Frohe Weihnachten

von Eisvogel um 18:09 am 23. Dezember 2007 | 56 Kommentare

 

Ich wünsche allen meinen Lesern und Kommentatoren und den Machern befreundeter Blogs frohe Weihnachten. Ich möchte diesen Weihnachtsgruß auch damit verbinden, danke zu sagen. Danke an alle Kommentatoren, die diesen Blog mit ihren wertvollen, klugen und interessanten Beiträgen erst zu dem gemacht haben, was er inzwischen geworden ist. Danke an Politically Incorrect und The Transatlantic Conservative für die gute und sehr freundschaftliche Zusammenarbeit.

Frohe Weihnachten, Stefan, Beate, Christine, gw und alle anderen PI-Autoren.

Merry Christmas, TC.

My sincere thanks to Fjordman, whose great and insightful essays constitute a major and important part of this blog:

God Jul, Fjordman.

Ich weiß, dass es manche für verrückt halten, Menschen zu mögen, die man nur virtuell kennt. Ich lehne diese Einstellung ab, jemanden mögen ist ein Gefühl, und Gefühle kommen, ohne nachzufragen, ob sie von irgendjemandem als verrückt bezeichnet werden. Ich mag manche Menschen, die ich nur virtuell kenne, sehr. Und manchmal traut man sich auch raus aus der virtuellen Welt und lernt jemanden persönlich kennen, den man vorher nur wegen seiner Kommentare mochte und hoch achtete. Ich habe das dieses Jahr einmal gemacht.

Ich danke Serbian Girl für ihre wunderbare Freundschaft und ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass ihre Hoffnungen und Wünsche in Erfüllung gehen:

Sretam Bozic, Serbian Girl.

Und weil man Menschen, die man mag, an Weihnachten etwas schenkt und das Schenken naturgemäß in der virtuellen Welt etwas schwierig ist, habe ich in den letzten Tagen etwas übersetzt. Es ist Fiktion, genauer gesagt Science Fiction von einem Meister seines Fachs, und es spielt an einem Silvesterabend. Ich bitte alle, den Unterschied zwischen Fiktion und Prophezeihung nicht zu übersehen und auch mir zuzutrauen, dass ich ihn kenne, und einfach in einer ruhigen Stunde die Geschichte eines eindrucksvollen Gesprächs zu genießen, die mir gefallen hat und die natürlich auch mit unserem Hauptthema hier zu tun hat.

Geschenk

(Aber wie jeder aus seiner Kindheit weiß: Nicht aufmachen, bevor die Christbaumkerzen brennen und die Weihnachtslieder gesungen sind)

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Die Parlamentsrevolte, von der wir nichts wissen dürfen

von Eisvogel um 14:06 am 18. Dezember 2007 | 34 Kommentare

Ich kann mich erinnern, dass man früher gelegentlich in den Nachrichten - ganz am Ende - Bilder von asiatischen Parlamenten gesehen hatte, bei denen es recht krawallig zuging und die Parlamentarier sich auch geprügelt haben. Man musste zwar nicht, um was es ging, das war aber auch egal. Es ist einfach schön und wertvoll, in einer freien Demokratie zu leben, in der bienenfleißige Nachrichtenredakteure daran arbeiten, die Bürger mit Informationen aller Art zu versorgen, zum Beispiel auch mit solchen.

Nun, vor wenigen Tagen hat wieder ein solcher Krawall in einem Parlament stattgefunden.

Es geht allerdings nicht um ein asiatisches Land, dessen Namen man schon vergessen hat, während man die Bilder ansieht. Es geht um ein Parlament in Straßburg. Es ist kein sehr wichtiges Parlament, es handelt sich dabei nur im die gewählten Vertreter von einer halben Milliarde europäischen Stimm- und Steuerzahlerviehs, und deshalb ist es auch nicht nötig, dass man in den Nachrichten über dieses Spielzeugparlament berichtet. In der Tat ist es das klassische Parlament, das sich jede Diktatur als Feigenblatt gönnt. Teuer aber ohne Einfluss. Mit einem Parlament hat es so viel zu tun wie die kleinen Kaufläden, die jetzt an Weihnachten wieder an Kinder verschenkt werden, mit Aldi zu tun haben. Oder so viel wie Monopoly-Geld mit Geld.

Über diesen Krawall gab es ein Video, das ich bei Gates of Vienna entdeckt habe, Transatlantic Conservative hat mich per E-Mail darauf hingewiesen und ich habe es mir gestern spät nachts noch angesehen.

Auch dieses Video existiert inzwischen bei youtube nicht mehr, ich mache mich aber auf die Suche, vielleicht wird es noch einmal irgendwo anders hochgeladen. Ich bin für Hinweise auch sehr dankbar.

Einige Europaparlamentarier - insbesondere aus England und Polen - scheinen sich bewusst zu sein, dass sie auf politischem Weg keinerlei Funktion haben, es sei denn, gelegentlich die Beschlüsse des obersten Sowjet der europäischen Kommission mit schönen Resolutionen harmonisch abgestimmt zu begleiten und zu bekräftigen.

Deshalb haben sich einige Parlamentarier zu etwas entschlossen, was eher an eine Studentenrevolte als an die Arbeit einer Volksvertretung erinnert. Es war eine laute und hitzige, tumultartige Demonstration, die Parlamentarier trugen T-Shirts mit der Aufschrift “REFERENDUM”, und forderten mit Bannern und Sprechchören nationale Referenden für den EU-Vertrag, die leicht abgeänderte EU-Verfassung, die von den Bürgern Frankreichs und Hollands zurückgewiesen wurde und jetzt in Lissabon unterzeichnet wurde und ohne weitere Volksbefragung in den nationalen Parlamenten abgenickt werden soll.

Ich danke diesen Parlamentariern für Ihr Bekenntnis zur Demokratie und dafür, dass sie uns - das Volk - noch nicht ganz abgeschrieben haben, auch wenn ihr Protest natürlich ungehört verhallt. Sie wurden dafür beschimpft (name calling) ein spanischer Abgeordneter sowie die Saalordner versuchten, die Filmaufnahmen zu verhindern, was ihnen schließlich auch gelang. Dennoch ist ausreichend zu sehen gewesen.

Haben Sie es in den Fernsehnachrichten gesehen? Hat Ihre Tageszeitung darüber berichtet?

Danke an Baron Bodissey und Dymphna von Gates of Vienna, zwei Amerikaner, die sich so sehr und unermüdlich und ehrlich um Europa sorgen, wie wir es eigentlich gar nicht verdient haben.

Die meisten von uns glauben ja immer noch, wir würden in einer Demokratie leben und hätten Redefreiheit und würden gar “informiert”. Wir sind nicht auf dem Weg in eine Diktatur, wir sind mittendrin. Über den EU-Vertrag werde ich in den nächsten Tagen, wenn ich mich näher damit befasst habe, noch etwas schreiben.

UPDATE: Das Video ist unter neuer Adresse wieder hochgeladen. Ich bitte möglichst viele Leser, es lokal zu speichern.

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Ganz was Neues - Islamische Selbstkritik

von Eisvogel um 00:19 am 8. Dezember 2007 | 17 Kommentare

Durch einen Kommentar von candide bei PI bin ich auf das folgende Video gestoßen, das mich zugegebenermaßen etwas umgehauen hat. Yusuf al Qaradhawi liest seinen stinkfaulen Glaubensbrüdern die Leviten, dass es eine wahre Freude ist.

(To English speaking visitors: The video is in Arab with English subtitles)

Ich bin nicht sicher, ob es für uns erfreulich wäre, wenn die Nachfolger Mohammeds sich diese Gardinenpredigt zu Herzen nehmen und fleißig, produktiv, kreativ und erfolgreich werden würden. Das wäre vermutlich eine Horrorvorstellung. Der Glaube, dass Bildung und Fleiß einerseits und Grausamkeit,Fanatismus und Welteroberungsfantasien andererseits sich gegenseitig ausschließen, sollte eigentlich spätestens seit den Nazis (und auch den Sowjets) in der Mülltonne sein. Leider ist sie bezüglich Islam nicht totzukriegen, obwohl auch da die Realität eher das Gegenteil vermuten lässt.

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Transatlantisches Interview

von Eisvogel um 23:25 am 30. November 2007 | 24 Kommentare

Der neue und hervorragende Blog The Transatlantic Conservative hat etwas getan, was für mich sehr merkwürdig und ungewohnt ist: Mich interviewt.

Transatlantic Conservative steht nach eigener Beschreibung für die konservativen Werte eines schlanken Staates, Redefreiheit, Religionsfreiheit und das Recht, Waffen zu besitzen und zu tragen. Er ist gegen Islamisierung und gegen die politisch korrekte Gaunerei des internationalen (und nationalen) Sozialismus, sowie für eine bessere Kommunikation zwischen Konservativen aus den EU-Staaten und den USA.

Ich freue mich, dass er sich für meine Gedanken zu verschiedenen Themen interessiert und halte es auch für eine sehr gute Idee, die Kluft, die sich durch den hässlichen (und zumindest von Schröder auch vorsätzlich geschürten) Antiamerikanismus hierzulande aufgetan hat, wenigstens unter Konservativen auf beiden Seiten des großen Teiches wieder etwas zu schließen. Möglicherweise sehen wir am linken und rechten Ufer des Atlantiks auch dann, wenn wir gleichermaßen islamkritisch sind, die Bedrohung doch etwas anders. Es ist sicher gut, wenn wir uns mühen, die Sichtweise des jeweils anderen besser zu verstehen. Ich glaube immer noch ein bisschen, dass aus Sicht der Djihadisten 9-11 zumindest insofern ein “Erfolg” war, dass dieses furchtbare Verbrechen nach anfänglichen Schock- und Solidaritätsbekundungen Gräben zwischen Europa und den USA aufgerissen hat. Terror führt nämlich leider auch dazu, dass derjenige, der vielleicht betroffen sein könnte, sich eiligst von dem, der betroffen ist, abgrenzen will.

Ich hoffe, dass wir es schaffen, unsere Unlust, uns in anderen Sprachen als dem bequemen Deutsch auszudrücken, zu überwinden und etwas dazu beizutragen. Wie ein Kommentator bei Jihad Watch schrieb, sind die Europäer aus den kleinen Ländern viel versierter in englisch, und die aus den großen Ländern hinken hinterher, weil sie es sich auf einer bequemen Sprachinsel eingerichtet haben. Da ist leider was dran.

Transatlantic Conservative hat den ersten Teil des Interviews mit mir hier auf englisch veröffentlicht und hier auf deutsch. Der Rest kommt demnächst und das gesamte Interview auf deutsch veröffentliche ich am Ende dann hier.

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Hurra - Europa ist ein Irrenhaus und wir sind die geschlossene Abteilung

von Eisvogel um 14:31 am 13. November 2007 | 62 Kommentare

Da betreibt man einen Blog, denkt sich Artikel aus und übersetzt welche, um die Problematik mit der islamischen Masseneinderung zu analysieren, und muss dann doch erkennen, dass das alles unnötig war.

Es ist nämlich ganz einfach: Wir müssen endlich mal das schwarze Haar der Moslems vergesssen und schon klappt das mit der Integration. Und wir Idioten zerbrechen uns den Kopf.

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Technikkram - Spamschutz

von Eisvogel um 09:20 am | 8 Kommentare

Kurz in eigener Sache: Nachdem mir aufgefallen ist, dass gelegentlich Kommentare im Spamfilter hängen geblieben sind, und auch einige Kommentatoren mich deswegen angeschrieben haben, habe ich mich so geärgert, dass ich den Akismet-Spamschutz deaktiviert habe, weil mir die Kommentare und Kommentatoren sehr wichtig sind. Sie machen einen sehr großen und wertvollen Teil dieses Blogs aus.

Eben habe ich fast 20 Pharma-Werbungen gelöscht, die seit gestern abend gekommen sind. Ich bin nicht immer da, und somit sammeln die sich gelegentlich an und das sieht auch nicht gut aus. Ich habe ihn jetzt wieder aktiviert. Sollte ein Kommentar nach dem Schreiben nicht erscheinen, ist er nicht verloren. Ich schalte ihn frei, sobald ich an den PC komme. (Akismet wird das mitgeteilt und es ist angeblich auch lernfähig). Wenn es sich häufen sollte, muss ich mir etwas anderes einfallen lassen. Für Vorschläge bin ich natürlich gerne offen.

Ich hoffe, Sie haben Verständnis.

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Liebe Welt

von Eisvogel um 01:01 am 10. November 2007 | 11 Kommentare

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert. Etwas verspätet möchte ich dem Todestag eines Menschen gedenken, mit dem man sich den Ruf ruinieren könnte, wenn er das nicht glücklicherweise schon wäre.

Rabbi Meir Kahane ist eine umstrittene Figur. Er gilt als rassistischer Zionist und ist auch in Israel nicht gerade gut angesehen und wurde dort auch von einem Gericht zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt. Er fiel vor 17 Jahren, am 5. November 1990, einem Attentat in New York zum Opfer. Auch sein Sohn Binyamin Ze’ev Kahane starb im Alter von 34 Jahren einen gewaltsamen Tod. Er wurde am 31. Dezember 2000 von “Palästinensern” ermordet. Ich möchte mich nicht in israelische Innenpolitik und Justiz einmischen. Es ist durchaus möglich, dass Meir Kahane gegen israelische Gesetze verstieß und ich will mich damit nicht befassen.

Der nachfolgende Brief an die Welt lässt aber vor meinem geistigen Auge keinen rassistischen Fanatiker auftauchen, sondern einen Menschen, dessen Worte ich ganz und gar nachvollziehen kann und die mir nicht gehässig sondern weise und traurig erscheinen und die mir Wort für Wort aus der Seele sprechen, einen Menschen, dem ich so gerne tröstend sagen würde: “Nein. Es ist nicht die ganze Welt. Ich bin nicht so!” Aber das wusste er schon, denn von ihm stammt das Zitat:

In every generation there are always a few who understand.

Always understand … even if you remain among the few.

 

Ohja, ich treibe mich auf “bösen” Zionistenseiten wie Massada2000 rum, ich zitiere einen Menschen, der als persona non grata gilt, aber ich bin in letzter Zeit so skeptisch gegenüber der “allgemeinen Meinung” geworden, dass ich nur noch nach dem urteilen möchte, was jemand sagt, und nicht mehr nach dem, was man von mir erwartet, dass ich über jemanden denke. Aber urteilen Sie selber. Lesen Sie selber Rabbi Meir Kahanes Brief an die Welt:

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Japan - Was haben die, was wir nicht haben?

von Eisvogel um 14:04 am 6. November 2007 | 54 Kommentare

In einem Kommentar zu einem anderen Artikel ist die Frage aufgekommen, wo eigentlich die ganzen westlichen und christlichen Selbsthasser sind. Man erlebt ganz offenbar beim Small-Talk nicht den Fall, dass das Gegenüber bei Häppchen und Champagner äußert: "Ja, das Wetter ist wirklich viel zu kühl für die Jahreszeit und davon abgesehen ist auch unsere Kultur das hinterletzte und wenn ich diesen christlichen Kölner Dom nur sehe, kommt mir die Galle hoch." Wenn man sich so auf die Suche nach Selbsthassern macht, findet man keine. Es ist subtiler und bereits verinnerlicht und man erkennt es weniger im direkten Gespräch oder an lauter depressiven Leuten sondern an den Symptomen. Man erkennt es an Multikulti und daran, dass kaum jemand Multikulti in Frage stellt. Selbst diejenigen, die dem Islam sehr kritisch gegenüberstehen, halten die Vorstellung, dass es überhaupt oder fast keine Zuwanderung geben könnte, für undenkbar. Es ist komplett verinnerlicht, dass wir alleine nicht klarkommen können oder dürfen, und das bedeutet implizit, dass wir der Ansicht sind, unsere Kultur sei so minderwertig, dass wir andere brauchen, um nicht in der Ödnis zu versinken.

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Stefan Herre von PI bedroht

von Eisvogel um 21:42 am 22. Oktober 2007 | 57 Kommentare

Ich schreibe normalerweise keine tagesaktuellen Artikel, dies hier ist ausdrücklich kein Nachrichtenblog. Aber es gibt Ausnahmen. Und eine Ausnahme ist, wenn ein Freund bedroht wird.

Wie PI heute berichtet, hat Stefan Herre schon öfter Drohungen erhalten, aber heute war es eine, die offenbar wesentlich ernstzunehmender war:

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Was ist “Integration” und ist sie überhaupt wünschenswert?

von Eisvogel um 17:34 am 8. Oktober 2007 | 60 Kommentare

Durch den PI-Kommentator AgitorX bin ich darauf gekommen, das Thema Integration einmal gründlich zu beleuchten. Wie ich in dem Artikel über Plastikwörter beschrieben habe, ist Integration ein klassisches Plastikwort, d.h. ein Wort, das aus der Sprache der Wissenschaft in die Alltagssprache gewandert ist und dort keine fest definierte Bedeutung hat, sondern zu einem Begriff geworden ist, in den jeder sich hineindenkt, was er will. Man kann also stundenlang über Integration reden, wobei beide Gesprächspartner etwas vollkommen anderes meinen. (weiter …)

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