Die Wurzeln der Antidiskriminierung - Liberalismus oder Marxismus?

von Eisvogel um 12:55 am 5. Januar 2008 | 100 Kommentare


Original vom 23. Oktober 2007 : The Roots of Non-Discrimination - Liberalism or Marxism?

[Begriffserklärung: "Liberalismus" ist die Übersetzung für den Begriff "liberalism", der im Amerikanischen eine zumindest  teilweise deutlich andere Bedeutung hat als im Deutschen, vor allem wenn man den heutigen "liberalism" dem Wirtschaftsliberalismus gegenüberstellt.  Historisch sind die Unterschiede geringer. ]

Was ist die treibende Kraft hinter der Ideologie der absoluten Gleichheit und der totalen Antidiskriminierung in der westlichen Welt? Ich habe viele verschiedene Erklärungen dafür gehört, manche beschuldigen das Christentum, die Demokratie des allgemeinen Wahlrechts, den Marxismus, die Entkolonialisierung oder - vielleicht die wahrscheinlichste Erklärung - den Nazismus und die Verwüstung, die der 2. Weltkrieg angerichtet hat. Das hat eine Ablehnung von allem und jedem hervorgerufen, was als polarisierend angesehen werden könnte - einschließlich des Nationalstaats - und hat damit die multikulturelle Ideologie ermöglicht, die ironischerweise inzwischen selbst zunehmend totalitär wird.

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Lionheart - englischer Blogger soll verhaftet werden

von Eisvogel um 23:01 am 4. Januar 2008 | 19 Kommentare

Wie The Transatlantic Conservative berichtet, soll ein britischer Blogger - Lionheart (Bild links stammt von seiner Seite) - wegen Aufstachelung zum Rassenhass verhaftet werden, wenn er in sein Land zurückkehrt. Er hält sich zur Zeit in Amerika auf.

PI hat seine Botschaft aus dem Exil ins Deutsche übersetzt:

Die kulturelle Waffe in den Händen des modernen Dschihad in Großbritannien bringt die Opposition zum Schweigen, indem sie unsere eigenen Gesetze gegen uns verwendet — Die dummen, dreckigen Ketzer, wie Muslime uns hinter verschlossenen Türen gegenüber ihren Kindern nennen würden.

Was ist aus meiner Heimat geworden, dem Land, für das meine Vorväter gekämpft haben und gestorben sind auf den Schlachtfeldern der Welt, wenn eines ihrer Kinder gezwungen wird jahrelanger Gefangenschaft entgegenzusehen für das Einstehen, für das Gute und Richtige in der britischen Gesellschaft?

Wenigstens haben meine Worte der Wahrheit offenbar die Augen und Ohren der Leute erreicht, gemessen an den Kräften, mit denen man mich jetzt zum Schweigen zu bringen versucht —Tyrannei der Dritten Welt, in dem was als Demokratie des 21. Jahrhunderts gilt!

Wen habe ich getötet? Wen habe ich gedroht zu töten? Niemanden. Alles, was ich getan habe, war, über meine Realität auf einem Computerschirm zu schreiben. Jetzt droht mir das Gefängnis in meinem eigenen Land, weil ich für mich selbst und andere eingestanden bin.

Was ist mit denen passiert, die mein Leben bedroht haben oder die meine Freunde getötet haben – NICHTS - dies ist die britische Gerechtigkeit des 21. Jahrhunderts.

Lionheart bloggt aus der englischen Stadt Luton, einer Gemeinde, die seinen Berichten nach die Frontlinie der Al Kaida in England ist und auch einer der Ausgangspunkte für die Terroranschläge in London vom 7. Juli 2005 war. Im Jahr 2007 war Lionheart der englischen Polizei bei der Ermittlung gegen pakistanische Moslems behilflich, die auch zu einer Verhaftung führten. Daraufhin sah er sich Morddrohungen von Moslems ausgesetzt und wurde von der Polizei, der er zuvor geholfen hatte, im Stich gelassen.

Er musste sein Geschäft aufgeben, sein Heim verlassen, er wurde zum Vagabund im eigenen Land. Er berichtet sogar das Uneheuerliche, Unvorstellbare, dass Familienmitglieder von ihm im vergangenen Jahr aufgrund seiner Arbeit ermordet wurden. Hier sein Bericht.

Zuerst holten sie die englischen Blogger….

titelt Gates of Vienna in Anlehnung an das bekannte Zitat von Pastor Martin Niemöller zum Thema. Ein Zitat, das uns mahnen soll, nicht zu schweigen, nur weil wir (noch) nicht selber betroffen sind. Am Ende könnte keiner mehr da sein, der für uns spricht. Aber das ist nicht der einzige Grund, nicht zu schweigen:

Es geht vor allem auch darum, einem von uns zu zeigen, dass er nicht alleine ist, zu versuchen, ihm zu helfen - ganz unabhängig davon, ob wir befürchten, dass uns das früher oder später auch passieren könnte oder nicht.

PI hat die Adresse der Botschaften Ihrer Majestät in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht. Ich halte im allgemeinen nicht viel davon, alle möglichen Stellen anzuschreiben. In diesem Fall könnte es sinnvoll sein und Lionheart helfen.

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Warum wir gegen ein unabhängiges Kosovo eintreten sollten

von Eisvogel um 15:37 am 1. Januar 2008 | 32 Kommentare

Original vom 4. Dezember 2007: Why We Should Oppose an Independent Kosovo

Hans Rustad ist der Betreiber von Document.no, dem größten unabhängigen Blog meines Landes. In einem kürzlich dort veröffentlichten Artikel werde ich kritisiert, und ich habe die Kritik bereits zum Teil beantwortet. Allerdings hat Herr Rustad auch behauptet, dass ich einer revisionistischen Sicht auf die Balkankriege der 90er Jahre anhänge, die “genauso sachlich falsch, unmoralisch und politisch gefährlich ist wie der Holocaustrevisionismus von David Irving.” Ich halte diese Behauptung für zu unerhört, um sie einfach zu ignorieren, und deshalb habe ich mich entschlossen, eine Gegendarstellung auf englisch zu schreiben.

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Google-Spielchen: Was gibt es und was gibt es nicht?

von Eisvogel um 17:19 am 31. Dezember 2007 | 10 Kommentare

Schön wär’s… nur leider stimmt’s nicht.

 

Jeder kennt’s und Google bestätigt’s:

Den Islam gibt es nicht. (weiter …)

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Frohe Weihnachten

von Eisvogel um 18:09 am 23. Dezember 2007 | 56 Kommentare

 

Ich wünsche allen meinen Lesern und Kommentatoren und den Machern befreundeter Blogs frohe Weihnachten. Ich möchte diesen Weihnachtsgruß auch damit verbinden, danke zu sagen. Danke an alle Kommentatoren, die diesen Blog mit ihren wertvollen, klugen und interessanten Beiträgen erst zu dem gemacht haben, was er inzwischen geworden ist. Danke an Politically Incorrect und The Transatlantic Conservative für die gute und sehr freundschaftliche Zusammenarbeit.

Frohe Weihnachten, Stefan, Beate, Christine, gw und alle anderen PI-Autoren.

Merry Christmas, TC.

My sincere thanks to Fjordman, whose great and insightful essays constitute a major and important part of this blog:

God Jul, Fjordman.

Ich weiß, dass es manche für verrückt halten, Menschen zu mögen, die man nur virtuell kennt. Ich lehne diese Einstellung ab, jemanden mögen ist ein Gefühl, und Gefühle kommen, ohne nachzufragen, ob sie von irgendjemandem als verrückt bezeichnet werden. Ich mag manche Menschen, die ich nur virtuell kenne, sehr. Und manchmal traut man sich auch raus aus der virtuellen Welt und lernt jemanden persönlich kennen, den man vorher nur wegen seiner Kommentare mochte und hoch achtete. Ich habe das dieses Jahr einmal gemacht.

Ich danke Serbian Girl für ihre wunderbare Freundschaft und ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass ihre Hoffnungen und Wünsche in Erfüllung gehen:

Sretam Bozic, Serbian Girl.

Und weil man Menschen, die man mag, an Weihnachten etwas schenkt und das Schenken naturgemäß in der virtuellen Welt etwas schwierig ist, habe ich in den letzten Tagen etwas übersetzt. Es ist Fiktion, genauer gesagt Science Fiction von einem Meister seines Fachs, und es spielt an einem Silvesterabend. Ich bitte alle, den Unterschied zwischen Fiktion und Prophezeihung nicht zu übersehen und auch mir zuzutrauen, dass ich ihn kenne, und einfach in einer ruhigen Stunde die Geschichte eines eindrucksvollen Gesprächs zu genießen, die mir gefallen hat und die natürlich auch mit unserem Hauptthema hier zu tun hat.

Geschenk

(Aber wie jeder aus seiner Kindheit weiß: Nicht aufmachen, bevor die Christbaumkerzen brennen und die Weihnachtslieder gesungen sind)

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Die Parlamentsrevolte, von der wir nichts wissen dürfen

von Eisvogel um 14:06 am 18. Dezember 2007 | 34 Kommentare

Ich kann mich erinnern, dass man früher gelegentlich in den Nachrichten - ganz am Ende - Bilder von asiatischen Parlamenten gesehen hatte, bei denen es recht krawallig zuging und die Parlamentarier sich auch geprügelt haben. Man musste zwar nicht, um was es ging, das war aber auch egal. Es ist einfach schön und wertvoll, in einer freien Demokratie zu leben, in der bienenfleißige Nachrichtenredakteure daran arbeiten, die Bürger mit Informationen aller Art zu versorgen, zum Beispiel auch mit solchen.

Nun, vor wenigen Tagen hat wieder ein solcher Krawall in einem Parlament stattgefunden.

Es geht allerdings nicht um ein asiatisches Land, dessen Namen man schon vergessen hat, während man die Bilder ansieht. Es geht um ein Parlament in Straßburg. Es ist kein sehr wichtiges Parlament, es handelt sich dabei nur im die gewählten Vertreter von einer halben Milliarde europäischen Stimm- und Steuerzahlerviehs, und deshalb ist es auch nicht nötig, dass man in den Nachrichten über dieses Spielzeugparlament berichtet. In der Tat ist es das klassische Parlament, das sich jede Diktatur als Feigenblatt gönnt. Teuer aber ohne Einfluss. Mit einem Parlament hat es so viel zu tun wie die kleinen Kaufläden, die jetzt an Weihnachten wieder an Kinder verschenkt werden, mit Aldi zu tun haben. Oder so viel wie Monopoly-Geld mit Geld.

Über diesen Krawall gab es ein Video, das ich bei Gates of Vienna entdeckt habe, Transatlantic Conservative hat mich per E-Mail darauf hingewiesen und ich habe es mir gestern spät nachts noch angesehen.

Auch dieses Video existiert inzwischen bei youtube nicht mehr, ich mache mich aber auf die Suche, vielleicht wird es noch einmal irgendwo anders hochgeladen. Ich bin für Hinweise auch sehr dankbar.

Einige Europaparlamentarier - insbesondere aus England und Polen - scheinen sich bewusst zu sein, dass sie auf politischem Weg keinerlei Funktion haben, es sei denn, gelegentlich die Beschlüsse des obersten Sowjet der europäischen Kommission mit schönen Resolutionen harmonisch abgestimmt zu begleiten und zu bekräftigen.

Deshalb haben sich einige Parlamentarier zu etwas entschlossen, was eher an eine Studentenrevolte als an die Arbeit einer Volksvertretung erinnert. Es war eine laute und hitzige, tumultartige Demonstration, die Parlamentarier trugen T-Shirts mit der Aufschrift “REFERENDUM”, und forderten mit Bannern und Sprechchören nationale Referenden für den EU-Vertrag, die leicht abgeänderte EU-Verfassung, die von den Bürgern Frankreichs und Hollands zurückgewiesen wurde und jetzt in Lissabon unterzeichnet wurde und ohne weitere Volksbefragung in den nationalen Parlamenten abgenickt werden soll.

Ich danke diesen Parlamentariern für Ihr Bekenntnis zur Demokratie und dafür, dass sie uns - das Volk - noch nicht ganz abgeschrieben haben, auch wenn ihr Protest natürlich ungehört verhallt. Sie wurden dafür beschimpft (name calling) ein spanischer Abgeordneter sowie die Saalordner versuchten, die Filmaufnahmen zu verhindern, was ihnen schließlich auch gelang. Dennoch ist ausreichend zu sehen gewesen.

Haben Sie es in den Fernsehnachrichten gesehen? Hat Ihre Tageszeitung darüber berichtet?

Danke an Baron Bodissey und Dymphna von Gates of Vienna, zwei Amerikaner, die sich so sehr und unermüdlich und ehrlich um Europa sorgen, wie wir es eigentlich gar nicht verdient haben.

Die meisten von uns glauben ja immer noch, wir würden in einer Demokratie leben und hätten Redefreiheit und würden gar “informiert”. Wir sind nicht auf dem Weg in eine Diktatur, wir sind mittendrin. Über den EU-Vertrag werde ich in den nächsten Tagen, wenn ich mich näher damit befasst habe, noch etwas schreiben.

UPDATE: Das Video ist unter neuer Adresse wieder hochgeladen. Ich bitte möglichst viele Leser, es lokal zu speichern.

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Trauert nicht, Kinder Europas

von Eisvogel um 16:50 am 12. Dezember 2007 | 158 Kommentare

[To my English-speaking visitors: A remarkable, melancholic and very poetically put vision of Europeans' future is also available in English. Please click 'weiter' and scroll down'.]

Es ist ein düsterer Nachmittag, es dämmert schon, und ich habe melancholische Musik laufen. Das ist die beste Jahreszeit, der richtige Tag und die richtige Stunde, um einen wunderschönen, traurigen, poetischen Text von Gubbelgobbel zu veröffentlichen, den er bei PI als Kommentar geschrieben hat, und der viel zu schade ist, als dass er dort in der Versenkung verschwindet.

In dem sehr interessanten PI-Artikel ging es um den Ausblick auf die demographische Zukunft Deutschlands und Europas, beschrieben von dem Soziologen Professor Dr. Jost Bauch. Eine Zukunftsvision, die auf klaren Fakten basiert, die erschreckend ist, und die dennoch zu melancholischen Spekulationen anregt. Wir müssen nicht immer nur rational sein, uns nicht immer nur ausschließlich mit dem befassen, was wirklich hundertprozentig abgesichert ist. Zukunftsspekulationen sind naturgemäß unsicher, aber demographische Voraussagen sind üblicherweise sehr genau, weil sie auf Fakten der Gegenwart beruhen, die langfristige Auswirkungen haben.

Sollen wir gehen? Oder sollen wir wenigstens unsere Kinder darauf vorbereiten, zu gehen?

Hier der Kommentar von Gubbelgobbel, den ich mit seiner Einwilligung veröffentliche und für den ich ihm sehr dankbar bin.

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Ganz was Neues - Islamische Selbstkritik

von Eisvogel um 00:19 am 8. Dezember 2007 | 17 Kommentare

Durch einen Kommentar von candide bei PI bin ich auf das folgende Video gestoßen, das mich zugegebenermaßen etwas umgehauen hat. Yusuf al Qaradhawi liest seinen stinkfaulen Glaubensbrüdern die Leviten, dass es eine wahre Freude ist.

(To English speaking visitors: The video is in Arab with English subtitles)

Ich bin nicht sicher, ob es für uns erfreulich wäre, wenn die Nachfolger Mohammeds sich diese Gardinenpredigt zu Herzen nehmen und fleißig, produktiv, kreativ und erfolgreich werden würden. Das wäre vermutlich eine Horrorvorstellung. Der Glaube, dass Bildung und Fleiß einerseits und Grausamkeit,Fanatismus und Welteroberungsfantasien andererseits sich gegenseitig ausschließen, sollte eigentlich spätestens seit den Nazis (und auch den Sowjets) in der Mülltonne sein. Leider ist sie bezüglich Islam nicht totzukriegen, obwohl auch da die Realität eher das Gegenteil vermuten lässt.

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Buchrezension: Robert Spencers “Religion of Peace”

von Eisvogel um 15:31 am 4. Dezember 2007 | 88 Kommentare

Original vom 27. November 2007: Book Review: Robert Spencer’s “Religion of Peace”

Ich habe Robert Spencer kürzlich mitgeteilt, dass ich sein jüngstes Buch Religion of Peace? Why Christianity Is and Islam Isn’t gelesen habe und an einer Rezension darüber arbeite. Er zeigte sich etwas überrascht darüber, dass es mir gefallen hat angesichts der Tatsache, dass ich mich in einigen meiner Essays dem Christentum gegenüber etwas kritisch gezeigt habe. Ich würde meine Beziehung zu dieser Religion als mild kritisch aber im Großen und Ganzen positiv bezeichnen. Ich bin kein religiöser Mensch, aber ich schätze viele der guten Aspekte am Christentum und bin der Ansicht, dass die Kritik daran teilweise unfair ist.

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Transatlantisches Interview

von Eisvogel um 23:25 am 30. November 2007 | 24 Kommentare

Der neue und hervorragende Blog The Transatlantic Conservative hat etwas getan, was für mich sehr merkwürdig und ungewohnt ist: Mich interviewt.

Transatlantic Conservative steht nach eigener Beschreibung für die konservativen Werte eines schlanken Staates, Redefreiheit, Religionsfreiheit und das Recht, Waffen zu besitzen und zu tragen. Er ist gegen Islamisierung und gegen die politisch korrekte Gaunerei des internationalen (und nationalen) Sozialismus, sowie für eine bessere Kommunikation zwischen Konservativen aus den EU-Staaten und den USA.

Ich freue mich, dass er sich für meine Gedanken zu verschiedenen Themen interessiert und halte es auch für eine sehr gute Idee, die Kluft, die sich durch den hässlichen (und zumindest von Schröder auch vorsätzlich geschürten) Antiamerikanismus hierzulande aufgetan hat, wenigstens unter Konservativen auf beiden Seiten des großen Teiches wieder etwas zu schließen. Möglicherweise sehen wir am linken und rechten Ufer des Atlantiks auch dann, wenn wir gleichermaßen islamkritisch sind, die Bedrohung doch etwas anders. Es ist sicher gut, wenn wir uns mühen, die Sichtweise des jeweils anderen besser zu verstehen. Ich glaube immer noch ein bisschen, dass aus Sicht der Djihadisten 9-11 zumindest insofern ein “Erfolg” war, dass dieses furchtbare Verbrechen nach anfänglichen Schock- und Solidaritätsbekundungen Gräben zwischen Europa und den USA aufgerissen hat. Terror führt nämlich leider auch dazu, dass derjenige, der vielleicht betroffen sein könnte, sich eiligst von dem, der betroffen ist, abgrenzen will.

Ich hoffe, dass wir es schaffen, unsere Unlust, uns in anderen Sprachen als dem bequemen Deutsch auszudrücken, zu überwinden und etwas dazu beizutragen. Wie ein Kommentator bei Jihad Watch schrieb, sind die Europäer aus den kleinen Ländern viel versierter in englisch, und die aus den großen Ländern hinken hinterher, weil sie es sich auf einer bequemen Sprachinsel eingerichtet haben. Da ist leider was dran.

Transatlantic Conservative hat den ersten Teil des Interviews mit mir hier auf englisch veröffentlicht und hier auf deutsch. Der Rest kommt demnächst und das gesamte Interview auf deutsch veröffentliche ich am Ende dann hier.

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