Serge Trifkovic: Europa ist ein Pulverfass

von Eisvogel um 22:52 am 23. Mai 2008

Es ist schon eine Weile her, aber die Rede von Serge Trifcovic anlässlich der Counterjihad-Konferenz von Wien ist so großartig, so grundlegend, dass ich sie unbedingt auch hier speichern und vor allem zur Diskussion stellen will. Was mich vor allem beeindruckt hat, ist seine Erkenntnis, dass der Islam eine radikale, revolutionäre Ideologie ist, welche inhärent aufwieglerisch und unversöhnlich gegenüber westlichen Werten und Einrichtungen ist. Im allgemeinen wird nämlich bei der Islamkritik vor allem auf den traditionellen “altbackenen” und religiösen Anteilen des Islam rumgehackt. Die sind aber - so unangenehm sie vor allem für die Anhänger des Islam selber sein mögen - für uns nicht bedrohlich. Deshalb ist das Geschwätz, dass auch manche christlichen Gruppierungen gewisse Einschränkungen in der Sexualmoral haben, so nervig in der Diskussion um die Islamisierung.

Und dieses Aufwieglerische und Destruktive am Islam ist wohl auch die Erklärung dafür, warum die linksgrüne schwulfeministische Ökotruppe so inslamophil ist, obwohl das vordergründig wie ein Widerspruch wirkt.

Hier ist die Rede von Serge Trifkovic. Die deutsche Übersetzung habe ich von PI, das Original ist bei Gates of Vienna nachzulesen:

„Europa ist heute ein Pulverfass,” sagte Otto von Bismarck, „und seine Regenten agieren wie Männer, die in einer Munitionsfabrik rauchen.”

Ich möchte Ihre Zeit nicht vergeuden mit einer weiteren Abhandlung darüber, dass der Islam nicht die Religion von Frieden, Toleranz und Mitgefühl, oder Ähnlichem ist. Wir sind darüber schon hinweg. Hätte sich Amerika nach Pearl Harbour damit herum gequält, ob die japanische Staatsreligion Shinto eigentlich OK, nur Bushido, der damals eingeschlagene Weg des Kriegers im alten Japan der Samurai böse war, die angestrebte japanische Übermacht im ostasiatischen Raum (Greater Asian Co-Prosperity Sphere) würde bis heute bestehen. Unter vernünftigen, von den Vorgaben politischer Korrektheit unverblendeten Menschen, ist die wirkliche Schuld von Mohammed und seiner Gefolgschaft gut bekannt. Und das seit Jahrhunderten. Dieses Wissen aber, egal wie ruhig auch vorgebracht, ruft in der neo-linken Avantgarde unweigerlich das Geheul von „Islamophobie” hervor. In den USA nennen wir sie „Neoliberals”, aber in Europa sind es die Sozialisten, die Linken, Mitglieder der 1968er Generation, die Avantgarde, welche viel verändert hat. Über die Jahre wurden sie sehr bürgerlich und sie erfreuen sich bis heute des Reichtums und der Privilegien der westlichen, wohlhabenden Gesellschaft. Zwischenzeitlich aber kehren sie wieder zurück als „ewig-gestrige Linke”, um wieder als Vorkämpfer zu beginnen, die Welt zu ändern. Trotz einiger Amerikaner hier, nenne ich sie für uns Europäer heute die „neo-linke Avantgarde“. In Österreich, glaube ich, nennen sie sich sogar „Gutmenschen”. Zurück zur „Islamophobie”

Eine in hohem Maße postmoderne, kleine Phobie

Wir wollen uns zur Einführung die formale, rechtlich ausprobierte Definition von „Islamophobie”, einer der jüngsten Erweiterungen aus dem Arsenal von Phobien, anschauen. Sie wird geliefert von der_Agentur der Europäischen Union für Grundrechte, kurz FRA (Fundamental Rights Agency), welche bis vor kurzem noch_Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, European Monitoring Center on Racism and Xenophobia, (EUMC) hieß und ihren Sitz hier in Wien hat. (Auch wenn der Vergleich mit George Orwell schon ein wenig abgegriffen ist, aber in Verbindung mit dieser speziellen Institution muß er verwendet werden.) Die FRA nämlich sucht in ganz Europa sorgfältig nach Fällen von „Islamophobie”, welche sie gleichsam nach acht „roten Fahnen” (Vorwürfen) definiert:

1. Der Islam wird als monolithischer Block gesehen, der unbeweglich ist und auf veränderte Verhältnisse nicht eingeht.

2. Der Islam wird als abgesondert und als etwas Anderes gesehen.

3. Der Islam wird als dem Westen unterlegen, als barbarisch, irrational, primitiv und sexistisch angesehen.

4. Der Islam ist gewalttätig, aggressiv, terroristisch und Auslöser im Kampf der Kulturen.

5. Der Islam wird als politische Ideologie gesehen.

6. Die Kritik am Westen durch den Islam wird von der Hand gewiesen.

7. Diskriminierung und gesellschaftlicher Ausschluss von Moslems wird befürwortet.

8. Anti-muslimische Feindlichkeit wird als natürlich und normal gesehen.

Diese Definition beabsichtigt offensichtlich die Verhinderung jeglicher Möglichkeit einer sinnvollen Diskussion über den Islam. Aber:

ad 1.) dass der Islam unbeweglich ist und auf veränderte Verhältnisse nicht eingeht, ist evident durch das Fehlen einer internen, orthodoxen Kritik am Jihad (heiliger Krieg), an der Sharia (islamisches Recht), der Jizya (von Nicht-Moslems zu zahlende Kopfsteuer), etc. Wie schon der bedeutende Orientalist Clement Huart 1907 sagte:

„Bis die neueren Konzepte, was der Koran, bezüglich der Pflichten des Gläubigen gegenüber Nicht gläubigen lehrt, sich verbreiten und generell den Großteil moslemischen Glaubens und moslemischer Meinung durchdrungen haben, ist es der ältere, orthodoxe Standpunkt zu dieser Frage, den Nicht-Moslems als ausschlaggebend für die mohammedanische Lehre und mohammedanisches Handeln ansehen müssen.”

Ein Jahrhundert später steht seine Diagnose noch immer: es sind nicht die Jihadisten, welche den Islam verdreht darstellen; es sind die „möchte-gern-Reformer”, die dies tun.

ad 2.) dass der Islam abgesondert ist von unserer westlichen, christlichen, europäischen Kultur und Zivilisation und anders als diese ist, ist eine Tatsache, welche sich nicht ändern wird, selbst wenn Europa dem andauernden, jihadistischen, wie auch demographischen Angriff ausgesetzt wird.

ad 3.) ob der Islam „dem Westen unterlegen” ist, ist natürlich eine Meinungsfrage. Dass der Islam aber nicht imstande ist, eine wohlhabende, harmonische, ausgeglichene, kreative und daher attraktive menschliche Gesellschaft auf die Beine zu stellen, ist es nicht. Ob der Islam „barbarisch, irrational, primitiv und sexistisch” ist, kann durchaus debattiert werden; aber dass viele seiner Effekte so sind, ist allzu schmerzlich erkennbar.

ad 4.) Der Islam wird von so vielen als „gewalttätig, aggressiv, terroristisch und als Auslöser im Kampf der Kulturen” gesehen, nicht wegen einer irrationalen „Phobie” aufgrund der fieberhaften Wahrnehmung des Betrachters, sondern wegen (a) des klaren Mandats dazu im Koran; (b) wegen seiner historischen Praxis über 14 Jahrhunderte; und am wichtigsten, (c) wegen des zeitlosen Beispiels seines (Religions-) Stifters.

ad 5.) „Der Islam wird als politische Ideologie gesehen” und sollte als solche gesehen werden, weil sein Schlüsselelement ein politisches Programm ist, zur Verbesserung des Menschen und zur Schaffung einer neuen Gesellschaft; um die komplette Kontrolle über diese Gesellschaft zu verhängen und um Kader heran zu ziehen, die bereit und begierig sind, Blut zu vergießen. Dies bringt den Islam näher an den Bolschewismus und Nationalsozialismus, als an irgendeine andere Religion. Er brütet ein gnostisches Paradigma aus, in welchem die Standard-Antwort auf die Herausforderung „des Anderen”, also nicht moslemischer Gesellschaften und Kulturen, unversöhnliche Feindschaft und Gewalt, oder der feste Entschluss dazu ist.

ad 6.) Die Kritikpunkte am Westens durch den Islam sollten nicht von der Hand gewiesen werden, sondern verstanden werden. Die Hauptkritik an der westlichen - und an jeder anderen nicht-islamischen Kultur oder Tradition - ist, dass sie ungläubig ist und daher kein Existenzrecht hat (ref. Jussuf al-Quaradawi).

ad 7.) Vorausgehende Feindlichkeit gegenüber dem Islam sollte die „Diskriminierung von Moslems” nicht begründen. Ganz im Gegenteil, eine Erziehungskampagne über die Lehren und praktische Ausübung des Islam sollte zu Gesetzesentwürfen führen, welche den Islam von Gesellschaften ausschließt, auf die er abzielt - aber nicht, weil er eine intolerante „Religion” ist, sondern weil er eine inhärent aufrührerische totalitäre Ideologie ist, welche mit den Werten des Westens inkompatibel ist.

ad 8.) Und schließlich, während anti-moslemische Feindlichkeit nicht von Vornherein „natürlich oder normal” ist, der Wunsch von Nicht-Moslems, ihre Ländereien, Familien, Kulturen und Glauben gegen islamische Aggression zu verteidigen, ist „natürlich und normal”, auch wenn die sog. politisch Korrekten, also die neuen Linken versuchen, ihn zu neutralisieren.

Seitdem die Forderung nach Sharia-ausgerichteter, kommunaler Selbstverwaltung in den Banlieus (Vororten) von Paris und in den finsteren Stadtteilen der britischen West Midlands mit zunehmender Häufigkeit erfolgt, ist Europas neo-linke Avantgarde bereit, das sprichwörtliche Handtuch zu werfen. Als niederländischer Justizminister sah Piet Hein Donner - ein Christdemokrat! - diese Forderung als völlig legitim und argumentierte, dass die Sharia „durch demokratische Mitteln” eingeführt werden könnte. Moslems hätten ein Recht, ihren religiösen Geboten zu gehorchen, auch wenn das einige „andersartige Regeln des Benehmens” inkludiert: „Könnten Sie das rechtlich blockieren?” fragte er, „es wäre doch ein Skandal zu sagen, das ist nicht erlaubt! Die Mehrheit zählt. Das ist das Wesen von Demokratie.”

Von Schuld geplagte Mitreisende

Solche Dummheiten sind Lichtjahre weg von der Warnung Winston Churchills vor über hundert Jahren, als er sagte, dass „keine rückschrittlichere Macht in der Welt existiert” als der Islam:

„Weit entfernt von seinem Untergang, ist der Mohammedanismus ein militanter, bekehrungseifriger Glaube. Er hat sich schon in ganz Zentralafrika ausgebreitet, zieht überall furchtlose Krieger auf und wäre das Christentum nicht in den starken Armen der Wissenschaft - gegen welche es umsonst gekämpft hat - geborgen, könnte die Zivilisation des modernen Europa untergehen, wie die des Römischen Reiches.”

Selbst Churchills Vorwissen konnte nicht die Möglichkeit voraussehen, dass die Eindringlinge ihre kollegialen Reisegefährten in 10 Downing Street, in den Büros der EU in Brüssel und in dutzenden von Kanzlerämtern und Palästen in ganz Europa finden würden. Ihre gemeinsamen Bemühungen helfen, das Gesicht Europas zu verändern. Am kumulierenden Effekt gibt es nichts anzuzweifeln: im Jahre 2050 werden die Moslems mehr als ein Drittel der Jugend im Alten Europa stellen. Millionen von ihnen leben schon in einer Parallelwelt, die sehr wenig zu tun hat mit dem Gastland, auf welches sie mit Verachtung und feindlicher Einstellung herabsehen.

Die linke Avantgarde reagiert auf diese Feindseligkeit mit dem Aufruf zu immer mehr ‘Handreichungen’ (inclusiveness). So beschrieb vor fünf Jahren Giuseppe Pisanu, Berlusconis einstiger Innenminister, verantwortlich für die Absicherung der Landesgrenzen, die hohe Sterberate illegaler Nordafrikaner auf hoher See am Weg nach Sizilien als „eine furchtbare Tragödie, die schwer auf dem Gewissen Europas liegt.” Seine Ansicht war exemplarisch für die utopische, pseudo-rationalistische Geistesausrichtung. Wenn „Europa” sich schämen und schuldig fühlen sollte dafür, dass Leute, die kein Recht haben an Italiens Stränden zu landen, ihr Leben riskieren, während sie dies illegal versuchen, dann kann die Erleichterung für das belastete Gewissen nur darin bestehen, eine kostenlose Passagier-Fähre zwischen Tripoli und Palermo einzurichten, ohne irgendwelche Formalitäten mit Reisepässen und Zoll bei der Ankunft erledigen zu müssen, und natürlich mit einem kostenlosen Shuttle nach Rom oder Mailand. Und Senator Pisanu, wird behauptet, sei ein Mann der „Rechten”!

Die greifbaren Resultate der moralischen Altersschwäche dieser Führer sind verheerend. Vor einem Jahrhundert teilten Senator Pisanu und seine Klasse sich soziale Gemeinsamkeiten, welche man, je nach Jahreszeit auch in Monte Carlo, Karlsbad, Biaritz oder Paris beobachten konnte. Engländer, Russen und Österreicher teilten die selben Ansichten und einen Sinn für Benehmen. Sie alle sprachen Französisch, auch wenn sie immer in den Traditionen ihrer eigenen Heimat verwurzelt blieben. Es waren immer die gleichen Bedingungen, unter welchen Weltanschauung in Kultur übersetzt werden konnte. Im Gegensatz dazu, bringt das heutige „Vereinte Europa” keine sozialen oder zivilisatorischen Gemeinsamkeiten hervor, außer auf der Basis der wholesale-Verleugnung alter Mores, der Verachtung von geerbten Werten und der unverhohlenen Ablehnung „traditioneller” Kultur. Genau das kreiert die langweilige Gleichmacherei von „Antidiskriminierung” und „Toleranz”.

Eine solche Schwäche züchtet auf der anderen Seite Verachtung und geringschätzige Arroganz. Nehmen Sie Tariq Ramadan, der gelassen darauf besteht, dass Moslems im Westen sich so aufführen sollten, als ob sie schon in einer mehrheitlich muslimischen Gesellschaft leben würden und dass sie deshalb schon ausgenommen sind von der Verpflichtung, Konzessionen gegenüber dem Glauben ihrer Gastgeber-Gesellschaft zu machen. Moslems in Europa sollten sich berechtigt fühlen, nach ihren eigenen Glaubensvostellungen zu leben, sagt Ramadan, während „unter den Zuständen westlicher, liberaler Toleranz”, die „Gesellschaft als ganze verpflichtet” sein sollte „diese Wahl zu akzeptieren.”

Sollte ein solcher „Respekt” von der Elite-Klasse weiter betrieben werden, wird es am Ende des 21. Jahrhunderts keine „Europäer” mehr geben, welche als Ethnien die selbe Sprache, Kultur, Geschichte, Abstammung haben und in Ländern wohnen, welche mit ihren Namen in Zusammenhang stehen. Der schrumpfenden eingeborenen Bevölkerung wird man indoktrinieren, zu glauben - oder einfach aufzwingen, zu akzeptieren - dass die demographische Verschiebung in Richtung unassimilierbare und feindselige Fremde ein Segen für ihre kulturell beraubte und moralisch unhaltbare Gesellschaft ist. Die „liberale Toleranz” und die damit verbundene „gesellschaftliche Verpflichtung”, welche Tariq Ramadan beschwört, werden somit zu Werkzeugen des westlichen Selbstmordes. „Keine andere Rasse unterschreibt diese moralischen Prinzipien”, schrieb Jean Paul Raspail vor 30 Jahren, „weil sie Waffen der Selbstvernichtung sind.” Diese Waffen müssen weggeworfen werden und die Verfechter dieser tödlichen „Prinzipien” ihrer Machtpositionen und ihres Einflusses enthoben werden, wenn Europa überleben soll.

Die Pathologie der selbsternannten Avantgarde

Es liegt in der Unfähigkeit und Unwilligkeit der neo-linken Avantgarde, dass diese große Bedrohung unserer Zivilisation bekämpft werden muss, von welcher Europa und Nordamerika vielsagend behaupten, dass sie die gleichen kulturellen Chromosomen teilen. Schon 1938 fragte der britisch-französische Schriftsteller, Politiker und Journalist Hilaire Belloc verwundert „Wird nicht vielleicht die Macht des Islam und mit ihr die Bedrohung durch eine aufgerüstete mohammedanische Welt, welche die Herrschaft des zumindest nominell christlichen Europas erschüttert, zurückkehren und sich wieder zum Erzfeind unserer Zivilisation entwickeln?”

Sieben Jahrzehnte später erleben wir dieselbe Heruntergekommenheit in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Skandinavien, Canada und den USA, mit dem primär als Folge des religiösen Glaubensverlustes und weiteren zweitrangigen Gründen. Dramatisch verstärkend wirkt sich hier die Feindseligkeit gegenüber jeder Form von Solidarität innerhalb der Mehrheitsbevölkerung aus, was ihre gemeinsame historische Erinnerung, ihre Vorfahren und ihre gemeinsame Kultur anlangt; die Konsequenzen sind vorhersehbar:

- das Verlorengehen des Sinns für Ort und Geschichte unter Europäern und Amerikanern;

- rapider demographische Verfall, speziell in Europa wie noch nie zuvor;

- zügellose Einwanderung aus der Dritten Welt (in Europa erdrückend moslemisch);

- der Kollaps von privaten und öffentlichen Umgangsformen, von Moral und traditionellen Gemeinsamkeiten;

- Verordnete „Multikulturalität”und der Zwang zum Relativismus durch „Diversitätsmanagement” und

- Dämonisierung und Kriminalisierung jeglicher Opposition zum Vorgenannten.

Im Endresultat haben die ‘Westler’ den Sinn für das Eigentum an ihren Ländern verloren. Vor 1914 konnten sich der Westen und die moslemische Welt im kulturellen Sinn gegen einander definieren. Die neo-linke Avantgarde hingegen besteht darauf, die Absicherung jegliches speziell „westlichen” geographischen und kulturellen Raumes, gegenüber Fremden ohne berechtigten Anspruch, fallen zu lassen. Diese Elite meint, dass unsere Länder gleichsam der ganzen Welt gehören.

Wir stehen einem Konsens der veröffentlichten Meinung gegenüber, welcher de facto die offene Zuwanderung, den Multikulturalismus und damit einhergehend eine große moslemische Diaspora im Westen, als fixen, unabänderlichen Fakt hinnehmen muss, der nicht einmal hinterfragt werden darf. Dieser Nonsens, so meine ich, ist ideologischer Natur, fehlerhaft in der Logik, dogmatisch in der Ausführung und desaströs in seinen Folgen. Er muss überprüft werden gegen die Evidenz, und nicht gegen vermeintliche Normen der öffentlich akzeptierten Meinungen jener, die den Islam nicht kennen, bzw. nicht wollen, dass wir die Wahrheit über den Islam erfahren.

Zusätzlich haben eine sittenlose Massenkultur, eine multikulturelle Indoktrination in staatlichen Schulen, sowie in Mainstream-Medien die Weitergabe von Geschichts- und Kulturbewusstsein in den jungen West-Europäern und Nord-Amerikanern weitgehend neutralisiert. Im Gegensatz dazu hat die Mischung aus ‘Soft-Porn’ und Konsumismus, welche auf jeden Bürger in der westlichen Welt abzielt, nicht den selben Effekt gehabt auf die moslemische Diaspora im Westen. Das Rollenverständnis der jungen, im Westen geborenen Moslems, welche den Terrorismus letztlich nicht ächten, bestätigt diesem Fehlschlag.

Das Verlorengehen des Sinns für Ort und Geschichte, wie es Millionen von Westlern durchmachen, folgt den beiden Seiten der gleichen Münze: einem neo-linken, post-nationalen Hyperstaat in Europa und einer neokonservativen „wohlwollenden globalen Hegemonie” in den USA, kurzgefasst in der Forderung einer ewig wachsenden NATO. Diese beiden, nur scheinbar entgegengesetzten Ausrichtungen zielen gleichermaßen auf die selbe entstehende globalisierte Welt ab - zwei Seiten ein und der selben Münze. Die Neolinken treten für Multilateralismus in Form einer sich herausbildenden „International Community” im Rahmen der Vereinten Nationen, mit Rechtsprechung durch den Internationalen Gerichtshof (International Criminal Court, ICC) aus, wobei die EU als Medium für den Transfer staatlich souveräner Hoheitsrechte auf supra-nationale Ebene agiert. Die sog. ‘Neocons’, die sowohl bei den Republikanern als auch Demokraten angesiedelt sind, ziehen es vor, den einzigen Weltpolizisten zu spielen. Sie teilen dieselbe Abneigung gegen traditionelle, sich natürlich entfaltende Gesellschaften und Kulturen.

Der revolutionäre Charakter des multikulturellen Projekts liegt aufgedeckt in dem ewigen Mantra von Rasse, Gender und Sexualität, die Formel welche jetzt emporgehoben wird zum Status des postmodernen Steins der Weisen, die Kraft, welche den linearen historischen Prozess vorantreibt bis zur großen ‘Gleichschaltung’ der Nationen, Rassen und Kulturen, was das Ende der Geschichte bedeuten wird. Rasse, Gender und Sexualität haben das Proletariat ersetzt, sowohl als unterdrückte Unterklasse (deshalb der Kult mit der nicht-weißen, nicht-männlichen, nicht-heterosexuellen Opferrolle), wie auch als historisch vorbestimmter Agent von revolutionärer Veränderung.

Die klassische marxistisch-politische Ökonomie fand ihre revolutionäre Dynamik im unvermeidbaren Konflikt zwischen den Besitzern der Produktionsmittel und dem Proletariat, das nichts zu verkaufen hatte, außer seiner Arbeit, und nichts zu verlieren hatte, außer seiner Ketten. Marxistische Revolutionäre der letzten Zeit aber gehen über den dialektischen Materialismus hinaus, indem sie ein vollkommen metaphysisches Konzept der Opferrolle, zusammen mit einer Reihe von geforderten Spezialrechten einbringen, was für die Moslems im ganzen Westen Wunder gewirkt hat. Mehrheitsbevölkerungen des „alten” Europa und Amerikas sind in diesem geisteskranken, aber alles durchdringenden Paradigma allein durch ihre Existenz, der „Unterdrückung” schuldig und dürfen deshalb gegen die Flut an Migration nicht protestieren, geschweige denn dagegen opponieren; das wäre „Rassismus”.

Die Früchte tragen wir jetzt schon. Der englische Historiker Edward Gibbon (1737-94) hätte das Antwerpen oder Malmö von heute im Kopf haben können, Marseilles oder Huddersfield, als er von Rom im Untergang schrieb, als sich die Massen „zu einem ekelhaften und jämmerlichen Pöbel” verzerrten. Ausgehend von jetzt, wird die autochthone westliche Mehrheit innerhalb eines Jahrhunderts weggeschmolzen sein: „kinderfrei” ist der für Yuppies legitime Lifestyle, gleichgestellt mit Ausdrücken wie „fettfrei” und „drogenfrei”. Aber während das bedrohliche Aussterben eines exotischen, indigenen Stammes auf Borneo oder in Amazonien - ganz zu schweigen von einer speziellen Art von Eulen oder Walfischen - bei der neo-linken Avantgarde Alarm und sofortigen Aktionismus auslösen würde, wird es als inhärent rassistisch angesehen, zu erwähnen, dass Europäer und ihre transatlantischen Vettern eine buchstäblich bedrohte Spezies sind.

Es wird keine großartige Synthese, keine zivilisatorische Befruchtung zwischen dem Westen und dem Islam geben. Selbst die ultra-toleranten Holländer beginnen nachzudenken, siehe den Filmemacher Geert Wilders, aber sie sind zerrissen zwischen schuldbeladenen Selbsthassern und Appeasern, deren Kontrolle über die politische Macht, die Medien und die akademische Intelligenzia undemokratisch, unnatürlich, geradezu obszön ist. Wenn Europa überleben soll, dann müssen diese Leute entlarvt werden als das, was sie sind: Verräter ihrer Nationen und Kulturen. Und sie müssen ersetzt werden durch Leute, die bereit und gewillt sind, die Belange der Immigration und der eigenen Identität dem demokratischen Test zu unterziehen, ungehindeit administrativer oder rechtlicher Genehmigungen.

Sollte die kommende Auseinandersetzung mit dem Jihad, dem heiligen Krieg, gewonnen werden, ist das erste, offen über die Identität und den Charakter des Gegners und die Natur der Bedrohung zu reden. Die Pflicht dies zu tun, ist nicht weniger eine Frage der Sittlichkeit, als die Notwendigkeit der eigenen Rettung. „Wenn du den Gegner so gut kennst wie dich selbst, brauchst du keine Angst vor hundert Schlachten zu haben,” schrieb Sun Tzu, der chinesische Militär Stratege im 2. Jahrhundert vor Christus. Nun, wir kennen den Gegner. Wir kennen den Kern seines Glaubens, sein Rollenspiel, seine Leistungsbilanz, seine Denkart, seine Vorgehensweise und seine Intentionen. Wir wissen auch ob seiner Schwächen, von denen es viele gibt, vor allem über seine Unfähigkeit eine prosperierende Wirtschaft oder eine harmonisch funktionierende Gesellschaft aufzubauen.

Das Hauptproblem liegt bei uns selbst; um es genauer zu sagen, bei denen unter uns, welche die Macht haben Politik und Meinung zu machen, und die unsere Situationsanalyse und Diagnose ablehnen und verdammen. Nachdem sie den postmodernen Relativismus geschluckt haben, sich nur mehr ihrer Unsicherheit sicher sind, ohne jeglichen Glauben, außer dem Glauben an ihre eigene Unfehlbarkeit, gehen die Mitglieder der westlichen, neo-linken Avantgarde mit der Denkweise der Jihadisten in der Art um, dass sie nur Probleme außerhalb des Islam behandeln können und müssen. Das Resultat ist eine Fülle von entgegenkommen-den Konzessionen, ‘Handreichungen’ und vorgeschlagenen „Heilprozessen”, die uns vor Terrorismus so sicher machen, wie Schlangenöl die Heilung von Leukämie bewirkt.

Man sagt, wir müssten uns für die politischen und wirtschaftlichen Beschwerden der verarmten moslemischen Massen verantwortlich fühlen, wir müssten Demokratie und freie Marktwirtschaft in der moslemischen Welt verbreiten, mehr öffentliche Diplomatie sei angebracht. Zu Hause brauchten wir mehr Toleranz, mehr „Inclusiveness” (Integration im Sinne von Diversitätsmanagement), weniger „Profiling” (kulturelle, fachliche, persönliche Profilierung) und mehr entschlossenen „Outreach” (Zugehen auf andere Gruppen). AU das wird von uns, gegenüber den Minderheiten, die sich an den Rand gedrängt fühlen, eingefordert. Das vorhersagbare Versagen solcher interkultureller „Heilungsprozesse” führt zu pathologischer Nabelbeschau und zu immer krankhafter werdenden Selbstzweifeln. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden.

Die Lähmung überwinden

Der Lähmung an der Somme 1916 und ein Jahr später bei Verdun konnte nicht überwunden werden mit den Ideen und dem Modus Operandi der Herren Haig, Foche, Cadrona oder Hindenburg. Er hätte allerdings gebrochen werden können, wären Lidell-Hart, de Gaulle oder Guderian anstelle der alten Garde gestanden. Einen Krieg zu gewinnen, fordert ein „Über-den-Tellerrand-hinaus-Sehen”. Das Klischee passt: die Größe der Bedrohung verlangt radikale Antworten, die außerhalb der kognitiven Parameter der sog. Avantgarde liegen.

Ich möchte unsere spezifischen, politischen Empfehlungen daher mit der komplizierten, emotionell geladenen Frage der “Menschenrechte versus Nationale Sicherheit” beginnen.

Abgrenzung gegen Islamischen Aktivismus
Anstatt einen sofortigen Stop moslemischer Immigration zu fordern, was momentan kein realistisches Ziel ist, sollten westliche Anti-Jihadisten in ihren Ländern für Änderungen in der Gesetzgebung bzgl. Einwanderung werben; für Klauseln, welche islamische Aktivisten ausgrenzen, schon bevor sie da sind, bzw. mit welchen sie des Landes verwiesen werden können, selbst wenn sie das Land bereits unterwandert haben, wie das in traditionellen Einwanderungsländern praktiziert wird (USA, Canada, Australien, Neuseeland).

Diese Forderung sollte für die breite Wählerschaft, egal welcher politischen oder ideologischen Präferenz, so akzeptabel und attraktiv wie möglich gemacht werden. Sie sollte daher ausgerichtet sein auf die islamische Bedrohung europäischer, westlicher Werte selbst:

- Diskriminierung gegen andere Religionen (speziell mit Verweis auf das in Europa aufkommende Phänomen des islamischen Antisemitismus), gegen andere Ansichten (z.B. Atheismus) und gegen andere Lebensstile;

- Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen (speziell Ehefrauen und „ungehorsame” Töchter); -

- Diskriminierung und Gewalt gegen Homosexuelle;

- Gewaltandrohung in welcher Form auch immer und für welche behaupteten „Angriffe” oder „Beleidigungen” (wie Karikaturen, Dokumentarfilme, Bücher); Verfassungsrechtlich garantierte Grundrechte (wie Meinungs-, Religions-, Gewissens- und Versammlungsfreiheit);

- Entschuldigung oder Rechtfertigung für all das Angeführte.

Dabei ist es essentiell, den Fokus auf abscheuliche Akte von Verletzungen gegen Menschenrechte und Angriffe gegen unser europäisches Lebensmodell selbst zu richten und dann eine direkte Linie zu den Geboten des Islam und seines Gründers zu ziehen. Eher so, als umgekehrt, wie es viele gutmeinende, aber politisch weniger Schlaue tun.

Diese Abgrenzung gegen islamischen Aktivismus wäre ein großer Schritt in Richtung Untersagung des Zutritts von tatsächlichen oder potentiellen Jihadisten nach Europa oder in die westliche Welt.
Ein gutes Modell dafür ist der amerikanische „Immigration and Nationality Act (INA)” aus dem Jahr 1952, der über die Zurückweisung und Deportation eines jeden Fremden verfügt, der in Aktivitäten gegen das öffentliche Interesse engagiert, oder subversiv im Sinne der Nationalen Sicherheit war, bzw. dies für zweckmäßig hielt. „Ideologische” Begründungen für die Deportation waren in den USA gesetzlich gedeckt bis 1990, als sie der Congress aufhob. Nach der Russischen Revolution wurden ausländische Kommunisten zur Deportation ausgesondert. Allein in einer Nacht im Januar 1920 wurden in 33 Städten des Landes 2.500 „fremde Radikale” festgenommen und in ihre ursprünglichen Länder abgeschoben.

Islamischen Aktivisten die Staatsangehörigkeit verweigern
Ich denke es wäre notwendig, dass alle Länder des Westens Gesetze haben, welche eingebürgerten Bewohnern, oder Fremden mit aufrechter Aufenthaltsbewilligung, deren Anhängerschaft zu islamistischer Weltanschauung bekannt ist, aus politischen mehr als aus religiösen Gründen, als ‘unzulässig’ behandelt werden. Es ist politisch vertretbar, die Forderung zu artikulieren, dass islamischen Aktivisten die Einbürgerung und Staatsbürgerschaft in einem demokratischen westlichen Land verwehrt wird.

In den Vereinigten Staaten muss ein Ausländer, der eingebürgert wird, den Eid ablegen

„dass ich absolut und vollständig von jeglicher Verbundenheit und Treue zu irgendwelchen Prinzregenten, Potentaten, Staaten oder souveränen Herrschaften, deren Untertan oder Bürger ich einmal war, zurücktrete und ihnen abschwöre; dass ich die Verfassung und die Gesetze der Vereinigten Staaten von Amerika gegen alle Feinde, seien sie fremder oder heimischer Natur, unterstütze und verteidige.”

Eine derartige Erklärung, wenn nicht ein feierlicher Eid, wird in den meisten europäischen Ländern von eingebürgerten Bewohnern erwartet.

Für einen Moslem all das in gutem Glauben zu deklarieren, speziell, dass er das Dokument oder Gesetz eines „Ungläubigen”, also Nicht-Moslems, als die Quelle seiner obersten Loyalität akzeptiert, ist ein Akt der Abtrünnigkeit par excellence, auf welchen unter islamischem Recht die Todesstrafe steht. Die Sharia ist für einen Moslem nicht ein Zusatz zum säkularen Recht, mit welchem sie koexistiert; sie ist der einzige „wahre” rechtliche Kodex, die einzige Basis von Verbindlichkeit. Um legitim zu sein, muss daher jegliche politische Macht bei denen liegen, die Allahs Autorität, auf Basis seines geoffenbarten Willens, genießen - und so lange sie ungläubig bleiben, sind Europa und Amerika illegitim. Wie kann also ein bekennender, frommer Moslem einen Eid ablegen und von uns erwarten, zu glauben, dass er dies ehrlich getan hat? Er tut es, weil er Taqcia betreibt, die Kunst des genau durchdachten Lügens, welche Mohammed eingeführt hat, um Nicht-moslemische Gemeinschaften zu destabilisieren und zu untergraben; fast reif für ein wenig Jihad. (Oder er tut es, weil er nicht fromm genug ist, oder konfus ist, wobei aber stets die Gefahr besteht, dass er irgendwann wieder seine Wurzeln entdeckt.)

Zusätzliche Hilfsmaßnahmen
Jene, die den Jihad predigen oder propagieren und sich für die Einfühlung der Sharia einsetzen, können und sollen in genau derselben Manier behandelt werden, wie die Anhänger anderer totalitärer Ideologien in der freien Welt während des Kalten Krieges behandelt wurden. Es wird ein langer und harter Kampf sein, die Augen der Gesetzgeber und Gesetzesvollzieher (Legislative und Exekutive) zu öffnen, dass der Islam selbst eine radikale, revolutionäre Ideologie ist, welche inhärent aufwieglerisch und unversöhnlich gegenüber westlichen Werten und Einrichtungen ist, aber es kann gemacht werden. Weitere notwendige Schritte würden dann folgen, aber dafür sollten Anti-Jihadisten jetzt damit beginnen, sie zu artikulieren und zu vertreten:

1. Null-Durchlässigkeit an den Grenzen. Illegaler Einwanderung vorzubeugen ist ein erstrebenswertes Ziel per se; im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Terroristen ist sie obligatorisch. Keine Strategie gegen den Jihad ist möglich ohne die komplette physische Kontrolle der Grenzen.

Das ist eine Angelegenheit, mit der eine Mehrheit der Wählerschaft in jedem westlichen Land übereinstimmen wird - sehr zum Ärger der liberalen Eliten. Anti-Jihadisten sollten darauf bestehen, dass jegliche illegale Einwanderung eine große Bedrohung der Sicherheit darstellt, welcher mit dem Gesetz und nicht mit dem selbstmörderischen Diktat der „Menschenrechts-Lobby” begegnet werden kann und muss.

2. Fordern Sie die zwingende Kooperation der Behörden auf allen Ebenen bei der Identifizierung, Registrierung und Festnahme illegaler Immigranten, sowie Assistenz bei ihrer Ausweisung - beginnend mit solchen von Nationen oder Gruppen, welche ein Terrorismus-Risiko darstellen.

Es ist ein seltsames Phänomen in den meisten westlichen Ländern, dass wir auf verschiedenen Ebenen der öffentlichen Verwaltung (Sozialversicherungen, Medizinische und sonstige Fürsorge, NGOs, die Asylanten Rechtsberatung und -betreuung ausschließlich mit öffentlichen Mitteln betreiben, kommunale Integrations- und Diversitätsabteilungen, Hilfsorganisationen der Kirchen, wie Caritas und Diakonie) und der Exekutive (Polizei in den größeren Städten), verschieden hohe Toleranzschwellen erleben, bisweilen sogar Aufmunterung illegaler Einwanderer zur fortgeführten Präsenz in ihrer jeweiligen „Community”.

3. Weg mit dem unbegründeten Bann des „Profiling”. Gewiss, nicht alle Moslems
sind Terroisten, aber alle übernationalen, terroristischen Netzwerke, welche in westlichen Ländern die nationale Sicherheit und das normale Alltagsleben bedrohen, sind mit Moslems zusammengesetzt. Es wird deshalb Zeit, zu akzeptieren, dass eine „Profilierung” von Personen, anhand ihrer äußeren Erscheinung, ihrer ursprünglichen Herkunft und ihres offensichtlichen oder vermuteten Glaubens, ein essentielles Mittel der Gesetzesvollstreckung im Krieg gegen Terrorismus ist. Fragen Sie die Israelis!

4. Unterziehen Sie islamische Zentren und Moscheen rechtlichen Begrenzungen und der laufenden Sicherheitsüberprüfung. Im ganzen Westen haben islamische Zentren Plattformen der Ermahnung von Gläubigen abgegeben, sich an Akten zu beteiligen, die moralisch verwerflich, rechtlich strafbar, sowie der nationalen Sicherheit des Gastlandes abträglich sind. Einige haben Verbrechern Unterschlupf geboten und ihren Führern die Rekrutierung Neuer offeriert. In Österreich, als einzigem Land Europas, ist der Islam rechtlich anerkannt. Das geht zurück an den Beginn des 20. Jahrhunderts, als Bosnien-Herzegowina Teil der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war. Das war allerdings eine Situation, die in allen Aspekten total anders war und deshalb unvergleichbar ist mit der Motivation, welche heute hinter der Islamisierung steckt, welche heute in Europa stattfindet.

Die Akzeptanz dieser Vorschläge würde einen Neustart in der Entwicklung einer langfristigen Verteidigung repräsentieren. Die vorgeschlagenen Maßnahmen anerkennen, dass wir in einem Krieg der Ideen und Religionen sind, ob wir dies wollen oder nicht, auch wenn wir dieses Faktum hassen. Sie reflektieren die Ernsthaftigkeit der Bemühung. Von islamischer Seite her, wird dieser Krieg geführt mit der festen Überzeugung, dass der Westen bereits in seinen letzten Zügen liegt. Der Erfolg des demographischen Angriffs der Moslems auf Europa vergrößert das Image eines „Zuckerlgeschäft mit aufgebrochenen Schloss” und diese Ansicht ist verstärkt durch die historische Evidenz, dass eine Zivilisation, die ihre Verlangen nach Fortpflanzung verloren hat, tatsächlich in Todesgefahr ist.

Kann das Zuckerlgeschäft mit aufgebrochenen Schloss gerettet werden?

Die angeführten Vorschläge sind nicht nur pragmatisch, sie sind moralisch gerecht. Die linke Avangarde wird aus ihnen den Vorwurf der Diskriminierung herausarbeiten. Leute gezielt ins Visier nehmen zur Auslese, Aufsicht und Ausschließung aufgrund ihrer Gene, wäre wirklich diskriminierend, aber es zu tun wegen ihrer Glaubensgrundsätze, ihrer Ideen, Aktionen und Intentionen, ist berechtigt und notwendig. Koranische Überzeugungen, Ideen und Intentionen als solche sind die Bedrohung der europäischen Zivilisation, Kultur und Lebensart.

Die neo-linke Avantgarde lehnt diese Diagnose natürlich ab, aber unter vernünftigen, gut informierten Bürgern, muss diese Debatte geführt werden, allerdings ohne die Fesseln der ‘politisch Korrekten’. Hier zum Beispiel zeigt Geert Wilders den Weg dafür an. Wir sollten ähnlich handeln und niemals davor zurückschrecken, Kontroversen auszulösen. Das bedeutet, der Drohung von Gerichtsverfahren des, von linken Ideologen missbrauchten Staates ausgesetzt zu sein - oder der Todesdrohung von denen, welche unsere Regierungen zum Schaden ihrer Bürger weiterhin beschützen.

Westliche Staatsmänner haben sich nicht den Kopf zerbrochen über die „wahre” Natur des Kommunismus, während sie mit ‘Air-Lift’ 1949 Berlin versorgten, oder 1950 in Korea, sondern sie haben effektiv gehandelt, um ihn in Schach zu halten, egal mit welchen nötigen Mitteln. Ja, damals hatten wir eine Legion von Moskau-Apologeten, Leumundszeugen, Maulwürfen und Mitreisenden, die uns versicherten, dass die Genossen nichts anderes wollen, als soziale Gerechtigkeit zu Hause und friedliche Koexistenz mit der übrigen Welt. Sie hielten Lehrstühle an Prestige-Universitäten und dominierten in allen eleganten Salons von London, Paris bis New York. Sie redeten sich heraus und begründeten die Ungereimtheiten, sowie die erschreckend gewaltsamen Implikationen der Quellentexte von Marx und Lenin, sogar ihre entsetzlichen Früchte: das Blutbad der Russischen Revolution, die völkermordende große Hungersnot, die Schauprozesse und Säuberungsaktionen, das Morden von Millionen Unschuldigen im Gulag, den Pakt mit Hitler, einfach alles!

Heute wieder, agieren ihre spirituelle Erben in der Politik, an den Universitäten und im Establishment der Medien als Apologeten, Leumundszeugen und Mitreisende. Sie leugnen rundweg, oder reden mit der selben oberlehrerhaften Besserwisserei und moralischen Verdorbenheit über die dunklen, gewaltsamen Auswirkungen der Quellentexte (Koran und Hadithen), die zutiefst enervierende Karriere Mohammeds, sowie über die Jahrhunderte der Landnahme, Kriege, Metzeleien, Unterjochung, die spirituelle und materielle Misere und letztlich über den mörderischen Fanatismus, einfach hinweg.

Nil desperandum! (nichts zu verzweifeln)

Vor ungefähr 80 Jahren publizierte Julien Benda seine Tirade gegen die intellektuelle Korruption seiner Zeit, im Essay Der Verrat der Intellektuellen. Über Generationen vor dem 20. Jahrhundert hinweg, schrieb Benda, gewährleisteten die Mitglieder der Intellektuellen im Westen, dass „die Menschheit Böses tat, aber das Gute honorierte”. Der „Verrat” an diesem Anspruch begann, als sie aufgaben, nachhaltige zivilisatorische Werte zu fördern, zugunsten von kurzzeitigen politischen Präferenzen. Benda schrieb dies, als Faschismus, Nazismus und Bolschewismus die Szene in Europa dominierten. Heute hat der „Verrat” der neo-linken Avantgarde eine andere Form. Er hält die vermeintlich universalen Werte des Multikulturalismus, der ‘Inklusivität’ und der Antidiskriminierung aufrecht, zum Nachteil besonderer Werte unserer Zivilisation und all ihrer Früchte. Der Hang dieser neuen linken Avantgarde zum Verrat an unserer Kultur aber bleibt die gleiche.

Die Tatsache, dass normale Bürger die Größe des Problems nicht realisieren, arbeitet wiederum für Leute, wie Xavier Solana, George Soros, Tony Blair, jetzt Gordon Brown, Romano Prodi, jetzt Silvio Berlusconi, oder Hillary Clinton. Deren Ideen, welche noch vor zwei Generationen für exzentrisch oder schwachsinnig gehalten worden wären, bestimmen heute den Euro-Amerikanischen Mainstream. Nur einer Gesellschaft, die sich an das Konzept völlig offener Grenzen gewöhnt hat, kann, ohne mit der Wimper zu zucken, gesagt werden, dass der Islam gut und tolerant ist, dass „wir” (der Westen) ihm gegenüber Jahrhunderte hindurch ekelhaft und lieblos waren - „man erinnere sich an die Kreuzzüge!” - und dass „Terrorismus” verstanden werden muss, sowie durch Sozialtherapie, die nichts zu tun hat mit der Lehre und Praxis des Islam, geheilt werden kann.

An der Wurzel unserer eigenen Malaise steckt die Ansicht, dass Länder nicht den Menschen gehören, welche sie seit vielen Generationen bewohnt haben, sondern jedem, der sich gerade innerhalb seiner Grenzen aufhält, ohne Rücksicht auf dessen Kultur, Einstellung und Absicht. Die dabei herauskommende, beliebige Mischung der, von einander getrennten Vielheiten, soll aber ein bereichernder Segen sein für die ansonsten öde und monotone Gesellschaft.

Ein weiterer verderblicher Irrtum ist das Dictum, dass wir keine spezielle Bindung zu einem bestimmten Land, zu einer Nation, Rasse oder Kultur empfinden sollen, sondern dass wir unsere Vorlieben der ganzen Welt und gleichermaßen der ganzen „Menschheit” übertragen sollten. Solche Ansichten sind von der neo-linken Avantgarde in Amerika und Europa so verinnerlicht worden, dass sie dem islamischen Terrorismus bereits aktiv zu Hilfe stehen. In Amerika läuft dieser Prozess bereits seit Jahrzehnten. 1999 empfand es der damalige stellvertretende US-Außenminister Strobe Talbott für angebracht, zu erklären, dass die Vereinigten Staaten „in der momentanen Form” im 21. Jahrhundert nicht mehr existieren würden, denn genau das Konzept des Volkstums - hier und in der ganzen Welt - würde sich dann als obsolet herausgestellt haben.

Eine Generation früher hätten solche Äußerungen eines hohen Regierungsbeamten einen Skandal hervorgerufen. Am Ende des 20. Jahrhunderts beunruhigten solche Erklärungen nur mehr die einfachen Personen, die auf der Annahme bestehen, dass die Aufgabe des Herrn Talbott im Außenministerium darin bestand, das Überleben, die Sicherheit und Prosperität der Vereinigten Staaten innerhalb des internationalen Systems abzusichern, eher als von diesem letzten Endes absorbiert zu werden. Aber er machte eine frohlockende Prophezeiung, nicht eine unvoreingenommene Einschätzung. Das ideologische Fundament von Talbotts Glaube kam klar zum Ausdruck: „Alle Staaten sind grundsätzlich soziale Arrangements, Anpassungen an sich ändernde Umstände. Ungeachtet dessen, wie permanent und sogar ehrwürdig sie jemals erscheinen mögen, sind sie tatsächlich alle künstlich und zeitlich befristet.” Für die Mitglieder seines Standes sind alle Länder nur vorübergehende Gebilde mit virtueller Realität. Emotionelle Treue ihnen gegenüber, ist irrational, sein Leben dafür zu riskieren absurd.

Die Verweigerung der westlichen Avantgarde, ihre Nationen vor der jihadistischen Infiltration zu schützen, ist der größte Verrat den es jemals gegeben hat. Er wurzelt im Gedankengut, welches Behauptungen züchtet, wie: „Gewalt ist keine Antwort” auf Terrorismus, Profilieren sei schlecht und offene Grenzen wären gut, der „wirkliche” Islam wäre friedfertig, dafür der Westen niederträchtig. Die Aufrechterhalter solcher Behauptungen gehören einer Kultur an, die ihre Bindung an Natur, Geschichte und eine tragende Gemeinschaft verloren hat. In der Zwischenzeit verdanken wir ihnen die unverminderte Fortführung des stillen Angriffs über die Straße von Gibraltar, den Balkan herauf, durch die Flugplätze JFK, O’Hare, Heathrow, Frankfurt, Schiphol und Wien. Weit davon entfernt, uns mit Vielfalt zu bereichern, droht uns eine gefühllose Gleichheit aufgezwungen zu werden und die Identität von angepeilten Bevölkerungen durch die Demolierung ihrer speziellen Charaktere und Einmaligkeiten, ausgelöscht zu werden.

Die unterstützende Gemeinschaft, die echte Nation, die gibt es da draußen noch, sowohl in Amerika, wie in Europa. Sie arbeitet, zahlt Steuern und duldet lächelnd. Wenn ihnen von „Frieden und Toleranz” im Islam erzählt wird, murren sie über die Blödheit und Untauglichkeit des Erzählers, ahnen aber noch immer nicht den glatten Verrat. Die Verräter hingegen fördern eine Ideologie der allgemeinen Menschenrechte, einer gemeinsamen Kultur für die ganze Welt. Vielleicht verstehen sie nicht einmal, dass sie den Islam begünstigen. Trotz aller offensichtlichen Unterschiede, verbindet sie mit den Mullahs, den Scheichs und Imamen der Wunsch nach einer total vereinheitlichten Welt. Beide sehnen sich nach Strobe Talbots „Single Global Authority” (einer neuen Weltordnung unter einer einzigen supranationalen Regierung), post-national und nahtlos standardisiert, eine Ummah (die Weltgemeinschaft aller Muslime) unter einem hochtrabenden weltlichen Namen.

Amerikaner und Europäer, die ihre Länder und Nationen mehr lieben als irgendwelche andere, die ihre Familien und Nachbarschaften vor alle anderen stellen, sind normale Menschen. Diejenigen, die ihnen sagen, sie mögen ihre Zuneigungen global ansetzen und dass ihre Länder und Nachbarschaften der ganzen Welt gehören, sind krank und übel. Sie sind die unentbehrlichen, wirklichen Verbündeten des Jihad und deshalb unsere Feinde.

Die Avantgarde, unverwurzelt, arrogant, zynisch manipulierend, hat die fixe Absicht, den Krieg gegen den Terror fortzuführen ohne den Feind zu nennen, ohne ihren Glauben offen zu legen, ohne ihre Intentionen zu entlarven, ohne ihre Komplizen zu vergrämen, ohne ihre fünften Kolonnen hinaus zu werfen und ohne es jemals zu wagen, siegreich zu sein.

Der Ball liegt bei den Millionen von normalen Europäern und ihren amerikanischen Vettern, diesen Wahnsinn zu stoppen. Die Verräter-Klasse will, dass sie ihren Todeswunsch teilen, um als Völker mit einem Geschichtsbewusstsein und einer kulturellen Identität sich selbst zu vernichten. Um Raum zu machen für die post-humane, monistische Utopie, angeführt von der jihadistischen fünften Kolonne.

Dieses Verbrechen kann und muss gestoppt werden. Die Gründer der Vereinigten Staaten stürzten die Kolonialregierung für Vergehen, die viel leichter waren als jene, an denen die Verräter-Klasse heute schuldig ist.

Abgelegt unter: Übersetzungen - Sonstige

76 Kommentare »

  • 1

    Kommentar von Dox

    24. Mai 2008 @ 3:05

    Danke Eisvogel,

    dem ist nichts hinzuzufügen, außer… dass es nicht nur die Linken sind, die den Islam willkommen heißen und die westliche Freiheit aufs Spiel setzen. Nicht einmal mit der Unterstützung des Papstes können Gegner des Islam rechnen.

  • 2

    Kommentar von Eisvogel

    24. Mai 2008 @ 12:21

    Ja, das stimmt leider, Dox.

    Es sind keineswegs nur die Linken. (Es wäre einfacher, wenn sie es alleine wären, man hätte ein nettes “Feindbild”, das man durch wählen entfernen könnte - oder es zumindest versuchen könnte) Und manchmal vermute ich sogar, dass sie es nicht einmal in erster Linie sind, vielleicht sind sie nicht die Initiatoren sondern nur die begeisterten Fans. Aber da bin ich mir nicht sicher.

    Bei PI wird so häufig auf Claudia Roth rumgehackt - als ob sie unsere Regierungschefin wäre. Dabei sind die Grünen nicht einmal an der Regierung beteiligt und waren es auch nicht, als die islamische Einwanderung begann. Auch war ihr Einfluss während der sieben rotgrünen Jahre nicht allzu groß. Sie sind zum Beispiel vollmundig mit “Legalize it” und Abschaffung der Wehrpflicht angetreten (und ich nehme ihnen auch ab, dass sie beides wirklich wollten) - es war nicht einmal ein Thema während ihrer Regierungszeit! Was der SPD nicht gepasst hat, stand nicht zur Debatte. Gut, jetzt ist die SPD natürlich auch links, sie wird aber bei weitem nicht so von Islamkritikern angegangen wie die Grünen und deren weitgehend machtloser Prototyp CR.

    Kann es sein, dass wir Cheerleader und Spieler verwechseln?

    Der Vatikan trägt in der Tat einen ganz großen Teil zur Verblödung bezüglich des Islam bei - inzwischen sind die Thesen von nostra aetate sogar Mainstream bei Leuten, die ansonsten einen Ausschlag kriegen, wenn sie “katholisch” nur hören. Vatikan II ist heute die ideologische Grundlage, was die Betrachtung von Religion angeht (nicht was den Glauben angeht) vieler Atheisten oder sich als säkular bezeichnender Gutmenschen. (Was immer ein säkularer Mensch auch sein soll - eigentlich ist das ein Adjektiv, das nur auf Staaten passt).

    Das Christentum hat sich damit selber ein Eigentor geschossen, denn bei vielen löst jegliche Kritik am Islam sofort reflexartig aus: “Aber das Christentum hat doch auch…”. Was immer das Christentum hat oder nicht hat, ist jedoch für eine intelligente Diskussion darüber, ob Europa islamisiert wird oder nicht, komplett irrelevant. Das hat aber nostra aetate verursacht. Allerdings fußt nostra aetate auf der Ringparabel, die Sache ist also viel älter - nur war das zu Lessings Zeiten noch nicht die Vatikanmeinung.

    Dennoch hatte ich einige Zeit die Hoffnung, dass Benedikt XVI diese unsägliche Ringparabel-Theologie seiner Vorgänger für falsch hält und langsam wieder aufgeben will. Der Vatikan ist ein schweres Geschütz - das bewegt sich naturgemäß langsam … inzwischen bin ich aber unsicher, ob er es überhaupt will - ganz davon abgesehen, ob er es könnte, wenn er es wollte. Ich habe mal bei PI anwesende Katholiken gefragt, ob es überhaupt möglich ist, nostra aetate abzuschaffen (oder ob da irgendein “Unfehlbarkeits”-Siegel drauf liegt, sodass man es nicht rückgängig machen kann) - sie wussten es auch nicht recht.

    Diese geistigen Dinge sind nicht irrelevant. Das müssen auch Atheisten begreifen, sonst merken sie nicht, wie sehr sie selber von ihnen beeinflusst sind und halten das für ihre “eigene Vernunft”.

  • 3

    Kommentar von shadowking

    24. Mai 2008 @ 13:36

    @ Eisvogel:
    “Nostra Aetate” ist kein Dogma, sondern ein Konzilsdokument, das von Papst Paul VI. “promulgiert”, d.h. wie ein mittelalterliches Gesetz durch feierliche Verkündigung in Kraft gesetzt worden ist. Es liegt zumindest prinzipiell in der Macht des jeweiligen aktuellen Papstes, daran Korrekturen vorzunehmen. Der Papst hat ja einen Jurisdiktionsprimat in solchen Dingen; der ist aber nicht mit der päpstlichen “Unfehlbarkeit” zu verwechseln, die sich nur auf (ausschließlich Glaubenssätze betreffende) Dogmen beschränkt.

    Päpste setzen ihre volle juristische Macht aber nur sehr selten ein, und wenn überhaupt, dann im Abstand von Jahrhunderten, und Nostra Aetate ist erst 45 Jahre alt. Man denke daran, dass Galilei erst nach 400 Jahren (1992) vom Papst und der Kirche “rehabilitiert” worden ist, und selbst dagegen gab es noch Bedenken.

    Je mehr sich der Gedanke im allgemeinen Bewusstsein durchsetzt, päpstliche Beschlüsse seien “unfehlbar”, desto schwerer tun sich die Päpste damit, ihre Vorgänger durch “Korrekturen” dem Verdacht auszusetzen, sie hätten geirrt, auch wenn dies nach dem Kirchenrecht durchaus möglich ist. Man muss berücksichtigen, dass die öffentliche Stimmung seit Jahrzehnten stark gegen die “verknöcherte, rückwärtsgewandte, frauenfeindliche und obskurantistische” Kirche gerichtet ist und einen offensichtlichen Kurswechsel sogleich hämisch als “scheinheilig”, “Bankrotterklärung” u.Ä. bezeichnen würde - mit den entsprechenden Folgen.

    Ich glaube, dass sich Benedikt XVI im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr damit müht, die schlimmsten Auswüchse der Konzilstheologie einzudämmen und sich mit denen, die sich wegen des 2. Vatikanischen Konzils von der römischen Kirche getrennt haben (Lefebvre und seine Anhänger, von denen man noch die “Sedisvakantisten” unterscheidet, die glauben, dass es seit 1958 keinen gültigen Papst mehr gibt), wieder verständigen will. Da er sich aber auf einen Apparat stützen muss, der vermutlich wie kein zweiter von Mafiaclans, Freimaurerlogen, Geheimdiensten sowie geschäftlichen , finanziellen und politischen Loyalitäten durchwirkt ist, kann er nicht wie die Axt im Walde vorgehen, sondern nur die Dokumente in ihrem Wortlaut, aber in seinem Sinne interpretieren, soweit es eben möglich ist.

    “Nostra Aetate” war zunächst nur als ein Dokument zur Klärung des durch den Holocaust schwer belasteten Verhältnisses der Kirche zum Judentum gedacht, wurde aber durch “interessierte Kräfte”, die - so die gängigen “Verschwörungstheorien” - aus den Kreisen der Hochgradfreimaurer stammen, im Laufe der Ausarbeitungen immer mehr zum Hauptwerkzeug des Synkretismus umgeformt. Wer sich einzelne Passagen dieses Dokuments durchliest, kann ohne Schwierigkeiten freimaurerisches, jedenfalls in keinem Sinne mehr christliches oder katholisches Gedankengut identifizieren.

    In seiner späteren Regierungszeit scheint Papst Paul VI. immer stärker begriffen zu haben, welchen Bärendienst er dem christlichen Abendland durch die Promulgation erwiesen hatte (er bezeichnete manche Lehren als “Rauch des Satans”), konnte aber aus den obengenannten Gründen seinen Fehler genausowenig korrigieren, wie dazu heute sein Nachfolger in der Lage ist.

  • 4

    Kommentar von Deep Roots

    24. Mai 2008 @ 13:38

    Vielen Dank auch von mir, Eisvogel!
    Der Artikel hat mit schon bei GoV sehr gut gefallen - super, daß wir ihn jetzt auch hier auf deutsch haben.

    Und ja, Du und Dox habt recht damit, daß es nicht nur die Linken sind, die diesen Verrat betreiben.
    Es sind auch die Kirchen, und während die Linken über die Jahre einigermaßen bürgerlich geworden sind, wie Trifkovic schreibt, sind viele aus dem Bildungsbürgertum (auch Wirtschaftstreibende!) indessen nach links gerutscht und vertreten gutmenschliche Positionen, solange sie nicht selbst dafür aufkommen müssen.

    Die Vorstellung, daß wir ein exklusives Recht auf unsere Heimatländer haben und selbst zu friedlichen, integrationsbereiten Zuwanderern “nein” sagen dürfen, wenn wir sie hier nicht haben wollen, ist vielen Leuten schon dermaßen fremd geworden, daß man sich in Diskussionen oft wie Don Quixote vorkommt.

    Aber da dürfen wir nicht locker lassen - das ist eine der wenigen Fronten, wo wir als Einzelne vorerst noch was bewirken können, auch wenn es nicht viel ist. :roll:

    Deep Roots

  • 5

    Kommentar von Bokito

    24. Mai 2008 @ 13:49

    Ich sehe was, was Du nicht siehst.

    Kennt ihr dieses Kinderspiel noch?

    Das ist mir die Tage durch den Kopf gegangen, als ich wie so oft durch mein Multikulti Viertel spazierte.

    Auf den ersten Blick wirkt alles idyllisch, wie aus dem Bilderbuch des Multikulti-Wunschdenkens.

    Vor den türkischen Gemüseläden türmt sich frisches und schönes Grünzeug. Die Deutschen sitzen bei dem schönen Wetter vor ihren Kneipen und trinken Bier, die Kopftuchmuttis schieben ihre Kinderwagen durch die Strassen. Ein paar Rastafaris gehen entspannt in Richtung Volksgarten. Junge, leicht bekleidete Frauen radeln vorbei, ein paar Studenten holen noch schnell Grillfleisch im Discounter und machen sich auf zum Rheinufer…

    Perfekte Welt; wer das beobachtet, muss uns „Islamophobe“ für vollkommen irre halten. Kann das denn sein, dass irgendjemand Böses im Schilde führt?

    Wer stellt denn die richtigen Fragen an diese Idylle? Und vor allem, wem gefällt das schon, die Rosa Brille abzunehmen? Lieber aufbehalten, man fühlt sich besser und bekommt mit niemandem Probleme – frag lieber nicht … es sieht doch alles so schön aus …

    Achja, zu Trifkovics Rede: der Mann hat absolut Recht!

  • 6

    Kommentar von Bokito

    24. Mai 2008 @ 13:59

    Eine kurze Anmerkung zur katholischen Kirche:

    Sicher kann man den Vatikan nicht wirklich als ein Bollwerk gegen die Islamisierung bezeichnen (seltsam, daß das anscheinend von Leuten, die sonst mit der Kirche nichts am Hut haben so heiß ersehnt wird :???: ).

    Nun gut, die Trennung von Religion und Politik ist schließlich eine der Grundlagen unserer Gesellschaft. Warum sollte der Vatikan ausgerechnet in dieser Frage politisch agieren, wenn es doch sonst nicht gern gesehen wird?

    Dazu darf man nicht vergessen, daß, egal was der Papst sagt, immer irgendwer meckert.

    Siehe die Regensburger Rede oder die Taufe von Magdi Allam: sofort wird der Kirche Kreuzzugsmentalität vorgeworfen.

    Nehmen Papst und Kirche Gespräche mit moslemischen Vertretern auf, ist es auch wieder falsch…

  • 7

    Kommentar von Time

    24. Mai 2008 @ 23:32

    Hallo allerseits,

    off topic, aber unter http://www.faz.net/hirntraining gibt es jede Menge Lesestoff zu unserem Dauerbrenner-Thema Hirn/Intelligenz/Genetik. Den heutigen Beitrag, ein interessantes Interview mit dem US-amerikanischen Verhaltensgenetiker Robert Plomin sollte man unter
    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E7A4FEB91C87D49B7ADD8E7A9274F4D7D~ATpl~Ecommon~Scontent.html öffnen können (oder ganz runter scrollen).

    Mit freundlichen Grüßen

    von Time

    PS: Shadowking/3 und Bokito/6: Ihre Überlegungen möchte ich durch Zustimmung bekräftigen und darauf hinweisen, dass wir es mit dem Kampf gegen den Mohammedanismus mE. mit der letzten globalen Auseinandersetzung gegen eine verbrecherische und falsche Ideologie in der Menschheitsgeschichte zu tun haben, fürwahr eine titanische Aufgabe…

    Ich habe vor, Sie alle weiter über das Unternehmen Omdurman auf dem Laufenden zu halten, und Sie werden sehen, wie langfristig und umfassend die Vorarbeiten selbst für dies vergleichsweise kleine Projekt waren, und wie viele Professionen (ausser den Kavalleristen, unter ihnen Churchill) am Erfolg beteiligt waren. Obgleich ich selbst Protestant bin, halte ich Benedikt quasi für die Idealbesetzung dieses Amtes.

  • 8

    Kommentar von Dox

    25. Mai 2008 @ 3:13

    Eisvogel,

    “Kann es sein, dass wir Cheerleader und Spieler verwechseln?”

    Was für eine herrliche Frage!

    Bokito 5,

    eine tolle Beobachtung. Daher ist der Kampf gegen den Islam so schwer.

    Bokito 6,

    “Sicher kann man den Vatikan nicht wirklich als ein Bollwerk gegen die Islamisierung bezeichnen (seltsam, daß das anscheinend von Leuten, die sonst mit der Kirche nichts am Hut haben, so heiß ersehnt wird).”

    Nein, nicht seltsam. Als jemand, der mit der Kirche nichts mehr am Hut hat, aber christlich erzogen wurde, fände ich es doch schön, wenn sie ihre Existenzberechtigung unter Beweis stellen würde, indem sie wenigstens ihre Anhänger gegen den Todfeind Islam in Stellung brächte. Leider versagt sie auch hier, so dass sich mein Abfall vom Christentum nicht als Irrtum herausstellt. Es taugt wirklich zu nichts anderem, als die andere Wange hinzuhalten und den Spendenbeutel herumwandern zu lassen. Ein jämmerlicher Verein. Aber bei der Masse an jämmerlichen Menschen ein wirtschaftliches Erfolgsrezept. Vergessen wir die Christen. Halten wir uns an die Juden. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Allerdings ergibt sich hier die Frage, warum sie sich von den Moslems so viel gefallen lassen. Sie fallen auf Parolen wie “Land gegen Frieden” herein. Sie haben in Gaza ihre Siedlungen geräumt, deren Land sie mit Verträgen gekauft hatten. Wie kann man Feinden sein Eigentum überlassen und darauf hoffen, dass sie dann Ruhe geben? Eigentum gegen Frieden, was für ein Blödsinn!

  • 9

    Kommentar von Dox

    25. Mai 2008 @ 4:03

    Im Übrigen bin ich dafür, dass jeder zehnte Kommentar mit einem Witz beginnen muß und die Kommentargemeinde einen Preisträger für die besten Kommentare des Monats ermittelt, der dann den Eisvogel überreicht bekommt und sich bedanken muss. Humor ist nie verkehrt.

    Was meinst du, Eisvogel?

  • 10

    Kommentar von olaf61

    25. Mai 2008 @ 11:46

    Wer will schon aus der Matrix geholt werden? Niemand. Jedenfalls niemand, dem daran liegt, nachts gut einzuschlafen und süss zu träumen. Allerdings, manchmal lassen die Glaubine* nach und der Schleier hebt sich. Und man nimmt nörgelnde Muslime gegen Theater oder Ausstellungen wahr oder Morde im Namen der Ehre oder Leute, die Greise tottreten. Dann hilft nur eine erhöhte Dosis ÖR und die Welt ist wieder schön.

    * “Der futurologische Kongress”, Stanislaw Lem

  • 11

    Kommentar von stary arbat 1683

    25. Mai 2008 @ 19:15

    @DOX Die Frage war zwar direkt an Eisvogel gerichtet,
    aber stary arbat ist der Meinung, DOX hatte wieder einen guten Geistesblitz kurz vor Sonnenaufgang.
    Wer all diese ernsten, sehr traurigen und belastenden Nachrichten und Informationen schadlos verdauen möchte, kommt nicht umhin, regelmässig herzlich zu lachen.
    Zufällig habe ich gerade gestern Abend Tränen gelacht, habe bei youtube ein paar Sachen von Loriot entdeckt, das mache ich jetzt jeden Abend als Abschluss, nach den Besuchen bei PI und CO ist das der beste Ausgleich und schützt vor Albträumen.

  • 12

    Kommentar von Time

    25. Mai 2008 @ 21:13

    Hallo Stary, hallo allerseits,

    Stary, gut für die Seele ist es auch, sich zu erinnern, wer wir sind und was wir drauf haben…

    … wie Churchill weiter in seinem “Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi” berichtet, erreichten täglich zwei Versorgungszüge Railhead, welche Wasser, Nahrung, Baumaterial, “Briefe, Zeitungen, Würste, Konfitüre, Whisky, Sodawasser und Zigaretten mitbrachten - all die Dinge, die den Briten erlauben, die Welt zu erobern ohne Unannehmlichkeiten.”

    Jedoch sei für das Railway-Batallion mehr und mehr die Gefahr hinzugekommen, dass die Orks die Linie hinter ihm kappen könnten. “Sie hatten für drei Tage Wasserreserven. Wenn innerhalb dieser Zeit die Verbindung nicht wiederhergestellt und der Verkehr wiederaufgenommen wäre, müßten sie alle in der Wüste vertrocknen, und nur ihre Knochen und Kochpfannen würden als Zeugnis der Verrücktheit des Unternehmens zurückbleiben”, meint Churchill… trocken.

    Vom 20. Juli bis zum 7. August herrschte bei der Unternehmung ein relativer Stillstand, da die Briten nun zu nah auf Abu Hamed vorgerückt waren, das allerdings noch von den Orks gehalten wurde. General Hunter jedoch konnte den Ort besetzen.

    Churchill: “Mit neuer Energie wurde die Arbeit sofort wiederaufgenommen. Die Bauarbeiten erreichten nun ein beachtliches Tempo. An einem einzigen Tag wurden bis zu fünftausenddreihundert Yard Bahnstrecke vermessen, trassiert und die Schiffenen gelegt. Am 1. November erreichte die Linie Abu Hamed… Die Anspannung und Belastung waren an den Baumannschaften allerdings nicht spurlos vorübergegangen. Polwhele und Cator, zwei der acht subalternen Offiziere der Engineers, welche beim Bau der Dongola-Bahn und der Wüstenbahn für die Gleisverlegung verantwortlich waren, bezahlten für die Strapazen mit dem Leben…

    Die glückliche Entdeckung von Wasser hatte die Vollendung der Strecke bis nach Abu Hamed um beinahe einen Monat beschleunigt. Bei No. 4 Station, auf einem Flecken fünfundsiebzig Meilen vor Abu Hamed, der nach Wasser aussah, wurde Anfang Juli ein Bohrloch in den Sand getrieben. Nach fünfwöchiger Arbeit wurden in einer Tiefe von neunzig Fuß reiche Wasservorräte gefunden. Eine dampfgetriebene Pumpe wurde installiert, und der Brunnen lieferte beständigen Wassernachschub. Bei No. 6 Station, fünfundfünfzig Meilen weiter in Richtung Abu Hamed, wurde im Oktober ein zweites Bohrloch gegraben und Wasser in noch größerer Menge entdeckt. Mit diesen Funden milderte sich die Wasserfrage, obschon sie dadurch noch nicht gelöst war….

    Dem durch die Wüste fortschreitenden Bau der Bahn folgte selbstverständlich das Telegraphenkabel. Jeder Lieferung von Schiffenen und Schwellen war eine entsprechende Menge Telegraphenstangen, Isolatoren und Draht beigegeben.

    Lieutenant Manifold, ein weiterer Subalterner der Engineers, hatte zusätzlich eine Telegraphenlinie von Merawi nach Abu Hamed verlegt, und damit war sogleich im gesamten Netz von Fluß und Eisenbahn die Verbindung hergestellt…

    Wadi Halfa am Ausgangspunkt der Linie war zu einer geschäftigen Stadt geworden. Ein Lehmdorf war in ein Miniatur-Crewe verwandelt worden. Die großen Werkhallen waren mit der Bahnlinie gewachsen und mit verschiedenstem, teils anspruchsvollem Gerät ausgestattet…

    Gießereien, Drehbänke, Lichtmaschinen, Dampfhämmer, hydraulische Pressen, Schmelzöfen, Gewindeschneidmaschinen und Bohrer waren unermüdlich am Werk. Alles verlangte nach unausgesetzter Pflege. Zu jedem Gerät war das Gerät zu besorgen, das zu seiner Reparatur gebraucht wurde. Um die Tonnagen zu bewältigen, die für die laufende Versorgung der Armee erforderlich waren, und um die Linie über Abu Hamed hinaus weiterzuführen, waren schließlich fast vierzig Lokomotiven erforderlich…

    Zu den Ansprüchen des vielfältigen Geräts kam die Sprachverwirrung. Einheimische verschiedener Rassen taten als einfache Handwerker ihre Arbeit. Vorarbeiter waren aus Europa geholt worden. In den Werkstätten wurden nicht weniger als sieben Sprachen gesprochen. Wadi Halfa wurde zu einem zweiten Babel. Dennoch gedieh das Unternehmen. Die Offiziere der Engineers zeigten Taktgefühl und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Direktor Girouard, ihr Chef, war von kühler Gemütsart und unermüdlich. Alles unterstand der regelmäßigen Aufsicht des Sirdar. Interesse und Sympathie für einfache Arbeit sicherten ihm die Zuneigung der Untergebenen.”

    Streik, ein inhärentes Problem des demokratischen Kapitalismus? Jedenfalls ein Problem auch für die Omdurman-Mission: “Während die Armee um Railhead herum wuchs, nahm auch die Belastung der Linie zu. Neue Lokomotiven mußten bestellt werden. Der Direktor war ein Patriot und schickte seine Bestellung nach England. Dort befand sich der ganze Maschinenbausektor im Streik, und niemand konnte helfen, Lokomotiven zu beschaffen… So wurde beschlossen, den Präsidenten der südafrikanischen Linie namens der ägyptischen Armee um die Erlaubnis zu bitten, zwei oder drei Lokomotiven abzukaufen.”

    Mal sehen, ob ich Ihnen morgen was Interessantes einstellen kann,

    mit freundlichen Grüßen

    von Time

  • 13

    Kommentar von Deep Roots

    25. Mai 2008 @ 21:37

    @ Dox, #9, und Stary: Gute Idee - bin dabei, falls mir etwas einfällt! (Ich werde mir aber die Freiheit nehmen, das 10er-Raster zu ignorieren :wink: )
    Zu #8 könnte man abgewandelt sagen: “Millionen für Verteidigung - kein Quadratmeter als Tribut!”

    @ Time: 5 Kilometer Bahnlinie an einem Tag(!) - beachtlich, in der Tat! Ob wir (d. h. der Westen) das heute auch noch draufhätten, wenn’s drauf ankäme?
    Köstlich fand ich die Formulierung “…die Welt zu erobern ohne Unannehmlichkeiten.”

    Aber wo ist denn jetzt nur wieder die Lunte zum Pulverfaß? :twisted:

    Deep Roots

  • 14

    Kommentar von Time

    26. Mai 2008 @ 0:05

    Hallo Deep,

    ob WIR das heute draufhaben? NATÖRRRLICH, wie meine 4-jährige Nichte zu sagen pflegt! Löst mich von der Kette der PC (aber bitte auch der der “EINZIG wahren (angebl.) Konservativen”), Leute, ich sage Euch mal was, ich kann von fünf Bohnen im Monat überleben, und solange ICH LEBE, hat der satanische Mohammedanismus NICHT gewonnen; I wanted a mission, and for my sins JAHVE gave me one, and so, democracy I deliver.

    Count on Time

    PS: … and trust on RnR

  • 15

    Kommentar von tape

    26. Mai 2008 @ 1:32

    @ Time

    Auf wiki habe ich heute diesen bezeichnenden Satz gelesen und da sind mir gleich Sie und Ihre interessanten Informationen oben in den Sinn gekommen:

    ##Das afghanische Schienennetz beschränkt sich auf 24,6 km.## :-)

    Nun los ihr Afghanen! Engagiert Time, weckt seine Motivation und gebt ihm als Bonus 10 Bohnen täglich, dann verdoppelt er in einem Monat euer gesamtes Schienennetz im Alleingang.

    Grüße
    tape

  • 16

    Kommentar von Dox

    26. Mai 2008 @ 3:53

    Neulich hatte ich ein interessantes Erlebnis in der S-Bahn. Es war so gegen 18.00 Uhr. Der Waggon war nicht übermäßig gefüllt. Es gab noch freie Sitzplätze. Neben mir saß ein etwa 30-jähriger Vater mit seinem etwa vierjährigen Sohn. Beide unterhielten sich angeregt und lachten oft. Am Bahnhof Friedrichstraße stieg ein kräftig gebauter arabisch aussehender Mann ein, der etwa im Alter des Vaters war, sich ihm gegenüber setzte und ihn sofort angriffslustig anfuhr: “Hey, was lachst du über mich, Mann? Hey, was gibt es zu lachen, Mann?”
    Der Vater rechtfertigte sich erschreckt und meinte: “Ich habe nicht über Sie gelacht. Wirklich nicht.” Der Araber: “Klar, hast du über mich gelacht. Hältst du mich für taub oder was?”
    Ich schaltete mich ein und sagte streng: “Der Mann hat nicht über Sie gelacht. Und jetzt hören Sie auf, Fahrgäste zu belästigen, sonst fliegen Sie hier raus! Oder glauben Sie, feige deutsche Männer vor sich zu haben?”
    Sofort zog er den Schwanz ein, maulte noch ein bißchen herum, aber ging den Vater nicht mehr an. An der nächsten Haltestelle stieg ich mit dem Vater und einem jungen Paar aus. Der Vater ging zur anderen Seite weg und bedankte sich nicht einmal. Ich benutzte mit dem Paar den Lift und die hübsche junge Frau sagte: “Es war gut, dass Sie sich eingeschaltet haben.” Ihr schmalbrüstiger Freund schwieg betreten. Und jetzt kommt der Clou an der Geschichte. Der Araber trug weithin sichtbar ein großes goldenes Kreuz an der Halskette. Es war mir gleich aufgefallen, als er einstieg. Insofern dachte ich, als er aggressiv wurde, dass er eine Moslem ist, der sich ein Kreuz umgehängt hat, um Christen in Verruf zu bringen. Das glaube ich heute noch. Aber sicher bin ich mir nicht. Sicher bin ich mir hingegen, dass ich keine mutigen deutschen Männer an meiner Seite hatte.

    Ich möchte noch von einem anderen Erlebnis berichten, dass ich heute im Café hatte. Ein junges dunkelhäutiges Paar setzte sich an den Nebentisch. Beide war sehr schöne Menschen. Ich kam mit ihnen ins Gespräch, als ein Fronleichnahmszug mit wenigen Teilnehmern vorüberzog und ich sagte: “Das nennt man auf verlorenem Posten stehen.” Die beiden lachten. Und ich sagte: “Eines Tages werden hier Moslems vorbeiziehen, die sich blutig peitschen.” Der junge Mann meinte: “Hauptsache ich kann hier in Ruhe meinen Kaffee trinken.” Das bezweifelte ich und so kamen wir ins Gespräch. Dabei erfuhr ich, dass sie Berlin Mitte nur ungern verlassen, weil sie in anderen Stadtbezirken und vor allem in Vororten beschimpft werden. Die beiden waren sehr sympathisch. Er war Schauspieler. Sie war Sängerin. Die Eingeborenen um uns herum waren nicht halb so aufgeweckt und ich sagte: “Diskriminierung hat auch etwas Gutes. Es spornt einen an, besser als die Nichtdiskriminierten zu sein.” Sie verstanden das Kompliment.

  • 17

    Kommentar von Time

    26. Mai 2008 @ 16:07

    Hallo allerseits,

    weiter geht’s nach Omdurman…

    … der Bitte an den Präsidenten der südafrikanischen Linie um drei Lokomotiven wurde umgehend entsprochen, es wurden sogar fünf geliefert: Der Präsident der Linie war Cecil Rhodes ( http://de.wikipedia.org/wiki/Cecil_Rhodes ). Drei weitere Loks mussten in Amerika bestellt werden.

    “Es ist anzumerken, daß die amerikanischen Lokomotiven rascher geliefert wurden und tausend Pfund weniger kosteten (als die britischen, T.). Pannen waren bei ihnen äußerst rar, alle ihre Ersatzteile waren austauschbar. Die Tatsache, daß sie um einiges schneller fuhren, war ihrem Ruf sehr zuträglich, und der Soldat, der zur Front reiste, war nicht weniger darauf bedacht, die Lokomotiven seines Landes zu meiden, als dessen Ehre zu behaupten. Sie waren, wie es einer der Subalternen von den Engineers ausdrückte, “die Erzeugnisse einer höheren Klasse von Fertigkeit als der, die in England am Werk ist”. Sie zeugten von “weniger Schinderei, aber mehr Talent”. Das äußere Erscheinungsbild wurde nicht vernachlässigt, aber auf unsichtbare Teile wurde kein Schli vergeudet. Es bereitet kein Vergnügen, solche Fakten festzuhalten, die unglücklicherweise nicht einmal den Vorzug haben, neu zu sein”, stellt Churchill bedauernd fest.

    Die Bahn war nach Abu Hamed in der Annahme gelegt worden, von dort an sei der Nil schiffbar. Als das Wasser jedoch jahreszeitlich bedingt sank, stellte sich dies als Irrtum heraus. Dies erforderte die Verlängerung der Strecke bis nach Atbara. Nachdem die Finanzierungsprobleme geregelt waren, bewegte sich Railhead mit einer Geschwingkeit von einer Meile pro Tag weiter. Da man sich nun bald in einer Region befand, in der es wieder Regenfälle gab, mußte Schwemmland ausgewichen werden, es wurden zehn Brücken gebaut und rund sechzig Abflußkanäle. Churchill: “Dies bedeutete mehr als tausend Tonnen zusätzliche Fracht für die Wüsteneisenbahn.”

    Churchill wendet sich sodann dem Versorgungswesen zu. Er schreibt: “In den meisten Armeen ist Brot das Hauptnahrungsmittel des Soldaten. In mehreren unserer Kriege wurde die Gesundheit und infolgedessen die Schlagkraft der Truppen durch schlechtes Brot oder durch zu häufigen Ersatz durch Zwieback in Mitleidenschaft gezogen. Für über ein Jahr hatte die Armee am Fluß täglich zwanzig Tonnen Mehl verzehrt, und man kann sich leicht ausmalen, wie bitter unter gewöhnlichen Umständen der Streit zwischen den Verpflegungsoffizieren, deren Pflicht es war, auf der Qualität des Getreides zu bestehen, und den Lieferanten hätte ausfallen müssen, die sich nur für ihren Profit interessieren und oft, fürchte ich, die Bezeichnung “Schurken” verdienen. Doch das Kriegsdepartement hatte 1892 eine von Ismail Paschas Gewehrfabriken auf Lebensmittelversorgung umgestellt. Dort waren Mühlen aufgestellt worden, um Getreide zu mahlen, Öfen, um - mit einer Kapazität von bis zu sechzigtausend Rationen pro Tag - Zwieback zu backen, und sogar Maschinen, um Seife herzustellen. Drei große Vorteile hatte diese weise Einrichtung mit sich gebracht. Erstens war die Qualität der Versorgung garantiert. Zweitens wurde das Risiko von Lieferanten, die nicht liefern, ausgeschlossen. Drittens konnten die auf diesem Weg eingesparten Mittel dafür verwendet werden, ein willkommenes Corps von hundertfünfzig Bäckern auf die Beine zu stellen. Obschon der Einkauf ausländischen Getreides (die Getreideernte war im Vorjahr, 1895, in Ägypten außergewöhnlich schlecht ausgefallen, T.) die Kosten erhöhte, blieb das Verpflegungsamt der Ägyptischen Armee auf diese Weise leistungsfähig und seinen Aufgaben durchaus gewachsen.

    Rasch waren große Vorratslager bei Assuan angelegt. Ohne direkte Genehmigung des Sirdar wurde dort keine Unze Getreide ausgegeben. In dem Nebendepot, das in Wadi Halfa angelegt wurde, galt dieselbe Regel. Der Mann, der niemandem Rechenschaft schuldete, übernahm die ganze Verantwortung, und dadurch konnte ein System, in dem ein Stabschef dem beständigen Bombardement durch eine Vielzahl von Abteilungschefs ausgesetzt ist, vermieden werden. Als der erforderliche Nachschub in Akasha gestapelt war, wurde Firket genommen.”

    Wiki: “Die anglo-ägyptische Hauptstreitmacht, die River Column, rückte entlang des Nil vor, die Desert Column marschierte durch die Wüste. Die River Column begann ihren Vormarsch am Abend des 6. Juni. Unter Einhaltung völliger Stille marschierten die Einheiten von Akasheh (Akasha, T.) nach Firket. Um 4:30 Uhr formierten sie sich in Schützenlinie. Die Desert Column hatte zwischenzeitlich die Stellung der Mahdisten umgangen und Position in deren Rücken bezogen. Die drei Brigaden griffen die unterschiedlichen Lager der Mahdisten bei Firket an und konnten die Mahdisten vollständig überraschen. Um 7:00 Uhr waren die Mahdisten überwunden und wandten sich zur Flucht. Die anglo-ägyptische Armee (hier kämpften 9.500 Soldaten gegen 3.000 Orks, T.) verlor 20 Mann (davon 19 Ägypter, nehme ich an, T.), die Mahdisten hatten ca. 1.000 Tote (d.h. pro Bäcker 6,6 tote Orks, T.), davon 44 Emire. Kitchener hätte nun weiter in Richtung Dongola marschieren können. Er zog es jedoch vor, die Ankunft der Kanonenboote abzuwarten und die Eisenbahnlinie weiter nach Süden voranzutreiben.” http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Firket

    Churchill: “Nach der Schlacht von Firket wurde die Lage schwierig, und das Problem der Versorgungsoffiziere lag darin, die Truppen am Leben zu erhalten, ohne durch ihre Nahrungsmitteltransporte die Fortschritte beim Eisenbahnbau zu bremsen. Bei mittleren Verlusten von fünfzig Prozent durch Diebstahl und Wasserschäden wurde ein kleiner Teil der Lebensmittel auf dem Fluß über die Katarakte hinweg hinaufgeschleppt, die den Wasserweg von Halfa bis Kosheh behindern. Der Rest wurde von Railhead aus durch Kamelkonvois befördert. Bis die Bahnlinie Kosheh erreichte, waren die Transportkapazitäten bedrohlich überlastet, und einmal mußten sogar die berittenen Truppen nach Norden geschickt werden, um Hunger zu vermeiden.”

    Wird fortgesetzt, mit freundlichen Grüßen

    von Time

    PS: Über Ihre witzige Anmerkung habe ich herzlich gelacht, Tape!

  • 18

    Kommentar von Time

    27. Mai 2008 @ 1:46

    Hallo allerseits,

    seien Sie willkommen zur fünften Hadith-Lektion des grausamen Time!

    Auf der Rückseite meiner Hadithsammlung (al-Buhari, Reclam) hatte Übersetzer und Herausgeber Ferchl diese als durch “WISSENSCHAFTLICHE Erkenntnisse bereichert” angekündigt…

    Da wären zunächst natörrrlich religionswissenschaftliche Erkenntnisse zu nennen: “Der Glaube besteht aus mehr als SECHZIG Bestandteilen (und vermutlich also weniger als 70, T.?)” heißt es in gewohnter mohammedanistischer Präzision in II/2, S.34. In III/6, S.49 wird ungewöhnlich umfangreich erklärt, dass unter dem Begriff “Wissen” eigentlich nur die Ergebenheit unter die Lehren Klos verstanden werden kann.

    Ob diese sparsamen Ausführungen damit zusammenhängen, dass die Orks eigentlich sowieso schon alles wissen und IMMER Recht haben? Für problematische Fälle hatte Unheiligkeitsstifter Klo jedenfalls seinerzeit eine grandiose didaktische Methode in petto: “O Gesandter Gottes (gemeint ist Klo, T.), ich höre von dir so viele Hadithe, aber oft vergesse ich sie wieder!” Er sagte: “Breite deinen Mantel aus!” Ich kam dieser Aufforderung nach. Darauf bewegte (Klo, T.) seine Hände, als schöpfe er etwas in den Mantel hinein. Dann sagte er: “Jetzt zieh ihn wieder an!” Ich tat, was er gesagt hatte! Und seither habe ich NICHTS mehr vergessen!” Dies berichtet Abu Huraira in III/19, S.58.

    Mit der Mühsal der Wissenschaft braucht sich der Ork seither nicht mehr abzugeben, und er konnte sich zB. voll und ganz der Medizin zuwenden (was sich - wie unsere PC-Tölpel nicht müde werden herumzuquaken - angeblich als Wohl für die Menschheit herausstellen sollte). Werfen wir einen Blick auf Klo als Mediziner, auf DR. KLO:

    Ein Augenleiden von Ali heilte er nach XXVIII/25, S.315 folgendermaßen: “Er SPUCKTE ihm in die Augen und rief Gott (Alla, T.) für ihn an. Da waren Alis Augen wieder gesund…” Vergegenwärtigen Sie sich bitte ein paar Sekunden lang die Situation… Jemand leidet, und er wird bespuckt!

    “Gott (Alla, T.) hat keine Krankheit auf die Erde gesandt, ohne zugleich auch für das entsprechende Heilmittel zu sorgen”, heißt es in XXXIV/1, S.396, aber wenn Sie jetzt einen Katalog von Therapien oder Arzneien erwarten, kennen sie Fucking-Klo noch nicht genug: Er erlaubte ganze ZWEI Therapien: “Dreierlei führt zur Genesung: der Honigtrank, das Aufsetzen des Schröpfkopfes (auch nachts erlaubt und beim Fasten, XXXIV/5, S.397) und die Kauterisation. Aber ich verbiete meiner Gemeinde die Kauterisation (XXXIV/3, S.396).”

    Klo muß jedoch als Erfinder der Präventivmedizin gesehen werden: “Wenn eine Fliege in ein Gefäß mit Flüssigkeit fällt, dann taucht sie erst vollständig unter, bevor ihr sie herausnehmt und wegwerft. Denn in einem ihrer Flügel (in welchem eigentlich, Klo? Warum nicht dem LINKEN? T.) ist eine Krankheit, während im anderen Flügel ein Heilmittel dagegen ist”, heißt es in XXXIV/22, S.408. Keine Angst vor Seuchen, denn “Es gibt keine Ansteckung” (XXXIV/7, S.399), bzw.: “(Klo, T.) sagte: ‘Es gibt keine Ansteckung! Er sagte ferner (But why? The answer is blowing in the wind…): ‘Bringt Gesunde und Kranke nicht zusammen!’ (XXXIV/20, S.406).”

    In XXXIII/1, S.390 stellt der Chefarzt klar: “Keine Müdigkeit und keine Krankheit, keine Sorge und keine Trauer, kein Schmerz und kein Kummer befällt den Muslim (= Ork, T.), nicht einmal ein winziger Dorn kann ihn stechen, es sei denn, Gott will ihm damit Sühne für seine Verfehlungen auferlegen.” Jedoch bekundet Aischa in dem unmittelbar folgenden Hadith (XXXIII/2, S.390) treuherzig: “Niemals sah ich jemanden, der größere Schmerzen ertragen mußte, als der Gesandte Gottes (= Klo, T.)”, ähem…

    Vielleicht rühren die ganzen Verwirrungen daher, dass es damals noch MAGIE gab (mittlerweile sind die Magievorräte bekanntermaßen fast erschöpft bzw. ihre Überreste in Endlagern untergebracht): “Einmal stand (Klo, T.) unter dem Einfluß von Magie. Er glaubte damals, seinen Frauen (11, T.) BEIGEWOHNT (ungewohnt hübsche Formulierung, T.) zu haben, ohne dass das wirklich der Fall war”, berichtet Aischa in XXXIV/19, S.405, und Sufyan ergänzt: “Das ist die SCHLIMMSTE Wirkung der Magie.” In XXX/IV/13 berichtet Aischa (ein wesentlicher theologischer Satz innerhalb einer der angebl. sog.”drei ABRAHAMITISCHEN Religionen”): “(Klo, T.) wies mich an, heilsame Verse gegen den BÖSEN BLICK zu rezitieren.”

    Alla liebt ganz sicher Helmut Schmidt, denn er liebt das Niesen (XXXVI/28, S.440): “Gott liebt das Niesen, und er verabscheut das Gähnen… das Gähnen aber ist vom Teufel. Unterdrückt es, so gut es geht.” Nanu, was hat Allamed denn gegen das Gähnen? Es muss wohl immer dann massenhaft aufgetreten sein, wenn er zur Rede anhob, denn: “Wenn (Klo, T.)… etwas sagte, sagte er es dreimal.” (XXXVI/34, S.443 und III/12, S.54). Und in XXVI/6, S.280 heißt es (wiederum so treuherzig, dass Time eine - robuste - Expedition zur Rettung der leidenden arabischen Seelen, die eigentlich alle nur Christen sein wollen, vorschlägt): “Diese Warnung wiederholte er immer und immer wieder, dass wir schon sagten: “Wenn er doch still sein würde!”

    Haltet aus, stopft Euch einstweilen Petersilie in die Ohren, Petersilie ist eine treffende Medizin gegen den Muezin….

    … wir werden Euch da ALLE rausholen und retten (oder erschießen) und ich werde dabei sein,

    Euer Kreuzritter TIME

  • 19

    Kommentar von Time

    27. Mai 2008 @ 15:37

    Hallo allerseits,

    hier die tägliche Kriegsberichterstattung von Churchill aus dem Sudan bzw. der FAZ…

    Obwohl das Vorrücken der Bahn durch einen Vorstoß der Orks nach Berber, welcher militärischen Maßnahmen den Vorrang gab, verzögert wurde, erreichte Railhead am 3. Juli Atbara.

    Churchill: “Die Nachschubfrage war damit ein für allemal erledigt. In weniger als einer Woche wurden entlang der Gleise Vorräte für wenigstens drei Monate gestapelt, und die zermürbende Arbeit der Versorgungsoffiziere hatte ein Ende gefunden. Deren vollbrachte Leistung und Erleichterung ging auf in dem noch größeren Triumph der Eisenbahner. (…) An dem Tag, als der erste Zug voller Truppen im befestigten Lager am Zusammenfluß von Nil und Atbara einrollte, war das Schicksal der Derwische besiegelt. Es war nun möglich geworden, zu jeder Jahreszeit und unabhängig von den Ressourcen des Landes große Armeen schnell und bequem ins Innere des Sudan zu schicken, diese nicht nur mühelos mit Proviant und Munition, sondern mit allen Ausrüstungsgütern der WISSENSCHAFTLICHEN Kriegführung zu versorgen, sie außerdem durch eine mächtige Flottille von Kanonenbooten zu unterstützen, welche die Herrschaft über den Fluß und die Ufer innehatte und jederzeit über Khartum hinaus bis nach Sennar, Faschoda oder Sobat vordringen konnte.

    Die Schlacht war noch nicht geschlagen, aber der Sieg bereits errungen. Der Khalifa, seine Hauptstadt und seine Armee lagen nun in Reichweite des Sirdar. Es ging nur noch darum, die Frucht zu pflücken in der dafür am besten geeigneten Stunde, mit den geringstmöglichen Unannehmlichkeiten und zum geringstmöglichen PREIS.”

    Vielleicht hat jemand von Ihnen Oliver Stones “Alexander” gesehen? Da gibt es die mE. atemberaubend inszenierte Schlacht von Gaugamela (331 v. Chr. - http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Gaugamela ). Freuen Sie sich nun auf Churchills anschauliche Schilderung der Schlacht von Omdurman:

    “Zweiter September 1898. - Um halb fünf erschallten die Fanfaren aus den Trompeten über das ganze Lager hinweg. Allmählich wurde es heller. Die Kavallerie saß auf, die Infanterie ging an die Gewehre, und die Kanoniere begaben sich an ihre Geschütze, während die Sonne, die über dem Nil aufging, die weite Ebene, die schwarzen felsigen Hügel und die wartenden Armeen in helles Licht badete.

    Noch vor dem ersten Tageslicht waren mehrere Schwadronen der britischen und ägyptischen Kavallerie vorgeschickt worden, um mit dem Feind Fühlung aufzunehmen und sich von seinen Absichten ein Bild zu machen. Die erste davon, geführt von Captain Baring, besetzte den Surgham-Hügel und wartete in der Dunkelheit darauf, daß die Dämmerung den Aufenthalt der Derwische enthüllen würde. Es war ein gefährliches Unternehmen, denn Baring hätte sie unerwartet nahe vorfinden können. Als die Sonne aufging, trabten die 21st Lancers aus der Seriba hinaus und streuten eine Reihe von Offizierspatrouillen vor sich aus. Da es keine nächtlichen Angriffe gegeben hatte, wurde erwartet, daß sich die Armee der Derwische in ihre ursprüngliche Position zurückbegeben, wenn nicht sogar in die Stadt zurückgezogen hatte. Es war kaum denkbar, daß sie über das offene Feld vorrücken und die Seriba bei Tageslicht angreifen würde. Doch solche Voraussagen wurden augenblicklich entkräftet durch den Anblick, der sich vom Hügelkamm bot.

    Es war Viertel vor sechs. Noch war das Licht mild, wurde jedoch von Minute zu Minute stärker. Dort in der Ebene lag der Feind, an Zahl unverändert und in seinen Plänen und seiner Zuversicht offensichtlich nicht erschüttert. Die Frontlinie war jetzt fast fünf Meilen lang, bestehend aus großen Soldatenmassen, die durch dünnere Linien verbunden waren. Dahinter und auf den Flanken standen umfangreiche Reserven. Vom Hügelkamm aus sahen sie wie dunkle Flecken oder eine Maserung des Geländes aus, herausgehoben durch gespenstische Lichtschimmer auf ihren Speerspitzen. Um etwa zehn Minuten vor sechs wurde deutlich, daß die Massen in Bewegung waren und zügig vorrückten. Die Emire galoppierten an der Spitze ihrer Einheiten. Vor der ganzen Frontlinie schwärmten Patrouillen und Kundschafter aus. Dann brachen sie in Jubelrufe aus. Noch waren sie eine Meile vom Hügel entfernt, und Bodenwellen entzogen sie den Blicken der Armee des Sirdar. Auch für die Truppen am Fluß unten war der Lärm ihres Geschreis zu hören, wenn auch nur schwach. Aber denen, die auf dem Hügel Ausschau hielten, rollten Wellen eines schrecklichen Heulens entgegen wie das Brausen des Winds und der See vor einem Sturm.

    Die britischen und ägyptischen Truppen standen auf einer Linie, den Rücken dem Fluß zugekehrt. Die Flanke wurde durch die Kanonenboote gesichert, die vertaut in der Strömung lagen. Vor ihnen dehnte sich die sandige Ebene hin, die von dem leicht erhöhten Standpunkt auf dem Kamm aus flach und glatt wie ein Tisch aussah. Zur Rechten erhoben sich die felsigen Kerreri-Hügel, wo die ägyptische Kavallerie in Stellung gegangen war - eine dunkle Masse von Pferden und Männern. Zu ihrer Linken standen - mit einer einzigen Schwadron auf Erkundung voraus die 21st Lancers und beobachteten ihre Patrouillen, die den Surgham-Hügel erklommen und bereits auf dessen anderer Seite vorstießen oder, wie wir, auf dem Hügel sitzend Ausschau hielten.

    Der Glaube, daß ihre Schießkunst unterlegen war, ermutigte uns, die Derwische, obschon sie beständig näherrückten, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, und so trabten wir östlich um den Surgham-Hügel herum und über dessen flachen südwestlichen Ausläufer hinab, bis wir in den Sandhügeln seitlich der Feinde zum Stehen kamen. Von da aus war ihre Schlachtordnung im Detail zu studieren. Es war, als ließe sich jeder einzelne von den Tausenden mustern. Ihr Marschtempo war schnell und stet, und es war klar, daß wir nicht ohne Risiko lange hier zwischen den Sandhügeln verweilen konnten. Doch die erstaunliche Szene zog uns gefährlich in ihren Bann, so daß wir für eine Weile innehielten.

    Die Wahrzeichen der berühmteren unter ihren Emiren waren leicht zu erkennen. Auf der äußersten Linken folgten die Anführer und Soldaten der hellen grünen Fahne von Ali-Wad-Helu. Zwischen dieser und der Mitte ra