Die Integrationszauberer und der unvermeidliche Totalitarismus
Haben wir als Kinder nicht alle Zauberer geliebt und beneidet? Und uns einen Zauberkasten gewünscht, mit dem wir ein staunendes Publikum genauso faszinieren können wie der Magier aus der Vorstellung in der örtlichen Stadthalle? Oder - bei den Jüngeren - wie David Copperfield im Fernsehen? Nun, ich habe irgendwann einen Zauberkasten bekommen. Er war Mist. Niemand hing atemlos an meinen Lippen und beklatschte meine Vorführungen. Genaugenommen gab es gar keine Vorführungen. Zauberei ist mühevolle Arbeit und ich hatte nicht die Geduld dazu. Heute möchte ich meinen Lesern nach etwas längerer Pause einen großartigen Zaubertrick vorstellen, mit dem man in einer fröhlichen privaten Runde viel Erstaunen und bewundernden Applaus erzielen kann. Oder vielleicht doch nicht?
Man braucht dazu nicht einmal einen Zauberkasten, es geht ganz einfach:
Sie verkünden, dass Sie ein mit Wein gefülltes Glas leeren können, ohne es zu berühren, ja sogar ohne von Ihrem Sessel aufzustehen, der mehrere Meter von dem Glas entfernt ist. Sie können Abrakadabra sagen und ein paar mysteriöse Bewegungen ausführen, die Augen schließen und ein konzentriertes Magiergesicht machen, Sie können sich einen spitzen Hut aufsetzen … das überlasse ich getrost Ihrer Kreativität. Schließlich müssen Sie nur noch sagen:
“Würde jetzt bitte jemand das Glas leertrinken.”
Es kann passieren, dass sie ein renitentes Publikum haben, das sich weigert, das zu tun. Es könnte passieren, dass Ihnen ignorante Äußerungen entgegenschallen wie:
“Hahaha, das kann ja jeder. Und was machst Du, wenns keiner tut?”
Darauf antworten Sie natürlich, dass Sie nie behauptet haben, dass das nicht jeder könne und ergehen sich des weiteren in Vorwürfen, dass das unkooperative Verhalten eine Ungeheuerlichkeit sei. Wenns keiner tut, funktioniert es natürlich nicht, müssen Sie sagen, aber ein bisschen Kooperation kann man ja schließlich erwarten, wenn man einen Zaubertrick sehen will, oder etwa nicht? Wenn das Publikum frech wird und behauptet, es hätte den Zaubertrick eigentlich gar nicht verlangt, sagen Sie einfach in aggressiven Ton, dass Sie höchst ungemütlich werden können, wenn nicht sofort das Glas leer getrunken wird. Dann wird es schon einer tun.
Sie finden den Zaubertrick nicht so gut?
Ich schon. Er funktioniert nämlich.
Sie müssen einfach nur noch den Wein durch schmutziges Spülwasser ersetzen und noch eine Prise Arsenik dazugeben (wenn es sich bei Ihrem Publikum um gläubige Moslems handelt, können Sie den Wein lassen), und dann haben Sie das, was unsere Integrations-Zauberer in der Politik mit uns machen.
So funktioniert Integrationspolitik. Integration der muslimischen Migranten ist der Zaubertrick, unsere Politiker, Medien und andere “Eliten” sind die Magier. Und sie liefern tatsächlich eine großartige Show. Das Volk ist das Publikum - übrigens nicht nur das einheimische, sondern zumindest teilweise inzwischen auch das zugewanderte islamische Volk. Alle Politiker tun das, wenn sie von Integration sprechen, alle Medien tun es und ein großer Teil der Islamkritiker tut es auch - nur dass die letzteren die Kooperation fast ausschließlich von Moslems verlangen, während das andere Extrem wie zum Beispiel die Grünen die Kooperation fast ausschließlich von den Einheimischen verlangt. Beiden ist aber gemeinsam, dass der Zaubertrick Integration mit der Mitwirkung des Publikums steht und fällt. Unsere Politiker haben längst aufgegeben, etwas zu tun und sich aufs Fordern verlegt. Die meisten versuchen einen Mittelweg. Als Beispiel dafür wähle ich eine Aussage von niemandem geringeren als von unser aller Chefin:
Wir wissen: Integration ist keine Einbahnstraße. Auf der einen Seite erwarten wir von den Migrantinnen und Migranten, dass sie unsere Rechtsordnung akzeptieren und, wenn sie dauerhaft bei uns leben, auch die deutsche Sprache erlernen.
Aha. Die Moslems sollen das Weinglas leertrinken, damit der Zaubertrick Integration funktioniert.
Und was, wenn sie es nicht tun?
Und weiter:
Auf der anderen Seite wollen wir als Gesellschaft derer, die schon lange in Deutschland leben, offen sein für die neuen Impulse, die Migrantinnen und Migranten in unser Land bringen.
Aha. Wir sollen das Glas mit Spülwasser leertrinken, damit der Zaubertrick Integration funktioniert.
Und was, wenn wir das nicht “wollen” ?
Die Integrierer sind Blender. Sie sind Integrationszauberer mit exakt dem billigen Zaubertrick, den ich oben beschrieben habe, der nur funktioniert, wenn das Publikum kooperativ ist. Aber die Frage bleibt: Was, wenn nicht?
Nun ist es normal in einem Staat, dass der Gesetzgeber gewisse Regeln vorgibt, die das Volk einhalten muss. Das ist in Diktaturen nicht anders als in Demokratien, lediglich der Entscheidungsfindungsprozess, welche Regeln dies sein sollen, unterscheidet sich. Zum Beispiel haben wir die Regel, dass man das Eigentum anderer nicht stehlen darf. Wenn es doch einer tut, hat der Staat Sanktionsmöglichkeiten. Das ist ganz selbstverständlich. Es geht aber bei der Integration über das Normale hinaus und muss zwangsläufig ins Totalitäre münden, weil die Regeln sehr persönliche Dinge betreffen, die zudem schwer nachprüfbar sind.
Bleiben wir zunächst einmal bei der Forderung an die Moslems, weil die hier in diesem Kreis vermutlich mehr Befürworter findet.
Sie sollen unsere Rechtsordnung akzeptieren. Gut. Das ist eine schöne Forderung, ich finde auch, dass sie das sollen. Nur - woran erkennt man, ob sie es tun oder nicht tun? Wenn sie ein Gesetz dieser Rechtsordnung brechen, ist es einfach, aber das meint Frau Merkel nicht, das muss man schließlich nicht erwähnen, dass sich ein Moslem ebenso strafbar macht wie jeder andere, wenn er einen Diebstahl oder eine Körperverletzung begeht. Wenn ein Deutscher seine Frau schlägt, nennen wir das eine Straftat, gehen aber davon aus, dass er prinzipiell trotz dieses Verstoßes unsere Rechtsordnung akzeptiert und nicht die Scharia einführen will.
Wenn ein Moslem seine Frau schlägt, vermuten wir, dass er unsere Rechtsordnung nicht akzeptiert. Das mag sein, es mag aber auch sein, dass er sie sehr wohl akzeptiert und dass nur die Wut mit ihm durchgegangen ist wie bei einem Deutschen auch. Wenn er seine Frau nicht schlägt, heißt das umgekehrt noch lange nicht, dass er unsere Rechsordnung akzeptiert, genauso gut kann das heißen, dass er sie absolut nicht akzeptiert, seine Frau aber nichts tut, was ihn nach seiner islamischen Rechtsordnung die Erlaubnis gibt, sie zu schlagen. Der Islam zwingt auch keinen seiner Anhänger dazu, ein Rentnerverprügler oder Handyabzieher zu sein. Er mag beides gegenüber Ungläubigen in gewissen Fällen erlauben, aber er zwingt niemanden dazu. Ein Moslem kann also eine friedliche Bilderbuchehe führen, keine Straftat begehen und dennoch das Bestreben haben, unsere Rechtsordnung grundlegend abzulehnen und sobald wie möglich durch die Scharia zu ersetzen. Frau Merkel fordert hier etwas, was sie nicht überprüfen und damit auch nicht sanktionieren kann. Genaugenommen fordert sie sogar etwas, was einem gläubigen Moslem auf gar keinen Fall möglich ist: Eine menschengemachte Rechtsordnung über das Gesetz Allahs zu stellen. Das ist ungefähr so wie die Forderung des Zauberers an ein islamisches Publikum, das Glas Wein leerzutrinken.
Der Zaubertrick ist hier schon voller Webfehler und es ist lächerlich, zu glauben, er könne funktionieren.
Nun aber zu der anderen Forderung: Wir sollen offen sein für die neuen Impulse. Wie macht man das - offen sein für Impulse? Oder anders gefragt: Woran erkennt man, wenn jemand nicht offen für diese Impulse ist und was macht man dann mit diesem Jemand, um ihn umzustimmen? Frau Merkel drückt sich hier sehr unklar aus, aber häufig werden die Politiker auch etwas deutlicher. Die “Offenheit für neue Impulse” heißt vor allem zweierlei: Wir dürfen Moslems nicht ausgrenzen (diskriminieren) und wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass wir sie und ihre Religion und ihren Propheten nicht mögen. Da Moslems sehr empfindlich sind, umfasst das Zweitere sehr viel.
Und hier erkennt man sehr deutlich, dass die ganze Integrationspolitik auf einer totalitären Denkweise beruht. Wikipedia schreibt zu Totalitarismus:
Totalitarismus bezeichnet in der Politikwissenschaft eine diktatorische Form von Herrschaft, die, im Unterschied zu einer autoritären Diktatur, in alle sozialen Verhältnisse hinein zu wirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen „neuen Menschen“ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen. Während eine autoritäre Diktatur den Status quo aufrechtzuerhalten sucht, fordert eine totalitäre Diktatur von den Beherrschten eine äußerst aktive Beteiligung am Staatsleben sowie dessen Weiterentwicklung in eine Richtung, die durch die jeweilige Ideologie angewiesen wird.
Totalitarismus ist der Zaubertrick, den das Publikum ausführen muss, damit er gelingt. Wir müssen es nicht nur unterlassen, Straftaten gegenüber Moslems zu begehen (was eine selbstverständliche und richtige Forderung ist), nein, wir müssen auch noch zum “neuen Menschen” werden, der offen ist für “neue Impulse”.
Und wieder die Frage: Was wenn nicht?
Dann geht der Zaubertrick schief. So einfach ist das. Aber das sagen uns die Zauberer noch nicht so offen.
Der Wikipedia-Artikel geht davon aus, dass totalitäre Staatsformen immer zwangsläufig auch diktatorische Staatsformen sind. Und das ist wohl auch langfristig korrekt. Kurzfristig in einer Übergangsphase muss das aber nicht so sein. Wir befinden uns meiner Ansicht nach zur Zeit in einer Staatsform, die bereits totalitär ist (den neuen Menschen schaffen will und sogar muss, um Chaos bis hin zum Bürgerkrieg zu vermeiden), aber noch nicht diktatorisch, weil es noch nicht mit den klassischen Mitteln einer Diktatur durchgesetzt wird. Aber ist das nicht der Wunschtraum aller Totalitaristen? Ich bin überzeugt, dass es jedem Totalitaristen am liebsten wäre, wenn das Volk sich vollkommen freiwillig oder zumindest aufgrund sanfter Überredungskunst zu den neuen Menschen umwandelt, die für die Ideologie notwendig sind. Das funktioniert aber nicht. Das hat noch niemals funktioniert und das funktioniert niemals bei zig Millionen Menschen. Es muss aber bei allen funktionieren, denn schon wenige einzelne Ausbrecher auf jeder Seite reichen, damit das Projekt Integration schief geht.
Und unsere Dressurelite, die zur Zeit noch nur mit sozialem Druck - unter Mithilfe vieler kleiner privat tätiger Ideologiepolizisten - dressiert, weiß das offenbar auch.
Das ist der Grund für die Schaffung neuer Gesetze. Das Antidiskriminierungsgesetz sorgt dafür, dass die Vertragsfreiheit ausgehebelt wird, das Hassredegesetz sorgt dafür, das nichts gesagt wird, was Moslems den Eindruck gibt, man würde die von ihnen ausgehenden “Impulse” nicht schätzen. Die Umkehrung der Beweislast beim Antidiskriminierungsgesetz sorgt dafür, dass es schwer zu umgehen ist (mit normaler Beweislast wäre es nämlich fast vollkommen zahnlos). Der geplante Zugriff auf das Internet sorgt einerseits dafür, Terroraktivitäten von Moslems besser überwachen zu können (also sicherzustellen, dass sie wenigstens ganz grob unsere “Rechtsordnung” akzeptieren) und andererseits natürlich auch dafür, dass sich dieses Medium nicht zum anonymen Sprachrohr für mangelnde Begeisterung über islamische Impulse entwickelt.
Menschen müssen sich zum neuen Menschen entwickeln - auf islamischer Seite eine Rechtsordnung akzeptieren, die ihrer Gottheit widerspricht und auf nichtislamischer Seite darüber schweigen, dass das unmöglich oder zumindest sehr zweifelhaft ist, und Moslems das Gefühl geben, sie würden “respektiert” - damit Integration funktioniert. Das ist der totalitäre Teil. Der diktatorische Teil - nämlich Gesinnungsgesetze und Einschränkungen grundlegender Freiheiten sowie Sanktionierung bei Verweigerung - ist eine zwangsläufige Folge des totalitären Teils. Nur naive Vollidioten glauben, dass man eine halbe Milliarde Menschen in Europa mit gutem Zureden dazu bringen kann, zum neuen Menschen zu mutieren, der die islamische Zuwanderung als Bereicherung empfindet oder zumindest aus Vernunft und Einsicht die Klappe hält, falls er das nicht tut.
Die totalitäre Diktatur ist daher unausweichlich. Und da es bei den neuen Verboten anders als bei den bereits herrschenden Verboten um innere Einstellungen geht und nicht um sichtbare Taten (wie ein Diebstahl und Körperverletzung), muss das zwangsläufig mit Vermutungen und Gesinnungsschnüffelei einhergehen. Zunächst werden bestimmte Äußerungen strafbar sein, man wird aber bald erkennen, dass die menschliche Sprache ein höchst kreatives Instrument ist und dass jedes klar definierte Verbot von Äußerungen sprachliche Umgehungen nach sich zieht, mit denen dasselbe ausgedrückt wird. Nicht umsonst entwickeln sich in totalitären Diktaturen “Geheimsprachen”. Und diejenigen, die uns (derzeit noch auf nichtjuristischer Ebene) bekämpfen, gehen auch so vor. Sie lassen es nicht damit gut sein, sich daran zu stören, was wir sagen oder schreiben. Nein, wo ihnen das zur Diffamierung nicht ausreicht, versuchen sie zu “beweisen”, dass wir etwas ganz anderes - und viel Schlimmeres - denken, auch wenn wir es nicht schreiben. Die Justiz wird genauso vorgehen müssen, denn ansonsten ist es ganz leicht, ihr eine Nase zu drehen und sich zu verweigern.
Wir können uns über die neuen Gesetze ärgern, wir können über den EU-Vertrag fluchen…. aber wir können eines nicht tun:
Wir können nicht ehrlichen Herzens behaupten, dass die angestrebte Integration des Islam in Europa ohne all diese Gesetze möglich wäre. Wo der “neue Mensch” absolut unerlässlich ist, der gewisse Gefühle und Einstellungen (Offenheit für neue Impulse) hegen muss, damit keine Katastrophe passiert - ist der Totalitarismus bereits da. In jeder Rede zur Integration tritt er offen zutage. Wann hat es angefangen, dass Politiker anfingen, zu sagen, wie sich das Volk in Sprache, Gedanken und sogar Gefühlen ändern muss, damit die gewünschte Politik durchgeführt werden kann? Wann hat es aufgehört, dass es andersrum lief: Dass gesagt wurde, wie sich die Politik ändern muss, damit den Wünschen des Volkes Rechnung getragen wird? Und warum haben wir die schleichende Wandlung unserer Politiker von gutbezahlten Dienern zu gutbezahlten Erziehern nicht bemerkt?
Und wo schon einige wenige ausreichen, die sich weigern, zum “neuen Menschen” zu mutieren, um die Katastrophe auszulösen - ist die vollausgereifte totalitäre Gesinnungsdiktatur unausweichlich.





Kommentar von tape
11. Februar 2008 @ 18:34
Glänzende Gedanken und ebenso glänzend geschrieben.
Kommentar von Ulli
11. Februar 2008 @ 19:27
Der Beitrag ist ist logisch und hat mich sehr beeindruckt danke und weiter so!
Kommentar von Eraser
11. Februar 2008 @ 21:15
Was ich nocheinmal herausstellen würde, ist die Bedingung des Willens zur Integration.
Meiner Meinung nach war es von Anfang an ersichtlich das Integration irgendwann zum Totalitarismus verkommen musste/sie am Willen der zu Integrierenden scheitern musste.
Ich hab das erst vor ein paar Tagen, wie ich denke recht einfach und logisch, bei politikforum.de dargelegt, daher nur kurz copy&paste:
“Um nochmal auf die Anpassungsfähigkeit der türkischen und deutschen Kultur zurückzukommen.
Prämisse A: Die türkische Kultur ist sehr selbstbewusst. Das geht sogar soweit, dass in der Türkei die Beleidigung der türkischen Kultur bzw. des Türkentums unter Strafe gestellt ist.
Prämisse B: Die deutsche Kultur ist sehr selbstbewusst. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass wir aus nationalistischen Gründen zwei Weltkriege geführt haben.
Können wir davon ausgehen, dass diese beiden Prämissen wahr sind?
Ja?
Dann lautet die logische Konklusion in Bezug auf beider Anpassungs-/Integrationsfähigkeit, dass sie demgegenüber hochgradig resistent sind.
Und trotzdem haben sich Linke die Integration beider Kulturen auf die Fahne geschrieben und genau aus diesem Grund ist Integration auch zum Scheitern verurteilt. Sie ist einfach nicht gewünscht. Da nutzt auch staatliche Umerziehung nichts.
PS: Ähnlich sieht es in Bezug auf westliche und islamische Kultur aus.
Einerseits eine Kultur die den Erdball erobert hat und nur aufgrund des eigenen Willens und einer gewissen Friedfertigkeit davon absah sich diese Machtposition zu erhalten und anderseits eine religiöse Kultur, die sich dogmatisch, wie sie ist, als die Beste versteht.
Eine Kultur schöpft ihr Selbstbewußtsein aus ihrer Leistung und die andere aus ihrer Gottgegebenheit. Der Effekt auf beider Integrationsfähigkeit ist derselbe.”
Zusammenhang
Der Linksideologe an den dieser Beitrag gerichtet war, ist leider nicht weiter darauf eingegangen und hat sich auf’s diffamieren anderer User beschränkt. Daher hier einfach die Frage, findet irgendwer anderer Fehler in der Argumentation, die man bemängeln könnte?
Wenn nicht, dann ist es meiner Meinung nach eine gute Ergänzung zum Beitrag.
Kommentar von steppenwolf
11. Februar 2008 @ 21:53
Daß, das EU-Monstergebilde die totalitäre Diktatur anstrebt ist mir seit langen klar.
Noch hängt es sich das Mäntelchen der Demokratie um.
Die Franzosen wollten die EU mit Einbindung der nordafrikanischen Staaten eine Macht aufbauen, die gleichgewichtig zu den USA ist.
Das ist aus dem Ruder gelaufen.
Das Monstergebilde EU verselbstständigte sich.
Europäische Politiker sind nur noch Büttel der EU-Beschlüsse, die die Kommission vorgibt.
Es ist von gewissen mächtigen Gruppierungen so gewollt. Die vermischung der Rassen um eine bessere Kontrolle selbige sicherzustellen, um die totalitäre Diktatur durchzusetzen.
PC und Gutmenschtum sind Neusprech und Gedankenkontrolle.
Nicht die Mohammedaner sind der Feind(sie sind minderwertig), sondern diese Mächte.
Kommentar von Eisvogel
11. Februar 2008 @ 22:52
Daher hier einfach die Frage, findet irgendwer anderer Fehler in der Argumentation, die man bemängeln könnte?
Ich finde keine Fehler, obwohl ich vielleicht sagen würde, die deutsche Kultur war sehr selbstbewusst. Zu sehr, denn das unter den Nazis war alles andere als ein gesundes oder erstrebenswertes Selbstbewusstsein. Aber sie ist es nicht mehr. Aber auch das mangelnde Selbstbewusstsein ist nicht gesund.
Allerdings ist in allen europäischen Ländern das Selbstbewusstsein sehr angekratzt. Mit effektivem aktivem Widerstand gegen die “Integration” ist wahrscheinlich nicht zu rechnen, aber passiver Widerstand ist da und der reicht, um die Moslems zu ärgern.
Das einheimische Volk wird sich ohne massiven Zwang nicht so benehmen, dass die Moslems wunschlos glücklich sind. Sie wissen, dass man sie nicht will. Und da helfen alle schönen Reden und alle Beschwörungen nichts: Das eine Volk will das andere Volk nicht im Land haben und das andere Volk weiß das. Schon ein Von-sich-auf-andere-schließen seitens der Moslems reicht dazu völlig aus, aber es ist sogar mehr da als das. Es gibt viele Möglichkeiten, jemanden zu zeigen, dass man ihn nicht mag.
Und selbst mit massivem Zwang wird das nicht erreichbar werden, es wird nur dafür reichen, unsere Freiheit, vor allem die Redefreiheit (die wichtigste von allen) grundlegend zu zerstören.
Was ich nie ganz verstehe: Die Leute, die sagen, dass wir Deutschen böse, intolerante Fremdenfeinde sind und irgendwo womöglich auch noch mit dem Nazi-Gen behaftet, müssten ja eigentlich froh sein, wenn wir in unserem Land alleine sind und keinen diskriminieren können. Dasselbe gilt für die Türken.
Merkwürdigerweise sind es aber gerade diese Leute, die Einwanderung befürworten und eine Rückwanderung für das schlimmste aller Szenarien halten. Man erkennt daran, dass es ihnen nicht um das Wohl der Menschen geht, weder um das unsere noch um das der Moslems, sondern um ein großangelegtes Erziehungsprojekt.
Selbst wenn man der Ansicht sein sollte, dass wir oder die Türken “Erziehung” nötig haben, muss man aber doch wissen, dass das ohne totalitäre Strukturen nicht geht! Wer also von der Fremdenfeidlichkeit der Deutschen oder Europäer allgemein spricht, die weg muss (oder auch von den Missständen des Islam, die weg müssen) und DENNOCH eine Mischung dieser Gruppierungen befürwortet, befürwortet bewusst den Totalitarismus und in seiner Folge die Diktatur.
Daß, das EU-Monstergebilde die totalitäre Diktatur anstrebt ist mir seit langen klar.
Mir ist das auch schon eine Weile klar, Steppenwolf, allerdings noch nicht allzulange. Ich habe allerdings keine Vorstellungen, welche “Mächte” dahinterstehen könnten und glaube, dass von diesen “Mächten” kein Mensch mehr lebt, wenn sie überhaupt jemals existierten. Inzwischen ist die Maschine angeworfen und läuft von selber weiter. Die heutigen Politiker haben die EU nicht erschaffen sondern geerbt.
Was sich mir als recht neue Erkenntnis so langsam aufdrängt, ist die, dass selbst wenn wir die Mächte, die dahinterstehen, identifizieren könnten und alle ihre Vertreter ausfindig machen und im Marianengraben versenken oder mit gutem Zureden umstimmen könnten…. das Problem immer noch nicht gelöst wäre.
Inzwischen sind die Moslems da.
Ich sehe sie auch zum großen Teil eher als unwissende Schachfiguren, obwohl es natürlich auf islamischer Seite wirklich interessierte Leute gibt, die die Islamisierung Europas vorantreiben.
Dass von europäischer Seite jemals eine Islamisierung gewünscht war, glaube ich nicht. Ich glaube, man dachte, man könne den Tiger Islam schon reiten und benutzen und ihm anschließend die Zähne ziehen.
Auf jeden Fall wird es später noch zur Auseinandersetzung zwischen den EU-kraten und Moslems kommen. Noch hofieren sie die Moslems und schaffen sie in Massen herbei, aber sie planen kein islamisches Paradies in Europa. Die von der EU angestrebte Diktatur wird den Moslems auch nicht gefallen - vor allem nicht den traditionellen Frommen unter ihnen.
Ob letztendlich der Tiger Islam als Bettvorleger endet oder ob er den Tigerdompteur EU frisst, ist fraglich. Beides ist möglich. Und beides ist beschissen.
Kommentar von Corax
11. Februar 2008 @ 23:53
Die totale Diktatur der Einheitsmenschengesellschaft wird nicht entstehen können, denn sie widerspricht der menschlichen Natur, die sich nur in Gesellschaften mit einer kulturellen Tradition organisiert. Die Moslems werden sich einer solchen Diktatur energisch widersetzen und versuchen, sie in ein schariatisches Staatsgebilde umzuformen. Dabei werden sie ihr wahres Gesicht zeigen, und Gegenwehr bei den europäischen Völkern auslösen. Es wird daher wohl in eine Art Krieg münden. Das ist ungefähr meine Prognose. Ich bin der letzte, der sich einen Krieg wünscht, denn eigentlich will ich nur in Ruhe gelassen werden. Aber was kümmern sich die Zeitläufte schon darum, wie ich Einsiedler es gerne hätte. Ein Trost bleibt: Die Zeitläufte kümmern sich auch nicht darum, was unsere Dressureliten gerne hätten. Und sicher auch nicht darum, wie es Mohammed gerne hätte.
Unsere Dressureliten wünschen sich den „Neuen Menschen“. Das Ziel ist die Zerstörung sowohl der abendländischen als auch der islamischen Kultur, die Zerstörung überhaupt jeglicher Kultur im Sinne einer gesellschaftsstiftenden Tradition. Im Grunde ist das Ziel die „Dekonstruktion“, die Zerstörung aller sinnstiftenden Größen, an deren Stelle der heilige Paragraph, die Verordnung treten soll.
Es soll keinen Abendländer („der weiße Mann“) mehr geben und auch keinen Moslem, es soll nur noch „der Mensch“ übrigbleiben, der nackte „Mensch“, die globalhumane Schnittmenge, bar jeder Tradition, geleitet allein vom weisen Ratschluß der Menschheitskommissariate. In ihrem Wahn glauben die Dressureliten (glauben sie das wirklich? Kann man so was wirklich glauben?), den Frieden in die Welt bringen zu können, indem sie die Menschen ihrer Traditionen, also ihrer Heimat, berauben. Wenn es keine trennenden Unterschiede mehr unter den Menschen gibt, auch keine kulturellen Unterschiede, dann gibt es keinerlei Ursache mehr für Streit, dann ist ewiger Frieden und Ruhe, so die Theorie.
Das ist Kommunismus in neuem Gewand. Damals wars die klassenlose Gesellschaft. Jetzt soll die kulturlose Gesellschaft den ewigen Frieden bringen. Ironischerweise nennt sich die kulturlose Gesellschaft die multikulturelle Gesellschaft.
Daß das nicht funktionieren wird, müßte jeder sehen, der unvoreingenommen denkt. Oder habe ich da was übersehen? Sympathie und Antipathie, Liebe und Abneigung lassen sich nicht durch Antidiskriminierungsgesetze reglementieren. Wenn zwei Völker nicht zusammenleben wollen, wird man sie auch nicht dazu zwingen können. Genausogut könnte man Gesetze einführen, die die Ausschüttung von Hormonen reglementiert.
Kommentar von Eisvogel
12. Februar 2008 @ 0:23
glauben sie das wirklich? Kann man so was wirklich glauben?
Ja, Corax, ich denke, viele glauben das wirklich. Es gibt unzählige Menschen, die glauben, der Frieden auf Erden wäre möglich, zum Beispiel die Moslems, aber keineswegs ausschließlich die. Sie mögen noch so aggressiv und gewalttätig sein, im Grunde steckt ein Körnchen Wahrheit in dem blöden Spruch “Islam heißt Frieden”. Sie glauben wirklich, dass Frieden auf Erden herrscht, wenn erst alles unter islamischer Herrschaft ist.
Alle Totalitaristen wollen im Grunde Frieden. Auch die Nazis haben das angestrebt. Sie sahen in ihrem Wahn die Juden als Hindernis für die Schaffung ihres Tausendjährigen Reiches, in dem durchaus später Frieden herrschen sollte, und trachteten deshalb danach, sie zu ermorden. Sie haben das nicht getan, weil sie Juden für “eine minderwertige Rasse” hielten, ich denke nicht einmal, dass sie das selber glaubten.
Niemand fühlt sich gezwungen, Menschen auszurotten, die er für minderwertig hält. Der Vernichtungswunsch richtet sich stets gegen Menschen, die man für gefährliche Störfaktoren für ein visionäres Friedensparadies hält.
Man darf spekulieren, wer diese Störfaktoren und Hindernisse für die Eine-Welt-Visionäre sind…
Auch wenn sich die Einheitsmenschengesellschaft wohl genauso wenig verwirklichen lässt wie das Weltkalifat. Alleine der Versuch, eines davon zu errichten, kann sehr viel Unheil anrichten.
Kommentar von D. N.Reb
12. Februar 2008 @ 13:52
Angefangen hat das, mit der Schaffung des neuen Menschen, unter Walter Ulbricht. Wann das im Westen angefangen hat, keine Ahnung. Es hat wahrscheinlich niemand verkündet. Daran liegt es. Die Schaffung des Islam liebenden Menschen geht schweigend und unter Beteiligung fast aller Medien und Politiker voran, die uns einreden, wir müssten offener werden und den Islam herzen und knuddeln. Und zu grossen Teilen klappt das ja auch mit dem Knuddeln. Nur da, wo die Objektdichte der zu Knuddelnden zu hoch ist, da stösst manchmal das verordnete Bild auf die Realität. Dann müssen Schuldzuweisungen an uns erfolgen. Der spiessige Rentner, der die Jugendlichen unerträglich provoziert, der Behinderte, der das Auge beleidigt.
Ja, ich denke auch, Repressionen gegen uns sind unvermeidlich.
Kommentar von Eisvogel
12. Februar 2008 @ 20:15
@D.N.Reb: Ich bin ziemlich sicher, dass die Schaffung des neuen Menschen angefangen hat, BEVOR der Islam ein Thema wurde. Ich war ja auch so ein “neuer Mensch”, es ist aber so schwierig, sich zu erinnern.
Ich bin 1987 in ein Multikultiviertel gezogen (freiwillig), es gab damals schon Leute, die sagten, dass ich spinne, das mit einem kleinen Kind zu tun, aber die hielt ich für tumbe Ausländerfeinde. Die Wohnung war billig und es gab vom Kindergarten bis zum Gymnasium alles vor der Haustür, zudem Kaufhäuser, Kneipen und alles, was das Herz begehrt. Das ist für jemand, der es als Kind hasste, fast eine Stunde zur Schule laufen zu müssen (heimwärts noch bergauf) und wo der letzte Bus zur nächsten Kreisstadt abends um 8 fuhr und deshalb selbst die Landdisco fast unerreichbar war, höchst reizvoll.
Mir waren dann die Nachbarn recht schnell nicht so angenehm, aber ich dachte, das ist Zufall. Als mir auffiel, dass es kein Zufall war, dachte ich immer noch nicht, dass es was mit dem Islam zu tun hat. Der war schlicht und einfach kein Thema. Ich war auch lebtäglich auf Israels Seite und höchst abgeneigt gegen die Palästinenser. Dass die Moslems sind, habe ich vermutlich gewusst, das aber nie für ursächlich oder auch nur von Belang für ihr Verhalten gehalten.
Das Thema Islam kam erst so langsam mit 9-11 auf. Die Gutmenschlichkeit ist viel älter als überhaupt das Bewusstsein, dass Türken Moslems sind (obwohl das natürlich jeder wusste).
Es wurde vor 9-11 meines Wissens keine Islam-Kuschelei propagiert. Der Islam wurde schlicht und einfach als unwichtig erachtet. Das ist aber natürlich auch ein Symptom der Gehirnwäsche… und ich glaube, es ist bei denen, die heute noch Gutmenschen sind, auch eher die Einstellung, der Islam wäre belanglos, als die, er wäre was ganz Großartiges.
Es ist die Einstellung, dass Kultur und Religion keinen Einfluss auf Menschen haben.
Kommentar von Manfred
13. Februar 2008 @ 1:55
Hallo Eisvogel, schön, dass Du wieder schreibst.
PC ist unstrittig eine totalitäre Ideologie, aber es wird niemals eine auf ihr aufbauende totalitäre Herrschaft geben. Es stimmt schon, dass Totalitarismus mehr ist als eine bloße Diktatur, insofern er nur funktioniert, wenn er die Menschen dazu bringt, sich freiwillig zu unterwerfen. Ohne Diktatur geht es aber nicht:
Sebastian Haffner hat in “Geschichte eines Deutschen” die Bereitschaft der Deutschen, sich den Nazis zu unterwerfen, sinngemäß (ich habe das Buch gerade nicht zur Hand) so erklärt: “Am Anfang passte man sich aus Angst vor dem KZ an. Nachdem man sich aber einmal angepasst hatte, wollte man es nicht bloß aus Angst getan haben - das wäre ja verächtlich gewesen - und lieferte die zugehörige Gesinnung hinterher.” (Entsprechend dem katholischen Prinzip: Erst mal beten, der Glaube kommt dann schon). Totalitarismus beginnt also damit, ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen, um dadurch eine kognitive Dissonanz (in diesem Fall Auseinanderklaffen von Denken und Handeln) zu erzeugen, die die Betroffenen zwingt, ihr Denken anzupassen. Das heißt: Totalitarismus ist nicht einfach Diktatur, aber ohne Diktatur funktioniert er nicht.
Im Prinzip hat jede Gesellschaft ihre “PC”, also bestimmte Selbstverständlichkeiten, die nicht hinterfragt werden können und deshalb gewissermaßen den blinden Fleck im kollektiven Weltbild darstellen. (Die Genialität des Westens in der Vor-PC-Ära bestand darin, nicht bestimmte Wahrheiten für selbstverständlich zu erklären, sondern bestimmte Wahrheitskriterien.) Was aber solche traditionellen Ideologien radikal von der heutigen PC unterscheidet, ist, dass sie der Stabilisierung der Gesellschaft, auch der Herrschaftsstrukturen, dienten. PC dagegen lehnt systematisch alles ab, was der Stabilisierung irgendeiner Herrschaft dienen könnte, sogar der eigenen. Vor allem die debile Ablehnung jeglicher Gewaltanwendung macht sie zur Herrschaftsideologie schlicht und einfach untauglich; mit einer solchen Ideologie kann man nur zerstören, um gegebenenfalls Platz für andere Herrscher, zum Beispiel den Islam zu machen, aber selber herrschen kann man damit nicht. Die auch hier vielfach geäußerte Befürchtung, am Ende würden die politisch Unkorrekten eingesperrt oder gar getötet, ist nicht nur unplausibel, sie ist empirisch widerlegt. Einige unserer Landsleute, nämlich unsere glatzköpfigen Volksgenossen, haben doch bereits die Probe aufs Exempel gemacht und Ausländer, darunter sicherlich auch Muslime, einfach totgeschlagen. Wie sind sie behandelt worden? Nun, ganz genauso wie “Intensivtäter mit Migrationshintergrund”: Jugendstrafen, mehrfache Bewährungsstrafen, verständnisvolle Richter und eine Gesellschaft, die fand, die jungen Männer seien schließlich “auch Opfer”, und man müsse “die sozialen Ursachen des Rechtsextremismus bekämpfen”.
Nein, PC ist keine Herrschaftsideologie, sie ist ein Mittel, die Gesellschaft zu zerstören, nicht, sie zu beherrschen. Sie arbeitet an ihrer eigenen Abschaffung; schließlich liegt es auf der Hand, dass mit der Herrschaft des Islam die PC erledigt ist. Etwas politisch Unkorrekteres als den Islam gibt es überhaupt nicht.
Und die Integration? Die wird ganz hervorragend funktionieren; wir müssen die Dinge bloß laufen lassen, wie sie laufen, dann werden wir perfekt in die islamische Welt integriert, und unsere Nachkommen werden, wie die der unterworfenen Ägypter, Perser, Berber usw. grenzdebile Fanatiker sein, die den Djihad gegen Amerika als den letzten verblieben Stützpunkt des Abendlandes führen.
Kommentar von Friedel B.
13. Februar 2008 @ 7:11
@Eraser:
Beide Thesen wollen mir nicht so recht einleuchten. Ich vermute, dass Sie “selbstbewusst” als Synonym für “selbstsicher” verwenden; nach meiner Ansicht sind beide Begriffe jedoch eher gegensätzlich. Wer seiner selbst bewusst ist, ist auch seiner Schwächen, Mängel und Abgründe bewusst und hat daher keinerlei Anlass, aufzutrumpfen. Jemand aber, der selbstsicher ist, hat es überhaupt nicht nötig, die Beleidigung der eigenen Person oder Kultur unter Strafe zu stellen. Der zitiert das Sprichwort: “Was kümmert es die Eiche, wenn …” und pfeift sich eins. Ebenso ist Selbstsicherheit nach meiner Ansicht keine Begründung dafür, anderen eins auf die Nase zu geben; der Selbstsichere ist so leicht nicht aus seiner beneidenswerten Ruhe zu bringen. (Auf die Frage, ob das Deutsche Reich den ersten Weltkrieg tatsächlich aus “nationalistischen Gründen” und reinem Übermut vom Zaun gebrochen hat, will ich hier nicht eingehen.)
Eisvogel sagt: “… denn das unter den Nazis war alles andere als ein gesundes oder erstrebenswertes Selbstbewusstsein.” Ich denke das ebenfalls; es handelte sich eher um ein trotziges Aufbegehren gegenüber den Demütigungen des Vertrages von Versailles, die damals praktisch von allen Deutschen als solche empfunden wurden, zumal sie sich “im Felde unbesiegt” glaubten. Trotz und Aufbegehren sind für Selbstsichere aber untypische seelische Haltungen. Die Gewaltorgien der Leute islamischer Glaubensrichtung hierzulande und insbesondere die sie oft begleitende abscheuliche Niedertracht gegenüber Schwächeren ist in meinen Augen sehr viel plausibler auf das dumpfe Empfinden eigener Unterlegenheit zurückzuführen; das zur Schau getragene Herrenmenschengehabe wäre demnach in erster Linie die Überkompensation eines Minderwertigkeitsgefühls.
Kommentar von Toranaga
13. Februar 2008 @ 9:21
Dort, wo man weite Kleidung trägt und keine Deckmäntel braucht:
http://www.gruene-pest.com/showthread.php?t=255826
Dort, wo Integration ein Fremdwort ist.
Hier: wo Erdogan meint, dass Assimilierung ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist.
DU bist Deutschland und somit ein NAZI und Idiot.
Kommentar von Toranaga
13. Februar 2008 @ 9:23
Dort, wo man weite Kleidung trägt und keine Deckmäntel braucht:
http://www.gruene-pest.com/showthread.php?t=255826
Dort, wo Integration ein Fremdwort ist.
Hier: wo Erdogan meint, dass Assimilierung ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist.
DU bist Deutschland und somit ein NAZI und Idiot.
Sorry, mir ist nicht klar ob automatisch freigeschaltet, verworfen oder manuell freigeschaltet wird. Daher zweiter Versuch.
Grüsse Toranaga
Kommentar von Ulli
13. Februar 2008 @ 10:30
Was ich nie ganz verstehe: Die Leute, die sagen, dass wir Deutschen böse, intolerante Fremdenfeinde sind und irgendwo womöglich auch noch mit dem Nazi-Gen behaftet, müssten ja eigentlich froh sein, wenn wir in unserem Land alleine sind und keinen diskriminieren können. Dasselbe gilt für die Türken
Ich denke, es hat mit verschiedenen Strömungen zu tun welche sich in Deutschland und der EU treffen und zur derzeitigen Realität gebündelt haben.
Angefangen hat die ganze Sache mit einigen Scharfmachern der 68er- Szene. Das Jugend rebellisch sein kann, wissen wir ja alle aus eigener Erfahrung. Daß es in jungen Jahren nicht leicht ist sich gegen Bevormundungen durchzusetzen, wissen wir auch.
Ich vermute daß die rebellischen Studenten damals das geeignete Druckmittel darin gefunden haben, ihren Eltern, Lehrern und Professoren sowie Politikern und Journalisten die braune Vergangenheit vorzuwerfen und sie alle damit so zu beeinflussen daß irgendwann nicht mehr die Alten die Jungen sondern umgekehrt die Jungen die Alten beeinflußt haben. Sie haben also praktisch und tun es ja immer noch, Psychoterror auf die Gesellschaft ausgeübt.
Das Ganze hatte ja den Vorteil daß man ohne viel Mühe die gesamte Republik nach seinem Gusto so verändern konnte wie es den Politclowns in ihre verklärte Weltsicht paßte.
Das ganze linke Geflecht welches uns heute umgibt trägt immer noch die spätpubertären Züge der 68er.
Alle etablierten Parteien sind davon betroffen. Kurz gesagt die 68er haben das schlechte Gewissen ihrer Eltern ausgenutzt und ihnen und der politischen Führung das Zepter aus der Hand gerissen.
Die gleichen Einstellungen wie damals, haben diese Sponties dann in ihre zum großen Teil einflußreichen Ämter in der Politik und der Gesellschaft übernommen, eine Weiterenwicklung ihrer Weltsicht fand seltenst statt.
Der Hang zu Naivität und zur Selbstzerstörung ist ihnen geblieben und wird durch Schulen und Medien emsig weiterverbreitet und als intellektuell verkauft.
Der von Dir Eisvogel, zu recht in Frage gestellte Widerspruch resultiert also aus der 68er- Kultur, denn diese Spätpuberierer wollen nicht aufhören uns weh zu tun.
Kommentar von Emil Ule
13. Februar 2008 @ 11:57
Das wollte ich noch zu Herrn Erdogans Weisheiten posten:
http://de.wikipedia.org/wiki/Assimilation_(Soziologie)
Ein Verbrechen erfordert einen Täter und ein Opfer. Als Täter ist wohl die Mehrheitsgesellschaft gemeint, in diesem Fall die deutsche Gesellschaft. Als Opfer meint Herr Erdogan wohl die türkischen Migranten.
Assimilation hat, s.o., verschiedene Gesichtspunkte:
Integration der Minderheit in die Arbeitswelt der Mehrheit: Laut Erdogan ein Verbrechen: also keine Türken einstellen.
Integration der Minderheit in spachlicher Art: Also: lernt den Türken kein Deutsch, lernt selbst nicht türkisch., (letzeres würde die Türken zu Verbrechern machen, das will doch keiner…)
Integration im Schulsystem. Also: keine Türken auf deutschen Schulen. Das ist ein Verbrechen.
Integration im Sozialsystem: Keine Krankenkasse und sonstige Sozialleistungen für Türken. Das ist ein Verbrechen
Integration im Steuersystem: Keine Steuern für Türken. Ist ein Vrebrechen.
Die Liste ist beliebig fortsetzbar und wird immer absurder.
Was Erdogan fordert, ist Apartheid. Wer ihn unterstützt, ist ein Rassist übelster Prägung. Und ich halte diesen Ausdruck nicht für zu stark. Herr Erdogan selbst hat das Thema auf die Tagesordnung gesetzt und dabei durchaus starke Worte verwendet - die er kurz darauf nochmals bestätigt hat….
Kommentar von Serbian girl
13. Februar 2008 @ 14:29
Ein hervorragender Text Eisvogel! Vielen Dank.
Genau genommen muss man Erdogan für seine klaren und unmissverständlichen Worte dankbar sein. Jetzt weiss auch der letzte Depp (aber anscheinend nicht die Politiker und die sogenannte Elite), dass Deutschland für Muslime ein toller Supermarkt ist, in dem sie sich nach Belieben alles von den Regalen holen können, ohne dafür etwas bezahlen zu müssen. In dieser Vorgehensweise haben Muslime jahrhundertlange (weltweite) Erfahrung, die nicht zu unterschätzen ist.
Dass die deutsche Elite diesen Räubern Staatsbürgerschaft nachschmeisst (PI hat vor kurzem veröffentlicht, dass die Einbürgerungsrate unter Arabern, die mit Türken einen Spitzenplatz unter Intensivtätern belegen, am höchsten ist), sie mit “Integrationsangeboten” überhäuft, anstatt sie und die ganzen Sippen, die solche Räuber züchten (was zu ihrem international und geschichtlich erprobten, robusten “Geschäftsmodel” gehört), aus dem Land zu schmeissen, spricht nicht gerade dafür , dass Deutsche eine selbstbewusste Nation sind. Das Gleiche gilt leider auch für andere Europäer.
Du hast vollkommen Recht, Eisvogel. Warum muss man die “Integration” oder “Assimilation” von Fremden überhaupt wollen müssen? Niemand soll davon ausgehen, dass deutsche (oder irgendeine andere) Nation ihre fundamentalen Eigenschaften beibehalten kann, wenn ein beträchtlicher Teil der Bürger des Landes eingebürgerte Fremde sind (selbst dann nicht, wenn sie kompatibleren Kulturen und Zivilisationen als die islamische ist entstammen). Diese Welt wäre viele besser, wenn Emmigration / Immigration (nicht nur von Muslimen) eine Ausnahme bliebe . In einer gesunden Gesellschaft müsste “Assimilation” d.h. Anpassung und Leistung gegenüber der Wirt-Gesellschaft für die wenigen Immigranten ein Privileg und Ansporn sein und - warum nicht sagen - eine Ehre. Überfremdung einer Nation IST ein Problem, weil sie die Gesellschaft fragmentiert. Aber wir leben in der EU, wo “Niederlassungsfreiheit” zu den ideologischen Grundpfeilern gehört.
Was kann man z.Z. tun? Die Notbremse, die in Deutschland noch gezogen werden kann, wäre äusserste Sparsamkeit mit der Vergabe der deutschen Staatsbürgerschaft, die müsste auf ein absolutes Minimum zurückgeschraubt werden, bis sich der “Zeitgeist” geändert hat und man die ungewollten und schädlichen Fremde in ihre Herkunfsländer zurückschicken kann.
(Hoffe nur, dass dann niemand auf die Idee kommt (das wird von einigen Bloggern in Serbien vermutet und gefürchtet), die vielen Millionen Mohammedaner dann in die neugegründeten und im Eiltempo islamisierten Staaten Bosnien und Kosovo anzusiedeln, wo die super-tolle Moslem-Infrastruktur in Zusammenarbeit von der USA, EU und Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan und Iran mit Milliardenaufwand entsteht (in den letzten 15 Jahren würden zwischen 7000 und 8000 Moscheen nur in Bosnien gebaut… Serben/die neuen “Nazis” sind enthumanisiert , demilitarisiert und können nicht mal ihre blosse Existenz beschützen, geschweige dann gegen diese Pest irgendetwas unternehmen))
Kommentar von steppenwolf
13. Februar 2008 @ 22:56
Hallo serbian girl,
es freut mich, daß Du mit Deinen Kommentaren den Blick nach Südosteuropa lenkst.
Dieser Blickwinkel wird leider in Deutschland vernachläßigt.
Was die Rot-Grüne Regierung seinerzeit veranstaltet hat, spottet jeder Beschreibung.
Das sogar unser Exterrorist, später Außenminister Fischer den Begriff “Auschwitz” benutzt hat, um das deutsche Volk auf den Krieg gegen Serbien einzustimmen, war einfach nur perfide.
Im Übrigen, ich heiße Branko.
Kommentar von Toranaga
14. Februar 2008 @ 10:26
Erdogan - die Taliban und Al Kaida
http://www.gruene-pest.com/showthread.php?t=255862
Bild enthalten. Video enthalten und zwei Links.
So hat jemand schon die Personen auf dem Bild erkannt?
Genau ganz rechts hockt unser geliebter Herr Tayyip Erdogan.
Und jetzt kommt der Knaller: Wer ist der Mann in der Mitte?
Erkannt? Nein?
Es ist Yasin El Kadi!!!!!
Yasin El Kadi ist der Finanzierer der Al Kaida.
El Kadi hat 1990 den Terror in Bosnien finanziert.1998 tauchte er das erste mal in den Akten der CIA und des FBI’s auf als er die Hamas förderte.Danach wurde er zum Finanzierer der Al Kaida und gilt als Terrorist.
(Die Quelle ist leider türkisch) http://tr.wikipedia.org/wiki/Yasin_El_Kad%C4%B1
(Aber habe auch eine englische)
http://www.ntvmsnbc.com/news/379581.asp
Warum veröffentlich das niemand ?
Kommentar von Wired
14. Februar 2008 @ 15:26
In einem seiner früheren Essays wies Fjordman einmal darauf hin, dass es ein offensichtliches Zeichen für den Totalitarismus ist, wenn seine Gegner nicht mehr nur als politische Gegner, sondern als krank dargestellt werden. Nun, es schein wir nähern uns diesem Punkt:
“Wissenschaftler erklären Kritik zur Krankheit”
http://www.handelsblatt.com/News/Journal/Vermischtes/_pv/doc_page/3/_p/204493/_t/ft/_b/1390369/default.aspx/wissenschaftler-erklaeren-kritik-zur-krankheit.html
War ja klar, dass unser alter Freund aus Bielefeld da mit macht.
Kommentar von Time
14. Februar 2008 @ 17:17
Hallo allerseits,
heute war es mal ein toller Tag für den anti-mohammedanistischen FAZ-Leser:
1. Ganz oben auf dem Titel: “Ganz Dänemark druckt Mohammed-Karikatur” mit Titel-Foto dänische Zeitungen, auf denen groß die Klo-H.-Metzel-Zeichnung mit Bombenturban prangt (Danke Dänemark, danke FAZ!).
2. Schissbullah-Führer in Damaskus eleminiert.
3. Scharfe Kritik von der Integrationsbeauftragten Böhmer (CDU) an the Fuhrergan.
4. Steven Spielberg zieht sich wegen Sudan-Politik Pekings von der Mitarbeit an olympischen Spielen zurück.
Das alles auf dem Titel mit ausführlichen Berichten im Innenteil.
5. Gesetz gegen Moscheen-Bau in Kärnten (Danke, Herr Haider!).
6. Grünes Licht aus Berlin für israelische Militäraktion gegen Ha(ss)mas.
7. “In knapp fünf Wochen werden in Jerusalem deutsch-israelische Regierungskonsultationen stattfinden, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat: Neben der Bundeskanzlerin werden sieben (!) Mitglieder ihres Kabinetts daran teilnehmen… später sollen diese Konsultationen einmal im Jahr stattfinden… Die Bundesregierung sei sich im Klaren darüber, dass der (Wirtschafts-) Druck (auf Iran) verstärkt werden müsse.”
Mit freundlichen Grüßen
von Time
Kommentar von Bokito
14. Februar 2008 @ 19:16
danke Time, meine Stimmung ist schon besser
Eine Frage an die Leser: wer hat weitere Infos oder Literaturtips zum Bürgerkrieg in Jugoslawien? Daß darüber in unseren Medien gelogen wird, daß sich die Balken biegen ist sonnenklar, mir fehlen aber noch mehr Hintergrundinformationen. Ist das belegbar, daß A. Izetbegovic Mitglied der Muslim-brüder war? Es gab mal vor ca. zwei Jahren im Nachtprogramm der dritten Programme eine Dokumentation über den beginnenden Islamismus in Bosnien bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs. Allerdings ist diese Doku nicht mehr zu finden.
Kommentar von steppenwolf
14. Februar 2008 @ 19:49
Hallo Bokito,
vielleicht hilft Dir dieses Buch weiter.
http://www.suhrkamp.de/titel/titel.cfm?bestellnr=6877&hl=Tablas%20von%20Daimiel
Kommentar von Eraser
14. Februar 2008 @ 20:09
@Eisvogel
“Ich finde keine Fehler, obwohl ich vielleicht sagen würde, die deutsche Kultur war sehr selbstbewusst.”
Naja, mir fallen ausgeprochen viele Dinge ein, die man als Indiz für ein ungemein hohes kulturelles Selbstbewusstsein sehen kann.
Bspw. ist das Vertrauen in die hiesige politische Kultur und den Ideen, die dieser Kultur entspringen, beinah grenzenlos… Sie werden mitunter sogar als Beispielhaft für die ganze Welt und besonders fortschrittlich betrachtet…
@Friedel B.
“Beide Thesen wollen mir nicht so recht einleuchten. Ich vermute, dass Sie “selbstbewusst” als Synonym für “selbstsicher” verwenden; nach meiner Ansicht sind beide Begriffe jedoch eher gegensätzlich.”
Wieso sollte ich diese beiden Begriffe synonym gebrauchen?
Selbstbewusstsein - Das Bewusstsein um seiner selbst, bzw. seiner Stärken und die Zuschreibung einer bestimmten Wertigkeit aufgrund dieser Stärken.
Das Bewusstsein der eigenen Schwächen ist dabei nur Ergebnis einer bestimmten Stärke: der Selbstreflektion. Daher schließe ich das Bewusstsein um die eigenen Schwächen auch aus, was den Begriff des Selbstbewusstseins anbelangt, und halte es eher für eine Definition nach westlichen Maßstäben aber nicht für eine allgemeine. Eine sich an westlichen Maßstäben orientierende Definition des Begriffs ist aber beim Gegenüberstellen der Prämissen deutsches/türkisches Selbstbewusstsein oder europäisches/islamisches Selbstbewusstsein nicht zu gebrauchen.
Selbstsicherheit steht meiner Ansicht nach dem Begriff des Selbstbewusstseins nicht entgegen sondern beschreibt lediglich ein Verhalten, dass sich aus Selbstbewusstsein speist.
Ich persönlich habe nämlich noch nie jemanden erlebt, der selbstsicher war ohne gleichzeitig auch selbstbewusst gewesen zu sein und weiß gar nicht, wie das überhaupt funktionieren soll.
Nebenbei gesagt, betrachte ich ein wie auch immer gartetes Selbstwertgefühl nicht als ursächlich für den Nationalsozialismus. Ein gekränktes Selbstwertgefühl war zwar eine der Hauptursachen dafür, dass sich der Nationalsozialismus in der Weimarer Republik durchsetzen konnte, ist aber weder der Ursprung noch für die Dimension, die diese Ideologie erreicht hat, ursächlich. Da halte ich einfachen menschlichen Idealismus für entscheidender und den Nationalsozialismus schlicht für die bis dahin destruktivste, politische Form des menschlichen Idealismus.
Kommentar von Friedel B.
15. Februar 2008 @ 6:49
Es war keineswegs meine Absicht, eine Auseinandersetzung über Begriffsbestimmungen loszutreten, Eraser, und noch weniger wollte ich Ihnen etwas unterstellen. Tatsächlich habe ich lediglich von einer Vermutung gesprochen, weil nämlich im Alltag zumindest nach meiner Erfahrung “selbstbewusst” fast immer so gebraucht wird, als ob es gleichbedeutend mit “selbstsicher” sei.
Sie sagen: “Ich persönlich habe nämlich noch nie jemanden erlebt, der selbstsicher war ohne gleichzeitig auch selbstbewusst gewesen zu sein und weiß gar nicht, wie das überhaupt funktionieren soll.” Selbstsicherheit kann man beobachten; sicheres, überlegen wirkendes Auftreten wird beispielsweise in Führungsseminaren intensiv trainiert, woraus hervorgeht, dass man Selbstsicherheit auch schauspielern, also vortäuschen kann. Selbstbewusstsein, das auch nach Ihrer Auffassung etwas mit Reflektion (auch “Reflexion” geschrieben) zu tun hat, ist jedoch nicht unmittelbar beobachtbar, sondern allenfalls erschließbar; wie intensiv und wie rückhalt- und illusionslos jemand über sich selbst nachdenkt, weiß außer dem Betreffenden Gott allein. Mit mir etwa könnten Sie jemanden kennen lernen, der in seinem mittlerweile 65 Jahre währenden Leben kaum einen Schritt getan hat, ohne gründlich zu reflektieren, und der dennoch (nach meiner Ansicht aber auch gerade deswegen) trotz aller durchaus vorhandenen äußeren Erfolge überaus selbstunsicher ist. Beim Orakel zu Delphi war der Leitspruch “Erkenne dich selbst!” zu lesen; viel leichter lebt es sich jedoch, wenn die Maxime “Mach dir möglichst viel Illusionen über dich selbst” lautet (was man im übrigen auch dem Begriff “unbekümmert” entnehmen kann). Das zumindest nach außen hin vorgetragene (und häufig geradezu arrogant oder “herrenmenschlich” wirkende) Selbstwertgefühl unserer Rütli-Borats gründet sich auch auf ihre gerade in Eisvogels Blog oft kommentierte Neigung, eigenes Versagen nicht als solches wahrzunehmen, sondern es auf andere Personen oder Umstände (zum Beispiel ihre mangelnde Akzeptanz in der “Mehrheitsgesellschaft” oder ihnen vorenthaltene Chancen) zurückzuführen. Der Volksmund, vor dessen Weisheit ich immer wieder den (bei mir nur imaginären) Hut ziehe, sagt: “Dummheit (also mangelndes Reflektionsvermögen, Anm. von F.B.) und Stolz wachsen auf dem gleichen Holz.”
Kommentar von poitiers732
15. Februar 2008 @ 17:02
Ich kann der These, daß sowohl die türkische als auch die deutsche Kultur sehr selbstbewußt sind, nicht folgen.
Die türkische Kultur ist extrem nationalistisch untersetzt. Das sind Nachwehen einer langen und sehr erfolgreichen Eroberungsgeschichte aus der Osmanenzeit. Niemand hat jemals den Versuch unternommen, zu zählen, wieviel Opfer die Schaffung des Osmanischen Reiches gekostet hat. Von dem Genozid an den Armeniern abgesehen, wird alles andere unter “abgeschlossene Vorgeschichte der Türkei” zu den Akten gelegt.
Ganz anders bei uns Deutschen: bis 1968 hat die alte Bundesrepublik versucht, das Land aus der Nazizeit in einer Art “geordnetem Rückzug” in ein demokratisches Zeitalter zu überführen. Das hatte zur Folge, daß Ereignisse und Personen der Nazizeit mehr “defensiv” verarbeitet wurden. Hierzu zähle ich auch die finanziellen Regelungen mit Israel. Zu dieser Zeit entstand auch schon wieder ein demokratisches Nationalgefühl.
Nach 1968 kam es zum Bruch mit diesem Prozess. Die Politiker, die nun an die Macht kamen, entwickelten die allumfassende Ideologie der “Ewigen deutschen Schuld”. Nun ist die Schuld der Deutschen an zwei Weltkriegen und dem millionenfachen Judenmord nicht zu leugnen. Aber das Neue war, daß nicht nur diejenigen zu Schuldigen gemacht wurden, die Hitler gewählt, ihn unterstützt oder toleriert hatten, sondern alle, die dieser Generation folgten und auf absehbare Zeit noch folgen werden. Schuld wurde quasi genetisch in den Deutschen hinein implementiert.Damit bekommt jeder Deutsche, egal wann er geboren wurde oder wird, einen Nazistempel aufgedrückt. Ein Stigma, das uns viele Türken, aber auch viele Engländer und Amerikaner anheften. Damit entstand eine neue subtile Art von Rassismus: denn ein schuldiger Mensch ist moralisch verwerflicher als ein unschuldiger. Also: Deutsche sind verwerflicher als …
Da diese Haltung von viele Deutschen angenommen wurde, gab es einen starken Rückgang des nationalen Selbstwertgefühls.
Und nun kommt die Einwanderung ins Spiel: die Ideologen der generationsübergreifenden Schuld sahen als “Hüter der Absoluten Moral” die Chance, diesen Prozeß der Schuldvererbung in einem historisch kurzen Zeitraum “auslaufen” zu lassen, indem man den wenig gebärfreudigen deutschen Schuldpool nach und nach mit dem maximal gebärfreudigen, durch keinerlei historische Verbrechen (?) belasteten türkischen Pool solange verdünnt, bis man nicht mehr von den “Deutschen” sprechen kann. Dann ist die Schuld der Deutschen abgegolten, schlicht und einfach deshalb, weil sie verschwunden sind.
Kommentar von D.R.
15. Februar 2008 @ 19:17
“Daher hier einfach die Frage, findet irgendwer anderer Fehler in der Argumentation, die man bemängeln könnte?”
Ich glaube der Fehler liegt darin, daß man so tut als wären da zwei Parteien, die einen die den “Zaubertrick” geplant haben und die anderen die die eher passive Rolle spielen und dann mitmachen. Ich glaube daß das nicht so ist. Ich glaube daß die Mehrzahl den Zaubertrick von Anfang an durchschaut hat und einfach mitmacht weil sie genau so böse sind wie diejenigen die vorne stehen und den Zaubertrick repräsentieren. So war es ja auch im Nazi-Reich, die Mehrzahl wußte Bescheid und fand es gut und so ist es auch diesmal. Daß heute alle gegen Nazis sind ist nur vorgeschoben, die meisten wünschen sich diese Zeit schon lange wieder zurück. Schließlich muß man bedenken, daß es den meisten damals sehr gut ging, daß ihnen die Nazis viele Vorteile anboten, die sie ohne die Nazis nie gehabt hätten. Und genau so ist es heute. Der Islam bietet den meisten sehr viele Vorteile, die sie ohne den Islam nie hätten. Sie können ohne moralische Skrupel ihr “Recht des Stärkeren” ausleben, es kommt durch das Öl und die Petro-Dollars Geld in die Kassen und die Wirtschaft brummt, wer will darauf schon verzichten?
Außerdem glaube ich auch nicht, daß sich der Totalitarismus an dieser Frage fest macht. Der Totalitarismus hat sich bereits festgemacht an der Frage der Familie und da haben sogar Blogs wie PI unverkennbar totalitäres Gesicht gezeigt. D.h. für Zwangsauflösung von Familie - das ist nämlich die Politik die v. d. Leyen inkl. SPD und die Schwulenverbände betreiben und für die Übernahme der familiären Verantwortung/Macht durch den Staat. Damit ist erst wirklich Totalitarismus verwirklicht. Ein Meilenstein dort hin war in Frankreich das Gesetz Perben, durch das die *Grundordnung* der französischen Verfassung umgekehrt worden ist. Alles andere ergibt sich dann von alleine. Man muß nur die Familie entmachten dann ist der Absolute Totalitarismus nur noch logische Folge und dafür hat sich sogar PI stark gemacht und es kaum jemanden auch bei PI der widersprochen hätte. Etwas ganz ähnliches kann man jetzt im Kommentarbereich zu dem Artikel mit den Schachtschneidervideos finden. Da wird Schachtschneider als verkappter Pfarrer betitelt etc. Das ist die Klientel die vor allem PI auch angezogen hat. Das sind Leute die zum Teil genau verstanden haben, daß Schachtschneider Recht hat, aber die auf die Vorteile die sie sich für sich erhoffen nicht verzichten wollen. Und für diese Vorteile sind sie auch bereit andere zu Unterdrücken und die Freiheit abzuschaffen, so wie PI es mit Vanneste etc. auch getan hat.
Deshalb glaube ich ist die Argumentation von Dir so nicht richtig. Es sind nicht Akteure auf der einen Seite und Naive aber im Grunde Aufrichtige auf der anderen Seite, sondern es sind böse Akteure auf beiden Seiten und eine kleine Minderheit, die von den denjenigen die vorne stehen und den Zaubertrick durchführen und denjenigen die hinter den Leuten die vorne stehen und den Zaubertrick durchführen, stehen, unterdrückt werden und zwar aus Spaß. So wie die meisten Deutschen Spaß daran hatten Juden zu unterdrücken und am Ende abzuschlachten.
Dazuwischen steht nur noch unser GG und dieses GG gilt so gut wie nichts mehr. Fast niemand hält sich mehr daran, nicht mal mehr das BVerfGG. Diesbezüglich hat Gerhard Schröder (auch ein großer Liebling der Deutschen) ganze Arbeit geleistet und hier zeigt es sich ganz deutlich, er wäre ja fast wieder gewählt worden. Und nimmt man die Grünen, die Linken und die SPD zusammen und einen großen Teil der CDU noch hinzu, die gegen die Aushöhlung des GGes nichts hatten und mit heimlicher Schadenfreude der Abschaffung der freiheitlichen Ordnung durch Gerhard Schröder zugesehen haben, so kommt man auf eine satte Mehrheit der Bürger dieses Landes die das so wollten.
Von einer “Elite” die große Teile des “Volkes” unterdrückt kann gar keine Rede sein. Der große Teil des Volkes wünscht es sich so um endlich einmal wieder all seine Bosheit an einer Minderheit ungestraft auslassen zu können, wie im Dritten Reich halt auch.
Das ist die Realität, nicht so wie Du es geschrieben hast. Multi-Kulti bzw. die Islamisierung ist nur ein Mittel um das effektiver und schneller erreichen zu können.
Die Moral des Islam entspricht der Moral der Mehrheit der hier lebenden Menschen. Und auch wenn viele nicht direkt konvertieren möchten, so kommt ihnen der Islam doch gerade recht, weil sie dadurch in vielen ihren Handlungen eine moralische Rechtfertigung erfahren.
Daß einige sich trotzdem gegen den Islam aussprechen, sollte man nicht zu hoch bewerten.
Kommentar von Emil Ule
15. Februar 2008 @ 19:45
D.R.
Starker Tobak. Bevor ich jetzt in “informier Dich erstmal” -Unsitten verfalle: die meisten Menschen im dritten Reich hatten
a) nie “mein Kampf” gelesen. Genauso wenig wie heutzutage kaum jemand den Koran gelesen hat. Beide Machwerke sind höchst unverdaulich.
b) keine Ahnung vom organisierten Judenmord. Ich habe glaubhafte Aussagen von Angestellten der Gestapo, die nicht wussten, was los war. Die haben Verhörprotokolle geschrieben und sich um sonst nichts gekümmert - exakt wie heute.
c) keine Lust, Krieg zu führen. Genausowenig wie heute jemand Lust hat, Krieg zu führen. Wir haben halt mal am Balkan angefangen, jetzt kriegen wir in Afghanistan und mal sehen, wo wir demnächst ‘rumkriegen. Und wenn dann die Raketen aus dem Iran geflogen kommen wie seinerzeit die britischen Bomber, dann erst fällt jedem auf, daß wir uns im Krieg befinden.
Zudem gab es drei Sorten von Nazis:
- Der innere Kreis, eine Bande von Gaunern und Banditen, die sich hemmungslos bereichert haben.
- Die “Schlauis”, die sich angehängt haben, um ihr persönliches Süppchen zu kochen
- Die “Idealisten” - diejenigen, die es toll fanden, mal zusammenzuhelfen und gemeinsam etwas aufzubauen, statt sich immer nur die Köpfe einzuschlagen. Die BDM-Zeltlager und HJ-Geländespiele Klasse fanden, weil dort die Kinder was zu beißen bekamen und Beschäftigung hatten.
Die wirklichen Verbrecher waren nur eine kleine Gruppe, die meisten haben einfach nur geglaubt, was der GröFaz von sich gegeben hat - oder haben sich einfach nicht viel drum gekümmert und versucht, halt irgendwie zu überleben.
Und genau das ist die Gefahr: es ist heute genauso. Den meisten geht die Politik am Hintern vorbei und die Macht hat längst eine Oligarchie, die sich die Posten gegenseitig zuschiebt und in die eigene Tasche wirtschaftet (siehe Herr Zumwinkel)
Auch die ganze Integrationsgeschichte hat nicht das böse Publikum verbockt, sondern der Zauberkünstler, der sich nicht überlegt hat, wie er die Geister, die er rief, wieder loswird - einfach weil das Problem in die jeweils nächste Wahlperiode verschoben wurde.
Und daß die Moral des Islam, der Mehrheit der Bevölkerung entspricht, ist so ziemlich der größte Unsinn, den ich jemals gehört habe. Die Moral (so man von so etwas im Islam überhaupt sprechen kann, da der Islam Dualistisch ist) des Islam entspricht nicht mal der Mehrheit der muslimischen Bevölkerung. Der Mehrheit der Muslime geht der Islam nämlich am **** vorbei. kaum ein Muslim hat ernsthaft eine Ahnung, was in diesem Wälzer drinsteht.
Kommentar von Eraser
15. Februar 2008 @ 21:26
@Friedel B.
“Es war keineswegs meine Absicht, eine Auseinandersetzung über Begriffsbestimmungen loszutreten, Eraser, und noch weniger wollte ich Ihnen etwas unterstellen. Tatsächlich habe ich lediglich von einer Vermutung gesprochen, weil nämlich im Alltag zumindest nach meiner Erfahrung “selbstbewusst” fast immer so gebraucht wird, als ob es gleichbedeutend mit “selbstsicher” sei.”
Ich habe nichts gegen solche Diskussionen. Im Gegenteil, ich betrachte sie sogar als außerordentlich konstruktiv, weil inhaltliches Verständnis relativ häufig an definitorischen Differenzen scheitert (”Beide Thesen wollen mir nicht so recht einleuchten.”). Diese Diferenzen lassen sich aber nur aus dem Weg räumen, wenn man sich einmal über die Bedeutung der genutzten inhaltlich wichtigen Begriffe unterhalten hat.
Wie gesagt, der Begriff Selbstbewusstsein beschreibt für mich lediglich das Bewusstsein um die eigenen Stärken und die daraus gefolgerte Wertigkeit der eigenen Person/Gruppe. Genau in dieser Form habe ich ihn in den Prämissen “Die deutsche/türkische Kultur ist sehr selbsbewusst” verwendet.
Inwieweit sich dieses Selstbewusstsein auf mangelndem Reflektionsvermögen, Nationalismus oder ähnlichen Eigenschaften gründet, ist für das Vorhandensein dieses ausgesprochenen Selbstbewusstseins nicht von Relevanz.
Einzig aus dem Vorhandensein habe ich gefolgert und nicht auf der Gerechtfertigtkeit/Richtigkeit dieses Selbstbewusstseins, denn nur das (Nicht)Vorhandensein ist bei der Betrachtung der Bereitschaft zur Aufgabe eigener kultureller Eigenschaften (”Integrationsfähigkeit”) von Bedeutung.
Jemand der seine Gruppe/ oder seine Kultur als hochwertig betrachtet, ist nicht bereit sich in eine andere zu integrieren, solange diese nicht als höherwertig betrachtet wird. Dieses Phänomen läst sich auf beiden Seiten beobachten. Weder ist die Masse der Deutschen bereit sich in die türkische Kultur zu integrieren, weil sie, wenn auch meist nur unterbewusst, als rückständig und damit minderwertiger als die deutsche betrachtet wird, noch ist die Masse der hier lebenden Türken dazu bereit, weil die deutsche Kultur als dekadent, öbszön und damit ebenso minderwertig betrachtet wird. Integration (Die Schaffung eines neuen besseren Ganzen) ist mit diesen beiden Kulturen oder Volksgruppen nicht zu bewerkstelligen bzw. war von vornherein zum Scheitern verurteilt.
@poitiers732
Stimmt, die gerade in politischen Kreisen weitverbreitete Betrachtung der eigenen Kultur als minderwertig bzw. notwendigerweise durch ausländische Kulturen “bereicherungsabhängig”, steht im logischen Widerspruch zum Integrationskonzept der Schaffung eines neuen besseren Ganzen (nichts anderes impliziert der Satz “Integration ist keine Einbahnstraße”), welches eine gewisse Hochwertigkeit voraussetzt, aber erklär das mal den Integrationszauberern…
Und meiner Ansicht nach ist das deutsche kulturelle Selbstbewusstsein in Deutschland trotz aller Widrigkeiten noch vorhanden, es zeigt sich nur auf sehr viel subtilere Art und Weise als früher. Zum Beispiel an der schon genannten Überzeugung an politische Leistungsfähigkeit (Klimahysterie, Einsatz für die EU, Sozialstaat und ähnlichen linksideologischen Nonsens). Ähnlich sieht es in Bezug auf wirtschaftliche und sportliche Leistungsfähigkeit aus…
Kommentar von Eisvogel
15. Februar 2008 @ 23:33
Vielen Dank für die hochinteressante Diskussion.
@D.R.: Ich habe nichts darüber ausgesagt, wer bei diesem Spiel gut oder böse ist. Das weiß ich nicht, keineswegs wollte ich aber damit sagen, dass “das Publikum” ausschließlich gut ist.
Ich hänge auch nicht der Theorie an, dass böse Mächtige gute einfache Leute verführen. Teilweise ist das schon so, andererseits sind böse Mächtige aber auch aus dem Volk geboren. Und in vielen Fällen besetzen sie nur eine Position. Wenn sie tot umfallen, besetzt diese eben ein anderer, da stehen immer welche hufescharrend in der Warteschlange.
Ich habe nur gezeigt, wie mir das vorkommt, wenn “Integrationspolitik” von Politikern beschrieben wird. Sie sagen nicht, was sie zu tun gedenken, damit das klappt, sondern sie sagen, wie sich Menschen zu “neuen Menschen” ändern müssen, damit das klappt.
Dass manche das bereitwillig und freudig tun, dass manche das zwangsweise tun und andere gar nicht tun, ist klar. Und ich habe keineswegs gemeint, dass es nur eine kleine Elite sein wird, die den Rest beherrscht. Die freiwillige Privatpolizei ist doch jetzt schon aktiv… es fehlt ihr nur noch an den juristischen Mitteln - und die sind auf dem Weg.
Im Grunde ist mir in letzter Zeit vor allem eine gewisse Zwangsläufigkeit klar geworden, mit der Totalitarismus sich ausbreitet. Es ist zwar fast schon peinlich, Politiker in Schutz zu nehmen ;-), aber ich finde in der Tat, dass inzwischen ein Punkt erreicht ist, wo sie einfach in das Fahrwasser reinrutschen.
Was würde passieren, wenn sie weiterhin ungehemmte Aufklärung über den Islam zulassen? Wenn sie es selber tun? Wenn nicht nur ein Roland Koch ein bisschen was über kriminelle ausländische Jugendliche sagt, sondern wenn eine Frau Merkel in einer Neujahrsansprache sagen würde, was Fjordman schreibt?
Was würde passieren, wenn man im Schulunterricht die Wahrheit über Mohammed, den Koran, die islamische Doktrin und die islamische Geschichte ungeschönt lehrt?
Was würde passieren?????
Alle wissen es. Welcher Politiker will das auslösen?
Du magst Recht haben, dass die Wurzel an der Auflösung der Familie und der Einebnung der Geschlechter liegt, ich bekomme nur den Zusammenhang noch nicht hin. Ein sehr ungutes Gefühl habe ich dabei aber auch, es ist nur noch nicht logisch klar - ganz offensichtlich ist der Zusammenhang nicht, oder?
Kommentar von Bokito
16. Februar 2008 @ 0:56
@Eisvogel: was würde passieren, wenn wir uns wirklich mal gegen den Islam als solchen stellen würden?
Ganz genau kann ich nicht sagen, was dann passieren wird, es wird sicher sehr ungemütlich werden.
Soweit ich in meinem Umfeld Moslems kennengelernt habe, wage ich zu behaupten: Wenn wir uns dem Islam offensiv entgegenstellen, bekommen wir offenen Krieg durch alle gläubigen Moslems; ABER: in diesem Fall sehen die Moslems uns wenigstens als ernstzunehmenden Gegner an.
Sie spucken nur auf die Speichellecker, die meinen, durch Zugeständnisse auf irgendeine Weise einen faulen Frieden verhandeln zu können. Diese rückgratlosen Kreaturen sind sogar in den Augen der Moslems schlimmer, als jeder, der sich ihnen offen in den Weg stellt.
Ich persönlich habe eine gewisse Hochachtung vor gläubigen Moslems; auf alle Fälle mehr, als vor diesen miesen Arschkriechern unter uns Europäern, die nur ihre verfaulten Lügen bestätigt wissen wollen - pfui…
Kommentar von Bokito
16. Februar 2008 @ 1:26
Hochachtung heißt nicht, daß ich den Islam toll finde … das nur zur Erklärung.
Kommentar von Eisvogel
16. Februar 2008 @ 11:01
@Bokito:
Ich glaube, in dem Fall bekommen wir nicht nur offenen Krieg mit den gläubigen Moslems, sondern auch mit den alkoholtrinkenden und kiffenden Straßenjungs, die vom Koran wesentlich weniger wissen als wir und nur selten in die Moschee gehen.
Und die Gutmenschen werden toben - wenn man es sich bildlich vorstellt (Frau Merkel sagt, was wir schreiben, in einer Ansprache an die Nation) - die Leute wären hell entsetzt, nicht nur die aktiven Islamophilen sondern auch die lahme Masse.
Das würde auch international wie eine Bombe einschlagen. Ich glaube, wir hätten in keinem Land Freunde, auch nicht in den USA. Ausgerechnet wir! Auch ein anderes Land könnte das nicht machen und wäre sofort vollkommen isoliert, aber wenn wir es machen würden, bekäme das ganze noch eine besonders pikante Note.
Das weiß jeder Politiker. Das wüsste auch jeder einzelne von uns, wenn er zum Bundeskanzler gewählt würde.
Ich kann einfach nicht glauben, dass zufällig alle Politiker debile Naivchen und/oder scharf auf ein islamisiertes Land sind. Ich vermute, wenigstens der eine oder die andere denkt, man muss das “vorsichtig” machen. Und da selbst der winzige Vorstoß von Roland Koch die Empörungsmaschine anwarf, ist Vorsicht hier extrem weitgefasst.
Das führt natürlich nie zu etwas.
Es erinnert an eine Witzfigur, die die Welt vom Übel des Alkoholismus befreien will, und zu dem Zweck einen Schnapsladen betreibt und selber säuft, damit die Suffköppe ihn erstmal akzeptieren und bereit sind, ihm zuzuhören. Über kurz oder lang ist er selber ein Suffkopp und hat seinen Plan nur noch vage im Hinterkopf oder vergisst ihn schließlich ganz.
Wenn ich solche Gedankenspiele mache, werde ich sehr ratlos
Ich habe vor ehrlichen Moslems wie zum Beispiel dem, der hier unter Muslim einige Zeit lang kommentiert hat, auch Achtung, obwohl mir unzweifelhaft klar ist, dass wir Feinde sind. Die süßlichen Lügner mag ich aber auch auf islamischer Seite nicht.
Kommentar von Bokito
16. Februar 2008 @ 22:36
@Eisvogel: nun ja, morgen feiert der neue islamische Brückenkopf Kosovo wohl seine endgültige Unabhängigkeit … wir wissen alle, wie mit Serbien verfahren wurde und wird. Heute hab ich schlechte Laune … vor allem Amerika ist für mich nicht leicht zu verstehen. Ich mag die amerikanische Kultur und den dortigen Freiheitsbegriff sehr (lese mich gerade durch die “Grasharfe” von Truman Capote - ein wunderbares Buch!), aber ich raff es nicht, warum die USA außenpolitisch auf dem Balkan mit den Todfeinden jeglicher Freiheit gemeinsame Sache machen können. Wie Du weißt, kenn ich mich eher in der Literatur, als in der Politik aus, was solls.
Kommentar von Manfred
17. Februar 2008 @ 1:41
@ Bokito, Eisvogel:
Die Amerikaner bilden sich ein, der Kosovo werde ein zuverlässiger Verbündeter der USA sein, wie andere postsozialistische Länder auch; dass es zwischen einem Land wie Polen und einem islamischen Land grundlegende Unterschiede gibt und dass man es deshalb mit bestenfalls äußerst zweifelhaften “Verbündeten” zu tun bekommt, sehen sie nicht, ebenso wie sie es auch bei der Türkei nicht sehen. (Bei Pakistan begreifen sie es allmählich, aber nur, weil die Islamisten, die Taliban und die Qaida dort nach der Atombombe greifen.)
Die USA sind immer noch auf dem Trip “Kampf gegen den Terrorismus”, oder, wenn’s hochkommt, “Kampf gegen den Islamismus”. Dass Islam und Islamismus zusammengehören wie der Apfelbaum zum Apfel und dass Terrorismus nur eine Variante des Djihad ist (und nicht einmal die erfolgreichste), könnten sie nur dann erkennen, wenn sie bereit wären, im Islam als solchem den Feind zu sehen. Ich fürchte, dass genau hier der blinde Fleck liegt. Der normale Amerikaner hält Religion schlechthin für etwas Gutes und kann sich nicht vorstellen, dass ein frommer Mensch, welcher Religion auch immer, etwas Böses im Schilde führen könnte. Wenn man bedenkt, dass Deutschland regelmäßig vom amerikanischen Außenministerium gerüffelt wird, weil es Scientology(!!!) “unterdrückt”, dann kann man sich überhaupt nicht vorstellen, dass sie den Islam jemals als Feind identifizieren werden.
Es ist vermutlich richtig, dass die Bundeskanzlerin über den Islam nicht die Wahrheit sagen kann, ohne das gesammelte Gutmenschentum gegen sich zu haben. Ich schätze, dass die PC-Ideologie von circa zwei Dritteln unseres Volkes akzeptiert wird. Diese Mehrheit bröckelt zwar, aber noch kann ein Politiker, der die “Mitte” besetzen will, gegen solche Stimmungen nicht Politik machen.
Andererseits ist es auch gar nicht erforderlich, dass die Bundeskanzlerin selbst dergleichen sagt. Unsere islamischen Freunde zeigen die Neigung, alles, was ihnen nicht passt, “den Deutschen” zuzuschreiben, und wenn sie es - wie den “Brandanschlag” von Ludwigshafen -selbst herbeiphantasieren müssten. Sie drohen jetzt bereits mit Bürgerkrieg, jetzt, wo das Kräfteverhältnis rein zahlenmäßig zu unseren Gunsten 25 zu 1 steht. (Wenn die jetzt schon drohen, was geschieht erst, wenn das Verhältnis auf 10 zu 1 oder 5 zu 1 geschrumpft ist?).
Wäre es eigentlich wirklich ein Unglück, wenn die andere Seite ihre notorische Gewalttätigkeit nicht mehr zügeln könnte und einen Bürgerkrieg entfesseln würde, den sie nur verlieren könnte?
Kommentar von Bokito
17. Februar 2008 @ 1:56
@Leute:
http://www.youtube.com/watch?v=x-eNysUHNpI&feature=related
Kommentar von sugababe777
17. Februar 2008 @ 11:57
@all:
es ist irrelevant welche staatsbürgerschaft man innehat. jeder kann moslem sein. ein deutscher, ein finne, ein serbe…
weder christen noch moslems sind ein “völkchen” wie das judentum (auch wenn es erlaubt ist zum judentum zu konvertieren)
mein fazit: extremer nationalismus oder extremer relig. fundamentalismus ist schlecht, denn
ALLES EXTREME ist schlecht: angefangen von a wie alkohol bis z wie zwang.
@serbien girl: sorry, aber wie die serben mit den kroaten umgegangen ist, war auch nicht das wahre.
da bleibt doch die frage offen, wer hier wirklich “[...]die pest[...]” ist.
Kommentar von Serbian girl
17. Februar 2008 @ 17:46
sugabe 777
für die geborenen Muslime (besonders wenn sie keine Araber oder Türken sind) ist Nation zweitrangig, - dieser Umstand ist möglicherweise der Grund, warum sich Demokratie, die im Nationalen wurzelt, in den muslimischen Staaten nicht entwickeln kann.
Es gibt keine “deutsche”, “finnische” oder “serbische” Muslime, jedenfalls nicht aus der Konvertiten-Sicht, - ein Konvertit wird immer in aller ersten Linie ein Muslim sein. Arabisierung (bzw. Türkisierung) der islamisierten Nationen, bzw. einzelner Konvertiten fällt überall auf. In der Regel entscheiden sich Konvertiten für einen arabischen oder einen türkischen Namen, womit sie auch zeigen, dass sie mit der Herkunfsnation nichts mehr zu tun haben. Natürlich betreiben viele Konvertiten “Tekia” und sagen, sie sind “Deutsche”, weil es opportun ist und sie Islam verbreiten wollen.
Balkan ist ein gutes Beispile dafür, dass Konversion immer zum Abfall von der Nation im europäischen Sinne des Wortes führt und häufing in der Türkisierung oder Arabisierung mündet. Die Muslime in Bosnien sind ethnisch gesehen zu über 95% Serben, die in Islam konvertiert haben (in der Regel haben sie ja serbische Familiennamen). Sie sprechen Serbisch, bzw. haben keine andere Sprache. Die meisten Familien wissen sogar in welchem Jahr diese Konversion stattgefunden hat (die meisten fanden im XVIII Jahrhundert statt). Dennoch fühlen sie sich nicht im Geringsten als Serben, sie heissen Türken und Araber ihre Brüder und hassen abgrundtief diejeniegen von denen sie abgefallen sind, es handelt sich hier um eine pathische Projektion. Diese Muslime haben auch jede Gelengheit genutzt Serben abzuschlachten. Man muss sich vorstellen, - hier handelt es sich nicht um einen Krieg unter Fremden, sonder um einen wo sich Parteien persönlich kennen. Die bosnischen Muslime, zusammen mit den Albaneren haben sich im XIX entschieden gegen Reformen des Ottomanischen Reichs gestellt, gegen die Gleichstellung der Christen, sie waren viel stärker gegen die Gleichstellung als die ethnischen Türken, die sogar in einzelnen Fällen Serben vor überscheumender Brutalität der bosnischen Muslime und Albaner geschützt haben.
In diesem Sinne kann man behaupten, dass “Arabertum” und “Türkentüm” unzertrännlich mit Islam verbunden sind.
500.000 Serben wurden aus Kroatien in den 90er vertrieben, etliche Tausende umgebracht, das beträchtliche serbische Eigentum ist gestohlen worden. Bis heute können die Serben nicht ihr Eigentum beanspruchen. Darüber hinaus sind Teile des Jasenovac, eines des größten Konzentrationslagern des Zweiten Weltkriegs, in dem 750.000 Menschen (hauptsächlich Serben, Juden und Roma) bestialisch umgebracht worden sind, zerstört worden. Eine gigantische Geschichtsrevision hat in Kroatien stattgefunden.
Kommentar von Emil Ule
17. Februar 2008 @ 19:32
@serbian girl
Anscheined kennst Du Dich da unten aus. Ich war ein Jahr vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs dort und habe schon da eine sehr seltsame Stimmung gespürt. Die meisten Leute liefen rum, als hätte es ihnen das Korn verhagelt.
Die Ereignisse des Bürgerkrieges habe ich dann nur noch durch die Massenmedien gefiltert mitbekommen. Gibt es eine objektive, korrekte Schilderung der Vorgänge im Netz? Ich war immer der Meinung, die Serben sind die Bösen, bis ich mal ein Interview mit Kosovo-Albanern gesehen habe, die erklärt haben, sie würden bewußt provozieren, da sie davon ausgehen, daß sie dann von den NATO-Bombern wieder aus der Scheiße ‘rausgeholt werden. Da hat der Lack Risse bekommen. Also: Gibt’s irgendwoe echte Fakten?
Kommentar von sugababe777
17. Februar 2008 @ 20:11
http://www.readers-edition.de/2008/01/19/verfassungsaenderung-in-der-tuerkei/print/
Kommentar von Emil Ule
17. Februar 2008 @ 21:04
@sugababe777
Aus welchem Grund hast Du diesen Artikel verlinkt?
Solltest Du ihm zustimmen, so muß ich Dir sagen, daß dieser Artikel leider einige ganz wesentliche Aspekte außen vor lässt.
1. Das Kopftuchverbot hat nicht etwa den Hintergrund, daß Frauen schikaniert werden sollen, es dient zum Schutz der Frauen vor Unterdrückung und sexueller Belästigung. Wenn religiöse Frauen nämlich Kopftuch tragen, sind im Umkehrschluß alle Frauen ohne Kopftuch Flittchen, Freiwild und Prostituierte. Das bedeutet, Frauen müssen, um von den Männern in Ruhe gelassen zu werden, auch Kopftuch tragen, obwohl sie eventuell gar nicht wollen. In einer Wirklichkeit wie in der Türkei ist die Abschaffung des Kopftuchverbotes ein repressiver Akt gegen die Frauen - das gegenüber dem Westen als Frei