Neid und die Angst vor Neid

von Eisvogel um 18:51 am 23. Januar 2008

Originaltitel: The Secret to the Suicidal Liberal Mind
von Jack Wheeler für Freedom Research Foundation vom 21. Januar 2002

Zufällig habe ich beim Surfen einen interessanten englischsprachigen Artikel gefunden, der bereits sechs Jahre alt ist, aber dennoch meiner Ansicht nach heute so aktuell wie damals. Insbesondere scheint er mir wunderbar in die Diskussion um Jens Jessen und ähnliche Gestalten zu passen. Sicher gibt es einige, die political Correctness und daraus folgende Islamisierung und Kulturzerstörung vorsätzlich vorantreiben, manche tun es möglicherweise auch unbewusst, und wahrscheinlich gibt es zwischen beiden Gruppen auch Überschneidungen.

Jack Wheeler untersucht das Phänomen (ich habe hier für das Wort “liberals” als Übersetzung “Gutmenschen” gewählt, weil es mir am besten zu passen scheint) aus einem anthroplogischen Blickwinkel, genauer gesagt sieht er es als eine moderne Form der atavistischer Abwehr von schwarzer Magie und bösem Blick, als Spiel von Neid und Neidabwehr. Hier ist die Übersetzung seines Artikels:

Was haben Harvardpräsident Larry Summers, der Taliban John Walker, die Verantwortlichen bei Delta Airlines und die Herausgeber der New York Times mit Frauen vom Stamm der Yanomamo im Dschungel des Amanzonasgebiets gemeinsam?

Die Antwort auf diese Frage liefert das Verständnis für die Wurzel der gutmenschlichen “weißen Schuld”. Ströme von Tinte sind in Zeitungen, Magazinen und Journalen dabei geflossen, über die bodenlose Schuld, welche die gutmenschliche Seele durchdringt, nachzusinnen und sie zu beklagen.

Paul Craig Roberts, Ökonom und Kolumnist, schreibt eloquent über den antiweißen Rassismus, der in amerikanischen Universitäten endemisch ist und der weiße Männer als den Ursprung allen Übels dämonisiert. Shelby Steele vom Hoover Institute führte kürzlich im Wall Street Journal aus, wie weiße Schuld rassistischen Gauklern wie zum Beispiel Cornel West Macht verschafft.

Der Selbsthass des weißen amerikanischen Gutmenschen ist so gesichert und gut dokumentiert wie Einsteins Relativitätstheorie. Ein typisches Beispiel ist zum Beispiel die Schriftstellerin Susan Sontag, die die weiße Rasse “als Krebsgeschwür der Menschheitsgeschichte” diffamiert.

Rassenhass gegen die eigene Rasse - Autorassismus - wurde zum bestimmenden Charakteristikum der gutmenschlichen Geisteshaltung. Und doch bleibt die Quelle dieser selbstmörderischen Schuld ein Geheimnis.

Klar zu verstehen, was Gutmenschen davon abhält, ihre Kultur zu verteidigen, ist heute überlebensnotwendig - ein absolutes Muss, wenn Amerika vor islamischen Terrroisten und anderem Volk, das seinen Untergang wünscht, bewahrt und geschützt werden soll.

Ausbeutung und schwarze Magie

Um das zu verstehen, müssen wir an den Amazonas reisen. Bei den Yanomamo und anderen Stämmen tief in den Regenwäldern des Amozonas, die immer noch den arachaischen Lebensstil der Jäger und Sammler unserer Vorfahren aus der Altsteinzeit pflegen, ist es ein allgemein anerkannter Brauch, dass eine Frau, nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht hat, tränenreich verkündet, ihr Kind sei hässlich.

In einer lauten, selbsterniedrigenden Klage, die der ganze Stamm hören kann, fragt sie, warum die Götter sie mit einem so erbärmlich abstoßenden Kind verflucht haben. Sie tut das, um die neidische schwarze Magie des bösen Blicks, des Mal Ojo, zu bannen, die sie und ihre Stammesmitglieder treffen würde, wenn bekannt wäre, dass sie glücklich über ihr wunderschönes Baby ist.

Anthropologen beobachten in den meisten primitiven und traditionellen Kulturen, dass “jedes Individuum in der ständigen Angst vor der magischen Aggression anderer lebt … es gibt nur eine Erklärung für unvorhersehbare Ereignisse: die neidische schwarze Magie eines anderen Dorfmitglieds.”

Denken Sie einen Augenblick über das Ausmaß nach, zu dem Stammesmitglieder in einer “primitiven” Stammeskultur ihr Leben mit Aberglauben, Hexerei, Voodoo, “schwarzer Magie” und dem “bösen Blick” ausfüllen. Für sie besteht die Welt daraus, Dämonen, Kräfte, Geister und Götter zu zähmen, die alle böswillig und gefährlich - in einem Wort: neidisch - sind.

Ein Großteil wenn nicht die Mehrheit der traditionellen Stammeskulturen, sei es am Amazonas, in Afrika oder auf den pazifischen Inseln, kennt das Konzept des natürlichen Todes nicht. Tod ist immer Mord.

Für die Shuara Jivaro aus dem östlichen Amazonasgebiet, die der erste Stamm waren, mit dem ich gelebt habe, gibt es drei Möglichkeiten, zu sterben: tatsächlicher Mord (wie zum Beispiel durch einen Speer im Bauch); Dämonenmord (Unfalltod, wie zum Beispiel durch einen umfallenden Baum während eines Sturms oder durch einen Schlangenbiss, was die Jivaros als die Tat eines Dämonen ansehen); oder Mord durch Zauberei (Tod durch Krankheit oder aus unerklärlichen Gründen, ausgeführt von einem neidischen Zauberer).

Die Jivaro, wie auch die Tiv in Nigeria, die Aritama in Kolumbien, die Dobua in Mikronesien, die Navaho im Südwesten der USA und Stämme ganz allgemein, schreiben Krankheit oder Unglück der neidischen schwarzen Magie eines persönlichen Feindes zu.

Neid ist die Quelle für den Glauben der traditionellen Kulturen an schwarze Magie, die Furcht vor dem neidischen bösen Blick.

Der grundlegende Ursache dafür, dass gewisse Kulturen statisch bleiben und sich nie weiterentwickeln (zum Beispiel Dörfer in Ägypten und Indien, die über Jahrtausende hinweg bis heute ungefähr gleich geblieben sind) ist das überwältigende Ausmaß, in dem die Menschen dieser Kulturen von Neid und Neidvermeidung beherrscht sind: Anthropologen nennen das die Neidbarriere.

Die Mambwe in Sambia zum Beispiel betrachten “erfolgreiche Menschen als düster, übernatürlich und gefährlich.” In mexikanischen Dörfer “bestimmt die Furcht vor dem Neid anderer Leute jedes Alltagsdetail und jedes Vorhaben.”

Die Einwohner eines hispanischen “Ghettos” in Colorado “setzen Erfolg mit Verrat an der Gruppe gleich; wer sich gesellschaftlich und wirtschaftlich nach oben arbeitet, wird als ‘ein Mann betrachtet, der sich an die Anglos verkauft’ hat, als jemand, ‘der auf dem Rücken seines eigenen Volkes nach oben geklettert ist.’”

Es ist die ultimative Ironie moderner Zeiten, dass linke Intellektuelle des marxistischen Typus sich selbst für die progressive Avantgarde des aufgeklärten zeitgenössischen Denkens halten - wobei in Wirklichkeit ihre Denkweise nichts als Atavismus ist, die Rückentwicklung zu einer primitiven Stammesmentalität. Was die Linke “Ausbeutung” nennt, nennen Anthropologen “schwarze Magie”.

Der Soziologe Helmut Schoeck (der auch die oben erwähnten anthropologischen Beobachtungen zusammengetragen hat) fasst in seinem bahnbrechenden Werk “Envy: A Theory of Human Behavior” zusammen:

Eine selbstmitleidige Neigung, über die Überlegenheit oder Vorteile anderer nachzusinnen, kombiniert mit einem vagen Glauben daran, er sei die Ursache für die eigene Entbehrung, findet sich auch unter gebildeten Mitgliedern unserer modernen Gesellschaften, die es eigentlich besser wissen müssten. Der Glaube der primitiven Völker an schwarze Magie unterscheidet sich nur wenig von modernen Ideen. Während der Sozialist sich vom Arbeitgeber ausgeraubt sieht oder der Politiker in einem Entwicklungsland sich von den Industrieländern ausgeraubt sieht, sieht sich der primitive Mensch von seinem Nachbarn ausgeraubt, und zwar dadurch, dass es dem letzteren geglückt ist, mittels schwarzer Magie einen Teil der Ernte des ersteren auf sein eigenes Feld zu zaubern.

Der primitive Atavismus linker Binsenweisheiten wie “die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer” illustriert am besten das Argument, dass man nur auf Kosten anderer gesund sein kann. Dass man, um eine gute Gesundheit zu haben und vor Energie und Vitalität zu strotzen, jemand anderen krank machen oder zu schwacher Gesundheit bringen muss - gerade so wie man, um reich zu sein, andere arm machen muss.

Die Gesunden sind gesund, weil sie unrechtmäßig die Kranken ausgebeutet und ausgesaugt haben, indem sie den gerechten Gesundheitsanteil des Kranken mit Hilfe von schwarzer Magie an sich gezogen haben. Also sind die Kranken krank, weil die Gesunden gesund sind. Wenn das absurd ist, dann ist es gleichermaßen absurd, dass die Armen arm sind, weil sie von den Reichen ausgebeutet wurden.

Die Angst vor dem Neid

Die Begünstigung der Neidischen und die Einschüchterung derer, die vor ihnen Angst haben, war und ist der Weg zur Macht aller modernen Demagogen, von Lenin und Hitler bis zu Jasir Arafat und Osama bin Laden.

Die drei großen politischen Pathologien des 20. Jahrhunderts sind alles Neidreligionen: Nationalsozialismus, der den Rassenneid gegenüber “den reichen, ausbeuterischen Juden” predigt; Kommunismus, der den Klassenneid gegenüber “der reichen, ausbeuterischen Bourgeoisie” predigt; und Moslemterrorismus, der den Kulturneid gegenüber “dem reichen, ausbeuterischen Westen” predigt.

Neid schüren war und ist stets die zugrundeliegende Strategie aller Varianten der politischen Linken, wie zum Beispiel auch der [amerikanischen] Demokratischen Partei. Was eine Frau vom Stamm der Yanomamo “schwarze Magie” und ein marxistischer Harvardprofessor “Ausbeutung” nennt, nennt Tom Daschle “Steuerersparnis für die Reichen.”

Und hier erkennen wir auch die geheime Furcht an der Quelle des selbstmörderischen gutmenschlichen Denkens. Es ist der Neid, der einen Nazi, einen Kommunisten oder einen Terroristen ausmacht. Es ist die Angst vor dem Neid, die einen Gutmenschenn ausmacht und die die Quelle seiner “Schuld” ist.

Das kann man am einfachsten an den Kindern wohlhabender Eltern erkennen. Erfolgreiche Geschäftsleute zum Beispiel, die ihren Wohlstand selbst erarbeitet haben, haben normalerweise einen gewissen Respekt für ihre eigenen Anstrengungen und das Wirtschaftssystem, das Erfolg ermöglicht.

Ihre Kinder, die nicht dafür arbeiten mussten, sind einfachere Zielscheiben für die Schuldeinredereien der Neidischen. Somit nehmen sie eine Haltung gutmenschlichen Mitgefühls als Neidabwehrschild ein: “Bitte beneidet mich nicht wegen des Geldes meines Vaters - schaut doch all die linken Anliegen und sozialen Regierungsprogramme an, die ich unterstütze!”

Teddy Kennedy ist der Archetypus dieses Phänomens

Das ist auch der Grund, warum Hollywood so gutmenschlich ist. Die riesigen Geldmassen, die Filmstars verdienen, stehen in einem so groben Missverhältnis zu dem Aufwand, der dafür notwendig ist, dass sie das Gefühl haben, es wäre unverdient. Und deshalb entschuldigen sie sich dafür. Die Strategie der Gutmenschen ist es, sich für ihren Erfolg zu entschuldigen, um die Neidischen zu besänftigen.

Gutmenschentum ist damit keine politische Ideologie oder ein Glaubenskonzept. Es ist ein Neidabwehrschild, eine psychologische Strategie zur Vermeidung, beneidet zu werden.

Ein definitives Charakteristikum sowohl von Neid als auch von Neidangst ist Masochismus. Neid ist nicht nur Hass gegenüber jemanden, der etwas hat, was man selber nicht hat - er ist die Bereitschaft, in masochistischer Weise jegliche Chance darauf, dieses Etwas jemals zu bekommen, aufzugeben, solange es nur die Person, auf die man neidisch ist, auch nicht hat.

Vergleichbar wird man je mehr man fürchtet, beneidet zu werden, in masochistische Selbstdemütigung und Versuche zum Neidappeasement getrieben.

Der Masochismus der Gutmenschen

Man kann die Leidenschaften der Linken als masochistische Verrücktheiten sehen. Was könnte idiotischer und masochistischer sein als gegen einen Raketenabwehrschild zu sein? Diese Opposition ist unverständlich, wenn man sich nicht von Rhetorik und rationalen Erklärungen frei macht und erkennt, dass dieses Volk in seinem emotionalen Kern nicht möchte, dass das Land verteidigt wird.

Der Irrsinn des Schwindels “Globale Erwärmung” kann nicht anders verstanden werden, als dass seine masochistischen Befürworter nicht wollen, dass ihre Zivilisation floriert. Die kulturzerstörende Einwanderungspolitik, vor der Pat Buchanan warnt, sie würde “den Tod des Westens” bedeuten, wurde von denjenigen eingeführt, die nicht wollen, dass ihre Kultur überlebt.

Die Tödlichkeit gutmenschlichen Neidappeasements ist, dass persönlich empfundene Schuldgefühle auf die verschiedenen Gesellschafts- oder Stammeskollektive projiziert werden, denen der Gutmensch angehört und die Teil seines Selbstbildes sind. Selbsthass wird zu Hass auf die eigene Gesellschaft oder Rasse transformiert.

Weiße männliche Gutmenschen werden zu Autorassisten und Autosexisten: rassistsisch gegen ihre eigene Rasse und sexistisch gegen ihr eigenes Geschlecht. Billige Demagogen wie ökofaschistische Umweltbewegte, Feminazis, Tier- und Homosexuellenrechtler, penetrante Rassenbewegte wie Jesse Jackson und Al Sharpton beziehen all ihre Stärke aus der Angst der Gutmenschen vor dem bösen Blick.

Gerade so wie die Frau aus dem Stamm im Amazonasgebiet sagt, ihr Baby sei hässlich, sagt der weiße männliche Gutmensch, sein Geschlecht, seine Rasse, sein Land, seine Zivilisation oder sogar seine ganze Spezies sei hässlich.

Ich begann, zu erkennen, wie das gutmenschliche Neidappeasement als Wurzel des Problems wirkt, als ich in den 1980er Jahren in Colleges über antisowjetische Widerstandsbewegungen in sowjetischen Kolonien wie Nicaragua, Angola, Mozambique und Afghanistan lehrte.

Die Studenten fingen ständig damit an, die Diskussion vom Sowjetimperialismus wegzulenken und zu der Feststellung einer moralischen Äquivalenz zwischen den USA und der UdSSR zu gelangen: “Wie können wir die Sowjets kritisieren, wenn wir genauso schlecht sind? Was ist damit, was wir den Indianern angetan haben?” wurde ich gefragt.

“Ich habe den Indianern nichts angetan,” antwortete ich. “Was haben Sie ihnen angetan?”

“Aber wir haben ihr Land gestohlen!”

“Ok. Geben wir es ihnen zurück. Fangen wir am besten bei Ihrem Eigentum an. Welchem Stamm möchten Sie das Haus und Grundstück Ihrer Familie überlassen? Welcher Stamm bekommt Ihre Stereoanlage?”

Einmal konnte ich die Unterbrechungen eines ganz besonders lauten und bockigen linken Studenten nicht mehr ertragen. Ich verlor die Geduld und sagte zu ihm: “Sieh mal, Junge, wenn du auf Masochismus stehst, dann such dir eine Nutte mit langen schwarzen Haaren, die in Peitschen und Ketten macht, und lass dir von ihr die Scheiße aus dem Leib prügeln. Aber übertrag das bitteschön nicht auf dein Land.”

Neid zurückweisen

Die Zukunft unserer Wirtschaft, unserer Kultur und Zivilisation hängt von einem Gegenmittel gegen die zersetzenden gesellschaftlichen Gifte von Neid und Neidappeasement ab. Das Gegenmittel wurde erstmals von Aristoteles im 4.Jahrhundert vor Christus vorgestellt.

Das Gegenmittel zu Neid ist Nachahmung.

In “Rhetorik” (ca. 350 v.Chr.) unterscheidet Aristoteles zwischen zwei Dingen:

Zelos, die Nachahmung, ist eine gute Sache und charakteristisch für gute Menschen, während phthonos, der Neid, schlecht und charakteristisch für schlechte Menschen ist; denn das erstere ist durch Nachahmung eine Anstrengung, etwas Gutes für sich selbst zu erreichen, während das letztere bedeutet, durch Neid den Nachbarn daran zu hindern, es zu haben (”Rhetorik 2.10.1)

Aristoteles beschwört damit das alte Wissens seines Vorgängers Hesiod aus dem 8. vorchristlichen Jahrhundert herauf:

Es gibt nicht nur eine Art von Eris (Zwist), sondern überall auf Erden zwei. Eine führt schlechten Krieg und Schlachten und Grausamkeit herbei. Die andere ist die ältere Tochter der dunklen Nacht und sie ist viel wohlwollender gegenüber den Menschen. Sie treibt auch die Trägen zur Mühe an. Denn ein Mann wird erpicht darauf werden, zu arbeiten, wenn er sieht, wie sein reicher Nachbar eilig pflügt und pflanzt und sein Haus in guter Ordnung hält. So sieht der Nachbarn am Nachbarn, wie man dem Wohlstand nacheifert. Dieser Zwist ist heilsam für den Menschen (”Works and Days” 11-24)

Aristoteles schließt daraus:

“Während phthonos, der Neid, zu kritisieren ist, weil er bestrebt ist, anderen Schaden zuzufügen, ist Nachahmung zu preisen, weil sie einen Menschen dazu ermutigt, aus eigenem Verdienst heraus Exzellenz zu erreichen. (”Rhetoric,” 2.11.1)

Angst vor dem Neid ist in der menschlichen Psyche sehr tief eingegraben. Sie kann eine Kultur über Tausende von Jahren hinweg von der Weiterentwicklung abhalten. Nur eine jugendliche Kultur voller Elan und Selbstvertrauen kann sie abschütteln, was diese Kultur dann florieren lässt. Der Weg zum kulturellen Ruin liegt in der Angst vor dem Neid, der sich aus unseren uranfänglichen Tiefen speist.

Amerika hatte einst diese Jugendlichkeit, diesen Elan, dieses Selbstvertrauen, was im großartigsten Einzelereignis der Menschheit kulminierte - darin, einen Mann auf den Mond zu bringen.

Nach dem dreifachen Debakel von Vietman, Watergate und Jimmy Carter baute Ronald Reagan Amerikas Selbstvertrauen wieder auf, was zu Amerikas Sieg im Kalten Krieg führte.

Aber Amerika kam ein weiteres Mal vom Weg ab, als es sich auf die kulturelle Schwelgerei einließ, die von den Clintons symbolisiert wird. Amerikas Antwort auf die Ungeheurlichkeit des 11. Septembers brachte den überwältigenden Beweis, dass seine Vitalitäts- und Selbstvertrauensreserven noch im Überfluss vorhanden sind.

Und doch sind diese Reserven aufgezehrt. Amerikas höchste Eliteuniversitäten sind zu faschistischen Jauchegruben des Neidappeasements degeneriert. Ihr Überleben liegt nur noch an der Trägheit ihres Prestiges. Delta und andere Fluglinien gefährden die Sicherheit ihrer Passagiere, indem sie Zufallskontrollen machen anstatt rassische Rasterkontrollen bei arabischen und anderen moslemischen Männern.

In der Tat ist das ganze Phänomen der political Correctness - vielleicht am besten beispielhaft durch die Leitartikel der New York Times dargestellt - nichts weiter als eine großangelegte Übung in Neidappeasement.

Eine der positivsten Folgen des 11. September war, dass er das amerikanische Volk zornig genug gemacht hat, den Neid zurückzuweisen. Sie konnten sich wieder weniger darum scheren, ob die Moslems oder die Franzosen oder wer auch immer neidisch auf sie ist. Diese Zurückweisung muss nun auch die Neidschürer und Neidappeaser in Amerika selbst treffen.

Den Neid zurückweisen ist der Schlüssel dazu, “den Tod des Westens” zu verhindern, der Schlüssel für Amerikas weitergehendes Wohlergehen. Ich schlage vor, dass diese Zurückweisung mit Ihnen anfängt.

Angst vor dem bösen Blick ist das einzige, was dem bösen Blick seine Macht verleiht. Ohne Angst vor ihm ist der böse Blick machtlos. Also: Wenn sich das nächste Mal der böse Blick auf Sie richtet und von Ihnen fordert, sich für Ihre Existenz zu entschuldigen, dann sollten Sie vorschlagen, dass sich die Forderer selbst mit Sadomaso-Spielchen befassen und Sie dabei rauslassen sollten.

Abgelegt unter: Übersetzungen - Sonstige

53 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von Ulli

    23. Januar 2008 @ 19:53

    Gutmenschen wollen mit aller Gewalt gut sein. Nur sind sie halt Menschen wie wir alle und keine Übermenschen, sie wären es aber gerne weil sie etwas Besseres sein wollen als die restliche Menschheit, sind es aber nicht.

    Deshalb wählen Sie den Masochismus und richten ihre Agressionen gegen sich und die eigene Gesellschaft. Aus Fremdenhass machen sie Eigenhass. aus Überlegenheitsgefühlen machen sie Unterlegenheit. Sie vernachlässigen die eigene Kultur und stürzen sich auf alles Andere, Hauptsache es ist fremdartig genug. Die eigene Sprache wird absichtlich zerstört, Kinderkriegen wird eingestellt. Unsere Nachbarn begreifen uns teilweise schon als Irrenhaus aber das stört unsere Gutmenschen in ihrem ganz normalen Wahnsinn nicht die Bohne, die brauchen es wie die Junkies den Stoff. Die sind nämlich alle krank und zu einer Gefahr für die Gesellschaft geworden

  • 2

    Kommentar von Time

    23. Januar 2008 @ 20:28

    Hallo Eisvogel,

    vielen Dank für Ihren unermüdlichen Fleiß, da haben Sie uns wieder reich beschenkt. Bemerkenswert finde ich auch das Datum, manche sind wirklich Schnellchecker, ich brauche da immer länger (werde auch nochmals lesen). Ich würde zunächst noch ergänzen wollen, dass man mE auch auf seine politische Führung im Ganzen nicht neidisch sein sollte, sondern ihr erstmal grundsätzliches Vertrauen und Loyalität, nicht zu verwechseln mit Kritiklosigkeit, entgegenbringen sollte.

    Jens Jessen halte ich nicht für einen Gutmenschen, Gutmenschen wollen gut sein. Wir können sie von unserer Sache geduldig überzeugen, dann machen sie bei uns mit. Jessen ist für mich ein intellektuell sehr träger Mensch, der sicher früher viel von proletarischer Revolution gefaselt hat, ohne einen Ring- von einem Maulschlüssel unterscheiden zu können. Ein Leninbild in seinem Arbeitszimmer aufzuhängen, ist, egal, woher er das Bild hat, eine Riesensauerei. Man stelle sich zum Vergleich einen Chef-Redakteur mit Hitler- oder Mussoliniportrait im Büro vor. Dieser Typ sitzt auf seinem gutbezahlten Posten, fliegt dreimal im Jahr nach Kuba, erzählt den Volontärinnen von seinen Heldentaten und sabbelt denselben Scheiss wie zu Jugendzeiten, ohne je einmal die Nase aus dem Fenster gehalten zu haben. Universitäten, Redaktionen, Rundfunkanstalten sind voll von diesen mittelmäßigen, selbstzufriedenen, überheblichen Kriechern. Grade kann man in der Tagesschau unter http://www.tagesschau.de/inland/nahost102.html von Clemens Verenkotte aus TEL AVIV, einem Typ ähnlichen Kalibers, Folgendes lesen:

    “Israel, das seit dem einseitigen Abzug aus dem Gaza-Streifen vor zweieinhalb Jahren NICHTS DAZU GETAN HAT, um aus der dichtbevölkerten Nachbarregion BLÜHENDE Landschaften entstehen zu lassen, betrachtet die jüngste Entwicklung mit strategischem Wohlgefallen … Zudem gewährt der nicht nachlassende Kassam-Raketenbeschuss auf israelische Zivilisten außenpolitisch Deckung, um an der Totalblockade festhalten zu können.”

    So einen kriminellen Unfug, eine Umkehrung der Opfer- und Täterrolle, produziert dieser Lump Cocktail-schlürfend an der Hotelbar in TEL-AVIV. Ich bin NICHT neidisch auf ihn, ich finde bloß, er soll die Klappe halten, wenn er nichts zu sagen hat.

    Gaaanz ruhig, Time, gaaanz ruhig…

    Naja, bis später und herzliche Grüße an Sie, Eisvogel

    von Time

  • 3

    Kommentar von Crossfire

    23. Januar 2008 @ 20:49

    @ Ulli

    [i]Gutmenschen wollen mit aller Gewalt gut sein. [/]

    Gutmenschen sind gewalttätig, haben extrem faschistoide Züge. Ich sehe das in Diskussionen, wenn Kritikern Kranksein unterstellt wird, weil sie ja die offensichtliche “Wahrheit” nicht erkennen. Das ist eine totalitäre Methode, die sehr gerne in Sekten angewandt wird.

    @ time

    Jessen ist einfach nur stehengeblieben in seiner Entwicklung, was aber normal ist, wenn man die Aussagen der Werbepsychologen betrachtet, man spreche den normalen Erwachsenen auf einem Altersniveau von 12-15 an.

    Auffällig seine Projektionen, er sieht “Hassenergien aus dem Internet” auf sich zukommen, sieht überall Hassfratzen der Spießer, dabei ist für mich offentlichtlich, er meint nur sich selber.

    Ansonsten gefällt mir der Artikel sehr gut, besonders der Begriff “Autorassismus”. Das trifft es. Schuldig an allem, ohne auch nur ein bißchen historische Kenntnis zu haben. Ich verweise ja auf den christlichen Schuldkodex und Opfersein, das passt da gut zusammen!

    greetz an alle

  • 4

    Kommentar von Pit

    24. Januar 2008 @ 2:27

    Herausragend guter Artikel. Danke.

  • 5

    Kommentar von gubbelgobbel

    24. Januar 2008 @ 7:20

    Ein sehr lesenswerter Artikel - danke für die Übersetzung!

    Wheeler weist zu Recht auf einen zentralen Aspekt der sozialistischen Weltanschauung hin: Der Glaube, ein Gewinn an Lebensqualität auf der einen Seite könne nur im Austausch gegen Verlust derselben auf der anderen entstehen, die Summe menschlichen Wohlergehens sei mithin sozusagen konstant.

    Kaum jemand weiß, dass die Grünen noch in 80ern die Verbreitung der Computer bekämpften, in denen sie Arbeitsplatzzerstörer und Instrumente staatlichen Kontrollwahns sahen. Moderne Methoden zur effizienten Agrarwirtschaft werden diffamiert und stattdessen mutwillige Mangelwirtschaft proklamiert, vielversprechende Forschungszweige wie die Gentechnik und die Kerntechnik werden gänzlich abgelehnt. Warum?

    Weil es der Linken immer nur darum ging, wie der vorhandene Kuchen “gerechter” zu verteilen sei. Dass man diesen Kuchen auch größer machen kann, und dass im Zuge dessen sogar jeder von uns mehr abbekommt, wenn der Verteilungsschlüssel gleich bleibt, scheint in ihrem Denken gar nicht vorzukommen. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Linke inzwischen weltweit mit Hingabe die Grundlage unserer Zivilisation schlechthin, die Versorgung mit günstiger elektrischer Energie, angreift?

    Jedem Idioten müsste eigentlich klar sein, dass unser Lebensstandard auf der Produktivität unserer mit elektrischem Strom betriebenen Maschinen basiert, die für uns Autos und Straßen bauen, Äcker umpflügen, Getreide ernten, Lebensmittel herstellen, unsere Wohnung heizen, den Winter erleuchten, kurz: All das für uns tun, was früher Menschen tun mussten. Noch vor zweihundert Jahren, vor der Erfindung der automatischen Webstühle, musste für ein Hemd ein halber Monatslohn eines durchschnittlichen Bürgers hingeblättert werden. Heute fast ausgestorbene Berufe wie Schneider oder Schuster existierten nur deshalb, weil man nicht einfach neue Schuhe oder Kleider kaufen konnte, wenn die alten hinüber waren.

    Vor diesem Hintergrund eine rabiate Senkung des Energieverbrauchs der Industriestaaten zu fordern, kommt dem organisierten Rückschritt ins Mittelalter gleich. Und gleichzeitig die Forschung an Techniken wie der Kernfusion und der Kernspaltung zu sabotieren und zu torpedieren, die das Potenzial in sich tragen, die Energieprobleme der Menschheit ein für allemal zu lösen, ist mehr noch als das, es ist Verrat an der gesamten Menschheit, zumindest an dem Teil, der nicht auf den Bäumen oder in Höhlen leben möchte, wie das offenbar ein nicht geringer Teil der Grünen bevorzugt.

    Das Weltbild der Linken ist durchzogen von einer geradezu religiösen Verehrung des Verzichts. Während die Grünen und Ökobewegten von den (naturgemäß schwammig definierten) Entitäten Mensch und Natur als Gegenspieler ausgehen, wobei Komfortvorteile für den Menschen unweigerlich in Nachteilen für die “Natur” resultieren müssen, sieht die traditionelle sozialistische Linke den ewigen Klassenkampf zwischen Arm und Reich, Besitzlosen und Besitzenden, Unterdrückten und Unterdrückern. Jeder Zugewinn an Wohlstand auf Seiten der “Reichen” muss in diesem Weltbild mit einem Verlust für die “Armen” verbunden sein, auch wenn man ihn nicht immer benennen kann. In der Synthese dieser beiden zutiefst misanthropischen Dogmen führen die “Bösen”, die Reichen, die Konzerne, die Naturzerstörer, die Ressourcenabbauer, die Konsumenten, einen erbarmungslosen Krieg gegen die “Guten”, die Naturvölker, die Entrechteten, die “Natur” an sich und alle, die vermeintlich “im Einklang mit ihr” leben.

    In dieser Weltsicht ist all das, was Zivilisation, Fortschritt, Lebensqualität, Freiheit ausmacht, zu verdammungswerten Vorboten der bevorstehenden Apokalypse geworden: “Im Einklang mit der Natur” leben, womit unter anderem gemeint ist, ein kurzes, entbehrungsreiches, von mitunter inhumanen archaischen Riten dominiertes Leben voller schwerer körperlicher Arbeit, unzureichender medizinischer Versorgung, Mangelernährung und ständiger Ressourcenknappheit zu führen, gilt als vorbildhaft, als Tugend, als “naturverbunden”. Den Sozialisten imponiert die vermeintliche Gleichheit in den Sozialstrukturen der Naturvölker, die doch bei näherer Betrachtung keine ist: Vielmehr werden gerade dort nicht selten Hierarchien mit einer für uns unglaublichen Härte durchgesetzt und bestimmen sämtliche Lebensbereiche. Es erscheint aber aus unserer Sicht so, als seien alle Individuen in einem Stamm eines Naturvolkes gleich, weil selbst die Höchsten in der Hierarchie verglichen mit den Niedrigsten in unserer Hierarchie so gut wie besitzlos sind. Schließlich kann in Deutschland selbst ein arbeitsloser Sozialhilfeempfänger eine lebensbedrohliche Lungenentzündung mit sündhaft teuren, lebensrettenden Antibiotika behandeln lassen - eine Option, die dem Häuptling eines Volkes, das dem linken Ideal eines “naturverbundenen Lebens” nahe kommt, keineswegs offensteht.

    Dabei verstehen die Sozialisten nicht, dass in einer Gesellschaft, die einen absolut höheren Lebensstandard kennt, auch größere Unterschiede existieren müssen. Das ergibt sich schon rein mathematisch: Je höher das Maximum einer Verteilung, desto größer kann auch die Schwankungsbreite sein. In der linken Weltsicht jedoch ist eine Gesellschaft, in der alle gleichermaßen wenig haben, zu bevorzugen gegenüber einer anderen, in der die meisten viel, wenige aber noch viel mehr besitzen. Das ist in gewissem Maße menschlich, aber es ist zutiefst irrational. Wäre es sinnvoll, eine Gehaltserhöhung für mich abzulehnen, wenn sie für meinen Chef gleichzeitig mit einer Verzehnfachung verbunden ist? So offengelegt würde das jeder verneinen, aber tatsächlich müsste die Antwort eines konsequenten Linken zustimmend ausfallen.

    Man denke nur an die in Deutschland übliche relative Armutsdefinition: Wenn ich “Arme” als die Menge derjenigen definiere, die mehr als 40% unter dem Durchschnittseinkommen der Bevölkerung liegen, dann ist sichergestellt, dass es auch dann noch “Arme” geben wird, wenn das Durchschnittseinkommen bei zehn Millionen Euro im Jahr liegt. Würde man eine in Entwicklungsländern gängige Definition wie “Kein Zugang zu sauberem Trinkwasser” zugrundelegen, würden die Armen in Deutschland auf wenige Individuen zusammenschrumpfen.

    Die in Intellektuellenkreisen inzwischen gängige Leugnung der fundamentalen Bedeutung des maßgeblich weißen Männern zu verdankenden technischen Fortschritts, der das erste Mal in der Menschheitsgeschichte nicht nur einer kleinen Elite Zugang zu gehobenem Lebensstandard ermöglicht, ist insofern eine zwingende Konsequenz aus dem Gleichheitsdogma: Ich kann nicht archaische, rohe, weitgehend untechnisierte Gesellschaften auf die gleiche Stufe wie die westliche Zivilisation (oder sogar darüber) stellen, ohne gleichzeitig all das, was letztere ersteren überlegen erscheinen lässt, zu degradieren, um die Unterschiede zu nivellieren. Aus einer Falschaussage kann ich alles folgern. Wer bereits voraussetzt, dass es keine objektiven Unterschiede zwischen der Leistungsfähigkeit und dem Entwicklungsstand von Kulturen, Völkern, Rassen geben kann, der kann vorhandene Unterschiede nicht mehr bewerten.

    Und wer wie viele Naturvölker an eine Art “mystischen Ausgleich” glaubt, der muss zu dem Schluss kommen, dass all die Schönheit, Vollkommenheit, Organisiertheit, Freiheit und Friedfertigkeit der westlichen Zivilisation ursächlich ist für all das Hässliche, Unvollkommene, Chaotische, Unfreie und Kriegerische, was in so vielen anderen Teilen der Welt dominiert. Wie sollte es auch anders sein? Denn schließlich sind es doch im Weltbild der Linken die gleichen Menschen, die in Darfur wie in Tokio leben. Wenn es aber die gleichen Menschen sind und die Zustände sich doch so unterscheiden, dann muss es etwas geben, was für die offensichtlichen Unterschiede verantwortlich ist. Auf diese Weise entstand die These, dass der Westen auf Kosten der Entwicklungsländer leben würde.

    Und das ist tragisch. Es ist tragisch, weil diese Ideologie den Masseneinstrom von Immigranten aus der Dritten Welt in die Erste Welt rechtfertigen soll, als ausgleichende Gerechtigkeit, um wenigstens einen Teil der Entrechteten an unserem Wohlstand teilhaben zu lassen. Aber die Menschen der Ersten sind anders als die der Dritten Welt. Ihr Reichtum ist nicht vom Himmel gefallen. Und in dem Maße, in dem sich die Bevölkerungsstruktur des Westens derjenigen der Dritte-Welt-Länder annähert, verblassen diese Unterschiede. Und mit ihnen verblasst die großartige, einmalige und wunderbare Zivilisation, die nach den Sternen griff, während anderswo auf dem Planeten noch Menschen enthauptet wurden, um die bösen Geister entweichen zu lassen. Alles wird eingeebnet, und schließlich könnten die Sozialisten ihr Ziel erreichen - ihr Ziel einer Weltgemeinschaft, die letztendlich jene Völker absorbiert und aufgelöst hat, deren einziges Verbrechen darin bestand, anders zu sein als so viele andere: Blonder, intelligenter, größer, erfolgreicher. Freie Bahn für den schwarzhaarigen, braunäugigen, 1,72m großen IQ-90-Welt-Durchschnittsmenschen, der Mitglied der Eine-Welt-Partei ist und in der Eine-Welt-Regierung arbeitet.

    Natürlich wird das nicht passieren. Die Erfahrung aus Ländern mit sehr heterogener Bevölkerungsstruktur wie Brasilien lehrt, dass dort der Tribalismus erst richtig auflebt und aufblüht. Und die dekadente, lustvolle Zelebrierung der eigenen vermeintlichen Minderwertigkeit wird sich sehr schnell auflösen, wenn durch eine Abnahme der Talentdichte der Bevölkerung der allgemeine Wohlstand schwindet. Aber all das wird unsere Weltverbesserer nicht daran hindern, ihr Treiben fortzusetzen, bis in den eigenen Untergang.

    Wenn der letzte der Weißen von dieser Welt verschwindet, wird es den Entwicklungsländern keinen Deut besser gehen; das Gegenteil wird geschehen. Aber sollte dieser Fall eintreten, wird man dort längst einen neuen “Wohlstands-Absauger” ausgemacht haben: Die Asiaten nämlich.

  • 6

    Kommentar von D.N. Reb

    24. Januar 2008 @ 7:22

    Ja, ein sehr guter Artikel.

  • 7

    Kommentar von Feuervogel

    24. Januar 2008 @ 15:12

    hochinteressant

  • 8

    Kommentar von Wired

    24. Januar 2008 @ 15:59

    Sehr interessanter Artikel, Eisvogel, und sehr interessanter Kommentar, gubbelgobbel.

  • 9

    Kommentar von Eisvogel

    24. Januar 2008 @ 23:06

    Vielen Dank für die hervorragenden Kommentare, vor allem Dir, gubbelgobbel.

    Die Zugangsprobleme vorher waren vermutlich technischer Natur. Ich habe es nicht ganz kapiert, offenbar ist ein “background process” über die Seite gelaufen, den ich checken soll. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was das sein könnte. Ich frage nochmal nach, verspreche mir aber nicht viel davon. Wenn es jemand hier weiß, wäre ich sehr dankbar für Hilfe. Kann das durch das youtube-Video kommen???

  • 10

    Kommentar von Bokito

    25. Januar 2008 @ 1:05

    Was mir persönlich am besten gefallen hat, ist der letzte Absatz:
    “Angst vor dem bösen Blick ist das einzige, was dem bösen Blick seine Macht verleiht. Ohne Angst vor ihm ist der böse Blick machtlos. Also: Wenn sich das nächste Mal der böse Blick auf Sie richtet und von Ihnen fordert, sich für Ihre Existenz zu entschuldigen, dann sollten Sie vorschlagen, dass sich die Forderer selbst mit Sadomaso-Spielchen befassen und Sie dabei rauslassen sollten.”

    Yoh, Ja und sowas von Ja: hören wir doch erstmal auf damit, uns dafür zu entschuldigen, was wir sind!

    Gerade auf die aktuelle Diskussion mit dem Islam bezogen: wir müssen uns GANZ BESONDERS gegenüber dem Islam für GARNICHTS entschuldigen!
    Imperialismus, Sklaverei, Raubkriege? .. das hat alles der Islam auch auf dem Kerbholz. Bloß, weil europäische Staaten so eine Scheiße auch gebaut haben, heißt das niemals, daß gerade der Islam in irgendeiner Weise besser wäre als wir Europäer.

    ..eher entschuldige ich mich bei den Byzantinern für die Zerstörung ihrer Hauptstadt im Jahr 1204!

  • 11

    Kommentar von Time

    25. Januar 2008 @ 2:15

    ..eher entschuldige ich mich bei den Byzantinern für die Zerstörung ihrer Hauptstadt im Jahr 1204!

    Die “rechten” hatten die “linken” Christen sturmreif geschossen! Die Geschütze des mohammedanistischen Eroberers waren eine Arbeit christlicher Ingenieure.

    Die iranische Atom(bomben)wirtschaft ist allein existent aufgrund der Zwietracht zwischen dem freien christlichen Westen und dem christlichen Russland! Deutschland spielt eine hervorragende Rolle bei der Unterstützung des mohammedanistischen Iran.

    Gebt Angela Merkel den eindeutigen Auftrag, diesen Spuk zu beseitigen!

    Time

  • 12

    Kommentar von Friedel B.

    25. Januar 2008 @ 3:55

    Danke, lieber Eisvogel, für die hervorragende Übersetzung des äußerst lesenswerten Artikels von Jack Wheeler. Danke auch Ihnen, GubbelGobbel, für Ihre ausführlichen Anmerkungen und weiterführenden Überlegungen dazu. Schön, dass Sie wieder dabei sind! Ich habe Ihre Ausführungen wie immer mit großer Begeisterung und völliger Zustimmung zur Kenntnis genommen; Ihre Beiträge sind hinsichtlich Inhalt und Form nach meiner Ansicht qualitativ höherwertiger als so mancher Artikel, den ich beispielsweise im “Rheinischen Merkur” lese (von anderen Periodika ganz zu schweigen).

    Zur Verdeutlichung lediglich eine Anmerkung (Sie wissen das sicherlich mindestens ebenso gut wie ich): Sie sagen:

    “Im Einklang mit der Natur” leben, womit unter anderem gemeint ist, ein kurzes, entbehrungsreiches, von mitunter inhumanen archaischen Riten dominiertes Leben voller schwerer körperlicher Arbeit, unzureichender medizinischer Versorgung, Mangelernährung und ständiger Ressourcenknappheit zu führen, gilt als vorbildhaft, als Tugend, als “naturverbunden”.

    Das ist natürlich lediglich eine verbale Bekundung; tatsächlich trifft man Grüne und Sozialismusbewegte nur äußerst selten unter denjenigen an, die sich zumindest vorübergehend der im Zitat beschriebenen Lebensweise unterwerfen. Auf meinen vielen Wanderungen (etwa 1500 km pro Jahr) bei jedem Wetter mit den dazugehörigen Übernachtungen unter einfachsten Bedingungen treffe ich merkwürdigerweise wesentlich mehr Menschen, die ich hinsichtlich ihrer Einstellung weit eher als konservativ denn als grün oder sozialistisch einstufen würde. So viel ich weiß, bestätigen auch sozialwissenschaftliche Untersuchungen, dass der Anteil von Familien, die mehr als ein Auto besitzen sowie der Anteil derjenigen, die ein mehr als mittlergroßes Kraftfahrzeug ihr Eigen nennen, unter den Anhängern und Wählern der Grünen am höchsten ist. Bekanntlich heißt die “Partei der Besserverdienenden”, also derjenigen, die vom naturwissenschaftlich-technisch bedingten industriellen Produktionszuwachs besonders profitieren, schon lange nicht mehr “F.D.P.”, sondern “Die Grünen”. Auffallend ist weiterhin, dass sich die Grünen offenbar besonders gern in Großstädten oder an ihren vornehmen Rändern, also in absolut künstlichen und besonders energieaufwendigen Regionen, aufhalten und im ländlichen Raum (beispielsweise in dem kleinen Dorf in Nordfriesland, in dem ich lebe) ausgesprochene Exoten sind. Die Diskrepanz zwischen dem, was sie predigen und dem, was sie vorleben, ist bei den Grünen oft noch krasser als es das bekannte Klischee des zum Zölibat verpflichteten Priesters, der es mit seiner Haushälterin treibt, illustriert.

    Noch etwas Anekdotisches zum Neid und zur Angst vor ihm: In der Institution des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche, in der ich mein Berufsleben verbracht habe, wurden Gehaltsabrechnungen in beiderseits geschwärzten Umschlägen wie geheime Kommandosachen verteilt und behandelt. Ein Großteil der Tätigkeit der Mitarbeitervertretung bestand darin, sich mit Beschwerden gegenüber Höhergruppierungen anderer Mitarbeiter aufgrund besonderer Leistungen zu befassen. Mein Argument, dass man sich als guter Christ doch darüber freuen solle, wenn es einem anderen besser geht als uns selbst, wurde selbstverständlich als Witz aufgefasst. All das erinnert an ein russisches Märchen, das etwa so lautet: Ein Bauer besitzt eine Kuh und ärgert sich schwarz über seinen Nachbarn, der zwei davon auf der Weide hat. Eines Tages erscheint die gute Fee, dieses Mal mit nur einem freien Wunsch, und was wünscht sich unser Bauer? Nicht etwa auch eine zweite Kuh, sondern er knurrt: “Ich will, dass meinem Nachbarn eine Kuh verreckt!”

  • 13

    Kommentar von Eisvogel

    25. Januar 2008 @ 11:23

    @gubbelgobbel: Ich kann Friedel da nur voll und ganz zustimmen. Deine Kommentare - wie auch dieser hier - sind dermaßen fundiert und gut, dass das Dumme daran ist: Man kann nichts mehr dazu sagen … außer: Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin Dir sehr dankbar dafür.

    @Friedel B.: Vielen Dank für die Ergänzung. Es ist natürlich abslolut richtig, dass die Umweltbewegten und Klimaretter im allgemeinen Kulturpflänzchen par excellence sind, die sich vor dem “einfachen” Leben fürchten würden, wenn es ihnen nur nahekäme. Ihr Naturbewusstsein beschränkt sich auf das Kaufen sündteurer verschrumpelter Äpfel im Naturkostladen und ökologisch abbaubaren Putzmitteln anstatt Meister Proper.

    Hier “unten” im Südwesten gibt es aber noch eine winzige Minderheit von politisch schwarz-grünen stockkonservativen Ökobauern, die gemäß den Mondphasen pflanzen und merkwürdige Erfindungen bezüglich Jauchegruben tätigen. Denen nehme ich das Grünwählen dann eher ab, sie fühlen sich aber unwohl dabei und schwanken schwer zwischen CDU/Republikanern und Grün. Die Claudia-Roth-Partei weiß aber von denen vermutlich nichts, pflegt sie nicht und wäre wohl entsetzt über sie. So ist das nicht gemeint mit der Weltrettung.

    Mein Argument, dass man sich als guter Christ doch darüber freuen solle, wenn es einem anderen besser geht als uns selbst, wurde selbstverständlich als Witz aufgefasst.

    Das kann ich mir gut vorstellen. Dabei ist es gar kein Witz, sondern genaugenommen das 9./10. Gebot.

    Vielleicht ist ja das Neidverbot tatsächlich etwas, was Kulturvölker im Gegensatz zu Naturvölkern entdeckt haben und was sie voneinander unterscheidet?

    Wie auch die alten Griechen, die Wheeler erwähnt, haben auch die alten Israeliten eines geschaffen. Es wird nicht nur verboten, dem Nächsten das Eigentum wegzunehmen oder kaputtzumachen, sondern es wird auch angeraten, es erst gar nicht zu begehren (ohne aktiv zu werden).

    Das ist ein rein ethisches Gebot, das naturgemäß in einem Strafgesetzbuch keinen Platz finden kann, weil man es nicht sieht, was jemand begehrt. Daran erkennt man, dass die 10 Gebote kein Strafrecht darstellen können (sondern ein zusätzliches weltliches erfordern) - ganz im Gegensatz zur Scharia, in der ein solches Verbot undenkbar wäre. Deshalb kann die Scharia mit dem weltlichen Gesetz konkurrieren - die 10 Gebote hingegen können es nicht.

  • 14

    Kommentar von Zigarrenraucher

    28. Januar 2008 @ 11:18

    an Gubbelgobbel:

    Zivilisation ist nicht vom Technisierungsgrad abhängig. Zivilisation ist eine Frage der Bewußtheit.

    Ich könnte auch beispielsweise in einem Zelt ohne jede elektrische Hilfsmittel leben, und dabei äußerst zivilisiert sein.

    Zu bedenken ist auch, daß durch die Technisierung die menschliche Arbeitskraft großteils überflüssig geworden ist. Und da die meisten Menschen aber zu intellektuellen , kreativen Dienstleistungen aufgrund mangelnder Veranlagung nicht in der Lage sind, empfinden sie sich selbst als überflüssig und sinnlos.

    Die Industrialisierung und Technisierung so hochzuloben wie Sie das in ihrem Beitrag tun halte ich für viel zu einseitig.

    Von der Zerstörung der Umwelt mal ganz abgesehen.

    Nun zu der “Neid-Hypothese”. Die halte ich auch für zu stark vereinfacht. Das mag für amerikanische Verhältnisse zutreffender sein als für europäische oder deutsche. Hier stimmt es nicht.

    Neid spielt vor allem bei der marxistischen Ideologie eine gewisse Rolle, ohne Zweifel, aber das wird überlagert von noch stärkeren Einflüssen.

    Ich sehe den Ursprung in einer weit verbreiteten Nicht-Authentizität der “weißen Rasse”. Man fühlt sich überlegen, will das aber nicht zugeben, weil es mit verinnerlichten moralischen Konzepten kollidiert.

    Daraus entstehen dann diese ganzen ideologischen Verrenkungen und Absurditäten, bis hin zu Selbsthaß und Selbstauslöschungsbemühungen.

    Die Lösung für das Problem ist denkbar einfach: Akzeptanz. Totale, bedingungslose Selbstakzeptanz. Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Selbstachtung.

    Der “Krampf” ist doch, das Gefühl von Überlegenheit als verwerflich anzusehen und bei sich selbst bekämpfen und verstecken zu wollen. Das ist eine Lüge, ein Selbstbetrug und der Quell allen Übels.

    In unseren besseren Zeiten haben wir das Gefühl der Überlegenheit als Verpflichtung angesehen, es einzulösen. Also tatsächlich besser zu sein, überlegen zu sein und in jeder Sekunde unseres Lebens mit aller Kraft danach zu streben, unseren eigenen Ansprüchen zu genügen. Das war die Basis unserer Größe und unseres Erfolges.

    Vielleicht sollten wir uns langsam mal wieder daran erinnern.

  • 15

    Kommentar von Albatros

    28. Januar 2008 @ 14:09

    Sehr gerne Zigarrenraucher. “Rasse” ist mir dabei ziemlich egal, Abendländer ist nobler.

    Das irre ist ja, daß die Kraft und Orientierung, die man für dieses Streben braucht auf der kulturellen Straße bereit liegt. Man muß nur zugreifen wollen.

  • 16

    Kommentar von Eraser

    28. Januar 2008 @ 22:04

    Der Artikel gefiel mir so gut, dass ich mich gleich dazu genötigt sah ihn mehr Lesern vorzustellen: Klick!

    Gut, zwar mit wenig Resonanz aber jeder der ihn gelesen hat, war es wert, denn je mehr desto besser.

    Denke dass es von entscheidender Bedeutung ist, dass mehr Menschen sich mit dem Gedanken befassen, dass es sich bei Gutmenschen und Linksliberalen nicht nur um ein paar naive Idioten handelt sondern um vollkommen verbelendete Ideologen. Zweitere sind wie wir hier in Deutschland schoneinmal durchexerziert haben nämlich durchaus sehr gefährlich.

  • 17

    Kommentar von Eisvogel

    29. Januar 2008 @ 8:45

    Alle Achtung, Eraser, Du bist ein echter Frontkämpfer mit sehr guten Argumenten. Das Politikforum kenne ich auch, das ist ein wahrliches Irrenhaus, das dazu noch tief in feindlichem Gebiet liegt.

    Inzwischen dürfte der “Regelkatalog” fast das Ausmaß des Gesetzeswerks eines kleinen Staates erreicht haben.

    Ich kann mich noch erinnern, dass man die “Freisetzung ionisierender Strahlung” oder auch die Herbeiführung von Überschwemmungen nicht befürworten durfte…:roll:

  • 18

    Kommentar von Wired

    29. Januar 2008 @ 11:32

    @ Eraser
    Warum tust Du Dir das an? Da ist doch der Sauerstoff, den Du beim Schreiben verbrauchst schon Perlen vor die Säue.

  • 19

    Kommentar von Mönch Gregor

    29. Januar 2008 @ 12:15

    Der interessante Artikel enthält Passagen mit Licht und Schatten, auf die ich hier nicht näher eingehen will.
    Auf eines möchte ich jedoch hinweisen:
    Der “Neid-Mythos” der Naturvölker hat eine stammesgechichtliche Funktion und dient mindestens dem innerartlichen Überleben; bei den (heutigen) Gutmenschen muß dieses Verhalten als funktionsloser Atavismus angesehen werden, der pathologische Züge trägt, und daher in seiner Selbstzerstörung höchst gefährlich ist.

  • 20

    Kommentar von gubbelgobbel

    29. Januar 2008 @ 21:38

    @Friedel B.

    Ich glaube, gerade Naturliebhaber (nicht solche, die sich dafür halten, weil sie grün wählen, Ökostrom kaufen und einen Hybridwagen fahren) wissen aus eigener Erfahrung, dass die Natur weder gut noch böse ist - sie “ist” einfach. Ein grüner Wald im Sommer ist genauso natürlich wie parasitäre Würmer des Amazonas, die Gänge durch die Haut ihrer Opfer bohren. Ich bin selbst begeisterter Hobbykletterer, aber ich nutze doch lieber Seile aus modernen, reißfesten Kunstmaterialien als welche aus Hanf, und als Sicherungshaken bevorzuge ich zugfesten Stahl gegenüber Holz - oder was auch immer man sonst dafür nehmen könnte.

    Wenn Leute wie Reinhold Messner ihre sorgfältig geplanten Expeditionen voller Hightech-Ausrüstung in Gegenden, in denen selbst kleinere Säugetiere nicht überleben können, als “naturnah” betrachten, finde ich das befremdlich. Wie naturverbunden ist es wohl, sich mit einem Helikopter in unzugänglichen Bergregionen absetzen zu lassen, um anschließend mit Hilfe zigtausend Euro teurer Industrieprodukte Berge zu besteigen, auf denen ein Mensch ohne technische Unterstützung nicht einmal mehr atmen kann?

    Ich bin öfters im Südtiroler Raum gewandert und dabei vielen anständigen und bodenständigen Menschen begegnet. Keinen von ihnen würde ich als “Öko-Freak” bezeichnen, selten interessierte sie überhaupt die große Politik. Ich kann insofern Ihre Beobachtung absolut bestätigen, dass es sich bei den Grünen um ein Wohlstandsphänomen von der Natur entfremdeten Großstädtern handelt, die unter “Natur” etwas verstehen, was in dieser Form niemals existiert hat.

    Ich kann mir auch nur so die Missachtung erklären, die die Grünen jenen entgegenbringen, welche um die Befriedigung primärer Bedürfnisse - eine warme Stube, gutes und günstiges Essen auf dem Tisch, etwas Licht im dunklen Winter - bemüht sind. Wer noch niemals einige Vorteile der Zivilisation zumindest vorübergehend aufgeben musste, kennt vielleicht ihren Wert nicht.

    Und dann gibt es ja noch die misanthropischen radikalen Öko-Fundamentalisten; in der grünen Wählerschaft kaum vertreten, in der Partei jedoch nicht selten anzutreffen. Sie sagen Sätze wie “Die Welt wäre ein besserer Ort ohne die Menschen”, und erheben dabei ihre Vorstellung davon, was “unberührte” Natur sein soll, zur Religion. Dabei würde mit dem Tod des letzten Menschen auch das letzte Wesen verschwinden, das eine solche Sicht auf seine Umwelt hatte, deren Teil es doch war.

  • 21

    Kommentar von Time

    30. Januar 2008 @ 20:38

    Hallo allerseits,

    die uns wie das Wasser die Fische umgebende Leitkultur bzw Leitphilosophie ist nach meiner Anschauung das Christentum. Dabei ist es unwichtig, ob sich viele Mitbürger als Atheisten bezeichnen oder überhaupt nicht darüber nachdenken, entscheidend ist mE vielmehr, daß die ethisch-moralischen Vorstellungen aller Bürger in einem 2000-jährigen Prozeß aus Jesus Lehren hervorgegangen sind und auf ihnen gründen. Die Aufklärung trat im Wesentlichen nicht GEGEN diese an, sondern versuchte, sie nunmehr rational-wissenschaftlich zu begründen und ihnen damit auch in einer Umwelt Geltung zu verschaffen, deren Erscheinungen nicht mehr als Äußerungen Gottes angesehen sondern mit Hilfe der Naturwissenschaften verstanden werden konnten. Für jeden Bürger ist so zB völlig klar, dass Mord ein Verbrechen ist, sogar für den Mörder, jeder weiß, dass man Menschen nicht zu seinem Eigentum machen, also versklaven darf.

    Zentrale Begriffe der christlichen Ethik, wie auch schon der jüdischen, sind die persönliche Rechenschaftspflicht, Schuldeingeständnis, Reue, Sühne. In diesem Sinne würde ich das Christentum als den Grund der “PC” ausmachen. In der Geschichte der Christenheit, die von Milliarden Christen gestaltet worden ist, ist angesichts der schieren Masse der Beteiligten davon auszugehen, dass eine unzählbare Anzahl von großen und kleinen Fehler gemacht werden bzw GESCHEHEN. Zwei äußerst schockierende “Verwerfungen”: Die Wiedereinführung der Sklaverei durch die amerikanischen und europäischen Plantagenbesitzer, der Völkermord an den Juden durch die deutschen Nazis. Unsere Ethik verlangt hier zB Aufklärung, wir müssen auch unsere Schuld eingestehen, bereuen und sühnen. Das hat vielleicht weniger mit PC zu tun, weniger mit Animimus oder Magie. Wir erfüllen damit vielmehr unsere wissenschaftlichen, religiösen und ethischen Forderungen an uns selbst, wenn wir das nicht täten, wären wir nicht wir sondern Orks.

    Dies wird von unseren inneren wie äußeren Feinden nicht verstanden. Die inneren Feinde kommen zwar wie wir aus derselben christlich basierten Sphäre, sie begreifen diese aber nicht. Sie schließen in der Regel von einem fehlerhaften TEILaspekt unser Gesellschaft auf ihr GESAMTwesen um sie dann völlig zu verwerfen. Häufig wird dies von jungen Menschen betrieben, die noch keinen Platz in der Gesellschaft haben und ihren Wert nicht erkennen können. Weil sie kaum Erfahrungen haben, sind sie ein leichtes Opfer für ewig-pubertäre oder quasi geisteskranke Demagogen. Karl Popper weist zB darauf hin, dass Karl Marx aus humanistischer Haltung von dem furchtbaren Massenelend zu Zeiten der Industrialisierung zu seinen Arbeiten angetrieben wurde. Seine anfängliche Radikalität sei aber gegen Ende seines Lebens schwächer geworden, als sichtbar wurde, dass das Elend ein gesellschaftliches Problem sei und von der Gesellschaft erfolgreich bekämpft worden sei. Ebenso steht es mit der Sklaverei: Sie wurde von Europäern und Amerikanern als Problem erkannt, bekämpft und beseitigt. Im amerikanischen Bürgerkrieg starben dafür 600.000 Menschen.

    An äußeren Feinden haben wir zZ aus meiner Sicht nur den Mohammedanismus. Und hier muß festgestellt werden, dass er Vorstellungen vertritt, die unseren radikal entgegengesetzt sind. Er fordert in allen grundlegenden Schriften zu Mord und Vergewaltigung auf, er setzt darin Sklaverei als selbstverständliche Einrichtung voraus, und sein “Prophet” Mo-the-dirty war ein Sklavenjäger und Sklavenhändler. In “Warum wir uns nicht auf moderate Moslems verlassen können” schreibt Fjordman über einen Scheich, der uns als “moderater Moslem” verkauft wird: “Dieser führende Geistliche Saudiarabiens, Scheich Saleh Al-Fawzan, war Mitglied des Hohen Rates von Geistlichen, Saudiarabiens oberster religiöser Instanz. Er ist auch Autor religiösen Bücher, anhand derer 5 Millionen saudische Schüler sowohl innerhalb des Landes als auch in saudischen Schulen im Ausland - inklusive der in Washington, D.C. - unterrichtet werden. “Sklaverei ist Teil des Islam” sagte er auf einem Tonband und fügte hinzu: “Sklaverei ist Teil des Jihad und der Jihad wird Bestand haben solange es den Islam gibt.””

    Wenn jetzt ein PC-bewegter Mensch wie S. Sonntag die Sklaverei als Begründung dafür anführen mag, dass die westliche Zivilisation sterben muß, dann kann man dem auch mit der Gegenüberstellung von Daten begegnen, die vermutlich kaum bekannt aber sehr erhellend sind. Demnach stehen den 10 - 14 Millionen Sklaven, die vom Westen nach Amerika gebracht wurden, 13 - 17 Millionen, die in mohammedanistischen Ländern landeten, gegenüber (die Quellen differieren stark). Dazu entführten die Orks ca 1,5 Millionen Europäer und vermutlich 16 Millionen Hindus. Sklavenjäger und -Händler waren ausnahmslos Afrikaner selbst oder aber Mohammedanisten. Pro Sklave muß von 5 damit verbundenen Toten (Jagd und Flucht, Familie ohne Ernährer usw) ausgegangen werden. Die Schlachtbilanz der Orks beläuft sich in Bezug auf den afrikanischen Sklavenhandel wohl auf ca 120 Mill. Tote, auf 80 Mill. tote Hindus, 60 Mill. tote Christen, 10 Mill. tote Buddhisten, mithin auf rund 270 Mill. Tote gesamt. Und diese Toten sind für die Orks nicht etwa eine Schande oder ein Fehler, nein, sie sind heilig, das ist ihre Art von “Gottesdienst”.

    Dies ist es, was ich als Professor meinen PC-bewegten Studenten sagen würde. Ich würde nicht unbedingt psychologisierend Masochismus unterstellen oder Voodoo bemühen (”Ist das was zum Essen?”), ich würde eher die Daten vergleichen - und da stehen die Westler, die sich ja im Kampf um die Wahrheit meistens in innerwestlichen “Bürgerkriegen” (30-jähriger-Krieg, Weltkriege usw) vor allem gegenseitig massakrierten, vergleichsweise harmlos da. Und dann würde ich mir verbitten, von Einzelaspekten auf das Ganze zu schließen: Das ist im besseren Fall einfach pubertär, im schlechteren totalitäre Gesinnung. “Ja, wir sind NICHT perfekt - nur Gott macht keine Fehler - aber wir arbeiten dran, verlassen Sie sich drauf!”

    Und hier noch ein paar interessante Links:

    Fjordman: http://acht-der-schwerter.freehostia.com/2006/10/09/warum-wir-uns-nicht-auf-moderate-moslems-verlassen-konnen/
    Sklaverei:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei
    http://www.scaruffi.com/politics/slavetra.html
    http://www.fordham.edu/halsall/med/lewis1.html
    http://africanhistory.about.com/library/weekly/aa040201a.htm
    http://frontpagemagazine.com/Articles/Read.aspx?GUID={2E8FEEC5-1ED1-4EE8-A030-0A65B596F94C}
    http://www.newenglishreview.org/custpage.cfm?frm=5794&sec_id=5794
    http://www.frontpagemag.com/Articles/Read.aspx?GUID=16027ED9-FFFE-4E3C-B9B6-30E0F0D980FC

    Mit freundlichen Grüßen

    von Time

  • 22

    Kommentar von Eraser

    31. Januar 2008 @ 18:05

    @Wired
    Nicht unbedingt.
    Wie gesagt, jeder der Artikel wie diesen hier gelesen hat, hat ihn zumindestens einmal zur Kenntnis genommen… Das irgendjemanden dadurch einmal ein Licht aufgeht erwarte ich gar nicht.
    Ähnlich betrachte ich auch leidige Diskussionen mit Linksideologen: Wenigstens steht dieser Unsinn nicht vollkommen unkommentiert so da, als ob er irgendeinen Anspruch auf Richtigkeit erheben könnte. Ideologisches Störfeuer, wenn man denn so will.

    Ganz davon abgesehen, hat die argumentative Demontage
    von Linksideologen und Moslems auch einen gewissen Unterhaltungswert… :mrgreen:
    Anschauungsbeispiel: LinkInnen und KonvertitInnen ärgern

  • 23

    Kommentar von Time

    31. Januar 2008 @ 21:31

    Hallo allerseits,

    zu meiner #21 noch einige Ergänzungen:

    im FrontPageMagazine ( http://frontpagemag.com/Articles/Read.aspx?GUID={C777061C-FCA7-494F-90EE-24FBD34777F1} ) nimmt James Lubinskas ein paar rassistisch-anti-weiße/anti-westliche Mythen unter die Lupe und zitiert David Horowitz:

    “In fact Africa’s internal slave trade, which did not involve the United States or any European power, not only extended over the entire 500 years mentioned by Robinson, but also preceded it by nearly 1,000 years. In the period between 650 and 1600, before any Western involvement, somewhere between 3 million and 10 million Africans were bought by Muslim slavers for use in Saharan societies and in the trade in the Indian Ocean and Red Sea. By contrast, the enslavement of blacks in the United States lasted 89 years, from 1776 until 1865. The combined slave trade to the British colonies in North America and later to the United States accounted for less than 3 percent of the global trade in African slaves. The total number of slaves imported to North America was 800,000, less than the slave trade to the island of Cuba alone. If the internal African slave trade-which began in the seventh century and persists to this day in the Sudan, Mauritania and other sub-Saharan states-is taken into account, the responsibility of American traders shrinks to a fraction of 1 percent of the slavery problem.”

    Er weist darauf hin, dass die entschiedensten Befürworter der Sklaverei Afrikaner selbst waren, und zitiert dann Zora Neale Hurston mit den Worten:

    “The white people held my people in slavery here in America. They bought us, it is true, and exploited us. But the inescapable fact that stuck in my craw was [that] my people had sold me. … My own people had exterminated whole nations and tore families apart for profit before the strangers got their chance at a cut.”

    Im Mittleren Osten werden derzeit übrigens 20.000 bis 40.000 Kinder als Sklaven speziell zu dem Zweck gehalten, den extrem gefährlichen “Job” des Jockeys bei den äußerst beliebten Kamelrennen auszuführen. Die Todesrate ist enorm. Genaueres kann man unter http://www.islam-watch.org/SujitDas/WorseThanDeath.htm erfahren.

    Mit freundlichen Grüßen

    von Time

  • 24

    Pingback von Political Correctness und Schwarze Magie « Manfreds politische Korrektheiten

    1. Februar 2008 @ 2:48

    [...] (Die vollständige deutsche Übersetzung von Wheelers Text, von dem ich hier nur Auszüge verwende, … [...]

  • 25

    Kommentar von ohneland

    1. Februar 2008 @ 18:38

    Der Analyse des Neides kann man natürlich über weite Strecken zustimmen, aber es stellt sich die Frage, ob diese Betrachtungsweise nicht sehr einseitig ist. Ich meine, dass dem Neid ein anderes, wohlbekanntes Übel zugrunde liegt, nämlich das Begehren. Die menschliche Natur ist im Gegensatz zur tierischen Natur so verfasst, dass sie durch keinerlei Befriedigung zu befriedigen ist. Wenn das Tier seinen Trieb gestillt hat, ruht es, das menschliche Begehren wächst mit der Erfüllung. Und selbst wenn unmittelbare Bedürfnisse gestillt sind, gibt der Mensch keine Ruhe, er hat dann Begehren nach Begehren, Verlangen nach Verlangen. Die Römer haben sich die Pfauenfeder in den Schlund gesteckt, wir schlucken Viagra. Die außer Rand und Band geratene Werbeindustrie lebt heute davon Begehren zu erzeugen und das ohne Hemmungen auch bei Kleinkindern und immer mehr über sexuelle Stimuli - Baal bedient Mammon.

    Nun ermöglicht der Casinokapitalismus einigen Millionen Menschen eine quasi-unendliche Befriedigung ihres Begehrens, was dazu führt, dass Milliarden Menschen, nicht nur in der dritten und vierten Welt, sondern auch in Europa Reich und Schön nur noch im Fernsehen sehen. Aus der Drittel- Gesellschaft wird eine Viertel, Fünftel…Zehntel…Hundertstel- Gesellschaft und zwar auf der Basis der völligen Zerstörung der Nationalökonomien durch die vereinigten Bürokratien der Multis und der Staaten. Hat Max Weber die staatlichen Bürokratien noch als notwendiges Korrektiv zu den Bürokratien der Konzerne gesehen, so liefern heute die Wahl- und Berufsbeamten die nationalen Vermögensquellen den Börsen aus. Und die Bankbürokraten verspielen die Sparguthaben ohne die geringsten Skrupel und bleiben trotzdem bei den Gewinnern. Weder die Sozialisten, noch die Liberalen haben Wohlstand geschaffen, sondern sie haben in ihrem gemeinsamen Kampf gegen Nationalökonomie und mittelständische Unternehmerwirtschaft uns alle der Börse ausgeliefert. Dabei wachsen die Einkommen der Versager proportional zu den Schäden die sie verursachen.

    Der Neid, der auf dem Hintergrund dieser Verhältnisse entsteht und geschürt wird ist auf der Basis der menschlichen Begehrensnatur nur allzu verständlich. Wenn in einer Welt, die sich zum survival of the fittest bekennt der Begierdenatur freier Lauf gelassen wird, dann wird alles zur Kampfzone in der sich letztlich die starken Einzelnen durchsetzen, bis eben die zu kurz Gekommen sich organisieren. Michel Houellebecq schildert sehr schön die Ausweitung der Kampfzone auf den Bereich der Sexualität, indem es den Verlierern heute nicht einmal mehr gelingt eine Frau zu bekommen.
    Die naturalistische evolutionistische Begehrenslogik auf der sämtliche Ideologien der Moderne beruhen, schafft durch die Erzeugung extremster Ungleichgewichte jene Logik des Schreckens, die wir in Form des nationalsozialistischen und des kommunistischen Totalitarismus erlebt haben. Der dritten so gestalteten Erfahrung, dem liberalen Totalitarismus, kommen wir sehr nahe, wenn nun in Europa die Meinungsfreiheit verboten wird.

    Dass der Mensch von Natur gut ist, ist eine Lehre neuerer Zeit, damit ist das ganze Christentum abgetan. Mit diesem gegen Rousseau gerichteten Satz hat sich Hegel die Feindschaft der modernen Welt zugezogen, denn die moderne Welt glaubt mit Rousseau, dass der Mensch von Natur gut sei, dass nur die gesellschaftlichen, staatlichen, religiösen und sonstigen Deformierungen und Schranken zu beseitigen seien, damit er sich frei und seinen natürlichen Anlagen entsprechend gut entwickeln kann. Im Grunde genommen treffen sich bei Rousseau die Linken und die Rechten, die Sozialisten und die Marktradikalen. Das Gutmenschentum hat seine Wurzel in dem Satz, dass der Mensch von Natur gut ist. Der Optimismus der liberalen und der sozialistischen Utopisten ist das eigentliche Übel, der gemeinsame Glaube an die gute Natur des Menschen.
    Der menschlichen Natur liegt aber das Begehren zugrunde, the desire for desire, wie Hobbes sagt, der Kampf aller gegen alle, Tiger, einander umkreisend, Werte vor sich her murmelnd, sagt Arnold Gehlen. Von Natur ist der Mensch ein lupenreiner Faschist.
    Das Christentum, das heute mit Recht viele Leute für Limomade halten, hat, solange es stark war, bezüglich der menschlichen Natur nie Zweifel aufkommen lassen: Die biblische Erzählung beginnt damit, dass der Mensch böse ist, böse von Jugend an. Der Mensch in seinem bösen Trachten ist die Ursache jener Übel, die er der Welt zur Last legt. Zwei der zehn Gebote befassen sich mit dem Begehren. Das zehnte Gebot – welch prominente Position – verbietet überhaupt jegliches Begehren. Das Gebot hat uns die Katastrophe des Begehrens vor Augen geführt, aber erst Christus hat uns vom Begehren befreit, vom Neid, von der Magie, von der Selbsteinkrümmung. Er hat uns zu jener Freiheit befreit, der wir alle Errungenschaften des Westens verdanken. Indem wir uns vom Christentum abgewendet haben, haben wir dem Begehren, dem Neid, der Magie wieder Raum gegeben und sind nun wieder scheinbar hoffnungslos in uns selbst eingekrümmt, im Begehren, oder im Neid, oder in Beidem. Wenn es eines Beweises bedurfte, dass der Mensch von Natur nicht gut ist, die Moderne hat ihn unter hohem Blutzoll erbracht.
    Gut am Menschen ist nur seine Einsicht in seine böse Natur, dies ist gleichsam der Umkehrpunkt und gut ist sein Wille zur Kultur, zur bewussten und nachdenklichen Gestaltung seines Lebens, seine Selbstkonstitution als denkendes ich, wodurch er seine sonst unverstandene und unbewältigten Verstandes- und Trieblogik seinem Selbst unterwirft.

  • 26

    Kommentar von ohneland

    1. Februar 2008 @ 18:38

    Der Analyse des Neides kann man natürlich über weite Strecken zustimmen, aber es stellt sich die Frage, ob diese Betrachtungsweise nicht sehr einseitig ist. Ich meine, dass dem Neid ein anderes, wohlbekanntes Übel zugrunde liegt, nämlich das Begehren. Die menschliche Natur ist im Gegensatz zur tierischen Natur so verfasst, dass sie durch keinerlei Befriedigung zu befriedigen ist. Wenn das Tier seinen Trieb gestillt hat, ruht es, das menschliche Begehren wächst mit der Erfüllung. Und selbst wenn unmittelbare Bedürfnisse gestillt sind, gibt der Mensch keine Ruhe, er hat dann Begehren nach Begehren, Verlangen nach Verlangen. Die Römer haben sich die Pfauenfeder in den Schlund gesteckt, wir schlucken Viagra. Die außer Rand und Band geratene Werbeindustrie lebt heute davon Begehren zu erzeugen und das ohne Hemmungen auch bei Kleinkindern und immer mehr über sexuelle Stimuli - Baal bedient Mammon.

    Nun ermöglicht der Casinokapitalismus einigen Millionen Menschen eine quasi-unendliche Befriedigung ihres Begehrens, was dazu führt, dass Milliarden Menschen, nicht nur in der dritten und vierten Welt, sondern auch in Europa Reich und Schön nur noch im Fernsehen sehen. Aus der Drittel- Gesellschaft wird eine Viertel, Fünftel…Zehntel…Hundertstel- Gesellschaft und zwar auf der Basis der völligen Zerstörung der Nationalökonomien durch die vereinigten Bürokratien der Multis und der Staaten. Hat Max Weber die staatlichen Bürokratien noch als notwendiges Korrektiv zu den Bürokratien der Konzerne gesehen, so liefern heute die Wahl- und Berufsbeamten die nationalen Vermögensquellen den Börsen aus. Und die Bankbürokraten verspielen die Sparguthaben ohne die geringsten Skrupel und bleiben trotzdem bei den Gewinnern. Weder die Sozialisten, noch die Liberalen haben Wohlstand geschaffen, sondern sie haben in ihrem gemeinsamen Kampf gegen Nationalökonomie und mittelständische Unternehmerwirtschaft uns alle der Börse ausgeliefert. Dabei wachsen die Einkommen der Versager proportional zu den Schäden die sie verursachen.

    Der Neid, der auf dem Hintergrund dieser Verhältnisse entsteht und geschürt wird ist auf der Basis der menschlichen Begehrensnatur nur allzu verständlich. Wenn in einer Welt, die sich zum survival of the fittest bekennt der Begierdenatur freier Lauf gelassen wird, dann wird alles zur Kampfzone in der sich letztlich die starken Einzelnen durchsetzen, bis eben die zu kurz Gekommen sich organisieren. Michel Houellebecq schildert sehr schön die Ausweitung der Kampfzone auf den Bereich der Sexualität, indem es den Verlierern heute nicht einmal mehr gelingt eine Frau zu bekommen.
    Die naturalistische evolutionistische Begehrenslogik auf der sämtliche Ideologien der Moderne beruhen, schafft durch die Erzeugung extremster Ungleichgewichte jene Logik des Schreckens, die wir in Form des nationalsozialistischen und des kommunistischen Totalitarismus erlebt haben. Der dritten so gestalteten Erfahrung, dem liberalen Totalitarismus, kommen wir sehr nahe, wenn nun in Europa die Meinungsfreiheit verboten wird.

    Dass der Mensch von Natur gut ist, ist eine Lehre neuerer Zeit, damit ist das ganze Christentum abgetan. Mit diesem gegen Rousseau gerichteten Satz hat sich Hegel die Feindschaft der modernen Welt zugezogen, denn die moderne Welt glaubt mit Rousseau, dass der Mensch von Natur gut sei, dass nur die gesellschaftlichen, staatlichen, religiösen und sonstigen Deformierungen und Schranken zu beseitigen seien, damit er sich frei und seinen natürlichen Anlagen entsprechend gut entwickeln kann. Im Grunde genommen treffen sich bei Rousseau die Linken und die Rechten, die Sozialisten und die Marktradikalen. Das Gutmenschentum hat seine Wurzel in dem Satz, dass der Mensch von Natur gut ist. Der Optimismus der liberalen und der sozialistischen Utopisten ist das eigentliche Übel, der gemeinsame Glaube an die gute Natur des Menschen.
    Der menschlichen Natur liegt aber das Begehren zugrunde, the desire for desire, wie Hobbes sagt, der Kampf aller gegen alle, Tiger, einander umkreisend, Werte vor sich her murmelnd, sagt Arnold Gehlen. Von Natur ist der Mensch ein lupenreiner Faschist.
    Das Christentum, das heute mit Recht viele Leute für Limomade halten, hat, solange es stark war, bezüglich der menschlichen Natur nie Zweifel aufkommen lassen: Die biblische Erzählung beginnt damit, dass der Mensch böse ist, böse von Jugend an. Der Mensch in seinem bösen Trachten ist die Ursache jener Übel, die er der Welt zur Last legt. Zwei der zehn Gebote befassen sich mit dem Begehren. Das zehnte Gebot – welch prominente Position – verbietet überhaupt jegliches Begehren. Das Gebot hat uns die Katastrophe des Begehrens vor Augen geführt, aber erst Christus hat uns vom Begehren befreit, vom Neid, von der Magie, von der Selbsteinkrümmung. Er hat uns zu jener Freiheit befreit, der wir alle Errungenschaften des Westens verdanken. Indem wir uns vom Christentum abgewendet haben, haben wir dem Begehren, dem Neid, der Magie wieder Raum gegeben und sind nun wieder scheinbar hoffnungslos in uns selbst eingekrümmt, im Begehren, oder im Neid, oder in Beidem. Wenn es eines Beweises bedurfte, dass der Mensch von Natur nicht gut ist, die Moderne hat ihn unter hohem Blutzoll erbracht.
    Gut am Menschen ist nur seine Einsicht in seine böse Natur, dies ist gleichsam der Umkehrpunkt und gut ist sein Wille zur Kultur, zur bewussten und nachdenklichen Gestaltung seines Lebens, seine Selbstkonstitution als denkendes ich, wodurch er seine sonst unverstandene und unbewältigten Verstandes- und Trieblogik seinem Selbst unterwirft.

  • 27

    Kommentar von Bokito

    1. Februar 2008 @ 20:59

    Eine Frage an die Leser:
    Kann es sein, daß exzessiv ausgeübte bzw. angedrohte Gewalt auf das Unterbewußtsein Einfluß nimmt?

    Ich bin kein Psychologe, aber mich wundert, daß gerade die ganz offensichtlich und auch zur Schau getragene Gewalt des Islams von unseren Gutmenschen nicht wahrgenommen wird. Nach dem Prinzigp - es kann nicht sein, was nicht sein darf -.

    Es ist interessant, daß wir aber hauptsächlich gegenüber dem Islam in diese “Angststarre” verfallen.

    Israel wird bei jeder Gelegenheit als imperalistischer Schurkenstaat gebrandmarkt. Über Polen werden reichlich Witze gemacht, die schuften ja auch bloß auf unseren Spargelfeldern und jammern nicht rum, sie würden diskriminiert.

    Das sind nur zwei der tatächlichen “Opfer” der deutschen Geschichte. Merkwürdigerweise möchten wir unsere Schuld aber dadurch abarbeiten, indem wir dem Islam in den Hintern kriechen.

    Also zurück zu meiner Frage: bekommt der, der uns am meisten Angst einjagt, unsere ganze gutmenschliche Zuwendung?

    Ich würde mich freuen, wenn sich jemand dazu äußern könnte.

  • 28

    Kommentar von Manfred

    1. Februar 2008 @ 21:20

    @ bokito:

    Auf Deine Frage ein klares “Ja”, und dies ist der beste Beweis dafür, dass Gutmenschentum nichts mit Nächstenliebe zu tun hat, sondern ein angstgesteuertes Verhalten ist, und zwar eines, das ins Verderben führt, weil es auf die Dauer niemandem entgehen kann, dass Gewalttätigkeit und die glaubwürdige Drohung damit beim Gutmenschen zum Erfolg führt.

  • 29

    Kommentar von Bokito

    1. Februar 2008 @ 21:54

    @Manfred: das befürchte ich. Komme selbst aus einem links-liberal geprägten Umfeld. Die Leute dort sind nicht dumm. Ich habs versucht, sie direkt mit den klaren Morddrohungen von Moslems (beispielsweise die Bilder vor der katholischen Westminster Cathedral in London 2006) zu konfrontieren.
    Manche sind vor den Bildern wirklich erstarrt wie Kaninchen. Danach kamen die üblichen Verharmlosungen und teilweise auch aggressive Ablehnung mir gegenüber und die Frage, warum um alles in der Welt ich denn die Gewalt noch schüren wollte. Bloß kein Öl ins Feuer gießen … :roll:

  • 30

    Kommentar von Steppenwolf

    2. Februar 2008 @ 3:03

    PC-Gutmenschentum ist eine Ideologie, die sich nicht mehr aus dem Kreis, in dem sie sich bewegt, befreien kann.

    Sie ist Dekadenz in höchster Form.

    Diese Ideologie ist das perfideste Herrschaftsinstrument, daß jemals eingesetzt wurde.

    Für die “eine Welt Ideologie”.

    Wer diese vertritt, ist nachzulesen.

  • 31

    Kommentar von Friedel B.

    2. Februar 2008 @ 7:26

    @Bokito

    Im Gegensatz zu Manfred mit seinem klaren “Ja” als Antwort auf Ihre Frage bin ich skeptischer. Ich bin Psychologe (wenn auch kein Psychotherapeut) und als solcher misstraue ich dem Konzept des “Unterbewussten” ganz erheblich - zumindest insoweit, als man es wie S. Freud als Instanz in unserem Inneren betrachtet, die dort unabhängig von Wille und Vorstellung und verborgen im Dunkel ihr Unwesen treibt. (Selbstverständlich leugne ich die Existenz unbewusster seelischer Aktivitäten keineswegs; hochgeübte Tätigkeiten wie etwa das Autofahren oder das Bedienen einer Schreibmaschine laufen weitgehend unbewusst ab; ihre Steuerung und Kontrolle ist aber jederzeit auch ohne psychotherapeutische Unterstützung ins Bewusstsein zurückzuholen.) Die Tatsache, dass unsere Gutmenschen die Gefahren des Islams nicht wahrnehmen wollen oder können, lässt sich sehr viel zwangloser mit Festingers Dissonanztheorie erklären (ich habe einen ähnliche Anmerkung vor einigen Tagen bereits einmal in einem Thread bei PI gemacht). Eine (wenn auch sehr summarische) Übersicht über besagte Theorie können Sie sich bei Wikipedia unter dem Stichwort “Kognitive Dissonanz” verschaffen. Nicht nur den Gutmenschen, sondern uns allen fällt es außerordentlich schwer, Informationen auch nur zur Kenntnis zu nehmen, geschweige denn sie nüchtern und leidenschaftslos zu verarbeiten, die unseren Einstellungen widersprechen. Die Abwehr ist dabei umso rigoroser, je intensiver wir einer politischen, wissenschaftlichen oder sonstigen Sichtweise anhängen. Ideologen kann man geradezu als Menschen definieren, die von der Wirklichkeit keine Kenntnis nehmen; wahrscheinlich kennen Sie die Anekdote: “Hören Sie, Herr Lenin, die Realität passt aber in keiner Weise zu Ihren theoretischen Annahmen!” Antwort: “Umso schlimmer für die Realität!” Eine weitere Episode beschreibt die Dissonanztheorie ebenfalls in trefflicher Kürze: “Ich lese jetzt immer wieder in der Zeitung, dass das Rauchen so gefährlich ist. Deshalb habe ich es aufgegeben.” “Was, du hat das Rauchen aufgegeben???” “Nein, das Zeitunglesen!” Die beliebteste Methode, der eigenen Einstellung widersprechende Informationen abzuwehren , ist ihre Abwertung zumeist dadurch, dass wir an Verstand und Integrität ihrer Verkünder Zweifel anmelden. Ein wohlbekanntes Beispiel für eine solche Vorgehensweise ist die Nazi-Keule; ein weiteres ist das weit verbreitete “Die stehen im Solde der Multis” oder “Die haben von Wissenschaft keine Ahnung” bei der Klimadiskussion. Die zweite Methode besteht in dem Versuch, durch Hinzunahme neuer kognitiver Elemente das eigene Weltbild wieder stimmig zu machen. Dazu zählt etwa Argumente wie die oft gehörte Behauptung, die beobachtete Gewalt habe mit dem Islam als solchem nichts zu tun, sondern sei vielmehr auf Armut und eingeschränkten Zugang zu Bildungsmöglichkeiten zurückzuführen (gerade wieder bei der “Achse des Guten” gelesen). (n.b.: Merkwürdigerweise ist ein unzureichendes intellektuelles Leistungsvermögen, das in den meisten Fällen ursächlich sowohl für Armut als auch mangelnde Bildung ist, als möglicher zusätzlicher Erklärungsansatz derart tabuisiert, dass er in der Diskussion praktisch nicht vorkommt.) Der überaus starke Wunsch nach “kognitiver Konsonanz” ist übrigens auch eine Ursache dafür, dass Vor- oder Pauschalurteile häufig sehr lange Bestand haben und sich durch “Aufklärung” und “Aktionsprogramme” kaum oder allenfalls vorübergehend mildern oder gar aufheben lassen. Das, was wir “Weltanschauung” nennen, gründet sich oft nicht auf eine tatsächliche Anschauung der Welt, sondern auf Ordnungssysteme, die wir an sie herantragen.

    @Ohneland:

    Mit der Erzählung von Kain und Abel bestätigt gerade die Bibel, dass es sich beim Neid um eine sehr ursprüngliche menschliche Eigenschaft handelt. Zu seiner Erklärung bedarf es der Werbung nicht. Werbung erzeugt auch keine Bedürfnisse, wie Sie gemeinsam mit vielen anderen vermuten, sondern sucht lediglich primäre Triebe für ihre Zwecke umzuleiten, wie Sie selbst es ja auch mit der Bemerkung zu den sexuellen Stimuli andeuten. Kein Mensch hat ein Bedürfnis nach Rasierwasser (außer vielleicht ein hygienisches); daher versucht die Werbung zu suggerieren, dass sein Gebrauch die Attraktivität bei Frauen steigert (und danach habe wir Männer bekanntlich ein äußerst starkes Verlangen ;-) ).

  • 32

    Kommentar von Arundhati

    2. Februar 2008 @ 10:16

    @Bokito und Friedel B.

    Sicherlich ist die kognitive Dissonanz ein mögliches Erklärungsmodell. Ich füchte allerdings, das ganze ist eine ungute Mischung aus mehreren Zutaten. Einen Aspekt, den wir auch immer vergessen, ist das anerzogene Reaktionsmuster. Wir sind dazu erzogen worden, Konflikte eben mit Hilfe von Diskussionen und Aussprachen zu lösen. Darum auch ständig dieser lächerliche Dialüg mit den Muslimen. Unsere Konfliktbewältigungstrategien sind im Idealfall frei von physischer und auch psychischer Gewalt. Unsere Beisshemmung ist sehr stark ausgeprägt. Gerade Leute aus dem rot/grünen Spektrum vertreten ja als pädagogen und Sozialarbeiter genau diese Form der gewaltfreien Erziehung. Das ist auch gar nicht so übel. Nur: Kommt dann eine vor Atavismen strotzende, in sich hochgradig intolerante und gewaltbereite Ideologie daher, ziehen diese durchaus erprobten Deeskalationstrategien nicht mehr.
    Am Beispiel der Mohammedaner lässt sich aber sehr gut sehen, wie schwer es ist, jemanden von solchen eingefahrenen Verhaltenstrategien abzubringen. Das braucht Zeit und Druck.

    Die Mischung aus Angst vor Gewalt (man sagt nix gegen den Islam, schliesslich hat man Familie), Verweigerung der Sicht auf die Realität und eine Erziehung, die uns auf die Zivilisation vorbereitet und nicht aufs Beduinenzeltlager, schafft einen Teil der ideologischen Problematik, wie wir sie heute kennen.

    Hinzu kommt natürlich noch der Machtaspekt. Es gibt durchaus Leute, die meinen, sie können die Muslime für ihre Zwecke, nämlich den Gewinn von Wählerstimmen, benutzen. Funktioniert auch. Allerdings wird man sie dann nicht einfach los mit ihren Forderungen. Politiker sind ja abwählbar :roll: , sie müssen dann den Bückling ständig machen.

    Gruss

    Arundhati

  • 33

    Kommentar von Eisvogel

    2. Februar 2008 @ 13:44

    Der automatische Link (Kommentar #24) ist mehr als zu empfehlen. @Manfred: Die Erweiterung des Artikels ist einfach nur großartig. Dem ist nichts hinzuzufügen.

    (höchstens vielleicht der eine Punkt, dass ich den Eindruck hatte, Wheeler wollte nicht sagen, dass die Linken glauben, die Gesundheit des einen würde sich aus der Krankheit eines anderen speisen. Das wäre wirklich zu unrecht, das glauben sie nicht. Oder besser noch nicht! :wink: Ich hatte eher den Eindruck, da hat er einen Gedankensprung vom Denken der Stammesleute (Gesundheit-Krankheit) zu unseren linken Lieblingen (Reichtum-Armut) gemacht)

  • 34

    Kommentar von Eisvogel

    2. Februar 2008 @ 13:59

    Vielen Dank für Deinen Hinweis auf Festingers Dissonanztheorie, Friedel B. Ich habe den Wikipedia-Artikel dazu schon gelesen, nachdem Du auf PI darauf hingewiesen hast, und es leuchtet mir sehr ein.

    Es leuchtet mir vor allem deshalb mehr als die Theorie der Angst ein, weil ich das an mir selber beobachten kann. Und das mit der Angst eben nicht.

    Ich bin eine überaus ängstliche Person. Wenn Angst einen von Islamisierungskritik abhalten würde, dann hätte ich hier einen Blog mit dem Titel “Islam heißt Frieden” :lol:

    Es heißt ja, der Mutige zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er keine Angst hat, sondern dadurch, dass er es schafft, sie zu überwinden. Allerdings:

    Vor Dir und im privaten Gespräch mit Dir muss man keine Angst haben, Bokito. Wenn Du mir ein Foto mit Moslems zeigen würdest, die zur Enthauptung aller aufrufen, die den Islam beleidigen, dann würde das bei mir überhaupt keine Angst auslösen, zu Dir zu sagen, dass ich die für widerliche Dreckskerle halte und dass man die am besten aus Europa rauswerfen sollte. Genaugenommen ist es nicht zuletzt Angst vor denen, dass ich das wirklich will! Es würde anders aussehen, wenn ich das denen ins Gesicht sagen müsste…. aber das war ja von Deinen Bekannten nicht verlangt.

    Gerade weil ich selber so eine ängstliche Person bin, bin ich skeptisch gegenüber der Angsttheorie. Ich bin mir bewusst, dass eine Situation kommen kann und wird, in der ich übelst in widersrpüchliche Gedanken gerate, wo das, was ich für richtig halte, mit dem, was ich für sicher halte, kollidiert.

    Aber eine solche Situation ist im privaten Gespräch mit jemanden, der eh schon auf der islamkritischen Seite ist, nicht vorhanden. Und sie ist noch nichtmal vorhanden, wenn man einen anonymen Blog betreibt oder darin kommentiert. Klar, uns wird manchmal Maulheldentum vorgeworfen. Vielleicht stellen wir uns wirklich eines Tages als Maulhelden heraus. Vielleicht auch nicht. Hoffentlich nicht! Ich wünsche mir das, nehme mir das vor und mache sogar etwas, was Beten nahekommt, dafür. Man weiß es dennoch nicht.

    Nur: Welchen Grund gibt es, noch nicht mal ein Maulheld zu sein???