Rape Palestinian Women=Racism if You Are an Israeli Soldier.

    By Phyllis Chesler

    Hebrew University has just awarded a research prize to a graduate
    student’s essay in which she claims that Israeli soldiers are “racists
    for not raping Arab women.”(See
    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/124674 )
    This is no joke—anyway, who could make this up? The graduate student is
    a woman named Tal Nitzan. Her anthropological essay has been published
    by the Hebrew University’s “Shaine Center.”

    Nitzan writes that the “lack of IDF rapes of Palestinian women is
    designed to serve a political purpose.” Since Israel fears the
    Palestinians demographically, IDF soldiers have been trained not to
    rape the women in order to avoid creating new Palestinians and little
    intifaders. (Has Nitzan never heard about Palestinian honor killings in
    which pregnant-out-of-wedlock women are murdered by their families who
    love them too much?) Nitzan alleges that the “lack of military rape
    merely strengthens the ethnic boundaries and clarifies the inter-ethnic
    differences—just as organized military rape would have done.”

  • 9

    Kommentar von Eisvogel

    1. Januar 2008 @ 21:30

    Das ist unglaublich, Bokito :roll:

    Ich hab’s grad gelesen (der Link hat nicht funktioniert,ich habe ihn geändert)

    Jetzt wird die IDF - aus den eigenen israelischen Reihen! - dafür kritisiert, dass die Soldaten sich “unsoldatisch” verhalten und keine Palästinenserinnen vergewaltigen. Was für ein übler Rassismus! Wie müssen diese armen Frauen sich minderwertig vorkommen - da kann man ja gar nicht anders als seine Söhne zu lebenden Bomben erziehen!
    :kotz:

    Wir - der Westen - ticken wirklich nicht richtig.

    Dass die Amerikaner mit den Saudiprinzen versuchen, klarzukommen, kann ich verstehen. Ich kann auch verstehen, dass sie das Haus Ibn-Saud stützen und nicht wegbomben, in dem Fall gilt sicher das Sprichwort: Es kommt selten was Besseres nach. Die Prinzen sind wenigstens dekadent und damit korrumpierbar, das ist besser als “edle” Fanatiker.

    Aber deswegen müsste man ihnen noch lange nicht erlauben, im Westen Moscheen zu bauen und sich in Medienunternehmen und Universitäten Einfluss zu kaufen.

  • 10

    Kommentar von Bokito

    1. Januar 2008 @ 21:35

    Die Frau hat dafür noch einen Preis bekommen,wie krank ist das denn? Nun gut, wir können uns ja auf unsere Fähigkeit zur Selbstkritik einiges zugute halten, aber ab hier wird das nur noch gaga.
    Ich hoffe, dass die Frau Nitzan in Israel keinen Einfluss auf die Politik hat. Im akademischen Elfenbeinturm kann ja gerne alles diskutiert werden.

  • 11

    Kommentar von Transatlantic Conservative

    2. Januar 2008 @ 0:20

    Bokito

    Ja, die Nestbeschmutzung bei den Israelis und Juden ist mindestens genauso verbreitet wie im uebrigen Westen. Ich muss leider sagen, dass die meisten Juden, die ich hier kenne, voll auf der PC-Schiene fahren. Kaum zu glauben, aber wahr.

  • 12

    Kommentar von Steppenwolf

    2. Januar 2008 @ 2:15

    PC ist die Krankheit der zivilisierten Völker.

    Rom ist auch an Dekadenz zugrunde gegangen.

    Wie die meisten Reiche, die auf dem Höhepunkt ihrer Macht; Spaß, Freude und Genuß erleben wollten und ignoriert haben, Feinde zu haben.

  • 13

    Kommentar von Eisvogel

    2. Januar 2008 @ 11:28

    PC ist die Krankheit der zivilisierten Völker.

    Ein interessanter Gedanke, Steppenwolf. Ich meine den Gedanken, dass das nicht nur bei uns so ist, sondern dass das grundsätzlich so ist bei Hochzivilisationen.

    Sind wir als Kultur vielleicht einfach nur alt? Kommen und gehen Kulturen wie Menschen? Ist PC das Analogon zu grauen Haaren, faltiger werdender Haut, Bandscheibenschäden, Vergesslichkeit und schließlich Senilität?

    Ist es vielleicht schlicht und einfach normal, dass wir als Kultur alt werden und sterben?

    Oder ist PC die Chemotherapie auf die schlimme Krebserkrankung, die wir hatten - den Nationalsozialismus? (der keineswegs nur Deutschland aus der Bahn und in Selbstbeschuldigungen geschleudert hat sondern mindestens ganz Europa, wenn nicht die ganze “weiße” Welt, bizarrerweise einschließlich seiner größten Opfer, den Juden) Und wir gehen jetzt daran zugrunde?

  • 14

    Kommentar von Eraser

    2. Januar 2008 @ 15:39

    Amerikanische Außenpolitik wie ich sie verstehe:

    Imperialismus gepaart mit einer gehörigen Portion Gutmenschentum.
    Einerseits werden amerikanische Interessen, wie bspw. Ressourcensicherung, vertreten und auch mit Gewalt durchgesetzt und anderseits liegt dieser Außenpolitik ein Maß an Gutmenschentum und Unwissenheit zugrunde, wie wir es auch in Europa haben. Der einzige Unterschied besteht lediglich in der europäischen Kombination des Gutmenschentums mit naiven Pazifismus.
    Das der amerikanischen Außenpolitik zugrunde liegende Gutmenschentum zeigt sich bspw. an Grundsätzen, wie der Annahme das islamische Gesellschaften demokratiesierbar sind (Afgahnistan, Irak), und man Jihadisten den Wind aus den Segeln nehmen könnte, wenn man sie nur ein bisschen unterstützt.
    Beides fatale Fehlschlüsse, die nur die Unwissenheit und Arroganz gegenüber islamischen Bestrebungen zu Tage treten lassen und wahrscheinlich auf linken Fehlschlüssen basieren, wie das alle Menschen gleich sind und grundsätzlich eigentlich dieselben Ziele verfolgen, wenn auch mit anderen Methoden und auf eine andere Art und Weise. Daraus folgt, dass man es beim Islam nicht mit einer gefährlichen Kriegerideologie mit spirituellen Elementen zu tun hat, sondern mit einer Religion, wie dem Christentum, und die Anhänger folglich dieselben Ziele im Leben haben, wie Amerikaner und Christen selbst. Freiheit und Frieden.
    Man könnte das als Reflektion basierend auf Unwissenheit bezeichnen.

  • 15

    Kommentar von D.N. Reb

    2. Januar 2008 @ 15:45

    Ne, es liegt daran, dass niemand mehr zwischen Gut und Böse unterscheidet. Was moralisch und menschlich schlecht ist und was gut. Heute ist das Böse gut und das Gute böse. Und das Böse findet allenthalben Beifall, weil es als gut verkauft wird. Freiheit und Unabhängigkeit ist immer soooo toll. Aber Freiheit und Unabhängigkeit für wen? Nicht für den Bauern, der seinen Boden beackert, nicht für den Arbeiter, der zur Fabrik geht, nicht für den Händler, der seine Waren verkauft, nicht für den Schriftsteller, der schreibt, den Komponisten, der komponiert oder den Maler, der malt. Die neue Freiheit ist immer nur für Wenige, die den Platz der alten Bürokraten übernehmen, so siehts aus,.

  • 16

    Kommentar von Time

    2. Januar 2008 @ 23:35

    Hallo allerseits,

    ich sehe die Rolle der USA im Kosovo auch im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung. Mitten in Europa war der böse Riese, der die letzten beiden Weltkriege verursacht hatte, wieder als dominanter Akteur auf der Bühne erschienen, was M. Thatcher zB tief beunruhigte. Anstatt sich um die internen Probleme zu kümmern, wandte sich die deutsche Politik sogleich in höchst destruktiver Weise nach außen, indem Genscher ohne Absprache mit anderen und für diese völlig überraschend das sezessionistische Slowenien anerkannte. Deutschland stand wieder an der Seite derselben Leute wie zur Nazizeit. Über das deutsche Interesse wäre sicher vieles zu sagen, hier ist auf die Zeitschrift “konkret” zu verweisen, die aus deutschkritischer Haltung heraus die ganze Entwicklung aus der Sicht Serbiens bis heute begleitet hat (Bei GoV liefert der Baron in den sehr lesenswerten Kommentaren unter http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/12/fjordman-why-we-should-oppose.html#readfurther zB einen Aufsatz des Konkret-Autoren Matthias Küntzel). Auch der Dichter Peter Handke hat immer wieder ein Wort für Serbien eingelegt. Insgesamt ist jedoch festzustellen, dass die deutsche Position sowohl in Bezug auf die Elite wie auf die Straße eindeutig antiserbisch war und ist.

    Der Bombardierung Serbiens durch die NATO waren Verhandlungen über einen Vertrag vorausgegangen, der nach meiner Erinnerung ua einen Anhang “B” enthielt, der nur zufällig als Kopie öffentlich wurde, und aus dem hervorging, dass der Vertrag für Serbien unannehmbar sein MUSSTE (ich meine, S. hätte zB seiner Besetzung zustimmen und noch dafür bezahlen müssen), Autor: J. Fischer. Die finnische Forensikerin Helena Ranta (lohnt sich, da zu googeln) wurde gezwungen, über ihre Erkenntnisse des “Massakers von Racak” (dass es KEIN Massaker war) zu lügen. BND und MAD bildeten die Sicherheitskräfte in Slowenien und Kroatien aus, massive Waffentransporte aus Deutschland via Schweiz wurden bekannt usw.

    Vor diesem Hintergrund würde ich den Einstieg der Amerikaner in das Geschehen von dem Interesse geleitet sehen, den Fuß in der Tür zu halten und vor allem Deutschland das klare Zeichen zu geben: “Gaaanz ruhig, wir sind hier der Boss”.

    Da man jetzt das Problem am Hals hat, ist die Frage, wie man damit umgeht. Einerseits ist festzustellen, dass die Bevölkerung des Kosovo seit osmanischer Besetzung/Besiedlung 1389 (Amselfeld) bis 1912/1913 überwiegend mohammedanistische Bevölkerung hatte, auch wieder kontinuierlich anwachsend seit der Zeit nach dem 2. WK (2000: 88%), dass es also eine über 500-jährige mohammedanistische Siedlungsgeschichte und damit auch “historische Rechte” gibt. Andererseits ist festzustellen, dass sich die Orks im Kosovo entgegen der Darstellung in Wikipedia (”Die muslimischen Kosovo-Albaner gelten als gemäßigt religiös. Sie haben zur Erfüllung moslemischer Vorschriften ein sehr entspanntes Verhältnis; der Islam hat keinerlei politischen Einfluss”) eigentlich so verhalten, wie überall auf der Welt: Sie rauben, brennen Kirchen nieder, morden.

    Dabei würde ich, wie schon häufiger dargestellt, davon ausgehen, dass die Leute, die wir Mohammedanisten nennen, in der Tiefe ihrer Seele am liebsten dem Satanismus abschwören würden, sich allein nicht trauen, dass sie auch materielle Bedürfnisse haben und auch gerne wichtig sind. Dass sie also in hohem Maße Opfer/Werkzeug der jihadistischen Eliten aus SA und Iran sind. Versetzen Sie sich mal in die Position eines Chef-Eiertollas: Wie Fjordman schreibt, “Israelis werden nicht angegriffen, weil sie Juden sind, sondern weil sie nicht demütig die Waffen niederlegen und den Status der Knechtschaft akzeptieren, der ihnen nach islamischem Recht zukommt.” Israel betrachtend würden Sie, unfähig dieses höchst kompetente Gemeinwesen zu vernichten, das Sie als Fremdkörper auf Ihrem Gebiet empfinden, zumindest versuchen, gleiches auf dem gegnerischen Territorium zu erreichen. Und das ist im gewalttätig-mohammedanistischen Denken ein BRÜCKENKOPF. Diese beiden Aspekte sollten mE auseinandergehalten werden: Einerseits historisch-ethnisch-kulturelle Probleme und andererseits das Problem, dass Satan versucht, ein Fort in unserem Land zu errichten. Und dies versucht er weltweit, zB auch in Südamerika, in Trinidad und Tobago, in Surinam und in Guyana (die trotz einer Minderheit von Mn bereits in der OIC sind - http://www.jihadwatch.org/ - http://www.jamestown.org/terrorism/news/article.php?articleid=2370085 ), wie das Kosovo arme und perspektivlose Zwergstaaten.

    Diesen Gedankengang akzeptierend, müßte man mE von dem Interesse, die Deklaration der Unabhängigkeit des Kosovo zu verhindern (Surinam, T&T sowie Guyana sind unabhängig) dazu kommen, die KONTROLLE über das Kosovo zu behalten. Es muß versucht werden, dass es nicht noch mehr eine Art Euro-Jihad-Basis wird, als es sicher - wie Fjordman ausführt - zT schon ist. Zu sagen, nein, Ihr werdet nicht unabhängig, würde sofort den Jihad entfachen, diesmal nicht gegen Serbien, sondern gegen Europa und die NATO. Das hätte dann globale Auswirkungen. Und so ein Weltkrieg rechnet sich für uns zZ noch nicht. Deshalb warten wir mE besser noch ein bißchen ab. Aber wir sollten mE unterdessen Serbien sehr, sehr stark machen.

    Mit freundlichen Grüßen

    von Time

  • 17

    Kommentar von FreieWelt

    3. Januar 2008 @ 0:57

    Man kann mal zum Spaß bei einigen Sätzen Serbien durch Deutschland und Milosevic durch Hitler ersetzen - dann wird’s aber so richtig politisch inkorrekt. Offensichtlich spielt, sobald man eine öffentlickeitswirksame Kombination aus einem Diktator und vielen Ermordeten hat, alles andere keine Rolle mehr. Details, Vorgeschichte, andere Akteure, Finanziers… es ist gar keine Diskussion mehr möglich. Denn will man etwa bestreiten… Nein, natürlich nicht, und damit ist die Debatte beendet.

    Umso schlimmer, was für eine unrühmliche Rolle Deutschland damals gespielt hat. Der Westen hat ja aktiv die Zerschlagung Jugoslawiens betrieben und Terroristen aufgerüstet. Auch der Bundesnachrichtendienst war beteiligt. Vielleicht kann jemand ausführliche Informationen liefern?

  • 18

    Kommentar von Friedel B.

    3. Januar 2008 @ 5:06

    PC ist die Krankheit der zivilisierten Völker.

    Vielleicht hat PC auch mit der Maslowschen Bedürfnispyramide (kann man bei Wikipedia nachschlagen) zu tun, einem Motivationsmodell, das wegen seiner Einfachheit und Nachvollziehbarkeit aus persönlicher Erfahrung unmittelbar einleuchtet. Danach können Bedürfnisse erst dann entstehen, wenn ihnen zugrundeliegende bereits erfüllt sind (also das Bedürfnis danach, beispielsweise eine Rolle in der Gesellschaft zu spielen, regt sich normalerweise erst dann, wenn man ein Dach über dem Kopf hat und nicht von Hunger, Durst oder Schmerzen gequält wird). Lange vor Maslow, dafür aber besonder schön, hat Wilhelm Busch, der Großmeister der deutschen Sprache, diesen Sachverhalt so beschrieben:

    Das Zahnweh, subjektiv genommen,
    ist ohne Zweifel unwillkommen;
    doch hat’s die gute Eigenschaft,
    dass sich dabei die Lebenskraft,
    die man nach außen oft verschwendet,
    auf einen Punkt nach innen wendet
    und hier energisch konzentriert.
    Kaum wird der erste Stich verspürt,
    kaum fühlt man das bekannte Bohren,
    das Rucken, Zucken und Rumoren –
    und aus ist’s mit der Weltgeschichte,
    vergessen sind die Kursberichte,
    die Steuern und das Einmaleins,
    kurz, jede Form gewohnten Seins,
    die sonst real erscheint und wichtig,
    wird plötzlich wesenlos und nichtig.
    Ja, selbst die alte Liebe rostet,
    man weiß nicht, was die Butter kostet,
    denn einzig in der dunklen Höhle,
    des Backenzahnes haust die Seele.

    PC wäre demnach ein Anliegen von Gesellschaften, die bereits alles haben. Deutlich wird das an den mit PC häufig einhergehenden (tatsächlichen oder vorgeblichen) Zielen der Gutmenschen wie Umwelt- und Klimaschutz. Ich kann mich noch gut erinnern, wie die SPD beim Wahlkampf 1962 mit ihrem Slogan “Blauer Himmel über der Ruhr” ausgelacht wurde; damals kam es noch darauf an, dass der Schornstein raucht und nicht darauf, dass er nicht raucht. Für jemanden, der hungrig ist (wie ich es in der unmittelbaren Nachkriegszeit häufig war), gibt es nur ein einziges Problem im Zusammenhang mit Essen, nämlich nichts zu essen zu haben. Bedenken wie Haltbarkeitsdaten, Acrylamid, Kadmium und wie die heutigen finsteren Drohungen sonst noch lauten mögen, wären damals bestenfalls zum Schreien komisch gewesen. Und wer unmittelbar bedroht ist, dem fällt es schwer, dem Feind, der ihm ans Leder will, seine schwere Kindheit oder nicht eingeräumte Bildungsmöglichkeiten zugute zu halten. Ich vermute daher, dass es mit PC rasch wieder vorbei ist, so bald wir wieder ernsthafte Probleme haben; sie muss also nicht unbedingt etwas mit fin de siècle zu tun haben.

  • 19

    Kommentar von Bokito

    3. Januar 2008 @ 19:14

    ..ich liebe Lizaswelt - hier der neueste Artikel.

    http://lizaswelt.blogspot.com/2008/01/kabarette-sich-wer-kann.html

  • 20

    Kommentar von Time

    3. Januar 2008 @ 22:47

    @FreieWelt/17

    Hallo FreieWelt,

    wenn Sie tiefer in das Thema deutsche Balkanpolitik einsteigen wollen, könnten Sie auch unter http://www.juergen-elsaesser.de/html/template.php?inhalt=archiv fündig werden, runter scrollen bis Balkanpolitik. Ich bin absolut kein Freund dieses Journalisten, aber er bringt in Bezug auf og Thema recht selten geäußerte - da proserbische - Fakten und Positionen.

    Gruß, Time

  • 21

    Kommentar von Eisvogel

    5. Januar 2008 @ 11:43

    Sie haben ein enormes Wissen über das Thema, Time, und gehen ja noch viel tiefer in die Materie als Fjordman. Vielen Dank, ich habe Ihre Informationen mit großem Interesse gelesen. Ich fürchte, viele von uns erkennen das ganze Ausmaß noch lange nicht.

    Man kann mal zum Spaß bei einigen Sätzen Serbien durch Deutschland und Milosevic durch Hitler ersetzen - dann wird’s aber so richtig politisch inkorrekt.

    Ja, Freie Welt, dann wird’s aber nicht nur politisch inkorrekt sondern auch faktisch inkorrekt. Hitler hat mit Milosevic außer der Propaganda, Serbien würde einen Holocaust planen, nichts gemeinsam. Dass es Grausamkeiten gab, bestreitet keiner, aber sie waren nicht außerhalb dessen, was sonst überall toleriert wird, und vor allem waren sie eine Reaktion auf mindestens genauso schlimme Grausamkeiten über einen langen Zeitraum hinweg.

    Dass wohl jedem bei der Wendung “Als Volk schuldig” ein déjà vue durch den Kopf ging, ist aber sicher richtig. Ich hatte es auch. Es ist aber anders. Im Grunde ist es uns verinnerlicht, dass es so sein muss - von außen habe ich das noch nie gehört. Wir pflegen hier eine Nationalneurose: Selbsternannte Besserdeutsche, die sich selber über jeden Verdacht erhaben fühlen, versuchen dem Rest des Volkes, der ihrer Ideologie nicht folgt, Schuldgefühle einzuimpfen.

    Und manchmal werde ich regelrecht paranoid: Ich glaube nämlich, GENAU die, die immer so drauf rumreiten, sind die Erben der Nazis im Geiste! Das erkennt man gerade auch an ihrer Balkanaußenpolitik, wo sie voll und ganz in den Fußstapfen Hitlers wandeln. Auch gegenüber Israel-Palästina haben sie dasselbe Freund-Feindbild wie einstmals die Nazis.

    @Friedel B. Vielen Dank, dass Du auf die Bedürfnispyramide nach Maslow hingewiesen hast. Ich hatte ganz dunkel eine Erinnerung daran im Hinterkopf, wusste aber den Namen nicht mehr. Dass die unteren Pyramidenebenen erfüllt sind, ist mit absoluter Sicherheit der Grund dafür, dass die Leute anfangen, sich gehobenen Bedürfnissen wie dem Wunsch nach einer Moralprothese (PC) zuzuwenden.

    Aber warum muss es eine Prothese sein? Sollten wirklich ideologiefreie Menschen sich nicht eher echter Moral zuwenden. Oder echter Spiritualität? Die Mäzene der Vergangenheit haben Kunst und Wissenschaft gefördert. Wir fördern Leute, die einem Buch folgen, das zu unserer Unterwerfung und Ermordung aufruft…

    Allerdings: Wie Du schreibst, bräuchten wir einen sehr schmerzhaften Backenzahn, damit der Wunsch aufhört. Den Spaniern und den Briten haben die Bombenattentate nicht gereicht.

    Vielleicht ist auch ein Merkmal ideologisch verblendeter Menschen, dass bei ihnen die Bedürfnispyramide durcheinander kommt? Bei den Palästinensern z.B. wird so häufig gesagt, sie wären zu blöd, weil sie nicht erkennen, dass ihr Verhalten nicht zu Wohlstand führt. Die untereste Ebene der Pyramide haben sie dank EU, ich glaube aber, die mittleren und oberen Ebenen sind verdreht. Der Wunsch, Israel zu zerstören, ist ihnen wichtiger als Wohlstand und Sicherheit.

    Ich glaube, PC ist auch eine Ideologie. Es ist zwar schlüssig, dass Menschen, die alles haben, nach ideellen Gütern streben (in erster Linie ein Selbstbild als edler gottgleicher Mensch?), aber es ist nicht ganz so schlüssig, warum sie es tun, wie sie es tun. Es gäbe andere Möglichkeiten zu Hauf. Und da kommt die PC als vorgegebener Weg, dieses Bedürfnis zu befriedigen, ins Spiel.

  • 22

    Kommentar von FreieWelt

    5. Januar 2008 @ 21:08

    @ Time:

    Danke für den Hinweis.

    @ Eisvogel:

    Das Prinzip ist vergleichbar. Und es ist keine Diskussion möglich. Nicht eine Diskussion, um etwas irgendwie “umzudrehen”, um eine solche geht es nicht. Es soll ja nicht das GEGENTEIL der offiziellen Geschichtsschreibung behauptet werden. Aber genau, daß immer gleich eine Reaktion erfolgt (wie auch bei dir), als wäre es so, zeigt ja das Problem. Es ist KEINE Diskussion möglich, das ist der Punkt.

  • 23

    Kommentar von Eisvogel

    5. Januar 2008 @ 21:34

    Doch, Freie Welt, eine Diskussion ist hier möglich, ich hoffe es zumindest. Ich wollte sie bestimmt nicht unterbinden, ich sehe nur einfach keine logische Analogie zwischen dem Serbien der 90er Jahre und Nazideutschland - bis auf den Punkt, dass diese Analogie propagandamäßig gezogen wurde, um uns gegen Serbien aufzuhetzen.

  • 24

    Kommentar von Time

    5. Januar 2008 @ 22:25

    @Eisvogel/23

    Hallo Eisvogel,

    beim deutschen Engagement ging es vielleicht nicht allein darum, wieder “gegen Serbien” vorzugehen. Den politischen Eliten des wiedervereinigten Deutschlands, die sich zweifellos in Hochstimmung befanden - 1990 waren wir zudem noch Fußball-Weltmeister geworden, hihi - sahen ua wohl auch eine günstige Gelegenheit, alle Möglichkeiten einer Mittelmacht wieder zu erlangen, auch die militärischer Aktion. Und dann bot der unglaubliche Propagandakrieg gegen Serbien, in dem Milosevic mit Hitler gleichgesetzt wurde, Srebrenica mit Auschwitz, deutsche Nazi-Schuld durch die angebliche Schuld der Serben verschwinden zu lassen bzw zu relativieren.

    Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hufeisenplan finden Sie weitere Informationen. Unten auf der Seite gibt es ein Link zu einem PDF, das einen Beitrag der Fernsehsendung “Monitor” enthält, der absolut lesenwert und meines Wissens vor Gericht als wahr festgestellt worden ist: “Es begann mit einer Lüge Manuskript zum Monitor-Beitrag (PDF)”. Dort besonders klasse: Ziege, äh Scharping behauptete, die Serben hätten Kerzen auf den Dachböden aufgestellt, dann das Gas aufgedreht und so die Häuser der Albaner gesprengt. Schönheitsfehler: Das Gas ist schwerer als Luft und steigt nicht auf (PDF S13/14).

    Mit freundlichen Grüßen

    von Time

  • 25

    Kommentar von Eisvogel

    5. Januar 2008 @ 23:15

    Hallo Time,

    ich habe es eben gelesen. Vielen Dank für den Tipp - jetzt ist mir schlecht.

    Das ist noch viel ungeheuerlicher als ich dachte. Ich stimme Ihnen aber zu, dass es wohl in erster Linie kein Wandeln in Hitlers Fußstapfen als Selbstzweck war … allerdings bin ich diesbezüglich inzwischen, was “Israelkritik” angeht, nicht mehr bei allen sicher, und ich möchte es daher auch bei Serbien nicht vollkommen ausschließen.

    Ich habe in 5 Jahren Diskussion in einem Nahostforum die Erfahrung gemacht, dass unter der friedensbewegten Gutmenschenmaske, die sich nur darum sorgt, dass an den armen Palästinensern keine humanitäre Katastrophe verübt wird, und die ich anfänglich für wirklich nichts weiter als verblendete Blödheit gehalten habe, noch was anderes steckt. Wenn die Diskussion aggressiv wurde, kamen so manchmal Sprüche raus, die man eigentlich nur von Leuten sogar noch jenseits der NPD erwartet.

    Gut, das waren Privatleute im Zorn. Aber auch im Zorn kommt nur raus, was prinzipiell da ist. Ich bin auch bei Politikern skeptisch. Ganz gewiss war das aber nicht die einzige Motivation, da stimme ich Ihnen zu. Allerdings hat Scharping schon mit einer erheblichen kriminellen Energie gelogen…..

    Sie verwenden das Wort Ziege? Sie kennen “Die roten Strolche auch”? Ich muss mal suchen, ob ich das noch besitze oder verschenkt habe. Es ist genial.

  • 26

    Kommentar von Transatlantic Conservative

    6. Januar 2008 @ 1:35

    Ich habe eine solche Stinkwut!

    Ich habe soeben den Monitor/Hufeisen Text gelesen. Warum laufen diese Manipulatoren und Kriegsverbrecher, Schroeder, Fischer und Scharping, eigentlich noch frei herum, statt vor einem Tribunal zu stehen?

    Ich schaeme mich dafuer, dass ich mich derart habe verarschen lassen von der Kriegspropaganda Ende der 90er. Ich habe damals jedes Wort geglaubt.

  • 27

    Kommentar von Neo

    6. Januar 2008 @ 2:34

    Ich habe gerade die Geschichte mit dem Hufeisenplan gelesen. Wenn ich daran denke wie wir von unseren eigenen Politikern von vorne bis hinten belogen wurden dreht sich mir der Magen um.

    Dass am Krieg gegen Serbien etwas faul ist, konnte man sich ja schon denken als einige Details des Vertrags von Rambouillet bekannt wurden. Dass die Luegen aber derart weit gingen und vor allem derart dreist waren setzt dem ganzen die Krone auf.

    Von Rechts wegen gehoert die gesamte Riege der Bundesregierung der damaligen Zeit vor Gericht gestellt wegen “Planung und Durchfuehrung eines Angriffskrieges”. Aber so wie ich unser Land kenne wird so viel passieren wie bisher, naemlich nichts.

    Ich frage mich wie lange das alles noch gehen wird. Ich moechte erleben das Deutschland wieder von ehrbaren Politikern regiert wird.

  • 28

    Kommentar von Parzival

    7. Januar 2008 @ 13:27

    Hier noch einige Links zum Thema:

    Es begann mit einer Lüge als Video:

    http://video.google.de/videoplay?docid=9022337190221762301

    weiter Infos zu Manipulation des Volkes durch Medien und Politiker:

    http://squat.net/gib/x_index.htm

    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/NATO-Krieg/wimmer.html

    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Medien/loquai.html

    fehlgeschlagener Versuch bürgerliche Grundfreiheiten einzuschränken um auf diese Weise das eigene verbrecherische Handeln nachträglich per Gesetz mit dem Anschein von Legalität auszustatten:

    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/NATO-Krieg/voelkermord2.html

    Die Folgen des Nato-Krieges gegen Serbien: Ethnische Säuberungen im Kosovo:

    http://www.kosovo.net/www.besimi.com/prizreni/default.htm

    http://video.google.de/videoplay?docid=4214974207914289532

    Über Kosovo

    http://video.google.de/videoplay?docid=-8122798335678551981

  • 29

    Kommentar von FreieWelt

    8. Januar 2008 @ 21:18

    @ Eisvogel (#23):

    Es war auch eher eine allgemeine Bemerkung, wie mit manchen Themen in Medien, in der “Bildung” etc. umgegegangen wird. Es gibt keine Deckungsgleichheit, aber schon so einige Parallelen. Nicht nur, was die Kollektivschuld betrifft, sondern auch die sozialen Umstände vor der Wahl, die Geldgeber im In- und Ausland, die Vorgeschichte und das Verhalten der anderen Länder usw. Aber lassen wir das, zumindest hier und jetzt.

    @ Time:

    Und dann bot der unglaubliche Propagandakrieg gegen Serbien, in dem Milosevic mit Hitler gleichgesetzt wurde, Srebrenica mit Auschwitz, deutsche Nazi-Schuld durch die angebliche Schuld der Serben verschwinden zu lassen bzw zu relativieren.

    Das ist das Ziel der deutschen Politik? Wenn ja, dann arbeiten die Politiker ziemlich schlecht.

    Klar ist, daß Schröder, Scharping, Fischer & Co. Verbrecher sind. Wobei die Oppositionspolitiker ja auch alle ihrer Meinung waren. Und die anderen Europäer ja auch. Und die Amerikaner ja auch.

    Und kann es nicht einfach sein, daß Politiker und Medien dem Volk alles erzählen können, daß das schon immer und überall so war und immer und überall so sein wird? In den Neunzigern ging das also durch… Aber in den Dreißigern und Vierzigern, da hätten alle alles wissen müssen!

    Zum Glück wurden wir übrigens nicht bombardiert. Verdient hätten wir’s gehabt, die Regierung sowie die meinungsgleiche Opposition waren demokratisch gewählt. Wir hätten uns ja nicht mal über unseren Tod beklagen dürfen, denn damit hätte man Opfer und Täter vertauscht!

    Ich hoffe, ihr ordnet das richtig ein. Aber ist doch mal interessant, ein bißchen nachzudenken, oder?

  • 30

    Kommentar von Time

    8. Januar 2008 @ 22:43

    @FreieWelt/29

    Hallo FreieWelt,

    ich schätze Ihre Kommentare. Ja, das war und ist mE eins von vielen Fernzielen deutscher (politischer, intellektueller) Eliten - und ich finde dies Ziel nicht grundsätzlich verkehrt - Deutschland (als Führungsmacht der EU?) in die Riege der Großmächte zu bringen und andererseits (notwendigerweise) die Hölle-3.-Reich zu relativieren, zu verkleinern, als letztendlich als bedauerlichen Faux-Pas zum endgültigen Verschwinden zu bringen, “Schlummert nicht in uns allen ein kleiner Hitler? - die Serben hatten doch auch KZs!” Dass diese Politik erfolgreich war, sehen Sie daran, dass Serbien das Kosovo verlieren wird, und das sehen Sie mE daran, dass sich bis heute nur eine kleine absurde Zeitschrift wie die “konkret” in der gigantischen deutschen Auflagenlandschaft mal traut, die Angelegenheit auch aus serbischen Augen zu betrachten.

    Scharping (”Ziege”, Eisvogel, habe ich glaub ich von einem Titelblatt der “Titanic”) ist mE ein Beispiel für die unglaubliche Mittelmäßigkeit unserer Eliten aber solange kein Verbrecher, solange dies nicht zumindest durch ein Feldgericht festgestellt wird. Und wenn er erschossen wird, dann wird er als Bürger erschossen, nicht als Ork (hallo, das ist jetzt Literatur…)!

    Und den Leuten, den kann man immer weniger weismachen, weil alle lesen und schreiben können (und das ist nur im Westen so). Die sind fähig, die Dinge allein zu beurteilen, aber sie warten zu Recht auf Argumente, auf etwas, was sie begeistert und überzeugt. Im neuen Spiegel ein Artikel zur Jugendgewalt, sie wird mohammedanistisch verortet, zum ersten Mal auch dort.

    FreiWelt, Ihr Name ist Programm und die Zukunft, an die ich fest glaube!

    TIME

  • 31

    Kommentar von argusauge

    23. Januar 2008 @ 13:22

    Hallo fjordmann,

    Deine Artikel sind sehr gut, hervorragend recherchiert und durchdacht. Aber es ist oft an falscher Stelle von “OTTOMANEN” die Rede, heißt es nicht an dieser Stelle “OSMANEN”?????? Dies ist evtl. auch ein Übersetzungsfehler, bitte mal überprüfen, macht keinen guten Eindruck!
    Ansonsten, schön, dass es Deine klugen Beiträge gibt,
    Grüße von argusauge

  • 32

    Kommentar von Eisvogel

    23. Januar 2008 @ 13:43

    Hallo argusauge,

    schön, dass Dir Fjordmans Artikel gefallen, ich finde sie auch großartig.

    Ottomanen” und “Osmanen” sind Synonyme. Da Ottomanen aber wohl der etwas ältere Ausdruck ist und Osmanen der moderne, gebräuchliche, werde ich es ändern. Danke für den Tipp.

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