Lionheart - englischer Blogger soll verhaftet werden

von Eisvogel um 23:01 am 4. Januar 2008

Wie The Transatlantic Conservative berichtet, soll ein britischer Blogger - Lionheart (Bild links stammt von seiner Seite) - wegen Aufstachelung zum Rassenhass verhaftet werden, wenn er in sein Land zurückkehrt. Er hält sich zur Zeit in Amerika auf.

PI hat seine Botschaft aus dem Exil ins Deutsche übersetzt:

Die kulturelle Waffe in den Händen des modernen Dschihad in Großbritannien bringt die Opposition zum Schweigen, indem sie unsere eigenen Gesetze gegen uns verwendet — Die dummen, dreckigen Ketzer, wie Muslime uns hinter verschlossenen Türen gegenüber ihren Kindern nennen würden.

Was ist aus meiner Heimat geworden, dem Land, für das meine Vorväter gekämpft haben und gestorben sind auf den Schlachtfeldern der Welt, wenn eines ihrer Kinder gezwungen wird jahrelanger Gefangenschaft entgegenzusehen für das Einstehen, für das Gute und Richtige in der britischen Gesellschaft?

Wenigstens haben meine Worte der Wahrheit offenbar die Augen und Ohren der Leute erreicht, gemessen an den Kräften, mit denen man mich jetzt zum Schweigen zu bringen versucht —Tyrannei der Dritten Welt, in dem was als Demokratie des 21. Jahrhunderts gilt!

Wen habe ich getötet? Wen habe ich gedroht zu töten? Niemanden. Alles, was ich getan habe, war, über meine Realität auf einem Computerschirm zu schreiben. Jetzt droht mir das Gefängnis in meinem eigenen Land, weil ich für mich selbst und andere eingestanden bin.

Was ist mit denen passiert, die mein Leben bedroht haben oder die meine Freunde getötet haben – NICHTS - dies ist die britische Gerechtigkeit des 21. Jahrhunderts.

Lionheart bloggt aus der englischen Stadt Luton, einer Gemeinde, die seinen Berichten nach die Frontlinie der Al Kaida in England ist und auch einer der Ausgangspunkte für die Terroranschläge in London vom 7. Juli 2005 war. Im Jahr 2007 war Lionheart der englischen Polizei bei der Ermittlung gegen pakistanische Moslems behilflich, die auch zu einer Verhaftung führten. Daraufhin sah er sich Morddrohungen von Moslems ausgesetzt und wurde von der Polizei, der er zuvor geholfen hatte, im Stich gelassen.

Er musste sein Geschäft aufgeben, sein Heim verlassen, er wurde zum Vagabund im eigenen Land. Er berichtet sogar das Uneheuerliche, Unvorstellbare, dass Familienmitglieder von ihm im vergangenen Jahr aufgrund seiner Arbeit ermordet wurden. Hier sein Bericht.

Zuerst holten sie die englischen Blogger….

titelt Gates of Vienna in Anlehnung an das bekannte Zitat von Pastor Martin Niemöller zum Thema. Ein Zitat, das uns mahnen soll, nicht zu schweigen, nur weil wir (noch) nicht selber betroffen sind. Am Ende könnte keiner mehr da sein, der für uns spricht. Aber das ist nicht der einzige Grund, nicht zu schweigen:

Es geht vor allem auch darum, einem von uns zu zeigen, dass er nicht alleine ist, zu versuchen, ihm zu helfen - ganz unabhängig davon, ob wir befürchten, dass uns das früher oder später auch passieren könnte oder nicht.

PI hat die Adresse der Botschaften Ihrer Majestät in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht. Ich halte im allgemeinen nicht viel davon, alle möglichen Stellen anzuschreiben. In diesem Fall könnte es sinnvoll sein und Lionheart helfen.

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19 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von Transatlantic Conservative

    5. Januar 2008 @ 0:30

    Eisvogel

    Ich danke Dir, dass Du in diesem Fall von Deiner Politik, nichts Tagesaktuelles zu posten, abgekommen bist und Dich diesen symptomatischen Geschehnissen widmest.

    Ich wuensche mir so, dass die Menschen in Europa endlich begreifen, dass man eine Diktatur nicht unbedingt kommen sieht oder hoert, und dass es da eine moderne Variante auf Samtpfoten gibt, die uns gerade umschleicht.

    Wir Blogger und Kommentatoren sind hier gefragt. Ausser uns kuemmert sich keiner einen Scheiss um die Zukunft Europas und der Freien Welt. Hauptsache Spass! Kommt mir gerade alles sehr 20er Jahre-maessig vor. Das Intrumentarium wird ausgelegt.

  • 2

    Kommentar von Bokito

    5. Januar 2008 @ 1:20

    hmmm…. viel retten kann ich auch nicht.

    Vielleicht ein kurzer Rückblick auf das Europa der letzten 20 Jahre: Bis in die 80er Jahre wurde man als deutscher (damals war ich als Schüler auf diversen Austauschen) noch regelmässig in England oder Frankreich auf die Nazi-Rolle festgelegt. Man hörte sich dumme Sprüche an und war bemüht, immer wieder klar zu stellen, dass man ja kein böser Deutscher ist, sondern voll der Weltbürger etc. etc.

    Seit Ende der 90er Jahre habe ich auf Reisen nach Frankreich und - ganz selten - Großbritannien immer wieder bemerkt, dass diese ganze Nazi-Nummer (beispielsweise die Artikel der Boulevard-Zeitung SUN) dort fast mehr als Folklore und Jux aufgefasst werden, als hier in Deutschland.
    Besonders in Frankreich wurde ich in den letzten fünf Jahren schon öfters - sinngemäß - gefragt:”.. ist es bei Euch auch schon so schlimm, wie hier?”

    Zurück zum Faschismus will ich nicht, das alte Gutmenschen-Weltbild, dem ich auch lange geglaubt habe, ist auf dem Müll gelandet … naja … seien wir optimistisch, was noch kommt :twisted:

  • 3

    Kommentar von Steppenwolf

    5. Januar 2008 @ 1:56

    Die Diktatur der Eurokraten wird verfestigt.

    Noch in kleinen Schritten.

    Wenn der ” Point of no retourn” überschritten ist, wird sie mit aller Macht über Eurabia hinein brechen.

    Erstaunlich nur, daß die Engländer am weitesten vorpreschen.

    Vor 25J hätte ich mir das, bei diesem stolzen Volk nicht vorstellen können.

  • 4

    Kommentar von Steppenwolf

    5. Januar 2008 @ 2:34

    Man muß es sich das einmal vorstellen.
    Ein brüsseler Bürokrat, egal durch welche Umstände, er dahingespült wurde, hat die Macht für fast 500 Mio. Menschen Gesetze in die Wege zu leiten und sieht nun die Möglichkeit für 1 Mrd. Menschen Gesetze zu erlassen.
    Ein Bürokratentraum(Eurabia).
    In seinem Leben ein Gesetz durchzubringen, daß 1 Mrd. Menschen befolgen müssen.
    Er kommt sich vor, wie Mohammed.

    Brüssel wimmelt von solchen Mohammeds.

  • 5

    Kommentar von Neo

    5. Januar 2008 @ 2:36

    Ich befuerchte nur, daß das erst der Anfang ist. Wenn erst mal der EU-Vertrag ratifiziert ist koennen wir uns wahrscheinlich auf einiges gefasst machen.
    Wenn dieses Machwerk erst mal in Kraft ist, ist Deutschland nicht mehr viel mehr als eine EU-Provinz. Merke: Das EU-Recht steht über allem.

  • 6

    Kommentar von quer

    5. Januar 2008 @ 9:28

    Ich sehe zweierlei:

    Ich sehe die (wenigen) Kinder ihre Eltern (wie weiland die 68′er) fragen: “Wie konntet ihr das geschehen lassen?”

    Und ich sehe die gleichen Kinder über ihre Eltern kopfschütteln, sie verachten und sich in Freiheitskampfbünden zusammenschließen. Mit der Waffe in der Hand.

    Ich sehe sie zusammen Seite an Seite brüderlich für die Freiheit kämpfen: Deutsche, Franzosen,Engländer,Spanier und die anderen. Europa wird nochmal von vorne beginnen müssen. Wir waren/sind nicht in der Lage die gewonnene Freiheit zu verteidigen. Unsere Kinder werden sie neu erkämpfen müssen. Sage bloß einer, Geschichte widerhole sich nicht. 60/70 Jahre Insel der Glückseligen kann offenbar nicht gutgehen. Soviel Freiheit und Wohlstand macht offenbar träge und denkfaul. Es wird sich rächen.

  • 7

    Kommentar von Eisvogel

    5. Januar 2008 @ 9:31

    Ich danke Dir, dass Du in diesem Fall von Deiner Politik, nichts Tagesaktuelles zu posten, abgekommen bist

    Das habe ich schon früher gelegentlich gemacht, TC. Diese “Politik” basiert ja nicht auf prinzipiellen Erwägungen, sondern darauf, dass das PI bereits hervorragend macht, und es lächerlich und unnötig wäre, wenn ich PI als Plagiat hinterherhechle.

    Es ist auch weniger die Information, um die es hier geht (dazu wär’s nicht nötig gewesen, wer hier liest, liest auch PI), sondern das, was dahintersteht und eben auch eine Solidaritätsbekundung. Das war es auch in den Fällen, wo ich früher schon von “der reinen Linie” abgewichen bin, beim Selbstmord Pfarrer Weißelbergs, bei einer Drohung gegen verschiedene Blogger (ich habe nämlich einen Albtraum) , bei der Attacke auf die dänische SIAD.

    Ich habe - zugegebenermaßen - wegen des bei Lionheart, TC und PI benutzten Fotos kurz etwas gezögert und auch hier lieber ein anderes gewählt. Ich habe ja nichts gegen ein Kreuzritterhemdchen, aber die Ritterrüstung auf dem Kopf hat mich schon …nun naja ein bisschen :roll:

    Es ist aber gleichgültig. Wenn er verrückte Sachen gemacht hätte, die gegen normale Gesetze verstoßen, hätten sie ihn ja wegen dieser verrückten Sachen verhaften können. Haben sie aber nicht. Sie haben das neue EU-Gesetz benutzt: Aufstachelung zum Rassenhass.

    Es war auch schon vorher nicht erlaubt, wüste wirklich rassistische Beschimpfungen loszulassen, alle europäischen Rechtsstaaten hatten auch schon vorher Gesetze gegen Beleidigung und Verleumdung, die vollkommen ausreichend waren. Dieses neue Gesetz dient zu nichts anderem als dazu, den Widerstand gegen die Islamisierung gesetzlich unterbinden zu können. Vermutlich ist es den Herrschaften in Brüssel und den europäischen Hauptstädten schon klar, dass sich das Volk das nicht wortlos bieten lassen wird - und sie haben vorgesorgt.

    Möglicherweise ist Lionheart wirklich ein Exzentriker und unterscheidet sich von seriösen Bloggern wie den PI-Machern. Aber auch das hat nichts zu bedeuten, denn es ist schon klar, dass Exzentriker und Leute, die etwas verrückt wirken, die ersten Opfer sind.

    Insofern könnte man das Niemöller-Zitat, das Gates of Vienna erwähnt hat, vielleicht etwas abwandeln. Sie holten nicht zuerst die englischen Blogger, sondern:

    Zuerst holten sie die Blogger in den irren Kreuzfahrerkostümen, ich habe geschwiegen, denn ich würde ja nie im Leben so etwas anziehen.

  • 8

    Kommentar von Eisvogel

    5. Januar 2008 @ 13:08

    Seit Ende der 90er Jahre habe ich auf Reisen nach Frankreich und - ganz selten - Großbritannien immer wieder bemerkt, dass diese ganze Nazi-Nummer (beispielsweise die Artikel der Boulevard-Zeitung SUN) dort fast mehr als Folklore und Jux aufgefasst werden, als hier in Deutschland.

    Ich glaube, damit triffst Du ins Schwarze, Bokito. Ich habe allerdings auch früher niemals etwas Böses von Ausländern gehört, auch nicht von Israelis.

    Vor einiger Zeit haben mein Sohn und ich uns an einem verregneten Sonntag einen Spaß draus gemacht, im Internet nach Reiseführern zu suchen, in denen Amerikanern nahegebracht wird, was in Deutschland Sitte ist und was man beachten muss. Das war sehr lustig (leider finde ich es nicht mehr). Zum Beispiel wurde unsere Gewohnheit, innerhalb der Wohnung oder von Bürogebäuden Türen zuzumachen, angesprochen - etwas, das amerikanische Austauschschüler oder Büroangestellte als abweisend sehen, als absolutes Signal dafür, bloß nicht reinzukommen.

    Unter anderem wurde Amerikanern dabei auch eingeschärft, bloß keine “lustigen” gutmütig gemeinten Witze damit zu machen, indem man zum Beispiel den deutschen Studienkollegen mit dem Hitlergruß begrüßt oder spaßig mit “Jawoll, mein Fuhrer” antwortet, wenn er etwas vorschlägt, weil selbst sehr junge Deutsche das merkwürdigerweise schockierend finden und überhaupt nicht amused darüber sind.

    Was uns wiederum hochgradig merkwürdig erscheint, ist, dass es Menschen auf Erden gibt, denen man das extra sagen muss, oder?

  • 9

    Kommentar von Time

    6. Januar 2008 @ 11:07

    Hallo allahseits,

    diese Vollidioten sind sich für keine Peinlichkeit zu schade, gestern in der FAZ:

    “Allah” verboten - Malaysia hat einer katholischen Zeitung verboten, das Wort “Allah” zu benutzen. Das sagte Religionsminister Abdullah Md Zin. Der Herausgeber der “Herald - The Catholic Weekly”, Andrew, hatte zuvor mitgeteilt, die Regierung habe die Zulassung der Zeitung ohne Auflagen erneuert. Abdullah dagegen sagte, “Allah” dürfe weiterhin nicht von Nicht-Muslimen benutzt werden. (Reuters)

    … uijuijui, und ganz oben kann man lesen, dass Mohammedanismuskritik in England jetzt als Straftat geahndet wird. Da habe ICH aber Glück gehabt, denn wenn ich auf Kosten anderer Dampf ablassen will, mache ich mich immer über die rein FIKTIVE Ideologie des Pisslahm lustig. Dieser hängt eine ulkige Truppe von (fiktiven) Orks an, die ein Mondkalb namens Knallah (fiktiv) verehren und dessen fiktiven Profiteur Klo H. Metzel, der auch Autor des fiktiven Kochbuchs “Mein Kloran” ist. Ich selbst hänge ja bekanntermaßen dem fiktiven Timismus an.

    Mit fiktiven Grüßen,

    Time-the-fiction (fym)

  • 10

    Kommentar von D.N. Reb

    6. Januar 2008 @ 14:49

    Im Iran ist das Praxis. Wo ist der Unterschied zur EU? Doch nur in der Verschleierung und Tarnung. Wir haben kein Mullahregime aber Regime, die die Mullahs mehr achten als ihre Freiheitsrechte. Da wundert es mich, dass es jemanden wundert. Konsequent wäre, würde die EU ein Embargo gegen sich selbst verhängen.

  • 11

    Kommentar von Bokito

    6. Januar 2008 @ 21:11

    don’t mention the war :lol:

  • 12

    Kommentar von Bokito

    6. Januar 2008 @ 21:18

    @Eisvogel: ich bin mal eine Zeitlang Ende der 90er Jahre im beschaulichen Universitätsstädtchen Göttingen Taxi gefahren. Ich hatte damals hin und wieder niederländische und belgische Fahrgäste, die mir Dinge erzählten, die ich als damaliger Supergutmensch nicht glauben wollte. Zehn Jahre später siehts anders aus.

  • 13

    Kommentar von Chrisimo

    8. Januar 2008 @ 17:40

    Wie es scheint könnte Lionheart ein BNP Mitglied sein. Das sollte vielleicht zu dem Beitrag erwähnt werden, damit keine falschen Sympathien mit ihm aufkommen.

    http://littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=28517_UK_to_Prosecute_Blogger_for_Criticizing_Islam&only

  • 14

    Kommentar von Eisvogel

    8. Januar 2008 @ 19:32

    @Chrisimo: Für den Sachverhalt ist es völlig uninteressant, welcher Partei Lionheart angehört.

  • 15

    Kommentar von Chrisimo

    9. Januar 2008 @ 8:40

    Da stimme ich Dir zu. Ich fand es dennoch eine interessante Information. Ich hatte allerdings auch vergessen, dass es ja gar nicht Dein Ziel ist, bei einer möglichst großen Leserschaft Zustimmung zu finden, weil dann die Gefahr besteht, dass Du Dich zu sehr politisch korrekt verhältst. Da ist ja leider auch was Wahres dran.

  • 16

    Kommentar von Eisvogel

    9. Januar 2008 @ 10:10

    Ich freue mich schon über viele Leser, Chrisimo :wink:

    Ich möchte mich nur nicht wie die MSM verhalten, die ängstlich auf die Tabus des Mainstreams starren und sich ihm anpassen, um ja keinen Leser zu verprellen. Das ergibt bei einer Zeitung noch einen gewissen wirtschaftlichen Sinn, aber es ist dumm, wenn das Blogs machen.

    Ich kann die BNP nicht einschätzen, habe mich auch nicht damit befasst, aber sie ist in Großbritannien nicht illegal.

    Es ist schon klar, dass dieses neue EU-Gesetz zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit zuerst auf Leute angewendet wird, von denen man hoffen kann, dass der Mainstream sich empört von ihnen distanziert.

    Genau das mache ich deshalb bewusst nicht.

  • 17

    Kommentar von Chrisimo

    9. Januar 2008 @ 11:16

    Um ehrlich zu sein, weiß ich über die BNP auch nicht viel. Nur das, was man eben “so hört”. Und das was man so hört erweckt bei mir den Eindruck, dass ich mit denen nichts zu tun haben möchte, so ähnlich, wie bei uns die NPD.

    Nehmen wir mal an, Lionheart wäre ein Rassist. Vielleicht hat er sogar die ganze Geschichte erfunden oder zumindest verdreht. Ich halte das für keineswegs ausgeschlossen. Allerdings ändert das ja nichts an der Situation in England, wo Moslems auf die Straße gehen und offen zum Mord aufrufen können und dafür nicht belangt werden (das ist dabei ja leider nur ein Beispiel).
    Das erschreckende an der Lionheart-Situation ist ja, dass es sehr wohl wahr sein kann. Ebenso kann es sich bei uns in Zukunft so entwickeln.

    Für eine Seite wie PI z.B. wäre es natürlich von Nachteil, wenn Lionheart nun wirklich rechtsradikal ist und noch viel mehr, wenn sich das ganze als Betrug herausstellt, da PI (zumindest meiner Meinung nach) versucht, die Menschen wachzurütteln.

    Deine Seite scheint sich ja mehr an diejenigen zu richten, die den Islam als eine konkurrierende Gesellschaftsform erkannt haben, der unsere in der Zukunft ersetzen wird, wenn wir es zulassen. Insofern macht es auch nicht so viel aus, wenn sich ein Einzelbeispiel als etwas anderes erweist, als es ursprünglich erschien.

  • 18

    Kommentar von Eisvogel

    9. Januar 2008 @ 11:45

    Ich war - wie ich oben schon geschrieben habe - auch zunächst etwas unschlüssig, was ich von Lionheart als Person halten soll und bin’s noch. Ich dachte dabei weniger an einen Rechtsradikalen sondern eher an das Kreuzfahrerkostüm mit Maske auf dem Foto.

    Ja, es ist nicht auszuschließen, dass mit dem Haftbefehl etwas nicht stimmt. Ich bin mir dessen bewusst und auch der Tatsache, dass sich das Engagement für ihn als peinlich herausstellen könnte.

    Seine Informationen über Luton und die dortige Moslemgemeinde hat er aber gut mit Berichten aus MSM untermauert. Ich bin überzeugt, in Teilen Englands sieht es fürchterlicher aus als überall hierzulande und stelle es mir entsetzlich vor, wenn die eigene Heimatstadt einfach so in eine Djihad-Basis umgewandelt wird. Das hat nochmal eine andere bedrohliche Qualität als U-Bahn-Schläger.

    Du sprichst hier ein grundlegendes Problem an, das schon öfter diskutiert wurde. PI muss sicher mehr auf die Vermeidung von Peinlichkeiten achten als ich, PI wird langsam zum MSM - und ich meine das nicht inhaltlich oder gar kritisierend, sondern nur zahlenmäßig und vom Bekanntheitsgrad her.

    Ich vermute sogar, dass die echten MSM genau aus dem Grund langsam in die PC gerutscht sind, die heute teilweise bizarr ist und schlicht zur Propaganda mutiert ist, weil sie solche Dinge beachteten. PI hat das aber noch sehr gut im Griff, und ich hoffe, sie halten das durch. Das ist in ihrer Position nicht leicht! Es ist immer eine Gratwanderung.

    Im Grunde bin ich aber der Ansicht, dass man das Risiko der Peinlichkeit - wenn man sich geirrt hat - aushalten muss. In Lionhearts Fall sehe ich das Risiko allerdings nur darin, dass die Geschichte nicht stimmt, nicht darin ob er ein Rassist ist oder nicht. Er hat nichts Rassistisches gebloggt und selbst wenn ein Neonazi oder von mir aus auch ein “Islamist” für etwas verhaftet wird, was er nicht getan hat, ist das nicht richtig.

    Pfarrer Niemöller verwendet in seinem bekannten Zitat ja auch als erstes die Kommunisten, deren Ideologie er garantiert abgelehnt hat.

    Es mag aber Leute geben, die denken, Hauptsache, der kommt wegen irgendetwas weg, auch wenn er in dem einen Fall unschuldig ist. Ich denke das nicht.

    Die BNP unterscheidet sich sicher in einem wichtigen Punkt von der NPD … sie klebt mit Sicherheit nicht mit dem Kopf im Schlamm in der Vergangenheit fest und versucht verzweifelt, die Geschichte umzuschreiben und zu verharmlosen. Das würde bei einer englischen Partei keinen Sinn machen.

    Im Grunde ist für mich stets die Haltung zu Israel eine Spreu-vom-Weizen-Trennmaschine für eine Partei oder Gruppierung. Nicht weil das das einzig Wichtige ist, aber weil das irgendwie auf eine Grundhaltung hindeutet.

    Lionheart mit seinem Bildchen mit den zwei Schildern zeigt da eine eindeutige Stellungnahme.

  • 19

    Kommentar von Chrisimo

    9. Januar 2008 @ 12:19

    Im Grunde bin ich aber der Ansicht, dass man das Risiko der Peinlichkeit - wenn man sich geirrt hat - aushalten muss.

    Vollkommen richtig. Allerdings schadet es in diesem Zusammenhang nicht, wenn man neue Informationen, die für das Thema relevant sein könnten, erwähnt. Einfach als Angebot zur Information - ohne Wertung. Zumindest im Falle von PI, die ja oft in die rechtsradikale Ecke gestellt werden. Aber im Grunde ist das eine Strategiefrage, bei der ich auch keine endgültige Weisheit anzubieten habe.

    Er hat nichts Rassistisches gebloggt und selbst wenn ein Neonazi oder von mir aus auch ein “Islamist” für etwas verhaftet wird, was er nicht getan hat, ist das nicht richtig.

    Nun, im Falle von Islamisten würde ich es anders sehen. Diese sehe ich als viel gefährlicher an, weil sie in der Zukunft unsere Gesellschaft übernehmen/ersetzen können. Je weniger es davon gibt, desto langsamer schreitet diese Übernahme meiner Meinung nach voran. Wenn man also die Möglichkeit hat, sie einzusperren/auszuweisen, dann sollte jede Möglichkeit genutzt werden, auch wenn man denen dafür vielleicht etwas anhängen müsste, was sie nicht getan haben.

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